Was wäre, wenn wir mutig sind?
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Description
Wie wächst Mut in harten Zeiten?
Seit Jahren kämpfen Menschen um die künftige Bewohnbarkeit unseres Planeten. Luisa Neubauer ist eine von ihnen. Doch bis heute scheitert die Welt daran, den notwendigen Klimaschutz demokratisch zu organisieren. Warum passiert nicht mehr, obwohl die wissenschaftlichen Fakten schon lange bekannt sind? Woher kommt die Anti-Klima-Aggression der Rechten? Warum sorgen selbst die sichtbaren Klimakatastrophen nicht für ein gesellschaftliches Umdenken? Luisa Neubauer analysiert die Machtkämpfe hinter der Klimakrise, sie legt die fossilen Wurzeln unserer Demokratie frei und zeigt, wie eine realistische Utopie auf unserem Planeten aussehen kann.
Dieses Buch ist ein Aufruf, zu intervenieren und unsere ökologischen Grenzen zu verteidigen. Eine Einladung, den Krisen in die Augen zu schauen. Und ein Plädoyer für die Hoffnung.
Book Information
Author Description
Luisa Neubauer, geboren 1996 in Hamburg, ist eine der weltweit bekanntesten Klimaaktivistinnen. Zuletzt erschienen von ihr «Gegen die Ohnmacht» (2022), zusammen mit ihrer Großmutter Dagmar Reemtsma, sowie «Der Klima-Atlas» (2024), zusammen mit Christian Endt und Ole Häntzschel. Seit 2020 hostet sie den Klimapodcast 1,5 Grad. 2023 wurde sie mit dem Ökumenischen Predigtpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die Geografin lebt in Berlin und studiert in Göttingen.
Characteristics
4 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
[...] es gibt auch keinen Ort mehr auf der Welt, der nicht von der Klimakrise verändert wird. Sich nach einer Welt zu sehnen in der wir das ungeschehen machen können, ist sinnlos. Aber wir können mitreden und mitentscheiden, [...] wie wir eine versehrte Welt neu beleben. (S. 133-134)
Luisa Neubauer dürfte den meisten ein Begriff sein, wo sie doch sicherlich eine der bekanntesten Klimaaktivistinnen und u.a. Host des Klimapodcast "1,5 Grad" ist. Jetzt hat sie ein neues Buch veröffentlicht, in dem sich alles um die Frage dreht, wo Mut in harten Zeiten wächst. Ich habe das Buch seit gestern Nachmittag etappenweise verschlungen und dabei vieles mitgenommen. So bekommt man gerade im 1, aber ebenso im 2. Teil des Buches ein Gefühl von Beklemmnis, wenn man so ungeschönt von der "Hoffnung in der Krise" und der "Fossilität" liest. Neubauer schreibt recht ergreifend, obwohl zumeist auch sehr sachlich. So fließen u.a. auch hier Eindrücke und Erfahrungen ihrer Großmutter ein, mit welcher sie bereits zuvor ein gemeinsames Buch veröffentlicht hat. Am vielen Stellen wird jedoch zitiert, ausgeführt und ganz klar benannt, samt ordentlicher Quellenangabe am Ende. Dabei geht es zu keiner Zeit darum, dass das Buch besonders "angenehm" und "schön" zu lesen sei. Es geht um ein Thema, das uns Menschen alle mehr oder minder beschäftigt, jedoch alle gleichermaßen betrifft: Der Klimawandel, die Symptome die dieser mit sich bringt und die Gefahr, die daraus hervorgeht. So bringt sie auch die folgende Erkenntnis an, die uns alle als Betroffenen anspricht: "Wir sind nie Teil nur einer, wir sind Teil vieler Geschichten, wir stehen gleichzeitig auf beiden Seiten der kleinen und großen Konfliktlinien in der Klimakrise. Wir sind niemals nur eine Identität oder eine Überzeugung, [...] niemals nur klimaängstlich oder -unbedeutend, nie nur fossil oder klimagerecht, niemals nur Teil der Lösung oder des Problems." (S. 105-106) Das Buch ist ein aufzeigen von Krisen, die real existieren und noch auf uns zukommen werden, von der Bedeutung der Hoffnung und der Gefahr der Gleichgültigkeit. Die gelesenen Seiten werden noch eine Weile Nachklang finden, haben vieles in mir berührt und weitere Gedanken hervorgerufen. Es geht hier nicht darum etwas zu beschönigen, es geht hier um uns alle. Ich habe mir viele Seiten und Zitate markiert, zum Immer-wieder-nachlesen. Gerne hätte ich allerdings noch mehr Seiten gehabt, bedenkt man jedoch die Konfrontation, die dieses Buch mit sich bringt, mag die Seitenzahl vielleicht reichen und verhindern, dass Leute sich dem Buch abwenden, weil es ihnen zu viel scheint. Die Realität ist nicht immer schön. Das zeigt dieses Werk eindrucksvoll auf, ohne dabei mögliche Ideen und Ansätze dem entgegenzuwirken, außer Acht zu lassen, die gerade im 3. und letzten Teil angeführt werden.
![[...] es gibt auch keinen Ort mehr auf der Welt, der nicht von der Klimakrise verändert wird. Sich nach einer Welt zu sehnen in der wir das ungeschehen machen können, ist sinnlos.
Aber wir können mitreden und mitentscheiden, [...] wie wir eine versehrte Welt neu beleben.
(S. 133-134)](https://social-cdn.read-o.com/images/1749471817112-99.jpg)
"Es braucht Mut, um für Gewissheiten zu kämpfen, und Mut, den Zweifel zuzulassen. Mut ist nicht die Abwesenheit der Angst, es ist das Loslegen trotz der Angst. [...] Dies ist ein Aufruf in harten Zeiten. Manche sagen, wir haben doch alles versucht. Ich sage, wir fangen gerade erst an."
Mit diesen Worten beendete Luisa Neubauer ihre Eröffnungsrede zum Literaturfest München 2025 – ein echter Gänsehautmoment. Ich selbst war im Livestream dabei, als sie diese rhetorisch und inhaltlich bemerkenswert vielschichtige Rede hielt. Am selben Abend habe ich dann zum ersten Mal von ihrem Buch "Was wäre, wenn wir mutig sind?" erfahren. Zunächst dachte ich, die Eröffnungsrede sei ein Auszug aus dem Buch oder zumindest stilistisch ähnlich. Doch das Buch ist deutlich sachlicher und informativer. Es zitiert zahlreiche Expertinnen und Experten und geht Fragen nach wie: „Warum passiert im Klimaschutz nicht mehr, obwohl die wissenschaftlichen Fakten schon lange bekannt sind?“ oder „Woher kommt die Anti-Klima-Aggression der Rechten?“. Diese Themen verbindet Luisa mit vielen Anekdoten aus ihrem eigenen Leben, was dem Werk eine erfrischend persönliche Note verleiht. Außerdem lernt man mit dem neu eingeführten Begriff der „Fosstilität“, die Klimakrise aus einem ganz neuen Blickwinkel zu betrachten. Insgesamt wurde ich positiv überrascht. Mit Sätzen wie „Denn jede Weinrebe, jeder Salbeistrauch, jeder Apfelbaum erzählt eine Geschichte von Widerstand, gegen den Boden, der sich nach Jahrzehnten der Überdüngung nur langsam erholt, gegen den Wind, der immer öfter zum Sturm wird, gegen den Regen, der immer öfter zur Flut wird“ malt die Autorin eindrucksvolle Bilder in unsere Köpfe. Und mit dem Zitat von Rafik Schami „Es gibt kaum eine Menschengruppe, die so viel Einfluss auf die Weltgeschichte hat wie die Gleichgültigen“ zeigt sie, dass Veränderung nur dann geschieht, wenn wir „nicht länger auf den perfekten Öko warten, sondern Millionen ganz normale Menschen sich trauen, einen kleinen Schritt aus der Komfortzone zu gehen – und dann vielleicht noch einen“. Damit konnte sie auch mich motivieren, noch mehr in Sachen Klimaschutz zu tun. Trotz kleiner sprachlicher Hürden kann ich das Buch jedem empfehlen, denn es ist mit seinen 144 Seiten schnell gelesen und bietet viel Stoff zum Nachdenken. Besonders für alle, die einen kompakten und persönlichen Einstieg in das Thema Klimaschutz suchen, ist es eine klare Empfehlung. Und wer sich zusätzlich inspirieren lassen möchte, sollte sich etwas Zeit nehmen und die Keynote von Luisa Neubauer auf der Website des Literaturfestes München nachlesen: https://www.literaturfest-muenchen.de/aktuelles/keynote-luisa-neubauer.
Ich habe relativ lange für ein so seitenarmes Buch benötigt. Dies ergibt sich für mich aus den ersten beiden Teilen, die mehr nach einer wissenschaftlichen Arbeit für eine Universität klingen, als nach einem für das breite Publikum publiziertes Buch. Paradoxerweise wird der dritte Teil damit eingeleitet, dass gefühlte Wahrnehmungen und das Lebensgefühl in der Klimakrise den nackten Fakten überwiegen. Wäre diese Erkenntnis früher im Buch platziert worden und die gesamte Geschichte auf dem Gefühl aufgebaut worden, wäre das Buch meiner Meinung nach noch besser gewesen. Da retten nur zeitweise Lichtblicke über sympathische Anekdoten zu Luisa Neubauers Großmutter über die sturen Fakten und Historie der Klimakrise hinweg. Das Thema ist eigentlich nicht brandaktuell, aber umso länger die Klimakrise nicht flächendeckend angepackt wird und ein Umdenken in den Köpfen der Gesellschaft, aber auch in denen der Wählerinnen und Wählern bei jeder politischen Wahl stattfinden, desto wichtiger wird der Fingerzeig darauf. Deswegen ist es ein wichtiges Buch, es ist aber nicht sonderlich gesellschaftsfähig. Bei dem Gedanken, wem ich dieses Buch empfehlen konnte, wurde es leider schwierig, da die sehr stark akademisch ausgeprägte Sprache nicht gerade barrierefrei für bestimmte Gesellschaftsschichten oder Altersgruppen ist. Um größere Erfolge zu erzielen, muss sich glaube ich das Sprachformat anpassen. Aber nichtsdestotrotz spricht dieses Buch einen sprichwörtlichen Elefanten im Raum an und kann uns im letzten Teil den Mut geben, gesamtgesellschaftlich etwas zu verändern und stärker dem Klimawandel entgegenzutreten.

Luisa Neubauer erzählt in diesem Buch, was ihr in der Klimakrise und der Politik drumherum Hoffnung macht, und es hat mich wirklich berührt. Wir beginnen vor dem Bücherregal ihrer Oma, und ich fand das besonders charmant, weil es einfach was Persönliches ist – man merkt dadurch, wo sie herkommt, und dieses Bücherregal spielt immer wieder eine große Rolle in ihrer Erzählung. Es schafft so eine Verbindung zwischen Generationen und Geschichten, die mich richtig mitgenommen hat. Das Buch ist so gut geschrieben und für ein Sachbuch wirklich leicht zu verstehen, ohne dass es oberflächlich wird. Trotzdem hat man richtig gute Infos, die man mitnehmen kann, und der Mix aus Informationen und diesem nahbaren Schreibstil ist einfach wirklich gelungen. Ich hab mir so viele Sätze markiert, weil sie einfach getroffen haben, und vieles kann man auch auf andere Themen beziehen, was ich persönlich sehr interessant fand. Es geht nicht nur um Klima, sondern auch um Mut, um Handeln, um Gemeinschaft, und das macht das Buch so viel größer als nur ein Buch über die Klimakrise. Ich werde auf jeden Fall noch länger über dieses Buch nachdenken, weil es so viele Gedanken angestoßen hat, die über das Gelesene hinausgehen. Es ist hoffnungsvoll, ohne naiv zu sein, und das brauche ich gerade so sehr.

Stark und mutig
Luisa Neubaer setzt für mich in ihrem Buch „Was wäre, wenn wir mutig sind?" ein weiteres Zeichen für Veränderung und motiviert die Leserschaft zur Auseinandersetzung mit dem Klimawandel und für mich auch mit dem Aktivismus generell. Sätze wie „Bequeme Hoffnung erwartet nicht, sich selbst in Relation mit der Welt zu setzen und selbst etwas zu verändern." oder „Omas Bücherregal zeigt: Nicht, Wissen ist Macht', sondern Wissen ist Ohnmacht." Die Autorin setzt aktuelle Themen in Relation zum (so habe ich es wahrgenommen) Lebenswerk ihrer Großmutter, die sich selbst offenbar zeitlebens für den Klimaschutz eingesetzt und sich dazu gebildet hat. Und sie zeigt gleichzeitig, wie zermürbend, und hoffnungslos das sein kann, wenn man die politischen Machtstrukturen hinter den Entwicklungen betrachtet. Das Buch ist als Autorinnenlesung beim Argonverlag erschienen und hat das ganze für mich nochmal persönlicher und eindrücklicher gemacht. Die eigene Stimme, die aus den Medien bekannt ist, bringt den Inhalt nochmal umso deutlicher und eindrücklicher rüber. Das Buch hat mich sehr zum nachdenken angeregt und ich hab mich unter anderem gefragt, neben all den Ereignissen auf der Welt: „Was muss eigentlich noch passieren, damit sich etwas verändert?" Und vielleicht ist die Antwort: Wir müssen mutig sein!
Klima geht und alle etwas an...
das meint zumindest Luisa Neubauer in ihrem neuen Buch "Was wäre, wenn wir mutig sind?" Sie erklärt ziemlich akkurat die Entwicklung von Industrialisierung und den Folgen für das Klima. Dabei geht sie auch auf die Zusammenhänge des Klimas, der Klimapolitik und Industrie ein. Zum Teil auch mit polemisch-leidenschaftlich gewählten Worten, dass sollte man hier nicht außer Acht lassen, aber im Großteil einfach auch faktisch genauso als wahr nachweisbar. Das Wort Fossilität fällt in diesem Zusammenhang mehrfach. Absolut lesenswertes Plädoyer sich endlich für den Klimaschutz einzusetzen und dieses auch von der Politik als Ziel einzufordern. Lösungsansätze bringt die Aktivistin lediglich im Kleinen am Ende an, weißt aber in ihrem Text immer wieder auf Klimaforschende hin, die bereits vor Jahren passende Ideen präsentiert hatten.
Informativ und beschreibend
Das Buch ist weniger eine Anleitung für Mut, als eher eine Beschreibung wo wir herkommen und warum was und wer wie funktioniert. Luisa bringt aber viel aufs Papier, was ich mir schon dachte, aber nicht hätte formulieren können. Dazu gibt es interessantes, geschichtliches Hintergrundwissen. Es ist schnell gelesen, hat netterweise kurze Kapitel, informiert, regt sich mit mir auf und gibt am Ende noch Hoffnungsschimmer. Es geht nicht um perfekten Aktivismus, es geht um viele, die kleine Schritte tun!
Sollte jede:r gelesen haben
So ein wichtiges Buch! Es regt so sehr zum Nachdenken an über alles "was schon immer so war", es motiviert, für Veränderungen einzustehen und auch gegen Widerstände standzuhalten. Einen halben Stern Abzug gibt es von mir nur, da ich den Schreibstil teilweise schwierig finde (viele Fachwörter). Habe mir immer vorgestellt, das Buch auch meiner Mutter zu empfehlen aber ich glaube der Schreibstil würde sie überfordern. Dabei fände ich es so wichtig, das gerade die ältere Generation ins Hinterfragen kommt. Die Zeit, in der es "schon immer so war" ist für diese ja deutlich länger und daher noch normaler.
Interessant, informativ, aufrürttelnd.
Egal, ob als Einstieg in die Klima-Thematik, oder um sich Gründe, Folgen, Lösungsansätze, etc. der Klimakrise nocheinmal gebündelt vor Augen zu führen: Dieses Buch gibt einen guten Überblick und hilft einige Aspekte der Klimakrise (besser) zu verstehen. Mit "nur" 144 Seiten eigentlich ein kurzweiliges Buch, allerdings sind manche Formulierung etwas umständlich wodurch der Lesefluss stellenweise gehemmt wird. Ansonsten sehr informativ und sachlich, gegen Ende werden Emotionen etwas mehr einbezogen, wodurch das Lesen einfacher fällt. Einige Zitate werden auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben und bei einigen Leser:innen (wie von Neubauer intendiert) zu mehr Verhaltensänderungen im Großen und Kleinen führen, davon bin ich überzeugt. Und wenn nicht, dann stößt dieses Buch zumindest zum Nachdenken an.
»Das Leben in der Klimakrise ist ein Leben in Widersprüchen, ein Leben zwischen den Welten. Zwischen Zerfall und Entstehung, zwischen Abschied und Anfang, zwischen Nostalgie und der Angst vor dem, was kommt, zwischen Leben und Überleben, zwischen all dem, was es zu lieben und zu hassen gibt.« (S. 106)
Luisa Neubauer gelingt es in diesem Buch, die Geschichte der Klimakrise prägnant, verständlich und dennoch sehr detailliert darzustellen. Ich wünsche mir, dass möglichst viele Menschen dieses Buch lesen und sich der Dringlichkeit des Themas bewusst werden. Die Klimakrise betrifft uns alle – wegzuschauen ist keine Option. Die letzten Seiten haben mir Mut gemacht und wertvolle Denkanstöße gegeben, was wir als Einzelne tun können.

Fazit: Ein absolut lesenswertes Buch, das zeigt, dass Mut in der Klimakrise keine Option, sondern eine Notwendigkeit ist.
Das Buch ist (größtenteils) in verständlicher Sprache geschrieben, die auch Menschen erreicht, die nicht tief in der "Umwelt-Bubble" stecken. Besonders der Einstieg ins Buch hat mir sehr gefallen! Das Buch ist irgendwie gleichermaßen frustrierend und ermutigend. Frustrierend, weil es die Dringlichkeit der Klimakrise und die Hürden im Kampf gegen diese Krise aufzeigt. Gleichzeitig gibt es aber auch Hoffnung – denn Luisa Neubauer zeigt auf, dass es Wege gibt, aktiv zu werden und Veränderungen zu bewirken. Sie macht Mut. Zwei Passagen sind mir besonders im Kopf geblieben: "Ein Fakt war in der Klimakrise also noch nie bloß ein Fakt. Von Sekunde null an wurden Fakten als verhandelbar dargestellt." – Dieses Zitat beschreibt genau die Problematik, die auch mir oft begegnet. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden in politischen und gesellschaftlichen Debatten häufig so behandelt, als seien sie eine Meinungssache, obwohl sie auf eindeutigen Daten beruhen. "Wer warnt, wird zum Apokalyptiker, wer sich sorgt, gilt als hysterisch, wer Konsequenz fordert, ist ein Teil der grünen Verbotskultur." – Dieses Zitat verdeutlicht gut, wie Menschen, die sich ernsthaft um die Klimakrise sorgen, oft abgewertet oder ins lächerliche gezogen werden. Es zeigt außerdem, wie eng es mit der ersten Aussage verknüpft ist: Wenn wissenschaftliche Fakten als verhandelbar gelten, wird jede Warnung als übertrieben dargestellt. Obwohl Luisa Neubauer selbst darauf hinweist, dass die Klimakrise kein (reines) Informationsproblem ist, wünschte ich auch bei diesem Buch, jede*r würde es lesen. Denn das Buch könnte vielleicht zumindest ein paar Menschen helfen, die Klimadebatte mit neuen Augen zu sehen. Es liefert wissenschaftliche Informationen und zeigt die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Barrieren des Kampfes gegen die Klimakrise. Fazit: Ein absolut lesenswertes Buch, das zeigt, dass Mut in der Klimakrise keine Option, sondern eine Notwendigkeit ist.

Die Klimakrise ist längst Alltag…
…und das ist natürlich erschreckend, mit was für einem Selbstverständnis dieser Zustand teilweise akzeptiert wird. Luisa Neubauer führt ihre Gedanken zur Entwicklung und zur aktuellen Lage der Klimakrise auf. Dabei gibt sie einige Gedankenanstöße. «Verzichten Sie auf unsinnige und überflüssige Produkte: Eine gute Übersicht bietet das Werbefernsehen, denn für die sinnlosen Güter muss die Industrie in einer Überflussgesellschaft den meisten Wirbel machen.» S.8 «Es gibt kaum eine Menschengruppe, die so viel Einfluss auf die Weltgeschichte hat wie die Gleichgültigen. Und das Bemerkenswerte daran ist, niemand spricht von ihnen» S.38 Politische Macht ist fast immer fossil. Das wurde hier deutlich gemacht. Aber auch, dass die Gesellschaft über die entsprechende Handlungsmacht verfügt, um auf eine positive Klimazukunft zu blicken. Ein interessantes Buch - liest sich schnell.
Wie immer gut
Das Buch ließt sich wie einer sehr langer Essay und diese Form passt sehr gut in die Rolle von Luisa Neubauer. Sie nutzt ihr herausragendes rhetorisches and analytisches Talent auf der Suche nach Antworten auf die größte Herausforderung für die Menschheit des 21. Jahrhunderts. Natürlich wurde alles, was sie schreibt irgendwie und irgendwo schon einmal gesagt und wirklich neue Ideen stecken nicht im Buch. Aber dennoch kann sie die Fäden mit einer beeindruckenden Klarheit zusammenführen und damit auch den Lesenden helfen, die Gedanken zur Klimakrise zu sortieren. Sie ist auch eine der wenigen, die es wirklich gut beherrscht neue Narrative jenseits von einer fossilen Welt zu erschaffen und diese gilt es zu verbreiten und zu multiplizieren. Ich kann das Buch also jedem empfehlen, selbst wenn mensch es nur kauft um ihren Aktivismus mitzufinanzieren.
"Was ist die Rolle des:der Einzelnen im Einsatz gegen die fossile Zerstörung und die Klimakrise?"
Ich empfinde große Bewunderung für Luisa Neubauer. Bei ihren Reden beeindruckte sie mich mich immer mit ihrer Schlagfertigkeit und ihrer Eloquenz. Deshalb habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut und wurde nicht enttäuscht. Schön kompakt, inspirierend und auf den Punkt gebracht. Hier wird auch kein moralischer Zeigefinger erhoben, sondern ein klarer und liebender Blick auf unsere Welt gerichtet.
Es ist doch alles so einfach!
Ich würde dieses Buch gerne zahlreichen Menschen in meinem Umfeld empfehlen. Ich weiß allerdings, dass sie es auf Grund der Autorin nicht mal anfassen könnten. Wenn man dieses Buch liest, denkt man sich die ganze Zeit „Ja klar, ist ja offensichtlich…“. Das Problem ist, für Leute außerhalb meiner Bubble ist es das eben nicht. Außerhalb dieser kleinen Bubble bestimmen die Springer-Medien, was die Menschen denken. Neubauer bringt alles exakt auf den Punkt und ich würde mir wünschen, dass jeder Mensch in Deutschland sich einmal mit diesem Werk auseinandersetzen muss.
Ein Buch über Krisen, Hoffnung und wie die Menschheit die eigene Lebensgrundlage zerstört. Ebenso eine Kritik an Machtpolitischen Strukturen, Patriarchalen Problemlagen und wie die Menschheit im Kapitalismus, die Menschlichkeit verlor. Ehrlich, interessant und direkt erzählt die Autorin und Aktivistin nicht nur ihre aktivistische Karriere, sondern auch unsere menschliche Geschichte rund um den Klimawandel. Und macht klar, wie lange die westlich privilegierte Welt weiß, was passieren kann und wird und doch nichts tut. Ein Buch was recht kurz ist aber sehr laut, gegen das kollektive Schweigen! Traurig, aber wahr. Kurz, knapp und sehr gut formuliert, ohne zu stark ins Wissenschaftliche abzutriften und mit Fremdworten um sich zu werfen. „Mut in der Klimakrise ist zusagen was ist und was sein könnte!“ Empfehle ich gerne weiter!

Ein unglaublich inspirierendes Buch!✨
Luisa Neubauer spricht hier alle Leute an: Die, die, ich sag mal, noch nicht überzeugt sind vom Klimaschutz als solches und die, die an der Einstellung eben jener Leute und an der scheinbaren Machtlosigkeit verzweifeln. Sie überzeugt erstere mit harten Fakten und zeigt zweiteren, wie man sich Hoffnung in der Klimakrise erarbeiten kann. Ein wirklich toller Schreibstil, mit vielen Aussagen, die mich sehr berührt haben. Ein absolutes Must Read💚🩵~
Ein Buch, das Mut macht! Luisa Neubauer beschreibt die Entwicklung und die Realität der Klimakrise sehr eindrücklich. Leider hilft Wissen über die Fakten nicht weiter. Die Fossilität ist wie ein Bollwerk. Die Ausführung hierzu waren für mich sehr interessant und anregend. Ebenso die Ausführungen zu der Menschengruppen der Gleichgültigen, wie von Rafik Schami beschrieben. Es ist ein Aufruf etwas zu tun, und zwar gemeinsam. Mut wächst dort, wo wir viele sind. Ein sehr empfehlenswertes Buch!
Kurzweilige Anekdoten ohne ganz klare Linie
Die Beschreibung der fossilen Gegenwart und Vergangenheit gelingt auch im anekdotenhaften Schreibstil gut, aber ich hatte mir mehr Antwort auf die Titelfrage gewünscht. Neubauer wünscht eine Ausformulierung von Prinzipien eines richtigen und trotzdem guten Lebens in der Klimakrise, gibt aber selbst keinen Input, wie dieses Leben und eine Vision, mit der man die Mehrheit mitnehmen kann, aussehen könnte
Lasst uns mutig sein!
Zwischen den ganzem Romance und Fantasy ein Fachbuch. Es war klein und wirklich gut geschrieben. Gefüllt mit Tipps, Wahrheiten und vor allem dem Mut und Hoffnung machen. Denn egal wie schlimm das alles im Moment ist, ist es nicht schön zu wissen, dass wir alle nicht allein sind? Danke Luisa fürs Inspirieren und mutig sein! ❤️🩹
Tja, entweder liegt es an mir oder doch am Buch, denn leider habe ich für mich nichts Neues erfahren. Klar ist, dass es kein Rezeptbuch ist, klar ist, dass es düster für unsere Zukunft aussieht. Klar ist auch, dass wir zum Untergang beitragen. Wir können leider nur Projekte starten, die unser Gewissen beruhigen und einen klitzekleinen Anteil daran haben, dass die Schussfahrt in Richtung Abgrund verlangsamt wird. Wie so oft braucht es die Masse vieler kleiner Teilchen, um etwas zu erreichen oder sich bzw. seiner Sache Gehör zu verschaffen. Alle zusammen können vielleicht die Weichen stellen, um die richtige Richtung vorzugehen. Man muss die Methoden von u.a. Fridays for Future nicht gut finden, aber man darf darauf auch nicht bockig reagieren und sich auf die andere Seite stellen. Schlussendlich geht uns Umweltschutz alle an, nicht nur für uns, sondern vor allem für unsere Kinder.
Die Klimakatastrophe verlangt allen viel ab. Wäre es einfacher, einfach die fossilen Pfade weiterzugehen? Nein, der Wandel ist nötig. Noch mehr: wir sind extrem spät dran. Wären wir mutiger, würde uns eine sauberer, leisere und günstigere Welt erwarten. Aber ohne unser Engagement werden die Profiteure des status quo zu Lasten der Zukunft ihre Gewinne einstreichen. Wie und warum wir aktiv werden müssen.
Empfehlung für den Einstieg
Mit Abschluss dieser kürzeren Lektüre zum Thema Klimakrise würde ich sagen, es ist ein guter Einstieg in dieses Themenfeld und ich würde es allen empfehlen, die damit starten wollen. Es liest sich wie eine gute Unterhaltung und hatte einen angenehmen Lesefluss. Auch wenn hintenraus, die einzelnen Abschnitte nicht mehr ganz so rund aneinander passten. Ich fand es interessant, die Geschichte der Menschheit der jüngeren Vergangenheit unter dem Klimaaspekt zu betrachten. Vieles kennt man, aber irgendwie war es einem dann doch nicht bewusst, wie sich die Fossilität dann auswirkt. Man könnte jetzt sagen, die Handlungsansätze fehlen, was kann man nun tun. Aber am Ende steht es ja auch so im Buch , eigentlich wissen wir es doch schon. Wir kennen zu Hauf auf den verschiedenen Ebenen die Stellschrauben, im großen wie im kleinen. Die Frage ist nur, wie lange wir noch gleichgültig bleiben wollen und ob wir einfach mal ein bisschen mutig sind.
Perspektiven die inspirieren
Dieses Buch liest sich ein wenig wie ein Notizbuch oder Exzerpte aus einem Tagebuch. Dennoch hat es Struktur und einen roten Faden. Auch wenn die einzelnen Gedanken nicht bahnbrechend sind, haben sie gleichzeitig etwas Etmutigendes und haben bei mir konkrete eigene Gedanken ausgelöst, wie ich selbst wirksamer sein kann. Ich glaube genau das ist das Ziel des Buches.
Eine absolute Leseempfehlung!
"Die fossile Lobby [...] unterwander[t] geplante Energiewenden und verbreite[t] Desinformation - als ginge es um ihr Überleben. Denn genau das tut es. Und das wissen sie." "Vor allem wächst Mut dort, wo wir viele sind." Diese beiden Zitate fassen das Buch ganz gut zusammen. Der Text frustriert und motiviert gleichermaßen.
Ein kleines, leichtes Buch mit großen, schweren Themen.
Ich hatte mir unter dem Titel einen Mutmacher vorgestellt, aber dieses Büchlein ist eher dazu da, um zu warnen, zu informieren und anzutreiben. Daran ist ja auch nichts verkehrt, ich möchte an dieser Stelle nur darauf hinweisen, falls Lesende sich nicht auf einen überwiegend negativen Inhalt einlassen möchten. Der Schreibstil hat mir gefallen und ich habe alles verstanden, obwohl ich sehr selten Sachbücher lese. Die Zitate sind gut gewählt und der Aufbau insgesamt hat dafür gesorgt, dass ich immer wieder zum Buch gegriffen habe. Ob der Aufbau wirklich gelungen ist, kann ich nicht sagen, da es schon ein wenig sprunghaft wirkt. Aber genau das hat ja dafür gesorgt, dass ich dran geblieben bin. Auch wenn der Inhalt anders war als erwartet, habe ich etwas dazu gelernt und Zusammenhänge verstanden. Fossilität ist ein interessantes Thema, man hätte es auch in den Titel schreiben können. Ich glaube, aus diesem Buch kann bestimmt jeder was für sich mitnehmen.
Den Ansatz und das Thema an und für sich finde ich wichtig. Ich bin aber ehrlich, dass mir der Schreibstil nicht so gefiel. Es war mir etwas zu fachlich geschrieben und nicht so verständlich für jedermann. Ich hätte mir auch mehr in Bezug zum Titel gewünscht, mehr Hinweise was man als einzelner Person machen kann.
Gutes Buch und schöner, naher Ansatz zur Krisenbewältigung bei jungen Menschen
Ich fand das Buch gut und schön geschrieben, das Thema ist natürlich in großen Teilen der Umwelt- und Klimaschutz. Super wichtiges Thema und die individuelle Krisenbewältigung ist ein Punkt der viel außer Acht gelassen wird. Leider fand ich das Buch teilweise etwas „chaotisch“, Kapitel sind oft nur eine oder 1,5 Seiten lang und dann sind wir direkt beim nächsten Thema. Zwar gehören diese alle zum Oberthema des Teils (Buch ist in 3 Teile geteilt) aber mir fehlte Struktur. Außerdem fand ich das Buch als Student in Sozialwissenschaften gut verständlich, ich bezweifle aber, dass ich es meiner Mutter in die Hand drücken könnte und sie das Buch ohne jegliche Verständnisprobleme lesen könnte. Finde ich schade, inhaltlich möchte ich ihr das nämlich auf alle Fälle nahelegen. Insgesamt aber wieder ein gelungenes Buch von Luisa Neubauer!
Ein Buch das zeigt warum die Fridays for Future Generation scheiterte
Nach der deutlichen und demokratischen Abwahl der Grünen, nach den Habeck Jahren , nachdem sich Baerbock schnell noch ein UN Posten sicherte, nachdem Hofreiter Deutschland immer tiefer in einen Krieg zog der kein deutscher Krieg ist wird in diesem Buch kein totes Pferd geritten, das Pferd ist schon Skelettiert , versteinert und hängt in einem naturhistorischen Museum. Zum Buch, der Stil erinnert an ein Habeck Buch, es ist eine Aneinanderreihung von Zitaten mit denen Neubauer versucht ihre Meinung zu untermauern, teils auch von Autoren die sich nicht mehr wehren können wie Shakespeare oder Orwell. Letzterer passt sehr gut , eine Frau aus einer Millionärsfamilie kann natürlich sehr locker über einen James Bond auf einem Fahrrad und dem Ende des Fossilen Zeitalters reden muss sie doch nicht jeden Tag auf Arbeit fahren um die Miete zu bezahlen. Sie wirbt für eine Art des neuen Sozialismus, der kein Sozialismus ist , weil er nur in der Reichen Grünen Bubble funktioniert. Und sie erwähnt natürlich nicht , dass es eben die Leute sind die gegen Atomkraft waren die heute sogar die deutsche Atombombe fordern, kein Wort zur grünen bigotterie, die deutschen sollen CO2 sparen während die Grünen immer in der Regierung waren als Deutschland in den Krieg zogen. Fakten sind in diesem Buch Auslegungssachen , zum Beispiel Nord Stream 2, Merkel hat den Strang genehmigt aber die Planungen für Nord Stream im ganzen waren Rot Grüne Angelegenheit, als Erdgas noch gute Energie war. Eigene Sachen beziehen sich eigentlich nur auf Omas Bücherregal, Gesprochen ist es wie eine KI vorlese stimme Insgesamt ein Buch der das Ende der Klimabewegung deutlich sichtbar macht.
„Was wäre, wenn wir mutig sind?“ von Luisa Neubauer ist ein Sachbuch, das sich mit den Ursachen und Auswirkungen der Klimakrise auseinandersetzt und dabei die Rolle gesellschaftlicher Strukturen und persönlicher Verantwortung hinterfragt. Luisa Neubauer, eine der bekanntesten deutschen Klimaaktivist:innen, ist Mitbegründerin von Fridays for Future Deutschland und hat sich mit ihrem Engagement international einen Namen gemacht. Ihr Buch versucht, Mut zum Wandel zu machen und gesellschaftliche Gewohnheiten kritisch zu beleuchten. Worum geht’s genau? Das Buch zeigt, wie sehr unsere Gesellschaft von fossilen Strukturen durchdrungen ist – von der EU bis hin zu unserem Alltag. Neubauer erläutert mittels des Begriffs der "Fossilität", wie fossile Interessen die Politik, Infrastruktur und soziale Normen geprägt haben, und wie schwer es ist, diese tief verwurzelten Gewohnheiten zu durchbrechen. Dabei wird klar, dass Klimawandel kein rein technisches Problem ist, sondern eine umfassende gesellschaftliche Transformation braucht. Meine Meinung Beim Lesen dieses Buches hat mich vor allem die ehrliche Auseinandersetzung mit den Widersprüchen der Klimakrise berührt. Neubauer beschreibt, wie schwer es ist, in einer Welt zu leben, die auf fossilen Privilegien fußt, und wie diese Privilegien oft so selbstverständlich wirken, dass wir ihre zerstörerische Wirkung kaum noch wahrnehmen. Allerdings bleibt das Thema soziale Klimagerechtigkeit für meinen Geschmack zu kurz und hätte mehr Raum verdient, um die komplexen sozialen Folgen der Klimakrise auf das Individuum noch deutlicher herauszuarbeiten. Manche Passagen empfand ich als etwas wiederholend und teilweise zu platt - hätte man sich sparen können. Der Schreibstil ist aber klar, ehrlich und gut verständlich, was das Lesen trotz der ernsten Thematik erleichtert. Womit ich auch Mühe hatte war die Struktur des Buches. Die Kapitel wirkten auf mich recht wahllos aneinandergereiht was auch dazu führte, dass die meisten Kapitel sehr kurz (nur 2-3 Seiten) lang waren. Meine Emotionen schwankten zwischen Hoffnung und Frustration. Hoffnung, weil Neubauer Mut macht, gesellschaftlichen Wandel möglich zu machen. Frustration, weil der fossile Status quo so hartnäckig und mächtig erscheint. Auch die Analyse, wie Infrastruktur und sogar öffentliche Plätze als politische Instrumente gegen Protest genutzt werden, machte mich nachdenklich. Ein persönlicher Punkt, den ich ansprechen möchte, ist Neubauers Haltung zu politischen Konflikten außerhalb der Klimakrise. Ihre anfängliche Positionierung zum Genozid in Gaza – die Distanzierung von internationalen Klima- und Friedensbewegungen und die Parteinahme zugunsten Israels – hat mich enttäuscht und ich kann das nicht nachvollziehen. Ich hätte mir von ihr eine klarere und empathischere Haltung gewünscht, gerade weil sie als Klimaaktivistin auch eine Stimme für (soziale) Gerechtigkeit sein sollte. Fazit „Was wäre, wenn wir mutig sind?“ ist ein wichtiges Buch, das komplexe Zusammenhänge der Klimakrise verständlich macht und Mut zum gesellschaftlichen Wandel fordert. Trotz einiger inhaltlicher Schwächen und fehlender Tiefe bei der sozialen Klimagerechtigkeit ist es lesenswert und regt zum Nachdenken an. Für mein Empfinden verdient es 3 von 5 Sternen, ich hab mich mit dem Thema aber auch schon davor beschäftigt und es waren nicht so viele neue Dinge dabei. Ich danke NetGalley und dem Rowohlt Verlag herzlich für das Rezensionsexemplar.
Characteristics
4 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Wie wächst Mut in harten Zeiten?
Seit Jahren kämpfen Menschen um die künftige Bewohnbarkeit unseres Planeten. Luisa Neubauer ist eine von ihnen. Doch bis heute scheitert die Welt daran, den notwendigen Klimaschutz demokratisch zu organisieren. Warum passiert nicht mehr, obwohl die wissenschaftlichen Fakten schon lange bekannt sind? Woher kommt die Anti-Klima-Aggression der Rechten? Warum sorgen selbst die sichtbaren Klimakatastrophen nicht für ein gesellschaftliches Umdenken? Luisa Neubauer analysiert die Machtkämpfe hinter der Klimakrise, sie legt die fossilen Wurzeln unserer Demokratie frei und zeigt, wie eine realistische Utopie auf unserem Planeten aussehen kann.
Dieses Buch ist ein Aufruf, zu intervenieren und unsere ökologischen Grenzen zu verteidigen. Eine Einladung, den Krisen in die Augen zu schauen. Und ein Plädoyer für die Hoffnung.
Book Information
Author Description
Luisa Neubauer, geboren 1996 in Hamburg, ist eine der weltweit bekanntesten Klimaaktivistinnen. Zuletzt erschienen von ihr «Gegen die Ohnmacht» (2022), zusammen mit ihrer Großmutter Dagmar Reemtsma, sowie «Der Klima-Atlas» (2024), zusammen mit Christian Endt und Ole Häntzschel. Seit 2020 hostet sie den Klimapodcast 1,5 Grad. 2023 wurde sie mit dem Ökumenischen Predigtpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die Geografin lebt in Berlin und studiert in Göttingen.
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[...] es gibt auch keinen Ort mehr auf der Welt, der nicht von der Klimakrise verändert wird. Sich nach einer Welt zu sehnen in der wir das ungeschehen machen können, ist sinnlos. Aber wir können mitreden und mitentscheiden, [...] wie wir eine versehrte Welt neu beleben. (S. 133-134)
Luisa Neubauer dürfte den meisten ein Begriff sein, wo sie doch sicherlich eine der bekanntesten Klimaaktivistinnen und u.a. Host des Klimapodcast "1,5 Grad" ist. Jetzt hat sie ein neues Buch veröffentlicht, in dem sich alles um die Frage dreht, wo Mut in harten Zeiten wächst. Ich habe das Buch seit gestern Nachmittag etappenweise verschlungen und dabei vieles mitgenommen. So bekommt man gerade im 1, aber ebenso im 2. Teil des Buches ein Gefühl von Beklemmnis, wenn man so ungeschönt von der "Hoffnung in der Krise" und der "Fossilität" liest. Neubauer schreibt recht ergreifend, obwohl zumeist auch sehr sachlich. So fließen u.a. auch hier Eindrücke und Erfahrungen ihrer Großmutter ein, mit welcher sie bereits zuvor ein gemeinsames Buch veröffentlicht hat. Am vielen Stellen wird jedoch zitiert, ausgeführt und ganz klar benannt, samt ordentlicher Quellenangabe am Ende. Dabei geht es zu keiner Zeit darum, dass das Buch besonders "angenehm" und "schön" zu lesen sei. Es geht um ein Thema, das uns Menschen alle mehr oder minder beschäftigt, jedoch alle gleichermaßen betrifft: Der Klimawandel, die Symptome die dieser mit sich bringt und die Gefahr, die daraus hervorgeht. So bringt sie auch die folgende Erkenntnis an, die uns alle als Betroffenen anspricht: "Wir sind nie Teil nur einer, wir sind Teil vieler Geschichten, wir stehen gleichzeitig auf beiden Seiten der kleinen und großen Konfliktlinien in der Klimakrise. Wir sind niemals nur eine Identität oder eine Überzeugung, [...] niemals nur klimaängstlich oder -unbedeutend, nie nur fossil oder klimagerecht, niemals nur Teil der Lösung oder des Problems." (S. 105-106) Das Buch ist ein aufzeigen von Krisen, die real existieren und noch auf uns zukommen werden, von der Bedeutung der Hoffnung und der Gefahr der Gleichgültigkeit. Die gelesenen Seiten werden noch eine Weile Nachklang finden, haben vieles in mir berührt und weitere Gedanken hervorgerufen. Es geht hier nicht darum etwas zu beschönigen, es geht hier um uns alle. Ich habe mir viele Seiten und Zitate markiert, zum Immer-wieder-nachlesen. Gerne hätte ich allerdings noch mehr Seiten gehabt, bedenkt man jedoch die Konfrontation, die dieses Buch mit sich bringt, mag die Seitenzahl vielleicht reichen und verhindern, dass Leute sich dem Buch abwenden, weil es ihnen zu viel scheint. Die Realität ist nicht immer schön. Das zeigt dieses Werk eindrucksvoll auf, ohne dabei mögliche Ideen und Ansätze dem entgegenzuwirken, außer Acht zu lassen, die gerade im 3. und letzten Teil angeführt werden.
![[...] es gibt auch keinen Ort mehr auf der Welt, der nicht von der Klimakrise verändert wird. Sich nach einer Welt zu sehnen in der wir das ungeschehen machen können, ist sinnlos.
Aber wir können mitreden und mitentscheiden, [...] wie wir eine versehrte Welt neu beleben.
(S. 133-134)](https://social-cdn.read-o.com/images/1749471817112-99.jpg)
"Es braucht Mut, um für Gewissheiten zu kämpfen, und Mut, den Zweifel zuzulassen. Mut ist nicht die Abwesenheit der Angst, es ist das Loslegen trotz der Angst. [...] Dies ist ein Aufruf in harten Zeiten. Manche sagen, wir haben doch alles versucht. Ich sage, wir fangen gerade erst an."
Mit diesen Worten beendete Luisa Neubauer ihre Eröffnungsrede zum Literaturfest München 2025 – ein echter Gänsehautmoment. Ich selbst war im Livestream dabei, als sie diese rhetorisch und inhaltlich bemerkenswert vielschichtige Rede hielt. Am selben Abend habe ich dann zum ersten Mal von ihrem Buch "Was wäre, wenn wir mutig sind?" erfahren. Zunächst dachte ich, die Eröffnungsrede sei ein Auszug aus dem Buch oder zumindest stilistisch ähnlich. Doch das Buch ist deutlich sachlicher und informativer. Es zitiert zahlreiche Expertinnen und Experten und geht Fragen nach wie: „Warum passiert im Klimaschutz nicht mehr, obwohl die wissenschaftlichen Fakten schon lange bekannt sind?“ oder „Woher kommt die Anti-Klima-Aggression der Rechten?“. Diese Themen verbindet Luisa mit vielen Anekdoten aus ihrem eigenen Leben, was dem Werk eine erfrischend persönliche Note verleiht. Außerdem lernt man mit dem neu eingeführten Begriff der „Fosstilität“, die Klimakrise aus einem ganz neuen Blickwinkel zu betrachten. Insgesamt wurde ich positiv überrascht. Mit Sätzen wie „Denn jede Weinrebe, jeder Salbeistrauch, jeder Apfelbaum erzählt eine Geschichte von Widerstand, gegen den Boden, der sich nach Jahrzehnten der Überdüngung nur langsam erholt, gegen den Wind, der immer öfter zum Sturm wird, gegen den Regen, der immer öfter zur Flut wird“ malt die Autorin eindrucksvolle Bilder in unsere Köpfe. Und mit dem Zitat von Rafik Schami „Es gibt kaum eine Menschengruppe, die so viel Einfluss auf die Weltgeschichte hat wie die Gleichgültigen“ zeigt sie, dass Veränderung nur dann geschieht, wenn wir „nicht länger auf den perfekten Öko warten, sondern Millionen ganz normale Menschen sich trauen, einen kleinen Schritt aus der Komfortzone zu gehen – und dann vielleicht noch einen“. Damit konnte sie auch mich motivieren, noch mehr in Sachen Klimaschutz zu tun. Trotz kleiner sprachlicher Hürden kann ich das Buch jedem empfehlen, denn es ist mit seinen 144 Seiten schnell gelesen und bietet viel Stoff zum Nachdenken. Besonders für alle, die einen kompakten und persönlichen Einstieg in das Thema Klimaschutz suchen, ist es eine klare Empfehlung. Und wer sich zusätzlich inspirieren lassen möchte, sollte sich etwas Zeit nehmen und die Keynote von Luisa Neubauer auf der Website des Literaturfestes München nachlesen: https://www.literaturfest-muenchen.de/aktuelles/keynote-luisa-neubauer.
Ich habe relativ lange für ein so seitenarmes Buch benötigt. Dies ergibt sich für mich aus den ersten beiden Teilen, die mehr nach einer wissenschaftlichen Arbeit für eine Universität klingen, als nach einem für das breite Publikum publiziertes Buch. Paradoxerweise wird der dritte Teil damit eingeleitet, dass gefühlte Wahrnehmungen und das Lebensgefühl in der Klimakrise den nackten Fakten überwiegen. Wäre diese Erkenntnis früher im Buch platziert worden und die gesamte Geschichte auf dem Gefühl aufgebaut worden, wäre das Buch meiner Meinung nach noch besser gewesen. Da retten nur zeitweise Lichtblicke über sympathische Anekdoten zu Luisa Neubauers Großmutter über die sturen Fakten und Historie der Klimakrise hinweg. Das Thema ist eigentlich nicht brandaktuell, aber umso länger die Klimakrise nicht flächendeckend angepackt wird und ein Umdenken in den Köpfen der Gesellschaft, aber auch in denen der Wählerinnen und Wählern bei jeder politischen Wahl stattfinden, desto wichtiger wird der Fingerzeig darauf. Deswegen ist es ein wichtiges Buch, es ist aber nicht sonderlich gesellschaftsfähig. Bei dem Gedanken, wem ich dieses Buch empfehlen konnte, wurde es leider schwierig, da die sehr stark akademisch ausgeprägte Sprache nicht gerade barrierefrei für bestimmte Gesellschaftsschichten oder Altersgruppen ist. Um größere Erfolge zu erzielen, muss sich glaube ich das Sprachformat anpassen. Aber nichtsdestotrotz spricht dieses Buch einen sprichwörtlichen Elefanten im Raum an und kann uns im letzten Teil den Mut geben, gesamtgesellschaftlich etwas zu verändern und stärker dem Klimawandel entgegenzutreten.

Luisa Neubauer erzählt in diesem Buch, was ihr in der Klimakrise und der Politik drumherum Hoffnung macht, und es hat mich wirklich berührt. Wir beginnen vor dem Bücherregal ihrer Oma, und ich fand das besonders charmant, weil es einfach was Persönliches ist – man merkt dadurch, wo sie herkommt, und dieses Bücherregal spielt immer wieder eine große Rolle in ihrer Erzählung. Es schafft so eine Verbindung zwischen Generationen und Geschichten, die mich richtig mitgenommen hat. Das Buch ist so gut geschrieben und für ein Sachbuch wirklich leicht zu verstehen, ohne dass es oberflächlich wird. Trotzdem hat man richtig gute Infos, die man mitnehmen kann, und der Mix aus Informationen und diesem nahbaren Schreibstil ist einfach wirklich gelungen. Ich hab mir so viele Sätze markiert, weil sie einfach getroffen haben, und vieles kann man auch auf andere Themen beziehen, was ich persönlich sehr interessant fand. Es geht nicht nur um Klima, sondern auch um Mut, um Handeln, um Gemeinschaft, und das macht das Buch so viel größer als nur ein Buch über die Klimakrise. Ich werde auf jeden Fall noch länger über dieses Buch nachdenken, weil es so viele Gedanken angestoßen hat, die über das Gelesene hinausgehen. Es ist hoffnungsvoll, ohne naiv zu sein, und das brauche ich gerade so sehr.

Stark und mutig
Luisa Neubaer setzt für mich in ihrem Buch „Was wäre, wenn wir mutig sind?" ein weiteres Zeichen für Veränderung und motiviert die Leserschaft zur Auseinandersetzung mit dem Klimawandel und für mich auch mit dem Aktivismus generell. Sätze wie „Bequeme Hoffnung erwartet nicht, sich selbst in Relation mit der Welt zu setzen und selbst etwas zu verändern." oder „Omas Bücherregal zeigt: Nicht, Wissen ist Macht', sondern Wissen ist Ohnmacht." Die Autorin setzt aktuelle Themen in Relation zum (so habe ich es wahrgenommen) Lebenswerk ihrer Großmutter, die sich selbst offenbar zeitlebens für den Klimaschutz eingesetzt und sich dazu gebildet hat. Und sie zeigt gleichzeitig, wie zermürbend, und hoffnungslos das sein kann, wenn man die politischen Machtstrukturen hinter den Entwicklungen betrachtet. Das Buch ist als Autorinnenlesung beim Argonverlag erschienen und hat das ganze für mich nochmal persönlicher und eindrücklicher gemacht. Die eigene Stimme, die aus den Medien bekannt ist, bringt den Inhalt nochmal umso deutlicher und eindrücklicher rüber. Das Buch hat mich sehr zum nachdenken angeregt und ich hab mich unter anderem gefragt, neben all den Ereignissen auf der Welt: „Was muss eigentlich noch passieren, damit sich etwas verändert?" Und vielleicht ist die Antwort: Wir müssen mutig sein!
Klima geht und alle etwas an...
das meint zumindest Luisa Neubauer in ihrem neuen Buch "Was wäre, wenn wir mutig sind?" Sie erklärt ziemlich akkurat die Entwicklung von Industrialisierung und den Folgen für das Klima. Dabei geht sie auch auf die Zusammenhänge des Klimas, der Klimapolitik und Industrie ein. Zum Teil auch mit polemisch-leidenschaftlich gewählten Worten, dass sollte man hier nicht außer Acht lassen, aber im Großteil einfach auch faktisch genauso als wahr nachweisbar. Das Wort Fossilität fällt in diesem Zusammenhang mehrfach. Absolut lesenswertes Plädoyer sich endlich für den Klimaschutz einzusetzen und dieses auch von der Politik als Ziel einzufordern. Lösungsansätze bringt die Aktivistin lediglich im Kleinen am Ende an, weißt aber in ihrem Text immer wieder auf Klimaforschende hin, die bereits vor Jahren passende Ideen präsentiert hatten.
Informativ und beschreibend
Das Buch ist weniger eine Anleitung für Mut, als eher eine Beschreibung wo wir herkommen und warum was und wer wie funktioniert. Luisa bringt aber viel aufs Papier, was ich mir schon dachte, aber nicht hätte formulieren können. Dazu gibt es interessantes, geschichtliches Hintergrundwissen. Es ist schnell gelesen, hat netterweise kurze Kapitel, informiert, regt sich mit mir auf und gibt am Ende noch Hoffnungsschimmer. Es geht nicht um perfekten Aktivismus, es geht um viele, die kleine Schritte tun!
Sollte jede:r gelesen haben
So ein wichtiges Buch! Es regt so sehr zum Nachdenken an über alles "was schon immer so war", es motiviert, für Veränderungen einzustehen und auch gegen Widerstände standzuhalten. Einen halben Stern Abzug gibt es von mir nur, da ich den Schreibstil teilweise schwierig finde (viele Fachwörter). Habe mir immer vorgestellt, das Buch auch meiner Mutter zu empfehlen aber ich glaube der Schreibstil würde sie überfordern. Dabei fände ich es so wichtig, das gerade die ältere Generation ins Hinterfragen kommt. Die Zeit, in der es "schon immer so war" ist für diese ja deutlich länger und daher noch normaler.
Interessant, informativ, aufrürttelnd.
Egal, ob als Einstieg in die Klima-Thematik, oder um sich Gründe, Folgen, Lösungsansätze, etc. der Klimakrise nocheinmal gebündelt vor Augen zu führen: Dieses Buch gibt einen guten Überblick und hilft einige Aspekte der Klimakrise (besser) zu verstehen. Mit "nur" 144 Seiten eigentlich ein kurzweiliges Buch, allerdings sind manche Formulierung etwas umständlich wodurch der Lesefluss stellenweise gehemmt wird. Ansonsten sehr informativ und sachlich, gegen Ende werden Emotionen etwas mehr einbezogen, wodurch das Lesen einfacher fällt. Einige Zitate werden auf jeden Fall im Gedächtnis bleiben und bei einigen Leser:innen (wie von Neubauer intendiert) zu mehr Verhaltensänderungen im Großen und Kleinen führen, davon bin ich überzeugt. Und wenn nicht, dann stößt dieses Buch zumindest zum Nachdenken an.
»Das Leben in der Klimakrise ist ein Leben in Widersprüchen, ein Leben zwischen den Welten. Zwischen Zerfall und Entstehung, zwischen Abschied und Anfang, zwischen Nostalgie und der Angst vor dem, was kommt, zwischen Leben und Überleben, zwischen all dem, was es zu lieben und zu hassen gibt.« (S. 106)
Luisa Neubauer gelingt es in diesem Buch, die Geschichte der Klimakrise prägnant, verständlich und dennoch sehr detailliert darzustellen. Ich wünsche mir, dass möglichst viele Menschen dieses Buch lesen und sich der Dringlichkeit des Themas bewusst werden. Die Klimakrise betrifft uns alle – wegzuschauen ist keine Option. Die letzten Seiten haben mir Mut gemacht und wertvolle Denkanstöße gegeben, was wir als Einzelne tun können.

Fazit: Ein absolut lesenswertes Buch, das zeigt, dass Mut in der Klimakrise keine Option, sondern eine Notwendigkeit ist.
Das Buch ist (größtenteils) in verständlicher Sprache geschrieben, die auch Menschen erreicht, die nicht tief in der "Umwelt-Bubble" stecken. Besonders der Einstieg ins Buch hat mir sehr gefallen! Das Buch ist irgendwie gleichermaßen frustrierend und ermutigend. Frustrierend, weil es die Dringlichkeit der Klimakrise und die Hürden im Kampf gegen diese Krise aufzeigt. Gleichzeitig gibt es aber auch Hoffnung – denn Luisa Neubauer zeigt auf, dass es Wege gibt, aktiv zu werden und Veränderungen zu bewirken. Sie macht Mut. Zwei Passagen sind mir besonders im Kopf geblieben: "Ein Fakt war in der Klimakrise also noch nie bloß ein Fakt. Von Sekunde null an wurden Fakten als verhandelbar dargestellt." – Dieses Zitat beschreibt genau die Problematik, die auch mir oft begegnet. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden in politischen und gesellschaftlichen Debatten häufig so behandelt, als seien sie eine Meinungssache, obwohl sie auf eindeutigen Daten beruhen. "Wer warnt, wird zum Apokalyptiker, wer sich sorgt, gilt als hysterisch, wer Konsequenz fordert, ist ein Teil der grünen Verbotskultur." – Dieses Zitat verdeutlicht gut, wie Menschen, die sich ernsthaft um die Klimakrise sorgen, oft abgewertet oder ins lächerliche gezogen werden. Es zeigt außerdem, wie eng es mit der ersten Aussage verknüpft ist: Wenn wissenschaftliche Fakten als verhandelbar gelten, wird jede Warnung als übertrieben dargestellt. Obwohl Luisa Neubauer selbst darauf hinweist, dass die Klimakrise kein (reines) Informationsproblem ist, wünschte ich auch bei diesem Buch, jede*r würde es lesen. Denn das Buch könnte vielleicht zumindest ein paar Menschen helfen, die Klimadebatte mit neuen Augen zu sehen. Es liefert wissenschaftliche Informationen und zeigt die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Barrieren des Kampfes gegen die Klimakrise. Fazit: Ein absolut lesenswertes Buch, das zeigt, dass Mut in der Klimakrise keine Option, sondern eine Notwendigkeit ist.

Die Klimakrise ist längst Alltag…
…und das ist natürlich erschreckend, mit was für einem Selbstverständnis dieser Zustand teilweise akzeptiert wird. Luisa Neubauer führt ihre Gedanken zur Entwicklung und zur aktuellen Lage der Klimakrise auf. Dabei gibt sie einige Gedankenanstöße. «Verzichten Sie auf unsinnige und überflüssige Produkte: Eine gute Übersicht bietet das Werbefernsehen, denn für die sinnlosen Güter muss die Industrie in einer Überflussgesellschaft den meisten Wirbel machen.» S.8 «Es gibt kaum eine Menschengruppe, die so viel Einfluss auf die Weltgeschichte hat wie die Gleichgültigen. Und das Bemerkenswerte daran ist, niemand spricht von ihnen» S.38 Politische Macht ist fast immer fossil. Das wurde hier deutlich gemacht. Aber auch, dass die Gesellschaft über die entsprechende Handlungsmacht verfügt, um auf eine positive Klimazukunft zu blicken. Ein interessantes Buch - liest sich schnell.
Wie immer gut
Das Buch ließt sich wie einer sehr langer Essay und diese Form passt sehr gut in die Rolle von Luisa Neubauer. Sie nutzt ihr herausragendes rhetorisches and analytisches Talent auf der Suche nach Antworten auf die größte Herausforderung für die Menschheit des 21. Jahrhunderts. Natürlich wurde alles, was sie schreibt irgendwie und irgendwo schon einmal gesagt und wirklich neue Ideen stecken nicht im Buch. Aber dennoch kann sie die Fäden mit einer beeindruckenden Klarheit zusammenführen und damit auch den Lesenden helfen, die Gedanken zur Klimakrise zu sortieren. Sie ist auch eine der wenigen, die es wirklich gut beherrscht neue Narrative jenseits von einer fossilen Welt zu erschaffen und diese gilt es zu verbreiten und zu multiplizieren. Ich kann das Buch also jedem empfehlen, selbst wenn mensch es nur kauft um ihren Aktivismus mitzufinanzieren.
"Was ist die Rolle des:der Einzelnen im Einsatz gegen die fossile Zerstörung und die Klimakrise?"
Ich empfinde große Bewunderung für Luisa Neubauer. Bei ihren Reden beeindruckte sie mich mich immer mit ihrer Schlagfertigkeit und ihrer Eloquenz. Deshalb habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut und wurde nicht enttäuscht. Schön kompakt, inspirierend und auf den Punkt gebracht. Hier wird auch kein moralischer Zeigefinger erhoben, sondern ein klarer und liebender Blick auf unsere Welt gerichtet.
Es ist doch alles so einfach!
Ich würde dieses Buch gerne zahlreichen Menschen in meinem Umfeld empfehlen. Ich weiß allerdings, dass sie es auf Grund der Autorin nicht mal anfassen könnten. Wenn man dieses Buch liest, denkt man sich die ganze Zeit „Ja klar, ist ja offensichtlich…“. Das Problem ist, für Leute außerhalb meiner Bubble ist es das eben nicht. Außerhalb dieser kleinen Bubble bestimmen die Springer-Medien, was die Menschen denken. Neubauer bringt alles exakt auf den Punkt und ich würde mir wünschen, dass jeder Mensch in Deutschland sich einmal mit diesem Werk auseinandersetzen muss.
Ein Buch über Krisen, Hoffnung und wie die Menschheit die eigene Lebensgrundlage zerstört. Ebenso eine Kritik an Machtpolitischen Strukturen, Patriarchalen Problemlagen und wie die Menschheit im Kapitalismus, die Menschlichkeit verlor. Ehrlich, interessant und direkt erzählt die Autorin und Aktivistin nicht nur ihre aktivistische Karriere, sondern auch unsere menschliche Geschichte rund um den Klimawandel. Und macht klar, wie lange die westlich privilegierte Welt weiß, was passieren kann und wird und doch nichts tut. Ein Buch was recht kurz ist aber sehr laut, gegen das kollektive Schweigen! Traurig, aber wahr. Kurz, knapp und sehr gut formuliert, ohne zu stark ins Wissenschaftliche abzutriften und mit Fremdworten um sich zu werfen. „Mut in der Klimakrise ist zusagen was ist und was sein könnte!“ Empfehle ich gerne weiter!

Ein unglaublich inspirierendes Buch!✨
Luisa Neubauer spricht hier alle Leute an: Die, die, ich sag mal, noch nicht überzeugt sind vom Klimaschutz als solches und die, die an der Einstellung eben jener Leute und an der scheinbaren Machtlosigkeit verzweifeln. Sie überzeugt erstere mit harten Fakten und zeigt zweiteren, wie man sich Hoffnung in der Klimakrise erarbeiten kann. Ein wirklich toller Schreibstil, mit vielen Aussagen, die mich sehr berührt haben. Ein absolutes Must Read💚🩵~
Ein Buch, das Mut macht! Luisa Neubauer beschreibt die Entwicklung und die Realität der Klimakrise sehr eindrücklich. Leider hilft Wissen über die Fakten nicht weiter. Die Fossilität ist wie ein Bollwerk. Die Ausführung hierzu waren für mich sehr interessant und anregend. Ebenso die Ausführungen zu der Menschengruppen der Gleichgültigen, wie von Rafik Schami beschrieben. Es ist ein Aufruf etwas zu tun, und zwar gemeinsam. Mut wächst dort, wo wir viele sind. Ein sehr empfehlenswertes Buch!
Kurzweilige Anekdoten ohne ganz klare Linie
Die Beschreibung der fossilen Gegenwart und Vergangenheit gelingt auch im anekdotenhaften Schreibstil gut, aber ich hatte mir mehr Antwort auf die Titelfrage gewünscht. Neubauer wünscht eine Ausformulierung von Prinzipien eines richtigen und trotzdem guten Lebens in der Klimakrise, gibt aber selbst keinen Input, wie dieses Leben und eine Vision, mit der man die Mehrheit mitnehmen kann, aussehen könnte
Lasst uns mutig sein!
Zwischen den ganzem Romance und Fantasy ein Fachbuch. Es war klein und wirklich gut geschrieben. Gefüllt mit Tipps, Wahrheiten und vor allem dem Mut und Hoffnung machen. Denn egal wie schlimm das alles im Moment ist, ist es nicht schön zu wissen, dass wir alle nicht allein sind? Danke Luisa fürs Inspirieren und mutig sein! ❤️🩹
Tja, entweder liegt es an mir oder doch am Buch, denn leider habe ich für mich nichts Neues erfahren. Klar ist, dass es kein Rezeptbuch ist, klar ist, dass es düster für unsere Zukunft aussieht. Klar ist auch, dass wir zum Untergang beitragen. Wir können leider nur Projekte starten, die unser Gewissen beruhigen und einen klitzekleinen Anteil daran haben, dass die Schussfahrt in Richtung Abgrund verlangsamt wird. Wie so oft braucht es die Masse vieler kleiner Teilchen, um etwas zu erreichen oder sich bzw. seiner Sache Gehör zu verschaffen. Alle zusammen können vielleicht die Weichen stellen, um die richtige Richtung vorzugehen. Man muss die Methoden von u.a. Fridays for Future nicht gut finden, aber man darf darauf auch nicht bockig reagieren und sich auf die andere Seite stellen. Schlussendlich geht uns Umweltschutz alle an, nicht nur für uns, sondern vor allem für unsere Kinder.
Die Klimakatastrophe verlangt allen viel ab. Wäre es einfacher, einfach die fossilen Pfade weiterzugehen? Nein, der Wandel ist nötig. Noch mehr: wir sind extrem spät dran. Wären wir mutiger, würde uns eine sauberer, leisere und günstigere Welt erwarten. Aber ohne unser Engagement werden die Profiteure des status quo zu Lasten der Zukunft ihre Gewinne einstreichen. Wie und warum wir aktiv werden müssen.
Empfehlung für den Einstieg
Mit Abschluss dieser kürzeren Lektüre zum Thema Klimakrise würde ich sagen, es ist ein guter Einstieg in dieses Themenfeld und ich würde es allen empfehlen, die damit starten wollen. Es liest sich wie eine gute Unterhaltung und hatte einen angenehmen Lesefluss. Auch wenn hintenraus, die einzelnen Abschnitte nicht mehr ganz so rund aneinander passten. Ich fand es interessant, die Geschichte der Menschheit der jüngeren Vergangenheit unter dem Klimaaspekt zu betrachten. Vieles kennt man, aber irgendwie war es einem dann doch nicht bewusst, wie sich die Fossilität dann auswirkt. Man könnte jetzt sagen, die Handlungsansätze fehlen, was kann man nun tun. Aber am Ende steht es ja auch so im Buch , eigentlich wissen wir es doch schon. Wir kennen zu Hauf auf den verschiedenen Ebenen die Stellschrauben, im großen wie im kleinen. Die Frage ist nur, wie lange wir noch gleichgültig bleiben wollen und ob wir einfach mal ein bisschen mutig sind.
Perspektiven die inspirieren
Dieses Buch liest sich ein wenig wie ein Notizbuch oder Exzerpte aus einem Tagebuch. Dennoch hat es Struktur und einen roten Faden. Auch wenn die einzelnen Gedanken nicht bahnbrechend sind, haben sie gleichzeitig etwas Etmutigendes und haben bei mir konkrete eigene Gedanken ausgelöst, wie ich selbst wirksamer sein kann. Ich glaube genau das ist das Ziel des Buches.
Eine absolute Leseempfehlung!
"Die fossile Lobby [...] unterwander[t] geplante Energiewenden und verbreite[t] Desinformation - als ginge es um ihr Überleben. Denn genau das tut es. Und das wissen sie." "Vor allem wächst Mut dort, wo wir viele sind." Diese beiden Zitate fassen das Buch ganz gut zusammen. Der Text frustriert und motiviert gleichermaßen.
Ein kleines, leichtes Buch mit großen, schweren Themen.
Ich hatte mir unter dem Titel einen Mutmacher vorgestellt, aber dieses Büchlein ist eher dazu da, um zu warnen, zu informieren und anzutreiben. Daran ist ja auch nichts verkehrt, ich möchte an dieser Stelle nur darauf hinweisen, falls Lesende sich nicht auf einen überwiegend negativen Inhalt einlassen möchten. Der Schreibstil hat mir gefallen und ich habe alles verstanden, obwohl ich sehr selten Sachbücher lese. Die Zitate sind gut gewählt und der Aufbau insgesamt hat dafür gesorgt, dass ich immer wieder zum Buch gegriffen habe. Ob der Aufbau wirklich gelungen ist, kann ich nicht sagen, da es schon ein wenig sprunghaft wirkt. Aber genau das hat ja dafür gesorgt, dass ich dran geblieben bin. Auch wenn der Inhalt anders war als erwartet, habe ich etwas dazu gelernt und Zusammenhänge verstanden. Fossilität ist ein interessantes Thema, man hätte es auch in den Titel schreiben können. Ich glaube, aus diesem Buch kann bestimmt jeder was für sich mitnehmen.
Den Ansatz und das Thema an und für sich finde ich wichtig. Ich bin aber ehrlich, dass mir der Schreibstil nicht so gefiel. Es war mir etwas zu fachlich geschrieben und nicht so verständlich für jedermann. Ich hätte mir auch mehr in Bezug zum Titel gewünscht, mehr Hinweise was man als einzelner Person machen kann.
Gutes Buch und schöner, naher Ansatz zur Krisenbewältigung bei jungen Menschen
Ich fand das Buch gut und schön geschrieben, das Thema ist natürlich in großen Teilen der Umwelt- und Klimaschutz. Super wichtiges Thema und die individuelle Krisenbewältigung ist ein Punkt der viel außer Acht gelassen wird. Leider fand ich das Buch teilweise etwas „chaotisch“, Kapitel sind oft nur eine oder 1,5 Seiten lang und dann sind wir direkt beim nächsten Thema. Zwar gehören diese alle zum Oberthema des Teils (Buch ist in 3 Teile geteilt) aber mir fehlte Struktur. Außerdem fand ich das Buch als Student in Sozialwissenschaften gut verständlich, ich bezweifle aber, dass ich es meiner Mutter in die Hand drücken könnte und sie das Buch ohne jegliche Verständnisprobleme lesen könnte. Finde ich schade, inhaltlich möchte ich ihr das nämlich auf alle Fälle nahelegen. Insgesamt aber wieder ein gelungenes Buch von Luisa Neubauer!
Ein Buch das zeigt warum die Fridays for Future Generation scheiterte
Nach der deutlichen und demokratischen Abwahl der Grünen, nach den Habeck Jahren , nachdem sich Baerbock schnell noch ein UN Posten sicherte, nachdem Hofreiter Deutschland immer tiefer in einen Krieg zog der kein deutscher Krieg ist wird in diesem Buch kein totes Pferd geritten, das Pferd ist schon Skelettiert , versteinert und hängt in einem naturhistorischen Museum. Zum Buch, der Stil erinnert an ein Habeck Buch, es ist eine Aneinanderreihung von Zitaten mit denen Neubauer versucht ihre Meinung zu untermauern, teils auch von Autoren die sich nicht mehr wehren können wie Shakespeare oder Orwell. Letzterer passt sehr gut , eine Frau aus einer Millionärsfamilie kann natürlich sehr locker über einen James Bond auf einem Fahrrad und dem Ende des Fossilen Zeitalters reden muss sie doch nicht jeden Tag auf Arbeit fahren um die Miete zu bezahlen. Sie wirbt für eine Art des neuen Sozialismus, der kein Sozialismus ist , weil er nur in der Reichen Grünen Bubble funktioniert. Und sie erwähnt natürlich nicht , dass es eben die Leute sind die gegen Atomkraft waren die heute sogar die deutsche Atombombe fordern, kein Wort zur grünen bigotterie, die deutschen sollen CO2 sparen während die Grünen immer in der Regierung waren als Deutschland in den Krieg zogen. Fakten sind in diesem Buch Auslegungssachen , zum Beispiel Nord Stream 2, Merkel hat den Strang genehmigt aber die Planungen für Nord Stream im ganzen waren Rot Grüne Angelegenheit, als Erdgas noch gute Energie war. Eigene Sachen beziehen sich eigentlich nur auf Omas Bücherregal, Gesprochen ist es wie eine KI vorlese stimme Insgesamt ein Buch der das Ende der Klimabewegung deutlich sichtbar macht.
„Was wäre, wenn wir mutig sind?“ von Luisa Neubauer ist ein Sachbuch, das sich mit den Ursachen und Auswirkungen der Klimakrise auseinandersetzt und dabei die Rolle gesellschaftlicher Strukturen und persönlicher Verantwortung hinterfragt. Luisa Neubauer, eine der bekanntesten deutschen Klimaaktivist:innen, ist Mitbegründerin von Fridays for Future Deutschland und hat sich mit ihrem Engagement international einen Namen gemacht. Ihr Buch versucht, Mut zum Wandel zu machen und gesellschaftliche Gewohnheiten kritisch zu beleuchten. Worum geht’s genau? Das Buch zeigt, wie sehr unsere Gesellschaft von fossilen Strukturen durchdrungen ist – von der EU bis hin zu unserem Alltag. Neubauer erläutert mittels des Begriffs der "Fossilität", wie fossile Interessen die Politik, Infrastruktur und soziale Normen geprägt haben, und wie schwer es ist, diese tief verwurzelten Gewohnheiten zu durchbrechen. Dabei wird klar, dass Klimawandel kein rein technisches Problem ist, sondern eine umfassende gesellschaftliche Transformation braucht. Meine Meinung Beim Lesen dieses Buches hat mich vor allem die ehrliche Auseinandersetzung mit den Widersprüchen der Klimakrise berührt. Neubauer beschreibt, wie schwer es ist, in einer Welt zu leben, die auf fossilen Privilegien fußt, und wie diese Privilegien oft so selbstverständlich wirken, dass wir ihre zerstörerische Wirkung kaum noch wahrnehmen. Allerdings bleibt das Thema soziale Klimagerechtigkeit für meinen Geschmack zu kurz und hätte mehr Raum verdient, um die komplexen sozialen Folgen der Klimakrise auf das Individuum noch deutlicher herauszuarbeiten. Manche Passagen empfand ich als etwas wiederholend und teilweise zu platt - hätte man sich sparen können. Der Schreibstil ist aber klar, ehrlich und gut verständlich, was das Lesen trotz der ernsten Thematik erleichtert. Womit ich auch Mühe hatte war die Struktur des Buches. Die Kapitel wirkten auf mich recht wahllos aneinandergereiht was auch dazu führte, dass die meisten Kapitel sehr kurz (nur 2-3 Seiten) lang waren. Meine Emotionen schwankten zwischen Hoffnung und Frustration. Hoffnung, weil Neubauer Mut macht, gesellschaftlichen Wandel möglich zu machen. Frustration, weil der fossile Status quo so hartnäckig und mächtig erscheint. Auch die Analyse, wie Infrastruktur und sogar öffentliche Plätze als politische Instrumente gegen Protest genutzt werden, machte mich nachdenklich. Ein persönlicher Punkt, den ich ansprechen möchte, ist Neubauers Haltung zu politischen Konflikten außerhalb der Klimakrise. Ihre anfängliche Positionierung zum Genozid in Gaza – die Distanzierung von internationalen Klima- und Friedensbewegungen und die Parteinahme zugunsten Israels – hat mich enttäuscht und ich kann das nicht nachvollziehen. Ich hätte mir von ihr eine klarere und empathischere Haltung gewünscht, gerade weil sie als Klimaaktivistin auch eine Stimme für (soziale) Gerechtigkeit sein sollte. Fazit „Was wäre, wenn wir mutig sind?“ ist ein wichtiges Buch, das komplexe Zusammenhänge der Klimakrise verständlich macht und Mut zum gesellschaftlichen Wandel fordert. Trotz einiger inhaltlicher Schwächen und fehlender Tiefe bei der sozialen Klimagerechtigkeit ist es lesenswert und regt zum Nachdenken an. Für mein Empfinden verdient es 3 von 5 Sternen, ich hab mich mit dem Thema aber auch schon davor beschäftigt und es waren nicht so viele neue Dinge dabei. Ich danke NetGalley und dem Rowohlt Verlag herzlich für das Rezensionsexemplar.













































