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Romane

Vor hundert Sommern

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Über das Buch

Der große Generationenroman der Bestsellerautorin - von der Weimarer Republik bis heute.

Als Lena mit ihrer Mutter Anja die Wohnung der Großmutter auflöst, stößt sie auf den Nachlass der Großtante Clara. Über ihr Leben wurde in der Familie geschwiegen. Zu groß war die Scham, zu schwer das Ungesagte. Berlin in den 1920er Jahren: Aus Liebe erlaubt Clara dem idealistischen Revolutionär Aleksei, im Hinterzimmer ihres Hundesalons geheime Treffen abzuhalten. Eine Entscheidung, die sie in Lebensgefahr bringt und deren Folgen bis 1933 nicht aufzuhalten sind. Hundert Jahre später erkennt Lena, wie sehr verdrängte Schuld zwischen Liebe und Verrat ihre Familie bis heute prägen. Schließlich treffen Mutter und Tochter Entscheidungen, die niemand versteht.

Ein packender Roman über Liebe, Mut und die Macht des Verschweigens.

Einfühlsam und authentisch: Scham, Schuld und die Tragik des Zweiten Weltkriegs werden oft innerhalb einer Familie vererbt.

Eindrucksvoll und in einer klaren, schönen Sprache erzählt Katharina Fuchs die Geschichte ihrer Großtante Clara und lässt die Leser zugleich eine beliebte Figur aus »Zwei Handvoll Leben wiedersehen«: ihre Oma Anna.

Die Romane der Bestseller-Autorin beruhen teilweise auf ihrer eigenen Familiengeschichte:

Zwei Handvoll Leben (1914–1953) Neuleben (50er und 60er Jahre) Lebenssekunden (BRD und DDR, 50er und 60er Jahre) Unser kostbares Leben (70er und 80er Jahre) Der Traum vom Leben (Pariser Mode-Welt der 90er Jahre) Das Flüstern des Lebens (wahre Liebesgeschichte in Tansania) Vor hundert Sommern (Weimarer Republik bis heute) Schwesternland (17. Jahrhundert und heute, Lyon und Havelland)

Editionen (2)

ISBN9783426561294
VerlagDroemer Taschenbuch
Erscheinungsdatum01.06.26
Seitenzahl544

Rezensionen & Bewertungen

76 Bewertungen

27 Rezensionen

4,1

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  • patriclife
    patriclife

    392 Follower

    4,5

    Ein bewegender Familienroman

    Ein teilweise historischer Roman, der nicht aktueller sein kann. Mir erfahren hier etwas über die Goldenen Zwanziger und vom Jahr 1933 aber auch vom heutigen Antisemitismus der Hamas. Nebenbei kommen noch viele kleinere Themen vor, die mir teilweise zu viel waren aber gerade Claras Geschichte mit dem Hundesalon in den Goldenen Zwanzigern fande ich äußerst interessant, weil hier die Lebensumstände, die Hoffnung und die Verletzlichkeit im Vordergrund stehen, was mich teilweise sehr bewegt hat.

    14. Okt. 2025

  • magdas_buecherwelt
    magdas_buecherwelt

    666 Follower

    5,0

    Ich liebe die Bücher von Katharina Fuchs und habe alle gelesen. Auch ihren neuen historischen Roman Vor hundert Sommern habe ich mit großer Begeisterung verschlungen. Sie bleibt ihrem Stil treu, und auch ihr neuer Roman spielt auf zwei Zeitebenen, und wieder diente eine reale Person als Vorlage, diesmal ihre Großtante Clara. Die Kapitel sind mit den Monaten, Jahreszahlen und Namen der Personen überschrieben, von denen sie handeln. Das Buch habe ich teils gelesen und teils gehört, wie immer wunderbar eingelesen von Tanja Fornaro. Anja ist Bibliothekarin an der Hochschule in Hamburg. Sie hat zwei erwachsene Töchter, Lena studiert an der Kunsthochschule in Berlin, Anabel ist Influencerin. Anjas 94jährige Mutter Elisabeth ist vor einigen Monaten nach einem Schlaganfall in ein Pflegeheim gezogen, Anja kümmert sich um die Auflösung der Wohnung in Berlin-Charlottenburg. Ursprünglich hatte die Wohnung Tante Clara gehört. Im Keller findet sie einen Koffer voller Utensilien für die Fellpflege von Hunden und Katzen und erfährt, dass Clara in den 1920er und 1930er Jahren einen Hundesalon in Berlin-Charlottenburg betrieben hatte. Anja und Lena bitten Elisabeth, von Clara zu erzählen, deren Name in der Familie fast nie erwähnt wurde. Lena findet einen Hund, der ausgesetzt wurde und nimmt ihn mit zu sich nach Hause. Von nun an begleitet Finn sie auf Schritt und Tritt, sogar in die Vorlesung. Nachdem sie in der Schule wegen ihrer Figur gemobbt wurde, leidet sie an einer Sozialphobie, und es fällt ihr schwer, auf Menschen zuzugehen oder Freundschaften zu schließen. Für ihre Eltern ist sie das Sorgenkind. Anja bekommt ein Jobangebot in Bremen, das sie auf der Karriereleiter um einige Stufen höher bringen würde. Einerseits reizt sie die Aufgabe, andererseits wird sie gerade von ihrer Mutter und ihren beiden Töchtern gebraucht. Nach und nach erzählt Elisabeth von Claras Leben in Berlin in den Jahren 1924-1933. Bevor Clara ihren späteren Ehemann Willy kennengelernt hatte, hatte der Exilrusse Aleksei ihr Herz erobert. Eine Liebe, die keine Zukunft hatte. Aleksei war Kommunist und agierte nach der Machtergreifung der Nazis im Untergrund. Es dauert lange, bis Lena und Anja von dem Familiengeheimnis erfahren, das Elisabeth ihr Leben lang gehütet hatte. Es hat mit der Judenverfolgung und dem Antisemitismus zu tun, nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 wieder aufgeflammt ist. Ich fand das Buch großartig, es behandelt viele spannende Themen von damals und heute. Ich konnte mich gut mit Anja identifizieren, da wir im ähnlichen Alter sind und auch meine Tochter am Anfang ihres Studiums steht. Als Besitzerin eines Havanesers, der Stammkunde in einem Hundesalon ist, habe ich die Passagen über Claras Grooming-Tätigkeit und Lenas liebevollen Umgang mit ihrem Hund mit besonders großem Interesse gelesen. Die von Lena erfundene elektrische Bürste mit Massagefunktion würde ich mir gern zulegen! Ich vergebe fünf von fünf Sternen und empfehle das Buch gern an alle weiter, die gern historische, Frauen- und/oder Familienromane lesen.

    17. März 2025

  • 5,0

    Mit Vor hundert Sommern ist Katharina Fuchs ein meisterhafter Generationenroman gelungen. Man wird richtig ins Geschehen hineingesogen. Wir erleben Anja und Tochter Lena im Hier und Jetzt, die die Wohnung ihrer Mutter/Großmutter Elisabeth räumen. Dabei stoßen sie auf ein tragisches Familiengeheimnis, dass über die nächsten Generationen einfach totgeschwiegen wurde. Nach und nach öffnet sich die hoch betagte Elisabeth und beginnt zu erzählen… Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, unglaublich mitreißend und spannend. Es gibt zwei Zeitebenen, in der Vergangenheit von 1920 bis 1933, in der wir alles über Anjas Großtante Clara erfahren, u. a. ein schlimmes Zerwürfnis in der Familie während der Machtergreifung Hitlers. In der Gegenwart erleben wir Anja und Lena, die beide in einer wichtigen Entscheidungsfindung stecken. Derweil werden sie in ihrem Umfeld mit schlimmen antisemitische Vorfällen konfrontiert. Erschreckend sind für mich die Parallelen dieser Vorfälle in der Vergangenheit und Gegenwart. Das stückweise Erzählen von Elisabeth über die Geschichte Claras ist absolut spannend, ich habe bei vielen Szenen einfach die Luft anhalten müssen. Die Figuren sind durchweg detailliert und authentisch dargestellt. Clara ist keine fiktive Figur, sondern die Großtante der Autorin. Sehr gefreut hat mich das Wiedersehen mit Anna (Großmutter der Autorin) aus dem Roman Zwei Handvoll Leben. Katharina Fuchs verbindet hier Vergangenheit und Gegenwart, die einfach atemberaubend ist. Die reellen Figuren verleihen dem Roman eine enorme Tiefe. Man ist in der Zeit von 1920 bis 1933 hautnah an Claras Seite, wie sie um ein besseres, erfülltes Leben kämpft. Durch Anja und Lena wird ein Stück Vergangenheit aufgerollt, bei der man glauben möchte, so etwas nie mehr erleben zu müssen und leider doch eines besseren belehrt wird. Ich bin absolut beeindruckt von dieser geschichtsträchtigen Familiengeschichte und gebe eine klare Kaufempfehlung. Für mich auf jeden Fall ein diesjähriges Lesehighlight.

    1. Mai 2025

3 von 27 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

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sempronia
sempronia25. Okt. 2025

Anna! Den Hinweis und die Überkreuzung finde ich ja toll!

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1 Kommentar verdeckt

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1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Katharina Fuchs

Katharina Fuchs, geboren 1963 in Wiesbaden, verbrachte ihre Kindheit am Genfer See und lebt heute mit ihrer Familie im Taunus. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main und Paris war sie viele Jahre als Juristin tätig. Seit ihrem Spiegelbestseller „Zwei Handvoll Leben“ widmet sie sich ganz dem Schreiben. In ihren Romanen erzählt Katharina Fuchs von Familien über Generationen hinweg, von historischen Zäsuren und ihren Nachwirkungen bis in die Gegenwart. Viele ihrer Bücher sind von der eigenen Familiengeschichte inspiriert. Schwesternland ist ihr jüngster Roman.

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