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Romane

Ambivalenz

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Über das Buch

Claude ist ein unbeständiger Verehrer. Erst lässt er seinen Charme spielen und verführt Dominique mit Champagner und Chanel N° 5, dann wieder ist er unnahbar und abweisend. Gemeinsam haben sie eine Tochter, Épicène, die mit ihrem extravaganten Vornamen früh lernt, eigenständig zu denken und zu handeln. Sie weiß auch sofort, was zu tun ist, als die Mutter in einem Pariser Stadtpalais den Launen des Vaters auf die Schliche kommt.

Editionen (3)

ISBN9783257694475
VerlagDiogenes Verlag
Erscheinungsdatum22.06.22

Rezensionen & Bewertungen

100 Bewertungen

23 Rezensionen

4,0

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  • robins
    robins

    157 Follower

    4,0

    In Ambivalenz erzählt Amélie Nothomb die Geschichte von Claude, einem charismatischen, aber widersprüchlichen Mann, dessen Beziehungen von Macht, Eitelkeit und Rache geprägt sind. Im Zentrum steht seine Tochter Épicène, die inmitten zerstörerischer Lieben und familiärer Abgründe ihren eigenen Weg finden muss. Der Roman liest sich leicht und flüssig, fast wie von selbst. Zugleich ist es eine spannungsvolle, tragische Geschichte über Liebe und Rache, in der die Figuren mit all ihren Widersprüchen faszinieren und verstören. Für mich war es ein echter Pageturner, der mich schnell gefesselt hat, auch wenn nicht jede Szene emotional gleich tief wirkte und das Ende voraussehbar war. Liebe und Zerstörung können nah beieinanderliegen.

    21. Sept. 2025

  • hamburger.lesemaus
    hamburger.lesemaus

    400 Follower

    3,5

    AMBIVALENZ Amélie Nothomb Im ersten, knappen Kapitel lernen wir Reine kennen. Sie beendet nach fünf Jahren ihre Beziehung zu einem namenlosen Mann mit den Worten: „In zwei Tagen heirate ich Jean-Louis. […] Außer Liebe hast du mir nicht viel zu bieten“. (S. 6) Mit ihrem zukünftigen Ehemann will sie nach Frankreich ziehen, denn er ist die Nummer zwei eines riesigen Elektronikunternehmens. (Die Szene ist ein bisschen undurchsichtig) Es folgt das nächste und letzte Kapitel, welches sich über 120 Seiten erstreckt: Dominique lernt in einem Café den charmanten Claude kennen. Er möchte sie vom Fleck wegheiraten, sie ziert sich noch einige Tage, aber dann willigt sie ein. Gemeinsam ziehen sie nach Paris, wo sie eine schöne Wohnung beziehen und er seinen neuen Job als Unternehmer beginnt. Während er zu Beginn noch großzügig ist, merken wir als Leser schnell, dass der liebe Claude zwei Gesichter hat - ja sogar ein wenig fies werden kann. Doch Dominique denkt sich alles schön. Die ganze Geschichte spitzt sich zu, als das ersehnte Elternglück sich nicht einstellen will. Doch gerade, als wir - die Leser denken „Oh, jetzt wird es aber ungemütlich für Dominique mit Claude“, ist Dominique endlich guter Hoffnung. (Uff, Glück gehabt!) Nach dieser wunderbaren Neuigkeit findet auch Claude zu seiner charmanten Art zurück. Doch das Glück hält nicht an, so viel sei vorweggenommen, aber wie es genau weitergeht, müsst ihr selber herausfinden. Während ich die erste Hälfte wirklich gut fand, flachte das Buch in der zweiten Hälfte deutlich ab. Nicht alles war für mich schlüssig und mir hatte es gerade in der 2. Hälfte zu viel „Kurzgeschichten-Charakter“. Dennoch: Eine Geschichte, die man an einem Nachmittag gut lesen kann, die aber bei mir nicht lange nachhallen wird. Dies war mein erstes Buch der Autorin, ich möchte unbedingt ein weiteres Buch von ihr lesen, könnt ihr mir eins empfehlen? 3½/ 5 Herzlichen Dank für das Tauschbuch, liebe @dimis_buecherecke - Du hast mir ambivalente Lesestunden beschert. 💙👒

    27. Feb. 2024

  • irabel
    irabel

    18 Follower

    5,0

    Eine psychologisch geniale Skizzierung von Wahnsinn und Verblendung..

    Eine Kurzerzählung, die es in sich hat. Klein aber oho. Ich liebte den Schreib- & Erzählstil, tief psychologische Karikatur eines Mannes, der mich so wütend gemacht hat und der Tochter, mit der ich bis zum Schluss mitgelitten habe. Es war ein Sog, der mich emotional gekickt hat und es fühlte sich an wie eine Ohrfeige. Klare Leseempfehlung.

    Eine psychologisch geniale Skizzierung von Wahnsinn und Verblendung..

    15. Okt. 2024

3 von 23 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Amélie Nothomb

Amélie Nothomb, geboren 1967 in Kobe, Japan, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Ihre Romane erscheinen in über 40 Sprachen. Für ›Mit Staunen und Zittern‹ erhielt sie den Grand Prix de l'Académie française, für ›Der belgische Konsul‹ den Prix Renaudot 2021 und den Premio Strega Europeo. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel.

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