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Romane

Small World

4,2(331)
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Über das Buch

Erst sind es Kleinigkeiten: Konrad Lang legt aus Versehen seine Brieftasche in den Kühlschrank. Bald vergisst er den Namen der Frau, die er heiraten will. Je mehr Neugedächtnis ihm die Krankheit –Alzheimer – raubt, desto stärker kommen früheste Erinnerungen auf. Und das beunruhigt eine millionenschwere alte Dame, mit der Konrad seit seiner Kindheit auf die ungewöhnlichste Art verbunden ist.

Editionen (7)

ISBN9783257692457
VerlagDiogenes Verlag
Erscheinungsdatum01.12.14

Rezensionen & Bewertungen

331 Bewertungen

38 Rezensionen

4,2

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  • dinaisy
    dinaisy

    214 Follower

    3,5

    Geld und Vergessen

    Konrad Lang erkrankt an Alzheimer. Konrad Lang ist Alkoholiker. Konrad Lang ist ein begnadeter Klavierspieler. Konrad Lang ist das Anhängsel von Thomas. Seit der Kindheit. Konrad macht das, was Thomas macht. Er ist in der Familie, ohne dazuzugehören. Wie geht Konrad, wie geht die superreiche Familie von Thomas damit um? Ich habe die Geschichte als eine Sozialstudie über eine reiche schweizer Familie gelesen, in der das Thema Demenz zwar gut ausgeleuchtet wird, aber durch Suters Schreibstil wurde ich so auf Distanz zu Konrad gehalten, dass es für mich fast zweitrangig war. Beziehungen und ihre Abbrüche, ihre Scheinheiligkeit und ihr Nutzen standen für mich im Vordergrund. Dadurch wurde der Roman nicht zu schwer, sondern hat mich Hin und Wieder zum Schmunzeln gebracht. Eine wirklich schöne Lektüre für Zwischendurch. 💶🧠🤯 Aber was soll das Cover???

    17. Jan. 2026

  • robins
    robins

    157 Follower

    5,0

    Mit Small World ist Martin Suter ein ebenso feinfühliger wie fesselnder Roman gelungen, der mich tief berührt hat. Die Geschichte von Konrad Lang, einem Mann, dessen Gedächtnis ihn Stück für Stück verlässt, ist spannend erzählt und zugleich erschütternd realistisch. Suters ruhiger, präziser Stil schafft es, einfühlsam in die Welt eines Alzheimer-Erkrankten einzutauchen – ohne Pathos, aber mit viel Menschlichkeit. Besonders eindrucksvoll fand ich, wie geschickt die Erinnerungsfragmente und die Vergangenheit der Familie Koch miteinander verwoben werden. Je mehr Konrad vergisst, desto mehr wird enthüllt – ein faszinierendes Paradoxon, das für echte Spannung sorgt. Auch wenn das Tempo stellenweise eher ruhig ist, bleibt die Geschichte durchgehend intensiv. Die leisen Töne machen den Roman umso eindringlicher. Und wie immer bei Suter: Die Figuren sind lebendig, vielschichtig, glaubwürdig. Small World ist ein literarischer Thriller der besonderen Art – nachdenklich, berührend und spannend. Für mich ein weiteres starkes Buch von Martin Suter, das noch lange nachhallt.

    30. Juni 2025

  • elena_liest
    elena_liest

    248 Follower

    4,5

    Konrad Lang soll eine Villa der Familie Koch auf Korfu verwalten, als er eines Abends versehentlich einen Holzvorrat mit Benzin entzündet, woraufhin ein Brand entsteht, der den gesamten Gebäudekomplex zerstört. Als alter Freund der Familie und Protegé der Leiterin der Koch-Werke Elvira Senn kommt er ungeschoren davon, die reiche Industriellenfamilie holt ihn zurück in die Schweiz, wo er eine kleine Wohnung bewohnen darf und ein wöchentliches Taschengeld erhält. Es scheint gerade wieder bergauf zu gehen in seinem Leben, er lernt eine Frau kennen und verliebt sich - doch dann findet er beim Einkaufen den Ausgang aus dem Supermarkt nicht mehr, vergisst beim Spazierengehen wo er wohnt und erinnert sich bald auch nicht mehr an den Namen der Frau, die er heiraten möchte. Woran er sich aber immer besser erinnert: Seine Vergangenheit mit der Familie Koch, was Elvira Senn in Angst und Schrecken versetzt. "Small World" ist Martin Suters Romandebüt und erschien 1997 - in meinem Geburtsjahr! Ein gutes Omen für dieses Buch, das zusammen mit "Die dunkle Seite des Mondes" und "Ein perfekter Freund" zur - von Suter selbst so genannten - neurologischen Trilogie gehört. In allen drei Büchern hat der Protagonist jeweils mit Identitätskrisen zu kämpfen, in "Small World" hat Konrad Lang Alzheimer, was sein Kurzzeitgedächtnis nach und nach zerstört, dafür aber die Erinnerungen seiner Kindheit umso präsenter werden lässt. Martin Suter wäre nicht Martin Suter, wenn er daraus nicht einen spannenden Roman mit sensationellem Plottwist am Ende basteln würde - denn natürlich hat Lang eine komplizierte Vergangenheit, die auf einem großen Geheimnis fußt, das Elvira Senn, das Oberhaupt der reichen Schweitzer Koch-Familie am liebsten für immer begraben hätte. Ich finde es erstaunlich, dass man bereits bei seinem Debüt Suters so typischen Stil erkennen kann, seine Geschichten waren schon damals aufgebaut wie heute, seit fast dreißig Jahren schreibt er über die Schweitzer High Society, über Liebe und Hass, immer mit einer Prise Krimihandlung. Abgesehen von dem Ende, das ich dann doch recht unglaubwürdig fand, habe ich "Small World" richtig gerne gelesen, ein zeitlos fesselnder Lesegenuss.

    8. Mai 2025

3 von 38 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Martin Suter

Martin Suter wurde 1948 in Zürich geboren. Seine Romane (darunter ›Melody‹ und ›Der letzte Weynfeldt‹) und die ›Business-Class‹-Geschichten sind auch international große Erfolge. Seit 2011 löst außerdem der Gentleman-Gauner Allmen in einer eigenen Krimiserie seine Fälle, derzeit liegen sieben Bände vor. 2022 feierte der Kinofilm von André Schäfer ›Alles über Martin Suter. Außer die Wahrheit‹ am Locarno Film Festival Premiere. Seit einigen Jahren betreibt der Autor die Website martin-suter.com. Er lebt mit seiner Tochter in Zürich.

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