Blick ins Buch

Le mythe de Sisyphe: Essai sur l'absurde

3,8(138)
Sprache
Französisch
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Über das Buch

Editionen (1)

ISBN9782070719662
VerlagGALLIMARD
Erscheinungsdatum03.04.90
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

138 Bewertungen

18 Rezensionen

3,8

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  • ecem
    ecem

    194 Follower

    3,0

    Achtung Spoiler

    Dies war mein erster Essay generell und der erster Roma von Albert Camus. Seine Schreibweise ist sehr eigen und erfordert höchste Konzentration. Auch Kenntnisse über erwähnte Autoren sind von Vorteil, weshalb mir das Verständnis an manchen Stellen gefehlt hat. Umso verständnisvoller waren die Abschnitte von Dostojewski und Kafka, da mir diese Verfasser schon bekannt sind. Es ist für jeden Empfehlenswert, der Camus und seine Gedankengänge verstehen, aber auch frühere Autoren besser deuten will.

    3. Apr. 2026

  • cupcake_kathi
    cupcake_kathi

    130 Follower

    4,0

    Der Mensch lebt in einer sinnlosen Welt – und genau daraus folgt nicht Verzweiflung, sondern Freiheit. Camus geht von der nüchternen Einsicht aus, dass es keinen vorgegebenen Sinn, keine höhere Ordnung und keine endgültige Wahrheit gibt, die das menschliche Leiden rechtfertigt. Diese Erkenntnis erzeugt das Absurde: den unauflösbaren Konflikt zwischen dem menschlichen Bedürfnis nach Sinn und der Gleichgültigkeit der Welt. Die zentrale Frage des Buches lautet deshalb nicht abstrakt philosophisch, sondern existenziell: Ist das Leben unter diesen Bedingungen überhaupt lebenswert? Camus’ Antwort ist ein entschiedenes Ja – allerdings ohne Trost, ohne Hoffnung auf ein Jenseits und ohne Selbsttäuschung. Die Quintessenz liegt in der Revolte gegen die Sinnlosigkeit. Diese Revolte ist kein Aufstand mit Waffen, sondern eine innere Haltung: das bewusste Weiterleben, das klare Denken und das ständige Verweigern falscher Antworten. Wer das Absurde akzeptiert, darf weder fliehen noch kapitulieren. Stattdessen lebt er intensiv im Hier und Jetzt, übernimmt Verantwortung für sein Handeln und schöpft seine Freiheit gerade aus dem Fehlen eines höheren Ziels. Sisyphos steht am Ende als Sinnbild dieser Haltung. Obwohl seine Aufgabe zwecklos ist, gehört sein Schicksal ihm selbst. Indem er die Absurdität seines Daseins anerkennt und bejaht, verwandelt er Strafe in Selbstbestimmung. Die Quintessenz des Buches ist daher: Nicht der Sinn macht das Leben lebenswert, sondern das bewusste Leben selbst. Der Mensch wird nicht durch Hoffnung gerettet, sondern durch Klarheit, Trotz und die Entscheidung, trotz allem weiterzugehen.

    9. Feb. 2026

  • julianbrm07
    julianbrm07

    1 Follower

    4,0

    “Man muss sich Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen”. Einfach ein krasser Satz.

    Puh wie beschreibt man das Buch denn. Ich beziehe mich als aufbauend auf “Der Fremde” ebenfalls von Camus, welches ich vorher gelesen habe. Der Mythos des Sisyphos gefiel mir deutlich besser als “Der Fremde”. Dieser trockene und “langweilige” Schreibstil, den ich hatte, den hatte ich hier nicht. Die Sprache war sehr klar, die Gedanken allerdings echt komplex. Das Prinzip des Absurden, also die Spannung zwischen dem Sinn suchenden Wesen und seiner sinnlosen Umgebung ist sehr faszinierend. Ich finde den Bezug zu vergangen Philosophen sehr spannend und zeigt nochmal deutlich, wieso dieses Buch als Klassiker des Existenzialismus gilt. “Man muss ich sich Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen”. Am Anfang nicht verstanden, jetzt schon und es hat mich berührt und hat mir nochmal klar gezeigt, dass ich der Herr meines Lebens bin. Ich bin der, der sagt was für mich richtig ist. Ich gebe nur 4 Sterne, da ich nicht alles verstanden habe und manche Passagen durchaus komplex waren gerade mit diesen nachträglichen Ergänzungen. Insgesamt aber ein super Buch, was ich durchaus empfehlen kann.

    13. Dez. 2025

3 von 18 Rezensionen

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