Ymir
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Description
Book Information
Author Description
PHILIP KRÖMER, geboren 1988 in Amberg, ist Student der Germanistik sowie Herausgeber der Literaturzeitschrift Seitenstechen. Er veröffentlicht Lyrik und Kurzprosa in diversen Zeitschriften, wurde beim Bonner Literaturpreis 2015 mit einer Platzierung bedacht und beim 23. open mike 2015 mit dem Preis der taz-Publikumsjury ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Erlangen. Ymir oder: Aus der Hirnschale der Himmel ist sein Romandebüt.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Kluge humoristische Dekonstruktion der NS-Ideologie mit Ausflug in die Hohlerde. Lesetipp!
Die heutige Buchempfehlung geht besonders an alle, die Iron Sky geliebt haben und die kritisch von Axel Stoll-Videos geprägt wurden (und an alle anderen natürlich auch). Das Gegenstück zu Mondnazis sind bekanntlich die Nazis der Hohlerde. Und Philip Krömer hat mit „Ymir oder aus der Hirnschale der Himmel“ ein derart kluges und humoristisches Buch vorgelegt, dass es möglich ist, über die Absurdität der Nazi-Ideologie herzhaft zu lachen, bei aller Lächerlichkeit nicht die Ernsthaftigkeit des Themas zu vergessen und dabei noch etwas zu lernen. Dabei liegt der Fokus vor allem auf den vielen ideologischen Widersprüchen, allerdings ohne diese als ein „haha sind die Nazis doof“ zu verflachen. Deutlich wird immer wieder die emotionale Überzeugungskraft dieses Denkens, gepaart mit Männlichkeitskult. Der Roman stellt sich als literarische Verarbeitung einer deutschen Expedition direkt vor Beginn des 2. WK dar: Der auktoriale Erzähler war augenscheinlich Teil dieser Expedition und wurde ausgewählt, um diese literarisch zu einem Heldenepos zu schreiben. Denn die drei Männer haben ein großes Ziel: Sie sollen in Island durch eine mysteriöse Höhle ins Innere der Hohlerde gelangen und dort einen erhabenen Stamm ihrer angeblichen arischen Vorfahren entdecken. Die Art des Romanaufbaus lässt sich dabei auch als eine Kritik an Propaganda verstehen, denn was man sich so als eine erfolgreiche heldenhafte Expedition vorstellt und was scheinbar tatsächlich passiert, klafft weit auseinander. Und letztlich adressiert der Erzähler uns Lesende direkt, macht uns also auch zum Teil seines Spiels mit der Erzählung und seiner Selbstdarstellung. „Ymir“ war für mich ein sehr überraschendes Buch, weil der Klappentext relativ wenig verrät. Deshalb bin ich ohne inhaltliche oder ähnliche Erwartungen rangegangen und war anfangs fast etwas frustriert, dass nun auch noch ein weiteres „Freizeitbuch“ meine beruflichen Themen zentriert, ohne dass ich das wusste. Allerdings habe ich „Ymir“ dann an zwei Tagen verschlungen und es wirklich sehr geliebt, weil Krömer es über die Absurdität einfach unglaublich gut schafft, das alles herüberzubringen. Ich habe den Autor letztes Jahr auf einem regionalen Literaturfestival kennengelernt und von seinem Buch bis dato nichts gehört, obwohl das sogar schon auf der Hotlist der unabhängigen Verlage stand. Er bot mir ein Rezensionsexemplar an und ich fand allein das Cover schon spannend. Weil mich auch der Klappentext dann neugierig gemacht hat, auch wenn er wenig verrät, habe ich das Buch mitgenommen und es nicht bereut. Auch im Buch finden sich übrigens diese Illustrationen, die aus einem naturheilkundlichen N*zi-Lehrbuch stammen und der Erzählung auch visuell nochmal mehr Tiefe verleihen.
Philip Krömer Ymir oder: Aus der Hirnschale der Hilmmel Homunculus verlag Autor: Philip Krömer wurde 1988 in Amberg geboren und lebt seit einigen Jahren in Erlangen. Er ist Student der Germanistik sowie Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Seitenstechen, veröffentlicht Kurzprosa und Lyrik in diversen Zeitschriften und wurde u. a. beim 23. open mike 2015 mit dem Preis der taz-Publikumsjury ausgezeichnet. Ymir oder: Aus der Hirnschale der Himmel ist sein Romandebüt. (Quelle: Homunculus Verlag) Drei Menschen machen sich 1939 auf den Weg nach Island, um dort eine Expedition zu unternehmen. Nach einem langen Flug und einer holprigen Landung kommen sie in Island an. Nach einer Wanderung kommen die Drei an Ihrem Ziel an, dem wie sie es nennen “Eingang zur Unterwelt”. Das Buch besteht aus insgesamt 14 Kapiteln. Die Kapitelangabe erstreckt sich dabei über 2 Seiten. Auf der eine finden wir eine Zeichnung des menschlichen Körpers, auf der anderen Seite steht die Kapitelüberschrift, welche gleichzeitig eine Stelle des menschlichen Körpers ist. Die Titel sind dabei teilweise schwer zu lesen, da sie in einer anderen Formatierung geschrieben sind. Allgemein ist das Buch aber auch nicht gerade einfach geschrieben, weshalb es sich weniger für zwischendurch eignet, sondern man sich lieber die Zeit nehmen sollte zum Lesen. Um in die Geschichte einzutauchen, hilft einen der Autor am Anfang auch. Er baut den Anfang nämlich so auf, als würden wir von einem Erzähler die Geschichte hören. Die Geschichte läuft dabei sehr chronologisch ab und lässt sich sehr gut verfolgen. Dabei helfen aber auch die Kapitelüberschriften, welche den Weg durch den menschlichen Körper beschreiben. So befinden wir uns mit jedem neuen Kapitel etwas tiefer in der Story aber auch gleichzeitig im menschlichen Körper. Neben der eigentlichen Story erfährt der Leser auch noch etwas über die Geschichte Islands, genauer gesagt über die Edda. Einige Stellen des Textes sind sogar an der Formatierung verbildlicht. So kommt irgendwann das Echo ins Spiel, das wir anhand der Formatierung auch erkennen. Der Text wird an diesen Stellen nämlich nach und nach immer etwas kleiner, genau wie das Echo sich eben ausbreitet. Cover: Das Cover ist ein Hardcover das hauptsächlich in gelb gehalten ist. Auf der Vorderseite sehen wir außerdem eine Abbildung, des menschlichen Körpers. Damit steht das Cover im direkten Zusammenhang mit dem Inhalt des Buches, denn auch dort finden wir viel über den menschlichen Körper. Auf der Rückseite fällt die sehr ungewöhnliche Gestaltung auf. So haben wir den Strichcode über die ganze Rückseite verteilt stehen und der Klappentext steht eng geschrieben, daneben. Was mir aber positiv auffällt, ist das vorhandene Lesebändchen. Fazit: Das Buch ist mit Sicherheit nicht für jeden geeignet. Derjenige der sich darauf einlässt, sollte auch darauf gefasst sein, dass er keine sonderlich leichte Kost zu lesen hat. Wenn man sich aber einmal ins Buch gefunden hat, kommt man relativ gut durch die Story. Von mir bekommt das Buch 5/5 Sterne. Klappentext: Drei Männer begeben sich am Vorabend des Zweiten Weltkriegs auf eine Expedition nach Island. Ihr Auftrag ist es, ein scheinbar bodenloses Loch zu untersuchen, dessen Geheimnisse den im Ausbruch begriffenen Krieg entscheiden könnten. Doch niemand hat sie auf das vorbereitet, was sie tief im Inneren der Erde erwartet … (Quelle: Homunculus Verlag) Autor: Philip Krömer Titel: Ymir oder: Aus der Hirnschale der Himmel Verlag: Homunculus verlag Genre: Roman Seiten: 216 Preis: 19,90 ISBN: 978-3-946120-18-6 http://wurm200.blogspot.de/
Merkwürdig, das fällt mir dazu ein. Die Idee war spannend genug, dass ich es nicht abgebrochen habe. Aber ansonsten eindeutige Männerliteratur. Dem Autor war es wichtiger, sein Können und seine Belesenheit vorzuführen, als einen guten Roman zu konstruieren, in den man eintauchen kann. Das Ergebnis war, dass ich die ganze Zeit mit Distanz auf die Geschichte geschaut habe und ständig leicht irritiert war. Schade.
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1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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PHILIP KRÖMER, geboren 1988 in Amberg, ist Student der Germanistik sowie Herausgeber der Literaturzeitschrift Seitenstechen. Er veröffentlicht Lyrik und Kurzprosa in diversen Zeitschriften, wurde beim Bonner Literaturpreis 2015 mit einer Platzierung bedacht und beim 23. open mike 2015 mit dem Preis der taz-Publikumsjury ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Erlangen. Ymir oder: Aus der Hirnschale der Himmel ist sein Romandebüt.
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Kluge humoristische Dekonstruktion der NS-Ideologie mit Ausflug in die Hohlerde. Lesetipp!
Die heutige Buchempfehlung geht besonders an alle, die Iron Sky geliebt haben und die kritisch von Axel Stoll-Videos geprägt wurden (und an alle anderen natürlich auch). Das Gegenstück zu Mondnazis sind bekanntlich die Nazis der Hohlerde. Und Philip Krömer hat mit „Ymir oder aus der Hirnschale der Himmel“ ein derart kluges und humoristisches Buch vorgelegt, dass es möglich ist, über die Absurdität der Nazi-Ideologie herzhaft zu lachen, bei aller Lächerlichkeit nicht die Ernsthaftigkeit des Themas zu vergessen und dabei noch etwas zu lernen. Dabei liegt der Fokus vor allem auf den vielen ideologischen Widersprüchen, allerdings ohne diese als ein „haha sind die Nazis doof“ zu verflachen. Deutlich wird immer wieder die emotionale Überzeugungskraft dieses Denkens, gepaart mit Männlichkeitskult. Der Roman stellt sich als literarische Verarbeitung einer deutschen Expedition direkt vor Beginn des 2. WK dar: Der auktoriale Erzähler war augenscheinlich Teil dieser Expedition und wurde ausgewählt, um diese literarisch zu einem Heldenepos zu schreiben. Denn die drei Männer haben ein großes Ziel: Sie sollen in Island durch eine mysteriöse Höhle ins Innere der Hohlerde gelangen und dort einen erhabenen Stamm ihrer angeblichen arischen Vorfahren entdecken. Die Art des Romanaufbaus lässt sich dabei auch als eine Kritik an Propaganda verstehen, denn was man sich so als eine erfolgreiche heldenhafte Expedition vorstellt und was scheinbar tatsächlich passiert, klafft weit auseinander. Und letztlich adressiert der Erzähler uns Lesende direkt, macht uns also auch zum Teil seines Spiels mit der Erzählung und seiner Selbstdarstellung. „Ymir“ war für mich ein sehr überraschendes Buch, weil der Klappentext relativ wenig verrät. Deshalb bin ich ohne inhaltliche oder ähnliche Erwartungen rangegangen und war anfangs fast etwas frustriert, dass nun auch noch ein weiteres „Freizeitbuch“ meine beruflichen Themen zentriert, ohne dass ich das wusste. Allerdings habe ich „Ymir“ dann an zwei Tagen verschlungen und es wirklich sehr geliebt, weil Krömer es über die Absurdität einfach unglaublich gut schafft, das alles herüberzubringen. Ich habe den Autor letztes Jahr auf einem regionalen Literaturfestival kennengelernt und von seinem Buch bis dato nichts gehört, obwohl das sogar schon auf der Hotlist der unabhängigen Verlage stand. Er bot mir ein Rezensionsexemplar an und ich fand allein das Cover schon spannend. Weil mich auch der Klappentext dann neugierig gemacht hat, auch wenn er wenig verrät, habe ich das Buch mitgenommen und es nicht bereut. Auch im Buch finden sich übrigens diese Illustrationen, die aus einem naturheilkundlichen N*zi-Lehrbuch stammen und der Erzählung auch visuell nochmal mehr Tiefe verleihen.
Philip Krömer Ymir oder: Aus der Hirnschale der Hilmmel Homunculus verlag Autor: Philip Krömer wurde 1988 in Amberg geboren und lebt seit einigen Jahren in Erlangen. Er ist Student der Germanistik sowie Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Seitenstechen, veröffentlicht Kurzprosa und Lyrik in diversen Zeitschriften und wurde u. a. beim 23. open mike 2015 mit dem Preis der taz-Publikumsjury ausgezeichnet. Ymir oder: Aus der Hirnschale der Himmel ist sein Romandebüt. (Quelle: Homunculus Verlag) Drei Menschen machen sich 1939 auf den Weg nach Island, um dort eine Expedition zu unternehmen. Nach einem langen Flug und einer holprigen Landung kommen sie in Island an. Nach einer Wanderung kommen die Drei an Ihrem Ziel an, dem wie sie es nennen “Eingang zur Unterwelt”. Das Buch besteht aus insgesamt 14 Kapiteln. Die Kapitelangabe erstreckt sich dabei über 2 Seiten. Auf der eine finden wir eine Zeichnung des menschlichen Körpers, auf der anderen Seite steht die Kapitelüberschrift, welche gleichzeitig eine Stelle des menschlichen Körpers ist. Die Titel sind dabei teilweise schwer zu lesen, da sie in einer anderen Formatierung geschrieben sind. Allgemein ist das Buch aber auch nicht gerade einfach geschrieben, weshalb es sich weniger für zwischendurch eignet, sondern man sich lieber die Zeit nehmen sollte zum Lesen. Um in die Geschichte einzutauchen, hilft einen der Autor am Anfang auch. Er baut den Anfang nämlich so auf, als würden wir von einem Erzähler die Geschichte hören. Die Geschichte läuft dabei sehr chronologisch ab und lässt sich sehr gut verfolgen. Dabei helfen aber auch die Kapitelüberschriften, welche den Weg durch den menschlichen Körper beschreiben. So befinden wir uns mit jedem neuen Kapitel etwas tiefer in der Story aber auch gleichzeitig im menschlichen Körper. Neben der eigentlichen Story erfährt der Leser auch noch etwas über die Geschichte Islands, genauer gesagt über die Edda. Einige Stellen des Textes sind sogar an der Formatierung verbildlicht. So kommt irgendwann das Echo ins Spiel, das wir anhand der Formatierung auch erkennen. Der Text wird an diesen Stellen nämlich nach und nach immer etwas kleiner, genau wie das Echo sich eben ausbreitet. Cover: Das Cover ist ein Hardcover das hauptsächlich in gelb gehalten ist. Auf der Vorderseite sehen wir außerdem eine Abbildung, des menschlichen Körpers. Damit steht das Cover im direkten Zusammenhang mit dem Inhalt des Buches, denn auch dort finden wir viel über den menschlichen Körper. Auf der Rückseite fällt die sehr ungewöhnliche Gestaltung auf. So haben wir den Strichcode über die ganze Rückseite verteilt stehen und der Klappentext steht eng geschrieben, daneben. Was mir aber positiv auffällt, ist das vorhandene Lesebändchen. Fazit: Das Buch ist mit Sicherheit nicht für jeden geeignet. Derjenige der sich darauf einlässt, sollte auch darauf gefasst sein, dass er keine sonderlich leichte Kost zu lesen hat. Wenn man sich aber einmal ins Buch gefunden hat, kommt man relativ gut durch die Story. Von mir bekommt das Buch 5/5 Sterne. Klappentext: Drei Männer begeben sich am Vorabend des Zweiten Weltkriegs auf eine Expedition nach Island. Ihr Auftrag ist es, ein scheinbar bodenloses Loch zu untersuchen, dessen Geheimnisse den im Ausbruch begriffenen Krieg entscheiden könnten. Doch niemand hat sie auf das vorbereitet, was sie tief im Inneren der Erde erwartet … (Quelle: Homunculus Verlag) Autor: Philip Krömer Titel: Ymir oder: Aus der Hirnschale der Himmel Verlag: Homunculus verlag Genre: Roman Seiten: 216 Preis: 19,90 ISBN: 978-3-946120-18-6 http://wurm200.blogspot.de/






