Blick ins Buch

Krimis

Alibi für einen König

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Über das Buch

Inspector Alan Grant von Scotland Yard muss mit einem gebrochenen Bein das Bett hüten – und fühlt sich wie im Gefängnis. Erbärmlicher noch, denn im Krankenhaus ist Haftverkürzung selbst bei guter Führung ausgeschlossen. Beinahe so demütigend wie die Erinnerung an seinen lächerlichen Sturz ist der schroffe Ton der Krankenschwestern. Am schlechtesten aber erträgt Grant die Langeweile. Eine Freundin rät ihm, sich an einem der vielen ungelösten Rätsel der Kriminalgeschichte zu versuchen, und versorgt ihn mit Porträts berühmter Verbrecher. Beim Anblick von Richard III., der seine Neffen ermordet haben soll, muss Grant stutzen: Keineswegs die Visage eines Mörders, befindet der erfahrene Polizist. Mit der Unterstützung eines unterbeschäftigten Historikers geht Grant der Sache nach und stellt fest: Die Beweislage ist äußerst dürftig. Grant kann der Versuchung nicht widerstehen: Vom Krankenbett aus rollt er einen über vierhundert Jahre zurückliegenden Mordfall ganz neu auf.

Editionen (6)

ISBN9783311300359
VerlagOKTOPUS bei Kampa
Erscheinungsdatum25.08.22
Seitenzahl256

Rezensionen & Bewertungen

49 Bewertungen

13 Rezensionen

3,7

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  • nettebuecherkiste
    nettebuecherkiste

    129 Follower

    5,0

    Jetzt bin ich endgültig mit dem Richard-Fieber infiziert.

    6. Feb. 2025

  • alfunky2812
    alfunky2812

    48 Follower

    4,0

    Wahrheit?

    Der Titel The Daughter of Time hat mich sofort begeistert – Die Tochter der Zeit ist die Wahrheit. Schon darin liegt die zentrale Idee des Romans: Mit der Zeit kommt die Wahrheit ans Licht. Der Roman von Josephine Tey (1951) hinterfragt früh das bekannte Bild von Richard III als grausamen Usurpator. Inspector Grant untersucht während eines Krankenhausaufenthalts historische Quellen und entwickelt eine überraschend logische Neubewertung – genau das macht das Buch so überzeugend. Sprachlich fand ich es nicht ganz einfach, und ohne Interesse an Richard III. ist es vermutlich schwer zugänglich. Mir hat mein Vorwissen geholfen, u. a. durch The King’s Grave von Philippa Langley sowie die Serien The White Queen und The White Princess nach Philippa Gregory. Insgesamt sehr interessant – auch wenn nicht alles hängen bleibt, die Idee des Hinterfragens aber schon. Früher wurde sogar von einem Historiker (!) behauptet, dass Richard zwei Jahre im Mutterleib gefangen war und mit Zähnen und schulterlangen Haaren auf die Welt kam…

    2. Apr. 2026

  • tines_buecher
    tines_buecher

    193 Follower

    3,5

    Krimi von 1951. In England zum besten Krimi aller Zeiten gewählt. Diese Euphorie kann ich nicht ganz teilen, da es für mich mehr von einer lehrreichen Geschichtsstunde hatte als von einem Krimi. Die Idee, einem Rätsel der Geschichte 400 Jahre später auf den Grund zu gehen, fand ich unheimlich spannend. Dass da aber so eine Fülle an Informationen auf mich zukommt, damit hatte ich nicht gerechnet. Mir wurden Jahreszahlen, Zusammenhänge der bedeutendsten englischen Familien und historische Fakten um die Ohren gehauen, dass es nur so geraucht hat. Ich war absolut überfordert. Erst, als ich nicht mehr versucht habe, alles verstehen zu wollen, wurde es besser. Zum Glück war es nicht nötig, meine Geschichtslücken durch Googeln aufzubessern, um dem eigentlichen Plot folgen zu können. Für Liebhaber der englischen Geschichte absolut geeignet! Für Krimifans eher nicht so.

    18. Okt. 2024

3 von 13 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Josephine Tey

Josephine Tey ist das Pseudonym der schottischen Autorin Elizabeth MacKintosh (1896–1952), die vor allem für ihre Kriminalromane bekannt geworden ist. Mit dem Schreiben begann sie, nachdem sie ihre Arbeit als Sportlehrerin aufgeben musste, um ihre Mutter zu pflegen, die an Krebs erkrankt war. Nach deren Tod kümmerte sich Tey um den Vater und blieb auch danach in ihrem Elternhaus wohnen. Tey lebte sehr zurückgezogen, mied Interviews und öffentliche Auftritte. Sie starb im Alter von 55 Jahren während einer Reise nach London. Ihr Roman Alibi für einen König wurde von der englischen Autorenvereinigung Crime Writers’ Association zum besten Kriminalroman aller Zeiten gewählt und 1969 mit dem Grand prix de littérature policière ausgezeichnet. Im Oktopus Verlag ist außerdem Nur der Mond war Zeuge erschienen. Weitere Romane von Josephine Tey sind in Vorbereitung.

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