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Romane

Die Gabe

3,3(59)
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Über das Buch

Glasklar, feministisch, »triefend vor mütterlicher Grausamkeit.« Yoko Ogawa

Die internationale Entdeckung aus Japan, nominiert für den Akutagawa-Preis

Eine kleine Wohnung im Rotlichtviertel Tokios. Eine Schriftstellerin will ein letztes Gedicht schreiben. Weil ihr das im Krankenhaus nicht gelingt, ist sie zu ihrer Tochter gezogen, die als Hostess in einem Nachtclub ein ganz anderes Leben führt als sie selbst. Suzumi Suzuki, eine der prägnantesten Stimmen der japanischen Gegenwartsliteratur, erzählt die Geschichte einer schwierigen Beziehung, der zwischen einer Mutter und einer Tochter, zwischen zwei Frauen mit ganz unterschiedlichen Verständnissen von weiblicher Selbstermächtigung, Liebe und Gewalt. Unter der glasklaren Oberfläche dieses Romans sind die Abgründe allgegenwärtig und führen unweigerlich zu der Frage: Was sind wir bereit zu geben für die Menschen, die wir lieben? Und was tun wir für uns selbst?

Editionen (1)

ISBN9783103975475
VerlagS. FISCHER
Erscheinungsdatum29.01.25
Seitenzahl112

Rezensionen & Bewertungen

59 Bewertungen

12 Rezensionen

3,3

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  • 2,0

    Was war das denn??!!!

    Es geht um eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung in Tokyos Rotlichtmilieu. Die Mutter - eine zu ihrer Zeit atemberaubend schöne Frau - wurde von den Männern für ihre glatte, blasse Haut und ihre Stimme wie Glöckchen angebetet. Sie möchte aber nur eins: für ihr literarisches Schaffen anerkannt werden. Doch als alleinerziehende Mutter in prekären Verhältnissen, bleibt sie dem leichten Vergnügen verhaftet. Auch ihre Tochter entkommt dem Vergnügungsviertel nicht. Ebenfalls bildhübsch - abgesehen von einer Narbe am Arm, die ihr ihre Mutter zugefügt hat - arbeitet sie als Hostess. Das Leben der beiden Frauen ist trostlos. Die Mutter wird unheilbar krank und die Tochter begleitet sie auf ihrem letzten Weg. Nach der Arbeit im Vergnügsviertel kommt sie sofort nach Hause. Die zugeschlagenen Türen im dunklen Wohnhausflur sprechen eine Sprache für sich. Die Sprache ist gut und die Geschichte entfaltet eine Sogwirkung. Auch werden viele wichtige Themen (Rotlichtmilieu, sexuelle und körperliche Gewalt, soziale Schere etc.) angesprochen, für mich kommen sie jedoch zu keinem befriedigenden Ende. Nach der Lektüre habe ich mich gefragt, warum ich das gelesen habe, was mir die Autorin damit sage. Wollte und warum verflixt noch mal das Buch eigentlich „Die Gabe“ heißt. Auf all diese Fragen habe ich keine Antwort erhalten, wodurch m.E. viel Potential verschenkt wurde. Ich kann deshalb den Hype um das Buch nicht nachvollziehen. Noch weitere Kritikpunkte teile ich im Lesemonat August auf YouTube (Japan Connect). https://youtu.be/oiFTJZOnhno?si=xAhKCjOw_KCqVkrd

    12. Sept. 2025

  • fm014
    fm014

    19 Follower

    3,0

    Teils arg kompliziert formulierte Sätze - inhaltlich äußerst melancholisch - insgesamt okay, wenn das Thema interessiert.

    27. Dez. 2025

  • readzilla
    readzilla

    146 Follower

    4,5

    Zwischen Schuld, Sehnsucht und letzter Nähe

    Mit Die Gabe hat Suzumi Suzuki einen leisen, aber zutiefst bewegenden Roman geschrieben, der einen sofort fesselt. Im Zentrum steht eine Tochter zwischen zwei Welten: der distanzierten, körperlichen Nacht und der schmerzhaften, intimen Nähe am Krankenbett ihrer Mutter. Schuld, Müdigkeit, Sehnsucht und ein letzter kindlicher Wunsch nach Nähe vermischen sich in einer beklemmenden, ehrlichen Intensität. Suzuki erzählt radikal ehrlich, nichts wird beschönigt – Liebe und Gefühle zeigen sich hier in Blicken, inneren Kämpfen und dem schlichten Aushalten von Schmerz. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es bewegt, erschüttert und bleibt noch lange nach dem Lesen nach. Eine große Empfehlung. Ein intensives, ehrliches Buch, das unter die Haut geht.

    Zwischen Schuld, Sehnsucht und letzter Nähe

    17. Feb. 2026

3 von 12 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Suzumi Suzuki

Suzumi Suzuki, 1983 in Tokio geboren, ist eine renommierte japanische Soziologin und Kolumnistin. Sie studierte Umwelt- und Kommunikationswissenschaften, war Schauspielerin für Erwachsenenvideos und arbeitet heute als Journalistin und Autorin, unter anderem gemeinsam mit Japans renommiertester feministischer Wissenschaftlerin Chizuko Ueno. »Die Gabe« ist ihr Debütroman.

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