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Ein besonderes Buch über grenzenlose Loyalität und dem Zurückstellen eigener Bedürfnisse.
Kazuo Ishiguro hat mit "Was vom Tage übrig blieb" ein sehr berührendes Buch über den Butler Mr. Stevens geschrieben, der auf Darlington Hall tätig ist. Er begibt sich im fortgeschritten Alter auf die erste längere Reise seines Lebens, um die ehemalige Haushälterin Miss Kenton zu besuchen und sie zu bitten, mit ihm nach Darlington Hall zurück zu kehren. Ihre Briefe haben ihn Glauben gemacht, dass sie eine unglückliche Ehe führt und sie sich nach ihrem alten Wirkungsstätte sehnt. Während seiner Reise hat Stevens endlich Zeit sein bisheriges Leben zu reflektieren. Die Lesenden erleben ihn in seinen ausscheeifenden, aber nicht langweiligen Erinnerungen. So wird deutlich mit welcher bedingungslosen Hingabe zu Lord Darlington - seinem Dienstherrn - er sein Leben verbracht hat. Eine Loyalität, die eigene Gefühle und Einschätzungen von Situationen in den Hintergrund stellten. So schien Stevens nicht zu bemerken, welche Gefühle Miss Kenton für ihn empfand oder in welche unheilvollen Verstrickungen mit Nazideutschland sich Lord Darlington begab. Die Sprache ist sehr besonders und passt in die aristokratischen Kreise der 1930er bis 1950er Jahre in England. Für mich war es ein echtes Lesevergnügen. Zitat S. 264: Die Welt von heute ist ein stinkendes Loch, nichts für schöne und edle Grundeinstellungen. Dieses Zitat fand ich für die heutige Zeit hochaktuell und wollte es mit euch teilen.
6. März 2025
Ein besonderes Buch über grenzenlose Loyalität und dem Zurückstellen eigener Bedürfnisse.
Kazuo Ishiguro hat mit "Was vom Tage übrig blieb" ein sehr berührendes Buch über den Butler Mr. Stevens geschrieben, der auf Darlington Hall tätig ist. Er begibt sich im fortgeschritten Alter auf die erste längere Reise seines Lebens, um die ehemalige Haushälterin Miss Kenton zu besuchen und sie zu bitten, mit ihm nach Darlington Hall zurück zu kehren. Ihre Briefe haben ihn Glauben gemacht, dass sie eine unglückliche Ehe führt und sie sich nach ihrem alten Wirkungsstätte sehnt. Während seiner Reise hat Stevens endlich Zeit sein bisheriges Leben zu reflektieren. Die Lesenden erleben ihn in seinen ausscheeifenden, aber nicht langweiligen Erinnerungen. So wird deutlich mit welcher bedingungslosen Hingabe zu Lord Darlington - seinem Dienstherrn - er sein Leben verbracht hat. Eine Loyalität, die eigene Gefühle und Einschätzungen von Situationen in den Hintergrund stellten. So schien Stevens nicht zu bemerken, welche Gefühle Miss Kenton für ihn empfand oder in welche unheilvollen Verstrickungen mit Nazideutschland sich Lord Darlington begab. Die Sprache ist sehr besonders und passt in die aristokratischen Kreise der 1930er bis 1950er Jahre in England. Für mich war es ein echtes Lesevergnügen. Zitat S. 264: Die Welt von heute ist ein stinkendes Loch, nichts für schöne und edle Grundeinstellungen. Dieses Zitat fand ich für die heutige Zeit hochaktuell und wollte es mit euch teilen.
6. März 2025







