Wenn wir wie Sterne leuchten
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Description
Finch Kelly hat sehr genaue Zukunftsträume: Er möchte in D.C. studieren und als erster trans Abgeordneter des US-Kongress in die Geschichte eingehen. Dafür muss er jedoch erst einmal die nationale Debattiermeisterschaft gewinnen, denn ohne goldenen Pokal, ohne Collegezulassung und ohne Stipendium rückt dieser Traum in unerreichbare Ferne. Zum Glück hat er Jonah an seiner Seite – seinen Debattierpartner und besten Freund. Vor Jonah braucht er nichts von sich zu verstecken. Kein Wunder also, dass er sich bei ihm am wohlsten fühlt. Das hat nichts mit Liebe zu tun. Denn Finch ist sich sicher, dass er auf Mädchen steht. Wenn er doch nur nicht in letzter Zeit ungewöhnlich oft an Jonah denken müsste ...
Das gefühlvolle Debüt von Own-Voice-Autor Peyton Thomas ist eine ergreifende Coming-of-Age-Geschichte über Selbstfindung, Mut und die große Liebe.
Book Information
Author Description
Peyton Thomas ist ein Autor und Journalist aus Toronto, Kanada. Er studierte Politikwissenschaften und Geschlechterstudien und schrieb als freier Journalist u. a. schon für die New York Times und Vanity Fair. Wenn wir wie Sterne leuchten ist sein erster Roman.
Posts
Ein wundervolles Debüt und ein Roman, der mich gleichzeitig glücklich gemacht und auch tief berührt hat. Das lag vor allem an dem Protagonisten aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wurde. Finch Kelly mit seinem Traum an der Universität Georgetown angekommen zu werden und dem Zukunftstraum der erste Trans Abgeordnete zu sein. Ich habe ihn gleich zu Beginn in mein Herz geschlossen und mich über die Einblicke in sein Leben gefreut. Da waren seine kleine Schwester Ruby und die Eltern, Streits aber auch Bemühen. Da waren seine ehemalige Exfreundin und jetzt beste Freundin Lucy und Übernachtungen und ihre Verschwörungstheorien in Jonah verliebt zu sein. Jonah, Finchs Debattierpartner. Die Einblicke in den Debattierclub und die Wettkämpfe, die Vorbereitungen und die Unterstützung durch ihre Lehrerin Adwoa sowie die anstehende Meisterschaft waren super interessant. Und dann waren da ein neuer Wettkampf und ein Thema, das Finch persönlich betraf, seine Sicht auf die Dinge ihn als Test zu sehen um seinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Jonah mochte ich auch von Anfang an, das Miteinander der beiden und auch die Einblicke in sein Leben. Da waren Jonahs Familie und ein Haus voller Essen und Humor, da waren bedingungslose Liebe und Glück. Es fanden einige ernste und wichtige Themen Raum in dieser Geschichte und diese wurden authentisch und sensibel dargestellt, sodass ich dadurch noch einiges gelernt habe, es mich zum nachdenken angeregt hat und mein Verständnis erweitert hat. Es ging um Finchs OP und um Transgender, um Angstzustände und Panickattacken, um Sexuelle Identität und Outings, um Rassismus und um Geldsorgen. Und dann war da eine Reise nach Washington D.C. zu den Nationals. Es ging darum ein Team zu sein und um Konzentration, aber auch um Liebeskummer und um Ablenkung. Da waren eine Party und eine Nacht auf der Bank mit Donuts und dem Sternenhimmel, mit Ehrlichkeit und Sorgen um die Zukunft. Da waren die Aussichtslage gegen Trans Rechte zu Argumentieren im Fernsehen in der Endrunde, Chaos und Übelkeit, Panik und Tränen. Am Ende ging es um Scham und Schuldgefühle, um Angst und ein Geständnis, um großen Mut und wichtige Entscheidungen, um die Liebe und Überraschungen. Finchs Worte am Ende haben mich zu Tränen gerührt und waren so schön, genauso wie die von Jonah der sagte: ,,Was man sich wünscht, ist nicht immer das Beste.“
Das war ein richtig gutes Young Adult Buch! Mit trans Rep!!
Die trans Repräsentation hat mich natürlich schon gecatcht, als ich den Blurb gelesen habe, trans Repräsentation in Jugendbüchern gibt es noch viel zu wenig, erst recht als erzählender Hauptcharakter. Politisch bzw. aktivistisch gab es richtig gute Takes, zusammen mit einem wahnsinnig flüssigen Schreibstil und einer guten Übersetzung (also, außer der Part, als genderfluid mit gender flüssig übersetzt wurde, LG, eine genderfluid Person, aber ich fands schon auch ein bisschen lustig), das Lesen hat mir wirklich Spaß gemacht. Die trans Repräsentation, die auch aus dem Leben des Autors genährt wird (was ich irgendwie auch wichtig fand in diesem Fall), war so gut und so gefühlvoll, dass auch ich als genderqueerer Mensch ganz viel davon direkt im Herzen gespürt und mitgelitten habe. Es gab unzählige popkulturelle Anspielungen, die auch echt gut eingesetzt waren - ich habe den Seitenhieb gegen Riverdale geliebt und gleichzeitig sehr related beim Crush auf Cole Sprouse/Jughead Jones - und auch grundsätzlich war das doch sehr ernste, hoch emotionale und völlig unnötig politisierte Thema dadurch irgendwie gut aufgelockert. Ich hätte mir einen etwas tieferen Einblick bzw. in irgendeiner Form einen abschließenden Ausblick auf die Armutssituation gewünscht, da die ja doch als sehr einschneidend beschrieben wurde. Das war letztlich nicht der Fokus des Buchs, aber das hätte es vielleicht noch minimal runder gemacht. Die Liebesgeschichte war mir etwas zu flach, aber die ist meiner Meinung nach auch gar nicht das Wichtigste in dem Buch, daher finde ich es ein bisschen schade, dass das Buch als Romance beworben wird. Bailey fand ich schon anstrengend bevor er problematische Takes vom Stapel gelassen hat, und trotzdem fand ich den schnellen Umschwung in Jonahs Gefühlen ein bisschen unglaubwürdig. Auch direkt ein "Ich liebe dich" rauszuhauen? Ich weiß nicht, die Protas sind 17. Dafür waren Jonahs Aussagen bzgl. Finchs Unsicherheit wegen seines Körpers wieder richtig gut und wunderbar liebevoll. Insgesamt ist das einfach ein wirklich gutes Coming of Age Buch, das wichtige gesellschaftliche Themen behandelt, und trotzdem klassische Bereiche wie Selbstfindung und wie wichtig Freundschaften sind, Bedeutung gibt.
Ein wunderschönes Buch über das Selbstfinden und eine wunderbare Repräsentation von trans* Charakteren
Irgendwann will Finch mal der erste trans* Abgeordnete im US-Kongress sein. Aber auf dem Weg dahin muss er erstmal die nationalen Debattiermeisterschaften mit seinem Debattenpartner Jonah gewinnen, um doch noch eine Chance auf eine Collegezulassung in D.C. zu erlangen. Eigentlich eine Leichtigkeit für die beiden, wäre da nicht das Problem auf großer Bühne gegen trans* Rechte debattieren zu müssen und wie verändert sich eigentlich die Freundschaft zwischen Finch und Jonah? Ich fand es ein so schönes Buch! Selten habe ich eine so gute Repräsentation von trans* Charakteren gesehen. Denn Finch steht zwar für sich ein und gerade als seine Eltern ihm sagen dass kein Geld für seine Mastektomie da ist, bricht für ihn eine Welt zusammen, auch wenn er das verstehen kann. Ich kann gut nachvollziehen, wie er sich gefühlt hat. Auch der Prozess eines inneren Coming-Outs muss Finch erneut durchmachen. Eigentlich davon überzeugt auf Mädchen zu stehen, muss er feststellen, dass zwischen seinem Debattenpartner und ihm vielleicht mehr ist. Vor allem, wenn seine beste Freundin Lucy ihm das immer wieder erzählt. Auch Jonah ist ein toller Charakter, der feststellen muss, dass man sich in manchen Beziehungen auseinander entwickelt. Natürlich geht es in dem Buch viel um trans* Themen, diese werden aber so schön und vorsichtig behandelt und ich habe Rotz und Wasser geheult als Finch für sich einsteht. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, vor allem, wenn man bisher vielleicht noch nicht so viel über das Thema weiß, kann das Buch bestimmt eine Hilfe sein und Einblicke in die Gefühlswelt von trans* Personen geben.
4.5⭐️Das war ein richtig gutes Young Adult Buch! Die trans Repräsentation hat mich natürlich schon gecatcht, als ich den Blurb gelesen habe, trans Repräsentation in Jugendbüchern gibt es noch viel zu wenig, erst recht als erzählender Hauptcharakter. Politisch bzw. aktivistisch gab es richtig gute Takes, zusammen mit einem wahnsinnig flüssigen Schreibstil und einer guten Übersetzung (also, außer der Part, als genderfluid mit gender flüssig übersetzt wurde, LG, eine genderfluid Person, aber ich fands schon auch ein bisschen lustig), das Lesen hat mir wirklich Spaß gemacht. Die trans Repräsentation, die auch aus dem Leben des Autors genährt wird (was ich irgendwie auch wichtig fand in diesem Fall), war so gut und so gefühlvoll, dass auch ich als genderqueerer Mensch ganz viel davon direkt im Herzen gespürt und mitgelitten habe. Es gab unzählige popkulturelle Anspielungen, die auch echt gut eingesetzt waren - ich habe den Seitenhieb gegen Riverdale geliebt und gleichzeitig sehr related beim Crush auf Cole Sprouse/Jughead Jones - und auch grundsätzlich war das doch sehr ernste, hoch emotionale und völlig unnötig politisierte Thema dadurch irgendwie gut aufgelockert. Ich hätte mir einen etwas tieferen Einblick bzw. in irgendeiner Form einen abschließenden Ausblick auf die Armutssituation gewünscht, da die ja doch als sehr einschneidend beschrieben wurde. Das war letztlich nicht der Fokus des Buchs, aber das hätte es vielleicht noch minimal runder gemacht.Die Liebesgeschichte war mir etwas zu flach, aber die ist meiner Meinung nach auch gar nicht das Wichtigste in dem Buch, daher finde ich es ein bisschen schade, dass das Buch als Romance beworben wird. Bailey fand ich schon anstrengend bevor er problematische Takes vom Stapel gelassen hat, und trotzdem fand ich den schnellen Umschwung in Jonahs Gefühlen ein bisschen unglaubwürdig. Auch direkt ein "Ich liebe dich" rauszuhauen? Ich weiß nicht, die Protas sind 17. Dafür waren Jonahs Aussagen bzgl. Finchs Unsicherheit wegen seines Körpers wieder richtig gut und wunderbar liebevoll. Insgesamt ist das einfach ein wirklich gutes Coming of Age Buch, das wichtige gesellschaftliche Themen behandelt, und trotzdem klassische Bereiche wie Selbstfindung und wie wichtig Freundschaften sind, Bedeutung gibt.Nachdem ich andere Reviews für die englischsprachige Version gelesen habe, bin ich mir auch ziemlich sicher (auch durch den zeitlichen Veröffentlichungsabstand), dass in der Übersetzung EINIGE Sensitivity-Probleme gelöst bzw. überarbeitet wurden. Deshalb weiß ich noch nicht so ganz, ob ich das auf Englisch empfehlen kann...
Ich wusste nicht genau, was mich in diesem Buch erwartet, da es einerseits Preise in Amerika und Kanada gewonnen hat, andererseits die Bewertung auf Goodreads eher schlecht war... daher habe ich versucht unvoreingenommen ranzugehen, was nach dem ersten Kapitel ganz gut geklappt hat, da man sofort in die Geschichte von Finch gezogen wurde. Finch ist ein trans Mann, wobei er noch nicht die letzte Operation hinter sich hat, aber Ende des Sommers darauf baut, es endlich hinter sich zu haben. Obwohl er ein Debattiermeister ist und sogar zu den Nationals fahren darf (wo nur die besten aus GANZ Amerika hindürfen) wird er doch immer wieder durch die Tatsache gehemmt, dass er sich noch nicht ganz als Mann fühlt. Er braucht noch immer Dinge, wie einen Binder, um seinen Oberkörper flachzuhalten, was nicht nur unangenehm, sondern auch teilweise schmerzhaft ist, auf körperliche wie psychische Weise. Alle anderen, die nicht von seinem Weg wissen, sehen in ihm einen Kerl, eindeutig, aber er selbst sieht das nicht und aufgrund dessen tut er sich auch schwer bei zwischenmenschlichen Beziehungen, vor allem wenn Gefühle dazukommen. Gefühle, denen er selbst nicht raut, besonders, wenn sie in Richtung seines Debattiertpartners Jonah schwenken, obwohl Finch doch eigentlich nicht homosexuell ist...oder? Dieses Buch bringt nicht nur einige Debattierthemen zutage, über die man dann ebenfalls nachdenkt, sondern es regt die ganze Zeit dazu an, nachzudenken, nachzuempfinden, in wievielen Situationen es trans Menschen schwer haben, wofür wir absichtlich oder unbewusst die Augen verschließen. Aber auf gute und verständliche Art bringt der Autor uns diese näher und zeigt, wie es auch gehen kann, mit voller Akzeptanz und Liebe. Mir hat die Entwicklung die Finch genommen hat gut gefallen, der sich hauptsächlich über seinen Intellekt hervorhebt, aber noch so viel mehr zu bieten hat, was er aber est im Laufe der Geschichte erkennt. Und obwohl nicht viel Romanze vorgekommen ist, fand ich die leichte Lovestory im Hintergrund dann sehr passend und süß für das Buch, es hat einfach gepasst und mehr hätte es auch nicht gebraucht. Daher 4 Sterne für ein süßes Buch, das zum Nachdenken anregt und länger nachhallt.
Description
Finch Kelly hat sehr genaue Zukunftsträume: Er möchte in D.C. studieren und als erster trans Abgeordneter des US-Kongress in die Geschichte eingehen. Dafür muss er jedoch erst einmal die nationale Debattiermeisterschaft gewinnen, denn ohne goldenen Pokal, ohne Collegezulassung und ohne Stipendium rückt dieser Traum in unerreichbare Ferne. Zum Glück hat er Jonah an seiner Seite – seinen Debattierpartner und besten Freund. Vor Jonah braucht er nichts von sich zu verstecken. Kein Wunder also, dass er sich bei ihm am wohlsten fühlt. Das hat nichts mit Liebe zu tun. Denn Finch ist sich sicher, dass er auf Mädchen steht. Wenn er doch nur nicht in letzter Zeit ungewöhnlich oft an Jonah denken müsste ...
Das gefühlvolle Debüt von Own-Voice-Autor Peyton Thomas ist eine ergreifende Coming-of-Age-Geschichte über Selbstfindung, Mut und die große Liebe.
Book Information
Author Description
Peyton Thomas ist ein Autor und Journalist aus Toronto, Kanada. Er studierte Politikwissenschaften und Geschlechterstudien und schrieb als freier Journalist u. a. schon für die New York Times und Vanity Fair. Wenn wir wie Sterne leuchten ist sein erster Roman.
Posts
Ein wundervolles Debüt und ein Roman, der mich gleichzeitig glücklich gemacht und auch tief berührt hat. Das lag vor allem an dem Protagonisten aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wurde. Finch Kelly mit seinem Traum an der Universität Georgetown angekommen zu werden und dem Zukunftstraum der erste Trans Abgeordnete zu sein. Ich habe ihn gleich zu Beginn in mein Herz geschlossen und mich über die Einblicke in sein Leben gefreut. Da waren seine kleine Schwester Ruby und die Eltern, Streits aber auch Bemühen. Da waren seine ehemalige Exfreundin und jetzt beste Freundin Lucy und Übernachtungen und ihre Verschwörungstheorien in Jonah verliebt zu sein. Jonah, Finchs Debattierpartner. Die Einblicke in den Debattierclub und die Wettkämpfe, die Vorbereitungen und die Unterstützung durch ihre Lehrerin Adwoa sowie die anstehende Meisterschaft waren super interessant. Und dann waren da ein neuer Wettkampf und ein Thema, das Finch persönlich betraf, seine Sicht auf die Dinge ihn als Test zu sehen um seinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Jonah mochte ich auch von Anfang an, das Miteinander der beiden und auch die Einblicke in sein Leben. Da waren Jonahs Familie und ein Haus voller Essen und Humor, da waren bedingungslose Liebe und Glück. Es fanden einige ernste und wichtige Themen Raum in dieser Geschichte und diese wurden authentisch und sensibel dargestellt, sodass ich dadurch noch einiges gelernt habe, es mich zum nachdenken angeregt hat und mein Verständnis erweitert hat. Es ging um Finchs OP und um Transgender, um Angstzustände und Panickattacken, um Sexuelle Identität und Outings, um Rassismus und um Geldsorgen. Und dann war da eine Reise nach Washington D.C. zu den Nationals. Es ging darum ein Team zu sein und um Konzentration, aber auch um Liebeskummer und um Ablenkung. Da waren eine Party und eine Nacht auf der Bank mit Donuts und dem Sternenhimmel, mit Ehrlichkeit und Sorgen um die Zukunft. Da waren die Aussichtslage gegen Trans Rechte zu Argumentieren im Fernsehen in der Endrunde, Chaos und Übelkeit, Panik und Tränen. Am Ende ging es um Scham und Schuldgefühle, um Angst und ein Geständnis, um großen Mut und wichtige Entscheidungen, um die Liebe und Überraschungen. Finchs Worte am Ende haben mich zu Tränen gerührt und waren so schön, genauso wie die von Jonah der sagte: ,,Was man sich wünscht, ist nicht immer das Beste.“
Das war ein richtig gutes Young Adult Buch! Mit trans Rep!!
Die trans Repräsentation hat mich natürlich schon gecatcht, als ich den Blurb gelesen habe, trans Repräsentation in Jugendbüchern gibt es noch viel zu wenig, erst recht als erzählender Hauptcharakter. Politisch bzw. aktivistisch gab es richtig gute Takes, zusammen mit einem wahnsinnig flüssigen Schreibstil und einer guten Übersetzung (also, außer der Part, als genderfluid mit gender flüssig übersetzt wurde, LG, eine genderfluid Person, aber ich fands schon auch ein bisschen lustig), das Lesen hat mir wirklich Spaß gemacht. Die trans Repräsentation, die auch aus dem Leben des Autors genährt wird (was ich irgendwie auch wichtig fand in diesem Fall), war so gut und so gefühlvoll, dass auch ich als genderqueerer Mensch ganz viel davon direkt im Herzen gespürt und mitgelitten habe. Es gab unzählige popkulturelle Anspielungen, die auch echt gut eingesetzt waren - ich habe den Seitenhieb gegen Riverdale geliebt und gleichzeitig sehr related beim Crush auf Cole Sprouse/Jughead Jones - und auch grundsätzlich war das doch sehr ernste, hoch emotionale und völlig unnötig politisierte Thema dadurch irgendwie gut aufgelockert. Ich hätte mir einen etwas tieferen Einblick bzw. in irgendeiner Form einen abschließenden Ausblick auf die Armutssituation gewünscht, da die ja doch als sehr einschneidend beschrieben wurde. Das war letztlich nicht der Fokus des Buchs, aber das hätte es vielleicht noch minimal runder gemacht. Die Liebesgeschichte war mir etwas zu flach, aber die ist meiner Meinung nach auch gar nicht das Wichtigste in dem Buch, daher finde ich es ein bisschen schade, dass das Buch als Romance beworben wird. Bailey fand ich schon anstrengend bevor er problematische Takes vom Stapel gelassen hat, und trotzdem fand ich den schnellen Umschwung in Jonahs Gefühlen ein bisschen unglaubwürdig. Auch direkt ein "Ich liebe dich" rauszuhauen? Ich weiß nicht, die Protas sind 17. Dafür waren Jonahs Aussagen bzgl. Finchs Unsicherheit wegen seines Körpers wieder richtig gut und wunderbar liebevoll. Insgesamt ist das einfach ein wirklich gutes Coming of Age Buch, das wichtige gesellschaftliche Themen behandelt, und trotzdem klassische Bereiche wie Selbstfindung und wie wichtig Freundschaften sind, Bedeutung gibt.
Ein wunderschönes Buch über das Selbstfinden und eine wunderbare Repräsentation von trans* Charakteren
Irgendwann will Finch mal der erste trans* Abgeordnete im US-Kongress sein. Aber auf dem Weg dahin muss er erstmal die nationalen Debattiermeisterschaften mit seinem Debattenpartner Jonah gewinnen, um doch noch eine Chance auf eine Collegezulassung in D.C. zu erlangen. Eigentlich eine Leichtigkeit für die beiden, wäre da nicht das Problem auf großer Bühne gegen trans* Rechte debattieren zu müssen und wie verändert sich eigentlich die Freundschaft zwischen Finch und Jonah? Ich fand es ein so schönes Buch! Selten habe ich eine so gute Repräsentation von trans* Charakteren gesehen. Denn Finch steht zwar für sich ein und gerade als seine Eltern ihm sagen dass kein Geld für seine Mastektomie da ist, bricht für ihn eine Welt zusammen, auch wenn er das verstehen kann. Ich kann gut nachvollziehen, wie er sich gefühlt hat. Auch der Prozess eines inneren Coming-Outs muss Finch erneut durchmachen. Eigentlich davon überzeugt auf Mädchen zu stehen, muss er feststellen, dass zwischen seinem Debattenpartner und ihm vielleicht mehr ist. Vor allem, wenn seine beste Freundin Lucy ihm das immer wieder erzählt. Auch Jonah ist ein toller Charakter, der feststellen muss, dass man sich in manchen Beziehungen auseinander entwickelt. Natürlich geht es in dem Buch viel um trans* Themen, diese werden aber so schön und vorsichtig behandelt und ich habe Rotz und Wasser geheult als Finch für sich einsteht. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, vor allem, wenn man bisher vielleicht noch nicht so viel über das Thema weiß, kann das Buch bestimmt eine Hilfe sein und Einblicke in die Gefühlswelt von trans* Personen geben.
4.5⭐️Das war ein richtig gutes Young Adult Buch! Die trans Repräsentation hat mich natürlich schon gecatcht, als ich den Blurb gelesen habe, trans Repräsentation in Jugendbüchern gibt es noch viel zu wenig, erst recht als erzählender Hauptcharakter. Politisch bzw. aktivistisch gab es richtig gute Takes, zusammen mit einem wahnsinnig flüssigen Schreibstil und einer guten Übersetzung (also, außer der Part, als genderfluid mit gender flüssig übersetzt wurde, LG, eine genderfluid Person, aber ich fands schon auch ein bisschen lustig), das Lesen hat mir wirklich Spaß gemacht. Die trans Repräsentation, die auch aus dem Leben des Autors genährt wird (was ich irgendwie auch wichtig fand in diesem Fall), war so gut und so gefühlvoll, dass auch ich als genderqueerer Mensch ganz viel davon direkt im Herzen gespürt und mitgelitten habe. Es gab unzählige popkulturelle Anspielungen, die auch echt gut eingesetzt waren - ich habe den Seitenhieb gegen Riverdale geliebt und gleichzeitig sehr related beim Crush auf Cole Sprouse/Jughead Jones - und auch grundsätzlich war das doch sehr ernste, hoch emotionale und völlig unnötig politisierte Thema dadurch irgendwie gut aufgelockert. Ich hätte mir einen etwas tieferen Einblick bzw. in irgendeiner Form einen abschließenden Ausblick auf die Armutssituation gewünscht, da die ja doch als sehr einschneidend beschrieben wurde. Das war letztlich nicht der Fokus des Buchs, aber das hätte es vielleicht noch minimal runder gemacht.Die Liebesgeschichte war mir etwas zu flach, aber die ist meiner Meinung nach auch gar nicht das Wichtigste in dem Buch, daher finde ich es ein bisschen schade, dass das Buch als Romance beworben wird. Bailey fand ich schon anstrengend bevor er problematische Takes vom Stapel gelassen hat, und trotzdem fand ich den schnellen Umschwung in Jonahs Gefühlen ein bisschen unglaubwürdig. Auch direkt ein "Ich liebe dich" rauszuhauen? Ich weiß nicht, die Protas sind 17. Dafür waren Jonahs Aussagen bzgl. Finchs Unsicherheit wegen seines Körpers wieder richtig gut und wunderbar liebevoll. Insgesamt ist das einfach ein wirklich gutes Coming of Age Buch, das wichtige gesellschaftliche Themen behandelt, und trotzdem klassische Bereiche wie Selbstfindung und wie wichtig Freundschaften sind, Bedeutung gibt.Nachdem ich andere Reviews für die englischsprachige Version gelesen habe, bin ich mir auch ziemlich sicher (auch durch den zeitlichen Veröffentlichungsabstand), dass in der Übersetzung EINIGE Sensitivity-Probleme gelöst bzw. überarbeitet wurden. Deshalb weiß ich noch nicht so ganz, ob ich das auf Englisch empfehlen kann...
Ich wusste nicht genau, was mich in diesem Buch erwartet, da es einerseits Preise in Amerika und Kanada gewonnen hat, andererseits die Bewertung auf Goodreads eher schlecht war... daher habe ich versucht unvoreingenommen ranzugehen, was nach dem ersten Kapitel ganz gut geklappt hat, da man sofort in die Geschichte von Finch gezogen wurde. Finch ist ein trans Mann, wobei er noch nicht die letzte Operation hinter sich hat, aber Ende des Sommers darauf baut, es endlich hinter sich zu haben. Obwohl er ein Debattiermeister ist und sogar zu den Nationals fahren darf (wo nur die besten aus GANZ Amerika hindürfen) wird er doch immer wieder durch die Tatsache gehemmt, dass er sich noch nicht ganz als Mann fühlt. Er braucht noch immer Dinge, wie einen Binder, um seinen Oberkörper flachzuhalten, was nicht nur unangenehm, sondern auch teilweise schmerzhaft ist, auf körperliche wie psychische Weise. Alle anderen, die nicht von seinem Weg wissen, sehen in ihm einen Kerl, eindeutig, aber er selbst sieht das nicht und aufgrund dessen tut er sich auch schwer bei zwischenmenschlichen Beziehungen, vor allem wenn Gefühle dazukommen. Gefühle, denen er selbst nicht raut, besonders, wenn sie in Richtung seines Debattiertpartners Jonah schwenken, obwohl Finch doch eigentlich nicht homosexuell ist...oder? Dieses Buch bringt nicht nur einige Debattierthemen zutage, über die man dann ebenfalls nachdenkt, sondern es regt die ganze Zeit dazu an, nachzudenken, nachzuempfinden, in wievielen Situationen es trans Menschen schwer haben, wofür wir absichtlich oder unbewusst die Augen verschließen. Aber auf gute und verständliche Art bringt der Autor uns diese näher und zeigt, wie es auch gehen kann, mit voller Akzeptanz und Liebe. Mir hat die Entwicklung die Finch genommen hat gut gefallen, der sich hauptsächlich über seinen Intellekt hervorhebt, aber noch so viel mehr zu bieten hat, was er aber est im Laufe der Geschichte erkennt. Und obwohl nicht viel Romanze vorgekommen ist, fand ich die leichte Lovestory im Hintergrund dann sehr passend und süß für das Buch, es hat einfach gepasst und mehr hätte es auch nicht gebraucht. Daher 4 Sterne für ein süßes Buch, das zum Nachdenken anregt und länger nachhallt.








