Yoga Town
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Description
Wir sind alle miteinander verbunden – zwei Generationen, ein Familiengeheimnis und die Reise zur Wahrheit: von Erfolgsautor Daniel Speck (»Bella Germania«, »Jaffa Road«)
2019. Berlin. Als ihre Mutter auf mysteriöse Weise verschwindet, geht die Yogalehrerin Lucy mit ihrem Vater Lou auf die Suche. Unterwegs erzählt Lou, was er bisher verschwiegen hatte - die Wahrheit über die unvergessliche Reise, auf der er sich in ihre Mutter verliebt hatte:
1968. Zwei Brüder und zwei Frauen fahren auf dem Hippie-Trail nach Indien. In Rishikesh am Fuß des Himalayas treffen sie ihre Idole, die Beatles. Und den Pop-Guru Maharishi. Sie haben die beste Zeit ihres Lebens. Aber nur zwei von ihnen kehren zurück.
Eine mitreißende Familiengeschichte - von Bestseller-Autor Daniel Speck.
»Ein rauschender Trip von den Sechzigern bis in die Gegenwart!« Jan Weiler
Book Information
Author Description
Daniel Speck, 1969 in München geboren, führt uns mit seinen Romanen durch Epochen und Mentalitäten zu uns selbst. Auf Reisen findet er Geschichten, Orte und Menschen, deren Schicksale ihn zu Geschichten inspirieren. Der Autor studierte Filmgeschichte in München und verfasste Drehbücher, für die er mit dem Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Seine Romane sind allesamt Bestseller und finden höchste Anerkennung bei Kritik und Leserschaft. ›Bella Germania‹ wurde als Dreiteiler prominent verfilmt. Mit den Bestsellern ›Piccola Sicilia‹, ›Jaffa Road‹ und ›Yoga Town‹ zeichnet Daniel Speck ein vielstimmiges Panorama und baut Brücken zwischen den Kulturen. www.danielspeck.com
Posts
"Yoga Town" ist mein erstes Buch des Autors und ich bin mir nicht sicher, ob ich mehr von ihm lesen möchte. Mir war die Geschichte alles in allem zu konstruiert und ab der Mitte des Buches auch mit zunehmenden Längen. Vier von fünf genannten Persönlichkeiten empfand ich als anstrengend und eher nervig, so dass ich mich auch mit niemandem so recht identifizieren konnte. Hatte ich zu Anfang noch Spaß an der ganzen Yoga-Thematik, ging mir irgendwann der ganze "Yoga-Esoterik-Meditations-peace-of-mind"-Kram auf den Keks.
Anstrengend
Nach Jaffa Road habe ich mich total auf dieses neue Buch von Daniel Speck gefreut, aber Yoga Town war leider gar nicht meins . Ich habe es ganz selten, dass ich ein Buch am liebsten abbrechen möchte - dies ist so eins gewesen. Ich habe nur durchgehalten, weil ich wissen wollte, was aus der Mutter wird. Wir begleiten Lucy und ihren Vater Lou nach Indien auf der Suche nach der Mutter. Während der Reise gibt es viele Rückblicke ins Jahr 1968 in denen Lou erzählt, wie es damals war in Indien mit seinem Bruder Marc, seiner Jugendliebe Marie und Corinna, die alle vor Ort kennengelernt haben. Ich fand die Beziehungen dieser vier untereinander einfach nur nervend und der lange Abschnitt im Ashram mit den vielen Beatles Informationen war auch nicht mein. In Summe fand ich es einfach nur anstrengend und es hallt nichts nach.

Auf der Suche nach sich selbst - in Indien 💜
2019 in Berlin stürmt Lou in Lucy‘s Yogastunde, da ihre Mutter, Corinna, weg ist. Die Beiden gehen auf Suche. Es geht nach Indien, wo 1968 Corinna und Lou als Hippies, gemeinsam mit Lou‘s verstorbenen Bruder Marc und Marie, Lou‘s damaliger Freundin, eine gemeinsame Vergangenheit haben. „Du musst einfach nur sein.“ Im Buch switcht es immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Lucy ist selbst gerade an einem absoluten Tiefpunkt in ihrem Leben. Und nun muss sie ihre Mutter suchen und erfährt schrittweise ihre eigene Geschichte. Das Buch ist schön geschrieben. Ich mag Lucy sehr und mir hat es als angehende Yogalehrerin Spaß gemacht, ein wenig in Rishikesh unterwegs zu sein. Ich mag den Schreibstil von Daniel Speck und konnte mich total gut in die damalige Zeit reinversetzen. Es ist ein schönes Buch, was ich zwischendrin auch mal weg legen konnte und zu einem späteren Zeitpunkt schnell wieder in der Geschichte drin war.
Ausflug nach Indien
Daniel Speck schafft es einfach mit jedem seiner Bücher, mich direkt in eine andere Welt zu katapultieren. Dieses Mal taucht der Leser ins Indien Ende der 1960er Jahre ab. Wir erfahren viel über den legendären Trip der Beatles nach Indien, es geht um Spiritualität und Bewusstseinserweiterung, aber auch um Drogen und Traumata, die Generationen übergreifen. Die Charaktere fand ich gut, aber nicht ganz so zugänglich wie ich es von Daniel Speck gewohnt bin. In Lucy konnte ich mich gut hineinversetzen, auch wenn sie teils fast ein wenig blass bleibt, bei Lou hat meine Sympathie immer wieder ein wenig geschwankt. Was mir auch dieses Mal wieder besonders gut gefallen hat war der Wechsel zwischen den Perspektiven und Zeitebenen. So wird eine anhaltende Spannung aufgebaut und der Geschichte mehr Tiefe verliehen. Auch das Geflecht in der kleinen Gruppe, die in Indien ihren peace of mind sucht und die Spannungen, die sich dabei entwickeln, fand ich gut dargestellt. Auf jeden Fall hat das Buch mir mal wieder ordentlich Stoff für historische Recherche geliefert 😅

Großer Lesespaß! Eine verrückte Reise nach Indien unternehmen Lucy, eine Berliner Yoga-Lehrerin und ihr Vater Lou. Sie reisen auf den Spuren der Vergangenheit als Lucys Eltern mit dem VW Bus nach Indien reisten und dort im Ashram mit den Beatles lebten. Ich fand dieses Buch einfach super! Es ist sehr lustig und spannend, man taucht ein in die verrückte Welt der 1960er Jahre und hat dabei immer Stoff zum Nachdenken.
3,5 Sterne. Ich bin wahrscheinlich zu wenig Yoga, zu wenig Beatles und zu wenig 68iger, um das Buch komplett zu lieben. Trotzdem war es eine interessante Geschichte, auch wenn mit der Plotttwist tatsächlich schon relativ am Anfang klar war. Ob die Stories über die Beatles, Mia Farrow und die ganzen anderen Stars an die Wahrheit angelehnt waren, habe ich nicht recherchiert, aber sie haben sich gut eingepasst. 3,5 Sterne für einen Sommer in Indien.
Ein Meisterwerks
„Yoga Town“ von Daniel Speck ist eine ergreifende Liebesgeschichte und eine spirituelle Reise. Der Roadtrip nach Indien wird abwechselnd aus den Jahren 1968 und 2019 erzählt. Lucy, Yogalehrerin in Berlin und ihr liebevoller Vater Lou machen sich gemeinsam auf die Suche nach ihrer Mutter Corinna, die plötzlich verschwunden ist. Der strukturierten, depressiven, stilvollen und charismatischen Corinna sieht es jedoch gar nicht ähnlich einfach zu verschwinden. Nur eine Postkarte weist den beiden den Weg nach Indien. Ein Roadtrip für Lou in eine wilde und ungestüme Vergangenheit mit Geschichten, die nicht erzählt werden wollen. Tochter Lucy steckt gerade selbst in einer Lebenskrise und ist sich nicht sicher, was diese Reise in die Vergangenheit bringt. Und doch machen sich Lou und Lucy auf den Weg. Lou, sein Bruder Marc und seine Freundin Marie brechen spontan nach Indien auf; es ist 1968, der Weg zur Freiheit, zur Erleuchtung, einem gewaltlosen Leben, Meditation und der Antwort, warum der Buddha lächelt. „Awake, sleep no more!“ Yogananda (Pos. 781, 7.Kapitel) Der Traum der damaligen Generation „Love, Peace and Freedom“ mit welchem sie die Gesellschaft verändern wollten, war eine riesige Welle, die alle Hippies Richtung Indien spülte. Die drei Suchenden treffen auf dem Trail Corinna und verbringen gemeinsam eine unglaublich intensive Zeit in Rishikes. In dem Ashram bei dem Pop-Guru Maharishi und den Beatles verbringen die jungen Menschen ihre Zeit, leben mit der Musik und sind im Einklang mit Körper und Geist; entweder durch Meditation oder Drogen. Jeder erlebt auf seine Art diese unfassbare Zeit. Bis etwas schreckliches passiert und alle Stillschweigen bewahren. 2019: Lou und Corinna wollten nie mehr nach Indien, die beiden waren mit dem Land und der Kultur unglaublich vertraut und doch blieb Indien eine „Büchse der Pandora“ welche man fest verschlossen halten sollte. Warum gerade jetzt Indien? Und warum erzählt Lou immer nur Bruchstücke aus der Vergangenheit? Für Lucy ein Puzzle, das es zu lösen galt. Vielleicht ist dies der Schlüssel auf ihrem Weg. Und vor allem, wo ist Corinna? Lucy ist geübt in Verdrängung und der Annahme, dass sich die meisten Probleme nicht lösen lassen. Sie verdrängt auch den Bruch zu ihrem Mann Adnan und den Kindern. Ein Moment, in dem Lucy die Erfahrung von „Bewusstsein“ erlebt hat, bringt ihr geordnetes Leben komplett durcheinander. Nichts ist, wie es zuvor war. Und Lucy verzehrt sich nach diesem Gefühl, dieser Erfahrung. Und das schlimmste, sie konnte sich nach dieser Erfahrung nicht mehr mit sich und ihrem Leben identifizieren. Zwei Generationen, der Weg zum Bewusstsein und zum „Peace of mind“ werden hier unglaublich bildlich,intensiv und farbig gezeichnet. Höhen und Tiefen wechseln sich ab, genau wie die Zeitsprünge von 1968 zu 2019 und zurück. Der Autor hat den Hippie Trail mit seinen leichten und schwierigen Wegen unglaublich lebendig und leicht gezeichnet. Und doch ist nicht immer alles Gold was strahlt, die inneren Leiden sind schwer, die Hoffnung schwängert jeden Luftzug auf dem Weg nach Indien auf ein anders, freies Leben. Die Musik der 60er Jahre klingt durch die Seiten. Als Leser ist man direkt in Indien, die Gerüche, die Komposition und das Gras benebelt die Sinne. „Gandhis Worte: Es gibt keinen Weg zum Frieden, Frieden ist der Weg.“ begleitet uns durch den bewegenden Roman. Daniel Speck hat mit seinen Protagonisten großartige Charaktere gezeichnet. Der Roman zeichnet sich durch die verschiedenen Formen von Liebe aus. Einer Reise nach Innen, in die Vergangenheit und zur Zukunft. Was eine Familie ausmacht und wofür es sich lohnt zu leben. „ Und dafür, niemand mehr zu werden, weil man schon alles war.“ (Pos. 3028, 23.Kapitel) Ein unglaubliches Meisterwerk von einem begnadeten Erzähler.
Jedes Buch von Speck ist eine Empfehlung!
Rezensionsexemplar | Letztes Jahr kam nach einer wochenlangen Leseflaute eine freudige Nachricht in mein Postfach: Der neue Roman von Daniel Speck! Dieser Autor schaffte es damals mit seinem ersten Roman „Bella Germania“ eine unentdeckte Liebe zu Autos in mir zu erwecken. Mit seinem aktuellen Roman „Yoga Town“ traf er mich mitten ins Herz und thematisierte Glauben, Spiritualität, Reiselust, aber auch Zweifel und Identitätsfindung. Mit einem kleinen Reisebus geht es nach Rishikesh in Indien, wo damals schon die Beatles ihre bekanntesten Lieder schrieben. Inmitten eines Ashram suchten sie und unsere vier Protagonisten nach dem Sinn des Lebens. Hierbei werden alle erdenklichen Wege offengelegt und ich liebte es, den Zwiespalt der Persönlichkeiten zu spüren. Das Buch wirkt gut recherchiert und durch die Beatles bekommt es etwas greifbares, reales. Obwohl es keine überraschenden Wendungen gibt, ließ mich das Buch nächtelang wach liegen. Die Erzählweise Specks ist packend und magisch. Lediglich den zweiten Erzählstrang aus heutiger Sicht wollte ich überfliegen, wirkte er doch etwas ernüchternd. Weiterhin bleibt: Jedes Buch von Speck ist eine absolute Empfehlung. Eine längere Rezension gibt es auf Goodreads, Amazon und co.

Dicht erzählter Plot über Freundschaft, Verwandtschaft und Liebe
Dieser Roman beinhaltet vieles, das mich magisch anzieht: Meditative Praxis und Yoga, der Subkontinent Indien und die Beatles. Also musste dieses Buch was für mich sein. Damit lag ich richtig! Die Brüder Marc und Lou wachsen ohne Mutter auf, Lou der Ältere übernimmt die Verantwortung für seinen kleinen Bruder und passt auf ihn auf. Da ist es nur logisch, dass er ihn auch begleitet als Marc , noch keine 20 Jahre alt, nach Indien aufbrechen möchte, auf dem so genannten Sie Hippie Trail. Sie verschachern also kurzerhand den Mercedes des Vaters und kaufen sich einen alten VW-Bus. Mit von der Partie ist auch Marie, Lous Freundin, und Corinna stößt in Istanbul dazu. Das Quartett ist von nun an unzertrennlich und erlebt Höhen und Tiefen, die nicht nur ihr Leben beeinflussen. Erzählt wird uns dies auch von Lucy, der Tochter von Lou und Corinna, die mittlerweile Yogatrainerin ist und ein Studio betreibt. Ihre Mutter verschwindet von heute auf morgen und sie macht sich mit Lou auf eine Reise in die Vergangenheit. Beide Zeitstränge spielen zu weiten Teilen in Rishikesh, der Yoga Metropole am Ganges, die durch den Aufenthalt der Beatles im Ashram vom Maharishi Berühmtheit erlangte. Und genau in dieser Zeit sind Marc und Lou da. Die Beatles nehmen einen nicht unwesentlichen Raum in dem Roman ein, ohne wirklich zu den Protagonisten zu gehören. Wir begleiten also die vier Deutschen auf einer Reise ins Innere zu sich selbst, nicht alle haben intensiven Kontakt zu ihrem „Mojo“. dreh und Angelpunkt aber ist die Liebe- die unter Brüdern, die unter Paaren, und die Selbstliebe. Dieser Roman ist so atmosphärisch, dicht geschrieben, dass man glaubt, dabei gewesen zu sein. Ich habe mir so oft gewünscht, ein bisschen älter zu sein, um diese Zeit mit erlebt zu haben. Was würde ich darum geben in diesem Ashram mit John, Paul, Ringo und George zu meditieren. Sollte ich noch mal nach Indien reisen – einmal war ich schon dort – so landet Rishikesh auf meiner Reiseroute Beim Lesen gerät man in einen Sog, der einen tief in die Geschichte hinein zieht. Nichts ist hier oberflächlich. Weder die Suche nach Peace, Love und freier Liebe, noch die Einengung, die die jungen Protagonisten durch ihre Ansprüche erfahren. Alles hat irgendwie miteinander zu tun. Die Doppelmoral im Ashram stürzte nicht nur die vier Reisenden in Zweifel. Dabei ist es auch unglaublich spannend, enthält ein paar Twist, die nicht vorhersehbar waren, und selbst die Ereignisse, mit denen ich gerechnet habe, waren unglaublich fesselnd geschrieben. Die Figurenzeichnung ist sehr differenziert. Ich weiß gar nicht, zu wem ich wirklich halten sollte. Alle hatten etwas an sich, das mir gefiel und etwas, das mich den Kopf schütteln ließ. Unglaublich wie weit man mit wenig Geld damals kam und wie lange man ohne jegliche Kohle in der Tasche irgendwo unter kam Die beiden Zeitstränge werden meisterlich miteinander verwoben. Yoga Fans kommen hier auf ihre Kosten. Und Leute, die ein großes Herz für die Beatles haben, werden mit diesem Buch auch glücklich gemacht. Aber auch wenn ihr andere Musikstile bevorzugt, und lieber joggt, anstatt Asanas zu üben, werdet ihr an diesem Roman voller Liebe und Leid bestimmt Freude finden. Danke. Daniel Speck . Es hat so großen Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und es ist auf jeden Fall ein Jahres Highlight für mich
Hängengeblieben
Ausflug in die lange vergangene, glorifizierte 68ger Zeit der Hippies, mit Marie, Lou; Corinna und Mark., die sich auf die Suche nach dem „peace of mind“ nach Indien machen. Der nicht unwesentlich zweite Erzählstrang wird von der Tochter Lucy aus dem Heute erzählt, Lucy, die sich heute zusammen mit Lou auf die Suche nach der verschwundenen Corinna macht, deren Spur wieder nach Indien und damit in einen Vergangenheitsbewältigung führt. Wir treffen auf die Beatles mit allem Drum und Dran, inklusive des Gurus Maharishi und seinem Ashram, begegnen aber vor allem den Menschen aus dem Westen, deren Sucht nach Befreiung von allem auf die indische Tradition trifft und alles andere als in Harmonie verharrt. Wir tauchen ein bisschen ein in die heutige Yogakultur, im Besonderen, wie sie im Westen ausgelegt wird, in die Wesensart von Lucy, die natürlich Yogalehrerin aus Berlin ist. Die zum Teil klischeehaft wirkende Erzählart gipfelt oft ins Theatralische, was eine Tiefe vermissen lässt, die durch persönliche Schicksalsschläge kompensiert wird. Gleichzeitig führt uns Daniel Speck aber auch in die Widersprüchlichkeit einer Zeit, in der fast alles in Frage gestellt wurde, in der sich Menschen das Recht herausnahmen, wieder ganz frei, wieder ganz Kind zu sein, die kaum bereit waren, irgendwelche Verantwortung zu übernehmen, für sich oder andere. Und durch Lucy, die ich zum Teil sehr nervig fand, (wie ich heute auch so manche Neo-Hippies nervig finde), steht diese sehr vereinfachte Denkart wieder auf. Das Ende ist lange davor schon klar und offenbart so die Absicht des Autoren, zu unterhalten. Es wäre mehr möglich gewesen.
Was für ein Trip.
Die Playlist kam zuerst. Während ich durch die Instagram Storys wische, nehme ich die Werbung zwischendrin meist nur so halb wahr. Doch dann plötzlich ein orangefarbener Bulli und die Musik einer meiner Lieblingsalben. Wenn Sgt. Pepper läuft, muss ich einfach innehalten. Und hier war es das Buch Yogatown, das mich nun auch beim Lesen vollständig in seinen Bann gezogen hat. Wir begleiten Lucy, Anfang 50, die mitten in einer Sinnkrise ihre Mutter suchen muss/will. Mit dabei ihr Alt-68er Vater Lou. Die Reise führt sie zu den Anfängen ihrer Eltern nach Rishikesh. Jenem Ashram, in welchem die Beatles und andere Persönlichkeiten ihrem Guru Maharishi auf dem Weg der transzendentalen Meditation folgen wollen. Auch Lou verschlägt es mit seinem Bruder dorthin. Mit dabei Marie, Lous Freundin und Corinna, die sie auf dem Weg dorthin aufgabeln. Allein der Trip dorthin im alten Bulli löst eine Sehnsucht in mir aus, die mein Herz schneller schlagen lässt. Daniel Speck versorgt uns mit einer langen Playlist und während des Lesens lasse ich die Songs vom White Album der Beatles, von Donovan, Bob Dylan oder Mike Love laufen. Tauche dabei tief ein ins Indien der späten Sechziger Jahre. Ich spüre die Stimmung regelrecht und habe die Bilder so deutlich vor Augen. Da ist es mir am Ende auch fast egal, dass ich eins der großen Geheimnisse der Familie schon gleich zu Anfang ahne. Aber es gilt einiges mehr aufzudecken und Lucy schafft es ihrem Vater nach und nach die Geschichte ihrer Eltern und früh verstorbenen Onkels Marc zu entlocken. Lou, der Vater, ist mir zwischenzeitlich unsympathisch. In jung und alt. Er nervt einfach und ich möchte ihn anschreien und fragen, was er da eigentlich tut. Doch im Verlauf der Geschichte wird klar, warum er ist wie er ist. Was die Seelen in Indien erlebt haben, was sie zurücklassen mussten. Ich war mehrmals sehr bewegt von dieser wunderbaren Reise ins Innere. Eine aufwühlende, faszinierende, aber auch wehmütige Geschichte. Mein erstes Buch von Daniel Speck und gleich ein Volltreffer.

Auf den Spuren der 68er – zwischen Yoga, Aufbruch und Selbstsuche
„Yoga Town“ ist ein atmosphärischer Roman, der mich vor allem durch seine Perspektivwechsel und das Spiel mit verschiedenen Zeitebenen überzeugt hat. Als jemand, der selbst Yoga und Meditation praktiziert, hat mich das Setting angesprochen. Besonders gelungen fand ich die Verbindung von persönlichen Geschichten mit spirituellen und kulturellen Themen. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass Rishikesh als zentraler Ort der Handlung noch detaillierter beschrieben wird, so blieb das Umfeld für mich teils etwas blass. Die Einbindung der Beatles war zwar historisch passend und interessant, hat mich aber emotional weniger erreicht, da mir der persönliche Bezug zur Musik fehlt. Etwas anstrengend fand ich stellenweise die wiederholten inneren Konflikte einiger Figuren, die sich zuweilen etwas ziehend lasen.
Hätte mir eigentlich gefallen müssen: die Beatles, Hippies, Indien ... voll mein Ding. Leider war es dann viel zu viel Gejammere von Erwachsenen, die die Pubertät nie hinter sich gebracht haben. Der Mittelteil war etwas zäh und der Schluss recht kitschig und "glatt". Kann man lesen, muss man nicht.
3 Sterne (also mehr als halb gut)
Die erste Hälfte hat mir erstaunlich gut gefallen (nachdem ich mich mit Bella Germania damals nicht so anfreunden konnte). Danach ging mir die Hippie und Yoga Welt zunehmend auf die Nerven. Insgesamt aber eine unterhaltsame und etwas andere Familiengeschichte. Die Beatles als Randfiguren einzubauen hat mir gut gefallen. Man kann das Buch durchaus lesen.
Überraschend gut!
Der Beginn war etwas holprig und das reinkommen fiel mir etwas schwer. Aber da mir die Grundgeschichte so gefiel bin ich dran geblieben und ich bin froh das ich es getan habe. Ich habe mitgefiebert und war total interessiert am Ausgang der Geschichte. Es ist traurig und auch wirklich tragisch, aber echt lohnenswert dran zu bleiben! Und wer Yoga und die Beatles liebt…unbedingt lesen! 😊
Ein tragisches Familiengeheimnis, die Beatles in Indien und ein kosmischer Plattenladen
Lucy ist Anfang 50, Yogalehrerin und spirituell ausgebrannt. Als ihre Mutter spurlos verschwindet, fliegen sie und ihr Vater Lou nach Indien, um nach ihr zu suchen. Was Lucy findet, ist die wahre Geschichte ihrer Zeugung und ein neuer Weg zu sich selbst. Doch dieser Weg führt durch das Dickicht einer Familientragödie. Yoga Town wechselt zwischen den Erzählebenen. Zwischen 2019 und 1968. Zwischen Lucys Aufbruch nach Indien und der Liebesgeschichte ihrer Eltern im Ashram des Maharishi, in dem sich zur selben Zeit die Beatles aufhielten. Ich liebe Romane, die Fiktion mit historischen Fakten verknüpfen. Und wenn diese Fakten dann auch noch Musikgeschichte sind, bin ich hin und weg. Daniel Speck verknüpft Wahres und Ausgedachtes meisterhaft. Er ist sogar so mutig, seine Charaktere auf John Lennon und George Harrison treffen und sie miteinander interagieren zu lassen. So sehr die Beatles in ihren weißen Gewändern und ihrem zukünftigen weißen Album durch die Geschichte strahlen – das musikalische Zentrum von Yoga Town liegt wo anders. Es liegt in Lou, dem Althippie und Vater von Lucy. Musik ist sein Leben. Stundenlang kann er über seine Idole sprechen, aber selbst rührt er kein Instrument mehr an. Er repariert alte Gitarren für andere. Lebt zurückgezogen mit seinen Gibsons, Martins und Fenders in einem Museum der nie gespielten Töne. Das war 1968 anders. Zu der Zeit ist es Lous größter Wunsch, Musiker zu werden. Doch ihm fehlt die Leichtigkeit. Das mühelose Talent seines Bruders Marc. Und dann entdeckt Lou einer Meditation den kosmischen Plattenladen, in dem alle Musik, vergangen und zukünftig, gespeichert ist: „Wenn Lou Musiker werden wollte, dann brauchte er den verdammten Schlüssel zu diesem Laden.“ Und er findet ihn, den Song seines Lebens. Doch direkt danach geschieht etwas, das Lou dazu bringt, die Musik für immer aufzugeben. Yoga Town hat Längen, wie ein Musikstück aus den 1960ern seine Längen hat. Seine überbordenden Soli und psychedelischen Ausflüge. Doch es lohnt sich, bis zum Ende zuzuhören und den Sound der Zeit auf sich wirken zu lassen.
Ein Roadtrip nach Indien bildet die Rahmenhandlung dieses Romans. Vier Menschen fahren 1968 nach Indien in ein Ashram und treffen dort unter anderem auf die Beatles. Über 50 Jahre später machen sich Lucy und ihr Vater Lou, damals einer der vier, auf nach Indien, auf die Suche nach ihrer Mutter Corinna. Die Beschreibung des damaligen Lebensgefühls, der dazugehörige grandiose Soundtrack und die leise Melancholie sorgen dafür, dass man völlig in die Geschichte abtaucht. Ein wunderbares Buch.
Dies ist ein Buch über Sinnsuche, Spiritualität, Lebensträume und Lebenswirklichkeiten, über Suchen, Finden und die Suche selbst, die Heilung, die darin verborgen liegt, wenn man es zulässt als Sinn und Ziel des Lebens. Es ist auch ein Buch über transgenerationale Traumata, die Beatles, wahre und falsche Gurus, Hippies und Indien. Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen, auch wenn es nicht perfekt ist. 50-100 Seiten weniger, weniger Beschreibungen, weniger Drama, hätten nicht geschadet. Trotzdem hat das Buch mir zum rechten Zeitpunkt Impulse für meine eigenen derzeitigen inneren Prozesse gegeben. Und die nehme ich dankbar auf. Wenn du ein rationaler Atheist bist und mit Spiritualität und Sinnsuche nichts anfangen kannst, dann wirst du auch mit diesem Buch wenig anfangen können. Ein bloßes Interesse an der Hippiebewegung oder Beatles- Fan zu sein wird nicht ausreichen, um das Buch zu mögen. Wenn aber Meditation, Yoga, Mindfulness Themen sind, mit denen du in Resonanz gehst, wenn du Familiengeschichten magst , wenn du auf kitschige Happy ends verzichten kannst, dann wirst du das Buch so lieben können wie ich.
Ein Familienroman in 2 Zeitebenen erzählt, da ist einmal Lucy, Yogalehrerin in Berlin, Tochter von Lou und gerade in einer Sinnkrise und andererseits Lou, ein altgewordener Hippie, etwas in der Vergangenheit hängengeblieben. Als Lucys Mutter Corinna eines Tages verschwindet, machen die beiden sich auf den Weg nach Indien, um sie zu suchen, denn dort in Rishikesh lernten sie sich 1968 im Ashram des Gurus Maharishi kennen. zeitgleich waren auch Pop Idole wie die Beatles, Donovan und andere dort (Playlist inbegriffen). Auf der Reise wird offenbar, dass Lucy Familiengeheimnisse verschwiegen wurden, denn von den damals vier Indienreisenden kehrten nur zwei nach Deutschland zurück. Ich fand diese 68er Geschichte mit Meditation, Yoga, Sex, Drogen und der Suche nach dem „peace of mind“gut, wenn auch zwischendurch mit Längen. Im Hörbuch wird die Vergangenheit richtig gut!! von Daniel Speck selbst gelesen, die Erzählerin der Gegenwart ist Mina Tander, die leider nicht gelesen hat, sondern eher versucht, die Erzählung zu performen, das ist häufig übertrieben und nervig, vermutlich eher für ein Hörspiel geeignet. Wer schauspielert ist eben nicht unbedingt automatisch ein guter Vorleser! Der Roman selbst ist insgesamt unterhaltsam und empfehlenswert, thematisch tendenziell für etwas ältere Leser*innen.
Ein in zwei Zeitebenen erzählter Familienroman, da ist einmal Lucy, Yogalehrerin in Berlin, Tochter von Lou, gerade in einer Sinnkrise und andererseits Lou, ein alt gewordener Hippie, der ein bisschen in der Vergangenheit hängengeblieben ist. Als Lucys Mutter Corinna eines Tages verschwindet, machen die beiden sich auf den Weg nach Indien, um sie zu suchen, denn dort in Rishikesh, im Ashram des Gurus Maharishi lernten sie sich kennen. Zeitgleich waren auch Pop Idole wie die Beatles dort (entsprechende Playlist inbegriffen), aber auch Donovan und andere. Auf der Reise wird offenbar, dass Lucy Familiengeheimnisse verschwiegen wurden, denn von den damals 4 Indienreisenden kehrten nur zwei nach Deutschland zurück. Ich fand diese 68er Geschichte mit Meditation, Yoga, Sex, Drogen und der Suche nach dem „peace of mind“ gut, wenn auch manchmal mit Längen wie zum Beispiel die Todesursache eines der Protagonisten, mit der wir Leser*innen lange hingehalten wurden. Trotzdem insgesamt sehr unterhaltsam zu lesen und empfehlenswert, thematisch tendenziell für etwas ältere Leser*innen.
Ja, naja
Ich konnte es nicht so richtig nachempfinden und das Hippie-Feeling mit Freedom, Drugs and Rock‘n Roll ist dann wohl doch nicht so meins. Es ging mir zu wild her, ich habe manchmal den Überblick verloren und dann fand ich es zäh. Die Familiengeschichte war ganz interessant. Ich mag den Schreibstil von Daniel Speck unheimlich gerne, das Thema lag mir nicht so sehr.
Hat mich nicht ganz gepackt…
Lucy, Yogalehrerin, fühlte sich eigentlich zufrieden und im Leben angekommen. Aber ihr völliger Zusammenbruch während eines hektischen Großeinkaufs katapultiert sie aus ihrer Komfortzone. Als Corinna, Lucys Mutter, plötzlich verschwindet und Lou, ihr Vater, seine Ex-Frau in Indien vermutet, da wo sie sich kennengelernt haben und Lucy gezeugt wurde, nutzt sie die Gelegenheit ihr Zuhause zu verlassen, um mit ihrem Vater nach Indien zu reisen. Eine Reise zu dem damaligen Rückzugort der Beatles und in Corinnas und Lous Vergangenheit beginnt. „Bella Germania“ und „Piccola Sicilia“ haben mich fasziniert und Villa Rivolta war wirklich ein wunderschöner Roman. Mit „Yoga Town“ konnte ich leider nicht so viel anfangen. Ich konnte mir auch nie vorstellen nach Indien zu trampen, um zu meditieren, Yoga zu praktizieren oder Drogen zu nehmen. Somit kam ich nicht in die Geschichte komplett rein. Ich habe aber auch den Eindruck, dass es Daniel Speck dieses Mal nicht gelungen ist, Lou und seinen jüngeren Bruder Marc als begnadete Musiker ins Licht zu setzen. Ich habe die Stellen vermisst, wo die Beiden mit den Beatles gemeinsam gearbeitet oder auch gejamt haben. Die jungen, offenen, sich selbst suchenden Menschen haben kaum miteinander gesprochen, ohne zu streiten. Auch Lucy hat nie richtig nachgehakt, wenn ihr Vater ihren Fragen ausgewichen ist. Warum? Insofern ließen mich die einzelnen Rückblenden in Lous und Marcs Vergangenheit frustriert zurück. Wenn das Leben in Rishikesh in der damaligen Zeit wirklich so war, bin ich froh, dass ich nicht auf die Idee gekommen bin, mich da mitreißen zu lassen. Dieses Buch von Daniel Speck war im Gegensatz zu seinen anderen Büchern keine Bereicherung für mich. Schade.

Es war ein ansprechendes Buch, dass mich aber nicht so gecatcht hat das ich nicht aufhören konnte zu lesen. Es gibt einzelne Passagen aus denen man was fürs Leben mitnehmen kann. Die letzten Kapitel haben mich emotional gepackt. Was ich wieder für mich festgestellt habe, dass Songtexte in Büchern nicht meins sind.
Interessante Themen: Yoga, Selbstfindung, Reue, Spiritualität, … In der Umsetzung hat es mich aber leider nicht ganz überzeugt.
HANDLUNG 2019: Lucy ist Yogalehrerin in Berlin und sträubt sich nach Indien zu gehen. Auch wenn in Indien der Ursprung des Yogas verortet ist und Lucy keine authentische Yogalehrerin zu sein scheint, wenn sie noch nie da war, kann sie es nicht. Denn mit Indien ist auch ein riesiger, ihr unbekannter Teil ihres Lebens verknüpft. Doch dann hängt Lucy in einer Lebenskrise fest und gleichzeitig verschwindet auf einmal auch noch spurlos ihre Mutter. Lucy versucht aus ihrem Vater Lou Informationen zu bekommen. Und so reisen die beiden nach Indien, obwohl keiner von beiden jemals (wieder) hin wollte. 1968: Lou und sein Bruder Marc brechen mit Lous Freundin Marie mit dem Bulli auf nach Indien. Unterwegs treffen sie Corinna, die ab da Teil des Gespanns ist. Am Fuße des Himalayas stranden sie in Rishikesh. Dort leben sie nach und mit dem Pop-Guru Maharishi und treffen auf ihre Idole, die Beatles. Doch leider herrscht nicht nur Harmonie, sondern auch viel Streit. Und am Ende kehren von den vieren nur noch zwei nach Deutschland zurück. Lou mit einer unverzeihlichen Tat im Gepäck und Corinna ist schwanger. Sie beschließen niemanden von den Geschehnissen zu erzählen, auch nicht ihrer Tochter. Eine spirituelle und dramatische Reise zwischen Gegenwart und Vergangenheit, die das ein oder andere Geheimnis aufklärt …. MEINUNG Die bisherigen Bücher von Daniel Speck mochte ich eigentlich ganz gerne. Auch in dieses habe ich ganz gut rein gefunden und mochte auch die zwei unterschiedlichen Handlungsstränge. Leider muss ich aber sagen, dass es für mich immer zäher wurde. Ich habe schlussendlich sehr lang gebraucht, das Buch zu beenden. Am Anfang war für mich irgendwie alles nachvollziehbar. Lous Aufbruch mit seinem Bruder und seiner Freundin nach Indien auf der einen Seite und Lucy, die gerade mit ihrem Dasein und Sinn hadert. Beide auf einer Reise, um sich selbst zu finden. Irgendwann wurde es mir aber irgendwie zu viel Lou und zu wenig Lucy. Lous Geschichte war interessant und dramatisch. Auch die Auflösung fand ich sehr interessant. Ich hätte mir trotzdem mehr von Lucy gewünscht. Was sie aus dem ganzen macht, was sie über ihre Eltern erfahren hat. Und Lous Geschichte hatte viele Details, die es für mich langatmig gemacht haben. Vielleicht waren sie nötig, um seine Geschichte zu erzählen. Ich glaube auch, dass der Schreibstil dazu gepasst hat, weil es Lous Charakter war. Mir war er aber leider nicht sympathisch. Die Themen, die in dem Buch behandelt wurden, finde ich alle spannend, die Art und Weise der Umsetzung war aber leider nichts für mich. 3 ⭐️
Yoga Town von Daniel Speck ist ein Roman, den ich sehr gerne gelesen habe. Es ist ein warmes, vielschichtiges Buch über Familie, Freundschaft, Herkunft, Heimat und Liebe – vor allem über bedingungslose Liebe – und über die Geschichte einer Familie, deren Vergangenheit bis tief in das heutige Leben hineinwirkt.
Daniel Speck erzählt generationsübergreifend und verbindet persönliche Schicksale mit größeren gesellschaftlichen und historischen Bewegungen. Besonders gelungen fand ich, wie er Herkunft und Familiengeschichte als prägende Kräfte für das eigene Leben darstellt: Was geben uns unsere Wurzeln mit? Was tragen wir weiter – bewusst oder unbewusst? Im Mittelteil des Romans hatte ich allerdings das Gefühl, dass sich die Geschichte etwas verliert. Die Passagen rund um das Jahr 1968 in Indien waren mir stellenweise zu lang und zu ausschweifend erzählt. Hier hätte das Buch für meinen Geschmack etwas straffer sein dürfen. Was mich dagegen durchgehend beeindruckt hat, ist Daniel Specks Wortgewandtheit. Seine Sprache ist bildreich, poetisch und oft sehr treffend. Sätze wie sinngemäß: „ohne das Gepäck im Kopf, auch wenn es trotzdem vor der Tür stand“ bleiben hängen. Diese metaphorische Kraft, diese sprachliche Feinheit, machen einen großen Reiz des Romans aus und haben mir beim Lesen viel Freude bereitet. Auch wenn das Ende für mich ab etwa der Mitte des Buches absehbar war und ich früh eine Ahnung davon hatte, wie die Geschichte ausgehen würde, blieb der Roman spannend und zugleich lehrreich. Die Entwicklung der Figuren und die emotionalen Verbindungen tragen die Handlung zuverlässig bis zum Schluss. Das Ende selbst ist sehr versöhnlich und rundet die Geschichte stimmig ab. Yoga Town ist ein schöner, berührender Roman über Familie und Identität, darüber, was Herkunft bedeutet und wie sehr Familiengeschichten unser Leben prägen können.
Ein bewegender und spiritueller Familienroman, spannend und dramatisch erzählt. Mir persönlich war es aber etwas zu viel Spiritualität und „Reise zu sich selbst“.
Ich mache selbst gern mal Yoga 🧘🏻♀️ aber eher in Bezug auf etwas „Gutes für seinen Körper tun“. Für das Drumherum, sprich Meditation und „zu sich selbst finden“ bin ich einfach nicht zu haben. Und das war mir in der Geschichte einfach ein bisschen zu viel. Das war oft auch verwirrend, wer jetzt wo und wie zu welcher Reise nach Innen geht und irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass Drogenkonsum verherrlicht wird 😅 Aber damals gehörte das wohl einfach zu diesem Hippie-Leben dazu. Trotz allem finde ich die Geschichte, die da eigentlich erzählt wird, sehr schön und beim Ende musste ich auch ein paar Tränen wegwischen. Der Schreibstil des Autors hat mir auch gut gefallen. Also wer sich mit Yoga und Yoginis gut identifizieren kann, wird hier voll auf seine Kosten kommen.
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Wir sind alle miteinander verbunden – zwei Generationen, ein Familiengeheimnis und die Reise zur Wahrheit: von Erfolgsautor Daniel Speck (»Bella Germania«, »Jaffa Road«)
2019. Berlin. Als ihre Mutter auf mysteriöse Weise verschwindet, geht die Yogalehrerin Lucy mit ihrem Vater Lou auf die Suche. Unterwegs erzählt Lou, was er bisher verschwiegen hatte - die Wahrheit über die unvergessliche Reise, auf der er sich in ihre Mutter verliebt hatte:
1968. Zwei Brüder und zwei Frauen fahren auf dem Hippie-Trail nach Indien. In Rishikesh am Fuß des Himalayas treffen sie ihre Idole, die Beatles. Und den Pop-Guru Maharishi. Sie haben die beste Zeit ihres Lebens. Aber nur zwei von ihnen kehren zurück.
Eine mitreißende Familiengeschichte - von Bestseller-Autor Daniel Speck.
»Ein rauschender Trip von den Sechzigern bis in die Gegenwart!« Jan Weiler
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Daniel Speck, 1969 in München geboren, führt uns mit seinen Romanen durch Epochen und Mentalitäten zu uns selbst. Auf Reisen findet er Geschichten, Orte und Menschen, deren Schicksale ihn zu Geschichten inspirieren. Der Autor studierte Filmgeschichte in München und verfasste Drehbücher, für die er mit dem Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Seine Romane sind allesamt Bestseller und finden höchste Anerkennung bei Kritik und Leserschaft. ›Bella Germania‹ wurde als Dreiteiler prominent verfilmt. Mit den Bestsellern ›Piccola Sicilia‹, ›Jaffa Road‹ und ›Yoga Town‹ zeichnet Daniel Speck ein vielstimmiges Panorama und baut Brücken zwischen den Kulturen. www.danielspeck.com
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"Yoga Town" ist mein erstes Buch des Autors und ich bin mir nicht sicher, ob ich mehr von ihm lesen möchte. Mir war die Geschichte alles in allem zu konstruiert und ab der Mitte des Buches auch mit zunehmenden Längen. Vier von fünf genannten Persönlichkeiten empfand ich als anstrengend und eher nervig, so dass ich mich auch mit niemandem so recht identifizieren konnte. Hatte ich zu Anfang noch Spaß an der ganzen Yoga-Thematik, ging mir irgendwann der ganze "Yoga-Esoterik-Meditations-peace-of-mind"-Kram auf den Keks.
Anstrengend
Nach Jaffa Road habe ich mich total auf dieses neue Buch von Daniel Speck gefreut, aber Yoga Town war leider gar nicht meins . Ich habe es ganz selten, dass ich ein Buch am liebsten abbrechen möchte - dies ist so eins gewesen. Ich habe nur durchgehalten, weil ich wissen wollte, was aus der Mutter wird. Wir begleiten Lucy und ihren Vater Lou nach Indien auf der Suche nach der Mutter. Während der Reise gibt es viele Rückblicke ins Jahr 1968 in denen Lou erzählt, wie es damals war in Indien mit seinem Bruder Marc, seiner Jugendliebe Marie und Corinna, die alle vor Ort kennengelernt haben. Ich fand die Beziehungen dieser vier untereinander einfach nur nervend und der lange Abschnitt im Ashram mit den vielen Beatles Informationen war auch nicht mein. In Summe fand ich es einfach nur anstrengend und es hallt nichts nach.

Auf der Suche nach sich selbst - in Indien 💜
2019 in Berlin stürmt Lou in Lucy‘s Yogastunde, da ihre Mutter, Corinna, weg ist. Die Beiden gehen auf Suche. Es geht nach Indien, wo 1968 Corinna und Lou als Hippies, gemeinsam mit Lou‘s verstorbenen Bruder Marc und Marie, Lou‘s damaliger Freundin, eine gemeinsame Vergangenheit haben. „Du musst einfach nur sein.“ Im Buch switcht es immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Lucy ist selbst gerade an einem absoluten Tiefpunkt in ihrem Leben. Und nun muss sie ihre Mutter suchen und erfährt schrittweise ihre eigene Geschichte. Das Buch ist schön geschrieben. Ich mag Lucy sehr und mir hat es als angehende Yogalehrerin Spaß gemacht, ein wenig in Rishikesh unterwegs zu sein. Ich mag den Schreibstil von Daniel Speck und konnte mich total gut in die damalige Zeit reinversetzen. Es ist ein schönes Buch, was ich zwischendrin auch mal weg legen konnte und zu einem späteren Zeitpunkt schnell wieder in der Geschichte drin war.
Ausflug nach Indien
Daniel Speck schafft es einfach mit jedem seiner Bücher, mich direkt in eine andere Welt zu katapultieren. Dieses Mal taucht der Leser ins Indien Ende der 1960er Jahre ab. Wir erfahren viel über den legendären Trip der Beatles nach Indien, es geht um Spiritualität und Bewusstseinserweiterung, aber auch um Drogen und Traumata, die Generationen übergreifen. Die Charaktere fand ich gut, aber nicht ganz so zugänglich wie ich es von Daniel Speck gewohnt bin. In Lucy konnte ich mich gut hineinversetzen, auch wenn sie teils fast ein wenig blass bleibt, bei Lou hat meine Sympathie immer wieder ein wenig geschwankt. Was mir auch dieses Mal wieder besonders gut gefallen hat war der Wechsel zwischen den Perspektiven und Zeitebenen. So wird eine anhaltende Spannung aufgebaut und der Geschichte mehr Tiefe verliehen. Auch das Geflecht in der kleinen Gruppe, die in Indien ihren peace of mind sucht und die Spannungen, die sich dabei entwickeln, fand ich gut dargestellt. Auf jeden Fall hat das Buch mir mal wieder ordentlich Stoff für historische Recherche geliefert 😅

Großer Lesespaß! Eine verrückte Reise nach Indien unternehmen Lucy, eine Berliner Yoga-Lehrerin und ihr Vater Lou. Sie reisen auf den Spuren der Vergangenheit als Lucys Eltern mit dem VW Bus nach Indien reisten und dort im Ashram mit den Beatles lebten. Ich fand dieses Buch einfach super! Es ist sehr lustig und spannend, man taucht ein in die verrückte Welt der 1960er Jahre und hat dabei immer Stoff zum Nachdenken.
3,5 Sterne. Ich bin wahrscheinlich zu wenig Yoga, zu wenig Beatles und zu wenig 68iger, um das Buch komplett zu lieben. Trotzdem war es eine interessante Geschichte, auch wenn mit der Plotttwist tatsächlich schon relativ am Anfang klar war. Ob die Stories über die Beatles, Mia Farrow und die ganzen anderen Stars an die Wahrheit angelehnt waren, habe ich nicht recherchiert, aber sie haben sich gut eingepasst. 3,5 Sterne für einen Sommer in Indien.
Ein Meisterwerks
„Yoga Town“ von Daniel Speck ist eine ergreifende Liebesgeschichte und eine spirituelle Reise. Der Roadtrip nach Indien wird abwechselnd aus den Jahren 1968 und 2019 erzählt. Lucy, Yogalehrerin in Berlin und ihr liebevoller Vater Lou machen sich gemeinsam auf die Suche nach ihrer Mutter Corinna, die plötzlich verschwunden ist. Der strukturierten, depressiven, stilvollen und charismatischen Corinna sieht es jedoch gar nicht ähnlich einfach zu verschwinden. Nur eine Postkarte weist den beiden den Weg nach Indien. Ein Roadtrip für Lou in eine wilde und ungestüme Vergangenheit mit Geschichten, die nicht erzählt werden wollen. Tochter Lucy steckt gerade selbst in einer Lebenskrise und ist sich nicht sicher, was diese Reise in die Vergangenheit bringt. Und doch machen sich Lou und Lucy auf den Weg. Lou, sein Bruder Marc und seine Freundin Marie brechen spontan nach Indien auf; es ist 1968, der Weg zur Freiheit, zur Erleuchtung, einem gewaltlosen Leben, Meditation und der Antwort, warum der Buddha lächelt. „Awake, sleep no more!“ Yogananda (Pos. 781, 7.Kapitel) Der Traum der damaligen Generation „Love, Peace and Freedom“ mit welchem sie die Gesellschaft verändern wollten, war eine riesige Welle, die alle Hippies Richtung Indien spülte. Die drei Suchenden treffen auf dem Trail Corinna und verbringen gemeinsam eine unglaublich intensive Zeit in Rishikes. In dem Ashram bei dem Pop-Guru Maharishi und den Beatles verbringen die jungen Menschen ihre Zeit, leben mit der Musik und sind im Einklang mit Körper und Geist; entweder durch Meditation oder Drogen. Jeder erlebt auf seine Art diese unfassbare Zeit. Bis etwas schreckliches passiert und alle Stillschweigen bewahren. 2019: Lou und Corinna wollten nie mehr nach Indien, die beiden waren mit dem Land und der Kultur unglaublich vertraut und doch blieb Indien eine „Büchse der Pandora“ welche man fest verschlossen halten sollte. Warum gerade jetzt Indien? Und warum erzählt Lou immer nur Bruchstücke aus der Vergangenheit? Für Lucy ein Puzzle, das es zu lösen galt. Vielleicht ist dies der Schlüssel auf ihrem Weg. Und vor allem, wo ist Corinna? Lucy ist geübt in Verdrängung und der Annahme, dass sich die meisten Probleme nicht lösen lassen. Sie verdrängt auch den Bruch zu ihrem Mann Adnan und den Kindern. Ein Moment, in dem Lucy die Erfahrung von „Bewusstsein“ erlebt hat, bringt ihr geordnetes Leben komplett durcheinander. Nichts ist, wie es zuvor war. Und Lucy verzehrt sich nach diesem Gefühl, dieser Erfahrung. Und das schlimmste, sie konnte sich nach dieser Erfahrung nicht mehr mit sich und ihrem Leben identifizieren. Zwei Generationen, der Weg zum Bewusstsein und zum „Peace of mind“ werden hier unglaublich bildlich,intensiv und farbig gezeichnet. Höhen und Tiefen wechseln sich ab, genau wie die Zeitsprünge von 1968 zu 2019 und zurück. Der Autor hat den Hippie Trail mit seinen leichten und schwierigen Wegen unglaublich lebendig und leicht gezeichnet. Und doch ist nicht immer alles Gold was strahlt, die inneren Leiden sind schwer, die Hoffnung schwängert jeden Luftzug auf dem Weg nach Indien auf ein anders, freies Leben. Die Musik der 60er Jahre klingt durch die Seiten. Als Leser ist man direkt in Indien, die Gerüche, die Komposition und das Gras benebelt die Sinne. „Gandhis Worte: Es gibt keinen Weg zum Frieden, Frieden ist der Weg.“ begleitet uns durch den bewegenden Roman. Daniel Speck hat mit seinen Protagonisten großartige Charaktere gezeichnet. Der Roman zeichnet sich durch die verschiedenen Formen von Liebe aus. Einer Reise nach Innen, in die Vergangenheit und zur Zukunft. Was eine Familie ausmacht und wofür es sich lohnt zu leben. „ Und dafür, niemand mehr zu werden, weil man schon alles war.“ (Pos. 3028, 23.Kapitel) Ein unglaubliches Meisterwerk von einem begnadeten Erzähler.
Jedes Buch von Speck ist eine Empfehlung!
Rezensionsexemplar | Letztes Jahr kam nach einer wochenlangen Leseflaute eine freudige Nachricht in mein Postfach: Der neue Roman von Daniel Speck! Dieser Autor schaffte es damals mit seinem ersten Roman „Bella Germania“ eine unentdeckte Liebe zu Autos in mir zu erwecken. Mit seinem aktuellen Roman „Yoga Town“ traf er mich mitten ins Herz und thematisierte Glauben, Spiritualität, Reiselust, aber auch Zweifel und Identitätsfindung. Mit einem kleinen Reisebus geht es nach Rishikesh in Indien, wo damals schon die Beatles ihre bekanntesten Lieder schrieben. Inmitten eines Ashram suchten sie und unsere vier Protagonisten nach dem Sinn des Lebens. Hierbei werden alle erdenklichen Wege offengelegt und ich liebte es, den Zwiespalt der Persönlichkeiten zu spüren. Das Buch wirkt gut recherchiert und durch die Beatles bekommt es etwas greifbares, reales. Obwohl es keine überraschenden Wendungen gibt, ließ mich das Buch nächtelang wach liegen. Die Erzählweise Specks ist packend und magisch. Lediglich den zweiten Erzählstrang aus heutiger Sicht wollte ich überfliegen, wirkte er doch etwas ernüchternd. Weiterhin bleibt: Jedes Buch von Speck ist eine absolute Empfehlung. Eine längere Rezension gibt es auf Goodreads, Amazon und co.

Dicht erzählter Plot über Freundschaft, Verwandtschaft und Liebe
Dieser Roman beinhaltet vieles, das mich magisch anzieht: Meditative Praxis und Yoga, der Subkontinent Indien und die Beatles. Also musste dieses Buch was für mich sein. Damit lag ich richtig! Die Brüder Marc und Lou wachsen ohne Mutter auf, Lou der Ältere übernimmt die Verantwortung für seinen kleinen Bruder und passt auf ihn auf. Da ist es nur logisch, dass er ihn auch begleitet als Marc , noch keine 20 Jahre alt, nach Indien aufbrechen möchte, auf dem so genannten Sie Hippie Trail. Sie verschachern also kurzerhand den Mercedes des Vaters und kaufen sich einen alten VW-Bus. Mit von der Partie ist auch Marie, Lous Freundin, und Corinna stößt in Istanbul dazu. Das Quartett ist von nun an unzertrennlich und erlebt Höhen und Tiefen, die nicht nur ihr Leben beeinflussen. Erzählt wird uns dies auch von Lucy, der Tochter von Lou und Corinna, die mittlerweile Yogatrainerin ist und ein Studio betreibt. Ihre Mutter verschwindet von heute auf morgen und sie macht sich mit Lou auf eine Reise in die Vergangenheit. Beide Zeitstränge spielen zu weiten Teilen in Rishikesh, der Yoga Metropole am Ganges, die durch den Aufenthalt der Beatles im Ashram vom Maharishi Berühmtheit erlangte. Und genau in dieser Zeit sind Marc und Lou da. Die Beatles nehmen einen nicht unwesentlichen Raum in dem Roman ein, ohne wirklich zu den Protagonisten zu gehören. Wir begleiten also die vier Deutschen auf einer Reise ins Innere zu sich selbst, nicht alle haben intensiven Kontakt zu ihrem „Mojo“. dreh und Angelpunkt aber ist die Liebe- die unter Brüdern, die unter Paaren, und die Selbstliebe. Dieser Roman ist so atmosphärisch, dicht geschrieben, dass man glaubt, dabei gewesen zu sein. Ich habe mir so oft gewünscht, ein bisschen älter zu sein, um diese Zeit mit erlebt zu haben. Was würde ich darum geben in diesem Ashram mit John, Paul, Ringo und George zu meditieren. Sollte ich noch mal nach Indien reisen – einmal war ich schon dort – so landet Rishikesh auf meiner Reiseroute Beim Lesen gerät man in einen Sog, der einen tief in die Geschichte hinein zieht. Nichts ist hier oberflächlich. Weder die Suche nach Peace, Love und freier Liebe, noch die Einengung, die die jungen Protagonisten durch ihre Ansprüche erfahren. Alles hat irgendwie miteinander zu tun. Die Doppelmoral im Ashram stürzte nicht nur die vier Reisenden in Zweifel. Dabei ist es auch unglaublich spannend, enthält ein paar Twist, die nicht vorhersehbar waren, und selbst die Ereignisse, mit denen ich gerechnet habe, waren unglaublich fesselnd geschrieben. Die Figurenzeichnung ist sehr differenziert. Ich weiß gar nicht, zu wem ich wirklich halten sollte. Alle hatten etwas an sich, das mir gefiel und etwas, das mich den Kopf schütteln ließ. Unglaublich wie weit man mit wenig Geld damals kam und wie lange man ohne jegliche Kohle in der Tasche irgendwo unter kam Die beiden Zeitstränge werden meisterlich miteinander verwoben. Yoga Fans kommen hier auf ihre Kosten. Und Leute, die ein großes Herz für die Beatles haben, werden mit diesem Buch auch glücklich gemacht. Aber auch wenn ihr andere Musikstile bevorzugt, und lieber joggt, anstatt Asanas zu üben, werdet ihr an diesem Roman voller Liebe und Leid bestimmt Freude finden. Danke. Daniel Speck . Es hat so großen Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen und es ist auf jeden Fall ein Jahres Highlight für mich
Hängengeblieben
Ausflug in die lange vergangene, glorifizierte 68ger Zeit der Hippies, mit Marie, Lou; Corinna und Mark., die sich auf die Suche nach dem „peace of mind“ nach Indien machen. Der nicht unwesentlich zweite Erzählstrang wird von der Tochter Lucy aus dem Heute erzählt, Lucy, die sich heute zusammen mit Lou auf die Suche nach der verschwundenen Corinna macht, deren Spur wieder nach Indien und damit in einen Vergangenheitsbewältigung führt. Wir treffen auf die Beatles mit allem Drum und Dran, inklusive des Gurus Maharishi und seinem Ashram, begegnen aber vor allem den Menschen aus dem Westen, deren Sucht nach Befreiung von allem auf die indische Tradition trifft und alles andere als in Harmonie verharrt. Wir tauchen ein bisschen ein in die heutige Yogakultur, im Besonderen, wie sie im Westen ausgelegt wird, in die Wesensart von Lucy, die natürlich Yogalehrerin aus Berlin ist. Die zum Teil klischeehaft wirkende Erzählart gipfelt oft ins Theatralische, was eine Tiefe vermissen lässt, die durch persönliche Schicksalsschläge kompensiert wird. Gleichzeitig führt uns Daniel Speck aber auch in die Widersprüchlichkeit einer Zeit, in der fast alles in Frage gestellt wurde, in der sich Menschen das Recht herausnahmen, wieder ganz frei, wieder ganz Kind zu sein, die kaum bereit waren, irgendwelche Verantwortung zu übernehmen, für sich oder andere. Und durch Lucy, die ich zum Teil sehr nervig fand, (wie ich heute auch so manche Neo-Hippies nervig finde), steht diese sehr vereinfachte Denkart wieder auf. Das Ende ist lange davor schon klar und offenbart so die Absicht des Autoren, zu unterhalten. Es wäre mehr möglich gewesen.
Was für ein Trip.
Die Playlist kam zuerst. Während ich durch die Instagram Storys wische, nehme ich die Werbung zwischendrin meist nur so halb wahr. Doch dann plötzlich ein orangefarbener Bulli und die Musik einer meiner Lieblingsalben. Wenn Sgt. Pepper läuft, muss ich einfach innehalten. Und hier war es das Buch Yogatown, das mich nun auch beim Lesen vollständig in seinen Bann gezogen hat. Wir begleiten Lucy, Anfang 50, die mitten in einer Sinnkrise ihre Mutter suchen muss/will. Mit dabei ihr Alt-68er Vater Lou. Die Reise führt sie zu den Anfängen ihrer Eltern nach Rishikesh. Jenem Ashram, in welchem die Beatles und andere Persönlichkeiten ihrem Guru Maharishi auf dem Weg der transzendentalen Meditation folgen wollen. Auch Lou verschlägt es mit seinem Bruder dorthin. Mit dabei Marie, Lous Freundin und Corinna, die sie auf dem Weg dorthin aufgabeln. Allein der Trip dorthin im alten Bulli löst eine Sehnsucht in mir aus, die mein Herz schneller schlagen lässt. Daniel Speck versorgt uns mit einer langen Playlist und während des Lesens lasse ich die Songs vom White Album der Beatles, von Donovan, Bob Dylan oder Mike Love laufen. Tauche dabei tief ein ins Indien der späten Sechziger Jahre. Ich spüre die Stimmung regelrecht und habe die Bilder so deutlich vor Augen. Da ist es mir am Ende auch fast egal, dass ich eins der großen Geheimnisse der Familie schon gleich zu Anfang ahne. Aber es gilt einiges mehr aufzudecken und Lucy schafft es ihrem Vater nach und nach die Geschichte ihrer Eltern und früh verstorbenen Onkels Marc zu entlocken. Lou, der Vater, ist mir zwischenzeitlich unsympathisch. In jung und alt. Er nervt einfach und ich möchte ihn anschreien und fragen, was er da eigentlich tut. Doch im Verlauf der Geschichte wird klar, warum er ist wie er ist. Was die Seelen in Indien erlebt haben, was sie zurücklassen mussten. Ich war mehrmals sehr bewegt von dieser wunderbaren Reise ins Innere. Eine aufwühlende, faszinierende, aber auch wehmütige Geschichte. Mein erstes Buch von Daniel Speck und gleich ein Volltreffer.

Auf den Spuren der 68er – zwischen Yoga, Aufbruch und Selbstsuche
„Yoga Town“ ist ein atmosphärischer Roman, der mich vor allem durch seine Perspektivwechsel und das Spiel mit verschiedenen Zeitebenen überzeugt hat. Als jemand, der selbst Yoga und Meditation praktiziert, hat mich das Setting angesprochen. Besonders gelungen fand ich die Verbindung von persönlichen Geschichten mit spirituellen und kulturellen Themen. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass Rishikesh als zentraler Ort der Handlung noch detaillierter beschrieben wird, so blieb das Umfeld für mich teils etwas blass. Die Einbindung der Beatles war zwar historisch passend und interessant, hat mich aber emotional weniger erreicht, da mir der persönliche Bezug zur Musik fehlt. Etwas anstrengend fand ich stellenweise die wiederholten inneren Konflikte einiger Figuren, die sich zuweilen etwas ziehend lasen.
Hätte mir eigentlich gefallen müssen: die Beatles, Hippies, Indien ... voll mein Ding. Leider war es dann viel zu viel Gejammere von Erwachsenen, die die Pubertät nie hinter sich gebracht haben. Der Mittelteil war etwas zäh und der Schluss recht kitschig und "glatt". Kann man lesen, muss man nicht.
3 Sterne (also mehr als halb gut)
Die erste Hälfte hat mir erstaunlich gut gefallen (nachdem ich mich mit Bella Germania damals nicht so anfreunden konnte). Danach ging mir die Hippie und Yoga Welt zunehmend auf die Nerven. Insgesamt aber eine unterhaltsame und etwas andere Familiengeschichte. Die Beatles als Randfiguren einzubauen hat mir gut gefallen. Man kann das Buch durchaus lesen.
Überraschend gut!
Der Beginn war etwas holprig und das reinkommen fiel mir etwas schwer. Aber da mir die Grundgeschichte so gefiel bin ich dran geblieben und ich bin froh das ich es getan habe. Ich habe mitgefiebert und war total interessiert am Ausgang der Geschichte. Es ist traurig und auch wirklich tragisch, aber echt lohnenswert dran zu bleiben! Und wer Yoga und die Beatles liebt…unbedingt lesen! 😊
Ein tragisches Familiengeheimnis, die Beatles in Indien und ein kosmischer Plattenladen
Lucy ist Anfang 50, Yogalehrerin und spirituell ausgebrannt. Als ihre Mutter spurlos verschwindet, fliegen sie und ihr Vater Lou nach Indien, um nach ihr zu suchen. Was Lucy findet, ist die wahre Geschichte ihrer Zeugung und ein neuer Weg zu sich selbst. Doch dieser Weg führt durch das Dickicht einer Familientragödie. Yoga Town wechselt zwischen den Erzählebenen. Zwischen 2019 und 1968. Zwischen Lucys Aufbruch nach Indien und der Liebesgeschichte ihrer Eltern im Ashram des Maharishi, in dem sich zur selben Zeit die Beatles aufhielten. Ich liebe Romane, die Fiktion mit historischen Fakten verknüpfen. Und wenn diese Fakten dann auch noch Musikgeschichte sind, bin ich hin und weg. Daniel Speck verknüpft Wahres und Ausgedachtes meisterhaft. Er ist sogar so mutig, seine Charaktere auf John Lennon und George Harrison treffen und sie miteinander interagieren zu lassen. So sehr die Beatles in ihren weißen Gewändern und ihrem zukünftigen weißen Album durch die Geschichte strahlen – das musikalische Zentrum von Yoga Town liegt wo anders. Es liegt in Lou, dem Althippie und Vater von Lucy. Musik ist sein Leben. Stundenlang kann er über seine Idole sprechen, aber selbst rührt er kein Instrument mehr an. Er repariert alte Gitarren für andere. Lebt zurückgezogen mit seinen Gibsons, Martins und Fenders in einem Museum der nie gespielten Töne. Das war 1968 anders. Zu der Zeit ist es Lous größter Wunsch, Musiker zu werden. Doch ihm fehlt die Leichtigkeit. Das mühelose Talent seines Bruders Marc. Und dann entdeckt Lou einer Meditation den kosmischen Plattenladen, in dem alle Musik, vergangen und zukünftig, gespeichert ist: „Wenn Lou Musiker werden wollte, dann brauchte er den verdammten Schlüssel zu diesem Laden.“ Und er findet ihn, den Song seines Lebens. Doch direkt danach geschieht etwas, das Lou dazu bringt, die Musik für immer aufzugeben. Yoga Town hat Längen, wie ein Musikstück aus den 1960ern seine Längen hat. Seine überbordenden Soli und psychedelischen Ausflüge. Doch es lohnt sich, bis zum Ende zuzuhören und den Sound der Zeit auf sich wirken zu lassen.
Ein Roadtrip nach Indien bildet die Rahmenhandlung dieses Romans. Vier Menschen fahren 1968 nach Indien in ein Ashram und treffen dort unter anderem auf die Beatles. Über 50 Jahre später machen sich Lucy und ihr Vater Lou, damals einer der vier, auf nach Indien, auf die Suche nach ihrer Mutter Corinna. Die Beschreibung des damaligen Lebensgefühls, der dazugehörige grandiose Soundtrack und die leise Melancholie sorgen dafür, dass man völlig in die Geschichte abtaucht. Ein wunderbares Buch.
Dies ist ein Buch über Sinnsuche, Spiritualität, Lebensträume und Lebenswirklichkeiten, über Suchen, Finden und die Suche selbst, die Heilung, die darin verborgen liegt, wenn man es zulässt als Sinn und Ziel des Lebens. Es ist auch ein Buch über transgenerationale Traumata, die Beatles, wahre und falsche Gurus, Hippies und Indien. Mir hat das Buch unheimlich gut gefallen, auch wenn es nicht perfekt ist. 50-100 Seiten weniger, weniger Beschreibungen, weniger Drama, hätten nicht geschadet. Trotzdem hat das Buch mir zum rechten Zeitpunkt Impulse für meine eigenen derzeitigen inneren Prozesse gegeben. Und die nehme ich dankbar auf. Wenn du ein rationaler Atheist bist und mit Spiritualität und Sinnsuche nichts anfangen kannst, dann wirst du auch mit diesem Buch wenig anfangen können. Ein bloßes Interesse an der Hippiebewegung oder Beatles- Fan zu sein wird nicht ausreichen, um das Buch zu mögen. Wenn aber Meditation, Yoga, Mindfulness Themen sind, mit denen du in Resonanz gehst, wenn du Familiengeschichten magst , wenn du auf kitschige Happy ends verzichten kannst, dann wirst du das Buch so lieben können wie ich.
Ein Familienroman in 2 Zeitebenen erzählt, da ist einmal Lucy, Yogalehrerin in Berlin, Tochter von Lou und gerade in einer Sinnkrise und andererseits Lou, ein altgewordener Hippie, etwas in der Vergangenheit hängengeblieben. Als Lucys Mutter Corinna eines Tages verschwindet, machen die beiden sich auf den Weg nach Indien, um sie zu suchen, denn dort in Rishikesh lernten sie sich 1968 im Ashram des Gurus Maharishi kennen. zeitgleich waren auch Pop Idole wie die Beatles, Donovan und andere dort (Playlist inbegriffen). Auf der Reise wird offenbar, dass Lucy Familiengeheimnisse verschwiegen wurden, denn von den damals vier Indienreisenden kehrten nur zwei nach Deutschland zurück. Ich fand diese 68er Geschichte mit Meditation, Yoga, Sex, Drogen und der Suche nach dem „peace of mind“gut, wenn auch zwischendurch mit Längen. Im Hörbuch wird die Vergangenheit richtig gut!! von Daniel Speck selbst gelesen, die Erzählerin der Gegenwart ist Mina Tander, die leider nicht gelesen hat, sondern eher versucht, die Erzählung zu performen, das ist häufig übertrieben und nervig, vermutlich eher für ein Hörspiel geeignet. Wer schauspielert ist eben nicht unbedingt automatisch ein guter Vorleser! Der Roman selbst ist insgesamt unterhaltsam und empfehlenswert, thematisch tendenziell für etwas ältere Leser*innen.
Ein in zwei Zeitebenen erzählter Familienroman, da ist einmal Lucy, Yogalehrerin in Berlin, Tochter von Lou, gerade in einer Sinnkrise und andererseits Lou, ein alt gewordener Hippie, der ein bisschen in der Vergangenheit hängengeblieben ist. Als Lucys Mutter Corinna eines Tages verschwindet, machen die beiden sich auf den Weg nach Indien, um sie zu suchen, denn dort in Rishikesh, im Ashram des Gurus Maharishi lernten sie sich kennen. Zeitgleich waren auch Pop Idole wie die Beatles dort (entsprechende Playlist inbegriffen), aber auch Donovan und andere. Auf der Reise wird offenbar, dass Lucy Familiengeheimnisse verschwiegen wurden, denn von den damals 4 Indienreisenden kehrten nur zwei nach Deutschland zurück. Ich fand diese 68er Geschichte mit Meditation, Yoga, Sex, Drogen und der Suche nach dem „peace of mind“ gut, wenn auch manchmal mit Längen wie zum Beispiel die Todesursache eines der Protagonisten, mit der wir Leser*innen lange hingehalten wurden. Trotzdem insgesamt sehr unterhaltsam zu lesen und empfehlenswert, thematisch tendenziell für etwas ältere Leser*innen.
Ja, naja
Ich konnte es nicht so richtig nachempfinden und das Hippie-Feeling mit Freedom, Drugs and Rock‘n Roll ist dann wohl doch nicht so meins. Es ging mir zu wild her, ich habe manchmal den Überblick verloren und dann fand ich es zäh. Die Familiengeschichte war ganz interessant. Ich mag den Schreibstil von Daniel Speck unheimlich gerne, das Thema lag mir nicht so sehr.
Hat mich nicht ganz gepackt…
Lucy, Yogalehrerin, fühlte sich eigentlich zufrieden und im Leben angekommen. Aber ihr völliger Zusammenbruch während eines hektischen Großeinkaufs katapultiert sie aus ihrer Komfortzone. Als Corinna, Lucys Mutter, plötzlich verschwindet und Lou, ihr Vater, seine Ex-Frau in Indien vermutet, da wo sie sich kennengelernt haben und Lucy gezeugt wurde, nutzt sie die Gelegenheit ihr Zuhause zu verlassen, um mit ihrem Vater nach Indien zu reisen. Eine Reise zu dem damaligen Rückzugort der Beatles und in Corinnas und Lous Vergangenheit beginnt. „Bella Germania“ und „Piccola Sicilia“ haben mich fasziniert und Villa Rivolta war wirklich ein wunderschöner Roman. Mit „Yoga Town“ konnte ich leider nicht so viel anfangen. Ich konnte mir auch nie vorstellen nach Indien zu trampen, um zu meditieren, Yoga zu praktizieren oder Drogen zu nehmen. Somit kam ich nicht in die Geschichte komplett rein. Ich habe aber auch den Eindruck, dass es Daniel Speck dieses Mal nicht gelungen ist, Lou und seinen jüngeren Bruder Marc als begnadete Musiker ins Licht zu setzen. Ich habe die Stellen vermisst, wo die Beiden mit den Beatles gemeinsam gearbeitet oder auch gejamt haben. Die jungen, offenen, sich selbst suchenden Menschen haben kaum miteinander gesprochen, ohne zu streiten. Auch Lucy hat nie richtig nachgehakt, wenn ihr Vater ihren Fragen ausgewichen ist. Warum? Insofern ließen mich die einzelnen Rückblenden in Lous und Marcs Vergangenheit frustriert zurück. Wenn das Leben in Rishikesh in der damaligen Zeit wirklich so war, bin ich froh, dass ich nicht auf die Idee gekommen bin, mich da mitreißen zu lassen. Dieses Buch von Daniel Speck war im Gegensatz zu seinen anderen Büchern keine Bereicherung für mich. Schade.

Es war ein ansprechendes Buch, dass mich aber nicht so gecatcht hat das ich nicht aufhören konnte zu lesen. Es gibt einzelne Passagen aus denen man was fürs Leben mitnehmen kann. Die letzten Kapitel haben mich emotional gepackt. Was ich wieder für mich festgestellt habe, dass Songtexte in Büchern nicht meins sind.
Interessante Themen: Yoga, Selbstfindung, Reue, Spiritualität, … In der Umsetzung hat es mich aber leider nicht ganz überzeugt.
HANDLUNG 2019: Lucy ist Yogalehrerin in Berlin und sträubt sich nach Indien zu gehen. Auch wenn in Indien der Ursprung des Yogas verortet ist und Lucy keine authentische Yogalehrerin zu sein scheint, wenn sie noch nie da war, kann sie es nicht. Denn mit Indien ist auch ein riesiger, ihr unbekannter Teil ihres Lebens verknüpft. Doch dann hängt Lucy in einer Lebenskrise fest und gleichzeitig verschwindet auf einmal auch noch spurlos ihre Mutter. Lucy versucht aus ihrem Vater Lou Informationen zu bekommen. Und so reisen die beiden nach Indien, obwohl keiner von beiden jemals (wieder) hin wollte. 1968: Lou und sein Bruder Marc brechen mit Lous Freundin Marie mit dem Bulli auf nach Indien. Unterwegs treffen sie Corinna, die ab da Teil des Gespanns ist. Am Fuße des Himalayas stranden sie in Rishikesh. Dort leben sie nach und mit dem Pop-Guru Maharishi und treffen auf ihre Idole, die Beatles. Doch leider herrscht nicht nur Harmonie, sondern auch viel Streit. Und am Ende kehren von den vieren nur noch zwei nach Deutschland zurück. Lou mit einer unverzeihlichen Tat im Gepäck und Corinna ist schwanger. Sie beschließen niemanden von den Geschehnissen zu erzählen, auch nicht ihrer Tochter. Eine spirituelle und dramatische Reise zwischen Gegenwart und Vergangenheit, die das ein oder andere Geheimnis aufklärt …. MEINUNG Die bisherigen Bücher von Daniel Speck mochte ich eigentlich ganz gerne. Auch in dieses habe ich ganz gut rein gefunden und mochte auch die zwei unterschiedlichen Handlungsstränge. Leider muss ich aber sagen, dass es für mich immer zäher wurde. Ich habe schlussendlich sehr lang gebraucht, das Buch zu beenden. Am Anfang war für mich irgendwie alles nachvollziehbar. Lous Aufbruch mit seinem Bruder und seiner Freundin nach Indien auf der einen Seite und Lucy, die gerade mit ihrem Dasein und Sinn hadert. Beide auf einer Reise, um sich selbst zu finden. Irgendwann wurde es mir aber irgendwie zu viel Lou und zu wenig Lucy. Lous Geschichte war interessant und dramatisch. Auch die Auflösung fand ich sehr interessant. Ich hätte mir trotzdem mehr von Lucy gewünscht. Was sie aus dem ganzen macht, was sie über ihre Eltern erfahren hat. Und Lous Geschichte hatte viele Details, die es für mich langatmig gemacht haben. Vielleicht waren sie nötig, um seine Geschichte zu erzählen. Ich glaube auch, dass der Schreibstil dazu gepasst hat, weil es Lous Charakter war. Mir war er aber leider nicht sympathisch. Die Themen, die in dem Buch behandelt wurden, finde ich alle spannend, die Art und Weise der Umsetzung war aber leider nichts für mich. 3 ⭐️
Yoga Town von Daniel Speck ist ein Roman, den ich sehr gerne gelesen habe. Es ist ein warmes, vielschichtiges Buch über Familie, Freundschaft, Herkunft, Heimat und Liebe – vor allem über bedingungslose Liebe – und über die Geschichte einer Familie, deren Vergangenheit bis tief in das heutige Leben hineinwirkt.
Daniel Speck erzählt generationsübergreifend und verbindet persönliche Schicksale mit größeren gesellschaftlichen und historischen Bewegungen. Besonders gelungen fand ich, wie er Herkunft und Familiengeschichte als prägende Kräfte für das eigene Leben darstellt: Was geben uns unsere Wurzeln mit? Was tragen wir weiter – bewusst oder unbewusst? Im Mittelteil des Romans hatte ich allerdings das Gefühl, dass sich die Geschichte etwas verliert. Die Passagen rund um das Jahr 1968 in Indien waren mir stellenweise zu lang und zu ausschweifend erzählt. Hier hätte das Buch für meinen Geschmack etwas straffer sein dürfen. Was mich dagegen durchgehend beeindruckt hat, ist Daniel Specks Wortgewandtheit. Seine Sprache ist bildreich, poetisch und oft sehr treffend. Sätze wie sinngemäß: „ohne das Gepäck im Kopf, auch wenn es trotzdem vor der Tür stand“ bleiben hängen. Diese metaphorische Kraft, diese sprachliche Feinheit, machen einen großen Reiz des Romans aus und haben mir beim Lesen viel Freude bereitet. Auch wenn das Ende für mich ab etwa der Mitte des Buches absehbar war und ich früh eine Ahnung davon hatte, wie die Geschichte ausgehen würde, blieb der Roman spannend und zugleich lehrreich. Die Entwicklung der Figuren und die emotionalen Verbindungen tragen die Handlung zuverlässig bis zum Schluss. Das Ende selbst ist sehr versöhnlich und rundet die Geschichte stimmig ab. Yoga Town ist ein schöner, berührender Roman über Familie und Identität, darüber, was Herkunft bedeutet und wie sehr Familiengeschichten unser Leben prägen können.
Ein bewegender und spiritueller Familienroman, spannend und dramatisch erzählt. Mir persönlich war es aber etwas zu viel Spiritualität und „Reise zu sich selbst“.
Ich mache selbst gern mal Yoga 🧘🏻♀️ aber eher in Bezug auf etwas „Gutes für seinen Körper tun“. Für das Drumherum, sprich Meditation und „zu sich selbst finden“ bin ich einfach nicht zu haben. Und das war mir in der Geschichte einfach ein bisschen zu viel. Das war oft auch verwirrend, wer jetzt wo und wie zu welcher Reise nach Innen geht und irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass Drogenkonsum verherrlicht wird 😅 Aber damals gehörte das wohl einfach zu diesem Hippie-Leben dazu. Trotz allem finde ich die Geschichte, die da eigentlich erzählt wird, sehr schön und beim Ende musste ich auch ein paar Tränen wegwischen. Der Schreibstil des Autors hat mir auch gut gefallen. Also wer sich mit Yoga und Yoginis gut identifizieren kann, wird hier voll auf seine Kosten kommen.























































