Blick ins Buch

Fachbücher

Who Cares!

3,2(53)
Hardcover12,00 €E-Book7,99 €
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Freie Frauen nehmen sich, was sie wollen Endlich sagt es mal eine – Feminismus gegen den Strom Mirna Funk ist genervt von den Debatten um Geschlechterungleichheit, Care-Arbeit und Vereinbarkeit. Selbstbestimmte, eigenständige Frauen warten nicht darauf, dass jemand gesellschaftliche Strukturen für sie ändert, stilisieren sich nicht zu Opfern. Sie ziehen es durch und handeln! Mit diesem Statement will Mirna Funk allen Frauen Mut machen, ihre längst existierende Freiheit auch wirklich zu leben. Und geht mit gutem Beispiel voran.Ihre jüdische Identität und ihre ostdeutsche Herkunft haben ihr ein Frauenbild mitgegeben, das sich von dem des aktuellen Mainstream-Feminismus radikal unterscheidet. Denn sie glaubt an die Kraft der Selbstwirksamkeit.

Editionen (1)

ISBN9783423441087
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum18.05.22
Seitenzahl112

Rezensionen & Bewertungen

53 Bewertungen

12 Rezensionen

3,2

Tippen zum Filtern

  • taunusleserin
    taunusleserin

    300 Follower

    4,0

    Für dieses Buch erscheint mir jede Bewertung zwischen 1 und 5 Sternen legitim und nachvollziehbar. Mirna Funk beschreibt in einem Schnelldurchlauf auf 112 Seiten quasi ihr Leben. Sie plädiert für mehr Eigenverantwortung von Frauen und kritisiert all jene, die die Nicht-Gleichberechtigung auf strukturelle Ungleichheiten schieben. An der ein oder anderen Stelle etwas zu simplistisch gedacht, und auch wenn im Anhang unglaublich viele Quellen aufgeführt sind, werden ihre Thesen nur durch wenige Fakten unterstützt, sie sind wirklich eher persönliche Meinungen. Da ihr Buch aber sehr zum Nachdenken anregt, stark polarisiert, und sie trotz einiger schräger Thesen Vorbild für viele Frauen sein kann, gebe ich am Ende wohldurchdachte 4 Sterne.

    3. Apr. 2026

  • katta
    katta

    15 Follower

    3,0

    Was für ein Rant. Da hat Mirna Funk ihrem Ärger mal richtig Luft gemacht und den ganzen Karens da draußen ordentlich gegens Bein gepinkelt - zumindest wirkt der Text aus einer sehr emotional und verletzten Haltung heraus geschrieben. Das Feindbild ist klar: die Reihenhaus-stay-at-home-Mom, die kein Geld verdient und von ihrem Mann "Taschengeld" zugewiesen bekommt. Gibts das wirklich noch? Da ich mich weder in der Feminismus- noch Insta-Bubble auskenne, fühl ich mich von dem Buch diesbezüglich so gar nicht abgeholt, es spiegelt einfach nicht meine Lebensrealität (das schließt die meiner Freunde und Bekannten ein) wieder und für welche Lebensentwürfe sich andere, freie Frauen entscheiden, interessiert mich auch nur rudimentär. Funk hat sicherlich einen Punkt bei: wir sind unabhängig, können selber entscheiden und haben eben auch die Konsequenzen unserer Entscheidungen zu tragen. Und das Patriarchat ist eine gewachsene Struktur, kein Antagonist mit Plan und Ziel. Sehe ich alles genauso. Aber Funk schüttet das Baby mit dem Bade aus. Manche (Ab)Sätze lesen sich sehr hart, unempathisch und auch unreflektiert, weil sie lebensgeschichtlichen Kontext negieren. Wer nicht selbstbestimmt und unabhängig ist, ist eben selbst Schuld, infantil, narzisstisch. Das greift zu kurz. Genauso wie Arbeit mit Lohnarbeit gleichzusetzen. Ich bin sicher, Funk weiß das alles, aber eine differenzierte Analyse war eben nicht Ziel dieses Buches, sondern eher eine Abrechnung mit einer bestimmten Art Emanzipation. Fazit: Eine emotionale Streitschrift. Kann man lesen, muss man aber nicht.

    19. Sept. 2025

  • rose_1997
    rose_1997

    101 Follower

    2,5

    2,5 🌟- Ich bin echt unschlüssig: Einige gute Ansätze, an anderer Stelle zu einfach gedacht.

    Ich habe vorher noch nichts von Mirna Funk gelesen und habe das Buch von einer Freundin bekommen. Mirna Funk ist in ihren Aussagen oft sehr hart und nimmt in meinen Augen, insbesondere, wenn es um die Sexualisierung von Frauen geht, den Männern ein bisschen die Verantwortung ab. Es ist schön, dass sie bis jetzt mit einem einfachen „Nein, ich habe kein Interesse“ davongekommen ist, aber das ist nunmal nur die eine Seite der Medaille. Das Buch liest sich eher wie ihre eigenen Erfahrungen, die sie gemacht hat, obwohl ein Literaturverweis zu finden ist, habe ich objektive Fakten manchmal vermisst. Ich kritisiere auch die „Wenn du willst, dann kannst du auch“ - Aussage, weil eben nicht jede Frau* kann, weil die sozioökonomischen Bedingungen von Anfang an nicht gegeben sind, weil Frauen* in gewaltvollen Partnerschaften leben und es dann nicht so einfach ist unabhängig zu werden. Mirna Funk bringt die Infos so rüber, als hätte sie auf alles eine vermeintlich „einfache“ und vor allem perfekte Antwort. Ich hätte mir einfach ein bisschen einen kritischen Blick gewünscht, ihre Realität ist ihre Realität, aber es gibt eben auch noch andere Realitäten und eben etwas Dazwischen. Dennoch konnte ich auch einige Punkte für mich mitnehmen, in Sachen finanzielle Abhängigkeit stimme ich ihr voll zu und sehe da auch ein großes Potenzial für die weibliche Unabhängigkeit. Es polarisiert und das soll es wohl auch.

    10. März 2025

3 von 12 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Mirna Funk

Mirna Funk, geboren 1981 in Ostberlin, studierte Philosophie und arbeitet heute als Autorin sowie freie Journalistin u. a. für die ›FAZ‹, ›SZ‹ und ›Die Zeit‹. Seit 2021 erscheint ihre monatliche Sex-Kolumne in der ›Cosmopolitan‹ und von 2018 bis 2020 schrieb sie über jüdisches Leben bei ›Vogue online‹. Ihr Debütroman ›Winternähe‹ wurde mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet, das Sachbuch ›Who Cares‹ wurde ein sofortiger Bestseller. Mirna Funk lebt in Berlin und Tel Aviv.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick