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Jugendbücher

La peste

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Über das Buch

Camus´ Klassiker schildert die Agonie der nordafrikanischen Stadt Oran, die von der Pest heimgesucht wird. Die Stadt wird hermetisch abgeriegelt und Camus schildert die Reaktionen und Bemühungen der Bürger.

Editionen (3)

ISBN9783125972100
VerlagKlett Sprachen GmbH
Erscheinungsdatum10.11.84
Seitenzahl279

Rezensionen & Bewertungen

463 Bewertungen

65 Rezensionen

3,8

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  • fruggielicious
    fruggielicious

    2548 Follower

    2,5

    Nicht schlecht, aber sehr mühsam und hat mich auch genervt.

    SuB Abbau / Die Pest von Albert Camus / Rezension ❤️ Hallo bookies, habt ihr schon mal was vom Autor gelesen? Werbung, selbst gekauft, Überblick: - Philosophy - Klassiker Inhalt und Meinung: Ich habe dieses Buch sicherlich 3 mal abgebrochen, bevor ich es diesmal durchgelesen habe. Erst mal zum Inhalt: Über die Stadt Oran fällt die Pest her oder zumindest eine Krankheit, die der Pest sehr ähnlich ist. Es fängt damit an, dass in der ganzen Stadt tote Ratten auftauchen und dann geht es auch auf die Menschen über… Wir haben Dr Rieux, den Erzähler, der auch gleichzeitig der Hauptcharakter ist und 3 weitere Protagonisten, die auf ihre eigene Art und Weise mit der Situation umgehen. Insgesamt haben wir etwa 10 Charaktere. Übrigens wird erst zum Schluss „aufgedeckt“, dass Rieux der Verfasser / Erzähler ist. Finde, das ist jetzt kein Spoiler 😅. Aufgebaut ist das Ganze wie ein klassisches Drama. Das Buch fängt tatsächlich richtig gut an, deshalb hab ich so oft angefangen es zu lesen. Der Anfang ist geradezu normal und spannend und man kann auch gut folgen. Nachdem man sich jedoch halbwegs einigt, dass wohl eine Seuche da ist, wird es sehr schnell sehr verwirrend. Ich hatte auch Probleme, die Männer auseinander zu halten und bin insgesamt mehr schlecht als recht zurechtgekommen. Irgendwann hatte ich den Eindruck, dass es ein Pandemie Buch ist, welches mich zwar nicht zu stark an unsere eigene Seuche erinnert hat (ich werde das Unwort gar nicht benutzen)… Dazu war die ganze Herangehensweise (vom Glauben her) einfach zu unpraktisch und eben philosophisch. Aber dennoch ließ es sich nicht leugnen, dass Ähnlichkeiten vorlagen. Und irgendwie hatte ich das nicht erwartet (warum eigentlich nicht?). Es ging seitenweise darum, wie unfair es sei, dass eben sowohl Schuldige wie auch Unschuldige gleichermaßen sterben. Und vorher wird sich lange gestritten, wie man es nennen soll. Und später, ob man denn wie bei der Pest vorgehen soll, wenn man doch nicht 100% beweisen könnte, dass es die Pest sei. Meine Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt! Ich hab von ihm vorletztes Jahr oder so „Der Fremde“ gelesen und das Buch hatte mich komplett umgehauen. Die Pest habe ich nun einfach ausgelesen, ohne irgendwelche Gefühle. Ich akzeptiere, dass es ein bedeutender Text ist, mich hat es nicht so ganz erreicht. 2,5/5

    Nicht schlecht, aber sehr mühsam und hat mich auch genervt.

    23. März 2024

  • 4,0

    Camu’s „Die Pest“ (orig. La Peste - 1947) wird als eines der prägendsten Werke der existentialistischen Philosophie deklariert. Hier wird ein weiteres Mal der sogenannte „Absurdismus“ zelebriert und in Prosa manifestiert. Doch was bedeutet das Ja-Sagen zum Absurden? Es fallen direkt einige Überschneidungen mit dem Nihilismus auf; beide verneinen recht nonchalant einen inhärenten Sinn des Lebens - wenngleich sich der Absurdismus eher antipodisch verhält. Zusammengefasst konstatiert der Nihilist die nackte Sinnlosigkeit und die Absenz objektiver Moral. Der Absurdist jedoch akzeptiert dieses Paradoxon und weidet sich an all den Möglichkeiten, die durch den fehlenden Zweck entstehen - es entsteht der „absurde Held“, welcher sich dazu entscheidet, nach seinem eigenen Werte- und Moralsystem zu handeln. Die Grundprämisse des Romans wird dem Rezipienten folgendermaßen übermittelt: in der fiktiven algerischen Stadt Oran bricht eine Epidemie aus, welche die gesamte Stadt in einen petrifizierten Zustand versetzt und schlussendlich in die Quarantäne zwingt - ein Status quo, der uns allen noch recht bekannt sein dürfte. Die unterschiedlichen Bewohner werden von der gesamten Außenwelt und ihren Angehörigen getrennt. Es entstehen mannigfache Reaktionen wie Egozentrik, Opportunismus, religiöser Fatalismus, Verleugnung und der Impetus, sich gegen die Drangsal aufzulehnen. Nach Monaten lamentabler Hoffnungslosigkeit verhält sich die Epidemie regressiv und die Tore der Stadt werden wieder geöffnet. Der erzählende Chronist warnt jedoch davor, dass der „Bazillus“ niemals gänzlich stirbt und jederzeit wiederkehren kann. Die Pest darf als Allegorie auf politische und faschistische Unterdrückung verstanden werden. De facto ist die Essenz des Werks der humanistische Widerstand gegen das absurde Leid der Welt und der Gesellschaft, die darinlustwandelt. Ein Jeder von uns verfügt über die Möglichkeit, eine individuelle moralische Haltung des Widerstands einzunehmen. In anderen Worten: „Sapere aude - wage zu wissen.

    14. März 2026

  • 12drue
    12drue

    110 Follower

    4,0

    "Wenn ein Krieg ausbricht, sagen die Leute: 'Er kann nicht lange dauern, es ist zu unsinnig.' Und ohne Zweifel ist ein Krieg wirklich zu unsinnig, aber das hindert ihn nicht daran, lange zu dauern. Dummheit ist immer beharrlich." (S. 27) ... "Denn er wußte, (...) was in den Büchern zu lesen steht: daß der Pestbazillus niemals ausstirbt oder verschwindet, (...) und daß vielleicht der Tag kommen wird, an dem die Pest (...) ihre Ratten wecken und erneut aussenden wird, damit sie in einer glücklichen Stadt sterben. (S. 202) Leider immer noch zu wahr!

    14. Apr. 2026

3 von 65 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Albert Camus

Albert Camus wurde am 7. November 1913 in Mondovi, Französisch-Nordafrika (heute Algerien) geboren und starb am 4. Januar 1960 nahe Villeblevin in Frankreich. Er war ein französischer Schriftsteller und Philosoph. Camus wurde in Algerien auf einem Weingut geboren, wo sein Vater als Kellermeister arbeitete. Als er ein Jahr alt war, fiel sein Vater im Ersten Weltkrieg. Seine Mutter zog mit ihm und dem älteren Bruder nach Algier, wo sie in einer Fabrik und später als Putzfrau arbeitete. Camus konnte aufgrund eines Stipendiums mit zehn Jahren aufs Gymnasium wechseln. Nachdem Camus eine Tuberkuloseerkrankung über- und sein Abitur bestanden hatte, studierte er in Algier Philosophie. 1934 heiratete er, doch das ausschweifende Leben seiner Frau und ihre Drogensucht veranlassten ihn zwei Jahre später zur Trennung. 1935 wurde er Mitglied der Kommunistischen Partei, 1936 gründete er mit anderen Linken ein Theater. 1938 lernte er seine zweite Ehefrau kennen und wurde Reporter bei einer linken algerischen Zeitung, wobei er jedoch kein KP-Mitglied mehr war. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wanderte Camus mit seiner zweiten Frau nach Paris aus, da sein Arbeitgeber aufgrund der Zensur Pleite ging. Die wirtschaftliche Abhängigkeit von seiner Frau konnte er mit der Anstellung bei einer Pariser Zeitung beenden. Während des Krieges und danach verfasste Camus, den mit dem Existenzialisten Sartre eine kurze Freundschaft verbunden hatte, einige seiner bekanntesten Werke wie „L’Étranger“, 'L'Hôte', „Le Malentendu“ und „Les Justes“. Seine Philosophie gründete auf der Absurdität und Sinnlosigkeit des Lebens. Ab 1950 engagierte er sich vornehmlich politisch, wenn auch überparteilich, und war aufgrund seiner Tuberkulose weniger in der Lage zu schreiben. 1957 erhielt er den Literaturnobelpreis. Am 4. Januar 1960 kam Albert Camus bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

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