Weiße Nächte
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🌙 Zwischen Traum und Wirklichkeit – eine melancholische Begegnung in -Weiße Nächte-🤍
Ein kurzer, aber intensiver Klassiker über Einsamkeit, Sehnsucht und die Idee von Liebe. Die Geschichte folgt einem namenlosen Träumer, der in St. Petersburg auf Nastenka trifft und sich in nur wenigen Nächten emotional völlig verliert 🤗 ➕Was mir gefallen hat: 😃 Der Schreibstil ist unglaublich poetisch und feinfühlig. Dostojewski schafft es, mit wenigen Seiten eine melancholische, fast traumartige Atmosphäre aufzubauen. Die Gespräche zwischen den Figuren wirken ehrlich und zerbrechlich. ➖Was mich weniger überzeugt hat: 🤔 Emotional hat mich die Geschichte nicht ganz erreicht. Die Handlung ist sehr ruhig und stark auf Gedanken und Gefühle fokussiert. Dadurch fehlte mir manchmal Tiefe in der Entwicklung der Beziehung. 🤷🏻♀️ ✨ Fazit: ✨ Ein schöner, literarisch starker Klassiker mit viel Gefühl. ABER nicht für jeden fesselnd. Gut geeignet, wenn man etwas Kurzes und Nachdenkliches lesen möchte. 😌

Melancholisch, tief und wunderschön geschrieben
Das Buch hat nicht mal 100 Seiten und trotzdem wird diese Rezension länger als manches Fantasybuch mit 800 Seiten 🫣 Das sagt vermutlich schon alles ☺️🥰 ⚠️ Außerdem enthält die Rezension Spoiler. Ich glaube, selten hat mich ein Buch sprachlich so schnell abgeholt wie Weiße Nächte. Schon der erste Satz hat mich komplett erwischt 😅 „Es war eine wundervolle Nacht, eine solche Nacht, wie sie vielleicht nur vorkommen kann, wenn wir jung sind, liebe Leser.“ Und genau so fühlt sich dieses ganze Buch an. Wie ein persönlicher Brief. Wie ein stilles Gespräch mitten in der Nacht. Der Erzähler spricht nicht einfach zu uns, sondern fast mit uns. Dadurch entsteht sofort eine unglaubliche Nähe. Der namenlose Protagonist streift einsam durch Petersburg. Er hat keine Freunde, gehört nirgendwo richtig dazu und lebt mehr in seinen Gedanken als in der Realität. Gleichzeitig kennt er die Straßen, die Häuser und die Menschen der Stadt besser als sich selbst. Besonders geliebt habe ich die Stellen, in denen er mit den Häusern spricht oder sie beschreibt, als wären sie lebendig. Das zeigt schon früh, wie tief seine Einsamkeit eigentlich reicht. Überhaupt steckt in diesem Buch eine unglaublich stille Traurigkeit. Eine meiner liebsten Stellen war die, in der er erzählt, dass er summt, wenn er glücklich ist, weil Menschen ohne Freunde niemanden haben, mit dem sie ihre Freude teilen können. So ein einfacher Gedanke und gleichzeitig so herzzerreißend. Dann trifft er Nastenka. Und ich glaube, genau ab diesem Moment hatte mich das Buch endgültig. Nicht wegen großer Handlung oder Spannung, sondern wegen der Gespräche zwischen den beiden. Sie kennen sich kaum und sprechen trotzdem sofort über ihre Gedanken, Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen. Kein oberflächlicher Smalltalk. Alles ist direkt ehrlich, emotional und nah. Man hat beim Lesen fast das Gefühl, mitten zwischen ihnen zu sitzen. Besonders geliebt habe ich auch die Wiederholungen der Sätze in den Dialogen. Dadurch wirken die Gespräche so lebendig, fast musikalisch. Als würden die Gedanken den Figuren einfach aus dem Herzen fallen, bevor sie sie zurückhalten können.😊 Und dieser Schreibstil😍Ich hatte ehrlich gesagt Angst, dass mir ein Klassiker aus dieser Zeit zu schwer sein könnte. Aber genau das Gegenteil war der Fall. Natürlich merkt man das Alter der Sprache, aber gerade das macht den Zauber aus. Wörter wie „Trottoire“, diese harmonische Satzmelodie und die Art, wie Gefühle beschrieben werden, wirken auf mich viel intensiver und schöner als in vielen modernen Büchern. Gleichzeitig hat der Schreibstil etwas Kaltes und Melancholisches. So weich und doch so schmerzhaft. Man ist den Gedanken der Figuren unglaublich nah. Vor allem dem Erzähler. Er nennt sich selbst immer wieder einen Träumer, aber beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, dass er das Träumen längst verlernt hat. Dass das Leben ihn müde gemacht hat. Vielleicht sogar krank. Für mich wirkte er stellenweise tief depressiv, voller verlorener Hoffnungen und unerfüllter Sehnsüchte. Und genau deshalb tut diese Geschichte irgendwann so weh. Denn während Nastenka von ihrer Sehnsucht erzählt, merkt man immer mehr, dass der Erzähler sich selbst längst in sie verliebt hat. Er begleitet sie durch ihre Hoffnungen und Gefühle und schaut gleichzeitig dabei zu, wie ihm selbst langsam das Herz bricht. Vor allem die letzten Seiten haben mich emotional komplett zerstört. Dieses ständige Wechselspiel aus Hoffnung, Nähe und dem Gefühl, dass all das vielleicht nur für einen kurzen Moment existieren darf, tut irgendwann richtig weh. Und trotzdem steckt so viel Wärme darin. Diese wenigen Seiten enthalten so viel Sehnsucht, Schmerz und Menschlichkeit, dass ich irgendwann wirklich Tränen in den Augen hatte. Und trotzdem war da gleichzeitig so viel Freude darüber, dieses Buch gelesen zu haben. Genau das macht Weiße Nächte für mich besonders. Es ist traurig, aber nie hoffnungslos. Melancholisch, aber voller Wärme. 🤍 Besonders stark fand ich auch die letzte Szene in seinem Zimmer, als plötzlich alles alt, grau und verblichen wirkt. Als wäre mit dieser einen verlorenen Hoffnung nicht nur sein Herz schwer geworden, sondern die ganze Welt. Und der letzte Satz wird mir wahrscheinlich noch lange im Kopf bleiben. Dieses Buch zeigt so schön, dass manche Begegnungen nur kurz dauern und trotzdem ausreichen, um einen Menschen für immer zu verändern. Für mich ein absolutes Herzensbuch und definitiv 5 Sterne. Ich weiß jetzt schon, dass ich es nochmal lesen werde. Nicht nur wegen der Geschichte, sondern um diese wunderschöne Sprache, diese Atmosphäre und diese Gedanken noch einmal bewusster zu fühlen. Ich Liebs ♥️

„Mein Gott, ein ganzer Moment des Glücks! Ist das zu wenig für ein ganzes Menschenleben ?“ Ein wunderschöner, kurzer Roman von Dostojewski. Dieses Buch zu lesen fühlt sich tatsächlich an wie ein ganzer Moment des Glücks, besser kann man es nicht beschreiben. Ein kurzer Roman voll mit intensiven Gefühlen und schönen Zitaten. Definitiv als Einstiegsroman in die Klassik geeignet.
„Weiße Nächte“ ist eines der besten Werke der Schule des „sentimentalen Naturalismus“.
Es ist das lyrische Bekenntnis eines träumerischen Helden, eines einsamen und schüchternen Menschen, in dessen Leben für eine gewisse Zeit ein Mädchen auftaucht und mit ihr die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Sentimental, romantisch, liebevoll…
Definitely hurt my heart 💕💭
✨Klassiker SuB✨ - Erstveröffentlichung 1848 („Jahr der Revolutionen“) - English: White Nights 🤍 - Themen: Flüchtigkeit von Glück, Isolation in Großstädten, unerwiderte Liebe, Einsamkeit - Klassiker Wer gar nicht wissen möchte / gar nicht weiß worum es geht und sich komplett überraschen möchte, liest bitte nicht weiter 📖💞💭. Sind keine Spoiler über den Klappentext hinaus, aber trotzdem. Sehe zunehmend Rezensionen, wo der Mörder verraten wird 😂 oder die Schlusszeilen / wichtigsten Zeilen gezeigt werden. Das muss nicht sein, im Sinne der Allgemeinheit 🫠. Zum Buch ❤️: Der sensible Erzähler, der sich selbst Träumer nennt, berichtet von 4 Nächten, die er mit Nastenka verbringen darf, die er zufällig kennenlernt. Sie schütten sich gegenseitig das Herz aus und der Erzähler verliebt sich in sie. Aber Nastenkas Herz ist vergeben… 🤍Zitat aus der englischen Ausgabe🤍 „Your hand is cold, mine burns like fire. How blind you are, Nastenka.“ Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und sie ist auch zurecht tatsächlich gehypt 🥹☺️. Für mich war es mein 4. Buch von Dostoevsky und ich würde sagen, dass es sehr gut geeignet ist, um in die Bücher des Autors einzusteigen. Ausnahmsweise war der Plot nämlich klar ersichtlich. Die Tiefe der Gefühle, die Verzweiflung, der Schmerz, ich finde es hatte etwas zu wenig Seiten, um vollständig einzuschlagen. Schuld und Sühne hatte mich damals zerstört. Aber es hat mich sehr bewegt und ich möchte es unbedingt bei Gelegenheit nochmal lesen. Auf jeden Fall sehr empfehlenswert 💝. 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Deine Hand ist kalt, die meine aber heiß wie Feuer. Wie blind du bist, (...)
Ich verstehe nicht zu schweigen wenn das Herz in meiner Brust redet. Jetzt,wo ich neben Ihnen sitze und mit Ihnen rede, ist mir der Gedanke an die Zukunft schon geradezu schrecklich, weil ich in der Zukunft wieder Einsamkeit und dieses muffige, nutzlose Leben vor mir. Und wovon werde ich in Zukunft fantasieren, nachdem ich jetzt in Wirklichkeit neben Ihnen so glücklich gewesen bin? (...) dass ich wenigstens zwei Abende in meinem Leben wahrhaft gelebt habe! Wissen Sie wohl, für wie lange Zeit Sie mich mit mir selbst versöhnt haben? Wissen Sie wohl, dass ich jetzt von mir nicht mehr so schlecht denken werde, wie ich das in manchen Augenblicken getan habe? Wissen Sie wohl, dass ich mich vielleicht nicht mehr darüber gramen werde, verbrecherisch und sündhaft in meinem Leben gehandelt zu haben, da ein solches Leben allerdings ein Verbrechen und eine Sünde ist? (...) Denn es kommen mir wirklich manchmal Augenblicke des tieften Grams, des tieften Grams, Augenblicke, in denen es mich schon bedünken will, dass ich nie mehr fähig sein werde, ein wahrhaftes Leben zu beginnen, weil ich schon alles richtige Gefühl und Empfinden für das Wahre und Wirkliche verloren zu haben glaube. (...) ; man hört und sieht, wie die Menschen leben, wahrhaft leben; man sieht, dass das Leben für sie nicht etwas Verbotenes ist, dass ihr Leben nicht wie ein Traum, wie eine Vision verfliegt, dass ihr Leben sich stets erneuert, stets jung bleibt und keine Stunde desselben der andern gleicht, während schreckhafte Fantasie so trübsinnig und bis zur Gemcinheit einförmig ist, die Sklavin eines Schsttens, der Idee, die Sklavin der ersten besten Wolke, die plötzlich die Sonne verdeckt und das echte Petersburger Herz mit Gram erfüllt, das seine Sonne so liebt und schätzt; und nun gar erst im Kummer, da versagt die Fantasie gänzlich! Man fühlt, dass sie schließlich müdebwird und sich in der steten Anspannung erschöpft, diese >unerschöpfliche< Fantasie, denn man wird ja doch zum Mann und wächdt aus seinen früheren Idealen heraus: Sie zerfallen in Schutt und trümmer, und wenn man dann kein anderes Leben hat, sonmuss man sich aus diesen Trümmern rin solches zurechtbauen. Dabei aber wünscht und begehrt die Seele doch etwas ganz anderes! Und vergebens wühlt der Träumer wie in einem Aschehaufen in seinen alten Träumereien herum und sucht in dieser Asche wenigdtens ein fünkelchen, um es anzublasen und an dem wieder angefacjten feuer das erkaltete Herz zu wärmen und in ihm alles wieder zum Leben zu erwecken, was ihm ehemals so lieb war und seine Seele rührte und sein Blut in wallung versetzt und ihm Teänen aus den augen lockte und ein so prächtiges Blenwerk war!
O Nastenka, Nastenka...
Mein erstes Buch von Dostojewski. Ich möchte auch gern noch "Der Spieler" von ihm lesen. Diese Geschichte hat mich leider nicht so überzeugt... darf man sowas überhaupt über einen Klassiker sagen? 😅 Sprachlich fand ich es sehr schön, auch leicht zugänglich. Die Geschichte an sich ist auch gut, aber ich mochte die Charakterdarstellung einfach nicht. Natürlich kann man nicht erwarten, dass damals das gleiche Denken wie jetzt geherrscht hat. Aber es waren ein Mann, der unglaublich von sich selbst überzeugt ist und deshalb ewig lange Monologe führt & eine naive Frau. Und es wird fast nur geweint. Vielleicht gefällt mir das nächste Buch von Dostojewski ja besser; ich mache hoffentlich ganz schnell mit einem seiner Klassiker weiter.

Pick-Me Girl und Boy treffen aufeinander. Einer landet in der Friendzone…
Ungefähr so könnte man die kurze Novelle vom Großmeister der russischen Literatur zusammenfassen, wenn man sie in Worten der heutigen Generation beschreiben würde. Weisse Nächte ist erstmal verdammt gut geschrieben. Der Autor hat richtig gute Dialoge verfasst. Echte, realistische Dialoge mit viel Witz und vor allem Emotionen. Die hin und hergerissenen Protagonisten wirken jedoch schon etwas zu sehr jammernd und ja, fast peinlich anbiedernd. Aber eine Romanze anno 1848 kann auch mal etwas „cringen“. Ein „nicer“ Plottwist“ rundet alles ab und man fragt sich ….“waaaaaas? was ist mit dir oida?“ Weisse Nächte ist auf jeden Fall eine lesenswerte Romanze. Allein wegen der tollen Sprache Fjodor Dostojewskis.

Achtung Spoiler
Eine Lektüre, die noch sehr aktuell ist! Der Roman beginnt mit der Begegnung des Protagonisten mit der jungen Nastenka. Während er sie von einer unangenehmen Begegnung befreit, verfallen sie schnell in ein Gespräch und erzählen von ihrem Leben. Der Protagonist ist eine einsame Person, die keinen Fuß in der Gesellschaft fassen konnte und doch sich nach dieser Aufmerksamkeit sehnt. Hingegen ist Nastenka eine junge Frau, die an ihre Großmutter gebunden ist. Die Begegnung mit ihrem Untermieter hat sie lange mitgenommen und sie wartet schon seit einem Jahr auf seine Rückkehr, damit sie nun endlich heiraten können. Selbstlos wie der Protagonist ist, versucht er ihr zu helfen und leistet ihr Beistand. Dabei unterdrückt er seine Schmerzen und seine Liebe zu ihr, um für sie da zu sein und sie aufzufangen. Und genau da ist die Aktualität. Es ist die unerwiderte Liebe, die einen so leiden lässt. Nastenka hat es sogar ausgesprochen, wie glücklich sie doch ist, dass er sie nicht liebt. Die junge Frau schreibt einen Brief an ihren vermeintlichen Verlobten, doch erhält keine Antwort. Sie hatte schon vorher erwähnt, wie gern sie es doch hätte, dass ihr Verlobter der Protagonist wäre. Somit machte sie in der einen Sekunde dem besagten Protagonisten Hoffnung und zerstörte diese im nächsten Moment. Als keine Rückmeldung von Verlobten kam, unterdrückte Nastenka ihre Gefühle zu ihm und begann die Liebe zu dem Protagonisten zu erwiedern. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass es doch zu einem glücklichen Ende kommen wird, doch mit der letzten Seite wurde alles zerstört. Der Verlobter erschien ohne ein Wort und Nastenka rannte zu ihm. Vergessen war der Protagonist und er verfiel wieder in seine Einsamkeit. Wo sie doch zuvor ein Zusammenziehen geplant hatten, stand er nun doch wieder alleine in seiner Wohnung. Nun waren 15 Jahre vergangen und der Protagonist merkte seine zerfallende Umgebung und sprach es an, wo doch in vorherigen Seiten keine Details dazu erwähnt wurden. Man könnte sich natürlich die Frage stellen, wie es auch im Nachwort erwähnt wurde, ob es sich nicht doch um einen weiteren Traum des Protagonisten handelte. Das werden wir nie erfahren, dennoch kann jeder Leser in einer der beiden Figuren Beistand finden. Sei es die unerwiderte Liebe oder doch die Rückkehr des Geliebten.
Eine Geschichte über eine unerfüllt Liebe !
"Weiße Nächte" von Fjodor Dostojewski ist ein sehr kurzes Buch mit einem anspruchsvollem und poetisches Schreibstil. Hier geht es um einen jungen Mann, der sich selbst als Träumer bezeichnet, der in seinen eigenen Gedanken ziemlich verloren und zurückgezogen lebt. Eines Tages trifft er auf ein junges und trauriges Mädchen. 4 Nächte in Folge treffen sich nun die beiden und erzählen sich ihre Geschichte. Der junge Mann ist schnell ergriffen von der zarten Zerbrechlichkeit und der Schönheit des Mädchens. Er verliebt sich, doch das Herz des Mädchens hat seinen Platz bereits anderweitig gefunden... Nun was soll ich sagen, manchmal brauche ich für die kürzesten Geschichten, am Längsten. Da dieses Buch aus dem Russischen übersetzt worden ist, sind mir einge Passagen sehr schwer gefallen zu lesen. Vieles hat in der Übersetzung keinen bis wenig Sinn ergeben und ich musste mehrfach lesen, um zu verstehen. Auch wenn der Schreibstil sehr poetisch ist, empfand ich es gerade bei der Lebensgeschichte des Mannes sehr langwierig und schwer beim Buch zu bleiben. Letztendlich ist die Übermittlung der Geschichte, dass Liebe auf vielen Ebenen bestehen kann, dass Liebe ohne Groll sein darf und dass Vergebung nur mit Liebe möglich ist, eine überaus wichtige und schöne. Dennoch hat mich das Buch leider nicht so recht mitrissen können. ⭐️⭐️⭐️

Unerwartet!
Es war so schön umschrieben. Ich habe es mit einem Zug durchgelesen, konnte es einfach nicht weglegen! Um ehrlich zu sein, hat mich TikTok beeinflusst dieses Buch zu kaufen & nach längerem Überlegen, habe ich es dann letztendlich gekauft. Ich fand die Geschichte extrem schön umschrieben. Noch nach Tagen habe ich über dieses Buch nachgedacht. Das Ende war extrem traurig & hat mich getroffen. Genau so wie ich es liebe! Einsam, ein Mann der zu sehr liebt - Das will ich! Wunderschön!

„Deine Hand ist kalt, die meine ist fiebernd heiß. Wie blind du bist, Nastenka“
Eine Zeitreise die doch noch recht zeitgemäß ist. Dostoevsky gibt mit „Weiße Nächte“ einen Einblick in den Verstand eines einsamen Träumers. Der Erzähler begegnet und verbindet Einsamkeit und Sehnsucht auf eine melodramatische Art und Weise. Nastenka und der Erzähler bauen schnell eine innige Verbindung auf. Sie scheint der vermeintliche Anker und Pfeiler seines Glücks. Und während man eigentlich nur Mitleid mit den beiden für ihre Naivität verspürt, erkennt man doch heute - 177 Jahre später - noch immer das menschliche Herz, die selbe Überschwänglichkeit wieder. Ich mag den typisch ausschweifenden und melancholischen Schreibstil sehr. Klare Empfehlung wenn man in die Klassiker des 19. Jahrhunderts bzw Realismus eintauchen möchte. Die wenigen Seiten helfen außerdem schnell durch das Buch zu kommen.
Mitreißend, dramatisch, aber irgendwas fehlte...
Das Buch besteht aus drei Kurzgeschichten, deren inhaltlicher Zusammenhang mir nicht ganz schlüssig war. Die ersten beiden ("Weisse Nächte" und "Ein schwaches Herz") haben mich zum Teil mitgerissen, zum Teil aber auch etwas irritiert und gelangweilt. Sie bestehen größtenteils aus Dialogen, die auf mich teilweise zu dramatisch wirkten und deren Inhalt sich im Kern immer wiederholt hat. Die Gefühlslagen der Charaktere wurden daher aber sehr deutlich und waren sehr einnehmend. Die jeweiligen Enden waren mir aber zu abrupt und es fehlte mir insgesamt das gewisse Etwas.
Dostojewksis Schreibstil ist einfach so schön.
„Weiße Nächte“ erzählt von einem einsamen jungen Mann, der bei einem nächtlichen Spaziergang in Sankt Petersburg einer ebenso einsamen jungen Frau begegnet. Zwischen beiden entwickelt sich in wenigen Nächten eine besondere Nähe, die irgendwo zwischen Freundschaft und Liebe liegt. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen; feinfühlig, poetisch, stimmungsvoll. Auch die Freundschaft und die zaghaften Gefühle zwischen den beiden Figuren sind überzeugend und schön beschrieben. Ganz erreichen konnte mich die Geschichte emotional nicht, aber sie ist ein starker, lesenswerter Klassiker, der viel in wenig Raum erzählt.

„Ich schämte mich, glücklich zu sein, während andere leiden.“
„Weiße Nächte“ war mein erstes Buch von Fjodor Dostojewski, und zuerst habe ich die Geschichte auf Deutsch gelesen, und dabei hatte ich Schwierigkeiten, richtig hineinzufinden. Die Sprache wirkte auf mich manchmal etwas schwerfällig oder plump – ich verstand zwar, was Dostojewski ausdrücken wollte, aber der Text fühlte sich nicht flüssig an. Dann habe ich begonnen, ihn auf Russisch zu lesen, und das war komplett anders. Auf Russisch wirkt die Erzählung unglaublich poetisch, melancholisch und feinfühlig. Man versteht die Gedankengänge des Erzählers viel tiefer und spürt seine Einsamkeit und Sehnsucht fast körperlich mit. Kurz gefasst geht es um einen jungen Mann in Sankt Petersburg, der die sogenannten „weißen Nächte“ erlebt – jene hellen Sommernächte, in denen es kaum dunkel wird. Er ist ein einsamer, verträumter Mensch, der plötzlich einer jungen Frau begegnet. Zwischen den beiden entsteht eine zarte, intensive Verbindung. Sie treffen sich mehrere Nächte lang, sprechen über ihre Gedanken, Gefühle und Sehnsüchte – und der Erzähler verliebt sich in sie. Doch am Ende wendet sich alles tragisch. Ich kann also gut nachvollziehen, wenn man es auf Deutsch liest, dass man vielleicht keinen Zugang findet oder die Tiefe der Gefühle nicht nachvollziehen kann. Ich fand es schön, wie Dostojewski in einer so kurzen Erzählung die ganze Bandbreite menschlicher Einsamkeit, Sehnsucht und unerfüllter Liebe darstellen kann.
Ich traue mir keine großen Werke Russischer Autoren zu, da mich ihre Werke dennoch interessieren lese ich gerne die kurzen Werke. Hier haben wir einen Träumer in Sankt Petersburg, der eines Nachts die 17 jährige Nastenka kennenlernt. Sie treffen sich die nächsten Tage, immer um die selbe Uhrzeit am selben Ort. Sie erzählen aus ihrem Leben, ihrer Vergangenheit und lernen sich so kennen und auch lieben. Es ist jedoch eine Unerfüllte Liebe. Es lässt sich viel leichter lesen, wie ich mir vorstelle das die großen Werke geschrieben sind, trotzdem habe ich es stückeln müssen da es mir für Am-Stück-Lesen zu viele Gedanken auf einmal waren. Es ist eine Geschichte die einen traurig macht, Dostojewski hat ein Talent für Gefühle. Man versteht den Träumer und fühlt mit, man will das diese Liebe etwas wird und zerbricht an der Enttäuschung. Wer sich wie ich vor den Dicken Büchern fürchtet, kriegt hier einen guten Einstieg. Aber auch für Routinierte Leser ein vergnügen.
Melancholie und Hoffnung in vier Nächten
Fjodor Dostojewskis Novelle Weiße Nächte entführt uns in die melancholische Atmosphäre der sommerlichen Nächte Sankt Petersburgs und erzählt die Geschichte eines einsamen Träumers, der auf die junge Nastenka trifft. In vier nächtlichen Begegnungen offenbaren sie einander ihre tiefsten Sehnsüchte und Hoffnungen, wobei die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Dostojewski zeichnet dabei Charaktere von bemerkenswerter Tiefe und Komplexität, deren emotionale Intensität den Leser unmittelbar berührt. Diese kurze Erzählung wird von vielen als einfühlsamer Roman über die Gefühle der Jugend, das Schwärmen und die Leidenschaft beschrieben . Einige Leser empfinden jedoch die Monologe des Protagonisten als langatmig und die Handlung als vorhersehbar . Dennoch bleibt ‘Weiße Nächte’ ein empfehlenswerter Einstieg für jene, die die klassische russische Literatur entdecken möchten.

„Ich verstehe nicht zu schweigen, wenn das Herz in meiner Brust redet.“
Wow ❤️🩹 Es war mein erstes Buch von Dostojewski und definitiv nicht mein letztes ! Ich hab alles daran geliebt. Ich habe so viel in dem Buch markiert. Es gab viele wunderschöne Zitate und Stellen zum nachdenken. Es war einfach ein richtig gutes Buch. Sehr empfehlenswert!

„Warum macht auch der beste Mensch immer den Eindruck, als verheimliche und verschweige er den andern etwas? Warum spricht man das, was man auf dem Herzen hat, nicht geradezu und ohne weiteres aus, wenn man doch weiß, dass man es nicht in den Wind spricht?“ Ein Träumer, welcher sich oft in seinen Träumen verrennt und somit ein einsames und nicht erfülltes Leben führt trifft auf ebenfalls eine Träumerin, die davon träumt aus ihrem jetzigen Leben auszubrechen, ihr Herz jedoch noch an ein anderes gebunden ist. Die beiden haben sich davor noch nie getroffen, doch finden über wenige Nächte hinweg und lange Gespräche, Trost in deren gegenseitigen Lebensgeschichten. Es ist eine Liebesgeschichte, aber vor allem eine über eine unerwiderte Liebe, die einem komplett das Herz zerbricht. Ich habe bei diesem Buch alle Emotionen gefühlt. Eine Geschichte, die ich stets im Herzen behalten werde.
Sehr bewegend. Ich bin über meinen Buchclub sehr glücklich, denn ich hatte anschließend Redebedarf!
Ein Side-Read der Klassiker des Monats war dieses wundervolle Buch. Ich bin so froh es gelesen zu haben! Sehr bewegend und voller Emotionen und Tiefe wird von Dostojewsky eine wundervolle, eindringliche und ergreifende Geschichte erzählt. Der Fokus liegst auf den allzu menschlichen Gefühlen, irgendwo zwischen Einsamkeit, Verzweiflung, Zukunftsängsten, Vertrauen und Verliebtheit. Wer mal einen Blick in die Welt der Klassiker werfen will und Angst vor vielen geschwollenen, verzweigten und verschachtelten Sätzen hat, dem kann ich “weiße Nächte” nur ans Herz legen! Romantisch, schön geschrieben, leicht verständlich und sehr spannend wird eine Gefühlswelt offengelegt, die einfach mitreißend wirkt.

Romantik pur
Für mich ist das ein reread, und auch beim zweiten Mal war es für mich schwierig die Sprache zu verstehen. Ich bin aber immer noch sehr verliebt in das was ich dann verstehe 😜 ein wunderschöner Klassiker. Es ist pure Romantik und auch traurig. Ich habe es als e Book , und jetzt als Hörbuch gehört/gelesen. Und möchte es mir auch noch als hardcover kaufen. Also werde ich es ein drittes Mal lesen, bis ich 5/5 Sterne geben kann. Den ich weiß wie schön dieser Roman ist. Nur muss ich mit der Sprache besser klar kommen 😅

„Your hand is cold, mine burns like fire, how blind you are, Nastenka“
Dieses Buch war so verdammt traurig. Es ist das erste Buch, das ich von Dostojewski gelesen habe, und ich fand das Ende wirklich wunderschön geschrieben. Anfangs fiel es mir schwer, mich in die Geschichte hineinzuversetzen, aber schon nach ein paar Seiten ließ sie sich sehr gut lesen. Ich hatte zwar schon gehört, dass Weiße Nächte ein trauriges Ende hat, aber trotzdem hat es mich hart getroffen.
Wunderschöne Liebesgeschichte mit unvergleichlicher Sprache
das war mein erstes buch von dostojewski und ich bin begeistert. die sprache in diesem buch ist unvergleichlich schön und passt zu dieser geschichte über bedingungslose liebe. der protagonist liebt nastenka und verhilft ihr aber dennoch zum glück mit einem anderen mann. er liebt in diesem moment also bedingungslos, er denkt nicht an sich selbst, sondern nur an ihr glück. ich finde diese bedingungslose liebe, bei der man nicht an seinen eigenen nutzen denkt, sondern lediglich an das glück der anderen person, wurde hier wunderschön verdeutlicht und zeigt für mich den wahren sinn von liebe. dass man nicht lieben sollte, um zurück geliebt zu werden. ist nicht genau das wahre liebe? einen menschen zu lieben, obwohl er dich nicht liebt? einen menschen zu lieben, ohne einen nutzen daraus zu ziehen, ohne egoistisch zu sein, sondern rein der liebe und des menschen wegen? ich denke, diese geschichte greift den wahren sinn von liebe auf. nastenka hingegen verhält sich ganz anders als der protagonist und hört auf, diesen mann zu lieben, nur weil er ihr für einen moment lang keine wertschätzung bzw. liebe gab. diese gegenüberstellung finde ich sehr interessant.
Wo Wirklichkeit und Sehnsucht sich wie Nebelschwaden umarmen 🌒
Dostojewski führte mich durch das traumverhangene St. Petersburg, wo Wirklichkeit und Sehnsucht sich wie Nebelschwaden umarmten. Der namenlose Träumer – ein Wanderer durch die eigene Einsamkeit – begegnet Nastenka, einer Gestalt, so flüchtig und doch so voller Leben, dass sie dem Dunst dieser weißen Nächte fast zu entgleiten scheint. In ihrer Begegnung entfaltet sich ein Dialog, nicht nur zwischen zwei Seelen, sondern zwischen Hoffnung und Enttäuschung, zwischen dem Wunsch, geliebt zu werden, und der Notwendigkeit, loszulassen. Es ist keine Handlung, die einen mitreißt, sondern ein Gefühl, das sich langsam einnistet, leise, aber eindringlich.

Therapybedürftig, alle beide!
Nateska hat Angst vorm einsam sein und Er ist schon loco sich so schnell zu verlieben. Er jammert auch sehr viel und ist weniger ein Macher. Nastenka heult wegen Macker 1 rum und es entsteht eine komische Abhängigkeit mit Verknüpfung an Versprechungen. Friedjof schreibt sehr Leidenschaftlich und man verliert sich in den endlosen Sätzen ohne Punkt und Komma, bis man die Seite neu anfangen muss. (Habe schon mitgefiebert und Ende war bodenlos und für beide verdient)
„Weiße Nächte“ von Fjodor Dostojewski erzählt die Geschichte eines einsamen Träumers in St. Petersburg, der während der hellen Sommernächte eine junge Frau namens Nastenka trifft. Der namenlose Erzähler, der sich in eine romantische Fantasiewelt flüchtet, fühlt sich durch ihre Offenheit zum ersten Mal wirklich gesehen und verstanden. Sie jedoch wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr eines Mannes, dem sie einst ihr Herz versprochen hat. Während sie sich in mehreren Nächten treffen, wächst seine Liebe zu ihr und er hofft, sie für sich gewinnen zu können. Als der Geliebte schließlich wieder auftaucht, entscheidet sich Nastenka für ihn, und der Erzähler bleibt allein zurück, aber mit dem schmerzhaften Bewusstsein, wenigstens einen kurzen Moment des Glücks erlebt zu haben. Zentrale Themen sind Einsamkeit, romantische Sehnsucht, Illusion versus Realität sowie die Flüchtigkeit von Glück. Dostojewski zeigt den Konflikt zwischen introvertiertem Wunschdenken und der harten Wahrheit des Lebens: Liebe lässt sich nicht erzwingen, und manche Menschen begegnen uns nur kurz, hinterlassen aber einen tiefen Eindruck. Das Buch ist äußerst atmosphärisch beschrieben une dennoch spürt man die Illusion. Verstärkt wird dies durch die Illustrationen, die etwas verwischt und unscharf sind.
Winterzeit ist Klassiker-Zeit Ein Literarisches Meisterwerk
„Welche Kraft hat in diesen trauri-gen, nachdenklichen Augen solches Feuer entzündet? Was hat ihr das Blut in die blassen, eingefallenen Wangen getrieben? Was hat die zarten Gesichtszüge mit Leidenschaft übergossen?“ Dostojewski hat einen unvergleichlichen Schreibstil. Die Leidenschaftlichkeit mit der er die Handlung beschreibt, hält einen oft mehr im Bann, als die Handlung selbst. „Weil es Augenblicke gibt, wo mich solcher Gram, so unbeschreiblicher Gram verzehrt... Weil es mir in solchen Augenblicken vorkommt, daß ich nicht mehr fähig sei, ein wirkliches Leben zu leben; weil ich schon oft glaubte, jeden Takt, jeden Sinn für das wahre, wirkliche Leben verloren zu haben; weil ich mich oft verdammt habe; weil nach meinen phantastischen Nächten Augenblicke der Ernüchterung kommen, die wahrhaft schrecklich sind! Und dabei muß ich hö-ren, wie rings um mich die Menschen toben und sich im Strudel des Lebens drehen; muß hören und sehen, wie Menschen leben, wie sie ein wirkliches, greifbares Leben leben, daß ihnen das Leben offen steht, daß es ihnen nicht wie ein Traumgesicht ent-schwebt, daß es sich ewig aus sich selbst erneut und verjüngt, daß keine Stunde dieses Lebens einer andern gleicht (…)“ Von diesen zwei Geschichten und einer wirklich kurzen zusätzlichen, hat mir die zweite am meisten gefallen, wenngleich alle eine hervorragende Aussagekraft haben, die noch immer durch Aktualität glänzen. „Niemand ließe sich leichter betrügen als sie in diesem Augenblick; in ähnlicher Lage ist ja jeder Mensch für Trost empfänglich und froh, wenn man ihm auch nur den Schatten einer Rechtfertigung vorbringt.“ Klare Empfehlung ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Still und heimlich schlich sich diese Geschichte in mein Herz- um es zu brechen.
Das Buch ist schwer in Worte zu fassen. Anfangs wusste ich nicht recht etwas damit anzufangen, aber still und heimlich schlich sich diese Geschichte in mein Herz - um es zu brechen. Nichtsdestotrotz ein guter Einstieg in das Klassiker-Genre, um ein Gefühl für die Sprache zu bekommen. Die Übersetzung des Insel Verlags gefiel mir auch deutlich besser und kam mir um einiges zugänglicher vor, als die aus dem Anaconda Verlag
✨„𝐃𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐇𝐚𝐧𝐝 𝐢𝐬𝐭 𝐤𝐚𝐥𝐭, 𝐝𝐢𝐞 𝐦𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐚𝐛𝐞𝐫 𝐡𝐞𝐢ß 𝐰𝐢𝐞 𝐅𝐞𝐮𝐞𝐫.“🌙
Jahreshighlight zum Abschluss!💫 Ein absolutes Meisterwerk der Melancholie, Isolation, Einsamkeit & Liebe🥰 Ich habe es verschlungen, gefühlt, geliebt & mitgelitten. Dieser Träumer, das bin ich ebenfalls. Diese Gefühle des Protagonisten, seine Gedanken & seine Liebe zu Nastenka- wow. Wie sagt man so schön? „He was just a chapter in her life. She was his whole book“ Muss man definitiv gelesen haben!🌙

Kurzweilig aber sehr poetisch
Ein Vorsatz für das Neue Jahr waren definitiv Klassiker und so kam ich auch zu diesem Werk hier. Anfänglich hatte ich noch so meine Schwierigkeiten mit der Sprache, fand mich aber schnell zurecht und konnte in das Leben der beiden Protas komplett versinken. als einsamer Träumerle auf der Suche nach dem Sinn und als verschmähte Frau in Trauer gefangen treffen sich die beiden und verbringen ein paar wortgewandte Nächte miteinander in denen sie sich gegenseitig das Herz ausschütten. Ich fand es eine wirklich schöne Geschichte die einfach ans Herz geht. Ich werde definitiv mehr von ihm lesen!

Ein schmerzhaft schöner Klassiker!
Ich habe jede einzelne Zeile verschlungen! Dieses Buch hat mich komplett eingenommen. Dostojewskis Sprache ist so melancholisch, roh und gleichzeitig unglaublich zart. Einzigartig. Die Geschichte handelt von einer unerwiderten Liebe und von Einsamkeit. Ein zurückgezogener, träumerischer Mann begegnet zufällig der jungen Nastenka, und in vier Nächten erzählen sie sich ihr Leben, ihre Sehnsüchte und ihre Ängste. Es passiert nicht viel und gleichzeitig passiert emotional sehr sehr viel. Ich glaube, jede Frau kann Nastenka verstehen und mit ihr mitfühlen. Mir tat aber auch der Erzähler unfassbar leid. Seine Gefühlswelt hat mich richtig getroffen. Dieses stille Hoffen, diese Zerbrechlichkeit, diese Einsamkeit …es tat weh. Die Bücher von Dostojewski sind meistens teils autobiografisch. In „Weiße Nächte“ z.B. wird der Erzähler oft als „Träumer“ bezeichnet und genau so beschrieb sich Dostojewski selbst in jungen Jahren. Außerdem frage ich mich hinterher: verliebte sich der Erzähler in Nastenka selbst oder in die Möglichkeit, endlich nicht mehr allein zu sein… sehr sehr spannend! Was denkt ihr? Für mich definitiv ein Highlight und der Grund, warum ich unbedingt mehr von Dostojewski lesen möchte🫶

Hat mir nicht so viel gesagt
Ich kenne und liebe Dostojewski durch „Schuld und Sühne“ und die „Brüder Karamasov“. Mit „Weiße Nächte“ konnte ich leider nicht so viel anfangen. Vielleicht steht die leichtere Kost Dostojewski nicht so gut, er scheint mir hier jedenfalls nicht in Höchstform zu sein. Der Klappentext klang vielversprechend und ich mag auch romantische Bücher über unerfüllte Liebe. Aber hier kam ich so gar nicht rein. Die Sprache (übersetzt von Hermann Röhl) erschien mir etwas blümelig angestaubt, die Gedanken, Gefühle und Handlungen der beiden Figuren kamen mir schräg und wenig nachvollziehbar vor. Da ist jemand jahrelang oder immer schon einsam, verliebt sich dann Hals über Kopf auf einem nächtlichen Spaziergang in eine, deren Herz schon vergeben ist und … hm. Viel mehr ist nicht los. Schade, Dostojewski kann mehr!.
3,4/5 ⭐⭐⭐ Weisse Nächte ist meine erste Kurznovelle von Dostojewski. Ich muss sagen, der Schreibstil war sehr gewöhnungsbedürftig. Man merkt, dass Dostojewski zu einer anderen Zeit und in einem anderen Land gelebt hat. Die Wortwahl ist hochtrabend und manchmal hatte ich das Gefühl nicht zu verstehen, was gesagt wird, obwohl so viel gesagt wurde. Als ich dann rein gekommen bin, habe ich die Geschichte schätzen gelernt. Es behandelt die Geschichte eines Mannes, der sich selbst als Träumer bezeichnet, und sich schnell in eine Frau verliebt. Es behandelt Themen der unerfüllten Liebe und wenn man ausblendet, dass diese Geschichte sich in nur wenigen Tagen abspielt und das Mädchen 17 und der Mann 27 Jahre alt sind, ist die Art, wie Dostojewski Gefühle beschreibt doch sehr fesselnd. Dramatisch. Intensiv. Mir gefällt, wie Dostojewski Emotionen beschreibt in einem Menschen.
Poetischer Herzschmerz
Ein schöner Klassiker, sehr poetisch geschrieben und lässt sich auch für Anfänger gut lesen. Das Ende kam für mich sehr unerwartet und man lebt einmal alle Gefühle durch. Werde ich vermutlich irgendwann nochmal lesen, ist durch die kurze Länge auch für „Zwischendurch“ gut geeignet ✨
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🌙 Zwischen Traum und Wirklichkeit – eine melancholische Begegnung in -Weiße Nächte-🤍
Ein kurzer, aber intensiver Klassiker über Einsamkeit, Sehnsucht und die Idee von Liebe. Die Geschichte folgt einem namenlosen Träumer, der in St. Petersburg auf Nastenka trifft und sich in nur wenigen Nächten emotional völlig verliert 🤗 ➕Was mir gefallen hat: 😃 Der Schreibstil ist unglaublich poetisch und feinfühlig. Dostojewski schafft es, mit wenigen Seiten eine melancholische, fast traumartige Atmosphäre aufzubauen. Die Gespräche zwischen den Figuren wirken ehrlich und zerbrechlich. ➖Was mich weniger überzeugt hat: 🤔 Emotional hat mich die Geschichte nicht ganz erreicht. Die Handlung ist sehr ruhig und stark auf Gedanken und Gefühle fokussiert. Dadurch fehlte mir manchmal Tiefe in der Entwicklung der Beziehung. 🤷🏻♀️ ✨ Fazit: ✨ Ein schöner, literarisch starker Klassiker mit viel Gefühl. ABER nicht für jeden fesselnd. Gut geeignet, wenn man etwas Kurzes und Nachdenkliches lesen möchte. 😌

Melancholisch, tief und wunderschön geschrieben
Das Buch hat nicht mal 100 Seiten und trotzdem wird diese Rezension länger als manches Fantasybuch mit 800 Seiten 🫣 Das sagt vermutlich schon alles ☺️🥰 ⚠️ Außerdem enthält die Rezension Spoiler. Ich glaube, selten hat mich ein Buch sprachlich so schnell abgeholt wie Weiße Nächte. Schon der erste Satz hat mich komplett erwischt 😅 „Es war eine wundervolle Nacht, eine solche Nacht, wie sie vielleicht nur vorkommen kann, wenn wir jung sind, liebe Leser.“ Und genau so fühlt sich dieses ganze Buch an. Wie ein persönlicher Brief. Wie ein stilles Gespräch mitten in der Nacht. Der Erzähler spricht nicht einfach zu uns, sondern fast mit uns. Dadurch entsteht sofort eine unglaubliche Nähe. Der namenlose Protagonist streift einsam durch Petersburg. Er hat keine Freunde, gehört nirgendwo richtig dazu und lebt mehr in seinen Gedanken als in der Realität. Gleichzeitig kennt er die Straßen, die Häuser und die Menschen der Stadt besser als sich selbst. Besonders geliebt habe ich die Stellen, in denen er mit den Häusern spricht oder sie beschreibt, als wären sie lebendig. Das zeigt schon früh, wie tief seine Einsamkeit eigentlich reicht. Überhaupt steckt in diesem Buch eine unglaublich stille Traurigkeit. Eine meiner liebsten Stellen war die, in der er erzählt, dass er summt, wenn er glücklich ist, weil Menschen ohne Freunde niemanden haben, mit dem sie ihre Freude teilen können. So ein einfacher Gedanke und gleichzeitig so herzzerreißend. Dann trifft er Nastenka. Und ich glaube, genau ab diesem Moment hatte mich das Buch endgültig. Nicht wegen großer Handlung oder Spannung, sondern wegen der Gespräche zwischen den beiden. Sie kennen sich kaum und sprechen trotzdem sofort über ihre Gedanken, Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen. Kein oberflächlicher Smalltalk. Alles ist direkt ehrlich, emotional und nah. Man hat beim Lesen fast das Gefühl, mitten zwischen ihnen zu sitzen. Besonders geliebt habe ich auch die Wiederholungen der Sätze in den Dialogen. Dadurch wirken die Gespräche so lebendig, fast musikalisch. Als würden die Gedanken den Figuren einfach aus dem Herzen fallen, bevor sie sie zurückhalten können.😊 Und dieser Schreibstil😍Ich hatte ehrlich gesagt Angst, dass mir ein Klassiker aus dieser Zeit zu schwer sein könnte. Aber genau das Gegenteil war der Fall. Natürlich merkt man das Alter der Sprache, aber gerade das macht den Zauber aus. Wörter wie „Trottoire“, diese harmonische Satzmelodie und die Art, wie Gefühle beschrieben werden, wirken auf mich viel intensiver und schöner als in vielen modernen Büchern. Gleichzeitig hat der Schreibstil etwas Kaltes und Melancholisches. So weich und doch so schmerzhaft. Man ist den Gedanken der Figuren unglaublich nah. Vor allem dem Erzähler. Er nennt sich selbst immer wieder einen Träumer, aber beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, dass er das Träumen längst verlernt hat. Dass das Leben ihn müde gemacht hat. Vielleicht sogar krank. Für mich wirkte er stellenweise tief depressiv, voller verlorener Hoffnungen und unerfüllter Sehnsüchte. Und genau deshalb tut diese Geschichte irgendwann so weh. Denn während Nastenka von ihrer Sehnsucht erzählt, merkt man immer mehr, dass der Erzähler sich selbst längst in sie verliebt hat. Er begleitet sie durch ihre Hoffnungen und Gefühle und schaut gleichzeitig dabei zu, wie ihm selbst langsam das Herz bricht. Vor allem die letzten Seiten haben mich emotional komplett zerstört. Dieses ständige Wechselspiel aus Hoffnung, Nähe und dem Gefühl, dass all das vielleicht nur für einen kurzen Moment existieren darf, tut irgendwann richtig weh. Und trotzdem steckt so viel Wärme darin. Diese wenigen Seiten enthalten so viel Sehnsucht, Schmerz und Menschlichkeit, dass ich irgendwann wirklich Tränen in den Augen hatte. Und trotzdem war da gleichzeitig so viel Freude darüber, dieses Buch gelesen zu haben. Genau das macht Weiße Nächte für mich besonders. Es ist traurig, aber nie hoffnungslos. Melancholisch, aber voller Wärme. 🤍 Besonders stark fand ich auch die letzte Szene in seinem Zimmer, als plötzlich alles alt, grau und verblichen wirkt. Als wäre mit dieser einen verlorenen Hoffnung nicht nur sein Herz schwer geworden, sondern die ganze Welt. Und der letzte Satz wird mir wahrscheinlich noch lange im Kopf bleiben. Dieses Buch zeigt so schön, dass manche Begegnungen nur kurz dauern und trotzdem ausreichen, um einen Menschen für immer zu verändern. Für mich ein absolutes Herzensbuch und definitiv 5 Sterne. Ich weiß jetzt schon, dass ich es nochmal lesen werde. Nicht nur wegen der Geschichte, sondern um diese wunderschöne Sprache, diese Atmosphäre und diese Gedanken noch einmal bewusster zu fühlen. Ich Liebs ♥️

„Mein Gott, ein ganzer Moment des Glücks! Ist das zu wenig für ein ganzes Menschenleben ?“ Ein wunderschöner, kurzer Roman von Dostojewski. Dieses Buch zu lesen fühlt sich tatsächlich an wie ein ganzer Moment des Glücks, besser kann man es nicht beschreiben. Ein kurzer Roman voll mit intensiven Gefühlen und schönen Zitaten. Definitiv als Einstiegsroman in die Klassik geeignet.
„Weiße Nächte“ ist eines der besten Werke der Schule des „sentimentalen Naturalismus“.
Es ist das lyrische Bekenntnis eines träumerischen Helden, eines einsamen und schüchternen Menschen, in dessen Leben für eine gewisse Zeit ein Mädchen auftaucht und mit ihr die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Sentimental, romantisch, liebevoll…
Definitely hurt my heart 💕💭
✨Klassiker SuB✨ - Erstveröffentlichung 1848 („Jahr der Revolutionen“) - English: White Nights 🤍 - Themen: Flüchtigkeit von Glück, Isolation in Großstädten, unerwiderte Liebe, Einsamkeit - Klassiker Wer gar nicht wissen möchte / gar nicht weiß worum es geht und sich komplett überraschen möchte, liest bitte nicht weiter 📖💞💭. Sind keine Spoiler über den Klappentext hinaus, aber trotzdem. Sehe zunehmend Rezensionen, wo der Mörder verraten wird 😂 oder die Schlusszeilen / wichtigsten Zeilen gezeigt werden. Das muss nicht sein, im Sinne der Allgemeinheit 🫠. Zum Buch ❤️: Der sensible Erzähler, der sich selbst Träumer nennt, berichtet von 4 Nächten, die er mit Nastenka verbringen darf, die er zufällig kennenlernt. Sie schütten sich gegenseitig das Herz aus und der Erzähler verliebt sich in sie. Aber Nastenkas Herz ist vergeben… 🤍Zitat aus der englischen Ausgabe🤍 „Your hand is cold, mine burns like fire. How blind you are, Nastenka.“ Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und sie ist auch zurecht tatsächlich gehypt 🥹☺️. Für mich war es mein 4. Buch von Dostoevsky und ich würde sagen, dass es sehr gut geeignet ist, um in die Bücher des Autors einzusteigen. Ausnahmsweise war der Plot nämlich klar ersichtlich. Die Tiefe der Gefühle, die Verzweiflung, der Schmerz, ich finde es hatte etwas zu wenig Seiten, um vollständig einzuschlagen. Schuld und Sühne hatte mich damals zerstört. Aber es hat mich sehr bewegt und ich möchte es unbedingt bei Gelegenheit nochmal lesen. Auf jeden Fall sehr empfehlenswert 💝. 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Deine Hand ist kalt, die meine aber heiß wie Feuer. Wie blind du bist, (...)
Ich verstehe nicht zu schweigen wenn das Herz in meiner Brust redet. Jetzt,wo ich neben Ihnen sitze und mit Ihnen rede, ist mir der Gedanke an die Zukunft schon geradezu schrecklich, weil ich in der Zukunft wieder Einsamkeit und dieses muffige, nutzlose Leben vor mir. Und wovon werde ich in Zukunft fantasieren, nachdem ich jetzt in Wirklichkeit neben Ihnen so glücklich gewesen bin? (...) dass ich wenigstens zwei Abende in meinem Leben wahrhaft gelebt habe! Wissen Sie wohl, für wie lange Zeit Sie mich mit mir selbst versöhnt haben? Wissen Sie wohl, dass ich jetzt von mir nicht mehr so schlecht denken werde, wie ich das in manchen Augenblicken getan habe? Wissen Sie wohl, dass ich mich vielleicht nicht mehr darüber gramen werde, verbrecherisch und sündhaft in meinem Leben gehandelt zu haben, da ein solches Leben allerdings ein Verbrechen und eine Sünde ist? (...) Denn es kommen mir wirklich manchmal Augenblicke des tieften Grams, des tieften Grams, Augenblicke, in denen es mich schon bedünken will, dass ich nie mehr fähig sein werde, ein wahrhaftes Leben zu beginnen, weil ich schon alles richtige Gefühl und Empfinden für das Wahre und Wirkliche verloren zu haben glaube. (...) ; man hört und sieht, wie die Menschen leben, wahrhaft leben; man sieht, dass das Leben für sie nicht etwas Verbotenes ist, dass ihr Leben nicht wie ein Traum, wie eine Vision verfliegt, dass ihr Leben sich stets erneuert, stets jung bleibt und keine Stunde desselben der andern gleicht, während schreckhafte Fantasie so trübsinnig und bis zur Gemcinheit einförmig ist, die Sklavin eines Schsttens, der Idee, die Sklavin der ersten besten Wolke, die plötzlich die Sonne verdeckt und das echte Petersburger Herz mit Gram erfüllt, das seine Sonne so liebt und schätzt; und nun gar erst im Kummer, da versagt die Fantasie gänzlich! Man fühlt, dass sie schließlich müdebwird und sich in der steten Anspannung erschöpft, diese >unerschöpfliche< Fantasie, denn man wird ja doch zum Mann und wächdt aus seinen früheren Idealen heraus: Sie zerfallen in Schutt und trümmer, und wenn man dann kein anderes Leben hat, sonmuss man sich aus diesen Trümmern rin solches zurechtbauen. Dabei aber wünscht und begehrt die Seele doch etwas ganz anderes! Und vergebens wühlt der Träumer wie in einem Aschehaufen in seinen alten Träumereien herum und sucht in dieser Asche wenigdtens ein fünkelchen, um es anzublasen und an dem wieder angefacjten feuer das erkaltete Herz zu wärmen und in ihm alles wieder zum Leben zu erwecken, was ihm ehemals so lieb war und seine Seele rührte und sein Blut in wallung versetzt und ihm Teänen aus den augen lockte und ein so prächtiges Blenwerk war!
O Nastenka, Nastenka...
Mein erstes Buch von Dostojewski. Ich möchte auch gern noch "Der Spieler" von ihm lesen. Diese Geschichte hat mich leider nicht so überzeugt... darf man sowas überhaupt über einen Klassiker sagen? 😅 Sprachlich fand ich es sehr schön, auch leicht zugänglich. Die Geschichte an sich ist auch gut, aber ich mochte die Charakterdarstellung einfach nicht. Natürlich kann man nicht erwarten, dass damals das gleiche Denken wie jetzt geherrscht hat. Aber es waren ein Mann, der unglaublich von sich selbst überzeugt ist und deshalb ewig lange Monologe führt & eine naive Frau. Und es wird fast nur geweint. Vielleicht gefällt mir das nächste Buch von Dostojewski ja besser; ich mache hoffentlich ganz schnell mit einem seiner Klassiker weiter.

Pick-Me Girl und Boy treffen aufeinander. Einer landet in der Friendzone…
Ungefähr so könnte man die kurze Novelle vom Großmeister der russischen Literatur zusammenfassen, wenn man sie in Worten der heutigen Generation beschreiben würde. Weisse Nächte ist erstmal verdammt gut geschrieben. Der Autor hat richtig gute Dialoge verfasst. Echte, realistische Dialoge mit viel Witz und vor allem Emotionen. Die hin und hergerissenen Protagonisten wirken jedoch schon etwas zu sehr jammernd und ja, fast peinlich anbiedernd. Aber eine Romanze anno 1848 kann auch mal etwas „cringen“. Ein „nicer“ Plottwist“ rundet alles ab und man fragt sich ….“waaaaaas? was ist mit dir oida?“ Weisse Nächte ist auf jeden Fall eine lesenswerte Romanze. Allein wegen der tollen Sprache Fjodor Dostojewskis.

Achtung Spoiler
Eine Lektüre, die noch sehr aktuell ist! Der Roman beginnt mit der Begegnung des Protagonisten mit der jungen Nastenka. Während er sie von einer unangenehmen Begegnung befreit, verfallen sie schnell in ein Gespräch und erzählen von ihrem Leben. Der Protagonist ist eine einsame Person, die keinen Fuß in der Gesellschaft fassen konnte und doch sich nach dieser Aufmerksamkeit sehnt. Hingegen ist Nastenka eine junge Frau, die an ihre Großmutter gebunden ist. Die Begegnung mit ihrem Untermieter hat sie lange mitgenommen und sie wartet schon seit einem Jahr auf seine Rückkehr, damit sie nun endlich heiraten können. Selbstlos wie der Protagonist ist, versucht er ihr zu helfen und leistet ihr Beistand. Dabei unterdrückt er seine Schmerzen und seine Liebe zu ihr, um für sie da zu sein und sie aufzufangen. Und genau da ist die Aktualität. Es ist die unerwiderte Liebe, die einen so leiden lässt. Nastenka hat es sogar ausgesprochen, wie glücklich sie doch ist, dass er sie nicht liebt. Die junge Frau schreibt einen Brief an ihren vermeintlichen Verlobten, doch erhält keine Antwort. Sie hatte schon vorher erwähnt, wie gern sie es doch hätte, dass ihr Verlobter der Protagonist wäre. Somit machte sie in der einen Sekunde dem besagten Protagonisten Hoffnung und zerstörte diese im nächsten Moment. Als keine Rückmeldung von Verlobten kam, unterdrückte Nastenka ihre Gefühle zu ihm und begann die Liebe zu dem Protagonisten zu erwiedern. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass es doch zu einem glücklichen Ende kommen wird, doch mit der letzten Seite wurde alles zerstört. Der Verlobter erschien ohne ein Wort und Nastenka rannte zu ihm. Vergessen war der Protagonist und er verfiel wieder in seine Einsamkeit. Wo sie doch zuvor ein Zusammenziehen geplant hatten, stand er nun doch wieder alleine in seiner Wohnung. Nun waren 15 Jahre vergangen und der Protagonist merkte seine zerfallende Umgebung und sprach es an, wo doch in vorherigen Seiten keine Details dazu erwähnt wurden. Man könnte sich natürlich die Frage stellen, wie es auch im Nachwort erwähnt wurde, ob es sich nicht doch um einen weiteren Traum des Protagonisten handelte. Das werden wir nie erfahren, dennoch kann jeder Leser in einer der beiden Figuren Beistand finden. Sei es die unerwiderte Liebe oder doch die Rückkehr des Geliebten.
Eine Geschichte über eine unerfüllt Liebe !
"Weiße Nächte" von Fjodor Dostojewski ist ein sehr kurzes Buch mit einem anspruchsvollem und poetisches Schreibstil. Hier geht es um einen jungen Mann, der sich selbst als Träumer bezeichnet, der in seinen eigenen Gedanken ziemlich verloren und zurückgezogen lebt. Eines Tages trifft er auf ein junges und trauriges Mädchen. 4 Nächte in Folge treffen sich nun die beiden und erzählen sich ihre Geschichte. Der junge Mann ist schnell ergriffen von der zarten Zerbrechlichkeit und der Schönheit des Mädchens. Er verliebt sich, doch das Herz des Mädchens hat seinen Platz bereits anderweitig gefunden... Nun was soll ich sagen, manchmal brauche ich für die kürzesten Geschichten, am Längsten. Da dieses Buch aus dem Russischen übersetzt worden ist, sind mir einge Passagen sehr schwer gefallen zu lesen. Vieles hat in der Übersetzung keinen bis wenig Sinn ergeben und ich musste mehrfach lesen, um zu verstehen. Auch wenn der Schreibstil sehr poetisch ist, empfand ich es gerade bei der Lebensgeschichte des Mannes sehr langwierig und schwer beim Buch zu bleiben. Letztendlich ist die Übermittlung der Geschichte, dass Liebe auf vielen Ebenen bestehen kann, dass Liebe ohne Groll sein darf und dass Vergebung nur mit Liebe möglich ist, eine überaus wichtige und schöne. Dennoch hat mich das Buch leider nicht so recht mitrissen können. ⭐️⭐️⭐️

Unerwartet!
Es war so schön umschrieben. Ich habe es mit einem Zug durchgelesen, konnte es einfach nicht weglegen! Um ehrlich zu sein, hat mich TikTok beeinflusst dieses Buch zu kaufen & nach längerem Überlegen, habe ich es dann letztendlich gekauft. Ich fand die Geschichte extrem schön umschrieben. Noch nach Tagen habe ich über dieses Buch nachgedacht. Das Ende war extrem traurig & hat mich getroffen. Genau so wie ich es liebe! Einsam, ein Mann der zu sehr liebt - Das will ich! Wunderschön!

„Deine Hand ist kalt, die meine ist fiebernd heiß. Wie blind du bist, Nastenka“
Eine Zeitreise die doch noch recht zeitgemäß ist. Dostoevsky gibt mit „Weiße Nächte“ einen Einblick in den Verstand eines einsamen Träumers. Der Erzähler begegnet und verbindet Einsamkeit und Sehnsucht auf eine melodramatische Art und Weise. Nastenka und der Erzähler bauen schnell eine innige Verbindung auf. Sie scheint der vermeintliche Anker und Pfeiler seines Glücks. Und während man eigentlich nur Mitleid mit den beiden für ihre Naivität verspürt, erkennt man doch heute - 177 Jahre später - noch immer das menschliche Herz, die selbe Überschwänglichkeit wieder. Ich mag den typisch ausschweifenden und melancholischen Schreibstil sehr. Klare Empfehlung wenn man in die Klassiker des 19. Jahrhunderts bzw Realismus eintauchen möchte. Die wenigen Seiten helfen außerdem schnell durch das Buch zu kommen.
Mitreißend, dramatisch, aber irgendwas fehlte...
Das Buch besteht aus drei Kurzgeschichten, deren inhaltlicher Zusammenhang mir nicht ganz schlüssig war. Die ersten beiden ("Weisse Nächte" und "Ein schwaches Herz") haben mich zum Teil mitgerissen, zum Teil aber auch etwas irritiert und gelangweilt. Sie bestehen größtenteils aus Dialogen, die auf mich teilweise zu dramatisch wirkten und deren Inhalt sich im Kern immer wiederholt hat. Die Gefühlslagen der Charaktere wurden daher aber sehr deutlich und waren sehr einnehmend. Die jeweiligen Enden waren mir aber zu abrupt und es fehlte mir insgesamt das gewisse Etwas.
Dostojewksis Schreibstil ist einfach so schön.
„Weiße Nächte“ erzählt von einem einsamen jungen Mann, der bei einem nächtlichen Spaziergang in Sankt Petersburg einer ebenso einsamen jungen Frau begegnet. Zwischen beiden entwickelt sich in wenigen Nächten eine besondere Nähe, die irgendwo zwischen Freundschaft und Liebe liegt. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen; feinfühlig, poetisch, stimmungsvoll. Auch die Freundschaft und die zaghaften Gefühle zwischen den beiden Figuren sind überzeugend und schön beschrieben. Ganz erreichen konnte mich die Geschichte emotional nicht, aber sie ist ein starker, lesenswerter Klassiker, der viel in wenig Raum erzählt.

„Ich schämte mich, glücklich zu sein, während andere leiden.“
„Weiße Nächte“ war mein erstes Buch von Fjodor Dostojewski, und zuerst habe ich die Geschichte auf Deutsch gelesen, und dabei hatte ich Schwierigkeiten, richtig hineinzufinden. Die Sprache wirkte auf mich manchmal etwas schwerfällig oder plump – ich verstand zwar, was Dostojewski ausdrücken wollte, aber der Text fühlte sich nicht flüssig an. Dann habe ich begonnen, ihn auf Russisch zu lesen, und das war komplett anders. Auf Russisch wirkt die Erzählung unglaublich poetisch, melancholisch und feinfühlig. Man versteht die Gedankengänge des Erzählers viel tiefer und spürt seine Einsamkeit und Sehnsucht fast körperlich mit. Kurz gefasst geht es um einen jungen Mann in Sankt Petersburg, der die sogenannten „weißen Nächte“ erlebt – jene hellen Sommernächte, in denen es kaum dunkel wird. Er ist ein einsamer, verträumter Mensch, der plötzlich einer jungen Frau begegnet. Zwischen den beiden entsteht eine zarte, intensive Verbindung. Sie treffen sich mehrere Nächte lang, sprechen über ihre Gedanken, Gefühle und Sehnsüchte – und der Erzähler verliebt sich in sie. Doch am Ende wendet sich alles tragisch. Ich kann also gut nachvollziehen, wenn man es auf Deutsch liest, dass man vielleicht keinen Zugang findet oder die Tiefe der Gefühle nicht nachvollziehen kann. Ich fand es schön, wie Dostojewski in einer so kurzen Erzählung die ganze Bandbreite menschlicher Einsamkeit, Sehnsucht und unerfüllter Liebe darstellen kann.
Ich traue mir keine großen Werke Russischer Autoren zu, da mich ihre Werke dennoch interessieren lese ich gerne die kurzen Werke. Hier haben wir einen Träumer in Sankt Petersburg, der eines Nachts die 17 jährige Nastenka kennenlernt. Sie treffen sich die nächsten Tage, immer um die selbe Uhrzeit am selben Ort. Sie erzählen aus ihrem Leben, ihrer Vergangenheit und lernen sich so kennen und auch lieben. Es ist jedoch eine Unerfüllte Liebe. Es lässt sich viel leichter lesen, wie ich mir vorstelle das die großen Werke geschrieben sind, trotzdem habe ich es stückeln müssen da es mir für Am-Stück-Lesen zu viele Gedanken auf einmal waren. Es ist eine Geschichte die einen traurig macht, Dostojewski hat ein Talent für Gefühle. Man versteht den Träumer und fühlt mit, man will das diese Liebe etwas wird und zerbricht an der Enttäuschung. Wer sich wie ich vor den Dicken Büchern fürchtet, kriegt hier einen guten Einstieg. Aber auch für Routinierte Leser ein vergnügen.
Melancholie und Hoffnung in vier Nächten
Fjodor Dostojewskis Novelle Weiße Nächte entführt uns in die melancholische Atmosphäre der sommerlichen Nächte Sankt Petersburgs und erzählt die Geschichte eines einsamen Träumers, der auf die junge Nastenka trifft. In vier nächtlichen Begegnungen offenbaren sie einander ihre tiefsten Sehnsüchte und Hoffnungen, wobei die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Dostojewski zeichnet dabei Charaktere von bemerkenswerter Tiefe und Komplexität, deren emotionale Intensität den Leser unmittelbar berührt. Diese kurze Erzählung wird von vielen als einfühlsamer Roman über die Gefühle der Jugend, das Schwärmen und die Leidenschaft beschrieben . Einige Leser empfinden jedoch die Monologe des Protagonisten als langatmig und die Handlung als vorhersehbar . Dennoch bleibt ‘Weiße Nächte’ ein empfehlenswerter Einstieg für jene, die die klassische russische Literatur entdecken möchten.

„Ich verstehe nicht zu schweigen, wenn das Herz in meiner Brust redet.“
Wow ❤️🩹 Es war mein erstes Buch von Dostojewski und definitiv nicht mein letztes ! Ich hab alles daran geliebt. Ich habe so viel in dem Buch markiert. Es gab viele wunderschöne Zitate und Stellen zum nachdenken. Es war einfach ein richtig gutes Buch. Sehr empfehlenswert!

„Warum macht auch der beste Mensch immer den Eindruck, als verheimliche und verschweige er den andern etwas? Warum spricht man das, was man auf dem Herzen hat, nicht geradezu und ohne weiteres aus, wenn man doch weiß, dass man es nicht in den Wind spricht?“ Ein Träumer, welcher sich oft in seinen Träumen verrennt und somit ein einsames und nicht erfülltes Leben führt trifft auf ebenfalls eine Träumerin, die davon träumt aus ihrem jetzigen Leben auszubrechen, ihr Herz jedoch noch an ein anderes gebunden ist. Die beiden haben sich davor noch nie getroffen, doch finden über wenige Nächte hinweg und lange Gespräche, Trost in deren gegenseitigen Lebensgeschichten. Es ist eine Liebesgeschichte, aber vor allem eine über eine unerwiderte Liebe, die einem komplett das Herz zerbricht. Ich habe bei diesem Buch alle Emotionen gefühlt. Eine Geschichte, die ich stets im Herzen behalten werde.
Sehr bewegend. Ich bin über meinen Buchclub sehr glücklich, denn ich hatte anschließend Redebedarf!
Ein Side-Read der Klassiker des Monats war dieses wundervolle Buch. Ich bin so froh es gelesen zu haben! Sehr bewegend und voller Emotionen und Tiefe wird von Dostojewsky eine wundervolle, eindringliche und ergreifende Geschichte erzählt. Der Fokus liegst auf den allzu menschlichen Gefühlen, irgendwo zwischen Einsamkeit, Verzweiflung, Zukunftsängsten, Vertrauen und Verliebtheit. Wer mal einen Blick in die Welt der Klassiker werfen will und Angst vor vielen geschwollenen, verzweigten und verschachtelten Sätzen hat, dem kann ich “weiße Nächte” nur ans Herz legen! Romantisch, schön geschrieben, leicht verständlich und sehr spannend wird eine Gefühlswelt offengelegt, die einfach mitreißend wirkt.

Romantik pur
Für mich ist das ein reread, und auch beim zweiten Mal war es für mich schwierig die Sprache zu verstehen. Ich bin aber immer noch sehr verliebt in das was ich dann verstehe 😜 ein wunderschöner Klassiker. Es ist pure Romantik und auch traurig. Ich habe es als e Book , und jetzt als Hörbuch gehört/gelesen. Und möchte es mir auch noch als hardcover kaufen. Also werde ich es ein drittes Mal lesen, bis ich 5/5 Sterne geben kann. Den ich weiß wie schön dieser Roman ist. Nur muss ich mit der Sprache besser klar kommen 😅

„Your hand is cold, mine burns like fire, how blind you are, Nastenka“
Dieses Buch war so verdammt traurig. Es ist das erste Buch, das ich von Dostojewski gelesen habe, und ich fand das Ende wirklich wunderschön geschrieben. Anfangs fiel es mir schwer, mich in die Geschichte hineinzuversetzen, aber schon nach ein paar Seiten ließ sie sich sehr gut lesen. Ich hatte zwar schon gehört, dass Weiße Nächte ein trauriges Ende hat, aber trotzdem hat es mich hart getroffen.
Wunderschöne Liebesgeschichte mit unvergleichlicher Sprache
das war mein erstes buch von dostojewski und ich bin begeistert. die sprache in diesem buch ist unvergleichlich schön und passt zu dieser geschichte über bedingungslose liebe. der protagonist liebt nastenka und verhilft ihr aber dennoch zum glück mit einem anderen mann. er liebt in diesem moment also bedingungslos, er denkt nicht an sich selbst, sondern nur an ihr glück. ich finde diese bedingungslose liebe, bei der man nicht an seinen eigenen nutzen denkt, sondern lediglich an das glück der anderen person, wurde hier wunderschön verdeutlicht und zeigt für mich den wahren sinn von liebe. dass man nicht lieben sollte, um zurück geliebt zu werden. ist nicht genau das wahre liebe? einen menschen zu lieben, obwohl er dich nicht liebt? einen menschen zu lieben, ohne einen nutzen daraus zu ziehen, ohne egoistisch zu sein, sondern rein der liebe und des menschen wegen? ich denke, diese geschichte greift den wahren sinn von liebe auf. nastenka hingegen verhält sich ganz anders als der protagonist und hört auf, diesen mann zu lieben, nur weil er ihr für einen moment lang keine wertschätzung bzw. liebe gab. diese gegenüberstellung finde ich sehr interessant.
Wo Wirklichkeit und Sehnsucht sich wie Nebelschwaden umarmen 🌒
Dostojewski führte mich durch das traumverhangene St. Petersburg, wo Wirklichkeit und Sehnsucht sich wie Nebelschwaden umarmten. Der namenlose Träumer – ein Wanderer durch die eigene Einsamkeit – begegnet Nastenka, einer Gestalt, so flüchtig und doch so voller Leben, dass sie dem Dunst dieser weißen Nächte fast zu entgleiten scheint. In ihrer Begegnung entfaltet sich ein Dialog, nicht nur zwischen zwei Seelen, sondern zwischen Hoffnung und Enttäuschung, zwischen dem Wunsch, geliebt zu werden, und der Notwendigkeit, loszulassen. Es ist keine Handlung, die einen mitreißt, sondern ein Gefühl, das sich langsam einnistet, leise, aber eindringlich.

Therapybedürftig, alle beide!
Nateska hat Angst vorm einsam sein und Er ist schon loco sich so schnell zu verlieben. Er jammert auch sehr viel und ist weniger ein Macher. Nastenka heult wegen Macker 1 rum und es entsteht eine komische Abhängigkeit mit Verknüpfung an Versprechungen. Friedjof schreibt sehr Leidenschaftlich und man verliert sich in den endlosen Sätzen ohne Punkt und Komma, bis man die Seite neu anfangen muss. (Habe schon mitgefiebert und Ende war bodenlos und für beide verdient)
„Weiße Nächte“ von Fjodor Dostojewski erzählt die Geschichte eines einsamen Träumers in St. Petersburg, der während der hellen Sommernächte eine junge Frau namens Nastenka trifft. Der namenlose Erzähler, der sich in eine romantische Fantasiewelt flüchtet, fühlt sich durch ihre Offenheit zum ersten Mal wirklich gesehen und verstanden. Sie jedoch wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr eines Mannes, dem sie einst ihr Herz versprochen hat. Während sie sich in mehreren Nächten treffen, wächst seine Liebe zu ihr und er hofft, sie für sich gewinnen zu können. Als der Geliebte schließlich wieder auftaucht, entscheidet sich Nastenka für ihn, und der Erzähler bleibt allein zurück, aber mit dem schmerzhaften Bewusstsein, wenigstens einen kurzen Moment des Glücks erlebt zu haben. Zentrale Themen sind Einsamkeit, romantische Sehnsucht, Illusion versus Realität sowie die Flüchtigkeit von Glück. Dostojewski zeigt den Konflikt zwischen introvertiertem Wunschdenken und der harten Wahrheit des Lebens: Liebe lässt sich nicht erzwingen, und manche Menschen begegnen uns nur kurz, hinterlassen aber einen tiefen Eindruck. Das Buch ist äußerst atmosphärisch beschrieben une dennoch spürt man die Illusion. Verstärkt wird dies durch die Illustrationen, die etwas verwischt und unscharf sind.
Winterzeit ist Klassiker-Zeit Ein Literarisches Meisterwerk
„Welche Kraft hat in diesen trauri-gen, nachdenklichen Augen solches Feuer entzündet? Was hat ihr das Blut in die blassen, eingefallenen Wangen getrieben? Was hat die zarten Gesichtszüge mit Leidenschaft übergossen?“ Dostojewski hat einen unvergleichlichen Schreibstil. Die Leidenschaftlichkeit mit der er die Handlung beschreibt, hält einen oft mehr im Bann, als die Handlung selbst. „Weil es Augenblicke gibt, wo mich solcher Gram, so unbeschreiblicher Gram verzehrt... Weil es mir in solchen Augenblicken vorkommt, daß ich nicht mehr fähig sei, ein wirkliches Leben zu leben; weil ich schon oft glaubte, jeden Takt, jeden Sinn für das wahre, wirkliche Leben verloren zu haben; weil ich mich oft verdammt habe; weil nach meinen phantastischen Nächten Augenblicke der Ernüchterung kommen, die wahrhaft schrecklich sind! Und dabei muß ich hö-ren, wie rings um mich die Menschen toben und sich im Strudel des Lebens drehen; muß hören und sehen, wie Menschen leben, wie sie ein wirkliches, greifbares Leben leben, daß ihnen das Leben offen steht, daß es ihnen nicht wie ein Traumgesicht ent-schwebt, daß es sich ewig aus sich selbst erneut und verjüngt, daß keine Stunde dieses Lebens einer andern gleicht (…)“ Von diesen zwei Geschichten und einer wirklich kurzen zusätzlichen, hat mir die zweite am meisten gefallen, wenngleich alle eine hervorragende Aussagekraft haben, die noch immer durch Aktualität glänzen. „Niemand ließe sich leichter betrügen als sie in diesem Augenblick; in ähnlicher Lage ist ja jeder Mensch für Trost empfänglich und froh, wenn man ihm auch nur den Schatten einer Rechtfertigung vorbringt.“ Klare Empfehlung ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Still und heimlich schlich sich diese Geschichte in mein Herz- um es zu brechen.
Das Buch ist schwer in Worte zu fassen. Anfangs wusste ich nicht recht etwas damit anzufangen, aber still und heimlich schlich sich diese Geschichte in mein Herz - um es zu brechen. Nichtsdestotrotz ein guter Einstieg in das Klassiker-Genre, um ein Gefühl für die Sprache zu bekommen. Die Übersetzung des Insel Verlags gefiel mir auch deutlich besser und kam mir um einiges zugänglicher vor, als die aus dem Anaconda Verlag
✨„𝐃𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐇𝐚𝐧𝐝 𝐢𝐬𝐭 𝐤𝐚𝐥𝐭, 𝐝𝐢𝐞 𝐦𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐚𝐛𝐞𝐫 𝐡𝐞𝐢ß 𝐰𝐢𝐞 𝐅𝐞𝐮𝐞𝐫.“🌙
Jahreshighlight zum Abschluss!💫 Ein absolutes Meisterwerk der Melancholie, Isolation, Einsamkeit & Liebe🥰 Ich habe es verschlungen, gefühlt, geliebt & mitgelitten. Dieser Träumer, das bin ich ebenfalls. Diese Gefühle des Protagonisten, seine Gedanken & seine Liebe zu Nastenka- wow. Wie sagt man so schön? „He was just a chapter in her life. She was his whole book“ Muss man definitiv gelesen haben!🌙

Kurzweilig aber sehr poetisch
Ein Vorsatz für das Neue Jahr waren definitiv Klassiker und so kam ich auch zu diesem Werk hier. Anfänglich hatte ich noch so meine Schwierigkeiten mit der Sprache, fand mich aber schnell zurecht und konnte in das Leben der beiden Protas komplett versinken. als einsamer Träumerle auf der Suche nach dem Sinn und als verschmähte Frau in Trauer gefangen treffen sich die beiden und verbringen ein paar wortgewandte Nächte miteinander in denen sie sich gegenseitig das Herz ausschütten. Ich fand es eine wirklich schöne Geschichte die einfach ans Herz geht. Ich werde definitiv mehr von ihm lesen!

Ein schmerzhaft schöner Klassiker!
Ich habe jede einzelne Zeile verschlungen! Dieses Buch hat mich komplett eingenommen. Dostojewskis Sprache ist so melancholisch, roh und gleichzeitig unglaublich zart. Einzigartig. Die Geschichte handelt von einer unerwiderten Liebe und von Einsamkeit. Ein zurückgezogener, träumerischer Mann begegnet zufällig der jungen Nastenka, und in vier Nächten erzählen sie sich ihr Leben, ihre Sehnsüchte und ihre Ängste. Es passiert nicht viel und gleichzeitig passiert emotional sehr sehr viel. Ich glaube, jede Frau kann Nastenka verstehen und mit ihr mitfühlen. Mir tat aber auch der Erzähler unfassbar leid. Seine Gefühlswelt hat mich richtig getroffen. Dieses stille Hoffen, diese Zerbrechlichkeit, diese Einsamkeit …es tat weh. Die Bücher von Dostojewski sind meistens teils autobiografisch. In „Weiße Nächte“ z.B. wird der Erzähler oft als „Träumer“ bezeichnet und genau so beschrieb sich Dostojewski selbst in jungen Jahren. Außerdem frage ich mich hinterher: verliebte sich der Erzähler in Nastenka selbst oder in die Möglichkeit, endlich nicht mehr allein zu sein… sehr sehr spannend! Was denkt ihr? Für mich definitiv ein Highlight und der Grund, warum ich unbedingt mehr von Dostojewski lesen möchte🫶

Hat mir nicht so viel gesagt
Ich kenne und liebe Dostojewski durch „Schuld und Sühne“ und die „Brüder Karamasov“. Mit „Weiße Nächte“ konnte ich leider nicht so viel anfangen. Vielleicht steht die leichtere Kost Dostojewski nicht so gut, er scheint mir hier jedenfalls nicht in Höchstform zu sein. Der Klappentext klang vielversprechend und ich mag auch romantische Bücher über unerfüllte Liebe. Aber hier kam ich so gar nicht rein. Die Sprache (übersetzt von Hermann Röhl) erschien mir etwas blümelig angestaubt, die Gedanken, Gefühle und Handlungen der beiden Figuren kamen mir schräg und wenig nachvollziehbar vor. Da ist jemand jahrelang oder immer schon einsam, verliebt sich dann Hals über Kopf auf einem nächtlichen Spaziergang in eine, deren Herz schon vergeben ist und … hm. Viel mehr ist nicht los. Schade, Dostojewski kann mehr!.
3,4/5 ⭐⭐⭐ Weisse Nächte ist meine erste Kurznovelle von Dostojewski. Ich muss sagen, der Schreibstil war sehr gewöhnungsbedürftig. Man merkt, dass Dostojewski zu einer anderen Zeit und in einem anderen Land gelebt hat. Die Wortwahl ist hochtrabend und manchmal hatte ich das Gefühl nicht zu verstehen, was gesagt wird, obwohl so viel gesagt wurde. Als ich dann rein gekommen bin, habe ich die Geschichte schätzen gelernt. Es behandelt die Geschichte eines Mannes, der sich selbst als Träumer bezeichnet, und sich schnell in eine Frau verliebt. Es behandelt Themen der unerfüllten Liebe und wenn man ausblendet, dass diese Geschichte sich in nur wenigen Tagen abspielt und das Mädchen 17 und der Mann 27 Jahre alt sind, ist die Art, wie Dostojewski Gefühle beschreibt doch sehr fesselnd. Dramatisch. Intensiv. Mir gefällt, wie Dostojewski Emotionen beschreibt in einem Menschen.
Poetischer Herzschmerz
Ein schöner Klassiker, sehr poetisch geschrieben und lässt sich auch für Anfänger gut lesen. Das Ende kam für mich sehr unerwartet und man lebt einmal alle Gefühle durch. Werde ich vermutlich irgendwann nochmal lesen, ist durch die kurze Länge auch für „Zwischendurch“ gut geeignet ✨
























































