Wendekreis des Krebses
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Description
Book Information
Author Description
Henry Miller, der am 26. Dezember 1891 in New York geborene deutschstämmige Außenseiter der modernen amerikanischen Literatur, wuchs in Brooklyn auf. Die Dreißiger Jahre verbrachte Miller im Kreis der «American Exiles» in Paris. Sein erstes größeres Werk, das vielumstrittene «Wendekreis des Krebses», wurde – dank des Wagemuts eines Pariser Verlegers – erstmals 1934 in englischer Sprache herausgegeben. In den USA zog die Veröffentlichung eine Reihe von Prozessen nach sich; erst viel später wurde das Buch in den literarischen Kanon aufgenommen. Henry Miller starb am 7. Juni 1980 in Pacific Palisades, Kalifornien.
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Abbruch nach knapp 25%...Schund. Nachdem es überall auf den Bestsellerlisten erschien, wollte ich mich dem Buch endlich widmen, das seit Jahren in meinem Bücherregal steht. Sprachlich einfach furchtbar menschenverachtend, sexistisch, vulgär und obszön. Und das nicht nur punktuell oder phasenweise, nein die vulgäre Sprache zieht sich konstant durch das erste Viertel des Buches. Die Befreiung der Sexualität der Frau lese ich hier überhaupt nicht. „Oh Tanja, wo ist jetzt deine warme Möse, diese dicken schweren Strumpfbänder, diese weichen üppigen Schenkel. In meinem Pint ist ein sechs Zoll langer Knochen. Ich will jede Falte in deiner Möse aushobeln. Samenträchtige Tanja. Dein Sylvester, ja er versteht, ein Feuer zu machen, aber ich weiß, wie man eine Möse entflammt. Ich ficke dich, Tanja, dass du gefickt bleibst!“Nun bitte: Copy + Paste * 2 * 300 Seiten.Für mich ist es literarischer Schund. Da gibt es bessere und geistreichere Werke.Das hat sicherlich nichts mit Prüderie zu tun, was unter anderem Ziel des Werkes gewesen sein soll - die Befreiung aus ihr. Mir gefallen Werke wie 39,90 Franc von Beigbeder, Justine & Juliette von Marquis de Sade, Venus im Pelz von Sacher-Masoch einfach besser. Und es gibt bestimmt viele weitere in diesem Bereich.
Wendekreis des Krebses ist ein grandioses Buch, das in meinem Kopf kleben bleibt. Warum tut es das? Zunächst ist es die intensive Atmosphäre des menschlichen Lebens am Rande der Pariser Gesellschaft, die Miller in einer Mischung aus intelligenter Beobachtung, Selbstbeobachtung und in einer seltenen Obszönität beschreibt. Dahinter offenbart er aber seine Hingabe an das vulgäre Leben, ob der Sinnlosigkeit von allem. Aus der Ich-Perspektive heraus treibt er mit dem sozialen Bodensatz, frei von Moral, gängiger Ästhetik und automatisierter Lebensweisen. Das ist das Wesentliche. Er legt die grundlegenden Gefühle und Gedanken hinter menschlichen Handlungen offen. Und er zeigt die Freiheit darin. Dabei übergeht Miller literarische Konventionen in der Sprache und der Form. Statt eines Plots finden wir Themen und Gedanken, einen Wechsel aus Erlebtem, Gesellschaftskommentaren und Gefühlsausbrüchen. Manchmal vulgär, manchmal surreal, mal tiefgründig, mal ironisch. Wie der Inhalt schwankt auch die Sprache zwischen Extremen und Genügsamkeit. Sein Ausdruck ist lebendig, weil er so wahrhaftig, so frei ist, als würde er selbst zu Worten explodieren, während er sich treiben lässt. Ich fühle seine Eindrücke in dem Moment wenn ich es lese. Miller brach mit Sitte und Abstand in der Literatur, weil er alles das aufzeichnen wollte, was in Büchern weggelassen wird. Und ein gutes, obszönes Buch zu schreiben ist nicht so einfach wie es Manchen spontan erscheinen mag. In all seiner Obszönität zeigt das Buch nämlich vor allem eins: was es bedeutet zu Leben. Was Anais Nin 1934 im Vorwort des Buches sagt, hätte sie heute noch so sagen können: „Wenn sich hier eine Fähigkeit offenbart, zu schockieren und die Leblosen aus ihrem tiefen Schlaf zu schrecken, so wollen wir uns dazu beglückwünschen: denn die Tragödie unserer Welt besteht gerade darin, daß nichts mehr imstande ist, sie aus ihrer Lethargie aufzuscheuchen. Es gibt keine heftigen Träume mehr, keine Erquickung, kein Erwachen. In der Betäubung, die die Selbsterkenntnis erzeugt hat, gehen Leben und Kunst dahin und entgleiten uns. Wir treiben mit der Zeit und kämpfen gegen Schatten.“

Abbruch nach knapp 25%...Schund. Nachdem es überall auf den Bestsellerlisten erschien, wollte ich mich dem Buch endlich widmen, das seit Jahren in meinem Bücherregal steht. Sprachlich einfach furchtbar menschenverachtend, sexistisch, vulgär und obszön. Und das nicht nur punktuell oder phasenweise, nein die vulgäre Sprache zieht sich konstant durch das erste Viertel des Buches. Die Befreiung der Sexualität der Frau lese ich hier überhaupt nicht. „Oh Tanja, wo ist jetzt deine warme Möse, diese dicken schweren Strumpfbänder, diese weichen üppigen Schenkel. In meinem Pint ist ein sechs Zoll langer Knochen. Ich will jede Falte in deiner Möse aushobeln. Samenträchtige Tanja. Dein Sylvester, ja er versteht, ein Feuer zu machen, aber ich weiß, wie man eine Möse entflammt. Ich ficke dich, Tanja, dass du gefickt bleibst!“ Nun bitte: Copy + Paste * 2 * 300 Seiten. Für mich ist es literarischer Schund. Da gibt es bessere und geistreichere Werke. Das hat sicherlich nichts mit Prüderie zu tun, was unter anderem Ziel des Werkes gewesen sein soll - die Befreiung aus ihr. Mir gefallen Werke wie 39,90 Franc von Beigbeder, Justine & Juliette von Marquis de Sade, Venus im Pelz von Sacher-Masoch einfach besser. Und es gibt bestimmt viele weitere in diesem Bereich.
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Author Description
Henry Miller, der am 26. Dezember 1891 in New York geborene deutschstämmige Außenseiter der modernen amerikanischen Literatur, wuchs in Brooklyn auf. Die Dreißiger Jahre verbrachte Miller im Kreis der «American Exiles» in Paris. Sein erstes größeres Werk, das vielumstrittene «Wendekreis des Krebses», wurde – dank des Wagemuts eines Pariser Verlegers – erstmals 1934 in englischer Sprache herausgegeben. In den USA zog die Veröffentlichung eine Reihe von Prozessen nach sich; erst viel später wurde das Buch in den literarischen Kanon aufgenommen. Henry Miller starb am 7. Juni 1980 in Pacific Palisades, Kalifornien.
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Abbruch nach knapp 25%...Schund. Nachdem es überall auf den Bestsellerlisten erschien, wollte ich mich dem Buch endlich widmen, das seit Jahren in meinem Bücherregal steht. Sprachlich einfach furchtbar menschenverachtend, sexistisch, vulgär und obszön. Und das nicht nur punktuell oder phasenweise, nein die vulgäre Sprache zieht sich konstant durch das erste Viertel des Buches. Die Befreiung der Sexualität der Frau lese ich hier überhaupt nicht. „Oh Tanja, wo ist jetzt deine warme Möse, diese dicken schweren Strumpfbänder, diese weichen üppigen Schenkel. In meinem Pint ist ein sechs Zoll langer Knochen. Ich will jede Falte in deiner Möse aushobeln. Samenträchtige Tanja. Dein Sylvester, ja er versteht, ein Feuer zu machen, aber ich weiß, wie man eine Möse entflammt. Ich ficke dich, Tanja, dass du gefickt bleibst!“Nun bitte: Copy + Paste * 2 * 300 Seiten.Für mich ist es literarischer Schund. Da gibt es bessere und geistreichere Werke.Das hat sicherlich nichts mit Prüderie zu tun, was unter anderem Ziel des Werkes gewesen sein soll - die Befreiung aus ihr. Mir gefallen Werke wie 39,90 Franc von Beigbeder, Justine & Juliette von Marquis de Sade, Venus im Pelz von Sacher-Masoch einfach besser. Und es gibt bestimmt viele weitere in diesem Bereich.
Wendekreis des Krebses ist ein grandioses Buch, das in meinem Kopf kleben bleibt. Warum tut es das? Zunächst ist es die intensive Atmosphäre des menschlichen Lebens am Rande der Pariser Gesellschaft, die Miller in einer Mischung aus intelligenter Beobachtung, Selbstbeobachtung und in einer seltenen Obszönität beschreibt. Dahinter offenbart er aber seine Hingabe an das vulgäre Leben, ob der Sinnlosigkeit von allem. Aus der Ich-Perspektive heraus treibt er mit dem sozialen Bodensatz, frei von Moral, gängiger Ästhetik und automatisierter Lebensweisen. Das ist das Wesentliche. Er legt die grundlegenden Gefühle und Gedanken hinter menschlichen Handlungen offen. Und er zeigt die Freiheit darin. Dabei übergeht Miller literarische Konventionen in der Sprache und der Form. Statt eines Plots finden wir Themen und Gedanken, einen Wechsel aus Erlebtem, Gesellschaftskommentaren und Gefühlsausbrüchen. Manchmal vulgär, manchmal surreal, mal tiefgründig, mal ironisch. Wie der Inhalt schwankt auch die Sprache zwischen Extremen und Genügsamkeit. Sein Ausdruck ist lebendig, weil er so wahrhaftig, so frei ist, als würde er selbst zu Worten explodieren, während er sich treiben lässt. Ich fühle seine Eindrücke in dem Moment wenn ich es lese. Miller brach mit Sitte und Abstand in der Literatur, weil er alles das aufzeichnen wollte, was in Büchern weggelassen wird. Und ein gutes, obszönes Buch zu schreiben ist nicht so einfach wie es Manchen spontan erscheinen mag. In all seiner Obszönität zeigt das Buch nämlich vor allem eins: was es bedeutet zu Leben. Was Anais Nin 1934 im Vorwort des Buches sagt, hätte sie heute noch so sagen können: „Wenn sich hier eine Fähigkeit offenbart, zu schockieren und die Leblosen aus ihrem tiefen Schlaf zu schrecken, so wollen wir uns dazu beglückwünschen: denn die Tragödie unserer Welt besteht gerade darin, daß nichts mehr imstande ist, sie aus ihrer Lethargie aufzuscheuchen. Es gibt keine heftigen Träume mehr, keine Erquickung, kein Erwachen. In der Betäubung, die die Selbsterkenntnis erzeugt hat, gehen Leben und Kunst dahin und entgleiten uns. Wir treiben mit der Zeit und kämpfen gegen Schatten.“

Abbruch nach knapp 25%...Schund. Nachdem es überall auf den Bestsellerlisten erschien, wollte ich mich dem Buch endlich widmen, das seit Jahren in meinem Bücherregal steht. Sprachlich einfach furchtbar menschenverachtend, sexistisch, vulgär und obszön. Und das nicht nur punktuell oder phasenweise, nein die vulgäre Sprache zieht sich konstant durch das erste Viertel des Buches. Die Befreiung der Sexualität der Frau lese ich hier überhaupt nicht. „Oh Tanja, wo ist jetzt deine warme Möse, diese dicken schweren Strumpfbänder, diese weichen üppigen Schenkel. In meinem Pint ist ein sechs Zoll langer Knochen. Ich will jede Falte in deiner Möse aushobeln. Samenträchtige Tanja. Dein Sylvester, ja er versteht, ein Feuer zu machen, aber ich weiß, wie man eine Möse entflammt. Ich ficke dich, Tanja, dass du gefickt bleibst!“ Nun bitte: Copy + Paste * 2 * 300 Seiten. Für mich ist es literarischer Schund. Da gibt es bessere und geistreichere Werke. Das hat sicherlich nichts mit Prüderie zu tun, was unter anderem Ziel des Werkes gewesen sein soll - die Befreiung aus ihr. Mir gefallen Werke wie 39,90 Franc von Beigbeder, Justine & Juliette von Marquis de Sade, Venus im Pelz von Sacher-Masoch einfach besser. Und es gibt bestimmt viele weitere in diesem Bereich.






