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Der Würfel

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Über das Buch

Gewinner des Deutschen Science-Fiction-Preises 2020 in der Kategorie »Bester deutschsprachiger Roman« Unsere Wirklichkeit wird mehr und mehr von künstlicher Intelligenz geprägt. Dieser brillante Roman erzählt auf packende Weise, wohin uns diese Entwicklung führen kann. Der Würfel, ein autonom agierender Algorithmus, ermöglicht den Menschen in Deutschland ein sorgenfreies Leben, zahlt ein Grundeinkommen und erstickt die Kriminalität im Keim. Um das zu leisten, sammelt er selbst intimste Daten der Bevölkerung. Berechenbarkeit ist zum höchsten Gut geworden. Einer der wenigen Rebellen gegen dieses System ist der 28-jahrige Taso. Er entzieht sich der Totalerfassung, indem er seine Entscheidungen ausschließlich durch Würfeln und das Werfen einer Münze trifft. Er ist ein ≫Gaukler≪, einsam, aber zufrieden. Bis zu dem Tag, an dem die Liebe Taso vor eine unmögliche Entscheidung stellt: Verrät er seine Ideale – oder eine ideale Welt? Ausgezeichnet mit dem SERAPH 2020 als bestes Debüt

Editionen (2)

ISBN9783037921340
VerlagAtrium Verlag AG
Erscheinungsdatum28.02.19
Seitenzahl416

Rezensionen & Bewertungen

41 Bewertungen

10 Rezensionen

3,9

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  • robert_reads
    robert_reads

    12 Follower

    4,0

    Gedankenexperiment zur digitalen Freiheit

    In "Der Würfel“ entwirft der Autor eine erschreckend nahe Dystopie, in der eine allmächtige KI das Leben der Menschen durch totale Datenanalyse steuert und ihnen im Tausch gegen ihre Vorhersehbarkeit ein sorgenfreies Leben garantiert. Besonders beeindruckend sind die komplexen Fragen zu Datenschutz und Selbstbestimmung, welche geschickt in eine spannende Handlung verwebt werden. Der Protagonist Taso fungiert dabei als faszinierender Antiheld, dessen Versuch, dem System durch reinen Zufall zu entkommen, tiefgründige philosophische Fragen aufwirft. Die Vision einer Welt, in der Algorithmen den Alltag regieren, wirkt beklemmend realistisch und regt unmittelbar zum Nachdenken über das eigene Online-Verhalten an. Obwohl die Prämisse brillant ist, verliert die Erzählung im Mittelteil durch theoretische Exkurse etwas an Tempo, und einige Nebencharaktere bleiben hinter der starken Präsenz Tasos zurück. Dennoch ist der Roman ein absolutes Muss für Fans intelligenter Science-Fiction im Stile von Black Mirror. Wer sich für die gesellschaftlichen Folgen von KI und Big Data interessiert, findet hier eine packende Auseinandersetzung mit der Zukunft unserer Freiheit.

    2. Feb. 2026

  • ancar
    ancar

    30 Follower

    4,5

    Eine faszinierende, beklemmende KI-Dystopie – absolute Leseempfehlung!

    Ich habe „Der Würfel“ von Bijan Moini wirklich sehr gern gelesen. Das Buch baut von Beginn an eine ganz skurrile, schwer greifbare Grundstimmung auf. Interessanterweise hat mich diese Atmosphäre stark an den Roman „Vaterland“ erinnert – dieses ständige, beklemmende Gefühl einer alternativen Realität (dort: was wäre, wenn die Nationalsozialisten an der Macht geblieben wären; hier: was passiert, wenn ein perfekter Algorithmus die absolute Kontrolle übernimmt). Die Welt, die Moini hier entwirft, und vor allem die Idee, wie künstliche Intelligenz konsequent weitergedacht funktionieren könnte, hat mich echt beeindruckt. Wir begleiten den Hauptdarsteller Taso, der mir als Figur unheimlich gut gefallen hat. Er navigiert durch diese Welt und versucht, sich dem deutschen System des sogenannten „Kubismus“ (und dem ständigen Wettstreit mit dem chinesischen „Harmonismus“) zu entziehen. Dieses Hin und Her zwischen den Ideologien ist spannend umgesetzt. Ein kleiner Kritikpunkt: Zwischendrin verliert sich das Buch für meinen Geschmack ein kleines bisschen. Es gab eine Phase im letzten Drittel, bei der ich das Gefühl hatte, nicht mehr genau zu wissen, wo die Geschichte eigentlich hin will. Aber – und das ist das Wichtigste – es hat sich danach wieder komplett gefangen! Der Schluss ist richtig rasant geworden und hat mich am Ende noch einmal richtig gecatcht. Im Großen und Ganzen eine absolute Leseempfehlung für alle, die smarte Zukunftsvisionen mögen. Ich werde definitiv noch weitere Bücher des Autors lesen!

    25. Feb. 2026

  • maedelvomlande
    maedelvomlande

    68 Follower

    3,5

    Ziemliche interessante Zukunftsvision…

    … aber leider mit einem nervtötenden Protagonisten, der einem den Lesegenuss total verdirbt. Das Zukunftsbild (eine KI steuert die Gesellschaft) ist interessant ind detailliert beschrieben, allerdings auch nicht wirklich neu…

    18. Jan. 2024

3 von 10 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Bijan Moini

Bijan Moini, 1984 geboren bei Karlsruhe, ist Jurist, Politologe und Bürgerrechtler mit deutschiranischen Wurzeln. Nach Promotion und Referendariat in Hongkong und Berlin arbeitete er als Rechtsanwalt für eine Wirtschaftskanzlei. Als ihm die Idee zu seinem ersten Roman kam, kündigte er und widmete sich dem Schreiben. 2019 erschien der preisgekrönte Roman »Der Würfel« im Atrium Verlag. Heute arbeitet er für die Gesellschaft für Freiheitsrechte und tritt im Fernsehen, Hörfunk sowie in zahlreichen Print- und Onlinemedien als Experte für Freiheitsrechte in Erscheinung. Er stand bereits mehrfach vor dem Bundesverfassungsgericht und hat federführend ein großes Gutachten zur AfD erarbeitet, das im Juni 2026 unter großem Presse-Echo veröffentlicht wurde. Moini lebt mit seiner Familie in Berlin.

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