Ein wunderschönes Buch über das Selbstfinden und eine wunderbare Repräsentation von trans* Charakteren
Irgendwann will Finch mal der erste trans* Abgeordnete im US-Kongress sein. Aber auf dem Weg dahin muss er erstmal die nationalen Debattiermeisterschaften mit seinem Debattenpartner Jonah gewinnen, um doch noch eine Chance auf eine Collegezulassung in D.C. zu erlangen. Eigentlich eine Leichtigkeit für die beiden, wäre da nicht das Problem auf großer Bühne gegen trans* Rechte debattieren zu müssen und wie verändert sich eigentlich die Freundschaft zwischen Finch und Jonah? Ich fand es ein so schönes Buch! Selten habe ich eine so gute Repräsentation von trans* Charakteren gesehen. Denn Finch steht zwar für sich ein und gerade als seine Eltern ihm sagen dass kein Geld für seine Mastektomie da ist, bricht für ihn eine Welt zusammen, auch wenn er das verstehen kann. Ich kann gut nachvollziehen, wie er sich gefühlt hat. Auch der Prozess eines inneren Coming-Outs muss Finch erneut durchmachen. Eigentlich davon überzeugt auf Mädchen zu stehen, muss er feststellen, dass zwischen seinem Debattenpartner und ihm vielleicht mehr ist. Vor allem, wenn seine beste Freundin Lucy ihm das immer wieder erzählt. Auch Jonah ist ein toller Charakter, der feststellen muss, dass man sich in manchen Beziehungen auseinander entwickelt. Natürlich geht es in dem Buch viel um trans* Themen, diese werden aber so schön und vorsichtig behandelt und ich habe Rotz und Wasser geheult als Finch für sich einsteht. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, vor allem, wenn man bisher vielleicht noch nicht so viel über das Thema weiß, kann das Buch bestimmt eine Hilfe sein und Einblicke in die Gefühlswelt von trans* Personen geben.




