Blick ins Buch

Romane

Balagan

3,8(19)
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Über das Buch

Eine Frau kämpft um ihr Erbe – und um das ihrer jüdischen Familie

Rasant und höchst aktuell, ein Roman von Berlin bis Tel Aviv: Mirna Funk, eine der mutigsten und unkonventionellsten jüdischen Stimmen Deutschlands, erzählt von Recht und Unrecht in der Kunstwelt, von Gier und Neid in Familien und von der schwierigen Suche einer jungen Frau nach Bodenhaftung in einer Welt, die aus den Fugen ist.

»Mirna Funks Figuren tragen so eine ganz schöne Melancholie in sich, die einen berührt, aber die man gleichzeitig auch in sich tragen möchte.« Caroline Wahl

Altes Zeug, im besten Fall ein Erinnerungsstück – mehr erwartet Amira nicht, als sie die Tür zum Lagerraum ihres verstorbenen Großvaters in Berlin-Moabit aufstößt. Aber dann steht sie vor der seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen geglaubten Kunstsammlung ihrer jüdischen Familie. »WTF!«, denkt Amira und macht erstmal eine Insta-Story. Und jetzt? Soll Amira die Kunstwerke einem Museum schenken oder an einen Oligarchen verkaufen? Darf sie sie einfach behalten? Und können alle, die ihr da reinquatschen wollen, bitte mal still sein! Als Zweifel aufkommen, ob die Sammlung auf legalem Weg zu ihrem Großvater zurückgelangte, muss plötzlich Amira sich rechtfertigen.

Ein atemlos erzählter, messerscharf beobachteter Roman über eine junge Frau, die einen Weg finden muss durch das Chaos (hebr. ›Balagan‹), das die deutsch-jüdische Geschichte im Allgemeinen und ihre Familie im Besonderen ihr hinterlassen hat.

»Bäm!« Ronya Othmann

Editionen (1)

ISBN9783423284905
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum15.01.26
Seitenzahl368

Rezensionen & Bewertungen

19 Bewertungen

3 Rezensionen

3,8

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  • angelics69
    angelics69

    22 Follower

    4,0

    Was für ein Buch: rasant, Crazy, derb, rührend, historisch, erschreckend, lustig, dramatisch, nachdenklich…… Es hat mich abgeholt und zum nachdenken gebracht. Nicht alles kann ich teilen, aber es hat mir die Welt Amiras näher gebracht und mir geholfen unvoreingenommen ihre Welt zu sehen und ein bisschen besser zu verstehen

    10. März 2026

  • callastrine
    callastrine

    2 Follower

    5,0

    Ein rasantes, intensives und eindrückliches Leseerlebnis!

    Ein aktuelles, modern und dicht geschrieben Buch mit großer Intensität. Ich konnte kaum Luft holen beim Lesen. Eine interessante, vielschichtige Protagonistin, die sich gezwungenermaßen mit ihrer jüdischen Identität auseinandersetzen muss und feststellt, dass Jüdin sein zwangsläufig immer eine politische Dimension hat. Dabei kamen Gefühl, Beziehungen und Sex nicht zu kurz! Eine sehr gelungene Mischung👍🏻😊

    29. März 2026

  • cozy__booktime
    cozy__booktime

    34 Follower

    3,5

    Vielschichtig

    Als Amira die im 2. Weltkrieg verschollen geglaubte Kunstsammlung ihres Großvaters erbt, ändert sich ihr Leben schlagartig. Auf einmal ist sie Multimillionärin, sieht auch Erbschaftsstreitigkeiten ausgesetzt und muss sich fragen, wer ihr loyal zur Seite steht. Das alles wird in einem lockeren Ton vor dem Hintergrund des Gazakrieges geschildert. Die Geschichte hat für mich viele Aspekte: die Frage nach dem Eigentum von Kinder, aber auch nach Lebensentwürfen und -zielen, Vertrauen und familiäre Bande. Dazu ist das Buch deutlich politischer als ich gedacht habe: die meisten Figuren vertreten eine eher konservative Haltung und identifizieren sich mit der Politik Israels. Das ergibt hinsichtlich der Charaktere durchaus Sinn, entspricht aber natürlich keiner neutralen Berichterstattung. Ich habe mich während des Lesens viel gefragt, warum ausgerechnet Amira die Sammlung erbt. Sie hat ihren Vater früh verloren und sieht sich selbst eher als Außenseiterin der Familie. So ganz wird diese Frage für mich nicht aufgelöst. Insgesamt hat mir das Buch schon gut gefallen, jedoch wird zum Ende hin zwei Mal durch die Protagonistin das Wort "schwul" als Schimpfwort verwendet was für mich so gar nicht gepasst hat und gar nicht geht. Das hinterlässt bei mir schon einen bitteren Nachgeschmack.

    5. Juni 2026

Autorin / Autor

Über Mirna Funk

Mirna Funk, geboren 1981 in Ostberlin, studierte Philosophie und arbeitet heute als Autorin sowie freie Journalistin u. a. für die ›FAZ‹, ›SZ‹ und ›Die Zeit‹. Seit 2021 erscheint ihre monatliche Sex-Kolumne in der ›Cosmopolitan‹ und von 2018 bis 2020 schrieb sie über jüdisches Leben bei ›Vogue online‹. Ihr Debütroman ›Winternähe‹ wurde mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet, das Sachbuch ›Who Cares‹ wurde ein sofortiger Bestseller. Mirna Funk lebt in Berlin und Tel Aviv.

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