ZERO - Sie wissen, was du tust
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Description
London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones kann man sich nicht verstecken …
»Marc Elsbergs ZERO ist kein Science-Fiction, sondern ein Real-Science-Thriller.« www.n-tv.de
»Es ist das Buch zur aktuellen Debatte um Google und das Recht auf Vergessen […] Albtraumhaft, aber, wie Elsberg meint, längst Realität.« FOCUS
Lesen Sie auch den aktuellen Thriller von Marc Elsberg: EDEN - Wenn das Sterben beginnt
Außerdem erhältlich:
BLACKOUT. Morgen ist es zu spät. Auch als Premiumausgabe – mit einer exklusiven Kurzgeschichte von Marc Elsberg und weiteren Extras!
ZERO. Sie wissen, was du tust.
HELIX: Sie werden uns ersetzen.
Der Fall des Präsidenten
°C – Celsius
EDEN - Wenn das Sterben beginnt
Book Information
Author Description
MARC ELSBERG wurde 1967 in Wien geboren. Er war Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg sowie Kolumnist der österreichischen Tageszeitung »Der Standard«. Heute lebt und arbeitet er in Wien. Mit seinem internationalen Erfolgsroman BLACKOUT etablierte er sich als Meister des Thrillers. Seitdem ist jedes seiner Bücher ein Bestseller und er ein gefragter Gesprächspartner für Politik und Wirtschaft.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Sehr interessante Thematik (datensammelnde App)
An sich ein spannender Thriller, aber trotz der sehr aktuellen Thematik und der klasse Recherche von Elsberg, konnte mich das Buch nicht so mitreißen. Dafür gab es zu viele Längen und zeitweise habe ich sogar darüber nachgedacht abzubrechen. Auch viele der Charaktere waren mir zu nervig und unsympathisch. Das Ende ist ebenfalls sehr abgehakt und lässt zu viele Fragen offen, vor allem im Bezug auf Zero. Da gibt es keine wirkliche Auflösung. Wirklich überzeugen konnte mich das Ganze am Ende nicht.
Leider abgebrochen...
Irgendwie kam ich nicht rein. Mehrer POVs stören mich eigentlich nicht, doch ich konnte mit niemandem warm werden und die Story hat auch nur sehr langsam Fahrt aufgenommen. Vermutlich ist die zweite Hälfte des Buches rasanter und spannender,ich hatte allerdings kein Interesse mehr daran zu erfahren, was noch passiert, auch wenn das Thema aktuell und erschreckend ist. Schade, vielleicht greife ich irgendwann anders nochmal zu diesem Buch...
Ein Buch über Daten, Überwachung, Internet und die Frage, wie viel Privatsphäre wir eigentlich noch haben — genau deshalb wollte ich „ZERO“ von Marc Elsberg unbedingt lesen. Die Geschichte rund um die Plattform Freemee hat mich sofort neugierig gemacht, weil sie gar nicht so weit weg von unserer Realität wirkt. Social Media, Datenkraken, Online-Aktivisten und der ständige digitale Fußabdruck, den wir hinterlassen — das Thema ist heute fast noch aktueller als damals. Der Schreibstil ließ sich gut lesen, die Kapitel waren angenehm kurz und auch kompliziertere technische Dinge wurden meistens so erklärt, dass man sie nachvollziehen konnte. Trotzdem habe ich an diesem Buch länger geknabbert, als ich erwartet hätte. Warum ich es trotzdem empfehlen kann und weshalb es von mir 4 Sterne bekommen hat, erzähle ich in meiner vollständigen Rezension auf dem Blog. 📖✨
Spannender Thriller, aktuelles und wichtiges Thema, aber bei diesem Buch von Elsberg hat es mich irgendwie nicht ganz gepackt. Teilweise hatte es für mich Längen, die Figuren waren mir zu unsympathisch und die Story ist auch erst am Ende richtig in Fahrt gekommen und wirkte gleichzeitig zu gekünstelt.
Die Thematik der Anonymous ähnlichen Organisationen und der datensammelnden App Freeme fand ich wirklich interessant und auch die groben Handlungsstränge.Jedoch ist viel zu viel aus der Sicht von zu vielen Protagonisten passiert.Die Protagonisten fand ich generell sehr zweidimensional und unsympathisch.Im Allgemeinen finde ich die Idee und Thematik sehr gut, jedoch für mich einfach nicht ansprechend/gelungen umgesetzt.
Spannendes Thema, Spannendes Buch. Wie immer erkennt Marc Elsberg die Themen unserer Zeit und spielt Gefahren und Risiken und Bedeutung für Gesellschaft und Menschheit bis ins letzte Detail durch. Mich fesseln die Bücher aber ehrlicherweise eher der Idee als der Umsetzung wegen. Unterm Strich: extrem schnell weggelesen und ich werde weitere Bücher von ihm lesen.
"Sie wissen, was du tust." ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Der gläserne Mensch. Faszinierend und erschreckend. Inzwischen keine Zukunft mehr, sondern unser heutiges Leben! Mag sein, dass es das komplett Paket noch nicht gibt, aber viele Einzelteile sind bereits auf dem Markt… ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Da jeder von uns - absichtlich oder auch nicht - täglich viele Daten von sich online preis gibt, sind die Themen Datenüberwachung und persönliche Daten im Internet sehr spannend und aktuell. Der Einstieg ins Buch ist etwas holprig, aber das Buch wird von Seite zu Seite spannender. Wer bereits Blackout gelesen hat, weiß, dass Marc Elsberg sein Handwerk beherrscht. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Auch die verschiedenen vorkommenden Geräte werden ganz gut erklärt, dass in einem Buch einmal ein Raspberry Pi vorkommt, hätte ich aber tatsächlich nicht gedacht!! Eine ganz grandiose Idee ❤ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Von mir bekommt ihr für dieses Buch eine Leseempfehlung!
Eigene Meinung: Cover: Schlichter schwarzer Umschlag. In frostblauer Schrift die Letter “ZERO”. Im Hintergrund blasse Einsen und Nullen. Ich find es imemr gut, wenn Bücher eines Autors auch bezüglich des Covers stilistisch zusammen passen. Und schlichte Cover find ich sowieso gut. Also für das Cover schon einmal: Daumen hoch. Inhalt/Geschichte: Als ich vor Wochen sah, dass ein neues Buch von Marc Elsberg erscheint, war es sofort im Kalender markiert und vorbestellt. So überzeugt war ich von dem Vorgänger “BLACKOUT“. Außerdem hat mich das angekündigte Thema auch neugierig gemacht. Daten und Internet? Aktueller geht es wohl in Zeiten von Google, Facebook, Apple und Edward Snowden nicht. Ich konnte das Erscheinen praktisch nicht erwarten. Doch zu meiner Überraschung musste ich gar nicht so lange warten, denn dank Blanvalet konnte ich mein Rezensionsexemplar schon vor Erscheinen in den Händen halten und habe sofort losgelegt. Um es vorweg zu nehmen: ich wurde nicht enttäuscht. Marc Elsberg schafft es auch hier das Thema aufzugreifen und den Leser mitzuziehen. Dabei bleibt er nicht einseitig. Aus der Perspektive der etwas technikrückständigeren Cynthia sehen wir die Sicht der Zweifler an der schönen neuen digitalisierten Welt. Doch auch die Sicht der Konzerne wird durch den Freemee-Leiter Carl dargestellt. So fragt man sich selbst, wie viel gibt man schon von sich preis? Wo wird man überall überwacht? Wie viel könnte man über mich erfahren? Und stört mich das? Wie wichtig ist mir meine Privatsphäre? Gibt es die überhaupt? Und das gefällt mir an diesem wie am Vorgängerbuch: Ich werde zum Nachdenken über mein eigenes Handeln angeregt und das ohne erhobenen Zeigefinger. Es geht darum, sich über die Realität klar zu werden und wie wir darin agieren. Es geht nicht um die Verunglimpfung und Anprangerung des Datensammelns allein. Dennoch kam mir des öfteren beim Lesen ein kalter Schauer den Rücken runter, denn so weit sind wir von den Technologien nicht entfernt. Eine Firma wie Freeme scheint durchaus möglich zu sein. Eine App, die ihren Nutzern ein besseres Leben verspricht, die Kontrolle über die Daten, die weiter gegeben werden. Doch zu welchem Preis? Der Freiheit? Der Eigenbestimmung? Des Lebens? All das verpackt er in einen spannenden Thriller, den man spätestens nach der Hälfte des Buches nicht mehr weglegen möchte. Charaktere: Und da sind wir leider bei einer kleinen Schwachstelle angekommen. “Blackout” war überwiegend aus Sicht eines Mannes geschrieben. Das lag Marc Elsberg vielleicht mehr. Cynthia hingegen bleibt doch häufig etwas hölzern. Die Beschreibung der Schwärmerei zu ihrem jungen Kollegen Chander fand ich manchmal schon fast lächerlich. Gefühle kamen da nicht wirklich auf. Doch das hier ist auch keine Romanze. Dennoch waren die Interaktionen zwischen den Figuren häufig eben etwas ungelenk. Trauer um Tode? Wozu? Es gibt doch wichtigers zu jagen. Selbst bei engen Bekannten. Es gab aber auch Lichtblicke. Den Autismus Carls hat er ganz gut eingefangen. Da musste ich schon manchmal schmunzeln. Witziges Detail waren die Anspielung auf Edward Snowden in Form der Figur Edward und SNOWman. Stil/Gliederung: Der sprachliche Stil bleibt wie beim Vorgänger angenehm zu lesen. Doch wie schon in “BLACKOUT” kommen auch hier viele Figuren und Schauplätze vor. Über die ersten 50-100 Seiten kommt man dadurch etwas ins Schwimmen. Auch wenn es hinten im Buch ein Personenverzeichnis gibt, wird man da ja nicht immer nachschlagen. Das unterbricht den Lesefluss. Auch gab es im Prinzip nur 9 Kapitel. Auch das fand ich eher ungünstig. Ich hätte mir eine Unterteilung wie in “BLACKOUT” gewünscht. Durch die vorherige Angabe des Handlungsortes hatte ich gleichzeitig eine Orientierung, um wen es jetzt geht. Fazit: Marc Elsberg konnte mich insgesamt auch in diesem Buch wieder überzeugen, auch wenn ich “BLACKOUT” doch mehr mochte. Sieht man über die kleinen Schwächen in der Gliederung sowie den Charakteren hinweg, liefert er erneut einen spannenden Thriller, der Einen zum Nachdenken anregt und gelegentlich auch gruselt. Und zwar nicht wegen der Horrorelemente, sondern wegen der Nähe zur Realität. Eine Leseempfehlung.
Man erfährt zunächst einiges über die Protagonisten des Buches. Cynthia, kurz Cyn genannt, ist eine eher konservative Persönlichkeit. Ihr ist alles was mit PC und Internet zu tun hat nicht ganz geheuer. Als sie dann entdeckt, das auch Vi, ihre Tochter, bei Freemee Daten hochlädt und sie verkauft und sich von den Act Apps beraten lässt, wird ihr das alles noch viel unheimlicher. Doch nach dem Tod des Jungen bleibt ihr keine andere Wahl mehr. Sie muss selbst in den Dschungel aus Daten eintauchen und sich selbst ein Stück weit verkaufen, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Marc Elsberg versteht es auch in seinem zweiten Buch dem Leser komplexe technische Dinge nahe zu bringen ohne zu überfordern. Ich konnte trotz wenig Basiswissen der Handlung gut folgen und habe mich von der Jagd nach Zero in den Bann ziehen lassen.Sehr gut gefallen hat mir dabei, dass es wieder gelungen war, mir nach und nach neue Erkenntnisse zu liefern über alles was im Hintergrund läuft und so das Spannungslevel konstant aufrecht zu erhalten. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und verständlich. Erzählt wird die Handlung in der dritten Person und die Wechsel zwischen den Handelnden Protagonisten sind jeweils durch einen Absatz gekennzeichnet. Die Einzelnen Kapitel sind nach den Wochentagen benannt an denen die Handlung spielt. Das Buch gibt ein recht hohes Tempo vor, da kein Tag vergeht ohne, dass etwas passiert. Einziger Kritikpunkt an dem Buch ist das offene Ende. Da hätte ich mir einfach etwas mehr Aufklärung gewünscht. Das Buch hat zwar einen Abschluss, aber es blieben meiner Meinung nach einfach zu viele Fragen offen. Dennoch ein spannendes Werk, das auch zum Nachdenken anregt. Der gläserne Mensch ist ja bei weitem kein Thema, welches in ferner Zukunft spielt. Und die Frage wieviel man auf Internetplattformen Preis geben sollte ist allgegenwärtig. Ich denke es kann nie schaden sich darüber ein paar Gedanken zu machen und es will gut überlegt sein, welche Statusmeldung und welches Foto ich poste, schließlich sind auch Chefs bei facebook unterwegs und ich bin sicher so manche Bewerbung wurde schon aufgrund des öffentlichen Profils abgelehnt, weil man ja das Unternehmen präsentieren soll. Ich empfehle das Buch allen Lesern, die gern eine spannende Zukunftsvision sehen möchten über die man sich durchaus auch ernsthafte Gedanken machen kann.
mein zweites Buch von Elsberg und ich muss sagen, dieses hier gefiel mir auch recht gut 😊 es kommt jedoch nicht an Blackout heran, aber sowohl Idee als auch Umsetzung fand ich ziemlich gut. es war spannend und ich wollte immer wissen, wie es denn nun weitergeht. schade fand ich allerdings, dass das Ende in meinen Augen zu abrupt da war und leider wurden auch ein paar Dinge nicht aufgelöst oder erklärt, sodass doch offene Fragen zurückbleiben. den Schreibstil mag ich sehr und ich freu mich schon auf ein weiteres ☺️
Super spannendes, hochaktuelles Thema. Hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Mir wäre es jedoch lieber gewesen, wenn das Buch nur aus der Sicht eines Protagonisten geschrieben worden wäre, die vielen Perspektivwechsel waren mir manchmal einfach zu viel und da die Charaktere auch relativ gesichtslos geblieben sind, konnte ich mich auch schlecht hineinversetzen in die Geschichte, schade, weil ich das Thema und die Story an sich sehr spannend fand.
Was würde Zero zur heutigen Welt sagen?
Wenn auch schon 10 Jahre alt, das Thema bleibt aktuell. Und in diesem Buch wurde es in eine spannende Geschichte gepackt. Die Perspektivwechsel haben mich zwischenzeitlich verwirrt ich wusste nicht immer (sofort), wessen Sicht gerade beschrieben wird, zu wem die Person gehört, auf welcher Seite sie steht und wie viele Seiten es eigentlich gibt :D
Fiktion oder schon Realität?
Der Autor entwirft ein beängstigend realistisches Zukunftsszenario, in dem die Grenzen zwischen Bequemlichkeit und totaler Überwachung zunehmend verschwimmen. Was das Buch so erschreckend und gleichzeitig so packend macht, ist die unheimliche Nähe zur aktuellen Entwicklung unserer digitalen Welt. Elsberg versteht es meisterhaft, komplexe technologische und gesellschaftliche Entwicklungen in eine fesselnde Geschichte zu verpacken. Während des Lesens beschlich mich immer wieder das beunruhigende Gefühl, dass die im Buch beschriebenen Szenarien keine reine Fiktion mehr sind, sondern durchaus Realität werden könnten. Besonders beunruhigend fand ich die Darstellung der Manipulation durch Algorithmen. Wie im Buch gezeigt wird, können personalisierte Informationen und gezielte Empfehlungen unser Verhalten und unsere Entscheidungen subtil, aber wirkungsvoll beeinflussen. Diese Allgegenwart von Algorithmen, die uns vermeintlich das Leben erleichtern sollen, birgt in "Zero" eine latente Gefahr der Fremdbestimmung, die mich sehr nachdenklich gestimmt hat. "Zero" ist somit nicht nur ein spannender Thriller, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur aktuellen gesellschaftlichen Debatte über die Digitalisierung. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich für die Zukunft unserer vernetzten Welt interessiert und bereit ist, sich mit den potenziellen Gefahren auseinanderzusetzen. Es hat mich noch lange nach dem Zuklappen des Buches beschäftigt.
Zusammengefasst Cynthia Bonsant ist noch eine Journalistin der alten Schule, deshalb tritt sie den vielen neuen technischen Hilfsmittel, die Sie zum Arbeiten erhält noch etwas misstrauisch gegenüber. Als Anthony, ihr Chefredakteur, ihr eine Datenbrille zur Verfügung stellt, weiss sie zu Anfangs nicht so recht, wie sie damit umgehen soll und muss sich dementsprechend von ihrer Tochter Vi so einiges anhören, als diese dann fragt, ob sie die Brille mal ausleihen darf, sagt Cyn ihr zu. Doch damit was danach geschieht, konnte sie nicht rechnen. Als die Datenbrille nämlich einen Verbrecher wieder erkennt, begeben sich Vi und ihre Freunde in tödliche Gefahr. Dies erreicht auch in den Medien grosse Aufmerksamkeit und plötzlich gerät Cyn ins Visier mächtiger Leute. Und da wäre dann auch noch Zero, der den Präsidenten ins lächerliche gezogen hat und sich durch seine Art nicht bei jedem beliebt macht. Als ob dies für Cyn nicht schon genug Rummel wäre, muss sie feststellen, dass ihre Tochter sich durch Apps, beeinflussen lässt und beinahe alles macht, was diese von ihr verlangen. Doch obwohl sich ihre Tochter durch diese Apps positiv verändert hat, muss sich Cyn fragen, wie viel Kontrolle ist zu viel und wann genügt es mal? Darüber Gedanken gemacht Zu Anfangs wird man durch den öffentliche Auftritt von Zero direkt ins Geschehen geworfen und sofort wird einem klar; hier geht es um Privatsphäre und Überwachung vom Staat. Denn Zero ist eine Untergrund Aktivisten Gruppe, die sich dafür stark macht, dass die Privatsphäre von Menschen besser geschützt wird - und dies mit dem Motto; Wer Überwacht eigentlich die Überwacher und wer diese? Eine spannende Frage, die öfters auftaucht aber durch die vielen zwischen Geschichten plötzlich immer mehr in den Hintergrund fällt. Denn die Geschichte handelt auch von Cyn und ihrer Tochter Vi, die sich durch verschiedene Apps einer Firma Namens Freemee sagen lässt, was sie wie und wann tun soll. Ihre Mutter ist zu Anfangs sehr mit der Situation überfordert und fragt sich immer mehr, wie es so weit kommen konnte. "Wir sind halt so aufgewachsen, Mobiltelefone und das Internet kamen vor meiner Geburt in die Welt. Eure Generation hat diese Welt für unsere gebastelt. Wir waren das nicht. Also regt euch nicht darüber auf." "Unsere Generation? Ich habe mein Tagebuch noch mit einem Schloss versperrt." S. 129 / Zero Doch sie realisiert, hinter dieser Firma muss mehr stecken. Hat Zero sogar recht? Werden unsere Daten ständig ausgewertet und sogar auch gegen uns verwendet? Als sich ihr Chefredakteur dazu entschliesst eine Jagt auf Zero zu veranstalten schliesst sich Cyn widerwillig dabei an, doch als sie ihrer ersten heissen Spur nachjagen gerät Cyn selbst plötzlich in grosse Gefahr und erhält dabei von unerwarteter Seite Hilfe. Kommt sie hinter die grosse Verschwörung oder werden noch weitere Menschen in Gefahr geraten? Gefiel mir sehr Ich mochte zu Anfangs sehr, mit wie vielen Informationen Zero den Leser füttert und dabei immer Fragen aufwirft, die man sich viel zu selten stellt. Man geht heutzutage immer unvorsichtiger mit seinen Daten um und stellt von Anfang an viel zu viel Online. Auch ich bewege mich auf Social Media Plattformen und muss mir immer wieder selbst sagen; Dies geht nur mich was an und ist nicht für die Öffentlichkeit gedacht - diese Daten sind persönlich und werden nicht Online gestellt! Denn viele vergessen öfters, dass das Internet NIE vergiesst. "Und Kontrolle? In dieser vernetzten Welt ist Kontrolle über dein Leben eine Illusion! Willst du die Vorzüge der modernen Zivilisation geniessen, kannst du sie nicht ohne die andere Seite der Münze. Und das sind wir, die digitalen Vernetzer und Steuermänner." S. 338 / Zero Ausserdem mochte ich Cyn, denn im Gegensatz zu allen anderen war sie noch die einzige, die der ganzen Sache mit den Datenbrillen und Co. noch misstrauisch gegenüber war. Die einzige, die noch selbst dachte ohne sich alles von den Gadgets sagen zu lassen. Gefiel mir nicht Leider waren mir zu viele Menschen bzw. "Gruppen" an der Geschichte beteiligt. Es kamen so viele Namen vor und bei manchen bin ich mir jetzt noch nicht sicher zu wem sie gehört haben. Meiner Meinung nach hat dies die Geschichte unnötig verkompliziert und den Lesefluss gestört. Ausserdem hätte ich weitaus mehr von Zero gelesen und weniger über Freemee. Denn teilweise waren die Gespräche zwischen den Freemee Leuten so technisch, dass ich sie nur kurz überflog. Die Geschichte wurde so unnötig in die Länge gezogen und die Spannung, die zu Anfangs wirklich gut aufgebaut wurde floppte im letzten Drittel leider etwas ab. Obwohl gerade gegen Schluss ein Buch noch einmal alles geben sollte! Schreibstil & Cover Der Schreibstil war im grossen und ganzen okay, manchmal zu technisch doch die "Chats" an manchen stellen konnten dies ein wenig auflockern. Das Cover ist toll und passt perfekt zu den anderen beiden Büchern von Marc Elsberg. Fazit Alles in allem war dies ein spannendes Buch, dass aber hier und da so seine schwachen Stellen hatte. Obwohl ich das Thema wichtig finde und es vor allem in der heutigen Zeit eine grössere Bedeutung einnehmen sollte, fehlte mir der rote Faden. Deshalb gibt es auch gut gemeinte 3 von 5 Herzen. Bewertung Buchlänge ♥♥♥ (3/5) Schreibstil ♥♥♥ (3/5) Botschaft ♥♥♥♥ (4/5) Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)
Was geb ich eigentlich im Internet preis und was bin ich Wert? Was passiert mit meinen Daten..? 🌐💭
Ich muss zugeben, dass ich im Zwiespalt mit diesem Buch bin. Das Thema an sich und die Idee der Geschichte finde ich großartig aber ich hab trotzdem super lange gebraucht um mit der Geschichte warm zu werden. Ab ca der Mitte des Buches bis zum Ende fand ich es spannend und klasse aber bis dahin hat es sich für mich eher gezogen und musste erst einmal ein Überblick bekommen. Es gibt jedoch eine Sache die mich in diesem Buch wirklich aufgeregt hat und das war die Charaktergestaltung von Carl. Ich war mir schon relativ schnell sicher, dass der Charakter autistische Züge hat aber in einen Ausmaß an Stereotyp, dass es mich einfach wütend gemacht hat. Wenn man es bewusst mit in eine Geschichte einbaut, warum klatscht man einen Stereotypen rein, der meist nichts mit der Realität zutun hat. Dann kann man es auch lassen. Sowas nervt mich einfach nur da ich selbst im Beruflichen so wie auch im privaten Kreis einiges mit diesen Störungsbild zu tun habe/hatte. Was ich wiederum positiv fand war eine Auflistung der Charaktere und gewisser Begriffe um einen sofortigen Überblick zu haben und ebenfalls toll fand ich das der Autor am Ende des Buches noch seine Gedanken zum Thema „Macht und Wert“ bezüglich der gesamten Thematik eingebracht hat. Zusammenfassend kann ich, trotz meines Zwiespalts und genervten Haltung gegenüber der einen Charakterdarstellung, das Buch weiterempfehlen. Das Buch regt einen definitiv zum nachdenken an was Datenverarbeitung und das eigene preisgeben über sein Leben im Internet betrifft (und darüber hinaus).
Er hat es wieder getan. Marc Elsberg hat mich auch mit diesem Buch absolut gefesselt. Auch hier war ich sofort in der Story drin, die sich, um 'wie gläsern bin ich im Internet und mit meinen ganzen elektronischen Helferlein' dreht. Die Spannung war von der ersten Seite an da und hielt bis zum Schluss, welcher offen gehalten wurde, was für mich völlig in Ordnung ist. Apps, Smartwatches, Fitnessarmbänder...alles Dinge, die uns das Leben schöner, glücklicher, erfolgreicher machen sollen, so wird es propagiert, aber ist das wirklich so? Ist das noch unsere eigene Entscheidung, wenn wir das tun, was uns von den Algorithmen vorgesagt wird, sind das noch wir selber, oder werden wir manipuliert und wie weit kann diese Manipulation gehen? Eine super interessante Story, die für mich nicht nur sehr nah an der Realität, sondern bereits mittendrin ist. Ja, es wird viel versprochen, von den großen Playern des Internets, aber ist das wirklich so? Wer kann alle meine Spuren, Daten einsehen und was passiert damit? Und ja, ich glaube, dass die US-Regierung so paranoid ist, auch wie sie in diesem Buch dargestellt wird. Der größte aller Schnüffler und Datensammler. Dieses Buch erinnert mich so sehr an George Orwell's '1984'.
Spannend und erschreckend real!
Was passiert, wenn ein Konzern ihre Nutzer durch Algorithmen manipuliert, um eine vermeintlich bessere Welt und Gesellschaft zu errichten? Auch wenn das Buch bereits gute 10 Jahre alt ist, ist die Thematik mittlerweile aktueller und realer denn je. Einen Stern Abzug gibt’s von mir, da es nach meinem Geschmack zu oberflächlich gehalten ist und ich mir etwas mehr Tiefgang (sowohl bei den Charakteren als auch bei den Handlungssträngen) gewünscht hätte. Trotzdem ein spannendes Buch, das zum Nachdenken anregt.
Wenn nur Zeit für ein Buch des Autors ist, würde ich definitiv "Blackout" empfehlen, aber vielleicht liegt das daran, dass mir als "Nicht-Digital-Native" und nicht sehr exzessiver Smart-Phone-Nutzerin das Thema Strom näher ist als Digitaler Datenschutz und Social Networks. Interessant ist es trotzdem und bringt schon ins Grübeln, ob frau jetzt wirklich noch ein Wearable oder eine Fitness-App braucht, nur um irgendwelche Pünktchen, Sternchen oder Pokale zu erringen...
Ein Buch das mit mir echt einiges gemacht hat. Da liest man die ganze Zeit darüber, was wie mit seinen Daten gemacht wird ( bereits jetzt ) was aber noch so möglich wäre - zu was das alles führen würde bzw könnte. Und man sitzt da und denkt sich "ja, und wahrscheinlich wird es genau so irgendwann tatsächlich sein" Ein seltsames Gefühl. Denn wie auch in dem Buch beschrieben, man weiß darüber Bescheid, ignoriert es aber trotzdem. So, genug davon. Die Charaktere fand ich sehr passend, da wäre die Naive Tochter Vi, die sich um alles deutlich weniger Gedanken macht als ihre Mutter um die es geht. Die, die mich zurück gelassen hat mit dem Gedanken "oh je, inzwischen gehöre ich also auch zu dem 'alten Eisen" Egal, ich empfand beide als sehr authentisch und passend. Auch die Antagonisten waren sehr gut getroffen und in allen Situationen erschien mir das Handeln stets plausibel. Dafür, das dieses Buch "nur" als Roman beschrieben wird, fand ich es doch sehr Spannend und eher ein Thriller. Klare Empfehlung, für all jene, die sich mal klar machen wollen, was mit seinen Daten alles möglich ist bzw bereits getan wird.

Ich hatte riesengroße Probleme mit Zero. Eigentlich hatte ich mich wahnsinnig darauf gefreut, das Buch zu lesen. Totalüberwachung, Internetkultur, Menschen-Ratings... alles sehr spannende Themen und brandaktuell. Leider ist der Schreibstil so übel, dass ich es stellenweise kaum ertragen konnte. Und es hat mich echt geärgert, weil die Story wirklich nicht schlecht ist. Aber mehr als ein paar Seiten am Stück konnte ich einfach nicht lesen. Teilweise hat die Sprache (und es tut mir wirklich leid das sagen zu müssen) Kinderbuchniveau. Es gibt viele einfache Sätze. Möglichst kurz. Viel zu oft auch mit Ausrufezeichen! Ich war geschockt und fasziniert zugleich. Was soll das? Traut der Autor mir und allen anderen Lesern kein Verständnis für komplexere Sätze zu? Oder für die Thematik? Hat er sie deshalb so simpel wie möglich beschrieben, á la Peter Lustig (dem ich grade Unrecht tue, weil er sich sehr viel besser ausdrückt)? Es kam mir vor, als wäre ich ein bisschen debil und man müsste mir alles, wie einem Kleinkind, ganz einfach erklären. Klingt komisch, ist aber so. Man mag gar nicht glauben, dass es hier vor allem um Erwachsene geht und Zero sich auch an jene richtet. Normalerweise habe ich kein Problem damit, wenn ein Buch in der Gegenwartsform geschrieben ist (vor allem im Englischen nicht), aber hier unterstreicht es den "Kinderbuchfaktor" noch. Es liest sich so schlimm, ehrlich, ich konnte es kaum ertragen. (Niemandem tut das mehr leid als mir, denn ich wollte Zero unbedingt mögen... Aber so habe ich es empfunden.) Ein kleines Beispiel für etwas, das mich tierisch genervt hat: Die verschiedenen Variationen von "sagen". Normal: "Danke." sagt X. In Zero: ... lacht X. ... ätzt X. ... schmunzelt X. ... gesteht X. ... wehrt sich X. ... feixt X. ... wundert sich X. Und die Liste könnte noch ewig so weitergehen, denn Marc Elsberg war da sehr kreativ. Wäre er doch nur ähnlich kreativ in der Entwicklung seiner Figuren gewesen: Ich konnte zu keiner einzigen irgendeine Bindung aufbauen. Bestenfalls mochte ich sie nicht besonders, schlimmstenfalls hatte ich gar kein Gefühl zur jeweiligen Person und es war mir absolut egal, was mit ihr passiert. Alle waren schrecklich kalt und leer und irgendwann habe ich mich während des Lesens selbst so gefühlt. Es war 'ne echte Qual und ich kam mir sogar etwas verklappst vor. Das Schlimmste ist: Ich habe Blackout noch vor mir. Dummerweise habe ich die Bücher zusammen gekauft, weil ich so überzeugt war, sie zu mögen. Und weil mich die Themen so wahnsinnig interessieren. Man, ich bin echt so enttäuscht! Trotzdem werde ich Blackout eine Chance geben. Allerdings brauche ich erstmal 'ne Elsberg-Pause und ganz dringend anspruchsvolle Literatur (Vorschläge sind immer willkommen :)).
Das Erstlingswerk "Blackout" von Marc Elsberg hatte mir damals ziemlich gefallen, weshalb ich natürlich auch sein zweites Buch lesen musste. Bereits die Inhaltsbeschreibung von "ZERO" ließ in mir jedoch erste Zweifel aufkommen, die sich leider während des Lesens bestätigt haben. Das Buch mutet an wie eine typische TV-Doku der öffentlich-rechtlichen Sender zum Thema Internet: Ziemlich reißerisch und mit dem Ziel ausgestattet, gerade den etwas unbedarfteren Lesern aus der Generation 50+ ordentlich Angst vor diesem Medium zu machen. Ausgestattet wurde "ZERO" darüber hinaus mit klischeehaften und eindimensionalen Charakteren, die es in Gestalt der Protagonistin immer wieder auf kuriose Art und Weise schaffen, sich aus brenzligen Situationen zu befreien. Garniert wird das Ganze mit einem lahmen und abrupten Ende und fertig ist ein aus meiner Sicht ziemlich großer Reinfall.
Wieder mal ein grandioses Meisterwerk von Marc Elsberg. Er versteht es einfach, sehr aktuelle Themen in richtig spannende Geschichten zu verpacken. In diesem Fall geht es um die Macht der „Smart devices“ (Smart Watches, Smart Glasses etc.). Dieses Thema ist definitiv eins, was mich schon des öfteren beschäftigt und vor allem auch gegruselt hat. Der Gruselfaktor kommt in Marc Elsbergs Roman auf jeden Fall auch sehr stark durch. Es ist ein riesengroßer Spagat zwischen „möchte ich weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilhaben und meine Bequemlichkeit befriedigen“ und „möchte ich bei der ganzen Sache wirklich mitmachen?“. Und die große Frage, die dann immer noch bleibt ist „haben wir überhaupt eine Wahl?“. Können wir uns davon überhaupt lossagen oder werden wir einfach mit reingezogen, wenn die Mehrheit unserer Mitmenschen diese Geräte nutzen. Natürlich sind Smart Devices hilfreich und erleichtern uns unseren Alltag. Aber in all dem steckt eben auch ein großes Risiko. Ich bin mir nicht sicher, ob sich alle über diese Risiken bewusst sind. Ich für mich entscheide deshalb immer erst nach reiflicher Überlegung, was ich wirklich in mein Leben holen möchte und was nicht. Wie steht ihr zu Smart Devices und Smart Home etc.? Schreibt es mir mal in die Kommentare!
Die Thematik der Anonymous ähnlichen Organisationen und der datensammelnden App Freeme fand ich wirklich interessant und auch die groben Handlungsstränge. Jedoch ist viel zu viel aus der Sicht von zu vielen Protagonisten passiert. Die Protagonisten fand ich generell sehr zweidimensional und unsympathisch. Im Allgemeinen finde ich die Idee und Thematik sehr gut, jedoch für mich einfach nicht ansprechend/gelungen umgesetzt.
Ein spannendes, reales und aktuelles Thema, bei welchem ich mich immer wieder selbst erwischt habe...
Uns Allen ist es bewusst - und trotzdem ignorieren. Weil wir es nicht wissen wollen. Und ja, ich bin auch der Meinung "dass Datenkraken zerschlagen werden müssen", aber meinen Fitnesstracker gebe ich deshalb nicht her. 😵💫 Es ist die grausame Realität über unseren Umgang mit unseren senibelsten Daten und einer Utopie, die zum gruseln, weil so greifbar ist. [Fyi: Eine Utopie ist der Entwurf einer möglichen, zukünftigen, meist aber fiktiven Lebensform oder Gesellschaftsordnung, die nicht an zeitgenössische historisch-kulturelle Rahmenbedingungen gebunden ist.]
ZERO von Marc Elsberg ist ein Roman, der im Mai 2015 bei blanvalet erschienen ist. In diesem Roman behandelt Marc Elsberg, dass gerade im letzten Jahr durch Edward Snowden bekannt gewordene Thema, der permanenten digitalen Überwachung und der Sicherheit der eigenen Daten. Hauptprotagonistin ist die Journalistin Cynthia Bonsant, die den modernen Medien eher skeptisch gegenüber steht und sich dementsprechend auch nicht genauer mit diesen Medien auseinandergesetzt hat. Erschrocken muss sie feststellen, dass ihre Tochter Viola und deren Freunde freiwillig ihre Daten an einen Internetkonzern namens Freeme verkaufen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Leben aller Menschen zu optimieren und zu verbessern. Doch ist dies wirklich das Ziel von Freeme oder steckt noch etwas anderes dahinter? Hier kommt die Untergrundorganisation ZERO ins Spiel. Diese will durch gezielte Aktionen, wie z.B. einen Angriff auf den Präsidenten, auf die Gefahren der unkontrollierten Datensammelei durch Firmen wie Freeme, Facebook, Google und Co. aufmerksam machen. Marc Elsberg hat mit diesem Roman einen sehr aktuellen und interessanten Roman geschaffen, der zum Nachdenken anregt. Theoretisch wäre das geschilderte Szenario schon jetzt umsetzbar, was ich persönlich sehr erschreckend und auch ein wenig gruselig finde. Viele Phänomene, die in dem Buch geschildert werden, wie z.B. der Creepiness-Effekt, kann ich gut nachvollziehen. Das Buch ist in kurzen, prägnanten Sätzen geschrieben, die dem Buch Schnelligkeit und Spannung verleihen. Das Präsens macht deutlich, dass es sich um ein sehr aktuelles Thema handelt. Der Schreibstil ist eher unpersönlich gehalten, weswegen ich mich nicht voll und ganz in die Personen hineinversetzen konnte. Man guckt eher von außen zu und beobachtet. Gerade zum Ende hin hat Marc Elsberg bei der Entwicklung der Personen wieder etwas übertrieben. Diesen Effekt hatte ich auch schon bei Blackout. Alles in allem ist dem Autor allerdings wieder ein spannender und interessanter Roman gelungen, den ich weiterempfehlen würde. Zu sehr sollte man sich allerdings nicht von "Paranoia" gefangen nehmen lassen. Wir haben es in gewissem Rahmen immer noch selber in der Hand was mit unseren Daten geschieht. Wir müssen nur aufmerksam bleiben. ;)
Eine gute Story aber leider mit offenem Ende
Cynthia arbeitet als Online Journalistin in London und ist mit ihren Kollegen auf einer heißen Spur. Eines Tages wird der Präsident mit Drohnen attackiert und erst so nimmt alles seinen Lauf. Niemand weiß wirklich wer Zero ist, nur, dass es sich um ein Internetprogramm handelt, welches die Leute dazu bringt sich immer mehr nurnoch mit der App zu befassen. Cynthia bekommt die Aufgabe dem ganzen auf die Spur zu gehen, und bekommt eine Brille mit der Sie herausfindet wie welche Personen heißen und dazu alle möglichen anderen Daten. Als dann ein Freund von Cynthia stirbt, weil dieser durch die Brille einen kriminellen ausfindig macht, möchte sie mit all dem nichts mehr zutun haben. Doch leider steckt sie schon viel zu sehr in der Sache mit drinnen. Also beginnt sie auch über die App verschiedene Sachen auszuprobieren und als ein Freund ihr wenige Tage später erzählen möchte, welche Sachen er herausgefunden hat, stirbt dieser noch am selben Tag. Am Tag einer Pressekonferenz wird sie auf einmal die Gejagte und flieht vor anonymen fremden und auch vor der Polizei. Es besteht der Verdacht, dass sie ihren Kollegen umgebracht haben sollte, doch dies ist nicht der Fall. Sie spricht vor laufender Kamera alle Neuigkeiten aus und kann sich dadurch retten und ist Happy das der Alptraum ein gutes Ende genommen hat. Ich persönlich fand das Buch gut, aber leider mit einem offenen Ende. Da Cynthia im einen Moment noch die gesamte Story berichtet und im nächsten Moment mit ihrer Tochter im Urlaub ist. Ich gebe dem Buch 3,5 Sterne .
Dystopie über die virtuelle Welt und die Menschen darin
Zero Marc Elsberg „Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Datenkraken zerschlagen werden müssen!“ (Zero) Klappentext: Der Tod eines Jungen führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der beliebten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten - und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die es einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones gibt es kein Entkommen... Höreindruck: Gewohnt Elsberg - klasse recherchiertes, gut fundiertes Werk über den gläsernen Menschen und den Umgang mit persönlichen Daten im Netz. „Ja“, mag der ein oder andere Leser/Hörer denken, „aber das gibt es doch schon alles. Was ist jetzt daran neu und toll, dass man noch ein weiteres Buch darüber schreiben muss?“ und tatsächlich finden wir hier ein bisschen was aus diversen Büchern und Filmen - Staatsfeind No 1, Person of Interest, Haus des Geldes, Der Circle - um nur drei von ihnen zu nennen. Was ist nun anders? Meiner Meinung nach ist es Marc Elsberg hier gelungen, die Plots aus verschiedenen Büchern/Filmen/Serien zusammenzubringen - und das ohne an Tiefe zu verlieren. Und was ich bei manch anderem Werk zu diesem Thema ein wenig vermisse: die Frage, ob wir überhaupt noch eine eigene Meinung haben oder ob wir uns diese von Programmen und Apps vordiktieren lassen bis wir glauben, dass es unsere eigene Meinung *ist*. So funktioniert halt auch jegliche Propaganda und - blicken wir der Tatsache ins Auge - wir merken es so oft überhaupt nicht. An dieser Stelle weiterzudenken, überlasse ich dem geneigten Follower 😉 Marc Elsberg jedenfalls ist ein toller Wink und Anstoß gelungen. (Ein Stern Abzug für etwas, wovon ich nicht weiß wie man es hätte besser machen können: im Hörbuch nervt es teils extrem, dass die # natürlich auch gesprochen werden 🫣 - kann keiner was dafür und im Buch stört es sicher null, aber mir ging’s auf den Geist.) Fazit: ⭐️⭐️⭐️⭐️
Das Thema "Gläserner Mensch" bzw. "Datensammeln im Internet" ist gut recherchiert und die technischen Aspekte bzw. Zusammenhänge sind in einer Form erklärt und beschrieben, die man auch als Laie problemlos verstehen kann. Auch der Anhang/das Bonusmaterial war hilfreich. Der Schreibstil des Autors ist sicherlich ein Stück weit Geschmackssache, allerdings fand ich, dass dieses Buch doch einige Längen hatte. Am Ende blieben zudem einige wichtige Fragen offen.
Thema ist sehr interessant und bietet sicher genug Material. Aber sprachlich finde ich das Buch furchtbar schlecht, es liest sich wie ein Bericht, einfach Fakten aufgereiht. Werde es leider abbrechen müssen, dafür ist mir die Zeit zu schade. Blackout, vom selben Autor, hat mir im Gegensatz dazu,sehr gut gefallen.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones kann man sich nicht verstecken …
»Marc Elsbergs ZERO ist kein Science-Fiction, sondern ein Real-Science-Thriller.« www.n-tv.de
»Es ist das Buch zur aktuellen Debatte um Google und das Recht auf Vergessen […] Albtraumhaft, aber, wie Elsberg meint, längst Realität.« FOCUS
Lesen Sie auch den aktuellen Thriller von Marc Elsberg: EDEN - Wenn das Sterben beginnt
Außerdem erhältlich:
BLACKOUT. Morgen ist es zu spät. Auch als Premiumausgabe – mit einer exklusiven Kurzgeschichte von Marc Elsberg und weiteren Extras!
ZERO. Sie wissen, was du tust.
HELIX: Sie werden uns ersetzen.
Der Fall des Präsidenten
°C – Celsius
EDEN - Wenn das Sterben beginnt
Book Information
Author Description
MARC ELSBERG wurde 1967 in Wien geboren. Er war Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg sowie Kolumnist der österreichischen Tageszeitung »Der Standard«. Heute lebt und arbeitet er in Wien. Mit seinem internationalen Erfolgsroman BLACKOUT etablierte er sich als Meister des Thrillers. Seitdem ist jedes seiner Bücher ein Bestseller und er ein gefragter Gesprächspartner für Politik und Wirtschaft.
Posts
Sehr interessante Thematik (datensammelnde App)
An sich ein spannender Thriller, aber trotz der sehr aktuellen Thematik und der klasse Recherche von Elsberg, konnte mich das Buch nicht so mitreißen. Dafür gab es zu viele Längen und zeitweise habe ich sogar darüber nachgedacht abzubrechen. Auch viele der Charaktere waren mir zu nervig und unsympathisch. Das Ende ist ebenfalls sehr abgehakt und lässt zu viele Fragen offen, vor allem im Bezug auf Zero. Da gibt es keine wirkliche Auflösung. Wirklich überzeugen konnte mich das Ganze am Ende nicht.
Leider abgebrochen...
Irgendwie kam ich nicht rein. Mehrer POVs stören mich eigentlich nicht, doch ich konnte mit niemandem warm werden und die Story hat auch nur sehr langsam Fahrt aufgenommen. Vermutlich ist die zweite Hälfte des Buches rasanter und spannender,ich hatte allerdings kein Interesse mehr daran zu erfahren, was noch passiert, auch wenn das Thema aktuell und erschreckend ist. Schade, vielleicht greife ich irgendwann anders nochmal zu diesem Buch...
Ein Buch über Daten, Überwachung, Internet und die Frage, wie viel Privatsphäre wir eigentlich noch haben — genau deshalb wollte ich „ZERO“ von Marc Elsberg unbedingt lesen. Die Geschichte rund um die Plattform Freemee hat mich sofort neugierig gemacht, weil sie gar nicht so weit weg von unserer Realität wirkt. Social Media, Datenkraken, Online-Aktivisten und der ständige digitale Fußabdruck, den wir hinterlassen — das Thema ist heute fast noch aktueller als damals. Der Schreibstil ließ sich gut lesen, die Kapitel waren angenehm kurz und auch kompliziertere technische Dinge wurden meistens so erklärt, dass man sie nachvollziehen konnte. Trotzdem habe ich an diesem Buch länger geknabbert, als ich erwartet hätte. Warum ich es trotzdem empfehlen kann und weshalb es von mir 4 Sterne bekommen hat, erzähle ich in meiner vollständigen Rezension auf dem Blog. 📖✨
Spannender Thriller, aktuelles und wichtiges Thema, aber bei diesem Buch von Elsberg hat es mich irgendwie nicht ganz gepackt. Teilweise hatte es für mich Längen, die Figuren waren mir zu unsympathisch und die Story ist auch erst am Ende richtig in Fahrt gekommen und wirkte gleichzeitig zu gekünstelt.
Die Thematik der Anonymous ähnlichen Organisationen und der datensammelnden App Freeme fand ich wirklich interessant und auch die groben Handlungsstränge.Jedoch ist viel zu viel aus der Sicht von zu vielen Protagonisten passiert.Die Protagonisten fand ich generell sehr zweidimensional und unsympathisch.Im Allgemeinen finde ich die Idee und Thematik sehr gut, jedoch für mich einfach nicht ansprechend/gelungen umgesetzt.
Spannendes Thema, Spannendes Buch. Wie immer erkennt Marc Elsberg die Themen unserer Zeit und spielt Gefahren und Risiken und Bedeutung für Gesellschaft und Menschheit bis ins letzte Detail durch. Mich fesseln die Bücher aber ehrlicherweise eher der Idee als der Umsetzung wegen. Unterm Strich: extrem schnell weggelesen und ich werde weitere Bücher von ihm lesen.
"Sie wissen, was du tust." ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Der gläserne Mensch. Faszinierend und erschreckend. Inzwischen keine Zukunft mehr, sondern unser heutiges Leben! Mag sein, dass es das komplett Paket noch nicht gibt, aber viele Einzelteile sind bereits auf dem Markt… ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Da jeder von uns - absichtlich oder auch nicht - täglich viele Daten von sich online preis gibt, sind die Themen Datenüberwachung und persönliche Daten im Internet sehr spannend und aktuell. Der Einstieg ins Buch ist etwas holprig, aber das Buch wird von Seite zu Seite spannender. Wer bereits Blackout gelesen hat, weiß, dass Marc Elsberg sein Handwerk beherrscht. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Auch die verschiedenen vorkommenden Geräte werden ganz gut erklärt, dass in einem Buch einmal ein Raspberry Pi vorkommt, hätte ich aber tatsächlich nicht gedacht!! Eine ganz grandiose Idee ❤ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Von mir bekommt ihr für dieses Buch eine Leseempfehlung!
Eigene Meinung: Cover: Schlichter schwarzer Umschlag. In frostblauer Schrift die Letter “ZERO”. Im Hintergrund blasse Einsen und Nullen. Ich find es imemr gut, wenn Bücher eines Autors auch bezüglich des Covers stilistisch zusammen passen. Und schlichte Cover find ich sowieso gut. Also für das Cover schon einmal: Daumen hoch. Inhalt/Geschichte: Als ich vor Wochen sah, dass ein neues Buch von Marc Elsberg erscheint, war es sofort im Kalender markiert und vorbestellt. So überzeugt war ich von dem Vorgänger “BLACKOUT“. Außerdem hat mich das angekündigte Thema auch neugierig gemacht. Daten und Internet? Aktueller geht es wohl in Zeiten von Google, Facebook, Apple und Edward Snowden nicht. Ich konnte das Erscheinen praktisch nicht erwarten. Doch zu meiner Überraschung musste ich gar nicht so lange warten, denn dank Blanvalet konnte ich mein Rezensionsexemplar schon vor Erscheinen in den Händen halten und habe sofort losgelegt. Um es vorweg zu nehmen: ich wurde nicht enttäuscht. Marc Elsberg schafft es auch hier das Thema aufzugreifen und den Leser mitzuziehen. Dabei bleibt er nicht einseitig. Aus der Perspektive der etwas technikrückständigeren Cynthia sehen wir die Sicht der Zweifler an der schönen neuen digitalisierten Welt. Doch auch die Sicht der Konzerne wird durch den Freemee-Leiter Carl dargestellt. So fragt man sich selbst, wie viel gibt man schon von sich preis? Wo wird man überall überwacht? Wie viel könnte man über mich erfahren? Und stört mich das? Wie wichtig ist mir meine Privatsphäre? Gibt es die überhaupt? Und das gefällt mir an diesem wie am Vorgängerbuch: Ich werde zum Nachdenken über mein eigenes Handeln angeregt und das ohne erhobenen Zeigefinger. Es geht darum, sich über die Realität klar zu werden und wie wir darin agieren. Es geht nicht um die Verunglimpfung und Anprangerung des Datensammelns allein. Dennoch kam mir des öfteren beim Lesen ein kalter Schauer den Rücken runter, denn so weit sind wir von den Technologien nicht entfernt. Eine Firma wie Freeme scheint durchaus möglich zu sein. Eine App, die ihren Nutzern ein besseres Leben verspricht, die Kontrolle über die Daten, die weiter gegeben werden. Doch zu welchem Preis? Der Freiheit? Der Eigenbestimmung? Des Lebens? All das verpackt er in einen spannenden Thriller, den man spätestens nach der Hälfte des Buches nicht mehr weglegen möchte. Charaktere: Und da sind wir leider bei einer kleinen Schwachstelle angekommen. “Blackout” war überwiegend aus Sicht eines Mannes geschrieben. Das lag Marc Elsberg vielleicht mehr. Cynthia hingegen bleibt doch häufig etwas hölzern. Die Beschreibung der Schwärmerei zu ihrem jungen Kollegen Chander fand ich manchmal schon fast lächerlich. Gefühle kamen da nicht wirklich auf. Doch das hier ist auch keine Romanze. Dennoch waren die Interaktionen zwischen den Figuren häufig eben etwas ungelenk. Trauer um Tode? Wozu? Es gibt doch wichtigers zu jagen. Selbst bei engen Bekannten. Es gab aber auch Lichtblicke. Den Autismus Carls hat er ganz gut eingefangen. Da musste ich schon manchmal schmunzeln. Witziges Detail waren die Anspielung auf Edward Snowden in Form der Figur Edward und SNOWman. Stil/Gliederung: Der sprachliche Stil bleibt wie beim Vorgänger angenehm zu lesen. Doch wie schon in “BLACKOUT” kommen auch hier viele Figuren und Schauplätze vor. Über die ersten 50-100 Seiten kommt man dadurch etwas ins Schwimmen. Auch wenn es hinten im Buch ein Personenverzeichnis gibt, wird man da ja nicht immer nachschlagen. Das unterbricht den Lesefluss. Auch gab es im Prinzip nur 9 Kapitel. Auch das fand ich eher ungünstig. Ich hätte mir eine Unterteilung wie in “BLACKOUT” gewünscht. Durch die vorherige Angabe des Handlungsortes hatte ich gleichzeitig eine Orientierung, um wen es jetzt geht. Fazit: Marc Elsberg konnte mich insgesamt auch in diesem Buch wieder überzeugen, auch wenn ich “BLACKOUT” doch mehr mochte. Sieht man über die kleinen Schwächen in der Gliederung sowie den Charakteren hinweg, liefert er erneut einen spannenden Thriller, der Einen zum Nachdenken anregt und gelegentlich auch gruselt. Und zwar nicht wegen der Horrorelemente, sondern wegen der Nähe zur Realität. Eine Leseempfehlung.
Man erfährt zunächst einiges über die Protagonisten des Buches. Cynthia, kurz Cyn genannt, ist eine eher konservative Persönlichkeit. Ihr ist alles was mit PC und Internet zu tun hat nicht ganz geheuer. Als sie dann entdeckt, das auch Vi, ihre Tochter, bei Freemee Daten hochlädt und sie verkauft und sich von den Act Apps beraten lässt, wird ihr das alles noch viel unheimlicher. Doch nach dem Tod des Jungen bleibt ihr keine andere Wahl mehr. Sie muss selbst in den Dschungel aus Daten eintauchen und sich selbst ein Stück weit verkaufen, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Marc Elsberg versteht es auch in seinem zweiten Buch dem Leser komplexe technische Dinge nahe zu bringen ohne zu überfordern. Ich konnte trotz wenig Basiswissen der Handlung gut folgen und habe mich von der Jagd nach Zero in den Bann ziehen lassen.Sehr gut gefallen hat mir dabei, dass es wieder gelungen war, mir nach und nach neue Erkenntnisse zu liefern über alles was im Hintergrund läuft und so das Spannungslevel konstant aufrecht zu erhalten. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und verständlich. Erzählt wird die Handlung in der dritten Person und die Wechsel zwischen den Handelnden Protagonisten sind jeweils durch einen Absatz gekennzeichnet. Die Einzelnen Kapitel sind nach den Wochentagen benannt an denen die Handlung spielt. Das Buch gibt ein recht hohes Tempo vor, da kein Tag vergeht ohne, dass etwas passiert. Einziger Kritikpunkt an dem Buch ist das offene Ende. Da hätte ich mir einfach etwas mehr Aufklärung gewünscht. Das Buch hat zwar einen Abschluss, aber es blieben meiner Meinung nach einfach zu viele Fragen offen. Dennoch ein spannendes Werk, das auch zum Nachdenken anregt. Der gläserne Mensch ist ja bei weitem kein Thema, welches in ferner Zukunft spielt. Und die Frage wieviel man auf Internetplattformen Preis geben sollte ist allgegenwärtig. Ich denke es kann nie schaden sich darüber ein paar Gedanken zu machen und es will gut überlegt sein, welche Statusmeldung und welches Foto ich poste, schließlich sind auch Chefs bei facebook unterwegs und ich bin sicher so manche Bewerbung wurde schon aufgrund des öffentlichen Profils abgelehnt, weil man ja das Unternehmen präsentieren soll. Ich empfehle das Buch allen Lesern, die gern eine spannende Zukunftsvision sehen möchten über die man sich durchaus auch ernsthafte Gedanken machen kann.
mein zweites Buch von Elsberg und ich muss sagen, dieses hier gefiel mir auch recht gut 😊 es kommt jedoch nicht an Blackout heran, aber sowohl Idee als auch Umsetzung fand ich ziemlich gut. es war spannend und ich wollte immer wissen, wie es denn nun weitergeht. schade fand ich allerdings, dass das Ende in meinen Augen zu abrupt da war und leider wurden auch ein paar Dinge nicht aufgelöst oder erklärt, sodass doch offene Fragen zurückbleiben. den Schreibstil mag ich sehr und ich freu mich schon auf ein weiteres ☺️
Super spannendes, hochaktuelles Thema. Hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Mir wäre es jedoch lieber gewesen, wenn das Buch nur aus der Sicht eines Protagonisten geschrieben worden wäre, die vielen Perspektivwechsel waren mir manchmal einfach zu viel und da die Charaktere auch relativ gesichtslos geblieben sind, konnte ich mich auch schlecht hineinversetzen in die Geschichte, schade, weil ich das Thema und die Story an sich sehr spannend fand.
Was würde Zero zur heutigen Welt sagen?
Wenn auch schon 10 Jahre alt, das Thema bleibt aktuell. Und in diesem Buch wurde es in eine spannende Geschichte gepackt. Die Perspektivwechsel haben mich zwischenzeitlich verwirrt ich wusste nicht immer (sofort), wessen Sicht gerade beschrieben wird, zu wem die Person gehört, auf welcher Seite sie steht und wie viele Seiten es eigentlich gibt :D
Fiktion oder schon Realität?
Der Autor entwirft ein beängstigend realistisches Zukunftsszenario, in dem die Grenzen zwischen Bequemlichkeit und totaler Überwachung zunehmend verschwimmen. Was das Buch so erschreckend und gleichzeitig so packend macht, ist die unheimliche Nähe zur aktuellen Entwicklung unserer digitalen Welt. Elsberg versteht es meisterhaft, komplexe technologische und gesellschaftliche Entwicklungen in eine fesselnde Geschichte zu verpacken. Während des Lesens beschlich mich immer wieder das beunruhigende Gefühl, dass die im Buch beschriebenen Szenarien keine reine Fiktion mehr sind, sondern durchaus Realität werden könnten. Besonders beunruhigend fand ich die Darstellung der Manipulation durch Algorithmen. Wie im Buch gezeigt wird, können personalisierte Informationen und gezielte Empfehlungen unser Verhalten und unsere Entscheidungen subtil, aber wirkungsvoll beeinflussen. Diese Allgegenwart von Algorithmen, die uns vermeintlich das Leben erleichtern sollen, birgt in "Zero" eine latente Gefahr der Fremdbestimmung, die mich sehr nachdenklich gestimmt hat. "Zero" ist somit nicht nur ein spannender Thriller, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur aktuellen gesellschaftlichen Debatte über die Digitalisierung. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich für die Zukunft unserer vernetzten Welt interessiert und bereit ist, sich mit den potenziellen Gefahren auseinanderzusetzen. Es hat mich noch lange nach dem Zuklappen des Buches beschäftigt.
Zusammengefasst Cynthia Bonsant ist noch eine Journalistin der alten Schule, deshalb tritt sie den vielen neuen technischen Hilfsmittel, die Sie zum Arbeiten erhält noch etwas misstrauisch gegenüber. Als Anthony, ihr Chefredakteur, ihr eine Datenbrille zur Verfügung stellt, weiss sie zu Anfangs nicht so recht, wie sie damit umgehen soll und muss sich dementsprechend von ihrer Tochter Vi so einiges anhören, als diese dann fragt, ob sie die Brille mal ausleihen darf, sagt Cyn ihr zu. Doch damit was danach geschieht, konnte sie nicht rechnen. Als die Datenbrille nämlich einen Verbrecher wieder erkennt, begeben sich Vi und ihre Freunde in tödliche Gefahr. Dies erreicht auch in den Medien grosse Aufmerksamkeit und plötzlich gerät Cyn ins Visier mächtiger Leute. Und da wäre dann auch noch Zero, der den Präsidenten ins lächerliche gezogen hat und sich durch seine Art nicht bei jedem beliebt macht. Als ob dies für Cyn nicht schon genug Rummel wäre, muss sie feststellen, dass ihre Tochter sich durch Apps, beeinflussen lässt und beinahe alles macht, was diese von ihr verlangen. Doch obwohl sich ihre Tochter durch diese Apps positiv verändert hat, muss sich Cyn fragen, wie viel Kontrolle ist zu viel und wann genügt es mal? Darüber Gedanken gemacht Zu Anfangs wird man durch den öffentliche Auftritt von Zero direkt ins Geschehen geworfen und sofort wird einem klar; hier geht es um Privatsphäre und Überwachung vom Staat. Denn Zero ist eine Untergrund Aktivisten Gruppe, die sich dafür stark macht, dass die Privatsphäre von Menschen besser geschützt wird - und dies mit dem Motto; Wer Überwacht eigentlich die Überwacher und wer diese? Eine spannende Frage, die öfters auftaucht aber durch die vielen zwischen Geschichten plötzlich immer mehr in den Hintergrund fällt. Denn die Geschichte handelt auch von Cyn und ihrer Tochter Vi, die sich durch verschiedene Apps einer Firma Namens Freemee sagen lässt, was sie wie und wann tun soll. Ihre Mutter ist zu Anfangs sehr mit der Situation überfordert und fragt sich immer mehr, wie es so weit kommen konnte. "Wir sind halt so aufgewachsen, Mobiltelefone und das Internet kamen vor meiner Geburt in die Welt. Eure Generation hat diese Welt für unsere gebastelt. Wir waren das nicht. Also regt euch nicht darüber auf." "Unsere Generation? Ich habe mein Tagebuch noch mit einem Schloss versperrt." S. 129 / Zero Doch sie realisiert, hinter dieser Firma muss mehr stecken. Hat Zero sogar recht? Werden unsere Daten ständig ausgewertet und sogar auch gegen uns verwendet? Als sich ihr Chefredakteur dazu entschliesst eine Jagt auf Zero zu veranstalten schliesst sich Cyn widerwillig dabei an, doch als sie ihrer ersten heissen Spur nachjagen gerät Cyn selbst plötzlich in grosse Gefahr und erhält dabei von unerwarteter Seite Hilfe. Kommt sie hinter die grosse Verschwörung oder werden noch weitere Menschen in Gefahr geraten? Gefiel mir sehr Ich mochte zu Anfangs sehr, mit wie vielen Informationen Zero den Leser füttert und dabei immer Fragen aufwirft, die man sich viel zu selten stellt. Man geht heutzutage immer unvorsichtiger mit seinen Daten um und stellt von Anfang an viel zu viel Online. Auch ich bewege mich auf Social Media Plattformen und muss mir immer wieder selbst sagen; Dies geht nur mich was an und ist nicht für die Öffentlichkeit gedacht - diese Daten sind persönlich und werden nicht Online gestellt! Denn viele vergessen öfters, dass das Internet NIE vergiesst. "Und Kontrolle? In dieser vernetzten Welt ist Kontrolle über dein Leben eine Illusion! Willst du die Vorzüge der modernen Zivilisation geniessen, kannst du sie nicht ohne die andere Seite der Münze. Und das sind wir, die digitalen Vernetzer und Steuermänner." S. 338 / Zero Ausserdem mochte ich Cyn, denn im Gegensatz zu allen anderen war sie noch die einzige, die der ganzen Sache mit den Datenbrillen und Co. noch misstrauisch gegenüber war. Die einzige, die noch selbst dachte ohne sich alles von den Gadgets sagen zu lassen. Gefiel mir nicht Leider waren mir zu viele Menschen bzw. "Gruppen" an der Geschichte beteiligt. Es kamen so viele Namen vor und bei manchen bin ich mir jetzt noch nicht sicher zu wem sie gehört haben. Meiner Meinung nach hat dies die Geschichte unnötig verkompliziert und den Lesefluss gestört. Ausserdem hätte ich weitaus mehr von Zero gelesen und weniger über Freemee. Denn teilweise waren die Gespräche zwischen den Freemee Leuten so technisch, dass ich sie nur kurz überflog. Die Geschichte wurde so unnötig in die Länge gezogen und die Spannung, die zu Anfangs wirklich gut aufgebaut wurde floppte im letzten Drittel leider etwas ab. Obwohl gerade gegen Schluss ein Buch noch einmal alles geben sollte! Schreibstil & Cover Der Schreibstil war im grossen und ganzen okay, manchmal zu technisch doch die "Chats" an manchen stellen konnten dies ein wenig auflockern. Das Cover ist toll und passt perfekt zu den anderen beiden Büchern von Marc Elsberg. Fazit Alles in allem war dies ein spannendes Buch, dass aber hier und da so seine schwachen Stellen hatte. Obwohl ich das Thema wichtig finde und es vor allem in der heutigen Zeit eine grössere Bedeutung einnehmen sollte, fehlte mir der rote Faden. Deshalb gibt es auch gut gemeinte 3 von 5 Herzen. Bewertung Buchlänge ♥♥♥ (3/5) Schreibstil ♥♥♥ (3/5) Botschaft ♥♥♥♥ (4/5) Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)
Was geb ich eigentlich im Internet preis und was bin ich Wert? Was passiert mit meinen Daten..? 🌐💭
Ich muss zugeben, dass ich im Zwiespalt mit diesem Buch bin. Das Thema an sich und die Idee der Geschichte finde ich großartig aber ich hab trotzdem super lange gebraucht um mit der Geschichte warm zu werden. Ab ca der Mitte des Buches bis zum Ende fand ich es spannend und klasse aber bis dahin hat es sich für mich eher gezogen und musste erst einmal ein Überblick bekommen. Es gibt jedoch eine Sache die mich in diesem Buch wirklich aufgeregt hat und das war die Charaktergestaltung von Carl. Ich war mir schon relativ schnell sicher, dass der Charakter autistische Züge hat aber in einen Ausmaß an Stereotyp, dass es mich einfach wütend gemacht hat. Wenn man es bewusst mit in eine Geschichte einbaut, warum klatscht man einen Stereotypen rein, der meist nichts mit der Realität zutun hat. Dann kann man es auch lassen. Sowas nervt mich einfach nur da ich selbst im Beruflichen so wie auch im privaten Kreis einiges mit diesen Störungsbild zu tun habe/hatte. Was ich wiederum positiv fand war eine Auflistung der Charaktere und gewisser Begriffe um einen sofortigen Überblick zu haben und ebenfalls toll fand ich das der Autor am Ende des Buches noch seine Gedanken zum Thema „Macht und Wert“ bezüglich der gesamten Thematik eingebracht hat. Zusammenfassend kann ich, trotz meines Zwiespalts und genervten Haltung gegenüber der einen Charakterdarstellung, das Buch weiterempfehlen. Das Buch regt einen definitiv zum nachdenken an was Datenverarbeitung und das eigene preisgeben über sein Leben im Internet betrifft (und darüber hinaus).
Er hat es wieder getan. Marc Elsberg hat mich auch mit diesem Buch absolut gefesselt. Auch hier war ich sofort in der Story drin, die sich, um 'wie gläsern bin ich im Internet und mit meinen ganzen elektronischen Helferlein' dreht. Die Spannung war von der ersten Seite an da und hielt bis zum Schluss, welcher offen gehalten wurde, was für mich völlig in Ordnung ist. Apps, Smartwatches, Fitnessarmbänder...alles Dinge, die uns das Leben schöner, glücklicher, erfolgreicher machen sollen, so wird es propagiert, aber ist das wirklich so? Ist das noch unsere eigene Entscheidung, wenn wir das tun, was uns von den Algorithmen vorgesagt wird, sind das noch wir selber, oder werden wir manipuliert und wie weit kann diese Manipulation gehen? Eine super interessante Story, die für mich nicht nur sehr nah an der Realität, sondern bereits mittendrin ist. Ja, es wird viel versprochen, von den großen Playern des Internets, aber ist das wirklich so? Wer kann alle meine Spuren, Daten einsehen und was passiert damit? Und ja, ich glaube, dass die US-Regierung so paranoid ist, auch wie sie in diesem Buch dargestellt wird. Der größte aller Schnüffler und Datensammler. Dieses Buch erinnert mich so sehr an George Orwell's '1984'.
Spannend und erschreckend real!
Was passiert, wenn ein Konzern ihre Nutzer durch Algorithmen manipuliert, um eine vermeintlich bessere Welt und Gesellschaft zu errichten? Auch wenn das Buch bereits gute 10 Jahre alt ist, ist die Thematik mittlerweile aktueller und realer denn je. Einen Stern Abzug gibt’s von mir, da es nach meinem Geschmack zu oberflächlich gehalten ist und ich mir etwas mehr Tiefgang (sowohl bei den Charakteren als auch bei den Handlungssträngen) gewünscht hätte. Trotzdem ein spannendes Buch, das zum Nachdenken anregt.
Wenn nur Zeit für ein Buch des Autors ist, würde ich definitiv "Blackout" empfehlen, aber vielleicht liegt das daran, dass mir als "Nicht-Digital-Native" und nicht sehr exzessiver Smart-Phone-Nutzerin das Thema Strom näher ist als Digitaler Datenschutz und Social Networks. Interessant ist es trotzdem und bringt schon ins Grübeln, ob frau jetzt wirklich noch ein Wearable oder eine Fitness-App braucht, nur um irgendwelche Pünktchen, Sternchen oder Pokale zu erringen...
Ein Buch das mit mir echt einiges gemacht hat. Da liest man die ganze Zeit darüber, was wie mit seinen Daten gemacht wird ( bereits jetzt ) was aber noch so möglich wäre - zu was das alles führen würde bzw könnte. Und man sitzt da und denkt sich "ja, und wahrscheinlich wird es genau so irgendwann tatsächlich sein" Ein seltsames Gefühl. Denn wie auch in dem Buch beschrieben, man weiß darüber Bescheid, ignoriert es aber trotzdem. So, genug davon. Die Charaktere fand ich sehr passend, da wäre die Naive Tochter Vi, die sich um alles deutlich weniger Gedanken macht als ihre Mutter um die es geht. Die, die mich zurück gelassen hat mit dem Gedanken "oh je, inzwischen gehöre ich also auch zu dem 'alten Eisen" Egal, ich empfand beide als sehr authentisch und passend. Auch die Antagonisten waren sehr gut getroffen und in allen Situationen erschien mir das Handeln stets plausibel. Dafür, das dieses Buch "nur" als Roman beschrieben wird, fand ich es doch sehr Spannend und eher ein Thriller. Klare Empfehlung, für all jene, die sich mal klar machen wollen, was mit seinen Daten alles möglich ist bzw bereits getan wird.

Ich hatte riesengroße Probleme mit Zero. Eigentlich hatte ich mich wahnsinnig darauf gefreut, das Buch zu lesen. Totalüberwachung, Internetkultur, Menschen-Ratings... alles sehr spannende Themen und brandaktuell. Leider ist der Schreibstil so übel, dass ich es stellenweise kaum ertragen konnte. Und es hat mich echt geärgert, weil die Story wirklich nicht schlecht ist. Aber mehr als ein paar Seiten am Stück konnte ich einfach nicht lesen. Teilweise hat die Sprache (und es tut mir wirklich leid das sagen zu müssen) Kinderbuchniveau. Es gibt viele einfache Sätze. Möglichst kurz. Viel zu oft auch mit Ausrufezeichen! Ich war geschockt und fasziniert zugleich. Was soll das? Traut der Autor mir und allen anderen Lesern kein Verständnis für komplexere Sätze zu? Oder für die Thematik? Hat er sie deshalb so simpel wie möglich beschrieben, á la Peter Lustig (dem ich grade Unrecht tue, weil er sich sehr viel besser ausdrückt)? Es kam mir vor, als wäre ich ein bisschen debil und man müsste mir alles, wie einem Kleinkind, ganz einfach erklären. Klingt komisch, ist aber so. Man mag gar nicht glauben, dass es hier vor allem um Erwachsene geht und Zero sich auch an jene richtet. Normalerweise habe ich kein Problem damit, wenn ein Buch in der Gegenwartsform geschrieben ist (vor allem im Englischen nicht), aber hier unterstreicht es den "Kinderbuchfaktor" noch. Es liest sich so schlimm, ehrlich, ich konnte es kaum ertragen. (Niemandem tut das mehr leid als mir, denn ich wollte Zero unbedingt mögen... Aber so habe ich es empfunden.) Ein kleines Beispiel für etwas, das mich tierisch genervt hat: Die verschiedenen Variationen von "sagen". Normal: "Danke." sagt X. In Zero: ... lacht X. ... ätzt X. ... schmunzelt X. ... gesteht X. ... wehrt sich X. ... feixt X. ... wundert sich X. Und die Liste könnte noch ewig so weitergehen, denn Marc Elsberg war da sehr kreativ. Wäre er doch nur ähnlich kreativ in der Entwicklung seiner Figuren gewesen: Ich konnte zu keiner einzigen irgendeine Bindung aufbauen. Bestenfalls mochte ich sie nicht besonders, schlimmstenfalls hatte ich gar kein Gefühl zur jeweiligen Person und es war mir absolut egal, was mit ihr passiert. Alle waren schrecklich kalt und leer und irgendwann habe ich mich während des Lesens selbst so gefühlt. Es war 'ne echte Qual und ich kam mir sogar etwas verklappst vor. Das Schlimmste ist: Ich habe Blackout noch vor mir. Dummerweise habe ich die Bücher zusammen gekauft, weil ich so überzeugt war, sie zu mögen. Und weil mich die Themen so wahnsinnig interessieren. Man, ich bin echt so enttäuscht! Trotzdem werde ich Blackout eine Chance geben. Allerdings brauche ich erstmal 'ne Elsberg-Pause und ganz dringend anspruchsvolle Literatur (Vorschläge sind immer willkommen :)).
Das Erstlingswerk "Blackout" von Marc Elsberg hatte mir damals ziemlich gefallen, weshalb ich natürlich auch sein zweites Buch lesen musste. Bereits die Inhaltsbeschreibung von "ZERO" ließ in mir jedoch erste Zweifel aufkommen, die sich leider während des Lesens bestätigt haben. Das Buch mutet an wie eine typische TV-Doku der öffentlich-rechtlichen Sender zum Thema Internet: Ziemlich reißerisch und mit dem Ziel ausgestattet, gerade den etwas unbedarfteren Lesern aus der Generation 50+ ordentlich Angst vor diesem Medium zu machen. Ausgestattet wurde "ZERO" darüber hinaus mit klischeehaften und eindimensionalen Charakteren, die es in Gestalt der Protagonistin immer wieder auf kuriose Art und Weise schaffen, sich aus brenzligen Situationen zu befreien. Garniert wird das Ganze mit einem lahmen und abrupten Ende und fertig ist ein aus meiner Sicht ziemlich großer Reinfall.
Wieder mal ein grandioses Meisterwerk von Marc Elsberg. Er versteht es einfach, sehr aktuelle Themen in richtig spannende Geschichten zu verpacken. In diesem Fall geht es um die Macht der „Smart devices“ (Smart Watches, Smart Glasses etc.). Dieses Thema ist definitiv eins, was mich schon des öfteren beschäftigt und vor allem auch gegruselt hat. Der Gruselfaktor kommt in Marc Elsbergs Roman auf jeden Fall auch sehr stark durch. Es ist ein riesengroßer Spagat zwischen „möchte ich weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilhaben und meine Bequemlichkeit befriedigen“ und „möchte ich bei der ganzen Sache wirklich mitmachen?“. Und die große Frage, die dann immer noch bleibt ist „haben wir überhaupt eine Wahl?“. Können wir uns davon überhaupt lossagen oder werden wir einfach mit reingezogen, wenn die Mehrheit unserer Mitmenschen diese Geräte nutzen. Natürlich sind Smart Devices hilfreich und erleichtern uns unseren Alltag. Aber in all dem steckt eben auch ein großes Risiko. Ich bin mir nicht sicher, ob sich alle über diese Risiken bewusst sind. Ich für mich entscheide deshalb immer erst nach reiflicher Überlegung, was ich wirklich in mein Leben holen möchte und was nicht. Wie steht ihr zu Smart Devices und Smart Home etc.? Schreibt es mir mal in die Kommentare!
Die Thematik der Anonymous ähnlichen Organisationen und der datensammelnden App Freeme fand ich wirklich interessant und auch die groben Handlungsstränge. Jedoch ist viel zu viel aus der Sicht von zu vielen Protagonisten passiert. Die Protagonisten fand ich generell sehr zweidimensional und unsympathisch. Im Allgemeinen finde ich die Idee und Thematik sehr gut, jedoch für mich einfach nicht ansprechend/gelungen umgesetzt.
Ein spannendes, reales und aktuelles Thema, bei welchem ich mich immer wieder selbst erwischt habe...
Uns Allen ist es bewusst - und trotzdem ignorieren. Weil wir es nicht wissen wollen. Und ja, ich bin auch der Meinung "dass Datenkraken zerschlagen werden müssen", aber meinen Fitnesstracker gebe ich deshalb nicht her. 😵💫 Es ist die grausame Realität über unseren Umgang mit unseren senibelsten Daten und einer Utopie, die zum gruseln, weil so greifbar ist. [Fyi: Eine Utopie ist der Entwurf einer möglichen, zukünftigen, meist aber fiktiven Lebensform oder Gesellschaftsordnung, die nicht an zeitgenössische historisch-kulturelle Rahmenbedingungen gebunden ist.]
ZERO von Marc Elsberg ist ein Roman, der im Mai 2015 bei blanvalet erschienen ist. In diesem Roman behandelt Marc Elsberg, dass gerade im letzten Jahr durch Edward Snowden bekannt gewordene Thema, der permanenten digitalen Überwachung und der Sicherheit der eigenen Daten. Hauptprotagonistin ist die Journalistin Cynthia Bonsant, die den modernen Medien eher skeptisch gegenüber steht und sich dementsprechend auch nicht genauer mit diesen Medien auseinandergesetzt hat. Erschrocken muss sie feststellen, dass ihre Tochter Viola und deren Freunde freiwillig ihre Daten an einen Internetkonzern namens Freeme verkaufen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Leben aller Menschen zu optimieren und zu verbessern. Doch ist dies wirklich das Ziel von Freeme oder steckt noch etwas anderes dahinter? Hier kommt die Untergrundorganisation ZERO ins Spiel. Diese will durch gezielte Aktionen, wie z.B. einen Angriff auf den Präsidenten, auf die Gefahren der unkontrollierten Datensammelei durch Firmen wie Freeme, Facebook, Google und Co. aufmerksam machen. Marc Elsberg hat mit diesem Roman einen sehr aktuellen und interessanten Roman geschaffen, der zum Nachdenken anregt. Theoretisch wäre das geschilderte Szenario schon jetzt umsetzbar, was ich persönlich sehr erschreckend und auch ein wenig gruselig finde. Viele Phänomene, die in dem Buch geschildert werden, wie z.B. der Creepiness-Effekt, kann ich gut nachvollziehen. Das Buch ist in kurzen, prägnanten Sätzen geschrieben, die dem Buch Schnelligkeit und Spannung verleihen. Das Präsens macht deutlich, dass es sich um ein sehr aktuelles Thema handelt. Der Schreibstil ist eher unpersönlich gehalten, weswegen ich mich nicht voll und ganz in die Personen hineinversetzen konnte. Man guckt eher von außen zu und beobachtet. Gerade zum Ende hin hat Marc Elsberg bei der Entwicklung der Personen wieder etwas übertrieben. Diesen Effekt hatte ich auch schon bei Blackout. Alles in allem ist dem Autor allerdings wieder ein spannender und interessanter Roman gelungen, den ich weiterempfehlen würde. Zu sehr sollte man sich allerdings nicht von "Paranoia" gefangen nehmen lassen. Wir haben es in gewissem Rahmen immer noch selber in der Hand was mit unseren Daten geschieht. Wir müssen nur aufmerksam bleiben. ;)
Eine gute Story aber leider mit offenem Ende
Cynthia arbeitet als Online Journalistin in London und ist mit ihren Kollegen auf einer heißen Spur. Eines Tages wird der Präsident mit Drohnen attackiert und erst so nimmt alles seinen Lauf. Niemand weiß wirklich wer Zero ist, nur, dass es sich um ein Internetprogramm handelt, welches die Leute dazu bringt sich immer mehr nurnoch mit der App zu befassen. Cynthia bekommt die Aufgabe dem ganzen auf die Spur zu gehen, und bekommt eine Brille mit der Sie herausfindet wie welche Personen heißen und dazu alle möglichen anderen Daten. Als dann ein Freund von Cynthia stirbt, weil dieser durch die Brille einen kriminellen ausfindig macht, möchte sie mit all dem nichts mehr zutun haben. Doch leider steckt sie schon viel zu sehr in der Sache mit drinnen. Also beginnt sie auch über die App verschiedene Sachen auszuprobieren und als ein Freund ihr wenige Tage später erzählen möchte, welche Sachen er herausgefunden hat, stirbt dieser noch am selben Tag. Am Tag einer Pressekonferenz wird sie auf einmal die Gejagte und flieht vor anonymen fremden und auch vor der Polizei. Es besteht der Verdacht, dass sie ihren Kollegen umgebracht haben sollte, doch dies ist nicht der Fall. Sie spricht vor laufender Kamera alle Neuigkeiten aus und kann sich dadurch retten und ist Happy das der Alptraum ein gutes Ende genommen hat. Ich persönlich fand das Buch gut, aber leider mit einem offenen Ende. Da Cynthia im einen Moment noch die gesamte Story berichtet und im nächsten Moment mit ihrer Tochter im Urlaub ist. Ich gebe dem Buch 3,5 Sterne .
Dystopie über die virtuelle Welt und die Menschen darin
Zero Marc Elsberg „Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Datenkraken zerschlagen werden müssen!“ (Zero) Klappentext: Der Tod eines Jungen führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der beliebten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten - und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die es einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones gibt es kein Entkommen... Höreindruck: Gewohnt Elsberg - klasse recherchiertes, gut fundiertes Werk über den gläsernen Menschen und den Umgang mit persönlichen Daten im Netz. „Ja“, mag der ein oder andere Leser/Hörer denken, „aber das gibt es doch schon alles. Was ist jetzt daran neu und toll, dass man noch ein weiteres Buch darüber schreiben muss?“ und tatsächlich finden wir hier ein bisschen was aus diversen Büchern und Filmen - Staatsfeind No 1, Person of Interest, Haus des Geldes, Der Circle - um nur drei von ihnen zu nennen. Was ist nun anders? Meiner Meinung nach ist es Marc Elsberg hier gelungen, die Plots aus verschiedenen Büchern/Filmen/Serien zusammenzubringen - und das ohne an Tiefe zu verlieren. Und was ich bei manch anderem Werk zu diesem Thema ein wenig vermisse: die Frage, ob wir überhaupt noch eine eigene Meinung haben oder ob wir uns diese von Programmen und Apps vordiktieren lassen bis wir glauben, dass es unsere eigene Meinung *ist*. So funktioniert halt auch jegliche Propaganda und - blicken wir der Tatsache ins Auge - wir merken es so oft überhaupt nicht. An dieser Stelle weiterzudenken, überlasse ich dem geneigten Follower 😉 Marc Elsberg jedenfalls ist ein toller Wink und Anstoß gelungen. (Ein Stern Abzug für etwas, wovon ich nicht weiß wie man es hätte besser machen können: im Hörbuch nervt es teils extrem, dass die # natürlich auch gesprochen werden 🫣 - kann keiner was dafür und im Buch stört es sicher null, aber mir ging’s auf den Geist.) Fazit: ⭐️⭐️⭐️⭐️
Das Thema "Gläserner Mensch" bzw. "Datensammeln im Internet" ist gut recherchiert und die technischen Aspekte bzw. Zusammenhänge sind in einer Form erklärt und beschrieben, die man auch als Laie problemlos verstehen kann. Auch der Anhang/das Bonusmaterial war hilfreich. Der Schreibstil des Autors ist sicherlich ein Stück weit Geschmackssache, allerdings fand ich, dass dieses Buch doch einige Längen hatte. Am Ende blieben zudem einige wichtige Fragen offen.
Thema ist sehr interessant und bietet sicher genug Material. Aber sprachlich finde ich das Buch furchtbar schlecht, es liest sich wie ein Bericht, einfach Fakten aufgereiht. Werde es leider abbrechen müssen, dafür ist mir die Zeit zu schade. Blackout, vom selben Autor, hat mir im Gegensatz dazu,sehr gut gefallen.




















































