Wie Treibgut im Fluss
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Description
Ein erzählgewaltiger, kluger Generationenroman über 250 Jahre deutsche Geschichte und Identität
In Köln steht Niklas am Ufer des Rheins und blickt zugleich auf seine eigene Geschichte und die einer Gruppe von Auswanderern, die die Sehnsucht nach einem besseren Leben vor 250 Jahren zum Aufbruch nach Amerika trieb. Ihr Traum endete bereits am Niederrhein, wo man sie nicht über die Grenze nach Holland ließ.
Und Niklas' Traum? Welche Sehnsucht trieb ihn hin zu einer anderen Frau? Und kann er seinem kleinen Sohn Lewin trotzdem ein guter Vater sein? In der Geschichte seiner Großmutter Josephine sucht Niklas nach Antworten: Was bedeutet Heimat? Was darf die Sehnsucht? Und was macht uns zu den Menschen, die wir sind?
Mit kraftvoller Sprache, einfühlsam und geradlinig erzählt der Generationenroman von den Zwischenräumen von Freundschaft und Liebe , den eigenen und fremden Wünschen und von der Suche nach Antworten im Leben unserer Vorfahren.
Lesen Sie auch Andreas Wagners ersten Familienroman "Jahresringe", in dem eine große deutsche Nachkriegsgeschichte erzählt wird.
»In seinem Roman-Debüt ›Jahresringe‹ erzählt Andreas Wagner mit großem Einfühlungsvermögen von den Menschen und ihrer zu jeder Zeit und allerorten auszumachenden Suche nach Heimat und Identität.« erlesen
Book Information
Author Description
Andreas Wagner, 1978 in Neuss geboren, studierte Sozialpädagogik und arbeitet heute an einer Realschule in Köln. Gemeinsam mit seinen drei Töchtern lebt er in der Domstadt am Rhein. Zum Verfassen literarischer Texte kam er über das Schreiben von Songs, durch das er schon als Jugendlicher einen künstlerischen Ausdruck fand. Nach »Jahresringe« ist »Wie Treibgut im Fluss« sein zweiter Roman. Die Weite seiner niederrheinischen Heimat inspirierte ihn dabei ebenso wie die Lebenserinnerungen seiner Großmutter. Er hat eine Schwäche für Schokolade und ausgedehnte Spaziergänge, bei denen er sich mit den Sehnsüchten und Abgründen seiner Romanfiguren auseinandersetzt und neue Ideen sammelt.
Posts
Der Niederrhein ist entspannt. Dieses Buch nicht. Und genau deshalb Highlight.
Andreas Wagner gelingt mit dem 2024 veröffentlichen Generationenroman "Wie Treibgut im Fluss" eine Beobachtung auf rund 250 Jahre deutsche Familiengeschichte am Niederrhein, persönlich, nah und authentisch erzählt. Sein Protagonist Niklas steckt mitten in einer persönlichen Krise. Während er über seine gescheiterte Beziehung nachdenkt beginnt er sich mit der Geschichte seiner Familie auseinanderzusetzen. Es folgt ein zutiefst spannender Rückblick auf das Leben sowohl seiner Familie als auch das vieler anderer Menschen die einst am Niederrhein heimisch geworden sind. Menschen, die im 18. Jahrhundert in der Hoffnung auf ein besseres Leben die deutsche Pfalz verließen, getrieben von religiösen Spannungen, Krieg und Armut sich auf den Weg nach Pennsylvanien, dem gelobten Land, machten - denn so wurde es ihnen versprochen. Fehlendes Geld, politische Entscheidungen und bürokratische Hürden verhinderten oft bereits die Weiterreise über den Rhein in die Niederlande. Ein Teil dieser Auswanderer strandete am Niederrhein. Die Umstände und das Schicksal ließ die Geflüchteten keine andere Wahl als sich dort anzusiedeln, neuanzufangen. Wie Treibgut im Fluss verfolgt die Geschichte dieser Pfälzer, deren Spuren bis heute in der Region verblieben sind - zB in einzelnen pfälzischen Sprachinseln in der Gegend. Und konfrontiert den Leser mit der Armut, dem Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten und den zahlreichen Krankheiten dieser Zeit. Von der Flucht seiner Vorfahren an begleitet Wagner seinen Niklas so intensiv bei der Erforschung seiner Geschichte, verwebt generationenübergreifende Erzählungen sowie eigene Erfahrungen aus der Kindheit miteinander und nimmt den Leser mit auf eine große Zeitreise. Wir leiden mit, erleben Liebe, Zweifel, Scheitern und das Wiederaufbäumen. Vorallem beweist er uns aber dass wir nie bloß im Hier und Jetzt agieren. Entscheidungen aus der Vergangenheit wirken oft auch noch Generationen Hinweg nach. Besonders beeindruckend ist der Bezug zum Niederrhein: Die Region ist hier keine bloße Kulisse, sondern ein lebendiger Raum voller Geschichte und Identität. Die Sprache ist klar, ruhig und eindringlich – sie erzählt auch schwere Themen auf eine stille, fast schöne Weise. „Wie Treibgut im Fluss“ ist mehr als ein Roman: Es ist Geschichtsunterricht, Heimatkunde und Liebeserklärung zugleich. Ein stilles, kluges Meisterwerk über die unsichtbaren Kräfte, die unser Leben prägen. Und für mich: ein absolutes Jahreshighlight.

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Ein erzählgewaltiger, kluger Generationenroman über 250 Jahre deutsche Geschichte und Identität
In Köln steht Niklas am Ufer des Rheins und blickt zugleich auf seine eigene Geschichte und die einer Gruppe von Auswanderern, die die Sehnsucht nach einem besseren Leben vor 250 Jahren zum Aufbruch nach Amerika trieb. Ihr Traum endete bereits am Niederrhein, wo man sie nicht über die Grenze nach Holland ließ.
Und Niklas' Traum? Welche Sehnsucht trieb ihn hin zu einer anderen Frau? Und kann er seinem kleinen Sohn Lewin trotzdem ein guter Vater sein? In der Geschichte seiner Großmutter Josephine sucht Niklas nach Antworten: Was bedeutet Heimat? Was darf die Sehnsucht? Und was macht uns zu den Menschen, die wir sind?
Mit kraftvoller Sprache, einfühlsam und geradlinig erzählt der Generationenroman von den Zwischenräumen von Freundschaft und Liebe , den eigenen und fremden Wünschen und von der Suche nach Antworten im Leben unserer Vorfahren.
Lesen Sie auch Andreas Wagners ersten Familienroman "Jahresringe", in dem eine große deutsche Nachkriegsgeschichte erzählt wird.
»In seinem Roman-Debüt ›Jahresringe‹ erzählt Andreas Wagner mit großem Einfühlungsvermögen von den Menschen und ihrer zu jeder Zeit und allerorten auszumachenden Suche nach Heimat und Identität.« erlesen
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Andreas Wagner, 1978 in Neuss geboren, studierte Sozialpädagogik und arbeitet heute an einer Realschule in Köln. Gemeinsam mit seinen drei Töchtern lebt er in der Domstadt am Rhein. Zum Verfassen literarischer Texte kam er über das Schreiben von Songs, durch das er schon als Jugendlicher einen künstlerischen Ausdruck fand. Nach »Jahresringe« ist »Wie Treibgut im Fluss« sein zweiter Roman. Die Weite seiner niederrheinischen Heimat inspirierte ihn dabei ebenso wie die Lebenserinnerungen seiner Großmutter. Er hat eine Schwäche für Schokolade und ausgedehnte Spaziergänge, bei denen er sich mit den Sehnsüchten und Abgründen seiner Romanfiguren auseinandersetzt und neue Ideen sammelt.
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Der Niederrhein ist entspannt. Dieses Buch nicht. Und genau deshalb Highlight.
Andreas Wagner gelingt mit dem 2024 veröffentlichen Generationenroman "Wie Treibgut im Fluss" eine Beobachtung auf rund 250 Jahre deutsche Familiengeschichte am Niederrhein, persönlich, nah und authentisch erzählt. Sein Protagonist Niklas steckt mitten in einer persönlichen Krise. Während er über seine gescheiterte Beziehung nachdenkt beginnt er sich mit der Geschichte seiner Familie auseinanderzusetzen. Es folgt ein zutiefst spannender Rückblick auf das Leben sowohl seiner Familie als auch das vieler anderer Menschen die einst am Niederrhein heimisch geworden sind. Menschen, die im 18. Jahrhundert in der Hoffnung auf ein besseres Leben die deutsche Pfalz verließen, getrieben von religiösen Spannungen, Krieg und Armut sich auf den Weg nach Pennsylvanien, dem gelobten Land, machten - denn so wurde es ihnen versprochen. Fehlendes Geld, politische Entscheidungen und bürokratische Hürden verhinderten oft bereits die Weiterreise über den Rhein in die Niederlande. Ein Teil dieser Auswanderer strandete am Niederrhein. Die Umstände und das Schicksal ließ die Geflüchteten keine andere Wahl als sich dort anzusiedeln, neuanzufangen. Wie Treibgut im Fluss verfolgt die Geschichte dieser Pfälzer, deren Spuren bis heute in der Region verblieben sind - zB in einzelnen pfälzischen Sprachinseln in der Gegend. Und konfrontiert den Leser mit der Armut, dem Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten und den zahlreichen Krankheiten dieser Zeit. Von der Flucht seiner Vorfahren an begleitet Wagner seinen Niklas so intensiv bei der Erforschung seiner Geschichte, verwebt generationenübergreifende Erzählungen sowie eigene Erfahrungen aus der Kindheit miteinander und nimmt den Leser mit auf eine große Zeitreise. Wir leiden mit, erleben Liebe, Zweifel, Scheitern und das Wiederaufbäumen. Vorallem beweist er uns aber dass wir nie bloß im Hier und Jetzt agieren. Entscheidungen aus der Vergangenheit wirken oft auch noch Generationen Hinweg nach. Besonders beeindruckend ist der Bezug zum Niederrhein: Die Region ist hier keine bloße Kulisse, sondern ein lebendiger Raum voller Geschichte und Identität. Die Sprache ist klar, ruhig und eindringlich – sie erzählt auch schwere Themen auf eine stille, fast schöne Weise. „Wie Treibgut im Fluss“ ist mehr als ein Roman: Es ist Geschichtsunterricht, Heimatkunde und Liebeserklärung zugleich. Ein stilles, kluges Meisterwerk über die unsichtbaren Kräfte, die unser Leben prägen. Und für mich: ein absolutes Jahreshighlight.





