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Ein leises, melanchonisches Buch mit interessanten Charakteren und Themen die nahe gehen. Arthur Opp: schüchtern, dick, einsam, seit 18 Jahren arbeitsloser Universitätsdozent und Hauseigentümer, geht nicht mehr aus dem Haus. Schonungslos beschreibt er sich im Brief Charlene. Viele Jahre hat er sie nicht gesehen und ihr nie die Wahrheit geschrieben. Charlene sich mit einer Bitte an Arthur und er möchte reagieren. Arthur ist ein sehr interessanter Charakter. Seine Einschränkungen werden so gut und glaubwürdig geschildert, dass man mit ihm fühlt. Während er Begebenheiten aus seinem Leben erzählt, versteht man immer besser, wieso er so wurde. Gleichzeitig hofft man, dass er sich aufrafft. Arthur ist klug, fein- und mitfühlend und weiß sich zu helfen. Und obwohl er es nicht so gut im Leben hat, hat er eine positive Grundeinstellung, so dass er, wenn es Dinge zu durchdenken gibt, stets zuerst positive Gedanken hat. Leider hindert seine körperliche Verfassung ihn stets. Zudem ist er auch depressiv, traurig und unentschlossen. Kel ist ein Teanager mit all den typischen Problemen. Er möchte beliebt und anerkannt sein. Dafür spielt er Baseball und versucht Mitschüler für sich zu gewinnen. Zu Hause hat er es nicht leicht. Charlene ist seine Mutter. Nachdem sein Vater ihn und Charlene nach 4 Jahren Ehe verließ, wird es für ihn von Jahr zu Jahr schwieriger, da auch Charlene immer labiler wird. Dennoch ist Kel ein Junge, der sich kümmert, umsichtig ist und Ziele verfolgt. Er ist auf der Suche nach seinem Platz in Leben und Gesellschaft, nach Freudschaft, Liebe, Zugehörigkeit. Durch ihn lernt man etwas vom Klassendenken in New York kennen, das schon in der Schule die Kinder beeinflusst und prägt. Die Geschichte wird abwechselnd von Arthur und Kel in Ich-Form erzählt. Das liest sich sehr gut und man kann sich prima in die Charaktere hinein versetzen. Alles dreht sich um Charlene und dennoch bleibt sie nebelhaft geheimnisvoll. Kel versucht mehr über sie zu erfahren, denn solange es neues in ihrer Vergangenheit zu entdecken gibt, bleibt sie lebendig. Ein interessanter Ansatz für einen jungen Mann. Das Erzähltempo ist ruhig, ohne dabei langweilig zu werden. Liz Moore gelingt es, anschaulich und nachfühlbar zu erzählen. Man kann sich alles gut vorstellen, das Haus, die Personen. Auch wie unterschiedlich Menschen mit Verlusten und der folgenden Einsamkeit umgehen, hat die Autorin in unterschiedlichsten Facetten erzählt. Dabei werden auch die unterschiedlichsten Formen der Sucht und ihre Auswirkungen beschrieben. Das hat mir gut gefallen. Die Thematik der Einsamkeit mit den daraus resultierenden Problemen sind sehr gut und einfühlsam geschildert. Die von Arthur gefühlte Freude am Essen wird nachvollziehbar beschrieben, auch wie es dazu kommt, dass das Essen sein Tröster und Helfer wird. Gut gelungen finde ich auch die Selbstreflektionen der beider Erzähler. Dabei erfährt man, dass sie sich weiter entwickeln, verändern. Ich habe das Buch gern gelesen und hatte stets das Bedürfnis zu wissen, wie es weiter geht, so dass ich es kaum aus der Hand legen mochte. Auch das Ende mochte ich sehr, so dass ich mich gern an Arthur und Kel erinnern werde.
5. Feb. 2026
Ein leises, melanchonisches Buch mit interessanten Charakteren und Themen die nahe gehen. Arthur Opp: schüchtern, dick, einsam, seit 18 Jahren arbeitsloser Universitätsdozent und Hauseigentümer, geht nicht mehr aus dem Haus. Schonungslos beschreibt er sich im Brief Charlene. Viele Jahre hat er sie nicht gesehen und ihr nie die Wahrheit geschrieben. Charlene sich mit einer Bitte an Arthur und er möchte reagieren. Arthur ist ein sehr interessanter Charakter. Seine Einschränkungen werden so gut und glaubwürdig geschildert, dass man mit ihm fühlt. Während er Begebenheiten aus seinem Leben erzählt, versteht man immer besser, wieso er so wurde. Gleichzeitig hofft man, dass er sich aufrafft. Arthur ist klug, fein- und mitfühlend und weiß sich zu helfen. Und obwohl er es nicht so gut im Leben hat, hat er eine positive Grundeinstellung, so dass er, wenn es Dinge zu durchdenken gibt, stets zuerst positive Gedanken hat. Leider hindert seine körperliche Verfassung ihn stets. Zudem ist er auch depressiv, traurig und unentschlossen. Kel ist ein Teanager mit all den typischen Problemen. Er möchte beliebt und anerkannt sein. Dafür spielt er Baseball und versucht Mitschüler für sich zu gewinnen. Zu Hause hat er es nicht leicht. Charlene ist seine Mutter. Nachdem sein Vater ihn und Charlene nach 4 Jahren Ehe verließ, wird es für ihn von Jahr zu Jahr schwieriger, da auch Charlene immer labiler wird. Dennoch ist Kel ein Junge, der sich kümmert, umsichtig ist und Ziele verfolgt. Er ist auf der Suche nach seinem Platz in Leben und Gesellschaft, nach Freudschaft, Liebe, Zugehörigkeit. Durch ihn lernt man etwas vom Klassendenken in New York kennen, das schon in der Schule die Kinder beeinflusst und prägt. Die Geschichte wird abwechselnd von Arthur und Kel in Ich-Form erzählt. Das liest sich sehr gut und man kann sich prima in die Charaktere hinein versetzen. Alles dreht sich um Charlene und dennoch bleibt sie nebelhaft geheimnisvoll. Kel versucht mehr über sie zu erfahren, denn solange es neues in ihrer Vergangenheit zu entdecken gibt, bleibt sie lebendig. Ein interessanter Ansatz für einen jungen Mann. Das Erzähltempo ist ruhig, ohne dabei langweilig zu werden. Liz Moore gelingt es, anschaulich und nachfühlbar zu erzählen. Man kann sich alles gut vorstellen, das Haus, die Personen. Auch wie unterschiedlich Menschen mit Verlusten und der folgenden Einsamkeit umgehen, hat die Autorin in unterschiedlichsten Facetten erzählt. Dabei werden auch die unterschiedlichsten Formen der Sucht und ihre Auswirkungen beschrieben. Das hat mir gut gefallen. Die Thematik der Einsamkeit mit den daraus resultierenden Problemen sind sehr gut und einfühlsam geschildert. Die von Arthur gefühlte Freude am Essen wird nachvollziehbar beschrieben, auch wie es dazu kommt, dass das Essen sein Tröster und Helfer wird. Gut gelungen finde ich auch die Selbstreflektionen der beider Erzähler. Dabei erfährt man, dass sie sich weiter entwickeln, verändern. Ich habe das Buch gern gelesen und hatte stets das Bedürfnis zu wissen, wie es weiter geht, so dass ich es kaum aus der Hand legen mochte. Auch das Ende mochte ich sehr, so dass ich mich gern an Arthur und Kel erinnern werde.
5. Feb. 2026








