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Der andere Arthur

4,2(855)
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Deutsch
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Über das Buch

Wie in der Fürsorge für andere die eigene Rettung liegen kann

Arthur Opp, ehemaliger Literaturprofessor, wiegt 250 Kilo und hat sein Haus in Brooklyn seit über einem Jahrzehnt nicht mehr verlassen. Nur 30 Kilometer entfernt kämpft der junge Kel um seinen Schulabschluss und die Chance auf ein besseres Leben: ein Sportstipendium. Zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten - und die doch etwas Entscheidendes verbindet. "Der andere Arthur" ist ein Roman über zerbrochene Lebensentwürfe, echte Freundschaften und unerwartete Neuanfänge, in dem Liz Moore zwei Außenseiter zu Helden einer tief berührenden Geschichte macht.

Arthur Opp, einst Literaturprofessor, hat sein Haus in Brooklyn seit über einem Jahrzehnt nicht mehr verlassen und wiegt mittlerweile 250 Kilo. Die wenigen Schritte zur Haustür, um Lieferungen entgegenzunehmen, sind seine tägliche Herausforderung. Nur 30 Kilometer entfernt kämpft der 17-jährige Kel um seinen Schulabschluss und die Chance auf ein besseres Leben: ein Sportstipendium. Doch während er um seine Zukunft ringt, hält ihn die Sorge um seine kranke Mutter in Atem. Arthur und Kel sind zwei Menschen, die auf unterschiedliche Weise erfahren haben, wie sich Einsamkeit in ein Leben einschreiben kann. Als sich Kels Mutter, einst Arthurs Studentin, nach Jahren der Funkstille mit einem verzweifelten Hilferuf an Arthur wendet, nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die alte Wunden aufreißt, aber auch neue Wege freilegt und eindrücklich zeigt, wie in der Fürsorge für andere die eigene Rettung liegen kann.

Editionen (1)

ISBN9783406843334
VerlagC.H.Beck
Erscheinungsdatum30.01.26
Seitenzahl377

Merkmale

8 Bewertungen

GlaubwürdigEntwickelndSympathischNachdenklichTraurigVielschichtig

Rezensionen & Bewertungen

855 Bewertungen

205 Rezensionen

4,2

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  • theagri
    theagri

    779 Follower

    4,5

    Ein leises, melanchonisches Buch mit interessanten Charakteren und Themen die nahe gehen. Arthur Opp: schüchtern, dick, einsam, seit 18 Jahren arbeitsloser Universitätsdozent und Hauseigentümer, geht nicht mehr aus dem Haus. Schonungslos beschreibt er sich im Brief Charlene. Viele Jahre hat er sie nicht gesehen und ihr nie die Wahrheit geschrieben. Charlene sich mit einer Bitte an Arthur und er möchte reagieren. Arthur ist ein sehr interessanter Charakter. Seine Einschränkungen werden so gut und glaubwürdig geschildert, dass man mit ihm fühlt. Während er Begebenheiten aus seinem Leben erzählt, versteht man immer besser, wieso er so wurde. Gleichzeitig hofft man, dass er sich aufrafft. Arthur ist klug, fein- und mitfühlend und weiß sich zu helfen. Und obwohl er es nicht so gut im Leben hat, hat er eine positive Grundeinstellung, so dass er, wenn es Dinge zu durchdenken gibt, stets zuerst positive Gedanken hat. Leider hindert seine körperliche Verfassung ihn stets. Zudem ist er auch depressiv, traurig und unentschlossen. Kel ist ein Teanager mit all den typischen Problemen. Er möchte beliebt und anerkannt sein. Dafür spielt er Baseball und versucht Mitschüler für sich zu gewinnen. Zu Hause hat er es nicht leicht. Charlene ist seine Mutter. Nachdem sein Vater ihn und Charlene nach 4 Jahren Ehe verließ, wird es für ihn von Jahr zu Jahr schwieriger, da auch Charlene immer labiler wird. Dennoch ist Kel ein Junge, der sich kümmert, umsichtig ist und Ziele verfolgt. Er ist auf der Suche nach seinem Platz in Leben und Gesellschaft, nach Freudschaft, Liebe, Zugehörigkeit. Durch ihn lernt man etwas vom Klassendenken in New York kennen, das schon in der Schule die Kinder beeinflusst und prägt. Die Geschichte wird abwechselnd von Arthur und Kel in Ich-Form erzählt. Das liest sich sehr gut und man kann sich prima in die Charaktere hinein versetzen. Alles dreht sich um Charlene und dennoch bleibt sie nebelhaft geheimnisvoll. Kel versucht mehr über sie zu erfahren, denn solange es neues in ihrer Vergangenheit zu entdecken gibt, bleibt sie lebendig. Ein interessanter Ansatz für einen jungen Mann. Das Erzähltempo ist ruhig, ohne dabei langweilig zu werden. Liz Moore gelingt es, anschaulich und nachfühlbar zu erzählen. Man kann sich alles gut vorstellen, das Haus, die Personen. Auch wie unterschiedlich Menschen mit Verlusten und der folgenden Einsamkeit umgehen, hat die Autorin in unterschiedlichsten Facetten erzählt. Dabei werden auch die unterschiedlichsten Formen der Sucht und ihre Auswirkungen beschrieben. Das hat mir gut gefallen. Die Thematik der Einsamkeit mit den daraus resultierenden Problemen sind sehr gut und einfühlsam geschildert. Die von Arthur gefühlte Freude am Essen wird nachvollziehbar beschrieben, auch wie es dazu kommt, dass das Essen sein Tröster und Helfer wird. Gut gelungen finde ich auch die Selbstreflektionen der beider Erzähler. Dabei erfährt man, dass sie sich weiter entwickeln, verändern. Ich habe das Buch gern gelesen und hatte stets das Bedürfnis zu wissen, wie es weiter geht, so dass ich es kaum aus der Hand legen mochte. Auch das Ende mochte ich sehr, so dass ich mich gern an Arthur und Kel erinnern werde.

    5. Feb. 2026

  • 4,0

    "Ich bin wohl der einsamste Mensch der Welt" 💔

    (4 von 5 Sternen) ⭐️⭐️⭐️⭐️ „Der andere Arthur“ von Liz Moore war mein zweites Buch der Autorin und auch wenn es für mich nicht ganz an Der Gott des Waldes heranreicht (dort liegt die Messlatte wirklich sehr hoch 📚✨), habe ich diesen Roman unglaublich gern gelesen. Ich würde sagen, Dieses Buch hat mich völlig unerwartet erwischt. 💔 Liz Moore erzählt die Geschichte zweier Menschen, die auf den ersten Blick nichts miteinander verbindet und die sich doch in ihrer Einsamkeit auf erschütternde Weise nahe sind. Wir lesen aus zwei POV'S. Zum einen ist da Arthur Opp, ein ehemaliger Literaturprofessor, der seit über zehn Jahren sein Haus in Brooklyn nicht mehr verlassen hat. Extrem dick, gesundheitlich stark eingeschränkt und vollkommen isoliert, sein Zuhause ist zugleich Schutzraum und Gefängnis. 🚪🏠 Sein Alltag besteht aus Lieferungen an die Haustür, seine Welt ist auf wenige Räume beschränkt. Der einzige Halt ist ein Briefwechsel mit jemandem aus seiner Vergangenheit. Arthur ist liebenswert, warmherzig und vor allem sehr einsam. Auf der anderen Seite steht Kel Keller, ein talentierter Highschool-Baseballspieler, der kurz vor der Chance seines Lebens steht ⚾️🌟. Der junge Kel träumt von einer Zukunft im Profisport, von Freiheit und einem anderen Leben. Doch zu Hause sieht die Realität ganz anders aus. Seine Mutter ist alkoholkrank der Vater verschwunden und das Geld immer knapp. Kel trägt eine Verantwortung, die viel zu groß ist für sein Alter. Zwischen Hoffnung und Pflichtgefühl lebt er ständig mit der Angst um seine Mutter. Was beide Figuren verbindet, ist Einsamkeit 🥀. Liz Moore hat einen Roman über Isolation, verpasste Chancen, Trauer und unerfüllte Hoffnungen geschrieben, der unter die Haut geht. Dabei urteilt sie nicht, sondern begegnet ihren Figuren mit großer Empathie. Es ist ein leiser, zärtlicher und sehr menschlicher Roman ✨ Den einen Stern habe ich persönlich abgezogen, weil mir das Buch stellenweise etwas zu wenig plotorientiert war. Eine wirklich fortschreitende Handlung sucht man vergebens, vieles lebt von Stimmungen und inneren Entwicklungen. Auch das Ende ist in alle Richtungen sehr offen gehalten was sicher gewollt ist, mich aber nicht ganz zufrieden zurückgelassen hat. Trotzdem: Ein stilles, intensives Buch, das sich langsam ins Herz schleicht und lange nachhallt. 💛📖 Absolute Leseempfehlung für alle, die ruhige, charaktergetriebene Geschichten lieben.

    "Ich bin wohl der einsamste Mensch der Welt" 💔

    21. Feb. 2026

  • bigmuddi9300
    bigmuddi9300

    1061 Follower

    2,5

    Der andere Arthur von Liz Moore hat mich leider nicht überzeugt. Die Geschichte zieht sich sehr in die Länge, ohne wirklich spannend zu werden. Der Schreibstil wirkt eher zäh als fesselnd, und ich konnte keine richtige Verbindung zu den Figuren aufbauen. Insgesamt eher langweilig und nicht packend erzählt.

    8. Apr. 2026

3 von 205 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 10%
_buchstaplerin_
_buchstaplerin_20. Juni 2026

Ich bin schon mächtig gespannt. Der Gott des Waldes von Liz Moore hat mir sehr gefallen.

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Autorin / Autor

Über Liz Moore

Liz Moore, geboren 1983, hat zunächst als Musikerin in New York gearbeitet und anschließend begonnen, Romane zu schreiben. "Der andere Arthur" ist 2012 unter dem Titel "Heft" in den USA erschienen und Liz Moores zweiter Roman. Bei C.H.Beck erschienen bereits ihre Bestsellerromane "Long Bright River" (2020) und "Der Gott des Waldes" (2025), mit dem sie auch in Deutschland wochenlang unter den Top 10 der SPIEGEL-Bestsellerliste stand. Liz Moore lebt mit ihrer Familie in Philadelphia. Cornelius Hartz lebt als freier Autor und Übersetzer in Hamburg. Er hat zahlreiche Romane und Sachbücher u.a. von Rye Curtis, Edward Carey, Erin Flanagan, Daniel Mason und Catherine Nixey sowie "Der Gott des Waldes" von Liz Moore übersetzt.

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