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66/2026 📖
Ich sag’s direkt vorweg: ich werde dieses Buch nicht bewerten. Ich finde einfach nicht, dass man sich anmaßen sollte, das Leben und Schicksal eines Menschen in Sterne zu packen. Dieses Buch hat mich wirklich auf so vielen Ebenen wütend gemacht. Und traurig. Und irgendwie auch hilflos. Ich habe beim Lesen so viel Mitgefühl gespürt für jeden einzelnen Menschen, der in solchen Umständen aufwachsen musste. Manche Passagen haben mich richtig getroffen. Und gleichzeitig gab es Momente, in denen ich mich selbst wiedererkannt habe und ich glaube, da ist es letztlich egal, in welchen finanziellen Verhältnissen man aufgewachsen ist. „Im Kindergarten war ich immer die Erste, die hingebracht wurde, und die Letzte, die abgeholt wurde.“ Das hat direkt etwas in mir ausgelöst. Ich glaube wirklich, dass sich jeder irgendwo in diesem Buch wiederfindet. Egal ob arm, Mittelschicht oder privilegierter aufgewachsen. Jeder Mensch hat sein Päckchen zu tragen und jedes Problem hat seine Daseinsberechtigung. Was mich auch richtig beschäftigt hat, ist dieses Bild von Armut, das man so oft vermittelt bekommt. Dieses „selbst schuld“ oder „die sind einfach zu faul“. Wenn man mit sowas wie Mitten im Leben oder Hartz und herzlich groß wird, dann brennt sich genau dieses Bild halt ein. Man sieht die Oberfläche dieser Menschen und denkt, man hätte alles verstanden. Welche schlimmen Schicksale wirklich dahinterstecken, ist für viele erstmal zweitrangig. Aber dieses Buch zeigt halt das komplette Gegenteil. So viele Studien, so viele Hintergründe, die klar machen, dass Armut in den meisten Fällen eben kein selbstgemachtes Problem ist. Sie zieht sich über Generationen und da rauszukommen ist für viele beinahe unmöglich. „Armut schränkt nicht nur extrem ein, sondern kann einen mal langsam, mal schnell töten.“ Diese Aussage ist mir extrem hängen geblieben. Und ich weiß, dass manche darüber wahrscheinlich nur den Kopf schütteln würden, gerade in Deutschland, wo immer gesagt wird, hier haben doch alle die gleichen Chancen. Aber genau das stimmt halt einfach nicht. Und genau das zeigt Miriam hier sehr deutlich. „Haste was, biste was, haste nix, biste nix“. Ich würde hier gern noch so viel mehr loswerden, aber das könnte dann wohl etwas zu politisch werden. An dieser Stelle grüße ich einfach nur mal Herrn Friedrich Merz. Inhaltlich war vieles für mich nicht komplett neu, aber trotzdem hat es die Sicht auf meine eigene Kindheit irgendwie verändert. Ich bin ehrlich einfach unglaublich dankbar, dass ich nie Angst haben musste, nichts im Kühlschrank zu haben oder dass meine Eltern die Miete nicht zahlen konnten. Dass ich mit zwei Elternteilen aufgewachsen bin, auch wenn mir einer davon viel zu früh genommen wurde. Auch wenn natürlich jeder trotzdem seine Probleme hat, egal aus welcher Schicht man kommt. Puh, diese Rezension war irgendwie persönlich. Ich wünsche Miriam wirklich von Herzen nur das Beste. Und dass sie irgendwann diesen inneren Frieden findet, den sie verdient. 🫶 Und allen anderen, die diese Rezension wirklich bis hier gelesen haben: Auch euch wünsche ich alles Glück der Welt. Seid lieb zueinander. Verurteilt nicht. Ihr kennt nie die ganze Geschichte. 🫶
12. Apr. 2026
66/2026 📖
Ich sag’s direkt vorweg: ich werde dieses Buch nicht bewerten. Ich finde einfach nicht, dass man sich anmaßen sollte, das Leben und Schicksal eines Menschen in Sterne zu packen. Dieses Buch hat mich wirklich auf so vielen Ebenen wütend gemacht. Und traurig. Und irgendwie auch hilflos. Ich habe beim Lesen so viel Mitgefühl gespürt für jeden einzelnen Menschen, der in solchen Umständen aufwachsen musste. Manche Passagen haben mich richtig getroffen. Und gleichzeitig gab es Momente, in denen ich mich selbst wiedererkannt habe und ich glaube, da ist es letztlich egal, in welchen finanziellen Verhältnissen man aufgewachsen ist. „Im Kindergarten war ich immer die Erste, die hingebracht wurde, und die Letzte, die abgeholt wurde.“ Das hat direkt etwas in mir ausgelöst. Ich glaube wirklich, dass sich jeder irgendwo in diesem Buch wiederfindet. Egal ob arm, Mittelschicht oder privilegierter aufgewachsen. Jeder Mensch hat sein Päckchen zu tragen und jedes Problem hat seine Daseinsberechtigung. Was mich auch richtig beschäftigt hat, ist dieses Bild von Armut, das man so oft vermittelt bekommt. Dieses „selbst schuld“ oder „die sind einfach zu faul“. Wenn man mit sowas wie Mitten im Leben oder Hartz und herzlich groß wird, dann brennt sich genau dieses Bild halt ein. Man sieht die Oberfläche dieser Menschen und denkt, man hätte alles verstanden. Welche schlimmen Schicksale wirklich dahinterstecken, ist für viele erstmal zweitrangig. Aber dieses Buch zeigt halt das komplette Gegenteil. So viele Studien, so viele Hintergründe, die klar machen, dass Armut in den meisten Fällen eben kein selbstgemachtes Problem ist. Sie zieht sich über Generationen und da rauszukommen ist für viele beinahe unmöglich. „Armut schränkt nicht nur extrem ein, sondern kann einen mal langsam, mal schnell töten.“ Diese Aussage ist mir extrem hängen geblieben. Und ich weiß, dass manche darüber wahrscheinlich nur den Kopf schütteln würden, gerade in Deutschland, wo immer gesagt wird, hier haben doch alle die gleichen Chancen. Aber genau das stimmt halt einfach nicht. Und genau das zeigt Miriam hier sehr deutlich. „Haste was, biste was, haste nix, biste nix“. Ich würde hier gern noch so viel mehr loswerden, aber das könnte dann wohl etwas zu politisch werden. An dieser Stelle grüße ich einfach nur mal Herrn Friedrich Merz. Inhaltlich war vieles für mich nicht komplett neu, aber trotzdem hat es die Sicht auf meine eigene Kindheit irgendwie verändert. Ich bin ehrlich einfach unglaublich dankbar, dass ich nie Angst haben musste, nichts im Kühlschrank zu haben oder dass meine Eltern die Miete nicht zahlen konnten. Dass ich mit zwei Elternteilen aufgewachsen bin, auch wenn mir einer davon viel zu früh genommen wurde. Auch wenn natürlich jeder trotzdem seine Probleme hat, egal aus welcher Schicht man kommt. Puh, diese Rezension war irgendwie persönlich. Ich wünsche Miriam wirklich von Herzen nur das Beste. Und dass sie irgendwann diesen inneren Frieden findet, den sie verdient. 🫶 Und allen anderen, die diese Rezension wirklich bis hier gelesen haben: Auch euch wünsche ich alles Glück der Welt. Seid lieb zueinander. Verurteilt nicht. Ihr kennt nie die ganze Geschichte. 🫶
12. Apr. 2026









