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Romane

Bis die Sonne scheint

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Über das Buch

Es ist das Jahr 1983. Daniel steht kurz vor seiner Konfirmation und träumt von blauem Samtsakko und grauer Flanellhose. Doch seit er die Eltern belauscht hat, schwant ihm, dass daraus nichts wird. Hormanns sind pleite und wissen nicht mehr, wie sie die sechsköpfige Familie über die Runden bringen sollen. So erfinderisch die Eltern auch sind, eines können sie nicht: mit Geld umgehen. Was sie dagegen beherrschen: den Schein wahren, selbst als der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht.

Editionen (3)

ISBN9783257696080
VerlagDiogenes Verlag
Erscheinungsdatum21.05.25

Rezensionen & Bewertungen

74 Bewertungen

26 Rezensionen

4,0

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  • leselicht78
    leselicht78

    201 Follower

    3,5

    Familiengeschichte aus den 80er Jahren

    Christian Schünemann arbeitet hier seine Familiengeschichte anhand seiner eigenen Erinnerungen und der Briefe seiner Mutter auf. Die Figur "Daniel" soll dann wohl autofiktional für ihn stehen. Daniel ist 13 oder 14 und wird konfimiert. Es sind die 80er Jahre, und beim Lesen habe ich ein Flashback in die Zeit von Colt Sievers, Dallas, Adidas-Fake-Schuhen mit zwei Streifen und einer Zeit vom zweigeteilt Deutschland erlebt. Der Zeitgeist der 80er ist gut eingefangen; eine Zeit, wo Kinder eher weniger der Lebensmittelpunkt der Eltern waren, sondern nebenherliefen. Wo nicht der übermäßige Konsum prägnant war, sondern das Geld zur Bestreitung des normalen Alltags reichen musste. Und so versuchen auch Daniels Eltern durchzukommen, träumen aber immer von mehr und scheitern letztendlich an den Träumen und Visionen des Vaters. Die Familie ist pleite. Ich fand das Lebensgefühl meiner Kindheit toll zu lesen. Mit dem Schreibstil von Christian Schünemann hatte ich aber meine Probleme. Ich konnte leider zu keinem der Protagonisten Sympathien aufbauen. Besonders die Rückblenden lasen sich eher wie ein Tatsachenbericht. Das Ende war auch völlig abrubt, so dass ich irgendwie nicht zufrieden bin nach der Lektüre.

    23. Sept. 2025

  • claudiax
    claudiax

    138 Follower

    4,5

    ✨Leseempfehlung!✨ 80iger-Jahre, Werte, Freundschaft und Selbstfindung Für mich ein rundum gelungenes Leseerlebnis. Auch jüngeren Leser(innen) kann ich dieses Buch sehr empfehlen

    ✨Leseempfehlung!✨ Worum geht’s? 80iger-Jahre, Werte, Freundschaft und Selbstfindung Zitate: »Und bei euch zu Hause? Alles in Ordnung?« »Alles bestens!« Mein Leseeindruck: Wir lernen den Jungen Daniel im Jahre 1983 kennen, der kurz vor seiner Konfirmation im Hause Hormann steht. Für ihn wäre es das Größte, diese in einem blauen Samtsakko und grauer Flanellhose zu erleben. Doch schnell wird ihm klar, das dies nichts wird. Seine Eltern haben Geldsorgen, doch statt zu sparen leben sie auf großem Fuß weiter, ihnen fehlt diese gewisse kaufmännische Kompetenz und so wahren sie den Schein nach außen und innen; alles ist gut. - „Bis die Sonne scheint“ ist für mich ein großartiges, ungewöhnliches Buch. Es ermöglichte mir eine Zeitreise in den Zeitgeist der Achtziger-Jahre zurück und ich habe tatsächlich einiges wiedererkannt: Marken, Einstellungen, Fernsehserien-und Filme, Essgewohnheiten uvm. Gut fand ich zudem, dass es auch tief in die Kriegszeiten greift. Mit eindrucksvollen Sätzen, Bildern und geistiger Tiefe lässt Schünemann den Leser eintauchen in eine spannende, anrührende Familiengeschichte, seine eigene Geschichte, wie ein „Rollercoaster“. Vom Kriegsende bis in die 80iger-Jahre Deutschlands über Werte, Außenwirkung, Selbstfindung und Freundschaft und das immer liebevoll erzählt. Cover und Titel finde ich sehr passend. Fazit: Für mich ein rundum gelungenes Leseerlebnis. Auch jüngeren Leser(innen) kann ich dieses Buch sehr empfehlen

    ✨Leseempfehlung!✨

80iger-Jahre, Werte, Freundschaft und Selbstfindung

Für mich ein rundum gelungenes Leseerlebnis.  Auch jüngeren Leser(innen) kann ich dieses Buch sehr empfehlen

    10. Apr. 2025

  • antjeliest
    antjeliest

    193 Follower

    4,0

    Unterhaltsame Familiengeschichte in den 80er Jahren

    Daniel ist das jüngste von vier Kindern der Familie Hormann. Ausgangspunkt seiner Coming of Age Geschichte ist Norddeutschland 1983, kurz vor seiner Konfirmation, als ihm klar wird, dass sein Traum vom dunkelblauen Samtsakko ausgeträumt ist, denn seine Eltern sind pleite. Doch irgendwie lavieren sich die Eltern immer wieder aus finanziell brenzligen Situationen heraus, wahren nach außen hin den Schein und schaffen es, ihre finanzielle Realität komplett ausblenden, um das Geld mit vollen Händen auszugeben, sobald überhaupt etwas da ist. Schünemann erzählt nicht nur autobiografisch über seine eigene Jugend, sondern verwebt darin seine Familiengeschichte über drei Generationen, die er recherchiert und rekonstruiert hat. Daraus ist ein unterhaltsamer Roman entstanden, gut ausbalanciert zwischen Humor und Ernsthaftigkeit. Ich selbst habe mich als Leserin unzählige Male in Flashbacks in die Achtzigerjahre zurückversetzt gefühlt, nicht nur bei den verschiedensten Produkten dieser Zeit, sondern auch was Mode, Lebensgefühl, Erziehungsmethoden… anging.

    27. Juni 2025

3 von 26 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Christian Schünemann

Christian Schünemann, geboren 1968 in Bremen, studierte Slawistik in Berlin und Sankt Petersburg, arbeitete in Moskau und Bosnien-Herzegowina und schrieb als Storyliner und Drehbuchautor. Bei Diogenes erschienen bislang seine Krimiserie um Starfrisör Tomas Prinz sowie die zusammen mit Jelena Volic verfassten Kriminalromane um die serbische Amateurdetektivin Milena Lukin. Christian Schünemann lebt in Berlin.

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