Watchmen

Watchmen

Softcover
4.5150
KlassikerGraphic NovelDauersellerComic

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Description

Watchmen von Kult-Autor Alan Moore gilt als einer der bedeutendsten und besten Comics aller Zeiten und konnte dank seiner Einzigartigkeit mehrere Eisner Awards, die Oscars der Comicbranche, gewinnen. Watchmen ebnete den Weg für Comics wie wir sie heute kennen und verlieh dem Superheldengenre bis dato ungeahnte Tiefe. Die düstere Geschichte wird dabei stets passend von den detailverliebten Zeichnungen von Dave Gibbons illustriert. Das Werk erhielt zudem einen Hugo Award und wurde vom Time Magazine in die Liste der hundert besten englischsprachigen Romane seit 1923 aufgenommen. Das Musikmagazin Rolling Stone nannte Watchmen „unvergleichlich“, die New York Times Book Review „atemberaubend komplex“, und für Entertainment Weekly ist es schlicht „ein Meisterwerk“.

Book Information

Main Genre
Comics
Sub Genre
European Style
Format
Softcover
Pages
436
Price
36.00 €

Posts

9
All
5

"Wer wacht über die Wächter?" Eine Graphic Novel, die eindrucksvoll zeigt, was dieses Genre eigentlich kann & das bei aller Liebe zu Superhelden doch die Frage bleibt, wie es wäre, gäbe es sie wirklich.

Alan Moores Graphic Novel hat etwas geschafft, was bisher keine andere geschafft hat: Sie wurde vom Time Magazine zu den besten Romanen aller Zeiten gezählt. Ich habe das Gefühl, dass diese Art von Geschichte noch immer oft unter Wert betrachtet wird. Graphic Novels sind irgendwie nerdy, werden aber vor allem oft belächelt. Irgendwie schade, denn wie viel Potenzial in diesen steckt, zeigt "Watchmen" auf eine eindrucksvolle, wie auch brutale Weise. Da ich Superhelden liebe, egal ob DC oder Marvel und "Watchmen - Die Wächter" zu meinen absoluten Lieblingsfilmen zähle, musste ich den Graphic Novel endlich lesen. Kleiner Fakt zu Anfang: Auch "V wie Vendetta", dessen Verfilmung ich ebenfalls liebe, stammt aus der Feder von Alan Moore. Und auch der beliebte, äußerst heftige "Batman: The Killing Joke" stammt von ihm. Die Geschichte und die Zeichnungen der Watchmen sind kompromisslos, brutal, derb, roh und äußerst passend zur Storyline. Der Zeichenstil wird sicherlich nicht jedermanns Sache sein, ich empfand ihn als passend. Die Story selbst ist recht komplex, überraschend verwoben und obwohl ich den Film kannte, hat mich die Graphic Novel begeistern können, als würde ich die Geschichte zum ersten Mal erleben. Die Geschichte spielt in New York im Jahre 1985 einer alternativen Welt. Alle fürchten den nahenden 3. Weltkrieg, die Vereinigungen dieser und die Maskierten selbst, sind längst verboten. Die Welt ist düster, hoffnungslos und verkommen. Weniger gezeichnet von der Frage, ob es zu erneuten Ausschreitungen unvorstellbaren Ausmaßes kommen wird als von der danach, wann es so weit ist. Wir begleiten mehrere der ehemaligen Wächter, von dem scheinbar total wahnsinnigen Rorschach (dessen Name am Rorschach-Test angelehnt ist und dessen Maske auf jedem Panel anders aussieht, ein wunderbares Detail), bis zu Dr. Manhattan, der sich, als durch ein Experiment entstandener Übermensch, immer weiter von seiner ursprünglichen Art zu entfernen scheint. Wir erfahren einiges aus der Vorgeschichte der Maskierten, bekommen Einblicke in ihre Psyche und ihr Leben vor der Maske. Zwischen den insgesamt 12 Kapiteln gibt es immer wieder Einblicke in Autobiographien, Zeitungsartikel oder psychiatrische Gutachten der ehemaligen Wächter, die die Geschichte noch greifbarer und interessanter gestaltet haben. Ein interessantes Detail ist hier auch der Comic im Comic. Da Superhelden in der Welt der "Watchmen" existieren, sind es nicht sie, die sich bei den dortigen Comicfans großer Beliebtheit erfreuen, sondern die Piraten. Die Charaktere waren allesamt auf ihre Weise gezeichnet von einer Welt, die so dringend Helden brauchte, aber deren Helden doch (nahezu) alle nur einfache Menschen waren. Das Ende war heftig. Die ganze Geschichte spielt mit dem moralischen Empfinden und geht weit über die Grenzen jeglicher moralischen Handlungen hinaus. Sie zeigt einmal mehr, dass im Zusammenhang mit Superhelden viele Fragen entstehen und durch diese nicht unbedingt alles besser werden würde. Die Geschichte wird noch lange nachwirken. Wer mit Brutalität und ungeschönten Bildern nichts anfangen kann, für den ist dieser Graphic Novel sicherlich nichts. Auch sollte man meiner Meinung nach mindestens 18 Jahre alt sein, wenn man ihn liest, denn der Inhalt ist heftig (der Film ist übrigens ab 16 Jahren freigegeben). Für all die, die eine komplexe, düstere, erschreckende und brutale alternative Comicwelt erkunden möchten, ist dieser Graphic Novel eine absolute Empfehlung. Ein fantastisches Stück dunkler Comickunst, das erzählerisch mit vielen Romanen mithalten kann.

"Wer wacht über die Wächter?"

Eine Graphic Novel, die eindrucksvoll zeigt, was dieses Genre eigentlich kann & das bei aller Liebe zu Superhelden doch die Frage bleibt, wie es wäre, gäbe es sie wirklich.
4.5

Quis custodiet ipsos custodes?

Was für eine Wucht. Diese Graphic Novel hat mich wahrlich umgehauen. Ich habe das Gefühl, dass Graphic Novels oft noch als nicht ernst zunehmende Kunstform degradiert werden. Allen, die so denken sollten, lege ich dieses Werk an die Hand. Es ist so bedeutend, dass es von der Times sogar in die Auswahl der hundert besten Romane des 20. Jahrhunderts aufgenommen wurde. Als einzige Graphic Novel. In einer alternativen Realität haben sich maskierte Rächer darangemacht dem Verbrechen Einhalt zu gebieten. Als dies jedoch staatlich Verboten wurde, mussten sie sich anderen Aufgaben widmen. Als einer von Ihnen umgebracht wird kommt der Verdacht auf, dass ein „Maskenmörder“ Jagd auf die ehemaligen „Helden“ macht. Diese Geschichte hat so viel zu bieten. Einerseits eine spannende Superhelden Geschichte mit vielen Helden und Antihelden. Aber dieser Aspekt steht nicht sehr stark im Fokus. Alle, die damit nichts anfangen können, können trotzdem Spaß mit dieser Geschichte haben. Es behandelt auch eine Krimigeschichte und noch so viel mehr. Es geht um alternative Geschichtsschreibung, die tatsächliche Ereignisse aus der amerikanischen Geschichte verdreht, was ich immer schon super spannend finde. Zudem wird sich mit essenziellen menschlichen Fragen beschäftigt, was ist Gut und Böse, wie weit darf man gehen um das Wohl der gesamten Menschheit zu sichern? Zudem hat Alan Moore damit einen absolut bissigen Kommentar auf die amerikanische Politik der 70/80er Jahre abgegeben. Dies wurde wirklich großartig von Dave Gibbons illustriert. Ich habe noch nie eine so eindrucksvolle Graphic Novel gelesen. Kein Wunder, dass die Geschichte mehrfach filmisch aufgesetzt und fortgeführt wurde. Sie ist so detailliert und durchdacht, dass man sich ewig damit beschäftigen könnte. Ich war selbst nie ein großer Comic Fan. Aber diese Geschichte ist wirklich für alle Leser*innen interessant.

5

Ein düsteres Superhelden-Epos, dass niemals vergessen wird.

Wer sich für anspruchsvolle Comics/Graphic Novels begeistern kann, ist bei diesem Exemplar und dicken Wälzer sehr gut beraten. Diese Geschichte erzählt von einer Gruppe Superhelden, die viele Jahre zusammen die Welt gerettet haben. Doch Jahre später, nachdem sie sich alle zurückgezogen haben, wird einer der ihren ermordet und jeder kann der Täter sein? Spannend und anspruchsvoll bis zur letzten Seite. Auch die Verfilmung konnte den Geist dieses Werkes gut einfangen.

4

This was a recommendation by a friend. I can see why it was part of the time's best novels. I enjoyed it, but my thoughts are not very straight. However, if you look for well written female characters, please skip this novel. I wonder why he even bothered to write them in the first place.

5

Mir war bewusst das ich dieses Werk irgendwann mal lesen werde. Jetzt habe ich es beendet und bin froh das es vorbei ist. Natürlich bin ich begeistert ,auch wenn es nicht flüssig zu lesen war.

3

After finally reading the comics I can see why this series has so much impact on many stories up until this day. It reflects the time the comics were written and it also reflects a time today. My problem is, I have seen what the new Watchmen TV series on HBO can do. It takes the story, the legacy of this comic, and transforms it into something that reflects the climate of today in an intricate and poignant way. I haven't seen all episodes yet, but it tells the origin story of Hooded Justice, it has Regina King and Yahya Abdul-Mateen II and riveting way. But still, the comics were entertaining and very thought provoking. I enjoyed my time with them a lot.

1

Ohmigosh, I made it. Clearly not my cup of tea. This couldn't entertain me for a bloody second. I don't care whether it's a classic or not. Murderous and self-destructive anti-heroes are not a novelty. It was back then, fine. But nowadays it can't hold a candle to modern sociopaths roaming the comic-pages. I didn't care about the characters in Watchmen, the political plot, the whole ongoing desaster. The prose is so dull, it made me angry. The artwork is crude. Know how to tell stellar artwork from the rest? Remove the text and it still paints the message it's supposed to carry.

2

It honestly never catched me. Even though it’s a comic I couldn’t really focus on the plot and what is even happening, not sure why. I really like the illustrations and the plot, from what I understood, is good too. It’s just not my type of story. But overall, from a 2026 perspective, you can quite tell that it still fights with stereotypes, especially for the female characters. I didn’t like how certain characters were displayed and the language (e.g. slurs) are viewed as problematic now too. To me that’s a critique point I highly agree with, but kept in mind that it’s an old novel.

4

Wenn ich aus Langeweile nicht ein Erklärvideo gesehen hätte, was wäre passiert, was hätte ich verstanden, worüber hätte ich nachgedacht?
Antworten, die ich nicht finden werde. Doch ich kann sagen, dass mir Watchmen größtenteils gefallen hat. Von den Bildern, zu den Einwürfen nach den Kapiteln und den Symbolen wie das Jon übers Wasser läuft. Jetzt wo mir jemand den Vergleich von Jon zu Superman gegeben hat, von Night Owl und Silk Spectre zur Nostalgie, kann ich sagen, dass es eine clevere Geschichte ist. Nicht alles davon gefiel mir; insbesondere das Comic im Comic (bzw. Graphic Novel) hat mich aufstöhnen lassen. Doch die Perversion von einem Superman-Jesus Verschnitt in Jon, das kritische Schwarz-Weiß-Denken von Rorschach, das offene Ende, das ist so clever für einen Graphic Novel, der zu dieser Zeit herausgekommen ist. Man muss anerkennen, dass es ein gutes Werk ist.
Doch die eigentlich spannende Frage ist doch: Ich habe das Ende in meinen Händen, wofür entscheide ich mich? Die Gerechtigkeit, die zu Leid führen wird und die sich in Rorschachs Händen anfühlt wie einfache Auge-um-Auge Vergeltung? Oder das Unrecht, dass sich nicht schlimm anfühlt und größeres Leid abgewendet hat. Die Bilder helfen bei dieser Frage nicht, denn man muss sich die schlimmen Bilder aus New York anschauen, gleichzeitig sieht man auch Silk Spectre und Night Owl glücklich zusammen. Wofür entscheide ich mich? Ich könnte - und das sei hier nicht anmaßend gemeint - mich für Jons Weg entscheiden: Ein anderes Universum suchen das unkomplizierter ist; das Buch zuschlagen und die Wäsche abhängen, Tagebuch schreiben und aufräumen. Eben das, was heute an diesem Abend noch auf meiner To-do Liste steht. Doch ich will mich nicht zurückziehen, ich will diese Frage für mich erörtern.

Was für das Recht spricht: Was wäre denn, wenn ich Menschen verloren hätte? Was wäre, hätte ich in New York Freunde gehabt, die gestorben wären, wenn ich vielleicht selbst sogar getötet - besser gesagt ermordet - wäre? Es ist nicht fair. Es sollte nicht passieren. Und selbst wenn es alles Fremde gewesen wären, wer bin ich zu sagen, dass es dann in Ordnung ist. Es sind Menschen gestorben. Das ist doch die menschlichste und moralischste Handlung, zu sagen, dass jedes Leben ein Wert hat und dieses Leben geschützt werden muss. Und wenn wir uns in einer Gesellschaft zusammenfinden, wo wir diesen Schutz beanspruchen und jemand diesen Schutz millionenfach durch Mord verletzt, dann muss es eine Bestrafung geben, er kann nicht wie ein Held angesehen werden. Es klingt wie die Rache, die Rorschach verlangt. Der einen Mann nicht strafen, sondern rächen will und dafür den Tod von Milliarden in Kauf nimmt. Doch zweierlei dazu: Wir sind nicht alle Rorschach und das Argument, dass Milliarden gestorben wären, kann und will ich nicht zählen lassen. Wir sind Menschen. Wir sind nicht darauf aus, einander umzubringen. Stanislaw Jewgrafowitsch Petrow verhinderte einen Atomkrieg, einfach weil er wie ein Mensch dachte. Weil er sagte, ich möchte nicht der Zerstörer der Welten sein, wie es Oppenheimer sagte. Es kann im dunkelsten Moment dennoch den Ausweg geben. Es ist eine Wahl für die Hoffnung, ganz egal wie gering sie auch sein mag. Ich will keine Vergeltung, wie sie Rorschach wohl gewollt hätte. Ich will die Hoffnung auf einen Frieden. Ich will Gerechtigkeit. Was für den Frieden spricht: Ich bin zufrieden bei dem Glück was ich bei Night Owl und Silk Spectre sehe. Das Leid ist geschehen, jetzt soll es noch mehr Leid geben. Von jemandem, der kein Held ist, sondern ein Rächer. Und nicht wie einer dieser Schickie-Mickie Avengers, sondern ein abgewrackter Typ, der Finger bricht und Selbstjustiz verübt. Ich will einfach nur die Ruhe. Es soll nicht herzlos klingen, doch in solch einer Welt, wo ich immer wieder von hunderten und tausenden Toten lese, von Kriegsgebieten, von Naturkatastrophen und Bombenangriffen, ist es dann am Ende nicht nur eine weitere Zahl? Werde ich nicht selbst emotional taub. Bin ich es vielleicht schon? Falls nicht, dann sollte ich mich doch lieber für die Trauer in der Vergangenheit entscheiden und sagen, dass ich auf die goldene Zukunft hoffe. Das ist eine reale Möglichkeit. Und wenn es kein Utopia ist, dann ist es immerhin der Frieden, immerhin das so nahe Glück der beiden Liebenden. Was ist denn besser als das Glück von zwei Liebenden? Nichts.

Während ich das so schreibe, tendiere ich immer mehr in Richtung Recht und gegen den Frieden. Doch wer weiß: Vielleicht ist es meine Zeit die mich so schreiben lässt und im Jahr 1987 hätte ich mich für das notwendige Opfer entschieden, um den Frieden in dieser scheinbar unendlichen Krise zu erreichen. Wer weiß es schon.
Doch dass ich darüber nachdenke, dass ich darüber schreibe, das ist das größte, was ein Werk erreichen kann: Das Nachdenken über einen Selbst, das Leben und was Jemandem richtig ist.

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