We Were Eight Years in Power

We Were Eight Years in Power

Softcover
4.46

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

THE NEW YORK TIMES BESTSELLER

'I've been wondering who might fill the intellectual void after James Baldwin died. Clearly it is Ta-Nehisi Coates' Toni Morrison

'Searing. One of the foremost essayists on race in the West... [He] is responsible for some of the most important writing about what it is to be black in America today' Nikesh Shukla, editor of The Good Immigrant

An essential account of modern America, from Obama to Trump, from black lives matter to white supremacists rising - by the bestselling author of Between the World and Me

Obama's presidency was a watershed moment in American history. From 2008-2016, the leader of the free world was a black man. In those eight years, Obama transformed the conversation around race, gender, class and wealth - inspiring hope but also attracting criticism and breeding discontent.

In this unflinching book, Ta-Nehisi Coates takes stock of Obama's eight years in power, through such iconic, unmissable essays as 'Fear of a Black President' and 'The Case for Reparations'. His account traverses the intersections of the political, the ideological and the cultural, presenting an America in radical flux and yet still in the grip of racial injustice, class warfare and institutional conspiracy. And it reflects on the author's own journey through these eight years, charting the public through the private in passages of startling intimate and piercingly relevant memoir.

Ta-Nehisi Coates is one of our most brilliant, most fearless and most essential living writers - and his work is crucial to understanding race in America today.

Finalist for the Los Angeles Book Prize 2018
Longlisted for the Andrew Carnegie Medal for Excellence 2018

RAVE READER REVIEWS:

'Brilliantly written, incisive, and extremely relevant. Read it with your families, use it in your classrooms, give copies to your friends' (Liz)

'Coates thinks more deeply and writes more clearly about the national tragedy and disgrace that is our collective failure to confront the legacy of White Supremacy than just about anyone... I can't recommend it highly enough' (Worddancer Redux)

'Every white person who wants to really know how it looks from 'the other side' should take on the responsibility of reading Coates' eye-opening, informative book... A must read for everyone of every colour' (Indy JV)

'A masterful understanding of how the USA really works' (shedgirl)

'If you want to know the wellsprings of racism in America - then read this book!' (David C. R. Hancock)

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Politics
Format
Softcover
Pages
384
Price
15.50 €

Posts

1
All
5

Als 2008 mit Barack Obama zum ersten Mal ein Afroamerikaner zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, wurde dies von vielen als Meilenstein im Kampf gegen den Rassismus im Land gefeiert. Die Karriere von Ta-Nehisi Coates als Journalist begann damals gerade, er schrieb einen Blog für die Zeitschrift The Atlantic. Im vorliegenden Buch sind acht Essays vorhanden, die Coates während der Amtszeit von Barack Obama für den Atlantic schrieb. Sie befassen sich mit verschiedenen Aspekten des Rassismus in den USA und der Präsidentschaft Obamas. Ich begann mit dem Hören des Hörbuchs kurz vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen, denn ich wusste, dass in dem Buch auch darauf eingegangen wird, wie es zur Wahl von Donald Trump kommen konnte. Und mit Joe Biden trat der Vizepräsident Obamas gegen diesen an. Das Buch beschäftigt sich jedoch keineswegs ausschließlich mit Obamas Präsidentschaft. Im ersten Essay „This Is How We Lost to the White Man“ etwa erläutert Coates das Phänomen des „schwarzen Konservatismus“, vornehmlich am Beispiel des Schauspielers Bill Cosby. Gleich ein Thema, über das ich wenig wusste. Konservativen Afroamerikanern geht es häufig darum, dass nicht länger die ganze Schuld (aus ihrer Sicht) auf die Weißen zu schieben, sondern die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Sie kritisieren oft Aspekte, die in der schwarzen Bevölkerung eine große Rolle spielen, wie Schwangerschaften bei Teenagern. Coates kritisiert diese Einstellung und bringt stichhaltige Argumente. Dass auch Barack Obama innerhalb des afroamerikanischen Spektrums eher auf der konservativen Seite steht, hat mich zunächst überrascht, wenn man darüber nachdenkt, ist das aber durchaus nachvollziehbar. In einigen Essays nennt Coates auch Beispiele dafür, wie Obama darauf achten musste, sich in seinen Statements nicht zu eindeutig auf die Seite der Schwarzen zu stellen, und wie er sofort von seinen weißen Gegnern abgestraft wurde, wenn er dies einmal tat. Ta-Nehisi Coates konnte Obama während seiner Amtszeit mehrere Male interviewen. In einem solchen Interview gegen Ende der Präsidentschaft äußerte Obama auch, wie sich viele offenbar vorstellten, er könne als Präsident alles tun, was er wolle. Wie sehr ihm oft die Hände gebunden waren, sollte allen bewusst sein. Besonders kontrovers ist der Essay „The Case for Reparations“, in dem Coates Argumente dafür vorbringt, dass die USA ihrer afroamerikanischen Bevölkerung Reparationen zahlen sollten. Dies ist sicher weit davon entfernt, ernsthaft von der amerikanischen Regierung in Betracht gezogen zu werden, aber Coates Argumente sind schlüssig. Das Wort „eigentlich“ schwebt da im Raum. Ta-Nehisi Coates Texte zeigen, wie zutiefst rassistisch die Vereinigten Staaten in weiten Teilen nach wie vor sind. Ausführlich geht er etwa darauf ein, wie der „War on Drugs“ vor allem auf Afroamerikaner abzielte (der Besitz „weißer“ Drogen wurden etwa viel milder bestraft), wie katastrophal die Gefängnispolitik der USA für die schwarze Bevölkerung ist, wie stark Schwarze bei Wahlen benachteiligt werden. Die Texte haben ein hohes intellektuelles Niveau, nicht umsonst wird Coates heute als "die schwarze Stimme Amerikas" angesehen. Das Buch ist rundum empfehlenswert. Der Untertitel des Buches „Eine amerikanische Tragödie“ kommt nicht von ungefähr. Was Obamas Präsidentschaft angeht, ist der Schluss, den ich aus „We Were Eight Years in Power“ ziehe, besonders tragisch. Denn ein schwarzer Präsident, der für die White Supremacy des Landes eigentlich nicht sein durfte, machte es erst möglich, dass ein völlig inkompetenter Social Media-Star, von dem ich es nicht über mich bringe, ihn als Politiker zu bezeichnen, gewählt werden konnte. Er versprach, Obamas Errungenschaften rückgängig zu machen. Trump ist die Rache der White Supremacists für Präsident Obama. Zum Hörbuch: Beresford Bennet liest das Hörbuch sehr gut verständlich und ausdrucksvoll. Bei Zitaten wendet er auch den jeweiligen Akzent der zitierten Person an. Ein wenig hat mich gestört, wie er beim Zitieren von Frauen seine Stimme etwas verstellte, das wäre denke ich nicht nötig gewesen.

Create Post