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Romane

Als wir träumten

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Über das Buch

Editionen (2)

ISBN9783100486004
VerlagS. FISCHER
Erscheinungsdatum28.02.07
Seitenzahl528

Rezensionen & Bewertungen

63 Bewertungen

9 Rezensionen

3,8

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  • psicho45
    psicho45

    72 Follower

    3,0

    Als wir träumten startet stark: roh, direkt und unglaublich authentisch. Clemens Meyer zeichnet ein schonungsloses Bild einer Jugend im Umbruch, geprägt von Perspektivlosigkeit, Gewalt, Alkohol und Drogen. Gerade diese Ungefiltertheit macht den Einstieg so eindrücklich und real. Mit der Zeit verliert die Geschichte für mich jedoch an Wirkung. Eine Episode reiht sich an die nächste, doch inhaltlich dreht sich vieles immer wieder um dieselben Themen und Muster. Dadurch entsteht zwar ein konsequentes, aber auch recht eintöniges Gesamtbild, das mich emotional nicht wirklich packen konnte. Unbestritten ist der Roman stilistisch stark in seiner Direktheit und schonungslosen Ehrlichkeit – nichts wird beschönigt, vieles wirkt bewusst hart und teilweise auch ziemlich derb. Dennoch bleibt am Ende das Gefühl, dass das Buch mehr Eindruck hinterlassen hätte, wenn es etwas mehr Variation oder Entwicklung geboten hätte.

    19. März 2026

  • bea777
    bea777

    483 Follower

    5,0

    Kein Wohlfühlbuch und dennoch lesenswert!

    Clemens Meyer nimmt die Lesenden mit in die 80er und 90er Jahre in Leipzig. Definitiv kein Ostalgie-Buch. Er schafft es, mit seinem Schreibstil eine bedrückende Atmosphäre zu schaffen, die der aus der Nachwendezeit ziemlich nahe kommt. Alkohol, Zigaretten, Drogen, Prügelei stehen bei den Jugendlichen nach der Wende an der Tagesordnung. Die Erwachsenen glänzen durch Abwesenheit oder sind selbst gescheiterte Existenzen, die mit den Folgen der Wende nicht zurecht kommen oder auch schon zu DDR-Zeiten Probleme hatten. Ich habe selbst die Jugend nach der Wende im Osten erlebt. Vieles habe ich wieder erkannt, manches vielleicht auch nicht mitbekommen. In jedem Fall war es eine bedrückende Zeit, die mit diesem Buch eine angemessene Schilderung erfährt.

    Kein Wohlfühlbuch und dennoch lesenswert!

    24. Sept. 2023

  • wasarabi
    wasarabi

    12 Follower

    5,0

    „Ich kam einfach nicht weg aus meinem Viertel, nur ins Gericht oder in den Jugendarrest oder in den Knast […]“ Der Schreibstil von Meyer ist authentisch und ungefiltert. Beim lesen hatte ich das Gefühl, gemeinsam mit Danie und den anderen in Leipzig unterwegs zu sein. Ich konnte die Trauer, die Tragik und die Hoffnungslosigkeit die sie erlebten, als stille Zuschauerin beobachten. Und Sie träumen trotzdem von einem besseren Leben.

    25. Okt. 2024

3 von 9 Rezensionen

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