Wütendes Feuer
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Description
Von der Autorin des Wuhan Diary : Ein großer, aufrüttelnder Roman über die Unfreiheit von Frauen im modernen China
Nicht lang ist es her, da schien Yingzhi die Welt offen zu stehen: Aufgewachsen im ländlichen China hatte sie es geschafft, als Sängerin in einer kleinen Band bekannt zu werden. Ihr Traum von einem freien und selbstbestimmten Leben war zum Greifen nah, bis eine Affäre alles zum Einsturz bringt. Yingzhi wird schwanger und ist gezwungen, den Vater des Kindes zu heiraten und in sein Elternhaus einzuziehen – so will es die Tradition. Als die Schulden ihres spielsüchtigen Mannes zu hoch werden und Yingzhi Geld verdienen soll, öffnet sich ein kleines Fenster, das ihr einen kurzen Blick auf die Freiheit schenkt. Doch dann gerät ihr eine kleine Unbedachtheit zum Verhängnis und gipfelt in einer Katastrophe für sie und ihre ganze Familie.
Book Information
Author Description
Fang Fang ist eine der bekanntesten Schriftstellerinnen Chinas. Sie wurde 1955 geboren und lebt seit ihrem zweiten Lebensjahr in Wuhan. Ihr 2020 auf Deutsch erschienenes Wuhan Diary stand wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Zuletzt erschienen von ihr bei Hoffmann und Campe der vielfach gefeierte Roman Glänzende Aussicht (2024) sowie Blume Vollmond (2025).
Posts
„Eine verheiratete Tochter ist wie verschüttetes Wasser“
Diese Redewendung bestimmt das Leben der jungen Yingzhi, welche in den 90er-Jahren im ländlichen China ihren Weg sucht. Auch wenn nach dem Ende der Kulturrevolution der finanzielle Aufschwung Einzug zu erhalten scheint, entwickeln sich die Geschlechterrollen rückwärts. Durch verschiedene Umstände muss Yingzhi nämlich einen Mann heiraten und damit auch dessen Familie - Und das ist der Anfang einer qualvollen Zeit. Denn von ihr wird vollkommene Aufopferung und Gehorsam erwartet, während ihr Mann das Geld verprasst und zu Hause nur machohaft die Hände aufmacht. Yingzhi dabei zu beobachten, wie aus einer fröhlichen und optimistischen jungen Frau eine gebrochene Ehe-Frau wird, war nur sehr schwer mit anzusehen. Das Verhalten insbesondere der Schwiegereltern, aber auch der Eltern von Yingzhi, hat mich so wütend gemacht wie lange nicht mehr. Nur umso verständlich, dass auch in der Protagonistin ein „wütendes Feuer“ entfacht - ein Motiv, das sich wunderbar durch den Roman zieht. Fang Fang scheute sich auch in diesem Roman nicht, klare Worte für die prekäre Situation von Frauen in dieser Zeit zu finden und Yingzhi war durch ihre selbstbewusste Art die perfekte Protagonistin dafür. Einzig die Beziehung zu ihrem Kind war mir insgesamt etwas zu blass und wenig nachvollziehbar gestaltet. Das letzte Drittel entwickelte dann durch seine erschreckende Plastizität und Radikalität einen richtigen Sog, wobei das absolut konsequent umgesetzt wurde. Leider hat es mir die Übersetzung ansonsten eher schwer gemacht in die Geschichte hineinzufinden und bestimmte Situationen als realistisch wahrzunehmen. Natürlich liegt das auch an der kulturellen und zeitlichen Distanz, jedoch waren mir viele Teile der Übersetzung viel zu sperrig und wenig einfühlsam in Bezug auf die Gefühlslage der Hauptfigur. Insgesamt ist „Wütendes Feuer“ ein ganz und gar nicht leiser Roman, der mich sprachlich leider nicht so ganz überzeugen konnte, sich jedoch definitiv ins Gedächtnis „brennt“.
Gesellschaftliche Analyse des Umbruchs in China und sozialistischer FeminismusDas „wütende Feuer“ in Fang Fangs Werk fühlt man beim Leser regelrecht im Inneren brennen - ja, das Werk hat mich sehr wütend gemacht und wütend zurückgelassen. Obwohl ich selbst unabhängig bin und keine eigene ähnlichen Erfahrungen habe, habe ich gekocht, beinahe das gesamte Buch. interessant ist auch, wie lange es noch nachhallt.Es liefert eine präzise Darstellung der sozialen Spannungen im China der 1980er Jahre - vor allem für Frauen. Der Roman dokumentiert eindrucksvoll den Zusammenprall zwischen traditionellen Werten und der rasanten Urbanisierung während der Reform- und Öffnungspolitik.Besonders stark ist die Schilderung der prekären Lebensverhältnisse der Arbeiterklasse und die Korruption innerhalb der Bürokratie. Das Buch verzichtet auf geschönte Darstellungen und zeigt stattdessen sachlich die psychologischen Auswirkungen von Armut und sozialem Abstieg auf. Für Leser, die sich für die moderne Geschichte Chinas interessieren, bietet das Werk fundierte soziologische Einblicke.Darüber hinaus bietet der Roman eine starke feministische Perspektive, indem er die spezifischen Härten und die Resilienz von Frauen in einer von Männern dominierten Bürokratie und Arbeitswelt ungeschönt beleuchtet.Der Roman macht deutlich, dass Frauen in den Umbruchphasen Chinas oft zuerst unter die Räder kamen. Wenn Stellen gestrichen wurden oder die soziale Absicherung wegbrach, traf es sie besonders hart.Die „Wut“ bezieht sich beim Lesen oft auf eine innere Auflehnung gegen die passive Rolle, die der Gesellschaft Frauen zuschreibt. Dabei geht es um den Kampf um Selbstbehauptung in einem System, das Frauen wenig Raum für Individualität lässt.
Mein erstes aber defenetiv nicht mein letztes Buch dieser Autorin. Fang Fang hat eine wirklich so erschreckend ehrliche Geschichte geschrieben, dass sie mich Tage nachdem ich sie zuende Gelesen hab nicht loslassen konnte. Das ende der Geschichte wird einen auf den ersten Seiten vorweg genommen. Aus neugier wieso es so endet wie es endet konnte ich as Buch nicht aus der Hand legen. Fang Fang baut die Figuren und die gesammt Situation langsam und nachvollziehbar auf. Das Buch ist erschreckend Realtisch geschrieben. So realistisch, dass ich mir Vorstellen könnte soetwas könnte einer Frau auf dem Land in China, so ähnlich zu der Zeit passiert sein.
Ein Roman mit Durchschlagskraft
200 Seiten und ein Nachwort umfasst der Roman von Fang Fang gerade einmal. Und doch reichte dieser wenige Platz mehrmals für emotionale Ausbrüche meinerseits. "Wütendes Feuer" ist so ein Buch, das herausfordert und in gewisser Weise Grenzen überschreitet. Ein unbequemes, brutal ehrliches Buch, das nichts romantisiert und und so eine Durchschlagskraft erreicht, die nicht in vielen Geschichten gelingt. Das Nachwort des Übersetzers ist sehr klug und hilfreich, um den tieferen Sinn und die realen Bezüge des Erzählten besser einordnen zu können. "Wütendes Feuer" sehe ich vor allem für Leser als geeignet an, die sich auch für das Land China und seine rasante Entwicklung in wirtschaftlicher- wie auch sozialer Sichtweise interessieren. Wer mit offenen Augen durch das Buch geht und seine Botschaft verstehen möchte, der wird viel Aufschlussreiches darin finden. Lasst euch allerdings gesagt sein: Fang Fang schreckt vor keinen Mitteln zurück und Emotionen zu produzieren. Dieses Buch ist sehr brutal und teilweise explizit. Gewalt und Misshandlung werden thematisiert. Ich vergebe 5 🌟

Yingzhi entschließt sich nach der Schule nicht an die Uni zu gehen, sondern Geld zu verdienen. Das schnelle Geld lockt als Sängerin bei der lokalen San Huo Band. Doch das Unglück naht in Form eines Mannes: Guiqing, ein spielsüchtiger Trunkebold. Er erlaubt ihr als verheiratete Frau weiterhin in der Band zu arbeiten, weil sie so seine Spielschulden begleicht. Denn der Herr arbeitet nicht. Und das ist auf dem Land in Hebei zu Beginn der 1990er Jahre normal. Yingzhis moderne Vorstellungen vom Leben, die Ultra konservativen Werte ihrer Schwiegereltern und der flatterhafte Ehemann dazwischen. Das kann nicht gut gehen. Mehr zum Buch im Lesemonat Januar auf YouTube. https://youtu.be/veGfzeliFQk Viel Spass bei der Lektüre!
Gesellschaftliche Analyse des Umbruchs in China und sozialistischer Feminismus Das „wütende Feuer“ in Fang Fangs Werk fühlt man beim Leser regelrecht im Inneren brennen - ja, das Werk hat mich sehr wütend gemacht und wütend zurückgelassen. Obwohl ich selbst unabhängig bin und keine eigene ähnlichen Erfahrungen habe, habe ich gekocht, beinahe das gesamte Buch. interessant ist auch, wie lange es noch nachhallt. Es liefert eine präzise Darstellung der sozialen Spannungen im China der 1980er Jahre - vor allem für Frauen. Der Roman dokumentiert eindrucksvoll den Zusammenprall zwischen traditionellen Werten und der rasanten Urbanisierung während der Reform- und Öffnungspolitik. Besonders stark ist die Schilderung der prekären Lebensverhältnisse der Arbeiterklasse und die Korruption innerhalb der Bürokratie. Das Buch verzichtet auf geschönte Darstellungen und zeigt stattdessen sachlich die psychologischen Auswirkungen von Armut und sozialem Abstieg auf. Für Leser, die sich für die moderne Geschichte Chinas interessieren, bietet das Werk fundierte soziologische Einblicke. Darüber hinaus bietet der Roman eine starke feministische Perspektive, indem er die spezifischen Härten und die Resilienz von Frauen in einer von Männern dominierten Bürokratie und Arbeitswelt ungeschönt beleuchtet. Der Roman macht deutlich, dass Frauen in den Umbruchphasen Chinas oft zuerst unter die Räder kamen. Wenn Stellen gestrichen wurden oder die soziale Absicherung wegbrach, traf es sie besonders hart. Die „Wut“ bezieht sich beim Lesen oft auf eine innere Auflehnung gegen die passive Rolle, die der Gesellschaft Frauen zuschreibt. Dabei geht es um den Kampf um Selbstbehauptung in einem System, das Frauen wenig Raum für Individualität lässt.
Brutal und krass fällt mir dazu ein! Es geht um China in den 90 ern auf dem Land und es ist brutal wie mit Frauen umgegangen wurde. Hier in den Buch geht es um eine junge Frau die sich dem ganzen ein bisschen wieder setzt, sehr darunter leidet dass sie fast keine Rechte hat. Und stark für sich kämpfen muss ohne jegliche Unterstützung. Es war ein trauriges Buch.
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Von der Autorin des Wuhan Diary : Ein großer, aufrüttelnder Roman über die Unfreiheit von Frauen im modernen China
Nicht lang ist es her, da schien Yingzhi die Welt offen zu stehen: Aufgewachsen im ländlichen China hatte sie es geschafft, als Sängerin in einer kleinen Band bekannt zu werden. Ihr Traum von einem freien und selbstbestimmten Leben war zum Greifen nah, bis eine Affäre alles zum Einsturz bringt. Yingzhi wird schwanger und ist gezwungen, den Vater des Kindes zu heiraten und in sein Elternhaus einzuziehen – so will es die Tradition. Als die Schulden ihres spielsüchtigen Mannes zu hoch werden und Yingzhi Geld verdienen soll, öffnet sich ein kleines Fenster, das ihr einen kurzen Blick auf die Freiheit schenkt. Doch dann gerät ihr eine kleine Unbedachtheit zum Verhängnis und gipfelt in einer Katastrophe für sie und ihre ganze Familie.
Book Information
Author Description
Fang Fang ist eine der bekanntesten Schriftstellerinnen Chinas. Sie wurde 1955 geboren und lebt seit ihrem zweiten Lebensjahr in Wuhan. Ihr 2020 auf Deutsch erschienenes Wuhan Diary stand wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Zuletzt erschienen von ihr bei Hoffmann und Campe der vielfach gefeierte Roman Glänzende Aussicht (2024) sowie Blume Vollmond (2025).
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„Eine verheiratete Tochter ist wie verschüttetes Wasser“
Diese Redewendung bestimmt das Leben der jungen Yingzhi, welche in den 90er-Jahren im ländlichen China ihren Weg sucht. Auch wenn nach dem Ende der Kulturrevolution der finanzielle Aufschwung Einzug zu erhalten scheint, entwickeln sich die Geschlechterrollen rückwärts. Durch verschiedene Umstände muss Yingzhi nämlich einen Mann heiraten und damit auch dessen Familie - Und das ist der Anfang einer qualvollen Zeit. Denn von ihr wird vollkommene Aufopferung und Gehorsam erwartet, während ihr Mann das Geld verprasst und zu Hause nur machohaft die Hände aufmacht. Yingzhi dabei zu beobachten, wie aus einer fröhlichen und optimistischen jungen Frau eine gebrochene Ehe-Frau wird, war nur sehr schwer mit anzusehen. Das Verhalten insbesondere der Schwiegereltern, aber auch der Eltern von Yingzhi, hat mich so wütend gemacht wie lange nicht mehr. Nur umso verständlich, dass auch in der Protagonistin ein „wütendes Feuer“ entfacht - ein Motiv, das sich wunderbar durch den Roman zieht. Fang Fang scheute sich auch in diesem Roman nicht, klare Worte für die prekäre Situation von Frauen in dieser Zeit zu finden und Yingzhi war durch ihre selbstbewusste Art die perfekte Protagonistin dafür. Einzig die Beziehung zu ihrem Kind war mir insgesamt etwas zu blass und wenig nachvollziehbar gestaltet. Das letzte Drittel entwickelte dann durch seine erschreckende Plastizität und Radikalität einen richtigen Sog, wobei das absolut konsequent umgesetzt wurde. Leider hat es mir die Übersetzung ansonsten eher schwer gemacht in die Geschichte hineinzufinden und bestimmte Situationen als realistisch wahrzunehmen. Natürlich liegt das auch an der kulturellen und zeitlichen Distanz, jedoch waren mir viele Teile der Übersetzung viel zu sperrig und wenig einfühlsam in Bezug auf die Gefühlslage der Hauptfigur. Insgesamt ist „Wütendes Feuer“ ein ganz und gar nicht leiser Roman, der mich sprachlich leider nicht so ganz überzeugen konnte, sich jedoch definitiv ins Gedächtnis „brennt“.
Gesellschaftliche Analyse des Umbruchs in China und sozialistischer FeminismusDas „wütende Feuer“ in Fang Fangs Werk fühlt man beim Leser regelrecht im Inneren brennen - ja, das Werk hat mich sehr wütend gemacht und wütend zurückgelassen. Obwohl ich selbst unabhängig bin und keine eigene ähnlichen Erfahrungen habe, habe ich gekocht, beinahe das gesamte Buch. interessant ist auch, wie lange es noch nachhallt.Es liefert eine präzise Darstellung der sozialen Spannungen im China der 1980er Jahre - vor allem für Frauen. Der Roman dokumentiert eindrucksvoll den Zusammenprall zwischen traditionellen Werten und der rasanten Urbanisierung während der Reform- und Öffnungspolitik.Besonders stark ist die Schilderung der prekären Lebensverhältnisse der Arbeiterklasse und die Korruption innerhalb der Bürokratie. Das Buch verzichtet auf geschönte Darstellungen und zeigt stattdessen sachlich die psychologischen Auswirkungen von Armut und sozialem Abstieg auf. Für Leser, die sich für die moderne Geschichte Chinas interessieren, bietet das Werk fundierte soziologische Einblicke.Darüber hinaus bietet der Roman eine starke feministische Perspektive, indem er die spezifischen Härten und die Resilienz von Frauen in einer von Männern dominierten Bürokratie und Arbeitswelt ungeschönt beleuchtet.Der Roman macht deutlich, dass Frauen in den Umbruchphasen Chinas oft zuerst unter die Räder kamen. Wenn Stellen gestrichen wurden oder die soziale Absicherung wegbrach, traf es sie besonders hart.Die „Wut“ bezieht sich beim Lesen oft auf eine innere Auflehnung gegen die passive Rolle, die der Gesellschaft Frauen zuschreibt. Dabei geht es um den Kampf um Selbstbehauptung in einem System, das Frauen wenig Raum für Individualität lässt.
Mein erstes aber defenetiv nicht mein letztes Buch dieser Autorin. Fang Fang hat eine wirklich so erschreckend ehrliche Geschichte geschrieben, dass sie mich Tage nachdem ich sie zuende Gelesen hab nicht loslassen konnte. Das ende der Geschichte wird einen auf den ersten Seiten vorweg genommen. Aus neugier wieso es so endet wie es endet konnte ich as Buch nicht aus der Hand legen. Fang Fang baut die Figuren und die gesammt Situation langsam und nachvollziehbar auf. Das Buch ist erschreckend Realtisch geschrieben. So realistisch, dass ich mir Vorstellen könnte soetwas könnte einer Frau auf dem Land in China, so ähnlich zu der Zeit passiert sein.
Ein Roman mit Durchschlagskraft
200 Seiten und ein Nachwort umfasst der Roman von Fang Fang gerade einmal. Und doch reichte dieser wenige Platz mehrmals für emotionale Ausbrüche meinerseits. "Wütendes Feuer" ist so ein Buch, das herausfordert und in gewisser Weise Grenzen überschreitet. Ein unbequemes, brutal ehrliches Buch, das nichts romantisiert und und so eine Durchschlagskraft erreicht, die nicht in vielen Geschichten gelingt. Das Nachwort des Übersetzers ist sehr klug und hilfreich, um den tieferen Sinn und die realen Bezüge des Erzählten besser einordnen zu können. "Wütendes Feuer" sehe ich vor allem für Leser als geeignet an, die sich auch für das Land China und seine rasante Entwicklung in wirtschaftlicher- wie auch sozialer Sichtweise interessieren. Wer mit offenen Augen durch das Buch geht und seine Botschaft verstehen möchte, der wird viel Aufschlussreiches darin finden. Lasst euch allerdings gesagt sein: Fang Fang schreckt vor keinen Mitteln zurück und Emotionen zu produzieren. Dieses Buch ist sehr brutal und teilweise explizit. Gewalt und Misshandlung werden thematisiert. Ich vergebe 5 🌟

Yingzhi entschließt sich nach der Schule nicht an die Uni zu gehen, sondern Geld zu verdienen. Das schnelle Geld lockt als Sängerin bei der lokalen San Huo Band. Doch das Unglück naht in Form eines Mannes: Guiqing, ein spielsüchtiger Trunkebold. Er erlaubt ihr als verheiratete Frau weiterhin in der Band zu arbeiten, weil sie so seine Spielschulden begleicht. Denn der Herr arbeitet nicht. Und das ist auf dem Land in Hebei zu Beginn der 1990er Jahre normal. Yingzhis moderne Vorstellungen vom Leben, die Ultra konservativen Werte ihrer Schwiegereltern und der flatterhafte Ehemann dazwischen. Das kann nicht gut gehen. Mehr zum Buch im Lesemonat Januar auf YouTube. https://youtu.be/veGfzeliFQk Viel Spass bei der Lektüre!
Gesellschaftliche Analyse des Umbruchs in China und sozialistischer Feminismus Das „wütende Feuer“ in Fang Fangs Werk fühlt man beim Leser regelrecht im Inneren brennen - ja, das Werk hat mich sehr wütend gemacht und wütend zurückgelassen. Obwohl ich selbst unabhängig bin und keine eigene ähnlichen Erfahrungen habe, habe ich gekocht, beinahe das gesamte Buch. interessant ist auch, wie lange es noch nachhallt. Es liefert eine präzise Darstellung der sozialen Spannungen im China der 1980er Jahre - vor allem für Frauen. Der Roman dokumentiert eindrucksvoll den Zusammenprall zwischen traditionellen Werten und der rasanten Urbanisierung während der Reform- und Öffnungspolitik. Besonders stark ist die Schilderung der prekären Lebensverhältnisse der Arbeiterklasse und die Korruption innerhalb der Bürokratie. Das Buch verzichtet auf geschönte Darstellungen und zeigt stattdessen sachlich die psychologischen Auswirkungen von Armut und sozialem Abstieg auf. Für Leser, die sich für die moderne Geschichte Chinas interessieren, bietet das Werk fundierte soziologische Einblicke. Darüber hinaus bietet der Roman eine starke feministische Perspektive, indem er die spezifischen Härten und die Resilienz von Frauen in einer von Männern dominierten Bürokratie und Arbeitswelt ungeschönt beleuchtet. Der Roman macht deutlich, dass Frauen in den Umbruchphasen Chinas oft zuerst unter die Räder kamen. Wenn Stellen gestrichen wurden oder die soziale Absicherung wegbrach, traf es sie besonders hart. Die „Wut“ bezieht sich beim Lesen oft auf eine innere Auflehnung gegen die passive Rolle, die der Gesellschaft Frauen zuschreibt. Dabei geht es um den Kampf um Selbstbehauptung in einem System, das Frauen wenig Raum für Individualität lässt.
Brutal und krass fällt mir dazu ein! Es geht um China in den 90 ern auf dem Land und es ist brutal wie mit Frauen umgegangen wurde. Hier in den Buch geht es um eine junge Frau die sich dem ganzen ein bisschen wieder setzt, sehr darunter leidet dass sie fast keine Rechte hat. Und stark für sich kämpfen muss ohne jegliche Unterstützung. Es war ein trauriges Buch.















