Yesteryear
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Description
Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören.
Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat?
»Caro Claire Burke hat mit »Yesteryear« einen genial bösen Roman über das Phänomen der Tradwives geschrieben.« ZEIT online
»Eine so geniale wie ausgefallene Warnung, dass nicht alles wahrwerden sollte, was wir uns wünschen.« New York Times
»Eine der klügsten literarischen Betrachtungen von Weiblichkeit und den sozialen Medien.« Vogue
»Yesteryear packt einen bei der Kehle und lässt nicht mehr los.« Anne Hathaway
»The Stepford Wives meets The Handmaid's Tale« Hannah Deitch
Große Verfilmung mit Anne Hathaway (Der Teufel trägt Prada) in Vorbereitung.
Book Information
Author Description
Caro Claire Burke ist Redakteurin, Autorin und Podcasterin. Ihre Texte sind in The Atlantic, Marie Claire und Bustle erschienen. Sie ist Co-Host des Podcast Diabolical Lies, in dem sie über aktuelle kulturelle und politische Geschehnisse spricht. ›Yesteryear‹ ist ihr Debütroman.
Characteristics
6 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Absolute Empfehlung
Was für ein besonderes Buch! Ich habe es wirklich selten, dass mir die Protagonistin so unsympathisch ist und ich ihre Denkweise so wenig nachvollziehen kann, aber genau das hat für mich das Buch ausgemacht! Es hat Humor, ist scharfsinnig und unterschwellig kritisch. Die Themen die dort behandelt werden sind super wichtig, sei es die Rolle der Frau oder wie unterschiedlich Feminismus interpretiert wird. Außerdem war das Buch aber zusätzlich noch super spannend, ich war die ganze Zeit am rätseln wie sich die Situation aufklärt und ob es noch real ist. 🤯 Ich würde es immer weiterempfehlen!

Gelacht + geweint 🫶🏻🫶🏻
✨Rezensionsexemplar + Hörbuch✨ Ich kann mich endlich mal kurz fassen (relativ kurz 🤗🤗): Lest dieses Buch oder hört es, so wie ich. Meiner Meinung nach lohnt es sich total (natürlich gibt es unterschiedliche Meinungen). ✨Zitate „Ich war immer noch einsam, doch die Einsamkeit fühlte sich jetzt beherrschbar an. Wie etwas, das ich überleben würde.“ „Vielleicht musste man es positiv sehen, Caleb war so weich, dass es nicht wehtat, meine Jungfräulichkeit zu verlieren. Es fühlte sich eher so an, als würde jemand in der Nähe meines Bauches mit einem Schwamm herumwischen. Als hätte er mich sehr sanft von innen gereinigt.“ ✨Inhalt Natalie Heller Mills hat ein traumhaftes Leben: sie ist glücklich verheiratet, hat tolle Kinder und lebt mit ihrer Familie auf einer schönen Farm. Natalie ist eine christliche „tradwife“ Influencerin und alles geht gut, bis sie eines Tages aufwacht und plötzlich wie im vorherigen Jahrhundert leben muss… oder aber eben genauso, wie sie ihren Followern vorgespielt hat ohnehin zu leben… ✨Meinung Meine Rezi enthält gar keine Spoiler, teile nur meinen Eindruck mit Euch und nehme Euch etwas durch den Aufbau der Geschichte mit, damit Ihr wisst, was auf Euch zukommt. Die Hälfte bzw. insbesondere das erste Drittel sind extrem humorvoll. Das Buch gab mir „The undomestic goddess“ vibes und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Zwischendurch (wir sind immer noch in der ersten Hälfte) bin ich dann aber etwas über den Aufbau der Geschichte gestolpert. Dort wechselt es sich verhältnismäßig zügig ab, ob wir in dem „anderes Jahrhundert Leben“ drin sind oder aber chronologisch über das Leben von Natalie VOR ihrem Influencer Leben lernen. Die influencer Tätigkeit als solche und wie es dazu kam, das erfahren wir erst in der zweiten Hälfte. Dementsprechend war der Anfang zwar super witzig, aber hat sich für mich auch gezogen. Hingegen alles ab ca. 50% war extrem schnell und einfach ein spannender und krasser Fiebertraum. Als man erfährt, was passiert ist, hat sich für mich noch ein weiterer Buchvibe in die Angelegenheit gemischt: „Ich, die ich Männer nicht kannte“. Eine Kälte, Melancholie und Trauer hat da mein Herz ergriffen. Ich kann es ohne Spoiler weder erklären noch beschreiben. ✨Fazit Ich habe jegliche Emotionen durchgemacht und kann Euch insbesondere das Hörbuch absolut empfehlen. Die Sprecherin hat definitiv zum tollen Erlebnis beigetragen, ihre Stimme und die Art und Weise der Lesung hat die Geschichte komplett zum Leben erweckt. Ich bin schwer beeindruckt und angetan. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

📚 Bookhaul Mai 2/2 📚
Meine letzten Neuzugänge für den Mai.🌸 Ich freue mich wie verrückt auf Yesteryear, ich wünschte ich hätte schon gestern damit angefangen.🤭 Hoffentlich dann im Juni.🙂↕️ Bisher habe ich fast nur Gutes gehört und ich wünsche mir, dass ich es auch lieben werde.🤞🏼😍 Die Zodiac Academy Reihe wird von Buch zu Buch immer fetter - das sind mittlerweile Backsteine bei mir im Regal. 🥲 Aber lieber Solobände, statt aufteilen.💸 Die Copy/Paste-Aufmachung von The Sea Spinner ist einfach bodenlos enttäuschend, immerhin ist das Cover wieder eine 12/10.🥲 • Fated Throne | Twisted Sisters • Cursed Fates | Twisted Sisters • Kingdom of Lies | Stacia Stark • The Ballad of falling Dragons | Sarah A. Parker • The Sea Spinner | Julie Johnson • Yesteryear | Caro Claire Burke • The Rose Bargain | Sasha Peyton Smith • A Drop of Corruption | Robert Jackson Bennett • Bad Bishop | L. J. Shen • Fever Dream | Elsie Silver • The Front Runner | Elsie Silver • The Annihilator | RuNyx 💕🌸✨

"Yesteryear"ist ein ungewöhnlicher, spannender und vielschichtiger Roman; eine interessante Mischung aus psychologischer Spannung, Gesellschaftskritik, Selbstinszenierung auf Social Media, traditionelle Rollenbildern und Religion. Die Handlung entwickelt sich zunehmend rätselhaft und spannend, vor allem durch den beständigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, sowie die eingeflochtenen Interviewpassagen, in denen Natalie ihre Gedanken reflektiert, was der Geschichte zusätzliche Tiefe gibt. Ein Roman, der zum Nachdenken anregt mit einer ziemlich unsympathischen Protagonistin und einem interessanten und ungewöhnlichen Ende.
Für die Aufmachung und das Cover, das unter dem hübschen Schutzumschlag zum Vorschein kommt, verdient das Buch sicherlich fünf Sterne, der Inhalt kann keineswegs mithalten. "Du hast keine Familie, du hast ein Unternehmen. Das wissen deine Nannys, deine Farmhelfer, und das weiß dein Mann. Und eines Tages werden es auch deine Kinder wissen. Und weißt du was? Sie werden dich dafür hassen. Und sie werden es dir niemals verzeihen." Natalie ist Influencerin, sie postet täglich Beiträge aus ihrem Leben auf einer abgelegenen Farm in Idaho und erreicht damit fünf Millionen Follower. Sie hat fünf Kinder und ist mit dem sechsten schwanger. Ihr Ehemann Caleb ist in ihren Augen ein Volltrottel, dümmlich und naiv, sie hat ihn nie geliebt, braucht aber einen Ehemann für ihr Leben als Tradwife. Eines Tages erwacht sie auf einer Farm, in dem ihr Mann und ihre Kinder ein Leben führen wie zu Pionierzeiten zweihundert Jahre zuvor. Natalie ist die unsympathischste Protagonistin, die mir jemals untergekommen ist, und sie macht in dreißig Jahren keinerlei Entwicklung durch, ihre veralteten Ansichten, die sie mit 19 hatte, hat sie mit 50 immer noch, und das trotz der Erfahrungen, aus denen sie hätte lernen können. Sie mag niemanden, noch nicht mal ihre Mutter oder ihre Schwester, sie hat keine einzige Freundin, ihre Kinder sind Vorzeigeobjekte für ihre Follower. Ihren Mann hat sie in Harvard kennengelernt. Das Studium an der Eliteuniversität hat sie nach einem Jahr abgebrochen, um mit Caleb und ihrem ersten Kind auf die Farm zu ziehen. Über das Streben ihrer Kommilitonninen nach beruflichem Erfolg macht sie sich lustig. Die Figur ihres Schwiegervaters Doug, der Präsidentschaftskandidat ist, hätte angesichts seines realen Vorbilds viel Potential gehabt, das hier jedoch nicht ausgeschöpft wurde. "Er war Kriegsveteran, konservativer Familienmensch und wurde von anderen Männern gern einmal mit kriecherischem Ernst als echter John Wayne bezeichnet. Der ultimative Patriarch." Seine Frau "Amelia schwebte stumm hinter ihm her, lächelte breit in seinem Schatten und strich sich gelegentlich das rosa Chanel-Ensemble glatt, als wäre sie die Special Edition einer First-Lady-Barbie." Das Ende und die Auflösung gefallen mir gar nicht. Natalie bleibt unentwegt unsympathisch und unbelehrbar. Leider bleibt das Buch weit hinter meinen hohen Erwartungen zurück.
Neeeeeee, dass war nix für mich
Also, ich bin ehrlich, wenn Bücher durchweg so gehypt werden, springe ich gerne mit aufs Pferd und gehe neugierig und gut gelaunt an diese Lektüre ran. Außerdem wollte ich das Buch gelesen haben, bevor dieses in meinem Lieblingspodcast eat-read-sleep in der kommenden Folge anlässlich der Bestseller-Challenge besprochen wird (ich bin gespannt, wie dort die Meinungen sind). Dieses Mal muss ich leider sagen: Hat mich gar nicht abgeholt. Die Sprache und der Stil waren gut (ja, einige Dialoge sind auch richtig witzig), aber die Geschichte ….. Ich habe es eben beendet und mir fehlen die Worte 🤔. Worum geht es? Natalie lernt mit 19 ihren zukünftigen Ehemann Caleb am College kennen. Verlobung, Heirat, erstes Kind. Zweites Kind, Drittes Kind… Sie kaufen eine Ranch. Natalie wird Influencerin und erreicht 5 Mio Follower auf Insta. Alles scheint nach Außen hin perfekt. Aber ist es das wirklich? Plötzlich befindet sich Natalie im 19. Jahrhundert wieder. Gleiche Ranch, andere Familie? Ihr Ehemann ist nicht ihr Ehemann, oder doch? Wer sind die Kinder im Haus? Ihre eigenen? Jetzt springt es zwischen dem 19. Jahrhundert und der Geschichte vorher hin und her. Und das Ende 🙈…. So, und nun hoffe ich, bei der nächsten Lektüre wieder mehr Glück zu haben. Heute nur ⭐️⭐️

Kluger, erschreckend aktueller Roman über Rollenbilder, Social Media und Selbstverlust. Großes Highlight.
Puh, diese 464 Seiten wollen erstmal verarbeitet werden. Insbesondere Teil drei des Buches und der Epilog. Dann will ich mal versuchen: ⚠️ Könnte kleine Spoiler enthalten ⚠️: In „Yesteryear“ von Caro Claire Burke steht die Influencerin Natalie Heller Mills im Mittelpunkt. Schon lange sehnt sie sich nach einem traditionellen Leben als „Tradwife“: Ehefrau, Mutter, Farmhaus, feste Rollenbilder, religiöse Ordnung und eine scheinbar einfache Welt. Online lebt sie genau diese Fantasie. Millionen Menschen folgen ihrer perfekt inszenierten Version von Weiblichkeit und Familie. Natalie verkauft Nostalgie als Lifestyle, in Hochglanz produziert. Doch hinter der Fassade stehen Druck, emotionale Leere und die ständige Selbstinszenierung. Als Natalie plötzlich in einer Welt erwacht, die wie das Jahr 1855 wirkt, muss sie genau das Leben führen, das sie immer romantisiert hat. Und dort merkt sie schnell: Die Vergangenheit war nie die idyllische Fantasie, die sie verkauft hat. Der Roman ist weit mehr als eine Satire über Social Media oder Influencer*innen. Caro Claire Burke erzählt von digitaler Selbstdarstellung, konservativen Gegenbewegungen, Mutterschaft, Kapitalismus und der Frage, wie sehr Menschen sich selbst verlieren können, wenn sie nur noch ein Bild von sich verkaufen, aber tatsächlich nicht danach leben. Besonders stark fand ich die Kritik an der Tradwife-Bewegung. Natalie präsentiert traditionelle Weiblichkeit als etwas Natürliches und Reines: Frauen, die sich Haushalt, Kindern und ihrem Ehemann unterordnen und darin ihre Erfüllung finden. Der Roman zeigt aber sehr deutlich, dass dieses Bild oft künstlich, wirtschaftlich privilegiert und patriarchal geprägt ist. Natalie verkauft Authentizität — obwohl ihr ganzes Leben längst zur Inszenierung geworden ist. Das eigentlich Erschreckende daran: Natalie glaubt irgendwann selbst an die Rolle, die sie spielt. Je erfolgreicher ihre Online-Figur wird, desto stärker verschwimmen Persönlichkeit und Performance. Sie möchte irgendwann nicht mehr nur wie eine Frau aus dem 19. Jahrhundert aussehen — sie möchte wirklich so leben. Gerade darin liegt die große Tragik des Romans. Die Vergangenheit wird dabei zur Gegenwelt zur modernen Überforderung. Natalie empfindet Freiheit nicht als Befreiung, sondern als Belastung: zu viele Entscheidungen, zu viel Konkurrenz, zu viel Selbstoptimierung. Das traditionelle Rollenbild verspricht ihr Ordnung und Klarheit. Als sie diese Welt dann tatsächlich erlebt, erkennt sie, wie brutal sie wirklich ist: körperliche Härte, fehlende Rechte, Abhängigkeit und Kontrolle. Sehr gelungen fand ich auch, wie Burke Social Media beschreibt. Nicht nur Natalies Arbeit wird zur Performance, sondern ihr gesamtes Leben: Ehe, Kinder, Religion, Schwangerschaften — alles wird Content. Die Familie existiert irgendwann nicht mehr als privater Raum, sondern als Marke. Dazu kommt die psychologische Ebene, die ich fast am spannendsten fand. Der Roman spielt permanent mit der Frage, ob Natalie wirklich eine Zeitreise erlebt oder ob sie psychisch immer weiter zerbricht. Erinnerungen an ihr modernes Leben kehren nur bruchstückhaft zurück — ausgelöst durch Gegenstände, Namen, Gerüche oder Situationen. Dadurch verschwimmen Realität, Wunschfantasie und möglicher Wahnsinn zunehmend miteinander. Gerade das macht Natalie zu einer so interessanten Figur: Sie verliert nicht nur die Kontrolle über ihr Leben, sondern irgendwann auch über ihre eigene Wahrnehmung. Die Vergangenheit wirkt dabei fast wie eine psychische Konsequenz ihrer Sehnsucht nach Ordnung, Einfachheit und klaren Rollenbildern. Der Roman deutet immer wieder an, dass Natalie nicht wirklich in 1855 „gelandet“ sein muss — sondern dass ihr Bewusstsein diese Welt erschafft, weil sie mit ihrer modernen Realität nicht mehr klarkommt. Dadurch bekommt „Yesteryear“ stellenweise fast die Atmosphäre eines psychologischen Horrors. Zum Schluss an der Hütte im Wald, dachte ich schon an ein Zeitreiseportal. Dieses Buch hat mich komplett begeistert. Ich fand es klug, unangenehm, witzig und gleichzeitig erschreckend aktuell. Natalie ist keine sympathische Figur. Oft manipulativ, egoistisch und teilweise grausam. Aber genau das macht sie so interessant. Man beobachtet beim Lesen, wie sie sich immer mehr in ihrer eigenen Inszenierung verliert. Besonders stark fand ich, wie der Roman mit Unsicherheit spielt. Ist das wirklich eine Zeitreise? Ein psychischer Zusammenbruch? Eine Flucht vor der Realität? Gerade diese Offenheit macht die Geschichte so spannend. Und obwohl der Roman große gesellschaftliche Themen verhandelt, liest er sich nie trocken oder belehrend. Der Stil ist bissig, ironisch und sehr direkt. Teilweise musste ich lachen — obwohl vieles eigentlich ziemlich verstörend ist. Für mich ein ganz großes Highlight und definitiv eines der spannendsten Bücher über unsere Gegenwart, das ich seit Langem gelesen habe. „Yesteryear“ zeigt, wie gefährlich die Sehnsucht nach einer perfekten Vergangenheit werden kann. Und weil der Roman brutal ehrlich mit der Frage umgeht, wer wir eigentlich sind, wenn wir ständig nur Rollen spielen. Ganz klare Empfehlung. #Yesteryear #CaroClaireBurke #Tradwife #SocialMedia #Gesellschaftsroman #PsychologischerThriller #Rollenbilder #Jahreshighlight

„Ihr Leben ist perfekt. Solange man nicht hinter die Kulissen schaut.“
Natalie liebt ihr Leben. Nun, sie liebt nicht unbedingt ihren Ehemann Caleb oder ihre 5 Kinder, nein sie liebt das wohlhabende, durchinszenierte, kamerawirksame Leben, das sie führen. Natalie, die ideale Ehefrau, die Vorzeige-Mutter, die perfekte Hausfrau und Farmbesitzerin - Natalie die Tradwife. Nach außen sieht es für ihre Millionen Follower auf Social Media so aus, als lebe sie das perfekte Leben einer guten, amerikanischen Mutter. Ihr ganzer Tag ist mehr oder weniger gescripted, ihren Haushalt führen ihre Angestellten, um die Kinder kümmern sich zwei Nannys. Natalie möchte eine Tradwife sein, sonnt sich in ihrer Rolle als Influencerin, genießt es von oben auf ihr Umfeld herabzuschauen. Natalie ist eine Protagonistin, die es mir wirklich schwer gemacht hat, sie zu mögen. Zugegeben, eigentlich war es mir unmöglich. Auch die Rückblenden, die versuchen zu beleuchten, warum sie wurde, wie sie ist, bzw. warum sie sich bewusst entschieden hat, so zu werden, wie sie ist, machen sie (für mich) nicht sympathischer. Die Geschichte spielt auf drei Zeitebenen: in der Gegenwart, in der Vergangenheit und mit einem Blick in die Zukunft. Das macht es spannend und interessant. Ich wollte einfach wissen, wie es für Natalie ausgehen wird, wollte wissen, was hier eigentlich passiert ist und habe mich durch den, wie ich fand, etwas faden und langatmigen, Mittelteil der Story gekämpft, um dann mit einem Ende konfrontiert zu werden, das…. wow, ja das irgendwie anders ist. Stimmig, interessant, aber dennoch irgendwie merkwürdig. Fazit: eine Protagonistin, die ich nicht mochte, eine Geschichte, die mich zwischendrin fast etwas langweilte und ein interessantes, ungewöhnliches Ende. Hatte was. Eine Leseempfehlung von mir.
Kurzweilig, genial, verrückt
Booktok hatte recht. Dieses Buch kann man schlecht beschreiben. Das ist so genial geschrieben, dass es sich in keine Genre Schublade stecken lässt. Natalie ist eine Protagonistin voller Widersprüche. Sympathisch, dennoch eine Bitch. Liebenswert, aber egoistisch. Sehr schlau, sogar intelligent, sie handelt aber nicht nachvollziehbar. Ihre Welt ist voller Wahrheiten, obwohl sie sich und die Welt belügt. Die Autorin verarbeitet so viele Themen auf einmal. Durch Natalie rechnet sie mit allen und allem ab. Mit dem Feminismus und dem Patriarchat, mit dem Glauben und dem Atheismus, mit Tradition und Moderne. Das Ende ist verblüffend gut gelöst. Eine eindeutige Leseempfehlung.
Dieses Buch geht einem unter die Haut🎭⭐️
Yesteryear ist eines dieser Hörbücher, die sich langsam unter die Haut schieben und einen auch nach dem Ende noch beschäftigen🫣. Besonders als Hörbuch funktioniert die Geschichte unglaublich intensiv, weil die Sprecherin Lisa Hrdina genau die richtige Mischung aus Wärme, Kontrolle und unterschwelliger Verzweiflung in ihre Stimme legt. Sie liest nicht einfach nur – sie trägt die Atmosphäre des gesamten Buches. Gerade die emotionalen Brüche, die Unsicherheit und die immer stärker werdende Beklemmung kommen durch ihre Interpretation extrem stark rüber. Die Atmosphäre ist wahrscheinlich die größte Stärke von Yesteryear. Anfangs wirkt alles fast idyllisch: Farmleben, Familie, traditionelle Rollenbilder, ein perfektes Social-Media-Leben. Doch unter dieser glänzenden Oberfläche liegt von Anfang an etwas Unruhiges und Manisches. Das Hörbuch schafft es sehr gut, diese schleichende Düsternis aufzubauen. Man merkt immer mehr, dass hinter der schönen Ästhetik Kontrolle, Selbstverlust und Manipulation stecken. Diese Mischung aus psychologischem Thriller, Gesellschaftskritik und Albtraum macht das Ganze extrem fesselnd🧨. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter✨️!

Für meine Verhältnisse schnell durchgesnackt. Für mich eine große Kritik an Social Media mit einer noch größeren Überspitzung und gerade deswegen so wichtig. Die Geschichte an sich weist für mich große Schwächen auf, lässt sich aber dennoch sehr gut lesen und hält uns thematisch den Spiegel vor. Insbesondere was den Umgang und der Darstellung von Kindern angeht.
Fünf Millionen Menschen folgen Natalie auf Instagram, wo sie ihr perfektes Leben zeigt: die idyllische Farm, ihre fünf Kinder, ihren Ehemann Caleb, ihren christlichen Glauben und natürlich das Rezept für das perfekte Sauerteigbrot. Das Paradebeispiel einer Tradwife. Dass hinter all dem nicht nur Nannys und Farmhelfer, sondern auch ein ganzes Produktionsteam steckt, muss natürlich niemand wissen. Probleme und Skandale? Die werden schön unter den Teppich gekehrt. Bis Natalie eines Tages aufwacht und sich in der Pionierzeit wiederfindet und plötzlich das Leben leben muss, dass sie online immer als so erstrebenswert angepriesen hat. 🐄 Natalie präsentiert sich als die perfekte Christin, dabei ist Nächstenliebe für sie ein Fremdwort. Tatsächlich glaube ich, dass sie in meinem persönlichen Ranking der schlimmsten Charaktere problemlos unter den Top 3 landet. Ihr Charakter ist ein einziger großer Widerspruch – und genau das funktioniert zusammen mit ihrem schwarzen Humor perfekt. Ich habe sie zu keiner Zeit gemocht und trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Die Auflösung am Schluss? Darauf wäre ich niemals gekommen. Ich habe es regelrecht verschlungen und gleichzeitig wieder deutlich gemacht bekommen, was für ein Fiebertraum Social Media eigentlich ist.

Absolut verrückt – und genau deshalb so genial
In "Yesteryear" von Caro Claire Burke bekommt man keine klassische Geschichte serviert sondern ein literarisches Erlebnis, das sich irgendwo zwischen Wahnsinn, Satire und schonungsloser Überzeichnung bewegt. Im Mittelpunkt steht Natalie, eine Protagonistin, die alles ist... nur nicht gewöhnlich. Laut Klappentext erwartet einen eine Story, die mit Erwartungen bricht, Grenzen verschiebt und sich nicht davor scheut, komplett aus dem Rahmen zu fallen. Realität und Absurdität verschwimmen dabei so sehr, dass man sich immer wieder fragt: What the fuck lese ich hier gerade? Als meine BuddyRead-Partnerin Nadine mir dieses Buch geschickt hat, war meine erste Reaktion, dass ich es nicht uuuuunbedingt lesen muss aber bei so vielen guten Rezensionen und dadurch das es so unfassbar verrückt klang, konnte ich dann doch nicht widerstehen. Und ich kann es nicht anders sagen: Ich habe es KEIN bisschen bereut. „Yesteryear“ ist eines dieser Bücher, die man kaum beschreiben kann, ohne ihnen dabei nicht gerecht zu werden. Es ist laut, schräg, überzogen, teilweise komplett drüber und genau darin liegt seine Stärke. Ich habe beim Lesen wirklich Tränen gelacht, so absurd komisch sind manche Situationen. Gleichzeitig gab es immer wieder Momente, in denen ich mit offenem Mund dasaß und dachte: Das kann jetzt nicht ernst gemeint sein…? Diese Mischung aus Humor und völliger Fassungslosigkeit zieht sich durch das ganze Buch und macht es zu einem echten Pageturner. Natalie als Hauptfigur ist dabei alles andere als leicht. Sie ist impulsiv, chaotisch, stellenweise unfassbar anstrengend und jaaaaaaa.....auch wirklich nervtötend. Aber genau das macht sie irgendwie interessant. Sie ist keine glatt geschriebene, perfekte Figur, sondern jemand, der aneckt, übertreibt, Fehler macht und dabei manchmal komplett übers Ziel hinausschießt. Man schwankt ständig zwischen „Ich kann sie nicht mehr ertragen“ und „Ich will unbedingt wissen, wie es mit ihr weitergeht“, genau dieses Wechselspiel hält einen beim Lesen fest. Der Schreibstil ist schnell, bissig und voller Energie. Man wird regelrecht durch die Seiten getragen, ohne eine Pause zu bekommen, was perfekt zur Geschichte passt. Gleichzeitig steckt zwischen all dem Chaos und der Skurrilität auch eine gewisse Tiefe. Hinter dem überdrehten Humor blitzen immer wieder ernste Untertöne auf, die dem Ganzen eine zusätzliche Ebene verleihen. Es ist definitiv kein „einfaches“ Buch im klassischen Sinne. Nicht, weil es schwer zu lesen wäre, sondern weil es einen emotional und gedanklich fordert. Man muss sich auf diese Art von Erzählung einlassen können, auf das Unkonventionelle, das Schräge, das teilweise völlig Überzogene. Aber wenn man das tut, wird man mit einem unglaublich einzigartigen Leseerlebnis belohnt. „Yesteryear“ ist ein wilder Ritt: absurd, laut, manchmal anstrengend, aber absolut genial. Ein Buch, das polarisiert, im Kopf bleibt (gerade wenn man den Inhalt/das Thema des Buchs mit etwas Abstand betrachtet) und definitiv nicht für jeden ist. PS: Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster: Wenn dieses Buch bald verfilmt wird, so wird der Film niemals an das heranreichen, was hier auf den Seiten passiert. Diese besondere Mischung aus Tempo, Witz, Irrsinn und Gefühl, das lässt sich kaum einfangen.

Ist eine weitere Yesteryear-Kritik wirklich notwendig? 😆🤭
(Vorsicht: Spoiler !) Wahrscheinlich nicht. BookTok und Bookstagram sind ja randvoll mit Kritikien und Diskussionen. Trotzdem schreibe ich diesen Beitrag, weil ich vielleicht eine leicht abweichende Sichtweise auf die Protagonistin habe. Natalie Heller Mills wird von ihrer sehr religiösen Mutter aufgezogen. Diese verdrängt ihre gescheiterte Ehe so sehr, dass sie schließlich ihre eigenen Lügen zu glauben scheint. Alles andere würde das mühsam errichtete Weltbild zerstören. Zumindest in Natalies Jugend. Auch Natalie lernt früh, dass Wahrheit oft weniger wichtig ist als die richtige Erzählung bzw. Inszenierung Als Teenager gerät sie am College in Konflikte, da sie mit modernen Rollenbildern, liberalen Umgebungen und der Selbstverständlichkeit anderer Frauen nicht wirklich klarkommt. Sie wirkt fremd in dieser Welt und klammert sich verzweifelt an die Werten, die ihr beigebracht wurden. All diese Dinge formen letztlich ihre Persönlichkeit. Und genau deshalb konnte ich Natalie nie als eindimensionalen und bösen Menschen sehen. Natalie findet ihre Rolle als Traditionalistin und Influencerin mit perfektem Haushalt, Kindern und Bauernhof-Idyll. Ihren Followern verkauft sie eine heile Welt voller Glauben, Familie und sehr konservativen Werten. Hinter diesem Idealbild stehen jedoch Nannies, ProduzentInnen und zahlreiche Hilfsarbeiter, was niemand ahnt. Zumindest anfangs. Doch hinter dieser sorgfältig aufgebauten Fassade beginnen nach und nach die ersten Risse sichtbar zu werden. Die Autorin Caro Claire Burke thematisiert das Phänomen der „Tradwives“ in einer satirischen und gesellschaftskritischen Weise. Der Roman beschäftigt sich für mich aber auch mit der Frage, was passiert, wenn Menschen ihr eigenes Leben irgendwann nur noch als Inszenierung wahrnehmen. Mit den Lügen, die wir anderen erzählen. Vor allem aber mit den Lügen, die wir uns selbst erzählen. Letztlich versucht Natalie meines Erachtens nur Kontrolle über ihr Leben zu bekommen. Mit allen Mitteln. Für viele LeserInnen ist Natalie eine der unsympathischsten Protagonistinnen überhaupt. Das war für mich so nicht ganz nachvollziehbar. Ja, Natalie verhält sich toxisch. Sie ist manipulativ, übergriffig und trifft Entscheidungen, die anderen Menschen schaden. Nichts davon möchte ich entschuldigen. Trotzdem hatte ich Mitleid mit ihr. Der Roman erklärt sehr gut, aus welchem Umfeld Natalie kommt und warum sie zu dieser Person geworden ist. Natalie glaubt nicht nur an die Rolle, die sie spielt. Sie braucht sie. Einer der für mich stärksten Sätze des Romans lautet: „Wenn ich endlich zu der Person werde, die ich so lange vorgegeben habe zu sein, dann kann ich mich niemand mehr Lügnerin nennen. Lügnerin nennen. Lügnerin nennen“ Auch die Momente, in denen Natalie ihre Gedanken plötzlich unbewusst ausspricht, haben eine Wirkung auch mich gehabt. Sie wirken wie Brüche in ihrer Persönlichkeit. Als würde die Maske verrutschen und etwas hervortreten, das sie selbst längst nicht mehr kontrollieren kann. Ein richtig starkes Buch. 4,5 von 5 ⭐️
„Vielleicht macht es mich einfach krank, wie perfekt ich mir mein Leben erschaffen habe.“
Natalie, eine tief gläubige junge Christin, vertritt nicht nur ein eigenes (oder vielleicht auch nicht 😅) Weltbild, sondern träumt auch davon, das Leben wie früher zu leben. Als Mutter vieler Kinder mit einem ebenfalls christlichen Ehemann, der seine Familie unabhängig vom “System” versorgt, sehnt sie sich nach einem traditionellen Lebensstil. Sie ist der festen Überzeugung das alle modernen Frauen verdammt sind und ihr Unglück mit ihren Kinderlosen und Unverheirateten Ansichten zerstören. Mit 19 Jahren lernt sie während ihres Studiums Caleb kennen, den Sohn einer wohlhabenden Familie. Schnell erkennt sie, dass er der Schlüssel zu ihren christlichen Träumen ist. Sie heiraten bald darauf und bekommen ihr erstes Kind. Natalie bricht ihr Studium ab und kauft mit finanzieller Unterstützung ihres wohlhabenden Schwiegervaters eine Farm – die Farm ihrer Träume. Gemeinsam mit ihrem Mann gestaltet sie das Leben Jahr für Jahr so, dass es einem perfekten christlichen Leben gleicht: viele Kinder, selbst angebautes Obst und Gemüse, Hühner, Kühe und ein idyllisches Farmhaus. Als sie jedoch feststellen, dass das Farmleben nicht nur harte Arbeit, sondern auch mit hohen Kosten verbunden ist, beschließt Natalie, ihr perfektes christliches Leben auf Instagram zu präsentieren. Mit großem Erfolg. Das traditionelle Leben scheint ein Millionenpublikum anzusprechen. Eines Tages erwacht Natalie in ihrem perfekten christlichen Leben und stellt fest, dass ihr Wunsch, so zu leben wie früher, Realität geworden ist. Ihr Haus ist zwar immer noch ihr Haus, aber ohne den modernen Luxus wie Strom, warmes Wasser oder eine KitchenAid in der Küche. Stattdessen ist es zu einem Haus aus dem 19. Jahrhundert geworden, komplett mit allem, was dazugehört, und einem Ehemann, der ihr zeigt, wo ihr Platz in der Welt ist. Als christliche Frau hat sie nur eine Aufgabe: Kinder zu bekommen und den Haushalt zu führen und bloß keine Widerrede. Dieses Buch und diese Geschichte haben mich sehr beschäftigt. Würde ich nur Natalie und die meisten anderen Charaktere bewerten, würde ich nur einen Stern vergeben. Sie waren wirklich gestört, Nein ihre Ansichten waren eher gestört! Und Natalie ist die Königin der absurdesten Ansichten, was das “moderne Leben” und vor allem, was Frauen und die Werte des 21. Jahrhunderts angeht. Was muss man eigentlich inhalieren, um so fest davon überzeugt zu sein, dass man allem und jedem überlegen ist und dass die eigene Scheiße am besten riecht? 😅🤣 Das war alles so seltsam, hat mich wütend gemacht, aber vor allem hatte ich Mitleid mit ihr. Sie hat sich ein Einsiedlerleben erschaffen. Obwohl es auf Bildern und Videos perfekt aussieht, ist die Realität hinter verschlossenen Türen Natalies Albtraum. Ein Albtraum, den sie sich selbst erschaffen hat. Schließlich ist es ihr Traum gewesen. Wie schon gesagt, würde ich nur die Charaktere bewerten würde ich dem Buch nur ein Stern vergeben, weil ich die so scheisse fand 😅 Aber die Story war wirklich gut geschrieben worden. Es gab eine menge Zynismus, auch etwas Humor obwohl es eher die Wortwahl war die Natalie gegenüber anderen Personen gedacht aber nie gesagt hat. Wie eine fromme perfekte Christin mit einem einem Wassertank voller Überheblichkeit! Teilweise hat sich das hingezogen aber es gab immer ein Hauch von Spannung. Man wollte unbedingt rausfinden wie Natalie auf einmal im 19. Jahrhundert aufgewacht ist mit dem Wissem des 21.Jahrhunderts. Das Ende hat mich umgehauen, hab null in die Richtung gedacht. Es zeigt wie sich Fanatismus entwickeln kann und das gerade Kinder die leichtesten Opfer in dieser Welt sind. 😭💔

Die Scheinwelt der Yesteryear-Farm 🌾🐄🤳🍞
Yesteryear hat mich komplett überrascht. Hinter der perfekten Tradwife Fassade mit Farmleben, Familie und Social Media Idylle steckt eine bissige, gesellschaftskritische Geschichte, die gleichzeitig unterhaltsam und unangenehm ehrlich ist. Natalie ist keine typische sympathische Hauptfigur, aber genau das macht sie so spannend. Man fiebert trotz allem mit ihr mit und merkt schnell, wie brüchig dieses perfekte Leben eigentlich ist. Clever, überspitzt und absolut fesselnd erzählt. Jetzt bin ich noch in der „Ballerinafarm“ von Hannah Neeleman gefangen. Denn fast genauso stelle ich mir das oberflächliche Leben von Natalie Heller Mills vor.

Originell, bissig und erschreckend aktuell.
Was wäre, wenn eine Influencerin, die ihren Followern das perfekte Tradwife-Leben verkauft, plötzlich genau in der Welt landet, die sie romantisiert? Genau mit dieser ebenso absurden wie genialen Idee spielt Yesteryear – und ich habe jede Seite davon genossen. Natalie lebt von Inszenierungen, perfekt kuratierten Bildern und einer Sehnsucht nach einer vermeintlich besseren Vergangenheit. Doch als sie sich plötzlich im 19. Jahrhundert wiederfindet, wird aus ihrer Fantasie ein Albtraum. Kein Internet, keine Nannys, keine modernen Freiheiten – nur die harte Realität eines Lebens, das sie bisher nur als ästhetischen Trend betrachtet hat. Besonders begeistert hat mich, wie bissig und kompromisslos Caro Claire Burke Partnerschaft, Mutterschaft und gesellschaftliche Rollenbilder auseinandernimmt. Die Darstellung ist bewusst überspitzt, manchmal fast grotesk, aber genau dadurch trifft sie ins Schwarze. Immer wieder musste ich schmunzeln, weil die Satire so treffend und die Beobachtungen so messerscharf sind. Gleichzeitig bleibt einem das Lachen manchmal im Hals stecken, weil hinter dem Humor eine erstaunlich kluge Gesellschaftskritik steckt. Die beiden Handlungsstränge greifen am Ende wunderbar ineinander und ergeben ein Gesamtbild, das lange nachhallt. Besonders gelungen fand ich die unzuverlässige Erzählerin und die vielen Interpretationsmöglichkeiten, die sich aus ihren Wahrnehmungen ergeben. Das Buch hält Leserinnen und Leser ständig dazu an, die eigenen Vorstellungen von Glück, Familie, Weiblichkeit und Selbstverwirklichung zu hinterfragen. Nicht jede Wendung hat mich vollständig überzeugt, und das Ende wirkte auf mich stellenweise etwas überhastet. Trotzdem überwiegen die Stärken deutlich: eine originelle Prämisse, kluge Gesellschaftssatire, viel schwarzer Humor und eine Geschichte, die weit mehr ist als nur ein unterhaltsamer Zeitreise-Roman. Yesteryear ist ein Buch, das den Finger genau in die Wunde unserer Zeit legt – scharfzüngig, provokant und überraschend unterhaltsam.

Knaller 🤯
Meine Lieben… was hab ich da gelesen? Und vor allem: Wie soll ich dieses Buch bewerten, ohne zu viel zu verraten? 😂 Ich versuche es mal: Wir haben hier: * Mama Natalie, eine berühmte Influencerin, die ihr komplettes Leben mit der Öffentlichkeit teilt * eine typische amerikanische Großfamilie mit fünf Kindern – Nummer 6 ist unterwegs * ein sehr christliches Umfeld (Sehr christlich.. mhm) * eine große, idyllische Ranch Alles wirkt harmonisch, perfekt, ein absolutes Träumchen … … oder? Denn plötzlich wacht Natalie zwar auf ihrer Ranch auf… aber mit einer anderen Familie?! Und genau da beginnt der ganze Spaß. Vergangenheit und Gegenwart sorgen dafür, dass man mit jedem Kapitel verwirrter wird. (Ohne Witz, Verwirrung pur!) Das Buch lebt dabei nicht von Action. Es ist eher ruhig erzählt, hat aber doch Schockmomente und zieht sich stellenweise auch etwas. Aber: Du. Kannst. Es. Nicht. Aus. Der. Hand. Legen!! Du. Musst. Wissen. Was. Du. Da. Liest!! Du. Willst. Dich. Auskennen!! 😂😂😂 Bis zum Schluss wusste ich nicht, wohin die Reise geht. Nach jedem Kapitel hatte ich eine neue Theorie. Und ich lag nicht mal ansatzweise richtig 🤯 Das Ende war schockierend gut, rund und einfach perfekt passend, als der komplette Knoten im Gehirn endlich aufgegangen ist Ich hab jetzt noch immer den Mund nicht zubekommen 🤯 Klare Empfehlung
Mehr Schein als Sein, das Leben einer Influencerin.
„Yesteryear“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich gut unterhalten. Der Schreibstil war leicht, flüssig und gleichzeitig so fesselnd, dass ich immer weiterlesen wollte. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Geschichte angekommen. Mit den Charakteren hatte ich anfangs allerdings meine Schwierigkeiten – vor allem mit der Hauptprotagonistin. Sie wirkte auf mich sehr arrogant, berechnend und emotional völlig verschlossen. Sie zeigte kaum Gefühle und machte es damit nicht nur ihrer Familie schwer, sondern auch mir als Leser manchmal. Immer wieder dachte ich: „Warum sagt sie nicht einfach, was sie fühlt? Warum redet sie nicht endlich?“ Viele Konflikte hätten dadurch vermutlich verhindert werden können. Aber genau diese Art machte sie gleichzeitig auch interessant und authentisch. Was ich besonders spannend fand: Ich hatte vor dem Lesen eine völlig andere Erwartung an das Buch. Trotzdem wurde ich keineswegs enttäuscht – eher im Gegenteil. Die Geschichte entwickelte sich in eine Richtung, mit der ich niemals gerechnet hätte. Und dann kam dieser eine Moment, der mich komplett überrascht hat. Ich war gleichzeitig schockiert, traurig und sprachlos. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen. Die letzten 150 Seiten waren für mich absoluter Ausnahmezustand. Ich musste einfach wissen, wie alles endet. Die Spannung wurde immer intensiver und die Geschichte nahm Wendungen, die ich niemals vorhergesehen hätte. Genau das hat das Buch für mich so besonders gemacht: Es war überraschend und völlig anders, als ich gedacht hatte.
Die Geschichte hat mich wirklich gut unterhalten und ich konnte das Buch zum Teil nicht weglegen! Die Protagonistin ist natürlich nicht die sympathischste Person und sehr in die Irre geführt, aber ich fand zumindest den ehrlichen Einblick in ihre Gedanken sehr erfrischend und die Dialoge mit sich selbst sehr unterhaltsam. Ich musste manchmal wirklich laut lachen vor Absurdität. Das Ende und auch die Zeitabschnitte, die die „Yesteryear“ Periode behandeln fand ich nicht ganz ausgereift und so lala. Trotzdem insgesamt ein gutes Buch!
Starker Roman, realitätsnah und auch sehr aktuell
Irgendwie habe ich Probleme damit meine Gefühle und Meinung zu Yesteryear in Worte zu fassen, weil das Buch mich so geflashed hat. Vorne weg: das Buch ist definitiv ein Jahreshighlight für mich! Mit Nathalie haben wir eine Protagonistin, die vorne rum und besonders online die moralisch korrekte, gottesfürchtige, umsichtige und altruistische Hausfrau und Mutter ist. Aber es zeigt sich doch sehr schnell, dass es nur Schein ist und das (Familien-) Leben doch nicht so heil und perfekt ist. Probleme mit Mann und Kinder sind auch hier an der Tagesordnung. (Über Kinder im Internet rege ich mich nicht weiter auf!- Kleiner Tipp: please unfollow ist auch ein top Buch!) Diese Einsicht in die Psyche und Gedanken haben mir super gefallen! Auch konnte ich nicht erraten wieso Nathalie nun in der Vergangenheit gefangen ist. Da hat mich das Buch richtig überrascht! Großes Kino! Mir hat das Buch richtig gut gefallen und ich kann es auch nur weiterempfehlen! Bei manchen Situationen und Aussagen konnte ich nur den Kopf schütteln!
Perfektion ist auch nur eine hübsche Form des Wahnsinns.
Nathalie ist die perfekte Frau: Gläubige Christin, Ehefrau, Mutter. Immer freundlich, immer geschniegelt, immer das amerikanische Idealbild in Menschengestalt. Zusammen mit ihrem Mann und ihren Kindern lebt sie auf der Yesteryear Ranch und zeigt als Tradwife-Influencerin, wie wunderbar das traditionelle Leben fernab der modernen Welt doch angeblich ist. Aber tut sie das wirklich? Und falls ja: Ist dieses Leben tatsächlich so perfekt? Dieses Buch hat mich komplett geflasht. Nathalie ist dabei keine Figur, die man automatisch sympathisch findet. Authentisch? Vielleicht. Freundlich? Nach außen. Empathisch? Eher schwierig. Und trotzdem ist sie als Figur absolut grandios! Dieses Buch ist bissig, bitterböse, klug und permanent unterschwellig unangenehm. Wie eine perfekt gefilterte Instagram-Welt, unter der es gewaltig fault. Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich pointiert. Jeder Satz sitzt und man rauscht durch diese Geschichte wie auf einem wilden Gedankenritt zwischen Faszination und innerem „Oh Gott“. Dabei regt das Buch ständig zum Nachdenken an: Über Rollenbilder, über Social Media und Selbstinszenierung. Und darüber, wie freiwillig das alles eigentlich wirklich ist. Große Empfehlung für alle, die mal wieder Lust auf etwas haben, das nicht nach Schema F funktioniert... fernab vom literarischen Einheitsbrei.

Verrückt! Schräg! Großartig! Und noch viel mehr … Gerade in einer Zeit, in der vor allem in der virtuellen Welt Christfluencer, Manosphere und Misogynie immer präsenter werden, ist dieses Buch so wichtig. Und genau diese Entwicklungen nimmt die Autorin Caro Claire Burke klug und teilweise herrlich bissig aufs Korn. Besonders gelungen fand ich auch den Schreibstil im Roman, der mich von der ersten Seite an mitgerissen hat. Sarkastisch, clever und emotional genau auf den Punkt. „Dem Ehemann zustimmen, wenn er seinen Text abspult und behauptet, das Hähnchen sei perfekt gegart. Alle Lorbeeren der Schwiegermutter überlassen, obwohl sie bis unter die Hutschnur mit Tabletten vollgepumpt ist und das gefrorene Hühnchen beinahe in die Spülmaschine gesteckt hätte. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Beten.“ (S. 174) Schwer zu sagen, wer von den Hauptfiguren unsympathischer ist: Natalie, die sich einer fundamentalistisch-christlichen Mission verschrieben hat und auf ihrem Tradwife-Instagram-Kanal die „gute alte Zeit“ mit klar verteilten Rollenbildern propagiert, oder Caleb, der jeder Verschwörungserzählung hinterherläuft und sie völlig unkritisch weiterverbreitet. Natürlich ist alles mehr Sein als Schein. Auch die völlig durchgeknallten Schwiegereltern fügen sich hier gut ein. Trotz dieser für mich absolut inakzeptablen Weltsicht musste ich beim Lesen immer wieder schmunzeln, weil manche Gedankengänge und Aussagen von Natalie einfach so absurd sind. Das Ende hätte ich mir persönlich etwas anders gewünscht, aber C.C. Burke schafft es eindrucksvoll, ein aktuelles Thema so aufzubereiten, dass der Humor nicht zu kurz kommt. Grandios!

Natalie lebt nach außen hin ein perfektes Leben als Tradwife. Eine tolle Farm, viele Kinder, selbstgebackenes Brot, ein liebevoller Ehemann. Das dürfen ihre vielen Follower auf Instagram jeden Tag begleiten, denn damit finanziert sie ihr Leben. Doch wie sieht es hinter den Kulissen aus? Eines Tages wacht Natalie auf. Es gibt keinen Strom, keine Annehmlichkeiten mehr. Scheinbar ist sie im Jahr 1855 angekommen. Jetzt darf sie dieses Leben führen, das sie in den sozialen Medien so propagiert hat. Aber was ist passiert? Wurde sie entführt, gab es eine Zeitreise oder ist sie mitten in einer Realityshow gelandet? Sie versucht irgendwie zu überleben und beginnt zu verstehen wie hart und entbehrlich so ein Leben wirklich ist. Wow was für ein Buch. Ab der ersten Seite war ich völlig gefesselt. Der Schreibstil ist intensiv, bissig, atmosphärisch und einfach nur spannend. Die Tradwife Szene ist scharf beobachtet und wurde in diesem Roman einfach komplett zerlegt. Und nicht nur die, sondern auch die oft scheinheilige Social Media Welt. Natalie ist manipulativ und verunsichert. Das macht sie zu einer unsympathischen Protagonistin, der man auch das harte Leben auf der Farm gönnt. Das Buch ist eine wilde Mischung aus Satire, Familiendrama und Fiebertraum. Ich war mir oft nicht sicher was jetzt real ist und was nicht. Und genau das macht es vielleicht auch aus. Hier wurde viel geboten und noch dazu sind die Themen sehr aktuell. Ganz großes Kino. Insgesamt ein unterhaltsames, gesellschaftlich wichtiges und auch verstörendes Buch, dass ihr unbedingt lesen müsst. Es gehört definitiv zu den besten Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe.
Eine messerscharfe Satire, die die Influencer-Welt seziert
Das im Netz mehr Fake herrscht als sonst irgendwo, ist nichts Neues. Hier wird das Thema aber wirklich innovativ und gut aufgegriffen. Natalie ist die beste unsympathische Protagonistin seit langem und die man wirklich hasst. Ihre inneren Monologe sind brutal ehrlich. Das Ende war unerwartet und befriedigend 😀
Ihr Leben ist perfekt. Solange man nicht hinter die Kulissen schaut. Mit bedrucktem Transparentumschlag und hochwertig veredeltem Bezug. Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören. Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat? Ein Buch das auf amüsante Weise mit dem typischen Influencer abrechnet, war nett zu lesen.

Die Scheinwelt einer Tradwife-Influencerin
Das Buch hat wunderbar satirisch gezeigt wie Fake oft das Influencerleben ist. Natalie inszeniert sich als die perfekte Christin, Ehefrau, Mutter und Farmerin- eine echte Tradwife eben. Aber eigentlich ist sie nur gehässig und überheblich und wird einem von Seite zu Seite unsympathischer. Als sie dann überraschend „die gute alte Zeit“ erlebt, kommt einiges anders. Mir hat das Lesen wirklich gut gefallen und ich wollte wissen was es mit der Zeitreise auf sich hat. Auch die Rückblicke in Natalies Leben waren interessant. Die Auflösung war anders, als ich es erwartet hätte und passte insgesamt zusammen.
American Psycho Tradwife
Das Buch hat mich gleichermaßen fasziniert und abgestoßen. Erzählerisch ist es sehr gut, die Perspektive des „unreliable narrators“ passt perfekt zur Handlungsstruktur und lässt das Ende plausibel erscheinen. Am erschreckensden finde ich, dass das Bild, das hier satirisch von Amerika gezeichnet wird, gar nicht so weit von der Realität entfernt ist. Ganz klare Leseempfehlung.
yesteryear
an yesteryear bin ich letztes wochenende absolut nicht vorbeigekommen & mit der prämisse, dass eine tradwife influencerin plötzlich im jahr 1855 landet und merkt, wie schlimm das leben eigentlich sein kann, wenn keine 2 nannys und 20 angestellte sich um haus und hof kümmern, musste ich es sofort lesen. und oh boy - i was in for a wild ride. die autorin erzählt die geschichte so unglaublich authentisch, mit humor, bissig und spitzzüngig, dass ich natalie für unglaublich real gehalten habe. viele andere beschreiben, sie hätten die prota „gehasst“, ich kann mich da allerdings nicht anschließen. für mich ist sie eine tragische figur, die vieles nicht besser wusste. das ende habe ich nicht kommen sehen, aber es hat mir sehr gut gefallen. ich hab auch ein paar tränen verdrücken müssen, als ich das ende des epilogs gelesen habe. das buch ist unglaublich gut, aber auch schockierend, erschreckend und tragisch. unfassbar tragisch. ich werde noch eine ganze weile daran denken müssen. UND: ich freu mich auf die verfilmung mit anne hathaway! ich glaube, das wird ganz großartig. große empfehlung, auch wenn der mittelteil sich etwas zieht.

Durchgeknallt, tiefsinnig und fesselnd.
Natalie, eine Frau mit einem perfekten Leben: Traumhaus, wohlerzogene Kinder, ein liebender Ehemann und eine anstrebende Karriere als Influencerin. Zu schön um wahr zu sein?! Der Roman wird auf besondere Weise erzählt. Er springt zwischen zwei Welten hin und her, scheint aus Erinnerungsfetzen zu bestehen. Als Leser versteht man nicht ganz was los ist und genau das hält die Spannung fortwährend aufrecht. Zudem punktet er mit bissigem Humor, was ich persönlich sehr liebe. Natalie ist als Charakter einfach nur unsympathisch, sie eckt an und doch hatte sie mein Mitgefühl. Es steckt mehr hinter ihrer Fassade als anfangs angenommen. Und genau das mochte ich sehr. Eine Tiefgründigkeit, die erst auf dem zweiten Blick ersichtlich ist. YeasterYear ist ein kluger Roman, der im Kopf bleibt. Er hinterfragt und regt zum Nachdenken an, zeigt uns Dinge auf, die für uns heute selbstverständlich sind, aber auch solche die immer noch allgegenwärtig und entwicklungsfähig sind. Es zeigt die Gegensätze zwischen der industriellen und digitalen Entwicklung sowie dem Patriarchat, den weiterhin bestehenden Geschlechterrollen und ihren möglichen Folgen auf. Ein Buch, das etwas anders und doch so wichtig ist. Große Leseempfehlung!

Bitterböses Highlight!
Ich hätte nicht gedacht, dass mich die Geschichte einer so unfassbar unsympathischen Frau so einsaugen würde. Nathalie, eine wahnsinnig selbstbezogene Frau, die ein absolut konservatives Leben führen will, aber eigentlich auch irgendwie nicht. Ihren Glauben benutzt sie nur, wenn es ihr gerade in den Kram passt und die ganze Welt hat sich natürlich gegen sie verschworen. Natürlich in erster Linie, die „wütenden Weiber“. Zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verfolgt man Nathalie auf ihrem Weg zur „Tradwife“. Naja so authentisch, wie man es auf Social Media halt gewöhnt ist. Ich konnte mit Nathalie in den absolut seltensten Momenten mitfühlen und trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lesen. Bitterböser Humor und wirklich schockierende Situationen haben dieses Buch wirklich zu einen Highlight gemacht!
Überraschend anders
So gut wie erhofft, es konnte mich von Beginn weg SEHR fesseln! Es spielt abwechselnd in verschiedenen Zeit- Ebenen, was es erfordert, wirklich "dabei zu bleiben". Doch es wird sofort klar "wann" es gerade spielt. Jedenfalls, ich hatte das Gefühl, die "brave christliche Hausfrau/ Mutter" - Rolle wird hier kritisch dargestellt, nun, sogar als Persiflage. Hier wird gezeigt was es tatsächlich bedeutet in der "guten alten Zeit " (OHNE Strom) zu leben. Zuerst nur fake für die Social Media- Seiten, später als Realität. DAS finde ich persönlich SUPER. Wirklich TOLL umgesetzt. ABER mit dem Ende/ der Auflösung bin ich...nicht ganz glücklich/ nicht ganz zufrieden??? Enttäuscht?? Ehrlich, ich weiß es nicht richtig. Das Ende ist durchaus glaubenswert (Wortspiel), realistisch, nur...nicht mutig. Ja, es war keine wirkliche Überraschung. Nur ist das jammern auf hohen Niveau, keine Ahnung, ob es eine bessere Lösung gegeben hätte. Also, es ist DAS Buch für "den Buchclub", es bietet sich für ergibige Diskussionen an! Wirklich. Auch als Schullektüre eignet es sich, meiner Meinung nach sehr gut. Meine ABSOLUTE LESE EMPFEHLUNG, es BLEIBT mir im Gedächtnis. Mit Sicherheit.

🖤
Ich hatte große Erwartungen an Yesteryear und wurde nicht enttäuscht. Zwar fand ich das Buch stellenweise etwas anspruchsvoll, weil die Sichtweise der Protagonistin sehr speziell ist und man sich wirklich auf sie einlassen muss. Was ehrlich gesagt gar nicht so einfach war, denn sie ist ein echtes Biest, wie es im Buche steht! Der Plot hat mir insgesamt gut gefallen. Er hat mich zwar nicht komplett umgehauen, aber vielleicht muss ich die Geschichte auch erst noch ein wenig sacken lassen. Was ich allerdings großartig fand: Ich konnte die Auflösung überhaupt nicht vorhersehen. Die ganze Zeit über habe ich gerätselt, wie dieses Mysterium am Ende aufgelöst werden würde.
Ein heftiger Fiebertraum, den ich geliebt habe 🫶🏼
Dieses Buch hat mich unglaublich gut unterhalten – und das, obwohl ich die Protagonistin stellenweise wirklich gehasst habe und mir mehr als einmal dachte: Ganz ehrlich, das geschieht ihr irgendwie recht! 🙈🤣 Im Mittelpunkt steht Natalie, eine erfolgreiche Tradwife-Influencerin, die auf Social Media ihr scheinbar perfektes Großfamilienleben auf einer Farm inszeniert. Millionen Menschen verfolgen, wie sie Sauerteigbrot backt, ihre Kinder zuhause unterrichtet und das traditionelle Rollenbild romantisiert. Sie verkauft nicht nur eigene Produkte, sondern vermarktet letztlich auch ihre Familie, besonders ihre Kinder und ihr gesamtes Leben. Was ihre Follower allerdings nicht sehen: Hinter der Fassade der scheinbar mühelos alles meisternden christlichen Hausfrau steckt ein ganzes Team aus Nannys, Farmarbeitern und einer Kamerafrau. Die perfekte Idylle ist nichts weiter als eine sorgfältig inszenierte Scheinwelt. Doch diese bricht durch eine Reihe von Ereignissen nach und nach zusammen – und plötzlich findet sich Natalie in genau der Vergangenheit wieder, die sie zuvor so verklärt hat. Kein Strom, keine technischen Hilfsmittel, echte Selbstversorgung, unzählige Kinder und harte körperliche Arbeit. Und siehe da: Das traditionelle Leben ist plötzlich gar nicht mehr so romantisch und idyllisch, wie sie es ihren Followern immer verkauft hat. Besonders spannend fand ich, dass man erst ganz am Ende erfährt, wie Natalie überhaupt dort gelandet ist. Bis dahin war ich permanent am Rätseln und habe verschiedenste Theorien aufgestellt – und am Ende ergibt plötzlich alles Sinn und ist trotzdem absurd. Das Buch ist satirisch, parodiehaft und gleichzeitig gesellschaftskritisch. Es setzt sich bissig mit Social Media, Influencer-Kultur und der Romantisierung traditioneller Rollenbilder auseinander, hat aber auch eine deutlich feministische Ebene. Für mich war es eine absolut unterhaltsame, kluge und teilweise herrlich frustrierende Lektüre. Plus: Never judge a Book by its Cover- ABER ich liebe, liebe, liebe diesen Umschlag und den Druck dahinter 🥰

Was war das denn? Ich hatte mir unter der Geschichte was ganz anderes vorgestellt. Zum Schluss konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen wie sich alles auflöst. Die Geschichte um Natalie war für mich spannend, erschreckend und zum Schluss auch extrem traurig. Natalie tat mir zwischendurch immer wieder sehr leid und dann war sie aber auch wieder so selbstsüchtig und rücksichtslos. Genau solche Bücher mag ich, Bücher die komplett anders sind und man einfach nur denkt: das war echt verrückt, damit hab ich nicht gerechnet. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Bewegende Story!
Worte für dieses Buch zu finden fällt mir schwer. Anfangs habe ich nichts gecheckt. Trotzdem diese Sogwirkung, was passiert da? Man tappt wirklich eine ganze Weile im Dunkeln…bis plötzlich nicht mehr. Dann zerreißt es einen etwas, mich zumindest ganz schön. Ehrlich, ich konnte das Buch nicht weglegen. Dieser Schreibstil ist wahnsinnig toll, manchmal sogar ein bisschen poetisch. Ich mag dieses Buch sehr, mich hat es auf vielen Ebenen berührt. Ich habe immer wieder ganz viel über die Protas und die Themen nachgedacht und habe mich darauf gefreut weiter zu lesen. Auf jeden Fall ein Hightlight!
Vom Schein und Sein
“Und wer war ich? Eine Bilderbuchchristin. Das All-American-Dream-Girl, ein hottes, emsiges Bienchen, das durch die abgründigsten, dunkelsten Fantasien der Nation summt. Die Mutter, die jede Frau sein wollte, und die Frau, von der sich jeder Mann wünschte, dass sie zu Hause auf ihn wartete. Wie eine Nonne in einem Porno - völlig abwegig, aber bei Gott, es funktionierte. Ich heiße Natalie Heller Mills, und Perfektion ist mein größtes Talent.” Die Yesteryear-Ranch ist auf Social Media einer der beliebtesten Accounts Amerikas, die ganze Nation liebt die Familie Mills und klebt an Natalies Lippen. Ihre Produkte finden reißenden Absatz, was sie backt, backt die amerikanische Frau nach. Der amerikanische Traum, eine Farm auf dem Land, Freiheit total. Und alles mit Gottes himmlischer Unterstützung, natürlich. Eine echte Bilderbuchfamilie. Self-made wird hier groß geschrieben, im wahrsten Sinn des Wortes. Natur pur, alles wird selbst angebaut und verarbeitet. Und immer ist die Kamera dabei, alles für die Reichweite. Natalie weiß genau, was ihre Follower sehen wollen, was nicht und erst recht, was sie nicht sehen (und wissen) dürfen. »Stellt ihr euch nicht ... ein bisschen sehr zur Schau?«, hatte sie gefragt, als wir uns eine Woche zuvor auf einen Kaffee getroffen hatten. »Willst du wirklich, dass so viele Menschen Jessa nur mit Windel bekleidet sehen? «Ich zuckte die Achseln. Schon längst war ich überzeugt, meine Kinder seien online sehr viel sicherer aufgehoben als im echten Leben - ihre beste Version würde für immer in meinem Smartphone konserviert sein, wie kleine Käfer in Bernstein. Ich musste an die Frau bei Whole Foods denken, an ihr verstörtes Gesicht. Egal, wie verletzend manche Kommentare im Netz waren, sie waren nichts gegen die Erinnerung an diesen Gesichtsausdruck. »Ich glaube, du verstehst nicht, wie Social Media funktioniert.« Ihre eigene Mutter macht sich Sorgen. Ihr Schwiegervater, der Präsident werden will, unterstützt sie. Ihr eigenes Team wird immer größer und plötzlich ist nichts mehr wie vorher. Natalie findet sich in einem ihr unbekannten Haus wieder, alles erinnert an die früheste Pionierzeit und plötzlich ist die harte Arbeit, die sie stets vorgab, ihr Alltag. Was bleibt vom amerikanischen Traum, vom Schein, vom Sein? Caro Claire Burke hat ein Buch geschrieben, das einen nicht mehr loslässt und wenn man das Buch beendet hat, möchte man umgehend Social media aus seinem Leben verbannen. Sie ist eine fantastische Erzählerin, deren Bissigkeit ihresgleichen sucht. Es war für mich ein bisschen als ob man Bret Easton Ellis, Jan Böhmermann und Donna Tartt gemischt hätte und heraus kam dieses Werk. Wir lernen Natalie kennen, eine absolut unsympathische Protagonistin, ich würde ihr ungern folgen, aber als Mary ihre Wunde nähte, tat sie mir leid. Ziemlich skurril, welch emotionale Achterbahnfahrt diese Protagonistin in einem auslösen kann. Und skurril ist diese Geschichte allemal. “Yesteryear” ist ein Buch, das sich nicht einfach einordnen lässt. Hier trifft Zeitgenössisches auf Historisches, streift Psychothrillerelemente, Satire und bietet eine außergewöhnlichen Sprache, die hervorragend übersetzt wurde. Mein persönlicher Anwärter auf das Buch des Jahres! Danke Caro Burke!
Kompletter Fiebertraum 😅
Ich hatte ehrlich gesagt ein bisschen Angst vor diesem Buch, einfach weil der Hype so riesig ist und ich bei sowas mittlerweile oft denke: okay, bestimmt overhyped. Aber ich muss wirklich sagen: Das Buch hat mich komplett überrascht. Ich fand es SO unfassbar witzig. Die Protagonistin ist wirklich herrlich daneben – gemein, schrecklich, völlig nicht in Ordnung – und genau das macht dieses Buch so unterhaltsam. Man taucht komplett in ihren Kopf ein und denkt sich die ganze Zeit nur: Mädchen, was stimmt eigentlich nicht mit dir? 😭 Ich musste wirklich oft lachen. Man kommt super schnell durch die Seiten und ich fand auch total spannend, wie sich die Geschichte entwickelt hat. Mit diesem Ausgang hätte ich wirklich absolut nicht gerechnet. Das hat mich komplett überrascht. Ein kleines bisschen kürzer hätte das Ganze für mich trotzdem sein dürfen, gerade in der Mitte hat es sich hier und da etwas gezogen. Und ich glaube auch, dass die englische Originalversion wahrscheinlich nochmal besser funktioniert hätte, weil die Übersetzung manchmal etwas holprig wirkte. Trotzdem: wirklich ein großartig unterhaltsames Buch, das mich total abgeholt hat.
Dieses Buch ist echt ein Fiebertraum. Story und Auflösung fand ich maximal verwirrend und gruselig, aber es war spannend
Puhh, was soll man zu diesem Buch sagen. Es verwirrt einen, es verstört, es macht einen wütend und lässt einen ratlos zurück. Ich kann ehrlich nicht sagen, ob ich das Buch gut finde oder eher so lala. Zum Inhalt selber kann ich nicht viel sagen, da einfach jeder Einblick Spoiler enthalten würde. Nur soviel: Ich habe vom Klappentext und der Leseprobe etwas komplett anderes erwartet. Nämlich einen Einblick in die Scheinwelt einer Tradwife-Influencerin. Und ja, das bekommt man auch ein wenig, aber da ist noch viel mehr. Die Protas sind durchweg gruselig in meinen Augen. Gruselig in der Art, dass ihr Verhalten einfach nur verstörend ist für Menschen, die ein aufklärerisches Weltbild haben. Allen voran die Hauptprotagonistin: Natalie. Nur in den wenigsten Fällen fand ich kam ein wenig Sympathie rüber. In den meisten Fällen dachte ich mir nur "Wtf, was für eine Bitch". Ich fand die Einschätzung einer Person, dass sie keine Familie hat, sondern ein Unternehmen, mehr als treffend. Auf der anderen Seite ist das Buch aber wirklich auch sehr spannend. Die Autorin schafft es einen in die Geschichte zu ziehen, einfach weil man wissen will, was hinter der ganzen Story steckt, die auf einmal ins Absurde abdriftet. Die Auflösung selbst ist dann auch nur bedingt logisch, wo bei mir einfach viele Fragen aufgeploppt sind, u.a. warum niemand früher eingegriffen hat in das ganze Setting. Mein Fazit: Definitiv kein einfaches Buch, aber eines worüber sich trefflich streiten/diskutieren lässt. Ich gebe 3,5 von 5 Sternen.

Ihr Leben ist perfekt, so lange man nicht hinter die Kulissen schaut
Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören. Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat?

Eine christliche TradWife-Influencerin erwacht plötzlich in der Pilgerzeit? Hold my beer!
Wow wow wow. Was hab ich da gerade gelesen? Ein schockierend detaillierter Einblick in das Leben einer Influencerin, die mit viel Lügen und gottesfürchtiger Heuchelei vorgibt, ein „traditionelles“ Leben zu führen. Und diese perfekte Wifey wacht dann plötzlich in der Kälte ihres Hauses auf, das zwar irgendwie ihres ist- aber mit gaaaaaanz anderen Standards. Letztlich einfach nur eine wahnsinnig traurige Geschichte über unschuldige Kinder, die unter narzisstischen und egozentrischen Eltern aufwachsen müssen. Mit der Aufklärung der „Zeitreise“ hätt ich niemals gerechnet- Chapeau an die Autorin. Die Kurve war krass! Dieses Buch sollte sich jede Social-Media-Mum, die ihre Kinder vor die Kamera zerrt und damit Geld verdient, wirklich mal zu Herzen nehmen. Fette Leseempfehlung!

Eine Hassliebe in Buchform
Natalie ist die personifizierte Perfektion. Sie führt ein Traumleben auf einer abgelegenen Farm als Mutter und Hausfrau, umringt von einer Schar Kinder und einem liebevollen Ehemann, sehr bedacht auf traditionelle und christliche Werte. Zumindest glauben das ihre Millionen von Followern! Täglich dürfen sie Natalie dabei zusehen, wie sie scheinbar mühelos den Haushalt, die Kindererziehung und ihr Dasein als Frau meistert. Doch hinter den Kulissen zeigt sich deutlich eine ganz andere Welt: Natalie und ihr Mann werden durch eine Schar Farmhelfer und Nannies unterstützt, die schön abseits der Kameras bleiben sollen. Die große Geldsumme auf dem Konto schadet hier auch nicht unbedingt. Schnell wird klar, dass die heile Welt nur im Scheinwerferlicht existiert. Und als Natalie plötzlich tatsächlich nur noch mit den Mitteln der Pionierzeit auskommen muss, bröckelt die Fassade ganz schnell... Selten war mir eine Protagonistin so unsymphatisch! Natalie hält sich ab der ersten Seite für unfehlbar und straft alle anderen Frauen mit Verachtung. Nicht selten werden diese in ihrem Kopf aufs übelste beschimpft. Feminismus geradezu verteufelt. Nur ihre art des Glaubens und Lebens wird als der einzig richtige Lebensentwurf gesehen. Erst im Verlauf der Geschichte kann man ihre Entwicklung zumindest nachvollziehen, wenn auch nicht unbedingt gutheißen. Und trotz dieser Abneigung Natalie gegenüber, oder gerade deswegen, entwickelt diese Geschichte eine enorme Sogwirkung ab der ersten Seite! Man wartet ( und hofft auch insgeheim) darauf, dass ihre Welt irgendwann implodiert und ihr um die Ohren fliegt. Ganz unerwartet wurde dieses Buch ganz schnell zu einem Lesehighlight!
"Heute ist der letzte Tag des Lebens, wie ich es mir immer vorgestellt habe."
Dieses Buch habe ich auf Booktube vorgestellt bekommen und war direkt interessiert. Die Thematik der Tradwives ist alleine schon kontrovers genug, um spannend zu sein. Doch hier spielen noch viele weitere Facetten rein, die das Buch rundum gelungen machen. Mal driftet es ins Absurde, dann wieder macht es betroffen. Für mich ist das Buch ein absolutes Lesehighlight, das ich jedem ans Herz legen möchte. 🐔🐔🐔🐔 < die Ladies

Zynische Abhandlung des traditionellen Lebensstil
Als Hörbuch hat es mich total gekriegt. Die Sprecherin ist ganz klar eine Empfehlung und hat es mit der richtigen Tonalität unterstrichen. Der Aufhänger ist eine klassische Tradwife auf Instagram alla Ballerinafarm. Es gibt eine Farm in Nirgendwo/Idaho mit Mann und vielen Kindern. Gelebt wird nach dem mormonischen Glauben, kein Sex vor der Ehe, Mann ist der Ernährer und Verhütung ist ein Fremdwort. Auf den ersten Seiten ist es perfekt, aber mit jeder Seite bröckelt es immer mehr. Jedes Kapitel springt zwischen der Rückblende zum bisherigen Leben von Nathalie und ins jetzt, welches aber in 1855 irgendwie spielt. Keine Sorge klingt kompliziert, ist es aber nicht. Das Buch ist ein Abriss des jetzigen Amerikas, gefangen zwischen Verschwörung und (fundamentalen) christlichen Glauben. Es ist erschreckend Scharfsinnig und dabei so zynisch auf den Punkt. Oft musste ich kurz auflachen, nur um kurz darauf zu erkennen wie traurig wahr es doch ist. Unbedingt lesen, es ist ganz klar ein Jahreshighlight für mich.
Zwischen Glaube und Wahnsinn
Yesteryear ist intensiv, verstörend und gleichzeitig unglaublich gut geschrieben. Die Darstellung der Wahrnehmungsstörung mit christlichem Einfluss sorgt für eine beklemmende, aber faszinierende Atmosphäre. Besonders beeindruckt hat mich, was aus den Kindern geworden ist – das gibt der Geschichte trotz allem eine hoffnungsvolle Note. Definitiv kein leichtes Buch, aber eines, das lange im Kopf bleibt.

Characteristics
6 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören.
Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat?
»Caro Claire Burke hat mit »Yesteryear« einen genial bösen Roman über das Phänomen der Tradwives geschrieben.« ZEIT online
»Eine so geniale wie ausgefallene Warnung, dass nicht alles wahrwerden sollte, was wir uns wünschen.« New York Times
»Eine der klügsten literarischen Betrachtungen von Weiblichkeit und den sozialen Medien.« Vogue
»Yesteryear packt einen bei der Kehle und lässt nicht mehr los.« Anne Hathaway
»The Stepford Wives meets The Handmaid's Tale« Hannah Deitch
Große Verfilmung mit Anne Hathaway (Der Teufel trägt Prada) in Vorbereitung.
Book Information
Author Description
Caro Claire Burke ist Redakteurin, Autorin und Podcasterin. Ihre Texte sind in The Atlantic, Marie Claire und Bustle erschienen. Sie ist Co-Host des Podcast Diabolical Lies, in dem sie über aktuelle kulturelle und politische Geschehnisse spricht. ›Yesteryear‹ ist ihr Debütroman.
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Absolute Empfehlung
Was für ein besonderes Buch! Ich habe es wirklich selten, dass mir die Protagonistin so unsympathisch ist und ich ihre Denkweise so wenig nachvollziehen kann, aber genau das hat für mich das Buch ausgemacht! Es hat Humor, ist scharfsinnig und unterschwellig kritisch. Die Themen die dort behandelt werden sind super wichtig, sei es die Rolle der Frau oder wie unterschiedlich Feminismus interpretiert wird. Außerdem war das Buch aber zusätzlich noch super spannend, ich war die ganze Zeit am rätseln wie sich die Situation aufklärt und ob es noch real ist. 🤯 Ich würde es immer weiterempfehlen!

Gelacht + geweint 🫶🏻🫶🏻
✨Rezensionsexemplar + Hörbuch✨ Ich kann mich endlich mal kurz fassen (relativ kurz 🤗🤗): Lest dieses Buch oder hört es, so wie ich. Meiner Meinung nach lohnt es sich total (natürlich gibt es unterschiedliche Meinungen). ✨Zitate „Ich war immer noch einsam, doch die Einsamkeit fühlte sich jetzt beherrschbar an. Wie etwas, das ich überleben würde.“ „Vielleicht musste man es positiv sehen, Caleb war so weich, dass es nicht wehtat, meine Jungfräulichkeit zu verlieren. Es fühlte sich eher so an, als würde jemand in der Nähe meines Bauches mit einem Schwamm herumwischen. Als hätte er mich sehr sanft von innen gereinigt.“ ✨Inhalt Natalie Heller Mills hat ein traumhaftes Leben: sie ist glücklich verheiratet, hat tolle Kinder und lebt mit ihrer Familie auf einer schönen Farm. Natalie ist eine christliche „tradwife“ Influencerin und alles geht gut, bis sie eines Tages aufwacht und plötzlich wie im vorherigen Jahrhundert leben muss… oder aber eben genauso, wie sie ihren Followern vorgespielt hat ohnehin zu leben… ✨Meinung Meine Rezi enthält gar keine Spoiler, teile nur meinen Eindruck mit Euch und nehme Euch etwas durch den Aufbau der Geschichte mit, damit Ihr wisst, was auf Euch zukommt. Die Hälfte bzw. insbesondere das erste Drittel sind extrem humorvoll. Das Buch gab mir „The undomestic goddess“ vibes und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Zwischendurch (wir sind immer noch in der ersten Hälfte) bin ich dann aber etwas über den Aufbau der Geschichte gestolpert. Dort wechselt es sich verhältnismäßig zügig ab, ob wir in dem „anderes Jahrhundert Leben“ drin sind oder aber chronologisch über das Leben von Natalie VOR ihrem Influencer Leben lernen. Die influencer Tätigkeit als solche und wie es dazu kam, das erfahren wir erst in der zweiten Hälfte. Dementsprechend war der Anfang zwar super witzig, aber hat sich für mich auch gezogen. Hingegen alles ab ca. 50% war extrem schnell und einfach ein spannender und krasser Fiebertraum. Als man erfährt, was passiert ist, hat sich für mich noch ein weiterer Buchvibe in die Angelegenheit gemischt: „Ich, die ich Männer nicht kannte“. Eine Kälte, Melancholie und Trauer hat da mein Herz ergriffen. Ich kann es ohne Spoiler weder erklären noch beschreiben. ✨Fazit Ich habe jegliche Emotionen durchgemacht und kann Euch insbesondere das Hörbuch absolut empfehlen. Die Sprecherin hat definitiv zum tollen Erlebnis beigetragen, ihre Stimme und die Art und Weise der Lesung hat die Geschichte komplett zum Leben erweckt. Ich bin schwer beeindruckt und angetan. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

📚 Bookhaul Mai 2/2 📚
Meine letzten Neuzugänge für den Mai.🌸 Ich freue mich wie verrückt auf Yesteryear, ich wünschte ich hätte schon gestern damit angefangen.🤭 Hoffentlich dann im Juni.🙂↕️ Bisher habe ich fast nur Gutes gehört und ich wünsche mir, dass ich es auch lieben werde.🤞🏼😍 Die Zodiac Academy Reihe wird von Buch zu Buch immer fetter - das sind mittlerweile Backsteine bei mir im Regal. 🥲 Aber lieber Solobände, statt aufteilen.💸 Die Copy/Paste-Aufmachung von The Sea Spinner ist einfach bodenlos enttäuschend, immerhin ist das Cover wieder eine 12/10.🥲 • Fated Throne | Twisted Sisters • Cursed Fates | Twisted Sisters • Kingdom of Lies | Stacia Stark • The Ballad of falling Dragons | Sarah A. Parker • The Sea Spinner | Julie Johnson • Yesteryear | Caro Claire Burke • The Rose Bargain | Sasha Peyton Smith • A Drop of Corruption | Robert Jackson Bennett • Bad Bishop | L. J. Shen • Fever Dream | Elsie Silver • The Front Runner | Elsie Silver • The Annihilator | RuNyx 💕🌸✨

"Yesteryear"ist ein ungewöhnlicher, spannender und vielschichtiger Roman; eine interessante Mischung aus psychologischer Spannung, Gesellschaftskritik, Selbstinszenierung auf Social Media, traditionelle Rollenbildern und Religion. Die Handlung entwickelt sich zunehmend rätselhaft und spannend, vor allem durch den beständigen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, sowie die eingeflochtenen Interviewpassagen, in denen Natalie ihre Gedanken reflektiert, was der Geschichte zusätzliche Tiefe gibt. Ein Roman, der zum Nachdenken anregt mit einer ziemlich unsympathischen Protagonistin und einem interessanten und ungewöhnlichen Ende.
Für die Aufmachung und das Cover, das unter dem hübschen Schutzumschlag zum Vorschein kommt, verdient das Buch sicherlich fünf Sterne, der Inhalt kann keineswegs mithalten. "Du hast keine Familie, du hast ein Unternehmen. Das wissen deine Nannys, deine Farmhelfer, und das weiß dein Mann. Und eines Tages werden es auch deine Kinder wissen. Und weißt du was? Sie werden dich dafür hassen. Und sie werden es dir niemals verzeihen." Natalie ist Influencerin, sie postet täglich Beiträge aus ihrem Leben auf einer abgelegenen Farm in Idaho und erreicht damit fünf Millionen Follower. Sie hat fünf Kinder und ist mit dem sechsten schwanger. Ihr Ehemann Caleb ist in ihren Augen ein Volltrottel, dümmlich und naiv, sie hat ihn nie geliebt, braucht aber einen Ehemann für ihr Leben als Tradwife. Eines Tages erwacht sie auf einer Farm, in dem ihr Mann und ihre Kinder ein Leben führen wie zu Pionierzeiten zweihundert Jahre zuvor. Natalie ist die unsympathischste Protagonistin, die mir jemals untergekommen ist, und sie macht in dreißig Jahren keinerlei Entwicklung durch, ihre veralteten Ansichten, die sie mit 19 hatte, hat sie mit 50 immer noch, und das trotz der Erfahrungen, aus denen sie hätte lernen können. Sie mag niemanden, noch nicht mal ihre Mutter oder ihre Schwester, sie hat keine einzige Freundin, ihre Kinder sind Vorzeigeobjekte für ihre Follower. Ihren Mann hat sie in Harvard kennengelernt. Das Studium an der Eliteuniversität hat sie nach einem Jahr abgebrochen, um mit Caleb und ihrem ersten Kind auf die Farm zu ziehen. Über das Streben ihrer Kommilitonninen nach beruflichem Erfolg macht sie sich lustig. Die Figur ihres Schwiegervaters Doug, der Präsidentschaftskandidat ist, hätte angesichts seines realen Vorbilds viel Potential gehabt, das hier jedoch nicht ausgeschöpft wurde. "Er war Kriegsveteran, konservativer Familienmensch und wurde von anderen Männern gern einmal mit kriecherischem Ernst als echter John Wayne bezeichnet. Der ultimative Patriarch." Seine Frau "Amelia schwebte stumm hinter ihm her, lächelte breit in seinem Schatten und strich sich gelegentlich das rosa Chanel-Ensemble glatt, als wäre sie die Special Edition einer First-Lady-Barbie." Das Ende und die Auflösung gefallen mir gar nicht. Natalie bleibt unentwegt unsympathisch und unbelehrbar. Leider bleibt das Buch weit hinter meinen hohen Erwartungen zurück.
Neeeeeee, dass war nix für mich
Also, ich bin ehrlich, wenn Bücher durchweg so gehypt werden, springe ich gerne mit aufs Pferd und gehe neugierig und gut gelaunt an diese Lektüre ran. Außerdem wollte ich das Buch gelesen haben, bevor dieses in meinem Lieblingspodcast eat-read-sleep in der kommenden Folge anlässlich der Bestseller-Challenge besprochen wird (ich bin gespannt, wie dort die Meinungen sind). Dieses Mal muss ich leider sagen: Hat mich gar nicht abgeholt. Die Sprache und der Stil waren gut (ja, einige Dialoge sind auch richtig witzig), aber die Geschichte ….. Ich habe es eben beendet und mir fehlen die Worte 🤔. Worum geht es? Natalie lernt mit 19 ihren zukünftigen Ehemann Caleb am College kennen. Verlobung, Heirat, erstes Kind. Zweites Kind, Drittes Kind… Sie kaufen eine Ranch. Natalie wird Influencerin und erreicht 5 Mio Follower auf Insta. Alles scheint nach Außen hin perfekt. Aber ist es das wirklich? Plötzlich befindet sich Natalie im 19. Jahrhundert wieder. Gleiche Ranch, andere Familie? Ihr Ehemann ist nicht ihr Ehemann, oder doch? Wer sind die Kinder im Haus? Ihre eigenen? Jetzt springt es zwischen dem 19. Jahrhundert und der Geschichte vorher hin und her. Und das Ende 🙈…. So, und nun hoffe ich, bei der nächsten Lektüre wieder mehr Glück zu haben. Heute nur ⭐️⭐️

Kluger, erschreckend aktueller Roman über Rollenbilder, Social Media und Selbstverlust. Großes Highlight.
Puh, diese 464 Seiten wollen erstmal verarbeitet werden. Insbesondere Teil drei des Buches und der Epilog. Dann will ich mal versuchen: ⚠️ Könnte kleine Spoiler enthalten ⚠️: In „Yesteryear“ von Caro Claire Burke steht die Influencerin Natalie Heller Mills im Mittelpunkt. Schon lange sehnt sie sich nach einem traditionellen Leben als „Tradwife“: Ehefrau, Mutter, Farmhaus, feste Rollenbilder, religiöse Ordnung und eine scheinbar einfache Welt. Online lebt sie genau diese Fantasie. Millionen Menschen folgen ihrer perfekt inszenierten Version von Weiblichkeit und Familie. Natalie verkauft Nostalgie als Lifestyle, in Hochglanz produziert. Doch hinter der Fassade stehen Druck, emotionale Leere und die ständige Selbstinszenierung. Als Natalie plötzlich in einer Welt erwacht, die wie das Jahr 1855 wirkt, muss sie genau das Leben führen, das sie immer romantisiert hat. Und dort merkt sie schnell: Die Vergangenheit war nie die idyllische Fantasie, die sie verkauft hat. Der Roman ist weit mehr als eine Satire über Social Media oder Influencer*innen. Caro Claire Burke erzählt von digitaler Selbstdarstellung, konservativen Gegenbewegungen, Mutterschaft, Kapitalismus und der Frage, wie sehr Menschen sich selbst verlieren können, wenn sie nur noch ein Bild von sich verkaufen, aber tatsächlich nicht danach leben. Besonders stark fand ich die Kritik an der Tradwife-Bewegung. Natalie präsentiert traditionelle Weiblichkeit als etwas Natürliches und Reines: Frauen, die sich Haushalt, Kindern und ihrem Ehemann unterordnen und darin ihre Erfüllung finden. Der Roman zeigt aber sehr deutlich, dass dieses Bild oft künstlich, wirtschaftlich privilegiert und patriarchal geprägt ist. Natalie verkauft Authentizität — obwohl ihr ganzes Leben längst zur Inszenierung geworden ist. Das eigentlich Erschreckende daran: Natalie glaubt irgendwann selbst an die Rolle, die sie spielt. Je erfolgreicher ihre Online-Figur wird, desto stärker verschwimmen Persönlichkeit und Performance. Sie möchte irgendwann nicht mehr nur wie eine Frau aus dem 19. Jahrhundert aussehen — sie möchte wirklich so leben. Gerade darin liegt die große Tragik des Romans. Die Vergangenheit wird dabei zur Gegenwelt zur modernen Überforderung. Natalie empfindet Freiheit nicht als Befreiung, sondern als Belastung: zu viele Entscheidungen, zu viel Konkurrenz, zu viel Selbstoptimierung. Das traditionelle Rollenbild verspricht ihr Ordnung und Klarheit. Als sie diese Welt dann tatsächlich erlebt, erkennt sie, wie brutal sie wirklich ist: körperliche Härte, fehlende Rechte, Abhängigkeit und Kontrolle. Sehr gelungen fand ich auch, wie Burke Social Media beschreibt. Nicht nur Natalies Arbeit wird zur Performance, sondern ihr gesamtes Leben: Ehe, Kinder, Religion, Schwangerschaften — alles wird Content. Die Familie existiert irgendwann nicht mehr als privater Raum, sondern als Marke. Dazu kommt die psychologische Ebene, die ich fast am spannendsten fand. Der Roman spielt permanent mit der Frage, ob Natalie wirklich eine Zeitreise erlebt oder ob sie psychisch immer weiter zerbricht. Erinnerungen an ihr modernes Leben kehren nur bruchstückhaft zurück — ausgelöst durch Gegenstände, Namen, Gerüche oder Situationen. Dadurch verschwimmen Realität, Wunschfantasie und möglicher Wahnsinn zunehmend miteinander. Gerade das macht Natalie zu einer so interessanten Figur: Sie verliert nicht nur die Kontrolle über ihr Leben, sondern irgendwann auch über ihre eigene Wahrnehmung. Die Vergangenheit wirkt dabei fast wie eine psychische Konsequenz ihrer Sehnsucht nach Ordnung, Einfachheit und klaren Rollenbildern. Der Roman deutet immer wieder an, dass Natalie nicht wirklich in 1855 „gelandet“ sein muss — sondern dass ihr Bewusstsein diese Welt erschafft, weil sie mit ihrer modernen Realität nicht mehr klarkommt. Dadurch bekommt „Yesteryear“ stellenweise fast die Atmosphäre eines psychologischen Horrors. Zum Schluss an der Hütte im Wald, dachte ich schon an ein Zeitreiseportal. Dieses Buch hat mich komplett begeistert. Ich fand es klug, unangenehm, witzig und gleichzeitig erschreckend aktuell. Natalie ist keine sympathische Figur. Oft manipulativ, egoistisch und teilweise grausam. Aber genau das macht sie so interessant. Man beobachtet beim Lesen, wie sie sich immer mehr in ihrer eigenen Inszenierung verliert. Besonders stark fand ich, wie der Roman mit Unsicherheit spielt. Ist das wirklich eine Zeitreise? Ein psychischer Zusammenbruch? Eine Flucht vor der Realität? Gerade diese Offenheit macht die Geschichte so spannend. Und obwohl der Roman große gesellschaftliche Themen verhandelt, liest er sich nie trocken oder belehrend. Der Stil ist bissig, ironisch und sehr direkt. Teilweise musste ich lachen — obwohl vieles eigentlich ziemlich verstörend ist. Für mich ein ganz großes Highlight und definitiv eines der spannendsten Bücher über unsere Gegenwart, das ich seit Langem gelesen habe. „Yesteryear“ zeigt, wie gefährlich die Sehnsucht nach einer perfekten Vergangenheit werden kann. Und weil der Roman brutal ehrlich mit der Frage umgeht, wer wir eigentlich sind, wenn wir ständig nur Rollen spielen. Ganz klare Empfehlung. #Yesteryear #CaroClaireBurke #Tradwife #SocialMedia #Gesellschaftsroman #PsychologischerThriller #Rollenbilder #Jahreshighlight

„Ihr Leben ist perfekt. Solange man nicht hinter die Kulissen schaut.“
Natalie liebt ihr Leben. Nun, sie liebt nicht unbedingt ihren Ehemann Caleb oder ihre 5 Kinder, nein sie liebt das wohlhabende, durchinszenierte, kamerawirksame Leben, das sie führen. Natalie, die ideale Ehefrau, die Vorzeige-Mutter, die perfekte Hausfrau und Farmbesitzerin - Natalie die Tradwife. Nach außen sieht es für ihre Millionen Follower auf Social Media so aus, als lebe sie das perfekte Leben einer guten, amerikanischen Mutter. Ihr ganzer Tag ist mehr oder weniger gescripted, ihren Haushalt führen ihre Angestellten, um die Kinder kümmern sich zwei Nannys. Natalie möchte eine Tradwife sein, sonnt sich in ihrer Rolle als Influencerin, genießt es von oben auf ihr Umfeld herabzuschauen. Natalie ist eine Protagonistin, die es mir wirklich schwer gemacht hat, sie zu mögen. Zugegeben, eigentlich war es mir unmöglich. Auch die Rückblenden, die versuchen zu beleuchten, warum sie wurde, wie sie ist, bzw. warum sie sich bewusst entschieden hat, so zu werden, wie sie ist, machen sie (für mich) nicht sympathischer. Die Geschichte spielt auf drei Zeitebenen: in der Gegenwart, in der Vergangenheit und mit einem Blick in die Zukunft. Das macht es spannend und interessant. Ich wollte einfach wissen, wie es für Natalie ausgehen wird, wollte wissen, was hier eigentlich passiert ist und habe mich durch den, wie ich fand, etwas faden und langatmigen, Mittelteil der Story gekämpft, um dann mit einem Ende konfrontiert zu werden, das…. wow, ja das irgendwie anders ist. Stimmig, interessant, aber dennoch irgendwie merkwürdig. Fazit: eine Protagonistin, die ich nicht mochte, eine Geschichte, die mich zwischendrin fast etwas langweilte und ein interessantes, ungewöhnliches Ende. Hatte was. Eine Leseempfehlung von mir.
Kurzweilig, genial, verrückt
Booktok hatte recht. Dieses Buch kann man schlecht beschreiben. Das ist so genial geschrieben, dass es sich in keine Genre Schublade stecken lässt. Natalie ist eine Protagonistin voller Widersprüche. Sympathisch, dennoch eine Bitch. Liebenswert, aber egoistisch. Sehr schlau, sogar intelligent, sie handelt aber nicht nachvollziehbar. Ihre Welt ist voller Wahrheiten, obwohl sie sich und die Welt belügt. Die Autorin verarbeitet so viele Themen auf einmal. Durch Natalie rechnet sie mit allen und allem ab. Mit dem Feminismus und dem Patriarchat, mit dem Glauben und dem Atheismus, mit Tradition und Moderne. Das Ende ist verblüffend gut gelöst. Eine eindeutige Leseempfehlung.
Dieses Buch geht einem unter die Haut🎭⭐️
Yesteryear ist eines dieser Hörbücher, die sich langsam unter die Haut schieben und einen auch nach dem Ende noch beschäftigen🫣. Besonders als Hörbuch funktioniert die Geschichte unglaublich intensiv, weil die Sprecherin Lisa Hrdina genau die richtige Mischung aus Wärme, Kontrolle und unterschwelliger Verzweiflung in ihre Stimme legt. Sie liest nicht einfach nur – sie trägt die Atmosphäre des gesamten Buches. Gerade die emotionalen Brüche, die Unsicherheit und die immer stärker werdende Beklemmung kommen durch ihre Interpretation extrem stark rüber. Die Atmosphäre ist wahrscheinlich die größte Stärke von Yesteryear. Anfangs wirkt alles fast idyllisch: Farmleben, Familie, traditionelle Rollenbilder, ein perfektes Social-Media-Leben. Doch unter dieser glänzenden Oberfläche liegt von Anfang an etwas Unruhiges und Manisches. Das Hörbuch schafft es sehr gut, diese schleichende Düsternis aufzubauen. Man merkt immer mehr, dass hinter der schönen Ästhetik Kontrolle, Selbstverlust und Manipulation stecken. Diese Mischung aus psychologischem Thriller, Gesellschaftskritik und Albtraum macht das Ganze extrem fesselnd🧨. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter✨️!

Für meine Verhältnisse schnell durchgesnackt. Für mich eine große Kritik an Social Media mit einer noch größeren Überspitzung und gerade deswegen so wichtig. Die Geschichte an sich weist für mich große Schwächen auf, lässt sich aber dennoch sehr gut lesen und hält uns thematisch den Spiegel vor. Insbesondere was den Umgang und der Darstellung von Kindern angeht.
Fünf Millionen Menschen folgen Natalie auf Instagram, wo sie ihr perfektes Leben zeigt: die idyllische Farm, ihre fünf Kinder, ihren Ehemann Caleb, ihren christlichen Glauben und natürlich das Rezept für das perfekte Sauerteigbrot. Das Paradebeispiel einer Tradwife. Dass hinter all dem nicht nur Nannys und Farmhelfer, sondern auch ein ganzes Produktionsteam steckt, muss natürlich niemand wissen. Probleme und Skandale? Die werden schön unter den Teppich gekehrt. Bis Natalie eines Tages aufwacht und sich in der Pionierzeit wiederfindet und plötzlich das Leben leben muss, dass sie online immer als so erstrebenswert angepriesen hat. 🐄 Natalie präsentiert sich als die perfekte Christin, dabei ist Nächstenliebe für sie ein Fremdwort. Tatsächlich glaube ich, dass sie in meinem persönlichen Ranking der schlimmsten Charaktere problemlos unter den Top 3 landet. Ihr Charakter ist ein einziger großer Widerspruch – und genau das funktioniert zusammen mit ihrem schwarzen Humor perfekt. Ich habe sie zu keiner Zeit gemocht und trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Die Auflösung am Schluss? Darauf wäre ich niemals gekommen. Ich habe es regelrecht verschlungen und gleichzeitig wieder deutlich gemacht bekommen, was für ein Fiebertraum Social Media eigentlich ist.

Absolut verrückt – und genau deshalb so genial
In "Yesteryear" von Caro Claire Burke bekommt man keine klassische Geschichte serviert sondern ein literarisches Erlebnis, das sich irgendwo zwischen Wahnsinn, Satire und schonungsloser Überzeichnung bewegt. Im Mittelpunkt steht Natalie, eine Protagonistin, die alles ist... nur nicht gewöhnlich. Laut Klappentext erwartet einen eine Story, die mit Erwartungen bricht, Grenzen verschiebt und sich nicht davor scheut, komplett aus dem Rahmen zu fallen. Realität und Absurdität verschwimmen dabei so sehr, dass man sich immer wieder fragt: What the fuck lese ich hier gerade? Als meine BuddyRead-Partnerin Nadine mir dieses Buch geschickt hat, war meine erste Reaktion, dass ich es nicht uuuuunbedingt lesen muss aber bei so vielen guten Rezensionen und dadurch das es so unfassbar verrückt klang, konnte ich dann doch nicht widerstehen. Und ich kann es nicht anders sagen: Ich habe es KEIN bisschen bereut. „Yesteryear“ ist eines dieser Bücher, die man kaum beschreiben kann, ohne ihnen dabei nicht gerecht zu werden. Es ist laut, schräg, überzogen, teilweise komplett drüber und genau darin liegt seine Stärke. Ich habe beim Lesen wirklich Tränen gelacht, so absurd komisch sind manche Situationen. Gleichzeitig gab es immer wieder Momente, in denen ich mit offenem Mund dasaß und dachte: Das kann jetzt nicht ernst gemeint sein…? Diese Mischung aus Humor und völliger Fassungslosigkeit zieht sich durch das ganze Buch und macht es zu einem echten Pageturner. Natalie als Hauptfigur ist dabei alles andere als leicht. Sie ist impulsiv, chaotisch, stellenweise unfassbar anstrengend und jaaaaaaa.....auch wirklich nervtötend. Aber genau das macht sie irgendwie interessant. Sie ist keine glatt geschriebene, perfekte Figur, sondern jemand, der aneckt, übertreibt, Fehler macht und dabei manchmal komplett übers Ziel hinausschießt. Man schwankt ständig zwischen „Ich kann sie nicht mehr ertragen“ und „Ich will unbedingt wissen, wie es mit ihr weitergeht“, genau dieses Wechselspiel hält einen beim Lesen fest. Der Schreibstil ist schnell, bissig und voller Energie. Man wird regelrecht durch die Seiten getragen, ohne eine Pause zu bekommen, was perfekt zur Geschichte passt. Gleichzeitig steckt zwischen all dem Chaos und der Skurrilität auch eine gewisse Tiefe. Hinter dem überdrehten Humor blitzen immer wieder ernste Untertöne auf, die dem Ganzen eine zusätzliche Ebene verleihen. Es ist definitiv kein „einfaches“ Buch im klassischen Sinne. Nicht, weil es schwer zu lesen wäre, sondern weil es einen emotional und gedanklich fordert. Man muss sich auf diese Art von Erzählung einlassen können, auf das Unkonventionelle, das Schräge, das teilweise völlig Überzogene. Aber wenn man das tut, wird man mit einem unglaublich einzigartigen Leseerlebnis belohnt. „Yesteryear“ ist ein wilder Ritt: absurd, laut, manchmal anstrengend, aber absolut genial. Ein Buch, das polarisiert, im Kopf bleibt (gerade wenn man den Inhalt/das Thema des Buchs mit etwas Abstand betrachtet) und definitiv nicht für jeden ist. PS: Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster: Wenn dieses Buch bald verfilmt wird, so wird der Film niemals an das heranreichen, was hier auf den Seiten passiert. Diese besondere Mischung aus Tempo, Witz, Irrsinn und Gefühl, das lässt sich kaum einfangen.

Ist eine weitere Yesteryear-Kritik wirklich notwendig? 😆🤭
(Vorsicht: Spoiler !) Wahrscheinlich nicht. BookTok und Bookstagram sind ja randvoll mit Kritikien und Diskussionen. Trotzdem schreibe ich diesen Beitrag, weil ich vielleicht eine leicht abweichende Sichtweise auf die Protagonistin habe. Natalie Heller Mills wird von ihrer sehr religiösen Mutter aufgezogen. Diese verdrängt ihre gescheiterte Ehe so sehr, dass sie schließlich ihre eigenen Lügen zu glauben scheint. Alles andere würde das mühsam errichtete Weltbild zerstören. Zumindest in Natalies Jugend. Auch Natalie lernt früh, dass Wahrheit oft weniger wichtig ist als die richtige Erzählung bzw. Inszenierung Als Teenager gerät sie am College in Konflikte, da sie mit modernen Rollenbildern, liberalen Umgebungen und der Selbstverständlichkeit anderer Frauen nicht wirklich klarkommt. Sie wirkt fremd in dieser Welt und klammert sich verzweifelt an die Werten, die ihr beigebracht wurden. All diese Dinge formen letztlich ihre Persönlichkeit. Und genau deshalb konnte ich Natalie nie als eindimensionalen und bösen Menschen sehen. Natalie findet ihre Rolle als Traditionalistin und Influencerin mit perfektem Haushalt, Kindern und Bauernhof-Idyll. Ihren Followern verkauft sie eine heile Welt voller Glauben, Familie und sehr konservativen Werten. Hinter diesem Idealbild stehen jedoch Nannies, ProduzentInnen und zahlreiche Hilfsarbeiter, was niemand ahnt. Zumindest anfangs. Doch hinter dieser sorgfältig aufgebauten Fassade beginnen nach und nach die ersten Risse sichtbar zu werden. Die Autorin Caro Claire Burke thematisiert das Phänomen der „Tradwives“ in einer satirischen und gesellschaftskritischen Weise. Der Roman beschäftigt sich für mich aber auch mit der Frage, was passiert, wenn Menschen ihr eigenes Leben irgendwann nur noch als Inszenierung wahrnehmen. Mit den Lügen, die wir anderen erzählen. Vor allem aber mit den Lügen, die wir uns selbst erzählen. Letztlich versucht Natalie meines Erachtens nur Kontrolle über ihr Leben zu bekommen. Mit allen Mitteln. Für viele LeserInnen ist Natalie eine der unsympathischsten Protagonistinnen überhaupt. Das war für mich so nicht ganz nachvollziehbar. Ja, Natalie verhält sich toxisch. Sie ist manipulativ, übergriffig und trifft Entscheidungen, die anderen Menschen schaden. Nichts davon möchte ich entschuldigen. Trotzdem hatte ich Mitleid mit ihr. Der Roman erklärt sehr gut, aus welchem Umfeld Natalie kommt und warum sie zu dieser Person geworden ist. Natalie glaubt nicht nur an die Rolle, die sie spielt. Sie braucht sie. Einer der für mich stärksten Sätze des Romans lautet: „Wenn ich endlich zu der Person werde, die ich so lange vorgegeben habe zu sein, dann kann ich mich niemand mehr Lügnerin nennen. Lügnerin nennen. Lügnerin nennen“ Auch die Momente, in denen Natalie ihre Gedanken plötzlich unbewusst ausspricht, haben eine Wirkung auch mich gehabt. Sie wirken wie Brüche in ihrer Persönlichkeit. Als würde die Maske verrutschen und etwas hervortreten, das sie selbst längst nicht mehr kontrollieren kann. Ein richtig starkes Buch. 4,5 von 5 ⭐️
„Vielleicht macht es mich einfach krank, wie perfekt ich mir mein Leben erschaffen habe.“
Natalie, eine tief gläubige junge Christin, vertritt nicht nur ein eigenes (oder vielleicht auch nicht 😅) Weltbild, sondern träumt auch davon, das Leben wie früher zu leben. Als Mutter vieler Kinder mit einem ebenfalls christlichen Ehemann, der seine Familie unabhängig vom “System” versorgt, sehnt sie sich nach einem traditionellen Lebensstil. Sie ist der festen Überzeugung das alle modernen Frauen verdammt sind und ihr Unglück mit ihren Kinderlosen und Unverheirateten Ansichten zerstören. Mit 19 Jahren lernt sie während ihres Studiums Caleb kennen, den Sohn einer wohlhabenden Familie. Schnell erkennt sie, dass er der Schlüssel zu ihren christlichen Träumen ist. Sie heiraten bald darauf und bekommen ihr erstes Kind. Natalie bricht ihr Studium ab und kauft mit finanzieller Unterstützung ihres wohlhabenden Schwiegervaters eine Farm – die Farm ihrer Träume. Gemeinsam mit ihrem Mann gestaltet sie das Leben Jahr für Jahr so, dass es einem perfekten christlichen Leben gleicht: viele Kinder, selbst angebautes Obst und Gemüse, Hühner, Kühe und ein idyllisches Farmhaus. Als sie jedoch feststellen, dass das Farmleben nicht nur harte Arbeit, sondern auch mit hohen Kosten verbunden ist, beschließt Natalie, ihr perfektes christliches Leben auf Instagram zu präsentieren. Mit großem Erfolg. Das traditionelle Leben scheint ein Millionenpublikum anzusprechen. Eines Tages erwacht Natalie in ihrem perfekten christlichen Leben und stellt fest, dass ihr Wunsch, so zu leben wie früher, Realität geworden ist. Ihr Haus ist zwar immer noch ihr Haus, aber ohne den modernen Luxus wie Strom, warmes Wasser oder eine KitchenAid in der Küche. Stattdessen ist es zu einem Haus aus dem 19. Jahrhundert geworden, komplett mit allem, was dazugehört, und einem Ehemann, der ihr zeigt, wo ihr Platz in der Welt ist. Als christliche Frau hat sie nur eine Aufgabe: Kinder zu bekommen und den Haushalt zu führen und bloß keine Widerrede. Dieses Buch und diese Geschichte haben mich sehr beschäftigt. Würde ich nur Natalie und die meisten anderen Charaktere bewerten, würde ich nur einen Stern vergeben. Sie waren wirklich gestört, Nein ihre Ansichten waren eher gestört! Und Natalie ist die Königin der absurdesten Ansichten, was das “moderne Leben” und vor allem, was Frauen und die Werte des 21. Jahrhunderts angeht. Was muss man eigentlich inhalieren, um so fest davon überzeugt zu sein, dass man allem und jedem überlegen ist und dass die eigene Scheiße am besten riecht? 😅🤣 Das war alles so seltsam, hat mich wütend gemacht, aber vor allem hatte ich Mitleid mit ihr. Sie hat sich ein Einsiedlerleben erschaffen. Obwohl es auf Bildern und Videos perfekt aussieht, ist die Realität hinter verschlossenen Türen Natalies Albtraum. Ein Albtraum, den sie sich selbst erschaffen hat. Schließlich ist es ihr Traum gewesen. Wie schon gesagt, würde ich nur die Charaktere bewerten würde ich dem Buch nur ein Stern vergeben, weil ich die so scheisse fand 😅 Aber die Story war wirklich gut geschrieben worden. Es gab eine menge Zynismus, auch etwas Humor obwohl es eher die Wortwahl war die Natalie gegenüber anderen Personen gedacht aber nie gesagt hat. Wie eine fromme perfekte Christin mit einem einem Wassertank voller Überheblichkeit! Teilweise hat sich das hingezogen aber es gab immer ein Hauch von Spannung. Man wollte unbedingt rausfinden wie Natalie auf einmal im 19. Jahrhundert aufgewacht ist mit dem Wissem des 21.Jahrhunderts. Das Ende hat mich umgehauen, hab null in die Richtung gedacht. Es zeigt wie sich Fanatismus entwickeln kann und das gerade Kinder die leichtesten Opfer in dieser Welt sind. 😭💔

Die Scheinwelt der Yesteryear-Farm 🌾🐄🤳🍞
Yesteryear hat mich komplett überrascht. Hinter der perfekten Tradwife Fassade mit Farmleben, Familie und Social Media Idylle steckt eine bissige, gesellschaftskritische Geschichte, die gleichzeitig unterhaltsam und unangenehm ehrlich ist. Natalie ist keine typische sympathische Hauptfigur, aber genau das macht sie so spannend. Man fiebert trotz allem mit ihr mit und merkt schnell, wie brüchig dieses perfekte Leben eigentlich ist. Clever, überspitzt und absolut fesselnd erzählt. Jetzt bin ich noch in der „Ballerinafarm“ von Hannah Neeleman gefangen. Denn fast genauso stelle ich mir das oberflächliche Leben von Natalie Heller Mills vor.

Originell, bissig und erschreckend aktuell.
Was wäre, wenn eine Influencerin, die ihren Followern das perfekte Tradwife-Leben verkauft, plötzlich genau in der Welt landet, die sie romantisiert? Genau mit dieser ebenso absurden wie genialen Idee spielt Yesteryear – und ich habe jede Seite davon genossen. Natalie lebt von Inszenierungen, perfekt kuratierten Bildern und einer Sehnsucht nach einer vermeintlich besseren Vergangenheit. Doch als sie sich plötzlich im 19. Jahrhundert wiederfindet, wird aus ihrer Fantasie ein Albtraum. Kein Internet, keine Nannys, keine modernen Freiheiten – nur die harte Realität eines Lebens, das sie bisher nur als ästhetischen Trend betrachtet hat. Besonders begeistert hat mich, wie bissig und kompromisslos Caro Claire Burke Partnerschaft, Mutterschaft und gesellschaftliche Rollenbilder auseinandernimmt. Die Darstellung ist bewusst überspitzt, manchmal fast grotesk, aber genau dadurch trifft sie ins Schwarze. Immer wieder musste ich schmunzeln, weil die Satire so treffend und die Beobachtungen so messerscharf sind. Gleichzeitig bleibt einem das Lachen manchmal im Hals stecken, weil hinter dem Humor eine erstaunlich kluge Gesellschaftskritik steckt. Die beiden Handlungsstränge greifen am Ende wunderbar ineinander und ergeben ein Gesamtbild, das lange nachhallt. Besonders gelungen fand ich die unzuverlässige Erzählerin und die vielen Interpretationsmöglichkeiten, die sich aus ihren Wahrnehmungen ergeben. Das Buch hält Leserinnen und Leser ständig dazu an, die eigenen Vorstellungen von Glück, Familie, Weiblichkeit und Selbstverwirklichung zu hinterfragen. Nicht jede Wendung hat mich vollständig überzeugt, und das Ende wirkte auf mich stellenweise etwas überhastet. Trotzdem überwiegen die Stärken deutlich: eine originelle Prämisse, kluge Gesellschaftssatire, viel schwarzer Humor und eine Geschichte, die weit mehr ist als nur ein unterhaltsamer Zeitreise-Roman. Yesteryear ist ein Buch, das den Finger genau in die Wunde unserer Zeit legt – scharfzüngig, provokant und überraschend unterhaltsam.

Knaller 🤯
Meine Lieben… was hab ich da gelesen? Und vor allem: Wie soll ich dieses Buch bewerten, ohne zu viel zu verraten? 😂 Ich versuche es mal: Wir haben hier: * Mama Natalie, eine berühmte Influencerin, die ihr komplettes Leben mit der Öffentlichkeit teilt * eine typische amerikanische Großfamilie mit fünf Kindern – Nummer 6 ist unterwegs * ein sehr christliches Umfeld (Sehr christlich.. mhm) * eine große, idyllische Ranch Alles wirkt harmonisch, perfekt, ein absolutes Träumchen … … oder? Denn plötzlich wacht Natalie zwar auf ihrer Ranch auf… aber mit einer anderen Familie?! Und genau da beginnt der ganze Spaß. Vergangenheit und Gegenwart sorgen dafür, dass man mit jedem Kapitel verwirrter wird. (Ohne Witz, Verwirrung pur!) Das Buch lebt dabei nicht von Action. Es ist eher ruhig erzählt, hat aber doch Schockmomente und zieht sich stellenweise auch etwas. Aber: Du. Kannst. Es. Nicht. Aus. Der. Hand. Legen!! Du. Musst. Wissen. Was. Du. Da. Liest!! Du. Willst. Dich. Auskennen!! 😂😂😂 Bis zum Schluss wusste ich nicht, wohin die Reise geht. Nach jedem Kapitel hatte ich eine neue Theorie. Und ich lag nicht mal ansatzweise richtig 🤯 Das Ende war schockierend gut, rund und einfach perfekt passend, als der komplette Knoten im Gehirn endlich aufgegangen ist Ich hab jetzt noch immer den Mund nicht zubekommen 🤯 Klare Empfehlung
Mehr Schein als Sein, das Leben einer Influencerin.
„Yesteryear“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich gut unterhalten. Der Schreibstil war leicht, flüssig und gleichzeitig so fesselnd, dass ich immer weiterlesen wollte. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Geschichte angekommen. Mit den Charakteren hatte ich anfangs allerdings meine Schwierigkeiten – vor allem mit der Hauptprotagonistin. Sie wirkte auf mich sehr arrogant, berechnend und emotional völlig verschlossen. Sie zeigte kaum Gefühle und machte es damit nicht nur ihrer Familie schwer, sondern auch mir als Leser manchmal. Immer wieder dachte ich: „Warum sagt sie nicht einfach, was sie fühlt? Warum redet sie nicht endlich?“ Viele Konflikte hätten dadurch vermutlich verhindert werden können. Aber genau diese Art machte sie gleichzeitig auch interessant und authentisch. Was ich besonders spannend fand: Ich hatte vor dem Lesen eine völlig andere Erwartung an das Buch. Trotzdem wurde ich keineswegs enttäuscht – eher im Gegenteil. Die Geschichte entwickelte sich in eine Richtung, mit der ich niemals gerechnet hätte. Und dann kam dieser eine Moment, der mich komplett überrascht hat. Ich war gleichzeitig schockiert, traurig und sprachlos. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen. Die letzten 150 Seiten waren für mich absoluter Ausnahmezustand. Ich musste einfach wissen, wie alles endet. Die Spannung wurde immer intensiver und die Geschichte nahm Wendungen, die ich niemals vorhergesehen hätte. Genau das hat das Buch für mich so besonders gemacht: Es war überraschend und völlig anders, als ich gedacht hatte.
Die Geschichte hat mich wirklich gut unterhalten und ich konnte das Buch zum Teil nicht weglegen! Die Protagonistin ist natürlich nicht die sympathischste Person und sehr in die Irre geführt, aber ich fand zumindest den ehrlichen Einblick in ihre Gedanken sehr erfrischend und die Dialoge mit sich selbst sehr unterhaltsam. Ich musste manchmal wirklich laut lachen vor Absurdität. Das Ende und auch die Zeitabschnitte, die die „Yesteryear“ Periode behandeln fand ich nicht ganz ausgereift und so lala. Trotzdem insgesamt ein gutes Buch!
Starker Roman, realitätsnah und auch sehr aktuell
Irgendwie habe ich Probleme damit meine Gefühle und Meinung zu Yesteryear in Worte zu fassen, weil das Buch mich so geflashed hat. Vorne weg: das Buch ist definitiv ein Jahreshighlight für mich! Mit Nathalie haben wir eine Protagonistin, die vorne rum und besonders online die moralisch korrekte, gottesfürchtige, umsichtige und altruistische Hausfrau und Mutter ist. Aber es zeigt sich doch sehr schnell, dass es nur Schein ist und das (Familien-) Leben doch nicht so heil und perfekt ist. Probleme mit Mann und Kinder sind auch hier an der Tagesordnung. (Über Kinder im Internet rege ich mich nicht weiter auf!- Kleiner Tipp: please unfollow ist auch ein top Buch!) Diese Einsicht in die Psyche und Gedanken haben mir super gefallen! Auch konnte ich nicht erraten wieso Nathalie nun in der Vergangenheit gefangen ist. Da hat mich das Buch richtig überrascht! Großes Kino! Mir hat das Buch richtig gut gefallen und ich kann es auch nur weiterempfehlen! Bei manchen Situationen und Aussagen konnte ich nur den Kopf schütteln!
Perfektion ist auch nur eine hübsche Form des Wahnsinns.
Nathalie ist die perfekte Frau: Gläubige Christin, Ehefrau, Mutter. Immer freundlich, immer geschniegelt, immer das amerikanische Idealbild in Menschengestalt. Zusammen mit ihrem Mann und ihren Kindern lebt sie auf der Yesteryear Ranch und zeigt als Tradwife-Influencerin, wie wunderbar das traditionelle Leben fernab der modernen Welt doch angeblich ist. Aber tut sie das wirklich? Und falls ja: Ist dieses Leben tatsächlich so perfekt? Dieses Buch hat mich komplett geflasht. Nathalie ist dabei keine Figur, die man automatisch sympathisch findet. Authentisch? Vielleicht. Freundlich? Nach außen. Empathisch? Eher schwierig. Und trotzdem ist sie als Figur absolut grandios! Dieses Buch ist bissig, bitterböse, klug und permanent unterschwellig unangenehm. Wie eine perfekt gefilterte Instagram-Welt, unter der es gewaltig fault. Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich pointiert. Jeder Satz sitzt und man rauscht durch diese Geschichte wie auf einem wilden Gedankenritt zwischen Faszination und innerem „Oh Gott“. Dabei regt das Buch ständig zum Nachdenken an: Über Rollenbilder, über Social Media und Selbstinszenierung. Und darüber, wie freiwillig das alles eigentlich wirklich ist. Große Empfehlung für alle, die mal wieder Lust auf etwas haben, das nicht nach Schema F funktioniert... fernab vom literarischen Einheitsbrei.

Verrückt! Schräg! Großartig! Und noch viel mehr … Gerade in einer Zeit, in der vor allem in der virtuellen Welt Christfluencer, Manosphere und Misogynie immer präsenter werden, ist dieses Buch so wichtig. Und genau diese Entwicklungen nimmt die Autorin Caro Claire Burke klug und teilweise herrlich bissig aufs Korn. Besonders gelungen fand ich auch den Schreibstil im Roman, der mich von der ersten Seite an mitgerissen hat. Sarkastisch, clever und emotional genau auf den Punkt. „Dem Ehemann zustimmen, wenn er seinen Text abspult und behauptet, das Hähnchen sei perfekt gegart. Alle Lorbeeren der Schwiegermutter überlassen, obwohl sie bis unter die Hutschnur mit Tabletten vollgepumpt ist und das gefrorene Hühnchen beinahe in die Spülmaschine gesteckt hätte. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Beten.“ (S. 174) Schwer zu sagen, wer von den Hauptfiguren unsympathischer ist: Natalie, die sich einer fundamentalistisch-christlichen Mission verschrieben hat und auf ihrem Tradwife-Instagram-Kanal die „gute alte Zeit“ mit klar verteilten Rollenbildern propagiert, oder Caleb, der jeder Verschwörungserzählung hinterherläuft und sie völlig unkritisch weiterverbreitet. Natürlich ist alles mehr Sein als Schein. Auch die völlig durchgeknallten Schwiegereltern fügen sich hier gut ein. Trotz dieser für mich absolut inakzeptablen Weltsicht musste ich beim Lesen immer wieder schmunzeln, weil manche Gedankengänge und Aussagen von Natalie einfach so absurd sind. Das Ende hätte ich mir persönlich etwas anders gewünscht, aber C.C. Burke schafft es eindrucksvoll, ein aktuelles Thema so aufzubereiten, dass der Humor nicht zu kurz kommt. Grandios!

Natalie lebt nach außen hin ein perfektes Leben als Tradwife. Eine tolle Farm, viele Kinder, selbstgebackenes Brot, ein liebevoller Ehemann. Das dürfen ihre vielen Follower auf Instagram jeden Tag begleiten, denn damit finanziert sie ihr Leben. Doch wie sieht es hinter den Kulissen aus? Eines Tages wacht Natalie auf. Es gibt keinen Strom, keine Annehmlichkeiten mehr. Scheinbar ist sie im Jahr 1855 angekommen. Jetzt darf sie dieses Leben führen, das sie in den sozialen Medien so propagiert hat. Aber was ist passiert? Wurde sie entführt, gab es eine Zeitreise oder ist sie mitten in einer Realityshow gelandet? Sie versucht irgendwie zu überleben und beginnt zu verstehen wie hart und entbehrlich so ein Leben wirklich ist. Wow was für ein Buch. Ab der ersten Seite war ich völlig gefesselt. Der Schreibstil ist intensiv, bissig, atmosphärisch und einfach nur spannend. Die Tradwife Szene ist scharf beobachtet und wurde in diesem Roman einfach komplett zerlegt. Und nicht nur die, sondern auch die oft scheinheilige Social Media Welt. Natalie ist manipulativ und verunsichert. Das macht sie zu einer unsympathischen Protagonistin, der man auch das harte Leben auf der Farm gönnt. Das Buch ist eine wilde Mischung aus Satire, Familiendrama und Fiebertraum. Ich war mir oft nicht sicher was jetzt real ist und was nicht. Und genau das macht es vielleicht auch aus. Hier wurde viel geboten und noch dazu sind die Themen sehr aktuell. Ganz großes Kino. Insgesamt ein unterhaltsames, gesellschaftlich wichtiges und auch verstörendes Buch, dass ihr unbedingt lesen müsst. Es gehört definitiv zu den besten Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe.
Eine messerscharfe Satire, die die Influencer-Welt seziert
Das im Netz mehr Fake herrscht als sonst irgendwo, ist nichts Neues. Hier wird das Thema aber wirklich innovativ und gut aufgegriffen. Natalie ist die beste unsympathische Protagonistin seit langem und die man wirklich hasst. Ihre inneren Monologe sind brutal ehrlich. Das Ende war unerwartet und befriedigend 😀
Ihr Leben ist perfekt. Solange man nicht hinter die Kulissen schaut. Mit bedrucktem Transparentumschlag und hochwertig veredeltem Bezug. Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören. Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat? Ein Buch das auf amüsante Weise mit dem typischen Influencer abrechnet, war nett zu lesen.

Die Scheinwelt einer Tradwife-Influencerin
Das Buch hat wunderbar satirisch gezeigt wie Fake oft das Influencerleben ist. Natalie inszeniert sich als die perfekte Christin, Ehefrau, Mutter und Farmerin- eine echte Tradwife eben. Aber eigentlich ist sie nur gehässig und überheblich und wird einem von Seite zu Seite unsympathischer. Als sie dann überraschend „die gute alte Zeit“ erlebt, kommt einiges anders. Mir hat das Lesen wirklich gut gefallen und ich wollte wissen was es mit der Zeitreise auf sich hat. Auch die Rückblicke in Natalies Leben waren interessant. Die Auflösung war anders, als ich es erwartet hätte und passte insgesamt zusammen.
American Psycho Tradwife
Das Buch hat mich gleichermaßen fasziniert und abgestoßen. Erzählerisch ist es sehr gut, die Perspektive des „unreliable narrators“ passt perfekt zur Handlungsstruktur und lässt das Ende plausibel erscheinen. Am erschreckensden finde ich, dass das Bild, das hier satirisch von Amerika gezeichnet wird, gar nicht so weit von der Realität entfernt ist. Ganz klare Leseempfehlung.
yesteryear
an yesteryear bin ich letztes wochenende absolut nicht vorbeigekommen & mit der prämisse, dass eine tradwife influencerin plötzlich im jahr 1855 landet und merkt, wie schlimm das leben eigentlich sein kann, wenn keine 2 nannys und 20 angestellte sich um haus und hof kümmern, musste ich es sofort lesen. und oh boy - i was in for a wild ride. die autorin erzählt die geschichte so unglaublich authentisch, mit humor, bissig und spitzzüngig, dass ich natalie für unglaublich real gehalten habe. viele andere beschreiben, sie hätten die prota „gehasst“, ich kann mich da allerdings nicht anschließen. für mich ist sie eine tragische figur, die vieles nicht besser wusste. das ende habe ich nicht kommen sehen, aber es hat mir sehr gut gefallen. ich hab auch ein paar tränen verdrücken müssen, als ich das ende des epilogs gelesen habe. das buch ist unglaublich gut, aber auch schockierend, erschreckend und tragisch. unfassbar tragisch. ich werde noch eine ganze weile daran denken müssen. UND: ich freu mich auf die verfilmung mit anne hathaway! ich glaube, das wird ganz großartig. große empfehlung, auch wenn der mittelteil sich etwas zieht.

Durchgeknallt, tiefsinnig und fesselnd.
Natalie, eine Frau mit einem perfekten Leben: Traumhaus, wohlerzogene Kinder, ein liebender Ehemann und eine anstrebende Karriere als Influencerin. Zu schön um wahr zu sein?! Der Roman wird auf besondere Weise erzählt. Er springt zwischen zwei Welten hin und her, scheint aus Erinnerungsfetzen zu bestehen. Als Leser versteht man nicht ganz was los ist und genau das hält die Spannung fortwährend aufrecht. Zudem punktet er mit bissigem Humor, was ich persönlich sehr liebe. Natalie ist als Charakter einfach nur unsympathisch, sie eckt an und doch hatte sie mein Mitgefühl. Es steckt mehr hinter ihrer Fassade als anfangs angenommen. Und genau das mochte ich sehr. Eine Tiefgründigkeit, die erst auf dem zweiten Blick ersichtlich ist. YeasterYear ist ein kluger Roman, der im Kopf bleibt. Er hinterfragt und regt zum Nachdenken an, zeigt uns Dinge auf, die für uns heute selbstverständlich sind, aber auch solche die immer noch allgegenwärtig und entwicklungsfähig sind. Es zeigt die Gegensätze zwischen der industriellen und digitalen Entwicklung sowie dem Patriarchat, den weiterhin bestehenden Geschlechterrollen und ihren möglichen Folgen auf. Ein Buch, das etwas anders und doch so wichtig ist. Große Leseempfehlung!

Bitterböses Highlight!
Ich hätte nicht gedacht, dass mich die Geschichte einer so unfassbar unsympathischen Frau so einsaugen würde. Nathalie, eine wahnsinnig selbstbezogene Frau, die ein absolut konservatives Leben führen will, aber eigentlich auch irgendwie nicht. Ihren Glauben benutzt sie nur, wenn es ihr gerade in den Kram passt und die ganze Welt hat sich natürlich gegen sie verschworen. Natürlich in erster Linie, die „wütenden Weiber“. Zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verfolgt man Nathalie auf ihrem Weg zur „Tradwife“. Naja so authentisch, wie man es auf Social Media halt gewöhnt ist. Ich konnte mit Nathalie in den absolut seltensten Momenten mitfühlen und trotzdem konnte ich nicht aufhören zu lesen. Bitterböser Humor und wirklich schockierende Situationen haben dieses Buch wirklich zu einen Highlight gemacht!
Überraschend anders
So gut wie erhofft, es konnte mich von Beginn weg SEHR fesseln! Es spielt abwechselnd in verschiedenen Zeit- Ebenen, was es erfordert, wirklich "dabei zu bleiben". Doch es wird sofort klar "wann" es gerade spielt. Jedenfalls, ich hatte das Gefühl, die "brave christliche Hausfrau/ Mutter" - Rolle wird hier kritisch dargestellt, nun, sogar als Persiflage. Hier wird gezeigt was es tatsächlich bedeutet in der "guten alten Zeit " (OHNE Strom) zu leben. Zuerst nur fake für die Social Media- Seiten, später als Realität. DAS finde ich persönlich SUPER. Wirklich TOLL umgesetzt. ABER mit dem Ende/ der Auflösung bin ich...nicht ganz glücklich/ nicht ganz zufrieden??? Enttäuscht?? Ehrlich, ich weiß es nicht richtig. Das Ende ist durchaus glaubenswert (Wortspiel), realistisch, nur...nicht mutig. Ja, es war keine wirkliche Überraschung. Nur ist das jammern auf hohen Niveau, keine Ahnung, ob es eine bessere Lösung gegeben hätte. Also, es ist DAS Buch für "den Buchclub", es bietet sich für ergibige Diskussionen an! Wirklich. Auch als Schullektüre eignet es sich, meiner Meinung nach sehr gut. Meine ABSOLUTE LESE EMPFEHLUNG, es BLEIBT mir im Gedächtnis. Mit Sicherheit.

🖤
Ich hatte große Erwartungen an Yesteryear und wurde nicht enttäuscht. Zwar fand ich das Buch stellenweise etwas anspruchsvoll, weil die Sichtweise der Protagonistin sehr speziell ist und man sich wirklich auf sie einlassen muss. Was ehrlich gesagt gar nicht so einfach war, denn sie ist ein echtes Biest, wie es im Buche steht! Der Plot hat mir insgesamt gut gefallen. Er hat mich zwar nicht komplett umgehauen, aber vielleicht muss ich die Geschichte auch erst noch ein wenig sacken lassen. Was ich allerdings großartig fand: Ich konnte die Auflösung überhaupt nicht vorhersehen. Die ganze Zeit über habe ich gerätselt, wie dieses Mysterium am Ende aufgelöst werden würde.
Ein heftiger Fiebertraum, den ich geliebt habe 🫶🏼
Dieses Buch hat mich unglaublich gut unterhalten – und das, obwohl ich die Protagonistin stellenweise wirklich gehasst habe und mir mehr als einmal dachte: Ganz ehrlich, das geschieht ihr irgendwie recht! 🙈🤣 Im Mittelpunkt steht Natalie, eine erfolgreiche Tradwife-Influencerin, die auf Social Media ihr scheinbar perfektes Großfamilienleben auf einer Farm inszeniert. Millionen Menschen verfolgen, wie sie Sauerteigbrot backt, ihre Kinder zuhause unterrichtet und das traditionelle Rollenbild romantisiert. Sie verkauft nicht nur eigene Produkte, sondern vermarktet letztlich auch ihre Familie, besonders ihre Kinder und ihr gesamtes Leben. Was ihre Follower allerdings nicht sehen: Hinter der Fassade der scheinbar mühelos alles meisternden christlichen Hausfrau steckt ein ganzes Team aus Nannys, Farmarbeitern und einer Kamerafrau. Die perfekte Idylle ist nichts weiter als eine sorgfältig inszenierte Scheinwelt. Doch diese bricht durch eine Reihe von Ereignissen nach und nach zusammen – und plötzlich findet sich Natalie in genau der Vergangenheit wieder, die sie zuvor so verklärt hat. Kein Strom, keine technischen Hilfsmittel, echte Selbstversorgung, unzählige Kinder und harte körperliche Arbeit. Und siehe da: Das traditionelle Leben ist plötzlich gar nicht mehr so romantisch und idyllisch, wie sie es ihren Followern immer verkauft hat. Besonders spannend fand ich, dass man erst ganz am Ende erfährt, wie Natalie überhaupt dort gelandet ist. Bis dahin war ich permanent am Rätseln und habe verschiedenste Theorien aufgestellt – und am Ende ergibt plötzlich alles Sinn und ist trotzdem absurd. Das Buch ist satirisch, parodiehaft und gleichzeitig gesellschaftskritisch. Es setzt sich bissig mit Social Media, Influencer-Kultur und der Romantisierung traditioneller Rollenbilder auseinander, hat aber auch eine deutlich feministische Ebene. Für mich war es eine absolut unterhaltsame, kluge und teilweise herrlich frustrierende Lektüre. Plus: Never judge a Book by its Cover- ABER ich liebe, liebe, liebe diesen Umschlag und den Druck dahinter 🥰

Was war das denn? Ich hatte mir unter der Geschichte was ganz anderes vorgestellt. Zum Schluss konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen wie sich alles auflöst. Die Geschichte um Natalie war für mich spannend, erschreckend und zum Schluss auch extrem traurig. Natalie tat mir zwischendurch immer wieder sehr leid und dann war sie aber auch wieder so selbstsüchtig und rücksichtslos. Genau solche Bücher mag ich, Bücher die komplett anders sind und man einfach nur denkt: das war echt verrückt, damit hab ich nicht gerechnet. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Bewegende Story!
Worte für dieses Buch zu finden fällt mir schwer. Anfangs habe ich nichts gecheckt. Trotzdem diese Sogwirkung, was passiert da? Man tappt wirklich eine ganze Weile im Dunkeln…bis plötzlich nicht mehr. Dann zerreißt es einen etwas, mich zumindest ganz schön. Ehrlich, ich konnte das Buch nicht weglegen. Dieser Schreibstil ist wahnsinnig toll, manchmal sogar ein bisschen poetisch. Ich mag dieses Buch sehr, mich hat es auf vielen Ebenen berührt. Ich habe immer wieder ganz viel über die Protas und die Themen nachgedacht und habe mich darauf gefreut weiter zu lesen. Auf jeden Fall ein Hightlight!
Vom Schein und Sein
“Und wer war ich? Eine Bilderbuchchristin. Das All-American-Dream-Girl, ein hottes, emsiges Bienchen, das durch die abgründigsten, dunkelsten Fantasien der Nation summt. Die Mutter, die jede Frau sein wollte, und die Frau, von der sich jeder Mann wünschte, dass sie zu Hause auf ihn wartete. Wie eine Nonne in einem Porno - völlig abwegig, aber bei Gott, es funktionierte. Ich heiße Natalie Heller Mills, und Perfektion ist mein größtes Talent.” Die Yesteryear-Ranch ist auf Social Media einer der beliebtesten Accounts Amerikas, die ganze Nation liebt die Familie Mills und klebt an Natalies Lippen. Ihre Produkte finden reißenden Absatz, was sie backt, backt die amerikanische Frau nach. Der amerikanische Traum, eine Farm auf dem Land, Freiheit total. Und alles mit Gottes himmlischer Unterstützung, natürlich. Eine echte Bilderbuchfamilie. Self-made wird hier groß geschrieben, im wahrsten Sinn des Wortes. Natur pur, alles wird selbst angebaut und verarbeitet. Und immer ist die Kamera dabei, alles für die Reichweite. Natalie weiß genau, was ihre Follower sehen wollen, was nicht und erst recht, was sie nicht sehen (und wissen) dürfen. »Stellt ihr euch nicht ... ein bisschen sehr zur Schau?«, hatte sie gefragt, als wir uns eine Woche zuvor auf einen Kaffee getroffen hatten. »Willst du wirklich, dass so viele Menschen Jessa nur mit Windel bekleidet sehen? «Ich zuckte die Achseln. Schon längst war ich überzeugt, meine Kinder seien online sehr viel sicherer aufgehoben als im echten Leben - ihre beste Version würde für immer in meinem Smartphone konserviert sein, wie kleine Käfer in Bernstein. Ich musste an die Frau bei Whole Foods denken, an ihr verstörtes Gesicht. Egal, wie verletzend manche Kommentare im Netz waren, sie waren nichts gegen die Erinnerung an diesen Gesichtsausdruck. »Ich glaube, du verstehst nicht, wie Social Media funktioniert.« Ihre eigene Mutter macht sich Sorgen. Ihr Schwiegervater, der Präsident werden will, unterstützt sie. Ihr eigenes Team wird immer größer und plötzlich ist nichts mehr wie vorher. Natalie findet sich in einem ihr unbekannten Haus wieder, alles erinnert an die früheste Pionierzeit und plötzlich ist die harte Arbeit, die sie stets vorgab, ihr Alltag. Was bleibt vom amerikanischen Traum, vom Schein, vom Sein? Caro Claire Burke hat ein Buch geschrieben, das einen nicht mehr loslässt und wenn man das Buch beendet hat, möchte man umgehend Social media aus seinem Leben verbannen. Sie ist eine fantastische Erzählerin, deren Bissigkeit ihresgleichen sucht. Es war für mich ein bisschen als ob man Bret Easton Ellis, Jan Böhmermann und Donna Tartt gemischt hätte und heraus kam dieses Werk. Wir lernen Natalie kennen, eine absolut unsympathische Protagonistin, ich würde ihr ungern folgen, aber als Mary ihre Wunde nähte, tat sie mir leid. Ziemlich skurril, welch emotionale Achterbahnfahrt diese Protagonistin in einem auslösen kann. Und skurril ist diese Geschichte allemal. “Yesteryear” ist ein Buch, das sich nicht einfach einordnen lässt. Hier trifft Zeitgenössisches auf Historisches, streift Psychothrillerelemente, Satire und bietet eine außergewöhnlichen Sprache, die hervorragend übersetzt wurde. Mein persönlicher Anwärter auf das Buch des Jahres! Danke Caro Burke!
Kompletter Fiebertraum 😅
Ich hatte ehrlich gesagt ein bisschen Angst vor diesem Buch, einfach weil der Hype so riesig ist und ich bei sowas mittlerweile oft denke: okay, bestimmt overhyped. Aber ich muss wirklich sagen: Das Buch hat mich komplett überrascht. Ich fand es SO unfassbar witzig. Die Protagonistin ist wirklich herrlich daneben – gemein, schrecklich, völlig nicht in Ordnung – und genau das macht dieses Buch so unterhaltsam. Man taucht komplett in ihren Kopf ein und denkt sich die ganze Zeit nur: Mädchen, was stimmt eigentlich nicht mit dir? 😭 Ich musste wirklich oft lachen. Man kommt super schnell durch die Seiten und ich fand auch total spannend, wie sich die Geschichte entwickelt hat. Mit diesem Ausgang hätte ich wirklich absolut nicht gerechnet. Das hat mich komplett überrascht. Ein kleines bisschen kürzer hätte das Ganze für mich trotzdem sein dürfen, gerade in der Mitte hat es sich hier und da etwas gezogen. Und ich glaube auch, dass die englische Originalversion wahrscheinlich nochmal besser funktioniert hätte, weil die Übersetzung manchmal etwas holprig wirkte. Trotzdem: wirklich ein großartig unterhaltsames Buch, das mich total abgeholt hat.
Dieses Buch ist echt ein Fiebertraum. Story und Auflösung fand ich maximal verwirrend und gruselig, aber es war spannend
Puhh, was soll man zu diesem Buch sagen. Es verwirrt einen, es verstört, es macht einen wütend und lässt einen ratlos zurück. Ich kann ehrlich nicht sagen, ob ich das Buch gut finde oder eher so lala. Zum Inhalt selber kann ich nicht viel sagen, da einfach jeder Einblick Spoiler enthalten würde. Nur soviel: Ich habe vom Klappentext und der Leseprobe etwas komplett anderes erwartet. Nämlich einen Einblick in die Scheinwelt einer Tradwife-Influencerin. Und ja, das bekommt man auch ein wenig, aber da ist noch viel mehr. Die Protas sind durchweg gruselig in meinen Augen. Gruselig in der Art, dass ihr Verhalten einfach nur verstörend ist für Menschen, die ein aufklärerisches Weltbild haben. Allen voran die Hauptprotagonistin: Natalie. Nur in den wenigsten Fällen fand ich kam ein wenig Sympathie rüber. In den meisten Fällen dachte ich mir nur "Wtf, was für eine Bitch". Ich fand die Einschätzung einer Person, dass sie keine Familie hat, sondern ein Unternehmen, mehr als treffend. Auf der anderen Seite ist das Buch aber wirklich auch sehr spannend. Die Autorin schafft es einen in die Geschichte zu ziehen, einfach weil man wissen will, was hinter der ganzen Story steckt, die auf einmal ins Absurde abdriftet. Die Auflösung selbst ist dann auch nur bedingt logisch, wo bei mir einfach viele Fragen aufgeploppt sind, u.a. warum niemand früher eingegriffen hat in das ganze Setting. Mein Fazit: Definitiv kein einfaches Buch, aber eines worüber sich trefflich streiten/diskutieren lässt. Ich gebe 3,5 von 5 Sternen.

Ihr Leben ist perfekt, so lange man nicht hinter die Kulissen schaut
Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören. Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat?

Eine christliche TradWife-Influencerin erwacht plötzlich in der Pilgerzeit? Hold my beer!
Wow wow wow. Was hab ich da gerade gelesen? Ein schockierend detaillierter Einblick in das Leben einer Influencerin, die mit viel Lügen und gottesfürchtiger Heuchelei vorgibt, ein „traditionelles“ Leben zu führen. Und diese perfekte Wifey wacht dann plötzlich in der Kälte ihres Hauses auf, das zwar irgendwie ihres ist- aber mit gaaaaaanz anderen Standards. Letztlich einfach nur eine wahnsinnig traurige Geschichte über unschuldige Kinder, die unter narzisstischen und egozentrischen Eltern aufwachsen müssen. Mit der Aufklärung der „Zeitreise“ hätt ich niemals gerechnet- Chapeau an die Autorin. Die Kurve war krass! Dieses Buch sollte sich jede Social-Media-Mum, die ihre Kinder vor die Kamera zerrt und damit Geld verdient, wirklich mal zu Herzen nehmen. Fette Leseempfehlung!

Eine Hassliebe in Buchform
Natalie ist die personifizierte Perfektion. Sie führt ein Traumleben auf einer abgelegenen Farm als Mutter und Hausfrau, umringt von einer Schar Kinder und einem liebevollen Ehemann, sehr bedacht auf traditionelle und christliche Werte. Zumindest glauben das ihre Millionen von Followern! Täglich dürfen sie Natalie dabei zusehen, wie sie scheinbar mühelos den Haushalt, die Kindererziehung und ihr Dasein als Frau meistert. Doch hinter den Kulissen zeigt sich deutlich eine ganz andere Welt: Natalie und ihr Mann werden durch eine Schar Farmhelfer und Nannies unterstützt, die schön abseits der Kameras bleiben sollen. Die große Geldsumme auf dem Konto schadet hier auch nicht unbedingt. Schnell wird klar, dass die heile Welt nur im Scheinwerferlicht existiert. Und als Natalie plötzlich tatsächlich nur noch mit den Mitteln der Pionierzeit auskommen muss, bröckelt die Fassade ganz schnell... Selten war mir eine Protagonistin so unsymphatisch! Natalie hält sich ab der ersten Seite für unfehlbar und straft alle anderen Frauen mit Verachtung. Nicht selten werden diese in ihrem Kopf aufs übelste beschimpft. Feminismus geradezu verteufelt. Nur ihre art des Glaubens und Lebens wird als der einzig richtige Lebensentwurf gesehen. Erst im Verlauf der Geschichte kann man ihre Entwicklung zumindest nachvollziehen, wenn auch nicht unbedingt gutheißen. Und trotz dieser Abneigung Natalie gegenüber, oder gerade deswegen, entwickelt diese Geschichte eine enorme Sogwirkung ab der ersten Seite! Man wartet ( und hofft auch insgeheim) darauf, dass ihre Welt irgendwann implodiert und ihr um die Ohren fliegt. Ganz unerwartet wurde dieses Buch ganz schnell zu einem Lesehighlight!
"Heute ist der letzte Tag des Lebens, wie ich es mir immer vorgestellt habe."
Dieses Buch habe ich auf Booktube vorgestellt bekommen und war direkt interessiert. Die Thematik der Tradwives ist alleine schon kontrovers genug, um spannend zu sein. Doch hier spielen noch viele weitere Facetten rein, die das Buch rundum gelungen machen. Mal driftet es ins Absurde, dann wieder macht es betroffen. Für mich ist das Buch ein absolutes Lesehighlight, das ich jedem ans Herz legen möchte. 🐔🐔🐔🐔 < die Ladies

Zynische Abhandlung des traditionellen Lebensstil
Als Hörbuch hat es mich total gekriegt. Die Sprecherin ist ganz klar eine Empfehlung und hat es mit der richtigen Tonalität unterstrichen. Der Aufhänger ist eine klassische Tradwife auf Instagram alla Ballerinafarm. Es gibt eine Farm in Nirgendwo/Idaho mit Mann und vielen Kindern. Gelebt wird nach dem mormonischen Glauben, kein Sex vor der Ehe, Mann ist der Ernährer und Verhütung ist ein Fremdwort. Auf den ersten Seiten ist es perfekt, aber mit jeder Seite bröckelt es immer mehr. Jedes Kapitel springt zwischen der Rückblende zum bisherigen Leben von Nathalie und ins jetzt, welches aber in 1855 irgendwie spielt. Keine Sorge klingt kompliziert, ist es aber nicht. Das Buch ist ein Abriss des jetzigen Amerikas, gefangen zwischen Verschwörung und (fundamentalen) christlichen Glauben. Es ist erschreckend Scharfsinnig und dabei so zynisch auf den Punkt. Oft musste ich kurz auflachen, nur um kurz darauf zu erkennen wie traurig wahr es doch ist. Unbedingt lesen, es ist ganz klar ein Jahreshighlight für mich.
Zwischen Glaube und Wahnsinn
Yesteryear ist intensiv, verstörend und gleichzeitig unglaublich gut geschrieben. Die Darstellung der Wahrnehmungsstörung mit christlichem Einfluss sorgt für eine beklemmende, aber faszinierende Atmosphäre. Besonders beeindruckt hat mich, was aus den Kindern geworden ist – das gibt der Geschichte trotz allem eine hoffnungsvolle Note. Definitiv kein leichtes Buch, aber eines, das lange im Kopf bleibt.






















































