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In die Sonne schauen

4,2(29)
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Deutsch
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Über das Buch

Gibt es ein Leben vor dem Tod? Über die Dinge im Leben, die wirklich wichtig sind ...

Die größte Herausforderung für den Menschen ist es, seiner eigenen Sterblichkeit ins Auge zu blicken. Die Angst vor dem Tod unterscheidet den Menschen vom Tier: Jede Religion, jede Kulturleistung ist ein Versuch, sich das Undenkbare begreiflich zu machen. Der amerikanische Psychoanalytiker und Bestsellerautor Irvin D. Yalom nähert sich in diesem Buch einer der größten Fragen der Menschheit sowohl auf der professionellen wie auch auf einer zutiefst persönlichen Ebene. „Auch ich fürchte den Tod wie jeder Mensch“, schreibt Yalom, „er ist unser düsterer Schatten, der sich nicht abschütteln lässt.“ In seiner praktischen Arbeit hat er andererseits erfahren, wie sehr das Wissen um den nahen Tod bei vielen seiner Patienten zu einer vollkommenen Neuorientierung, ja Bereicherung führte. Wie sie auf einmal in der Lage waren, Entscheidungen zu treffen, die ihnen wirklich am Herzen lagen. „In die Sonne schauen“ ist deshalb nicht nur eine Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens, sondern auch ein Plädoyer für ein bewusstes Leben. „Es ist kein düsteres Buch“, so Yalom, „meine Hoffnung ist vielmehr, dass wir begreifen, wie kostbar jeder Moment ist und wie tröstlich unser Miteinander, wenn wir unserer Endlichkeit, unserer kurzen Zeit im Licht, wirklich ins Auge sehen.“

Editionen (2)

ISBN9783442752010
Verlagbtb
Erscheinungsdatum15.09.08
Seitenzahl272

Rezensionen & Bewertungen

29 Bewertungen

8 Rezensionen

4,2

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  • annamy
    annamy

    62 Follower

    5,0

    Irvin David Yalom ist einer der größten Psychoanalytiker unserer Zeit. Ein brillantes Buch über die Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens. ‚Tod, Freiheit, Isolation und Sinnlosigkeit‘ unsere existenziellen Ängste bilden die Grundlage für seine Arbeit. Egal welches Buch von Yalom, ich kann sein Werk absolut empfehlen. Man liest… denkt nach…man lässt es auf sich wirken….spürt nach und findet Antworten.

    14. Juni 2025

  • cheshire_cat
    cheshire_cat

    264 Follower

    4,5

    Authentisch, inspirierend, regt zum Nachdenken an

    Mein erstes Buch vom bekannten Autor und Begründer der existentiellen Psychotherapie Irvin Yalom. Die Auseinandersetzung mit dem Tod ist gewiss für alle Menschen ein schweres Thema und nichts, was man „mal eben nebenbei“ macht. Wir alle werden im Laufe unseres Lebens auf die eine oder andere Weise mit unserer Vergänglichkeit und Endlichkeit konfrontiert. Yalom bietet allerhand Anregungen dafür, wie dies geschieht oder geschehen kann. Das Buch ist kein klassischer Ratgeber, sondern eher ein Einblick in seinen Umgang mit dem Tod sowie seinen Erfahrungen im therapeutischen Kontext, die Angst vor dem Tod betreffend. Besonders faszinierend empfand ich die unterschiedlichen Hintergründe, die das Lebensende so bedrohlich werden lassen. Auch den Einblick in Yaloms eigene Arbeit als Therapeut, seine Ansichten und seine Werte, seine Mentoren sowie Inspirationsquellen aus der Philosophie, sind für mich sehr interessant und aufschlussreich gewesen. Mir gefällt, wie offen, authentisch, echt Yalom berichtet, auch eigene Fehler offenbart und sich damit unheimlich menschlich zeigt. Sein Werk wirkt nicht belehrend, sondern lässt Raum dafür, sich sein eigenes Bild zu machen und sich selbst zu reflektieren. Nicht nur als vergängliches Wesen, auch als angehende Therapeutin, finde ich solche Einblicke unheimlich spannend und wichtig, auch um den Blick für die eigene Arbeit sowie das eigene Leben zu erweitern. Ich persönlich bin jedenfalls sehr gespannt auf andere Bücher des Autoren und kann das Buch jedem ans Herz legen, der bereit und offen dafür ist, sich mit einem schweren, aber wichtigen Thema, dem Ende des Lebens, auseinanderzusetzen. 4,5/5 ⭐️ - auf jeden Fall lesenswert!

    7. März 2025

  • 4,0

    Ein Buch über die Angst vor dem Tod und wie man sie überwindet beziehungsweise lernt, damit zu leben. Yalom nimmt uns mit auf eine Betrachtung der Angst vor dem Tod - von den alten Griechen (Epikur) über die Väter der modernen Psychotherapie und Philosophie (Nietzsche, Freud und Rogers) und rundet das ganze mit Erfahrungen aus seiner eigenen Praxis und auch aus seinem eigenen Leben ab. Ich schätze Irvine Yaloms Erzählstil und da ich sehr interessiert an Psychologie bin, finde ich auch seine Einblicke in die Psychotherapeutische Praxis sehr interessant. Wer sich jedoch weniger für die Gesprächstherapie interessiert, den könnten die zahlreichen Fallbeispiele möglicherweise schnell langweilen. 
Ich fand das Buch ganz interessant, da es sich mit einem Thema beschäftigt, das sonst in unserer Kultur eher totgeschwiegen (pun intended) wird. Mir persönlich bietet aber das Wissen darum, dass bereits die alten Griechen sich mit dem Tod beschäftigten kaum Trost in der Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit. Dennoch sind einige der betrachteten Ideen durchaus bei mir hängen geblieben. So beispielsweise, dass der Zustand nach dem Tod der selbe ist wie der Zustand vor der Geburt - ein Nicht-Sein. Oder; da mit dem Tod mein Bewusstsein aufhört zu existieren werde ich mir auch nicht bewusst sein, was ich aufgrund meines Ablebens verpasse bzw. nicht mehr erlebe. 

Fazit: Eine interessante Lektüre für alle, die sich entweder mit dem Tod auseinandersetzen möchten und/oder an (existenzieller) Psychotherapie interessiert sind.

    20. März 2025

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Irvin D. Yalom

Irvin D. Yalom wurde 1931 als Sohn russischer Einwanderer in Washington, D.C. geboren. Er gilt als einer der einflussreichsten Psychoanalytiker in den USA und ist vielfach ausgezeichnet. Seine Fachbücher gelten als Klassiker. Seine Romane wurden international zu Bestsellern und zeigen, dass die Psychoanalyse Stoff für die schönsten und aufregendsten Geschichten bietet, wenn man sie nur zu erzählen weiß.

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