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Romane

Schwesternland

4,3(23)
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Über das Buch

Stell dir vor, du entdeckst eine Vorfahrin, die dir ähnlicher ist, als du je gedacht hättest.

Zum 100. Geburtstag ihrer Großmutter kehrt Antonia ins alte Ferienhaus im Havelland zurück, ihr „Schwesternland“, ein Ort voller Sommerdüfte und Erinnerungen. Doch die vertraute Wärme kann nicht verbergen, wie sehr der frühe Tod ihres Vaters die Familie verändert hat, und auch das Wiedersehen mit ihren drei Schwestern lässt Risse spürbar werden. Unter den Geschenken findet Antonia ein Ahnengutachten. Ein Name darin lässt sie nicht los: Jeanne Beauvais, Tochter eines Seidenhändlers im Lyon des 17. Jahrhunderts, eine junge Hugenottin, die alles verlor außer ihrem Glauben und die in Berlin-Brandenburg ganz von vorne anfangen musste. Antonia folgt ihrer Spur nach Lyon. In den Gassen und dem Handelshaus, in dem Jeanne einst lebte, öffnet sich deren faszinierende Geschichte und berührt sie tiefer, als sie erwartet hätte – bis ein Schicksalsschlag sie zurückruft, ins Schwesternland.

Facettenreicher Generationenroman – von Bestseller-Autorin Katharina Fuchs


„Katharina Fuchs beschränkt sich nicht nur auf Familiengeschichten, sondern erzählt stets auch deutsche Geschichte mit großem Wissen sehr authentisch und sprachlich einfühlsam.“
Freie Presse über Vor hundert Sommern

Editionen (1)

ISBN9783426569115
VerlagDroemer
Erscheinungsdatum01.04.26
Seitenzahl480

Rezensionen & Bewertungen

23 Bewertungen

9 Rezensionen

4,3

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  • magdas_buecherwelt
    magdas_buecherwelt

    666 Follower

    5,0

    Katharina Fuchs zählt zu meinen Lieblingsautorinnen, auch mit Schwesternland, dem Auftakt ihrer neuen Reihe über vier Schwestern, konnte sie mich begeistern. Antonia, 27, studiert in Leipzig Geschichte. Zum 100. Geburtstag ihrer Großmutter Henrietta reist sie ins Havelland. Henrietta lebt in einem umgebauten Schulhaus, in dem die Familie ihrer Tochter Eva oft die Ferien verbringt. Vor dreizehn Monaten hat Evas Mann und der Vater ihrer vier Kinder Selbstmord begangen, seitdem liegt ein dunkler Schatten über der Familie. Zu Henriettas Geburtstag reist auch ihre Nichte Max an, als Geburtstagsgeschenk überreicht sie ein genealogisches Gutachten mit einem Familienstammbaum. Es stellt sich heraus, dass Henriettas Vorfahren aus Lyon stammende Hugenotten waren. Sie wurden im 17. Jahrhundert aus Frankreich vertrieben. Lyon, 1685: Pierre Beauvais ist ein hochangesehener Tuch- und Seidenhändler. Er hat zwei Söhne und zwei Töchter. Als König Ludwig XIV. nach der Aufhebung des Edikts von Nantes drastisch gegen die Hugenotten vorgeht und sie gezwungen werden, zum Katholizismus zu konvertieren, beschließen die Beauvais schweren Herzens, ihre geliebte Heimat zu verlassen und nach Preußen zu gehen. König Friedrich Wilhelm I. wirbt Hugenotten für die preußische Wirtschaft an, er bietet ihnen freie Ausübung ihrer Religion, Bürgerrechte, Steuerfreiheit und Unterkunft an. Bei der Ankunft werden ihnen auch mehrere Reichstaler ausgehändigt. Der Weg nach Brandenburg-Preußen ist weit. Die sechsköpfige Familie reist auf zwei Pferden über die Alpen, es ist kalt, und Hunger ist ihr ständiger Begleiter. Bis in die Schweiz schaffen es nur Jeanne, 18, und Etienne, 14. Dort legen sie einen längeren Zwischenstopp ein, um Kraft für die Weiterreise zu tanken, in der Zeit werden Jeanne vier abgefrorene Zehen amputiert. Nur wenig komfortabler ist die Weiterfahrt mit der Postkutsche. Der Neubeginn in Cölln an der Spree ist nicht einfach, doch Jeanne lernt Deutsch und hat dank ihres Fleißes und handwerklichen Geschicks bald ein gutes Auskommen. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, im 17. Jahrhundert und in der Gegenwart. Die beiden Zeitebenen wechseln sich kapitelweise ab und enden meist mit einem Cliffhanger. Ich habe sehr viel Neues erfahren: Über Hugenotten, Flucht und Verlust der Heimat, Lyon und vor allem die Genealogie. Niemals hätte ich gedacht, dass es möglich ist, seine familiäre Abstammung dreihundert Jahre zurück zu verfolgen. Ich habe Schwesternland sehr gern gelesen, wobei mich Jeannes Geschichte etwas mehr fesseln konnte als Antonias. Katharina Fuchs hat einen authentischen und bildhaften Schreibstil, und ich freue mich schon auf den nächsten Band der Reihe und das Wiedersehen mit Antonia und ihren Schwestern.

    13. Apr. 2026

  • laudibook_
    laudibook_

    132 Follower

    4,0

    Darum geht es: Antonia kehrt anlässlich des 100. Geburtstags ihrer Großmutter in das alte Ferienhaus ihrer Familie zurück. Das Wiedersehen mit ihren Schwestern bringt Spannungen an die Oberfläche, die lange unausgesprochen geblieben sind. Inmitten dieser Tage stößt sie auf ein Ahnendokument, das ihren Blick auf ihre eigene Geschichte verändert. Ein Name darin führt sie zurück bis ins 17. Jahrhundert. Eine junge Frau, die in einer Zeit religiöser Konflikte alles verliert und gezwungen ist, sich ein neues Leben aufzubauen. Antonia beginnt, dieser Spur zu folgen und reist an die Orte, an denen diese Geschichte ihren Anfang nahm. Was zunächst wie eine Recherche wirkt, wird zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit Herkunft und Identität. Vergangenheit und Gegenwart rücken näher zusammen, und Antonia erkennt, dass die Geschichte ihrer Familie mehr mit ihr zu tun hat, als sie lange geglaubt hat. Mein Lesereindruck: In Schwesternland, dem Auftakt einer Reihe über vier Schwestern, erzählt Katharina Fuchs die Geschichte der 27-jährigen Antonia. Man kommt schnell in die Geschichte hinein und bekommt ein gutes Gefühl für die Familie und ihre Dynamik. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, dabei aber gleichzeitig detailreich. Besonders die Familienszenen wirken authentisch, weil vieles zwischen den Zeilen mitschwingt. Sehr gelungen fand ich den Wechsel zwischen den Zeitebenen. Neben der Gegenwart begleitet man einen zweiten Handlungsstrang im 17. Jahrhundert rund um die Hugenotten. Diese Abschnitte waren für mich nicht nur spannend, sondern auch richtig interessant. Ich habe beim Lesen viel über diese Zeit gelernt, ohne dass es sich trocken angefühlt hat. Man merkt deutlich, wie gut hier recherchiert wurde. Insgesamt ist es eher eine ruhige Geschichte, die ohne große Dramatik auskommt. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, dass es langweilig wird. Gerade die Verbindung von Familiengeschichte und historischen Hintergründen macht das Buch für mich besonders lesenswert. Fazit: 4/5 ⭐️ Eine ruhige, aber eindringliche Familiengeschichte, die Gegenwart und Vergangenheit gelungen verbindet und dabei nicht nur unterhält, sondern auch interessante Einblicke in die Geschichte der Hugenotten gibt.

    6. Mai 2026

  • i.smell.rain
    i.smell.rain

    187 Follower

    4,0

    "Ein Sturz würde das Ende bedeuten, aber nichts war gefährlicher als stehen zu bleiben"

    2025: Antonia kehrt zum 100. Geburtstag ihrer Großmutter in das Ferienhaus im Havelland zurück, an jenen Ort, mit dem sie die schönsten Kindheitserinnerungen an ihre Großmutter und ihre drei Schwestern verbindet. Der frühe Tod ihres Vaters hat bei allen tiefe Spuren hinterlassen. Durch das zunächst nüchterne Wiedersehen mit ihren Schwestern und ihrer Masterarbeit über das Thema „Flucht, neue Heimat und Existenzgründungen“ stößt Antonia plötzlich auf ein Gutachten, bei dem ihr ein ganz bestimmter Name nicht mehr aus dem Kopf gehen mag... 17. Jahrhundert (1685): Jeanne Beauvue, Hugenottin und Tochter des Tuch- und Seidenhändlers Pierre Beauvue. Die Familie wird aufgrund ihres Glaubens vertrieben und Schweren Herzens machen sie sich auf den beschwerlichen Weg nach Preußen. Die Reise ist lang und geprägt von unerträglichen Entbehrungen. Diese Ereignisse werden so bewegend geschildert, dass man als Leser eine eindringliche Einsicht bekommt. Am Ende verliert Jeanne alles außer ihrem Glauben und muss in Berlin vollkommen von vorn beginnen. Man begleitet Antonia bei ihren Nachforschungen und erlebt dabei eine unglaublich intensive Erzählung, ein Wechselbad zwischen Trauer, Brutalität und Rohheit, aber auch Neuorientierung, Zusammenhalt und dem Prickeln alter sowie neuer Liebschaften. Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, was mir persönlich sehr gut gefällt. Beide Erzählstränge haben mir große Freude bereitet, besonders die Mischung aus Historie und Familiengeschichtebfand ich sehr interessant. Dank des flüssigen Schreibstils findet man trotz des kompakten Inputs schnell in die Handlung. Die Geschichte ist eine ganz besondere Zeitreise und ein starkes Plädoyer für mehr Toleranz, Akzeptanz, Gleichberechtigung und ein rücksichtvolles Miteinander.

    "Ein Sturz würde das Ende bedeuten, aber nichts war gefährlicher als stehen zu bleiben"

    26. Juni 2026

3 von 9 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Katharina Fuchs

Katharina Fuchs, geboren 1963 in Wiesbaden, verbrachte ihre Kindheit am Genfer See und lebt heute mit ihrer Familie im Taunus. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main und Paris war sie viele Jahre als Juristin tätig. Seit ihrem Spiegelbestseller „Zwei Handvoll Leben“ widmet sie sich ganz dem Schreiben. In ihren Romanen erzählt Katharina Fuchs von Familien über Generationen hinweg, von historischen Zäsuren und ihren Nachwirkungen bis in die Gegenwart. Viele ihrer Bücher sind von der eigenen Familiengeschichte inspiriert. Schwesternland ist ihr jüngster Roman.

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