Wunder wie diese
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Als junger Teenager habe ich dieses Buch zum ersten mal gelesen, damals hat mich die Bedeutung der Geschichte nicht ganz erreicht. Erst als ich das Buch mit den Jahren immer und immer wieder gelesen habe, erschloss sich mir wie wichtig die Botschaft war. Die Liebesgeschichte, die einen mit dem harten Boden der Realität konfrontiert. Es wird nichts schön geredet, es wird nichts romantisiert was man im Alltag ebenfalls nicht romantisieren sollte. Jeder sollte träumen dürfen, daran besteht kein Zweifel. Doch um die Realität nicht allzu enttäuschend wahr zu nehmen, braucht es ab und an Bücher wie dieses, welches uns nicht ganz das gibt was wir uns erhoffen ;)
Nachdenklich, ehrlich und erfrischend anders. "Wunder wie diese" ist für mich kein typisches Jugendbuch und trägt erstaunlich viele intelligente bis anspruchsvolle Züge in sich. Tatsächlich bin ich mir auch sicher, dass ich viele der Anspielungen als Jugendliche gar nicht verstanden hätte, aber das ist natürlich stark personenabhängig. Die Geschichte ist überraschend tiefgründig und kann dementsprechend auch viel mitgeben. Sie regt zum Nachdenken an und gibt einigen gesellschaftlichen Themen Raum, wobei es hier natürlich trotzdem in erster Linie um das Erwachsenwerden geht. Es geht um die erste Liebe, Liebeskummer und Familie, aber auch um das Herausbilden eigener Ideale, Prinzipien und Moralvorstellungen. Laura Buzo kann hier mit authentischen Darstellungen aufwarten, die hinter Schein und Illusion blicken, die Wahrheit und das Sein hinterfragen. Stück für Stück setzt die Autorin ihren Charakteren die rosarote Brille ab und wir sind live mit dabei. Jetzt kommen wir zu meinem großen Aber dieses Buches, denn seine "Liebesgeschichte" ist natürlich so eine Sache... Sie hat mich in meinen persönlichen moralischen Zwiespalt getrieben, denn wie bei jeder Liebesgeschichte will man natürlich irgendwie, dass die beiden Protagonist:innen zueinander finden, aber hier hatte jede Annäherung einen bitteren Beigeschmack. Ich selbst stehe dem Ganzen sehr, sehr kritisch gegenüber - In Büchern wie im realen Leben. Immer. Und hätte mir dementsprechend so sehr gewünscht, dass Chris nicht schwach geworden wäre. Schon gar nicht zweimal. Was hier passiert, ist harter Tobak und ließ mich Chris' kompletten Charakter immer wieder hinterfragen. Ich hätte mir gewünscht, dass diese Thematik auch in der Geschichte selbst mehr angeprangert worden wäre bzw. hätte sie definitiv mehr angeprangert werden sollen und wenn nicht, hätte dieses Buch zumindest eines Nachwortes bedurft. Allerdings ist hierbei auch wichtig anzumerken, dass dieses Buch in erster Linie auch gar keine Liebesgeschichte ist oder sein soll, auch wenn man das zunächst vielleicht denken mag. Hier geht es um so viel mehr als das. Ich mochte den Aufbau der Geschichte und vor allem die Erzählperspektive, da es mal etwas anderes ist und eine ganz bestimmte Wirkung hervorruft. Mit dem Sichtwechsel ändert sich auch der Blickwinkel auf die Geschichte auf Seiten der Lesenden. Die Geschichte wird aus der Sicht von Amelia in der ersten Person Singular erzählt. Zusätzlich erhalten wir Einblicke in Chris' Tagebucheinträge. Amelia ist eine tolle Protagonistin. Sie ist klug, nachdenklich und taff. Sie lässt sich nichts einreden, bringt dabei aber auch eine für ihr Alter authentische Portion Naivität und Unbedarftheit mit. Chris ist ein nicht ganz so leichter Protagonist, da er sehr selbstbezogen und egoistisch ist. Durch seine Tagebucheinträge wird nichts beschönigt, was Fluch und Segen zugleich ist. Er kann sehr charmant sein, trägt aber auch eine gewisse Arroganz in sich und blickt auf andere Menschen herab. Am meisten hat mich sein herablassend klingendes "Kleine" genervt. Generell hat mich sein Charakter einfach einmal zu viel enttäuscht. Ich glaube, ich hätte mir einen Epilog mit einem Wiedersehen gewünscht, vielleicht 10 Jahre später, auch wenn es vermutlich falsch gewesen wäre. So ist das Ende nämlich definitiv realistischer. Das Buch lässt sich flüssig lesen und bringt eine klare, leichte und gut verständliche Sprache mit und sagt dabei dennoch unheimlich viel aus. Es hat mich von sich eingenommen und berührt. Laura Buzo schreibt authentisch, lebendig, gefühlvoll und echt. Ihre ehrlichen und ungeschönten Eindrücke weiß ich an diesem Buch am meisten zu schätzen. Dieses Buch zu bewerten fällt mir schwer, da es sehr viel Schönes und Gutes mitbringt, aber eben auch diese riesengroße kritische Thematik in sich birgt. Ich weiß nicht genau, von wem ich überhaupt wollen würde, dass er:sie dieses Buch liest... 3,5/ 5 Sterne ⭐️

Um sich ihr Taschengeld selbst zu verdienen und damit ihren Eltern unter die Arme zu greifen, nimmt Amelia einen Job in einem Einkaufszentrum an. Dort verliebt sie sich unsterblich in ihren Kollegen Chris. Chris ist charmant, immer gut gelaunt und scheint ebenfalls an ihr interessiert zu sein. Doch leider hat die Sache einen Haken. Chris ist nicht nur knapp 5 Jahre älter als Amelia, sondern hat sein Herz bereits an eine Andere verschenkt. Eine Geschichte über die erste große Liebe und den damit verbundenen Herzschmerz. Auch mir hat diese Geschichte Herzschmerz bereitet (neben Kopfschmerzen, Augenschmerzen und Gesichtslähmungen), denn sie hat mir ... absolut nicht gefallen. Teilweise musste ich mich regelrecht dazu zwingen am Ball zu bleiben. Wer hier eine süße Liebesgeschichte mit tiefgründigen Charakteren und emotionalem Erzählstil erwartet, den muss ich leider enttäuschen, denn diese Geschichte ist alles andere, als das. Müsste ich das ganze Buch mit einem Wort beschreiben, dann wäre es: nichtssagend. Beginnen wir einmal bei der Protagonistin, die in meinen Augen nichts anderes darstellt, als eine kleine pubertäre Meckerziege, die zu chronisch kindischem und fehlgeleitetem Verhalten neigt. Sie bezieht alles auf sich, handelt naiv und denkt niemals auch nur einen Schritt weiter, als die sprichwörtliche "Fettsau" springt. Auch ich war mit 15/16 Jahren wahnisnnig naiv in Sachen "Liebe". Wer ist das nicht? Aber seien wir mal ehrlich: Wer weiß denn nicht, dass dauerhaftes Hinterherrennen bei dem Gegenüber eher Flucht- als Annäherungsbedürfnis hervorruft? Ab einem Alter von 10 Jahren, sollte das, denke ich, jedem klar sein. Und auch die allergrößten Spätsünder, dürften es mit 16 dann mal kapiert haben. Die Bedenken, die Amelia bezüglich ihrer Mutter und dem Feminismus äußerst konnte ich ihr daher nicht im geringsten abkaufen. Auf mich wirkte das viel mehr wie ein gescheiterter Versuch, Tiefgang in die Geschichte zu bringen. Kommen wir nun zu Chris. Haaaach ... Chris, Chris, Chris ... Mir ist beim besten Willen nicht klar, wie man sich in diesen Typen verlieben kann. Chris ist, um es mal auf den Punkt zu bringen, ein alkoholabhängiger Egoist, der sich nur an seinen eigenen Belangen orientiert. Wie so viele junge Menschen weiß auch er nicht, was er will, was in der explosiven Kombination mit seinem ausgeprägten Egoismus und dem ständigen Selbstmitleid oft dazu führt, dass er Amelia alles andere als fair oder gar erwachsen behandelt. Ich kann nur sagen: wenn jeder Junge in diesem Alter denken würde, wie er, dann Hallelujah! Die Abschnitte des Buches, die aus seiner Sicht erzählt wurden, waren daher eine besondere Qual. Der Tagebuchstil hat dazu leider negativ beigetragen. Die Kapitel aus Amelias Sicht waren da um einiges erträglicher und der Schreibstil sogar so gut, dass ich es letztendlich doch geschafft habe, mich emotional in Amelia hineinzuversetzen. Das ist auch der einzige Grund, weshalb dieses Buch letztendlich einen halben "Gnadenstern" mehr bekommen hat. Definitiv eines der schlechtesten Bücher, das ich jemals gelesen habe. Das haben bisher nur Schullektüren geschafft. Von mir gibts dafür nicht mehr als 1.5 Sterne. Tut mir leid. Besuche gerne meinen Blog, wenn du an weiteren Rezensionen interessiert bist: Books'n'Tracks
English Review: Who hasn’t experienced how it is to fall in love for the first time and often at the same time also unhappily? Particularly if one is at an age, while one doesn’t recognize oneself again because the own body is changing, the feelings play around and everything and everybody apparently starts to revolt. This book begins with the story of Amelia who is telling it in the present, from which I’m unfortunately not a fan but nevertheless, after some chapters I was caught in the reading flow and it didn’t disturb me so much anymore. Amelia has just become 15 and for her the world is upside-down, particularly after she meets Chris, who is 6-years older than Amelia, but for whom her heart beats faster but she realistically also sees no chance for them. The story is primarily around the life of these two main characters, their developing friendship and beyond. About the first half of the book is very childish and very easy, often with very short sentences, but it is also written liquidly and hence fitting for a 15-year-old teenager. Though it seemed authentic for the situation, but nevertheless there were also some times at which I’ve felt this writing style was too simply, too jolty. But I’m already a little older than 15 and therefore I maybe don’t fit completely to the given age recommendation. ;) However, to my luck this changed after this aforesaid half of the book and I was very glad to be allowed to read suddenly a completely other writing style. I don’t want to describe here at this point how that has exactly happened or why it has changed, because I don’t want to ruin your ‘surprise‘. But who has also already read the book, will certainly know what I mean here. The storyline begins very slowly and the reader is led step by step to the central figure Amelia, as well as to her family and friends and therefore gets to know them and her way of thinking better and better. I must confess that I couldn’t get along with her at the start but it became better with the time. She has irritated me sometimes with her ‘puppy love’ and keenness, but if I remember my puberty right, I probably was just like that and like almost every other girl in this bewildering time. :) Chris is the total opposite to her and the typical darling of everybody with a constantly loose saying on his lips and he’s always up for every fun. He’s really very likeable and charming, but only when he also has shown his negative sides and his self-doubts, he could also conquer my heart. Who now thinks that in this book it is only told about the both of them, who hold dull dialogues than you’re wrong. Amelia and Chris, as well as the book, discuss also principle questions about the female emancipation and also talk passionate a lot about classical books. SPOILER ! Actually not really a spoiler, but nevertheless I wanted to mention here that I’m not a fan of open ends. Certainly this gives the reader the chance to thinks freely of the things afterwards and to create a positive exit for themselves. But I rather want books which are completely led to an end and read it to a final end, instead of thinking one up for myself. I didn’t like this point so much. For more Info: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/06/27/review-good-oil/ Deutsche Rezension: Wer hat es nicht erlebt, wie es ist sich zum ersten Mal richtig und oft zugleich auch unglücklich zu verlieben? Besonders wenn man in einem Alter steckt, indem man sich selber nicht kennt, weil sich der eigene Körper verändert, die Gefühle verrückt spielen und alles und jeder um einen scheinbar zu revoltieren anfängt. Dieses Buch beginnt mit der Erzählung von Amelia, welche in der Gegenwart geschildet ist. Wovon ich zugegeben leider kein Fan bin, aber nach ein paar Kapitel war ich doch so sehr im Lesefluss gefangen und es störte mich nicht mehr besonders. Amelia ist gerade 15 geworden und für sie steht die Welt Kopf, besonders nachdem sie den um 6 Jahre älteren Chris kennenlernt, für den ihr Herz schneller schlägt, doch bei dem sie sich realistisch gesehen auch keine Chancen ausrechnet. Die Geschichte handelt hauptsächlich um das Leben dieser beiden Hauptprotagonisten, ihre entstehende Freundschaft und darüber hinaus. Ungefähr die erste Hälfte des Buches ist sehr kindlich und sehr einfach, mit oft sehr kurzen Sätzen, aber auch flüssig geschrieben und entspricht daher einem 15-jährigen Teenager. Es wirkte für die Situation zwar authentisch, aber trotzdem gab es zeitweise auch Stellen, an denen ich diese Schreibweise zu einfach, zu holprig empfunden habe. Aber ich bin auch schon ‚etwas‘ älter als 15 und entspreche deswegen wohl auch nicht ganz der empfohlenen Altersangabe. :) Zu meinem Glück ändert sich das aber nach dieser besagten Hälfte und ich war sehr froh darüber, plötzlich einen komplett anderen Schreibstil lesen zu dürfen. Wie genau es passiert oder warum es sich geändert hat, möchte ich hier an dieser Stelle nicht detailliert beschreiben, um die ‚Überraschung‘ nicht zu nehmen. Aber wer das Buch ebenfalls bereits gelesen hat, weiß bestimmt welche Stelle ich hier meine. Die Handlung beginnt sehr langsam und man wird Schritt für Schritt an die Hauptfigur Amelia, sowie an ihre Familie und Freunde herangeführt und lernt sie und ihre Denkweise somit immer besser kennen. Ich muss gestehen, dass ich zuerst wenig mit ihr anfangen konnte, es aber mit der Zeit besser wurde. Sie hat mich teilweise etwas genervt mit ihrer Schwärmerei und Versessenheit, aber wenn ich mich an meine Pubertät zurück erinnere, war ich wohl genauso, wie fast jedes andere Mädchen in dieser verwirrenden Zeit. :) Chris ist im Gegensatz zu ihr der typische Liebling von allen mit einem ständig lockeren Spruch auf den Lippen und der sich für keinen Spaß zu schade ist. Sehr sympathisch und liebenswert, doch erst als er auch seine negativen Seiten und Selbstzweifel gezeigt hat, konnte er ebenfalls mein Herz erobern. Wer jetzt denkt, in dem Buch wird nur die über die beiden erzählt, die langweilige Dialoge führen, der irrt sich. Amelia und Chris, sowie das Buch selbst, erörtern Grundsatzfragen zur weiblichen Emanzipation und diskutieren teilweise hitzig über so manche klassischen Bücher. SPOILER WARNUNG ! Eigentlich kein richtiger Spoiler, aber trotzdem wollte ich zum Schluss des Buches anmerken, dass ich kein Fan von offenen Enden bin. Sicher gibt das dem Leser die Chance sich frei etwas zu überlegen und einen positiven Ausgang auszudenken. Aber ich will ein Buch lieber komplett zu Ende geführt haben und es lesen, anstatt es mir selber auszudenken. Diesen Punkt fand ich etwas schade. Für mehr Infos: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/06/25/rezension-wunder-wie-diese/
‚Wunder wie diese‘ war definitiv eine Überraschung für mich. Der Klappentext weist auf eine relativ harmlose und süße Liebesgeschichte zwischen zwei Teenagern hin, doch damit kann man das, was zwischen Amelia und Chris passiert, wohl eher weniger vergleichen. Ich fang erstmal mit den beiden Protagonisten an. Amelia ist 15 Jahre alt und arbeitet neben der Schule bei Woolworth. Da wir uns in Australien, Sydney befinden, ist Woolworth (alternativ im Buch auch Woolies oder ‚Land der Träume‘ genannt) kein Ramschladen, sondern eine Supermarktkette. Amelia geht noch zur Schule, wohnt zu Hause bei ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester, während ihre große zum Studieren weggezogen ist. Sie geht auf eine reine Mädchenschule und ihre beste Freundin heißt Penny. Chris ist 21 Jahre alt, wohnt ebenfalls noch bei seinen Eltern, studiert aber schon Soziologie. Er arbeitet genau wie Amelia im Land der Träume und von dort aus kennen sich die beiden auch. Ja, sie kennen sich schon. Dem Klappentext nach hatte ich irgendwie erwartet, dass man kurz vor ihrer Begegnung anfängt die zwei zu begleiten, aber das Kennenlernen wird später nur als Rückblende eingefügt. Im ‚Jetzt & Hier‘ kennen sich die zwei schon und verstehen sich auch ganz gut. Dass die beiden auf einer Wellenlänge sind, macht den Reiz des Buches aus. Auf der einen Seite geht es natürlich um den Altersunterschied, der ja in dem Alter doch ziemlich gravierend ist. Auf der anderen Seite hat Laura Buzo aber auch viele Teile des Feminismus mit reingebracht. Chris und Amelia verstehen sich deswegen so gut, weil sie sich beide sehr für die Frauenliteratur interessieren. Chris studiert den Kram immerhin und Amelia ist auf der Arbeit die einzige, die sich für die Frauenbewegungen interessiert. Auch das ist ein Punkt, den ich überhaupt nicht erwartet hab. Das ganze Buch weist diverse Themen auf, die viel tiefer gehen, als das in einem normalen Jugendbuch eigentlich der Fall ist. Dabei mein ich nicht den ersten Liebeskummer oder so, sondern wirklich wichtige Themen. Der Feminismus und die Gedanken der Protagonisten dazu ist nur ein Punkt, es geht auch noch um viel mehr, aber das möchte ich nicht verraten! Es gibt vier große Abschnitte, wovon zwei aus Amelias Sicht und zwei aus Chris‘ Sicht geschrieben wurden. Der erste ist direkt aus Amelias Sicht und man merkt ihr an, dass sie 15 ist. Meine ersten Gedanken bezüglich des Buches waren: „Ohje, ein Kinderroman“, denn ihre Gedanken sind natürlich ziemlich unreif, wie das bei einer 15-Jährigen so ist. Aber besonders als dann die Notizen von Chris ins Spiel kommen und man Amelias wirklich erwachsene Gedanken zu diversen Texten und Themen hört, verwirft man das Wort „Kinderroman“ sofort. Auch Chris schreibt in den ersten Seiten seines Tagebuches (ja, er ist fast 22 und führt Tagebuch, aber irgendwie kam es authentisch rüber) noch etwas ungestüm seine Gedanken nieder, analysiert dann aber immer mehr die Situationen, sein Verhalten und das seiner Mitmenschen. Die Charakter wachsen hier also wirklich im Verlaufe des Buches und genauso tut das der Schreibstil. Fazit Insgesamt ist ‚Wunder wie diese‘ ein Jugendroman, den ich nur empfehlen kann. Es geht hier nicht nur um die Liebe oder um Freundschaft und Schulprobleme, sondern um so viel mehr und das alles wird sehr authentisch und zwischendurch auch witzig erzählt. Man kann Amelia und Chris beide verstehen und besonders das Ende hat mir sehr gut gefallen, denn das ist definitiv mal was anderes und man merkt beiden Protagonisten an, dass sie wirklich etwas gelernt haben und aus dem Zeitraum, von dem das Buch berichtet, etwas mitnehmen. Den kleinen Abzug gibt es nur für den Anfang, der mir persönlich ein wenig zu langatmig war und Amelia zu lange als typisches kleines Mädchen, welches für einen älteren Typen schwärmt, dargestellt hat. (Januar 2013)
Die Idee der Geschichte ist erfrischend und neu. Die Protagonistin arbeitet in einem Supermarkt, was zwar keine außergewöhnliche Tätigkeit ist, jedoch habe ich noch nie in einem Buch darüber gelesen. Dort trifft sie dann auch auf Chris, den männlichen Protagonisten der Geschichte. Auch die Aufmachung des Buches hat mir persönlich zugesagt. Die Autorin schreibt sowohl aus der Perspektive von Amelia, als auch aus der Perspektive von Chris. Alle Kapitel, die aus der Sicht von Chris geschrieben wurden, bestehen aus Tagebucheinträgen. Und hier kommen wir auch schon zum ersten negativen Punkt. Denn Chris schweift in seinen Tagebucheinträgen oftmals ab, sodass der Leser oft von der eigentlichen Handlung abgelenkt wird. Ich habe mich persönlich an manchen Stellen gelangweilt, da Chris viel zu viel von seinem Alltag erzählt hat. Klar sollen die Tagebucheinträgen realistisch auf den Leser wirken, doch hat das Buch nun mal nur 300 Seiten, weshalb sich die Einträge auch auf das eigentliche Thema des Buches fokussieren sollten. Doch kommen wir nun mal auf die Protagonistin zu sprechen. Amelia war mir anfangs noch sympathisch. Doch schon nach wenigen Kapiteln wurde sie mir einfach zu naiv. Ich verstehe, dass man mit 15 noch nicht so viel Lebenserfahrung hat. Doch manchmal war es einfach zu viel des Guten und ich konnte an einigen Stellen nur mit dem Kopf schütteln. Chris war mir jedoch noch unsympathischer. Amelia schwärmt die ganze Zeit nur von ihm, weshalb man als Leser echt hohe Erwartungen an den Typen setzt. Er ist nicht so charmant, wie Amelia ihn beschrieben hat. Leider habe ich vergessen mit zuzählen, über wie viele Frauen Chris in seinen Tagebucheinträgen geschrieben hat. Er konnte mich wirklich nicht überzeugen. Die Handlung hat mir teilweise sehr gut gefallen, sich an anderen Stellen jedoch wieder sehr in die Länge gezogen. Wahrscheinlich lag es daran, dass die Beziehung zwischen Chris und Amelia oftmals vernachlässigt wurde oder man zu lange an der gleichen Stelle stehen geblieben ist. Das Ende hat mir hingegen wieder etwas besser gefallen. Die Charaktere sprechen sich aus und lernen beide dazu. Ich fand es mutig von der Autorin, kein kitschiges Happy End einzubauen, weil es einfach nicht in die Geschichte gepasst hätte, da sie weitesgehend sehr realistisch gehalten ist. Fazit Die Idee für dieses Buch war mal etwas anderes. Junges naives Mädchen verliebt sich in einen älteren Jungen im Supermarkt. Die Umsetzung hat mir leider nicht so gut gefallen , wie erhofft. Ich konnte mich mit keinem der Protagonisten identifizieren. Allerdings konnte man das Buch sehr gut und schnell, aufgrund des Schreibstils der Autorin lesen. Trotz allem lernt die Protagonistin zum Schluss etwas dazu, weshalb ich ihr ihre Naivität verzeihen kann. Ich gebe dem Buch 3/5 Sterne!
English Review: Who hasn’t experienced how it is to fall in love for the first time and often at the same time also unhappily? Particularly if one is at an age, while one doesn’t recognize oneself again because the own body is changing, the feelings play around and everything and everybody apparently starts to revolt. This book begins with the story of Amelia who is telling it in the present, from which I’m unfortunately not a fan but nevertheless, after some chapters I was caught in the reading flow and it didn’t disturb me so much anymore. Amelia has just become 15 and for her the world is upside-down, particularly after she meets Chris, who is 6-years older than Amelia, but for whom her heart beats faster but she realistically also sees no chance for them. The story is primarily around the life of these two main characters, their developing friendship and beyond. About the first half of the book is very childish and very easy, often with very short sentences, but it is also written liquidly and hence fitting for a 15-year-old teenager. Though it seemed authentic for the situation, but nevertheless there were also some times at which I’ve felt this writing style was too simply, too jolty. But I’m already a little older than 15 and therefore I maybe don’t fit completely to the given age recommendation. ;) However, to my luck this changed after this aforesaid half of the book and I was very glad to be allowed to read suddenly a completely other writing style. I don’t want to describe here at this point how that has exactly happened or why it has changed, because I don’t want to ruin your ‘surprise‘. But who has also already read the book, will certainly know what I mean here. The storyline begins very slowly and the reader is led step by step to the central figure Amelia, as well as to her family and friends and therefore gets to know them and her way of thinking better and better. I must confess that I couldn’t get along with her at the start but it became better with the time. She has irritated me sometimes with her ‘puppy love’ and keenness, but if I remember my puberty right, I probably was just like that and like almost every other girl in this bewildering time. :) Chris is the total opposite to her and the typical darling of everybody with a constantly loose saying on his lips and he’s always up for every fun. He’s really very likeable and charming, but only when he also has shown his negative sides and his self-doubts, he could also conquer my heart. Who now thinks that in this book it is only told about the both of them, who hold dull dialogues than you’re wrong. Amelia and Chris, as well as the book, discuss also principle questions about the female emancipation and also talk passionate a lot about classical books. SPOILER ! Actually not really a spoiler, but nevertheless I wanted to mention here that I’m not a fan of open ends. Certainly this gives the reader the chance to thinks freely of the things afterwards and to create a positive exit for themselves. But I rather want books which are completely led to an end and read it to a final end, instead of thinking one up for myself. I didn’t like this point so much. For more Info: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/06/27/review-good-oil/ Deutsche Rezension: Wer hat es nicht erlebt, wie es ist sich zum ersten Mal richtig und oft zugleich auch unglücklich zu verlieben? Besonders wenn man in einem Alter steckt, indem man sich selber nicht kennt, weil sich der eigene Körper verändert, die Gefühle verrückt spielen und alles und jeder um einen scheinbar zu revoltieren anfängt. Dieses Buch beginnt mit der Erzählung von Amelia, welche in der Gegenwart geschildet ist. Wovon ich zugegeben leider kein Fan bin, aber nach ein paar Kapitel war ich doch so sehr im Lesefluss gefangen und es störte mich nicht mehr besonders. Amelia ist gerade 15 geworden und für sie steht die Welt Kopf, besonders nachdem sie den um 6 Jahre älteren Chris kennenlernt, für den ihr Herz schneller schlägt, doch bei dem sie sich realistisch gesehen auch keine Chancen ausrechnet. Die Geschichte handelt hauptsächlich um das Leben dieser beiden Hauptprotagonisten, ihre entstehende Freundschaft und darüber hinaus. Ungefähr die erste Hälfte des Buches ist sehr kindlich und sehr einfach, mit oft sehr kurzen Sätzen, aber auch flüssig geschrieben und entspricht daher einem 15-jährigen Teenager. Es wirkte für die Situation zwar authentisch, aber trotzdem gab es zeitweise auch Stellen, an denen ich diese Schreibweise zu einfach, zu holprig empfunden habe. Aber ich bin auch schon ‚etwas‘ älter als 15 und entspreche deswegen wohl auch nicht ganz der empfohlenen Altersangabe. :) Zu meinem Glück ändert sich das aber nach dieser besagten Hälfte und ich war sehr froh darüber, plötzlich einen komplett anderen Schreibstil lesen zu dürfen. Wie genau es passiert oder warum es sich geändert hat, möchte ich hier an dieser Stelle nicht detailliert beschreiben, um die ‚Überraschung‘ nicht zu nehmen. Aber wer das Buch ebenfalls bereits gelesen hat, weiß bestimmt welche Stelle ich hier meine. Die Handlung beginnt sehr langsam und man wird Schritt für Schritt an die Hauptfigur Amelia, sowie an ihre Familie und Freunde herangeführt und lernt sie und ihre Denkweise somit immer besser kennen. Ich muss gestehen, dass ich zuerst wenig mit ihr anfangen konnte, es aber mit der Zeit besser wurde. Sie hat mich teilweise etwas genervt mit ihrer Schwärmerei und Versessenheit, aber wenn ich mich an meine Pubertät zurück erinnere, war ich wohl genauso, wie fast jedes andere Mädchen in dieser verwirrenden Zeit. :) Chris ist im Gegensatz zu ihr der typische Liebling von allen mit einem ständig lockeren Spruch auf den Lippen und der sich für keinen Spaß zu schade ist. Sehr sympathisch und liebenswert, doch erst als er auch seine negativen Seiten und Selbstzweifel gezeigt hat, konnte er ebenfalls mein Herz erobern. Wer jetzt denkt, in dem Buch wird nur die über die beiden erzählt, die langweilige Dialoge führen, der irrt sich. Amelia und Chris, sowie das Buch selbst, erörtern Grundsatzfragen zur weiblichen Emanzipation und diskutieren teilweise hitzig über so manche klassischen Bücher. SPOILER WARNUNG ! Eigentlich kein richtiger Spoiler, aber trotzdem wollte ich zum Schluss des Buches anmerken, dass ich kein Fan von offenen Enden bin. Sicher gibt das dem Leser die Chance sich frei etwas zu überlegen und einen positiven Ausgang auszudenken. Aber ich will ein Buch lieber komplett zu Ende geführt haben und es lesen, anstatt es mir selber auszudenken. Diesen Punkt fand ich etwas schade. Für mehr Infos: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/06/25/rezension-wunder-wie-diese/
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Als junger Teenager habe ich dieses Buch zum ersten mal gelesen, damals hat mich die Bedeutung der Geschichte nicht ganz erreicht. Erst als ich das Buch mit den Jahren immer und immer wieder gelesen habe, erschloss sich mir wie wichtig die Botschaft war. Die Liebesgeschichte, die einen mit dem harten Boden der Realität konfrontiert. Es wird nichts schön geredet, es wird nichts romantisiert was man im Alltag ebenfalls nicht romantisieren sollte. Jeder sollte träumen dürfen, daran besteht kein Zweifel. Doch um die Realität nicht allzu enttäuschend wahr zu nehmen, braucht es ab und an Bücher wie dieses, welches uns nicht ganz das gibt was wir uns erhoffen ;)
Nachdenklich, ehrlich und erfrischend anders. "Wunder wie diese" ist für mich kein typisches Jugendbuch und trägt erstaunlich viele intelligente bis anspruchsvolle Züge in sich. Tatsächlich bin ich mir auch sicher, dass ich viele der Anspielungen als Jugendliche gar nicht verstanden hätte, aber das ist natürlich stark personenabhängig. Die Geschichte ist überraschend tiefgründig und kann dementsprechend auch viel mitgeben. Sie regt zum Nachdenken an und gibt einigen gesellschaftlichen Themen Raum, wobei es hier natürlich trotzdem in erster Linie um das Erwachsenwerden geht. Es geht um die erste Liebe, Liebeskummer und Familie, aber auch um das Herausbilden eigener Ideale, Prinzipien und Moralvorstellungen. Laura Buzo kann hier mit authentischen Darstellungen aufwarten, die hinter Schein und Illusion blicken, die Wahrheit und das Sein hinterfragen. Stück für Stück setzt die Autorin ihren Charakteren die rosarote Brille ab und wir sind live mit dabei. Jetzt kommen wir zu meinem großen Aber dieses Buches, denn seine "Liebesgeschichte" ist natürlich so eine Sache... Sie hat mich in meinen persönlichen moralischen Zwiespalt getrieben, denn wie bei jeder Liebesgeschichte will man natürlich irgendwie, dass die beiden Protagonist:innen zueinander finden, aber hier hatte jede Annäherung einen bitteren Beigeschmack. Ich selbst stehe dem Ganzen sehr, sehr kritisch gegenüber - In Büchern wie im realen Leben. Immer. Und hätte mir dementsprechend so sehr gewünscht, dass Chris nicht schwach geworden wäre. Schon gar nicht zweimal. Was hier passiert, ist harter Tobak und ließ mich Chris' kompletten Charakter immer wieder hinterfragen. Ich hätte mir gewünscht, dass diese Thematik auch in der Geschichte selbst mehr angeprangert worden wäre bzw. hätte sie definitiv mehr angeprangert werden sollen und wenn nicht, hätte dieses Buch zumindest eines Nachwortes bedurft. Allerdings ist hierbei auch wichtig anzumerken, dass dieses Buch in erster Linie auch gar keine Liebesgeschichte ist oder sein soll, auch wenn man das zunächst vielleicht denken mag. Hier geht es um so viel mehr als das. Ich mochte den Aufbau der Geschichte und vor allem die Erzählperspektive, da es mal etwas anderes ist und eine ganz bestimmte Wirkung hervorruft. Mit dem Sichtwechsel ändert sich auch der Blickwinkel auf die Geschichte auf Seiten der Lesenden. Die Geschichte wird aus der Sicht von Amelia in der ersten Person Singular erzählt. Zusätzlich erhalten wir Einblicke in Chris' Tagebucheinträge. Amelia ist eine tolle Protagonistin. Sie ist klug, nachdenklich und taff. Sie lässt sich nichts einreden, bringt dabei aber auch eine für ihr Alter authentische Portion Naivität und Unbedarftheit mit. Chris ist ein nicht ganz so leichter Protagonist, da er sehr selbstbezogen und egoistisch ist. Durch seine Tagebucheinträge wird nichts beschönigt, was Fluch und Segen zugleich ist. Er kann sehr charmant sein, trägt aber auch eine gewisse Arroganz in sich und blickt auf andere Menschen herab. Am meisten hat mich sein herablassend klingendes "Kleine" genervt. Generell hat mich sein Charakter einfach einmal zu viel enttäuscht. Ich glaube, ich hätte mir einen Epilog mit einem Wiedersehen gewünscht, vielleicht 10 Jahre später, auch wenn es vermutlich falsch gewesen wäre. So ist das Ende nämlich definitiv realistischer. Das Buch lässt sich flüssig lesen und bringt eine klare, leichte und gut verständliche Sprache mit und sagt dabei dennoch unheimlich viel aus. Es hat mich von sich eingenommen und berührt. Laura Buzo schreibt authentisch, lebendig, gefühlvoll und echt. Ihre ehrlichen und ungeschönten Eindrücke weiß ich an diesem Buch am meisten zu schätzen. Dieses Buch zu bewerten fällt mir schwer, da es sehr viel Schönes und Gutes mitbringt, aber eben auch diese riesengroße kritische Thematik in sich birgt. Ich weiß nicht genau, von wem ich überhaupt wollen würde, dass er:sie dieses Buch liest... 3,5/ 5 Sterne ⭐️

Um sich ihr Taschengeld selbst zu verdienen und damit ihren Eltern unter die Arme zu greifen, nimmt Amelia einen Job in einem Einkaufszentrum an. Dort verliebt sie sich unsterblich in ihren Kollegen Chris. Chris ist charmant, immer gut gelaunt und scheint ebenfalls an ihr interessiert zu sein. Doch leider hat die Sache einen Haken. Chris ist nicht nur knapp 5 Jahre älter als Amelia, sondern hat sein Herz bereits an eine Andere verschenkt. Eine Geschichte über die erste große Liebe und den damit verbundenen Herzschmerz. Auch mir hat diese Geschichte Herzschmerz bereitet (neben Kopfschmerzen, Augenschmerzen und Gesichtslähmungen), denn sie hat mir ... absolut nicht gefallen. Teilweise musste ich mich regelrecht dazu zwingen am Ball zu bleiben. Wer hier eine süße Liebesgeschichte mit tiefgründigen Charakteren und emotionalem Erzählstil erwartet, den muss ich leider enttäuschen, denn diese Geschichte ist alles andere, als das. Müsste ich das ganze Buch mit einem Wort beschreiben, dann wäre es: nichtssagend. Beginnen wir einmal bei der Protagonistin, die in meinen Augen nichts anderes darstellt, als eine kleine pubertäre Meckerziege, die zu chronisch kindischem und fehlgeleitetem Verhalten neigt. Sie bezieht alles auf sich, handelt naiv und denkt niemals auch nur einen Schritt weiter, als die sprichwörtliche "Fettsau" springt. Auch ich war mit 15/16 Jahren wahnisnnig naiv in Sachen "Liebe". Wer ist das nicht? Aber seien wir mal ehrlich: Wer weiß denn nicht, dass dauerhaftes Hinterherrennen bei dem Gegenüber eher Flucht- als Annäherungsbedürfnis hervorruft? Ab einem Alter von 10 Jahren, sollte das, denke ich, jedem klar sein. Und auch die allergrößten Spätsünder, dürften es mit 16 dann mal kapiert haben. Die Bedenken, die Amelia bezüglich ihrer Mutter und dem Feminismus äußerst konnte ich ihr daher nicht im geringsten abkaufen. Auf mich wirkte das viel mehr wie ein gescheiterter Versuch, Tiefgang in die Geschichte zu bringen. Kommen wir nun zu Chris. Haaaach ... Chris, Chris, Chris ... Mir ist beim besten Willen nicht klar, wie man sich in diesen Typen verlieben kann. Chris ist, um es mal auf den Punkt zu bringen, ein alkoholabhängiger Egoist, der sich nur an seinen eigenen Belangen orientiert. Wie so viele junge Menschen weiß auch er nicht, was er will, was in der explosiven Kombination mit seinem ausgeprägten Egoismus und dem ständigen Selbstmitleid oft dazu führt, dass er Amelia alles andere als fair oder gar erwachsen behandelt. Ich kann nur sagen: wenn jeder Junge in diesem Alter denken würde, wie er, dann Hallelujah! Die Abschnitte des Buches, die aus seiner Sicht erzählt wurden, waren daher eine besondere Qual. Der Tagebuchstil hat dazu leider negativ beigetragen. Die Kapitel aus Amelias Sicht waren da um einiges erträglicher und der Schreibstil sogar so gut, dass ich es letztendlich doch geschafft habe, mich emotional in Amelia hineinzuversetzen. Das ist auch der einzige Grund, weshalb dieses Buch letztendlich einen halben "Gnadenstern" mehr bekommen hat. Definitiv eines der schlechtesten Bücher, das ich jemals gelesen habe. Das haben bisher nur Schullektüren geschafft. Von mir gibts dafür nicht mehr als 1.5 Sterne. Tut mir leid. Besuche gerne meinen Blog, wenn du an weiteren Rezensionen interessiert bist: Books'n'Tracks
English Review: Who hasn’t experienced how it is to fall in love for the first time and often at the same time also unhappily? Particularly if one is at an age, while one doesn’t recognize oneself again because the own body is changing, the feelings play around and everything and everybody apparently starts to revolt. This book begins with the story of Amelia who is telling it in the present, from which I’m unfortunately not a fan but nevertheless, after some chapters I was caught in the reading flow and it didn’t disturb me so much anymore. Amelia has just become 15 and for her the world is upside-down, particularly after she meets Chris, who is 6-years older than Amelia, but for whom her heart beats faster but she realistically also sees no chance for them. The story is primarily around the life of these two main characters, their developing friendship and beyond. About the first half of the book is very childish and very easy, often with very short sentences, but it is also written liquidly and hence fitting for a 15-year-old teenager. Though it seemed authentic for the situation, but nevertheless there were also some times at which I’ve felt this writing style was too simply, too jolty. But I’m already a little older than 15 and therefore I maybe don’t fit completely to the given age recommendation. ;) However, to my luck this changed after this aforesaid half of the book and I was very glad to be allowed to read suddenly a completely other writing style. I don’t want to describe here at this point how that has exactly happened or why it has changed, because I don’t want to ruin your ‘surprise‘. But who has also already read the book, will certainly know what I mean here. The storyline begins very slowly and the reader is led step by step to the central figure Amelia, as well as to her family and friends and therefore gets to know them and her way of thinking better and better. I must confess that I couldn’t get along with her at the start but it became better with the time. She has irritated me sometimes with her ‘puppy love’ and keenness, but if I remember my puberty right, I probably was just like that and like almost every other girl in this bewildering time. :) Chris is the total opposite to her and the typical darling of everybody with a constantly loose saying on his lips and he’s always up for every fun. He’s really very likeable and charming, but only when he also has shown his negative sides and his self-doubts, he could also conquer my heart. Who now thinks that in this book it is only told about the both of them, who hold dull dialogues than you’re wrong. Amelia and Chris, as well as the book, discuss also principle questions about the female emancipation and also talk passionate a lot about classical books. SPOILER ! Actually not really a spoiler, but nevertheless I wanted to mention here that I’m not a fan of open ends. Certainly this gives the reader the chance to thinks freely of the things afterwards and to create a positive exit for themselves. But I rather want books which are completely led to an end and read it to a final end, instead of thinking one up for myself. I didn’t like this point so much. For more Info: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/06/27/review-good-oil/ Deutsche Rezension: Wer hat es nicht erlebt, wie es ist sich zum ersten Mal richtig und oft zugleich auch unglücklich zu verlieben? Besonders wenn man in einem Alter steckt, indem man sich selber nicht kennt, weil sich der eigene Körper verändert, die Gefühle verrückt spielen und alles und jeder um einen scheinbar zu revoltieren anfängt. Dieses Buch beginnt mit der Erzählung von Amelia, welche in der Gegenwart geschildet ist. Wovon ich zugegeben leider kein Fan bin, aber nach ein paar Kapitel war ich doch so sehr im Lesefluss gefangen und es störte mich nicht mehr besonders. Amelia ist gerade 15 geworden und für sie steht die Welt Kopf, besonders nachdem sie den um 6 Jahre älteren Chris kennenlernt, für den ihr Herz schneller schlägt, doch bei dem sie sich realistisch gesehen auch keine Chancen ausrechnet. Die Geschichte handelt hauptsächlich um das Leben dieser beiden Hauptprotagonisten, ihre entstehende Freundschaft und darüber hinaus. Ungefähr die erste Hälfte des Buches ist sehr kindlich und sehr einfach, mit oft sehr kurzen Sätzen, aber auch flüssig geschrieben und entspricht daher einem 15-jährigen Teenager. Es wirkte für die Situation zwar authentisch, aber trotzdem gab es zeitweise auch Stellen, an denen ich diese Schreibweise zu einfach, zu holprig empfunden habe. Aber ich bin auch schon ‚etwas‘ älter als 15 und entspreche deswegen wohl auch nicht ganz der empfohlenen Altersangabe. :) Zu meinem Glück ändert sich das aber nach dieser besagten Hälfte und ich war sehr froh darüber, plötzlich einen komplett anderen Schreibstil lesen zu dürfen. Wie genau es passiert oder warum es sich geändert hat, möchte ich hier an dieser Stelle nicht detailliert beschreiben, um die ‚Überraschung‘ nicht zu nehmen. Aber wer das Buch ebenfalls bereits gelesen hat, weiß bestimmt welche Stelle ich hier meine. Die Handlung beginnt sehr langsam und man wird Schritt für Schritt an die Hauptfigur Amelia, sowie an ihre Familie und Freunde herangeführt und lernt sie und ihre Denkweise somit immer besser kennen. Ich muss gestehen, dass ich zuerst wenig mit ihr anfangen konnte, es aber mit der Zeit besser wurde. Sie hat mich teilweise etwas genervt mit ihrer Schwärmerei und Versessenheit, aber wenn ich mich an meine Pubertät zurück erinnere, war ich wohl genauso, wie fast jedes andere Mädchen in dieser verwirrenden Zeit. :) Chris ist im Gegensatz zu ihr der typische Liebling von allen mit einem ständig lockeren Spruch auf den Lippen und der sich für keinen Spaß zu schade ist. Sehr sympathisch und liebenswert, doch erst als er auch seine negativen Seiten und Selbstzweifel gezeigt hat, konnte er ebenfalls mein Herz erobern. Wer jetzt denkt, in dem Buch wird nur die über die beiden erzählt, die langweilige Dialoge führen, der irrt sich. Amelia und Chris, sowie das Buch selbst, erörtern Grundsatzfragen zur weiblichen Emanzipation und diskutieren teilweise hitzig über so manche klassischen Bücher. SPOILER WARNUNG ! Eigentlich kein richtiger Spoiler, aber trotzdem wollte ich zum Schluss des Buches anmerken, dass ich kein Fan von offenen Enden bin. Sicher gibt das dem Leser die Chance sich frei etwas zu überlegen und einen positiven Ausgang auszudenken. Aber ich will ein Buch lieber komplett zu Ende geführt haben und es lesen, anstatt es mir selber auszudenken. Diesen Punkt fand ich etwas schade. Für mehr Infos: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/06/25/rezension-wunder-wie-diese/
‚Wunder wie diese‘ war definitiv eine Überraschung für mich. Der Klappentext weist auf eine relativ harmlose und süße Liebesgeschichte zwischen zwei Teenagern hin, doch damit kann man das, was zwischen Amelia und Chris passiert, wohl eher weniger vergleichen. Ich fang erstmal mit den beiden Protagonisten an. Amelia ist 15 Jahre alt und arbeitet neben der Schule bei Woolworth. Da wir uns in Australien, Sydney befinden, ist Woolworth (alternativ im Buch auch Woolies oder ‚Land der Träume‘ genannt) kein Ramschladen, sondern eine Supermarktkette. Amelia geht noch zur Schule, wohnt zu Hause bei ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester, während ihre große zum Studieren weggezogen ist. Sie geht auf eine reine Mädchenschule und ihre beste Freundin heißt Penny. Chris ist 21 Jahre alt, wohnt ebenfalls noch bei seinen Eltern, studiert aber schon Soziologie. Er arbeitet genau wie Amelia im Land der Träume und von dort aus kennen sich die beiden auch. Ja, sie kennen sich schon. Dem Klappentext nach hatte ich irgendwie erwartet, dass man kurz vor ihrer Begegnung anfängt die zwei zu begleiten, aber das Kennenlernen wird später nur als Rückblende eingefügt. Im ‚Jetzt & Hier‘ kennen sich die zwei schon und verstehen sich auch ganz gut. Dass die beiden auf einer Wellenlänge sind, macht den Reiz des Buches aus. Auf der einen Seite geht es natürlich um den Altersunterschied, der ja in dem Alter doch ziemlich gravierend ist. Auf der anderen Seite hat Laura Buzo aber auch viele Teile des Feminismus mit reingebracht. Chris und Amelia verstehen sich deswegen so gut, weil sie sich beide sehr für die Frauenliteratur interessieren. Chris studiert den Kram immerhin und Amelia ist auf der Arbeit die einzige, die sich für die Frauenbewegungen interessiert. Auch das ist ein Punkt, den ich überhaupt nicht erwartet hab. Das ganze Buch weist diverse Themen auf, die viel tiefer gehen, als das in einem normalen Jugendbuch eigentlich der Fall ist. Dabei mein ich nicht den ersten Liebeskummer oder so, sondern wirklich wichtige Themen. Der Feminismus und die Gedanken der Protagonisten dazu ist nur ein Punkt, es geht auch noch um viel mehr, aber das möchte ich nicht verraten! Es gibt vier große Abschnitte, wovon zwei aus Amelias Sicht und zwei aus Chris‘ Sicht geschrieben wurden. Der erste ist direkt aus Amelias Sicht und man merkt ihr an, dass sie 15 ist. Meine ersten Gedanken bezüglich des Buches waren: „Ohje, ein Kinderroman“, denn ihre Gedanken sind natürlich ziemlich unreif, wie das bei einer 15-Jährigen so ist. Aber besonders als dann die Notizen von Chris ins Spiel kommen und man Amelias wirklich erwachsene Gedanken zu diversen Texten und Themen hört, verwirft man das Wort „Kinderroman“ sofort. Auch Chris schreibt in den ersten Seiten seines Tagebuches (ja, er ist fast 22 und führt Tagebuch, aber irgendwie kam es authentisch rüber) noch etwas ungestüm seine Gedanken nieder, analysiert dann aber immer mehr die Situationen, sein Verhalten und das seiner Mitmenschen. Die Charakter wachsen hier also wirklich im Verlaufe des Buches und genauso tut das der Schreibstil. Fazit Insgesamt ist ‚Wunder wie diese‘ ein Jugendroman, den ich nur empfehlen kann. Es geht hier nicht nur um die Liebe oder um Freundschaft und Schulprobleme, sondern um so viel mehr und das alles wird sehr authentisch und zwischendurch auch witzig erzählt. Man kann Amelia und Chris beide verstehen und besonders das Ende hat mir sehr gut gefallen, denn das ist definitiv mal was anderes und man merkt beiden Protagonisten an, dass sie wirklich etwas gelernt haben und aus dem Zeitraum, von dem das Buch berichtet, etwas mitnehmen. Den kleinen Abzug gibt es nur für den Anfang, der mir persönlich ein wenig zu langatmig war und Amelia zu lange als typisches kleines Mädchen, welches für einen älteren Typen schwärmt, dargestellt hat. (Januar 2013)
Die Idee der Geschichte ist erfrischend und neu. Die Protagonistin arbeitet in einem Supermarkt, was zwar keine außergewöhnliche Tätigkeit ist, jedoch habe ich noch nie in einem Buch darüber gelesen. Dort trifft sie dann auch auf Chris, den männlichen Protagonisten der Geschichte. Auch die Aufmachung des Buches hat mir persönlich zugesagt. Die Autorin schreibt sowohl aus der Perspektive von Amelia, als auch aus der Perspektive von Chris. Alle Kapitel, die aus der Sicht von Chris geschrieben wurden, bestehen aus Tagebucheinträgen. Und hier kommen wir auch schon zum ersten negativen Punkt. Denn Chris schweift in seinen Tagebucheinträgen oftmals ab, sodass der Leser oft von der eigentlichen Handlung abgelenkt wird. Ich habe mich persönlich an manchen Stellen gelangweilt, da Chris viel zu viel von seinem Alltag erzählt hat. Klar sollen die Tagebucheinträgen realistisch auf den Leser wirken, doch hat das Buch nun mal nur 300 Seiten, weshalb sich die Einträge auch auf das eigentliche Thema des Buches fokussieren sollten. Doch kommen wir nun mal auf die Protagonistin zu sprechen. Amelia war mir anfangs noch sympathisch. Doch schon nach wenigen Kapiteln wurde sie mir einfach zu naiv. Ich verstehe, dass man mit 15 noch nicht so viel Lebenserfahrung hat. Doch manchmal war es einfach zu viel des Guten und ich konnte an einigen Stellen nur mit dem Kopf schütteln. Chris war mir jedoch noch unsympathischer. Amelia schwärmt die ganze Zeit nur von ihm, weshalb man als Leser echt hohe Erwartungen an den Typen setzt. Er ist nicht so charmant, wie Amelia ihn beschrieben hat. Leider habe ich vergessen mit zuzählen, über wie viele Frauen Chris in seinen Tagebucheinträgen geschrieben hat. Er konnte mich wirklich nicht überzeugen. Die Handlung hat mir teilweise sehr gut gefallen, sich an anderen Stellen jedoch wieder sehr in die Länge gezogen. Wahrscheinlich lag es daran, dass die Beziehung zwischen Chris und Amelia oftmals vernachlässigt wurde oder man zu lange an der gleichen Stelle stehen geblieben ist. Das Ende hat mir hingegen wieder etwas besser gefallen. Die Charaktere sprechen sich aus und lernen beide dazu. Ich fand es mutig von der Autorin, kein kitschiges Happy End einzubauen, weil es einfach nicht in die Geschichte gepasst hätte, da sie weitesgehend sehr realistisch gehalten ist. Fazit Die Idee für dieses Buch war mal etwas anderes. Junges naives Mädchen verliebt sich in einen älteren Jungen im Supermarkt. Die Umsetzung hat mir leider nicht so gut gefallen , wie erhofft. Ich konnte mich mit keinem der Protagonisten identifizieren. Allerdings konnte man das Buch sehr gut und schnell, aufgrund des Schreibstils der Autorin lesen. Trotz allem lernt die Protagonistin zum Schluss etwas dazu, weshalb ich ihr ihre Naivität verzeihen kann. Ich gebe dem Buch 3/5 Sterne!
English Review: Who hasn’t experienced how it is to fall in love for the first time and often at the same time also unhappily? Particularly if one is at an age, while one doesn’t recognize oneself again because the own body is changing, the feelings play around and everything and everybody apparently starts to revolt. This book begins with the story of Amelia who is telling it in the present, from which I’m unfortunately not a fan but nevertheless, after some chapters I was caught in the reading flow and it didn’t disturb me so much anymore. Amelia has just become 15 and for her the world is upside-down, particularly after she meets Chris, who is 6-years older than Amelia, but for whom her heart beats faster but she realistically also sees no chance for them. The story is primarily around the life of these two main characters, their developing friendship and beyond. About the first half of the book is very childish and very easy, often with very short sentences, but it is also written liquidly and hence fitting for a 15-year-old teenager. Though it seemed authentic for the situation, but nevertheless there were also some times at which I’ve felt this writing style was too simply, too jolty. But I’m already a little older than 15 and therefore I maybe don’t fit completely to the given age recommendation. ;) However, to my luck this changed after this aforesaid half of the book and I was very glad to be allowed to read suddenly a completely other writing style. I don’t want to describe here at this point how that has exactly happened or why it has changed, because I don’t want to ruin your ‘surprise‘. But who has also already read the book, will certainly know what I mean here. The storyline begins very slowly and the reader is led step by step to the central figure Amelia, as well as to her family and friends and therefore gets to know them and her way of thinking better and better. I must confess that I couldn’t get along with her at the start but it became better with the time. She has irritated me sometimes with her ‘puppy love’ and keenness, but if I remember my puberty right, I probably was just like that and like almost every other girl in this bewildering time. :) Chris is the total opposite to her and the typical darling of everybody with a constantly loose saying on his lips and he’s always up for every fun. He’s really very likeable and charming, but only when he also has shown his negative sides and his self-doubts, he could also conquer my heart. Who now thinks that in this book it is only told about the both of them, who hold dull dialogues than you’re wrong. Amelia and Chris, as well as the book, discuss also principle questions about the female emancipation and also talk passionate a lot about classical books. SPOILER ! Actually not really a spoiler, but nevertheless I wanted to mention here that I’m not a fan of open ends. Certainly this gives the reader the chance to thinks freely of the things afterwards and to create a positive exit for themselves. But I rather want books which are completely led to an end and read it to a final end, instead of thinking one up for myself. I didn’t like this point so much. For more Info: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/06/27/review-good-oil/ Deutsche Rezension: Wer hat es nicht erlebt, wie es ist sich zum ersten Mal richtig und oft zugleich auch unglücklich zu verlieben? Besonders wenn man in einem Alter steckt, indem man sich selber nicht kennt, weil sich der eigene Körper verändert, die Gefühle verrückt spielen und alles und jeder um einen scheinbar zu revoltieren anfängt. Dieses Buch beginnt mit der Erzählung von Amelia, welche in der Gegenwart geschildet ist. Wovon ich zugegeben leider kein Fan bin, aber nach ein paar Kapitel war ich doch so sehr im Lesefluss gefangen und es störte mich nicht mehr besonders. Amelia ist gerade 15 geworden und für sie steht die Welt Kopf, besonders nachdem sie den um 6 Jahre älteren Chris kennenlernt, für den ihr Herz schneller schlägt, doch bei dem sie sich realistisch gesehen auch keine Chancen ausrechnet. Die Geschichte handelt hauptsächlich um das Leben dieser beiden Hauptprotagonisten, ihre entstehende Freundschaft und darüber hinaus. Ungefähr die erste Hälfte des Buches ist sehr kindlich und sehr einfach, mit oft sehr kurzen Sätzen, aber auch flüssig geschrieben und entspricht daher einem 15-jährigen Teenager. Es wirkte für die Situation zwar authentisch, aber trotzdem gab es zeitweise auch Stellen, an denen ich diese Schreibweise zu einfach, zu holprig empfunden habe. Aber ich bin auch schon ‚etwas‘ älter als 15 und entspreche deswegen wohl auch nicht ganz der empfohlenen Altersangabe. :) Zu meinem Glück ändert sich das aber nach dieser besagten Hälfte und ich war sehr froh darüber, plötzlich einen komplett anderen Schreibstil lesen zu dürfen. Wie genau es passiert oder warum es sich geändert hat, möchte ich hier an dieser Stelle nicht detailliert beschreiben, um die ‚Überraschung‘ nicht zu nehmen. Aber wer das Buch ebenfalls bereits gelesen hat, weiß bestimmt welche Stelle ich hier meine. Die Handlung beginnt sehr langsam und man wird Schritt für Schritt an die Hauptfigur Amelia, sowie an ihre Familie und Freunde herangeführt und lernt sie und ihre Denkweise somit immer besser kennen. Ich muss gestehen, dass ich zuerst wenig mit ihr anfangen konnte, es aber mit der Zeit besser wurde. Sie hat mich teilweise etwas genervt mit ihrer Schwärmerei und Versessenheit, aber wenn ich mich an meine Pubertät zurück erinnere, war ich wohl genauso, wie fast jedes andere Mädchen in dieser verwirrenden Zeit. :) Chris ist im Gegensatz zu ihr der typische Liebling von allen mit einem ständig lockeren Spruch auf den Lippen und der sich für keinen Spaß zu schade ist. Sehr sympathisch und liebenswert, doch erst als er auch seine negativen Seiten und Selbstzweifel gezeigt hat, konnte er ebenfalls mein Herz erobern. Wer jetzt denkt, in dem Buch wird nur die über die beiden erzählt, die langweilige Dialoge führen, der irrt sich. Amelia und Chris, sowie das Buch selbst, erörtern Grundsatzfragen zur weiblichen Emanzipation und diskutieren teilweise hitzig über so manche klassischen Bücher. SPOILER WARNUNG ! Eigentlich kein richtiger Spoiler, aber trotzdem wollte ich zum Schluss des Buches anmerken, dass ich kein Fan von offenen Enden bin. Sicher gibt das dem Leser die Chance sich frei etwas zu überlegen und einen positiven Ausgang auszudenken. Aber ich will ein Buch lieber komplett zu Ende geführt haben und es lesen, anstatt es mir selber auszudenken. Diesen Punkt fand ich etwas schade. Für mehr Infos: http://martinabookaholic.wordpress.com/2012/06/25/rezension-wunder-wie-diese/












