Elric
Jetzt kaufen
Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.
Beschreibung
Prachtvolle Gesamtausgabe in zeitgemäßer Neuübersetzung, in chronologischer Reihenfolge erzählt und mit zahlreichen Illustrationen.
Die Saga um Elric von Melniboné ist ein episches Fantasy-Spektakel, das die Leser seit Jahrzehnten fesselt. Moorcocks Anti-Held ist ein gebrochener, aber mächtiger Albino-Krieger, der um sein Leben kämpft und um seinen Verstand fürchtet. Mit seinem verfluchten Runenschwert Sturmbringer, das Seelen absorbiert, trotzt er grausamen Göttern und noch grausameren Dämonen, doch die verfluchte Waffe verspricht zwar große Macht, fordert aber dafür auch stets ihren Preis. Kaum ein Werk hat das Genre so stark beeinflusst wie Moorcocks Elric, ein Must-Have für alle Fantasy-Liebhaber!
Acht Elric-Romane in einem Band. Mit Vorworten von Holly Black, Michael Chabon, Neil Gaiman, Markus Heitz, Kai Meyer, Alan Moore, Walter Mosley und Tad Williams.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Michael Moorcock ist einer der einflussreichsten Phantastikautoren des 20. Jahrhunderts. Er ist Autor von mehr als 100 Büchern, für die er vielfach ausgezeichnet wurde, unter anderem mit dem World Fantasy Award, dem Nebula Award und dem British Fantasy Award. Als Herausgeber des Magazins »New Worlds« prägte er die Science Fiction nachhaltig, und mit seinen »Elric«-Geschichten inspirierte er zahlreiche Fantasyautoren.
Beiträge
Auf Seite 100 Abgebrochen Elric von Melniboné ist handwerklich stark, atmosphärisch dicht und literarisch nachvollziehbar bedeutsam. Aber all das reicht nicht aus, wenn der Kern eines Romans – seine Figuren und seine Dynamik – keine Verbindung zum Leser aufbaut. Schon nach wenigen Seiten sind Handlung, Machtachsen und Konfliktlinien klar erkennbar. Nicht, weil sie schlecht angelegt wären, sondern weil sie bewusst archetypisch und vorgezeichnet sind. Für Leser, die Entwicklung, Überraschung oder emotionale Nähe suchen, entsteht dadurch kein Sog, sondern Distanz. Elric selbst bleibt dabei eine Figur, die nicht wächst, sondern erduldet; die versteht, aber nicht integriert; die moralisch reflektiert, ohne handlungsfähig zu werden. Sein Gegenpol – der machtfixierte Hofstaat – ist ebenso statisch. Zwischen diesen Polen entsteht kein Dialog, keine Reibung mit Erkenntnisgewinn, sondern eine konsequente Eskalation des Unvermeidlichen. Ein Buch das nichts für mich ist.
Elric, my love …
Diese Ausgabe enthält die ersten 8 Geschichten, ist super schwer und wirklich unbequem zu lesen. Aber mittlerweile gehören die Bücher mit zu meinen absoluten Favoriten. Es steckt so viel Fantasie und Symbolik darin. Bei jedem Lesen entdecke ich mehr. Außerdem liebe ich Elric. Er ist ein wahrhaft einzigartiger Charakter. Ein Antiheld, der pausenlos zwischen Chaos und Ordnung hin und her pendelt, im Grunde aber gegen sich selbst kämpft. In der Theorie hat er eine Machtposition inne als letzter Kaiser von Melniboné, in der Praxis ist er aber ein einsamer Wanderer auf der Suche nach Sinn und Bedeutung. Er löst sich aus alten Strukturen, mit denen er sich nicht identifizieren kann, um seinen Idealen zu folgen. Das gelingt nicht immer. Auch wenn man vermeintlich schwach scheint, kann man Stärke erlangen. Aber alles hat einen Preis. Elric bezahlt mit seiner totalen Abhängigkeit von Sturmbringer. Ich denke wirklich oft an die Bücher und grüble über einzelne Sätzen. Das ist so ziemlich das Beste, was ein Buch auslösen kann, oder? Es war ein Reread und ach nach dem zweiten Mal, kann ich sagen: Ich werde die immer wieder lesen. Klare Empfehlung und immer ein Teil meines buchigen Herzens! (Ich wusste ja schon wie es ausgeht, aber das Ende wirkt trotzdem noch nach 😭)
Elric ist der letzte Herrscher von Melniboné, ein altes, dekadentes Inselreich voller blutiger und grausamer Traditionen. In dem Reich gibt es Drachen, Magier und ein Volk, das nur Stärke akzeptiert. Doch Elric verkörpert nicht das Bild eines Drachenlords: Er ist körperlich schwach und muss Drogen nehmen, um an Stärke zu gewinnen. Er zweifelt an sich und an der vergangenen Politik der Herrscher, ja, er stellt die Traditionen seines Volkes in Frage. Damit isoliert er sich und macht sich viele Feinde. Und damit kommen wir zur ersten Besonderheit des Buches: Elric ist nicht der geborene Herrscher, sondern ein tragischer Held, der es nicht als oberstes Ziel hatte, König zu werden oder dem Volk zu gefallen. Dieses Motiv des „Antihelden“ werdet ihr in den Geschichten immer wieder finden und führt auch dazu, dass Elric sein Reich verlässt. Elric ist eine Figur, die an sich zweifelt, emotionale, teilweise auch für einen Herrscher wahrscheinlich falsche, Entscheidungen trifft und mit sich und der Welt hadert. Ja, manchmal hatte ich das große Bedürfnis, Elric entweder zu schütteln oder fest in den Arm zu nehmen. Er ließ teilweise keine Katastrophe aus. Ein Thema ist dabei auch, dass Elric stets gegen das Gefühl ankämpfte, seinem Schicksal nicht entkommen zu können. Es geht also auch um die zentrale Frage, wie frei ein Mensch eigentlich ist. Insgesamt ist die Welt Elrics sehr düster und melancholisch. Manchmal musste ich einfach mit den Geschichten pausieren, weil diese Düsternis mir ein wenig zu viel wurde. Und ja, weil Elric mich auch nervte. Dies ist der Nachteil von Geschichtssammlungen in meinen Augen: Ich tendiere dazu, diese in einem Rutsch durchlesen zu wollen, obwohl regelmäßige Lesepausen durchaus von Vorteil wären. Auch wenn wir einen Sammelband durchgelesen haben, so sind die Elric-Erzählungen eigentlich kein klassischer Romanzyklus, sondern einzelne Geschichten. Das werdet ihr merken, wenn ihr nach der „richtigen“ Reihenfolge recherchiert und dabei auf verschiedene Sammlungen stoßt. Ursprünglich erschienen die Geschichten als Zeitschriften und wurden erst deutlich später zusammengefasst. Mir gefiel das Werk sehr gut: Es war tiefgründig, kehrte klassische Elemente der Fantasy um, fühlte sich teilweise wie Science-Fiction an und griff sogar politische Themen auf. Ich muss insbesondere an die Geschichte mit einem Nomadenvolk denken, das stets auf Wanderschaft blieb, selbst, als sich vor ihnen ein Abgrund auftat und es in diesen fiel. Das Volk wanderte zielsicher auf den Abgrund zu. Ich kann Elric nur sehr empfehlen, doch mein Tipp: Nehmt euch Zeit.
Beschreibung
Prachtvolle Gesamtausgabe in zeitgemäßer Neuübersetzung, in chronologischer Reihenfolge erzählt und mit zahlreichen Illustrationen.
Die Saga um Elric von Melniboné ist ein episches Fantasy-Spektakel, das die Leser seit Jahrzehnten fesselt. Moorcocks Anti-Held ist ein gebrochener, aber mächtiger Albino-Krieger, der um sein Leben kämpft und um seinen Verstand fürchtet. Mit seinem verfluchten Runenschwert Sturmbringer, das Seelen absorbiert, trotzt er grausamen Göttern und noch grausameren Dämonen, doch die verfluchte Waffe verspricht zwar große Macht, fordert aber dafür auch stets ihren Preis. Kaum ein Werk hat das Genre so stark beeinflusst wie Moorcocks Elric, ein Must-Have für alle Fantasy-Liebhaber!
Acht Elric-Romane in einem Band. Mit Vorworten von Holly Black, Michael Chabon, Neil Gaiman, Markus Heitz, Kai Meyer, Alan Moore, Walter Mosley und Tad Williams.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Michael Moorcock ist einer der einflussreichsten Phantastikautoren des 20. Jahrhunderts. Er ist Autor von mehr als 100 Büchern, für die er vielfach ausgezeichnet wurde, unter anderem mit dem World Fantasy Award, dem Nebula Award und dem British Fantasy Award. Als Herausgeber des Magazins »New Worlds« prägte er die Science Fiction nachhaltig, und mit seinen »Elric«-Geschichten inspirierte er zahlreiche Fantasyautoren.
Beiträge
Auf Seite 100 Abgebrochen Elric von Melniboné ist handwerklich stark, atmosphärisch dicht und literarisch nachvollziehbar bedeutsam. Aber all das reicht nicht aus, wenn der Kern eines Romans – seine Figuren und seine Dynamik – keine Verbindung zum Leser aufbaut. Schon nach wenigen Seiten sind Handlung, Machtachsen und Konfliktlinien klar erkennbar. Nicht, weil sie schlecht angelegt wären, sondern weil sie bewusst archetypisch und vorgezeichnet sind. Für Leser, die Entwicklung, Überraschung oder emotionale Nähe suchen, entsteht dadurch kein Sog, sondern Distanz. Elric selbst bleibt dabei eine Figur, die nicht wächst, sondern erduldet; die versteht, aber nicht integriert; die moralisch reflektiert, ohne handlungsfähig zu werden. Sein Gegenpol – der machtfixierte Hofstaat – ist ebenso statisch. Zwischen diesen Polen entsteht kein Dialog, keine Reibung mit Erkenntnisgewinn, sondern eine konsequente Eskalation des Unvermeidlichen. Ein Buch das nichts für mich ist.
Elric, my love …
Diese Ausgabe enthält die ersten 8 Geschichten, ist super schwer und wirklich unbequem zu lesen. Aber mittlerweile gehören die Bücher mit zu meinen absoluten Favoriten. Es steckt so viel Fantasie und Symbolik darin. Bei jedem Lesen entdecke ich mehr. Außerdem liebe ich Elric. Er ist ein wahrhaft einzigartiger Charakter. Ein Antiheld, der pausenlos zwischen Chaos und Ordnung hin und her pendelt, im Grunde aber gegen sich selbst kämpft. In der Theorie hat er eine Machtposition inne als letzter Kaiser von Melniboné, in der Praxis ist er aber ein einsamer Wanderer auf der Suche nach Sinn und Bedeutung. Er löst sich aus alten Strukturen, mit denen er sich nicht identifizieren kann, um seinen Idealen zu folgen. Das gelingt nicht immer. Auch wenn man vermeintlich schwach scheint, kann man Stärke erlangen. Aber alles hat einen Preis. Elric bezahlt mit seiner totalen Abhängigkeit von Sturmbringer. Ich denke wirklich oft an die Bücher und grüble über einzelne Sätzen. Das ist so ziemlich das Beste, was ein Buch auslösen kann, oder? Es war ein Reread und ach nach dem zweiten Mal, kann ich sagen: Ich werde die immer wieder lesen. Klare Empfehlung und immer ein Teil meines buchigen Herzens! (Ich wusste ja schon wie es ausgeht, aber das Ende wirkt trotzdem noch nach 😭)
Elric ist der letzte Herrscher von Melniboné, ein altes, dekadentes Inselreich voller blutiger und grausamer Traditionen. In dem Reich gibt es Drachen, Magier und ein Volk, das nur Stärke akzeptiert. Doch Elric verkörpert nicht das Bild eines Drachenlords: Er ist körperlich schwach und muss Drogen nehmen, um an Stärke zu gewinnen. Er zweifelt an sich und an der vergangenen Politik der Herrscher, ja, er stellt die Traditionen seines Volkes in Frage. Damit isoliert er sich und macht sich viele Feinde. Und damit kommen wir zur ersten Besonderheit des Buches: Elric ist nicht der geborene Herrscher, sondern ein tragischer Held, der es nicht als oberstes Ziel hatte, König zu werden oder dem Volk zu gefallen. Dieses Motiv des „Antihelden“ werdet ihr in den Geschichten immer wieder finden und führt auch dazu, dass Elric sein Reich verlässt. Elric ist eine Figur, die an sich zweifelt, emotionale, teilweise auch für einen Herrscher wahrscheinlich falsche, Entscheidungen trifft und mit sich und der Welt hadert. Ja, manchmal hatte ich das große Bedürfnis, Elric entweder zu schütteln oder fest in den Arm zu nehmen. Er ließ teilweise keine Katastrophe aus. Ein Thema ist dabei auch, dass Elric stets gegen das Gefühl ankämpfte, seinem Schicksal nicht entkommen zu können. Es geht also auch um die zentrale Frage, wie frei ein Mensch eigentlich ist. Insgesamt ist die Welt Elrics sehr düster und melancholisch. Manchmal musste ich einfach mit den Geschichten pausieren, weil diese Düsternis mir ein wenig zu viel wurde. Und ja, weil Elric mich auch nervte. Dies ist der Nachteil von Geschichtssammlungen in meinen Augen: Ich tendiere dazu, diese in einem Rutsch durchlesen zu wollen, obwohl regelmäßige Lesepausen durchaus von Vorteil wären. Auch wenn wir einen Sammelband durchgelesen haben, so sind die Elric-Erzählungen eigentlich kein klassischer Romanzyklus, sondern einzelne Geschichten. Das werdet ihr merken, wenn ihr nach der „richtigen“ Reihenfolge recherchiert und dabei auf verschiedene Sammlungen stoßt. Ursprünglich erschienen die Geschichten als Zeitschriften und wurden erst deutlich später zusammengefasst. Mir gefiel das Werk sehr gut: Es war tiefgründig, kehrte klassische Elemente der Fantasy um, fühlte sich teilweise wie Science-Fiction an und griff sogar politische Themen auf. Ich muss insbesondere an die Geschichte mit einem Nomadenvolk denken, das stets auf Wanderschaft blieb, selbst, als sich vor ihnen ein Abgrund auftat und es in diesen fiel. Das Volk wanderte zielsicher auf den Abgrund zu. Ich kann Elric nur sehr empfehlen, doch mein Tipp: Nehmt euch Zeit.







