Blick ins Buch

Biografien

Imperium der Schmerzen

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Über das Buch

„Ein Buch, das wütend und fassungslos macht und dabei so meisterhaft erzählt ist, dass man es nicht aus der Hand legen mag.“ ARD ttt Das große, verstörende Porträt der Sackler-Familie, die sich als Philantropen feiern lassen, deren Vermögen durch Valium entstand und die mit der Erfindung des Medikaments OxyContin die Opioidkrise in den USA auslöste. Und Millionen Menschen weltweit in die Abhängigkeit stürzte. Der preisgekrönte Autor Patrick Radden Keefe zeichnet das Sittengemälde einer Industriellenfamilie, die die Welt prägt. Die Geschichte der Sackler-Dynastie birst vor Dramen – barocke Privatleben, erbitterte Verteilungsschlachten, machiavellistische Manöver in Gerichtssälen und der kalkulierte Einsatz von Geld, um sich als Kunstmäzene Zugang zur Elite zu kaufen und die weniger Mächtigen zu brechen. Ein narratives Meisterwerk, umfassend recherchiert und erschreckend zwingend argumentiert.

Editionen (3)

ISBN9783446275423
Verlaghanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum24.10.22
Seitenzahl640

Rezensionen & Bewertungen

130 Bewertungen

25 Rezensionen

4,0

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  • msc.himmel
    msc.himmel

    430 Follower

    4,5

    Detailliert, informativ und schockierend 💊

    Das Buch war für mich sehr interessant und ein neues Themengebiet. Es war zu einem Großteil ein Thriller über einen realen Skandal, dessen Verlauf mich beim Lesen oft sehr wütend gemacht hat. Vor allem in der ersten Hälfte des Buches geht der Autor äußerst detailliert auf die Leben und Verhaltensweisen der Gebrüder Sackler ein. Später im Buch tut er das auch, allerdings wurde es für mich da interessanter, weil es mehr Familienmitglieder gab. Die Mitglieder der Familie wurden aus meiner Sicht sehr gut porträtiert. Aufgrund des Umfang des Buches habe ich einen großen Teil als Hörbuch gehört, was ich empfehlen kann. Der zweite Teil des Buches war interessanter für mich, weil endlich gegen die Familie und das Unternehmen in irgendeiner Form vorgegangen wurde. Für mich hätte das Buch etwas kürzer sein können, beispielsweise das Kapitel über die Beschaffung eines Tempels für ein Museum. Allerdings war es auf diese Weise abwechslungsreich und man wurde von seinen Emotionen, angesichts vieler skandalöser Vorgänge, Skrupellosigkeit, Korruption und Behördenversagen nicht so übermannt. Und die erste Hälfte hat mir durchaus geholfen die Verhaltensweisen der Familie nachvollziehen zu können, auch wenn sie das in keinem Fall richtig oder weniger widerlich macht. Ich habe eine Menge über Opioide und die damit verbundene Krise dazugelernt und kann das Buch Interessierten empfehlen. Allerdings sollte man etwas Ausdauer mitbringen. Das Buch hat mich durchaus gefesselt und berührt, was man nicht von vielen Sachbüchern behaupten kann. Für mich ein sehr guter Ausflug in ein für mich davor weitgehend unbekanntes Terrain.

    Detailliert, informativ und schockierend 💊

    31. Okt. 2024

  • 4,0

    Ich habe das Buch begonnen, weil ich mich momentan durch die NYT Top 100 Readers Choice lese, sonst wäre es mir vermutlich nicht untergekommen. Von der Familie Sackler hatte ich vorher noch nie was gehört, dass es in den USA eine starke Opium- bzw. Fentanyl-Krise gibt war mir aber bewusst - umso erschreckender sind die Enthüllungen und Erklärungen in diesem Buch. Aus meiner Sicht ist es schier unglaublich, wie das Vorgehen der Familie und des Pharmaunternehmens so funktionieren konnte, das Ausmaß an Verleugnung und Korruption sucht wirklich seinesgleichen. Für mich war das Buch sehr angenehm zu lesen, als populärwissenschaftliches Sachbuch sind natürlich viele Daten, Zahlen und Fakten enthalten, trotzdem liest es sich eher wie ein Wirtschaftsthriller. Der Anfang um die Biographie von Arthur Sackler hätte meiner Meinung nach etwas kürzer sein können, das zog sich zwischendurch, aber ansonsten kann ich das Buch wirklich allen empfehlen, die sich für die Thematik interessieren. Toll geschrieben und verständlich aufgearbeitet, für mich waren es 4/5⭐️.

    8. Nov. 2025

  • elena_liest
    elena_liest

    248 Follower

    5,0

    Kennt ihr die Familie Sackler? Die Sacklers waren mir vor der Lektüre von Patrick Radden Keefes Buch "Imperium der Schmerzen: Wie eine Familiendynastie die weltweite Opioidkrise auslöste" kein Begriff, das hat sich mittlerweile aber sowas von geändert! Denn Patrick Radden Keefe legt damit ein fesselndes Sachbuch vor, das die Geschichte der Familie Sackler und ihren Aufstieg zur pharmazeutischen Dynastie, die maßgeblich zur Opioidkrise in den USA beitrug, umfassend beleuchtet. Die Familie Sackler ist eine amerikanische Familie, die unter anderem das Pharmaunternehmen Purdue Pharma besaß und wegen übermäßiger Verschreibung von Suchtmitteln, darunter OxyContin, mehrfach angeklagt wurde. Patrick Radden Keefe schildert den Aufstieg und gesellschaftlichen Fall der Familie Sackler, legt ein besonderes Augenmerk auf ihre aggressive Vermarktung von Opioiden samt deren verheerenden Auswirkungen und widmet sich im letzten Drittel des Buchs auch den vielfältigen Prozessen gegen verschiedene Familienmitglieder und Purdue Pharma. Von Anfang an hat mich Keefes akribische Recherchearbeit beeindruckt, die er in ein Buch packt, das sich so spannend wie ein Krimi liest. Sein Sachbuch ist nicht nur eine Familiengeschichte, sondern auch eine Auseinandersetzung mit den dunklen Seiten der Pharmaindustrie und den Mechanismen, die es ermöglichen, dass Profite über Menschenleben gestellt werden. "Imperium der Schmerzen" ist eine aufrüttelnde Lektüre, die ich allen empfehlen kann, die sich für investigative Journalistik, Wirtschaftskriminalität und die Hintergründe der Opioidkrise interessieren. Übersetzt von Gregor Runge und Kattrin Stier.

    29. Jan. 2025

3 von 25 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Patrick Radden Keefe

Patrick Radden Keefe, geboren 1976, ist preisgekrönter Investigativjournalist des Magazins The New Yorker. Er studierte an der Columbia University, der Yale Law School, der Cambridge University und der London School of Economics. Seine Bücher sind große Bestseller und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Keefe lebt mit seiner Familie in New York.

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