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Romane

Mädchen auf den Felsen

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Über das Buch

»Große Erzählkunst.« Eberhard Falcke, SWR 2 ›lesenswert‹

Es ist Sommer, und die achtjährige Margaret ist schwer genervt: Der frischgeborene Bruder ist hässlich und schreit, die Mutter hat sich in ein träges, ausschließlich stillendes Wesen verwandelt, der Vater predigt gegen die Verderbtheit der Welt. Aber ein Mal in der Woche kann Margaret der Langeweile zu Hause entfliehen: Mittwoch ist Ausflugstag mit Lydia, dem neuen Hausmädchen, die mit ihrer selbstbewussten Körperlichkeit und handfesten Sprache in diese Familie platzt und als einzige Erwachsene wirklich zu wissen scheint, was sie will – Spaß. Ihre Anwesenheit eröffnet nicht nur Margaret eine neue Welt, sie bringt auch das bigotte familiäre System aus dem Gleichgewicht, und am Ende dieses Sommers wird nichts mehr so sein, wie es war.

»Die britische Autorin erzählt mit gewohnt feiner Klinge.« Katharina Hirschmann, Ö1 ›ex libris‹

»Gardam beherrscht die große Kunst der verschiedenen Perspektiven und überraschenden Wendungen, mit der sie uns immer wieder packt.« David Eisermann, WDR5 ›scala‹

Editionen (5)

ISBN9783423148979
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum16.05.24
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

26 Bewertungen

6 Rezensionen

3,0

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  • 3,0

    "Weil jetzt das Baby da war, sollte Margaret, die acht Jahre alt war, besondere Aufmerksamkeit bekommen. Also würde sie mittwochnachmittags mit Lydia, dem Hausmädchen, etwas unternehmen." Margaret ist für ihre acht Jahre ein ziemlich aufgewecktes, intelligentes Mädchen, die mehr von ihrer Umgebung mitbekommt und versteht, als man denkt. Ihre Eltern sind Mitglieder einer extrem religiösen Gemeinschaft. Aber mit der Zeit erfährt man, dass ihre Mutter in Wahrheit unglücklich ist und seit ihrer Kindheit einen anderen Mann liebt, der ihre Liebe aber nicht erwidern kann, weil er insgeheim Männer liebt. Margaret's Vater möchte die quirlige Lydia "umerziehen" und versucht, sie Gott näher zu bringen. Stattdessen passiert das genaue Gegenteil und der Vater kommt von seinem rechten Wege ab. In dem Versuch, alles zu verstehen, in ihren Gedanken versunken, löst Margaret ein Unglück aus. So hat jeder in dieser Geschichte eine Art Geheimnis, über das nicht offen gesprochen wird. Mir hat die Erzählweise gut gefallen. Man ist quasi mitten drin in der Story; es gibt keinen Anfang und kein richtiges Ende. Ein Ausschnitt aus dem Gesellschaftsleben.

    16. Okt. 2025

  • soephlerliest
    soephlerliest

    26 Follower

    4,0

    Jane Gardam doing Jane Gardam things

    Kurz vorweg: wer, wie ich, die Old Filth Trilogie sehr geliebt hat, wird hier nicht ganz so begeistert. Aber Gardam begeistert trotzdem wieder mit ihrem trockenen Stil und den unprätentiösen Beobachtungen. Anfangs hab ich mich noch gefragt: was soll das alles?! Aber am Ende fließt alles zusammen und die Geschichte entfaltet ihre Kraft - inklusive kleiner feministischer Pointe am Schluss. Schön fand ich, dass es irgendwie ok war, wie die Erzählstränge zusammenlaufen. Bisschen konstruiert vielleicht, aber da es so nebenbei erzählt wird - typisch Gardam halt - nimmt man es ganz natürlich auf. Ich mochte das Buch!

    25. Feb. 2026

  • booklady
    booklady

    75 Follower

    3,0

    Das Mädchen auf dem Felsen von Jane Gardam Durch den Schreibstil liest es sich für mich nicht so flüssig wie andere Bücher, daher nur 3 Sterne. Der Sommer ist ungewöhnlich heiß, und Margaret weiß nicht, wohin mit sich. Sie ist acht Jahre alt und sagt gerne, was sie denkt - genau wie Lydia, das neue Hausmädchen, das raucht und flucht und ihr gewährt, was Margaret kaum kennt : Freiheit. Dann taucht ein alter Freund ihrer Mutter auf, und mit jedem Tag dieses flirrenden Sommers bekommt die Familienidylle an der englischen Küste mehr Risse.

    23. Mai 2023

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Jane Gardam

Jane Gardam, geboren 1928, ist eine bekannte englische Schriftstellerin und Kritikerin. Für ihr Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u. a. als einzige Schriftstellerin zwei Mal mit dem Whitbread/Costa Award. Sie ist Fellow der Royal Society of Literature. Am 28. April 2025 verstarb sie im Alter von 96 Jahren.

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