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Romane

Oh Sunny

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Über das Buch

Eine junge Deutsch-Koreanerin flüchtet vor ihrer Familie und deren Erwartungen - und wird unvermittelt mit der Kultur konfrontiert, der sie gerade entkommen wollte. »Ein herrlich rebellischer Trip voller Selbst und Findung.« Mithu Sanyal

Sunny Oh, 26 Jahre alt, hat das dringende Bedürfnis, einfach nur zu schlafen. Geboren in Deutschland als Kind koreanischer Eltern, fühlt sie sich weder als Deutsche noch als Koreanerin. Ihr Leben ist ein ständiger Balanceakt, um es allen recht zu machen: das Studium, die perfekte Beziehung – alles Kompromisse, um den Erwartungen anderer zu entsprechen.

Nach einem heftigen Streit beim traditionellen Chussokfest hat sie genug. Sie bricht mit ihrer Familie und flüchtet – ausgerechnet in die Turnhalle eines koreanischen Kulturvereins in Berlin. Als ›Praktikantin‹ quartiert sich Sunny in den Geräteraum ein und wird unvermittelt mit der Kultur konfrontiert, der sie gerade entkommen wollte. Doch genau hier, zwischen Turngeräten und Traditionen, muss Sunny sich ihrer Vergangenheit und der Frage nach Selbstbestimmung stellen.

Editionen (2)

ISBN9783442776573
Verlagbtb
Erscheinungsdatum10.12.26
Seitenzahl256

Rezensionen & Bewertungen

56 Bewertungen

12 Rezensionen

4,0

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  • cloudjumper
    cloudjumper

    1401 Follower

    4,5

    Eine junge Frau hadert mit der Kultur ihrer Eltern, mit Tradition, den Bindungen zu ihren Freunden, dem Bild der Frau und ihrer Vergangenheit. Es passiert recht wenig und doch zieht das Werk den Leser oder die Leserin in seinen Bann. Existenzialismus, Generationskonflikt, (südkoreanische) Historie, und eine Portion Feminismus (nicht der plumpe Holzhammer-Feminismus) prägen die Gedanken und Empfindungen der Charaktere. Diese Art der jugendlichen Irrungen und Wirrungen sind derart universal, dass ich mich immer wieder in der Person Sunny wiedergespiegelt gefühlt habe. Sprachlich gut Durchschnitt, aber mit einigen wirklich starken Sätzen, die durch und durch literarische Schätze sind.

    Eine junge Frau hadert mit der Kultur ihrer Eltern, mit Tradition, den Bindungen zu ihren Freunden, dem Bild der Frau und ihrer Vergangenheit.


Es passiert recht wenig und doch zieht das Werk den Leser oder die Leserin in seinen Bann. 
Existenzialismus, Generationskonflikt, (südkoreanische) Historie, und eine Portion Feminismus (nicht der plumpe Holzhammer-Feminismus) prägen die Gedanken und Empfindungen der Charaktere.
Diese Art der jugendlichen Irrungen und Wirrungen sind derart universal, dass ich mich immer wieder in der Person Sunny wiedergespiegelt gefühlt habe.

Sprachlich gut Durchschnitt, aber mit einigen wirklich starken Sätzen, die durch und durch  literarische Schätze sind.

    2. Aug. 2025

  • buch_leselust
    buch_leselust

    147 Follower

    4,0

    Ein sehr eindringlicher Roman über das Erwachsenwerden in 2 unterschiedlichen Kulturen. Es wird sehr gut die Zerrissenheit von Sunny zwischen ihren eigenen Gefühlen und die Erfüllung der Erwartungen ihrer Eltern geschildert. Ihre eigenen Traumata werden zunächst nur beiläufig thematisiert. Gerade diese Auslassungen und die abgekappten Sätze machen es so authentisch. An einer Stelle wird beschrieben, dass es nicht nur ein kulturelles "Problem" ist, sondern ein universelles, da doch alle Menschen in dem Konflikt mit den Erwartungen ihrer Eltern stehen. Es ist ein Prozess des Erwachsenwerdens, den wir hier gemeinsam mit Sunny gehen. Ich muss jedoch auch zugeben, dass zwischendurch mir das Verständnis gefehlt hat und ich ihr gerne Hilfe gegeben hätte. Das Ende hat mich jedoch ganz versöhnlich zurück gelassen.

    30. Apr. 2025

  • readwithxbibi
    readwithxbibi

    159 Follower

    5,0

    Tolles Buch!

    Tolle Protagonistin Sunny, die mir wirklich sehr leid getan hat. Ihre Beziehung zu ihren Eltern war sehr krass, sie haben ihr immer wieder gesagt wie wenig sie Wert ist und sie kein Recht hätte zu weinen, sich so und so verhalten etc. Das Buch hat weh getan und wütend gemacht. Die Trostfrauen aus Korea werden hier gut thematisiert und auch die alltägliche Diskriminierung, die Sunny erfahren muss. Sunny versucht sich irgendwie zwischen zwei Kulturen durchzukämpfen. Außerdem kommt Sunny mit einer Tat aus ihrer Vergangenheit kaum zurecht und wird von ihren Eltern gedümtigt, im Stich gelassen. Sehr gutes Buch, mochte den Schreibstil und Sunny war auf keinen Fall eine 0815 Protagonistin.

    1. Juni 2025

3 von 12 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ta-Som Helena Yun

Ta-Som Helena Yun, geboren 1985 in Berlin, zog mit neun Jahren mit ihrer Familie nach Südkorea. Dort war sie Stipendiatin der Staatlichen Schule für Traditionelle Koreanische Musik und lernte u. a. koreanischen Pansori-Gesang. Mit siebzehn Jahren kehrte sie allein nach Deutschland zurück. Während des Jurastudiums war sie Stipendiatin der Friedrich Ebert-Stiftung. 2022 veröffentlichte sie in der Zeitschrift »BELLA triste« eine Kurzerzählung. Mit ihrem Romanprojekt war Ta-Som Helena Yun Stipendiatin der Prosawerkstatt 2022 am Literarischen Colloquium Berlin. Sie ist Richterin am Amtsgericht in Berlin.

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