Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten
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Book Information
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Alice Hasters wurde 1989 in Köln geboren. Sie lebt und arbeitet als Autorin und Publizistin in Berlin. Sie war unter anderem für das Jugendprogramm Funk tätig, entwickelte Social Media Formate für die Tagesschau und den RBB und moderierte bei Deutschlandfunk Nova. Mit Maxi Häcke spricht sie im Podcast Feuer & Brot über Feminismus und Popkultur. Ihr erstes Buch Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten belegte Platz 5 der Jahresbestsellerliste Sachbuch im Paperback 2020. Für ihre Bildungsarbeit zum Thema Rassismus wurde sie 2020 zur Kulturjournalistin des Jahres gewählt.
Posts
beendet am: 20.04.26 Sprache: Deutsch < „Darf ich mal deine Haare anfassen?", "Kannst du Sonnenbrand bekommen?", "Wo kommst du her?" Wer solche Fragen stellt, meint es meist nicht böse. Aber dennoch: Sie sind rassistisch. Warum, das wollen weiße Menschen oft nicht hören. Alice Hasters erklärt es trotzdem. Eindringlich und geduldig beschreibt sie, wie Rassismus ihren Alltag als Schwarze Frau in Deutschland prägt. Dabei wird klar: Rassismus ist nicht nur ein Problem am rechten Rand der Gesellschaft. Und sich mit dem eigenen Rassismus zu konfrontieren, ist im ersten Moment schmerzhaft, aber der einzige Weg, ihn zu überwinden. > Ein sehr wichtiges Buch, da Rassismus leider immer noch Teil unserer Gesellschaft ist. Auch wenn man sich intensiv mit dem Thema befasst hat, gibt es trotzdem einige Sachen, die man nicht weiß oder über die man sich einfach keine Gedanken machen musste. Alice Hasters erzählt hier aus ihrem eigenen Alltag und lässt mich als Leser bedrückt und wütend, aber auch hoffnungsvoll zurück. Denn, die Situation ist nicht unlösbar und es ist möglich Rassismus zu minimieren oder hoffentlich ganz zu beenden. Das wichtigste, was ich aus diesem Buch mitgenommen habe, steht auch schon im Klappentext, nämlich: Aussagen und Handlungen müssen nicht mit böser Absicht oder Wertung erfolgen, um trotzdem rassistisch zu sein. Und, auch sogenannter „positiver Rassismus“, bei welchem rassistische Komplimente gemacht werden, ist problematisch, da er den Menschen ihre Individualität abspricht und ihre Leistungen untergräbt. Ignoranz ist eine Form der Mikroaggression, da sie bewusst das Thema und die Probleme, die bestehen, verdrängt und sie dadurch nicht besser werden können. Daher sollte man auf den Vorwurf, etwas rassistisches gesagt oder getan zu haben nicht direkt abwehrend reagieren, sondern mit Offenheit und dem Willen zu lernen und das eigene Verhalten zu überdenken. Rassismus ist leider noch so tief in der Gesellschaft verankert, dass einem manchmal gar nicht bewusst ist, dass eine Sache eben rassistisch ist. Zum Thema kulturelle Aneignung sagt die Autorin, dass Kultur lebendig und organisch sei. Aber diejenigen, die uns mit Kultur bereichern sollen auch diejenigen sein, die davon profitieren, oder zumindest nicht aufgrund ihrer Kultur diskriminiert werden. Die Differenz zwischen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus fand ich auch interessant: “Fremdenfeindlichkeit existiert, wenn Menschen nur eine bestimmte Norm kennen, Rassismus existiert, wenn Menschen nur eine bestimmte Norm akzeptieren. Rassismus folgt außerdem den systemischen Machtstrukturen, Fremdenfeindlichkeit nicht.” Das Buch hat mich viel aufmerksamer auf den Sprachgebrauch in allgemeinen Medien und Umfeldern achten lassen. Ich fand es sehr informativ und empfehle das Buch auf jeden Fall!
Es ist immer schmerzhaft und bereichernd wenn man mit sich selbst konfrontiert wird.
Ich bin mit dem überheblichen Gefühl in das Buch gestartet doch ziemlich gebildet und reflektiert zu sein. So sehr dies hoffentlich immer noch stimmt, was die bloßen Fakten angeht, mochte ich die Art wie diese zur Introspektion und der kritischen Perspektive auf sich selbst eingeladen hat. Ich hab einiges neues gelernt und vor allem bin ich mit Nachdruck an meine Privilegien erinnert und um einen kritischen Umgang mit ihnen gebeten worden. Wie der Titel schon sagt, sollten weisse Menschen dieses Buch lesen!
Leider nur 4 Sterne ⭐️
Okay, ich glaub ich beginne so: Hätte ich die Rezi direkt nach Beenden des Hörbuches geschrieben, wären es fünf Sterne. Vielleicht auch einfach nur aus Prinzip. Doch nun, zwei ( oder sogar drei 😅) Wochen später, kann ich die nicht mehr hergeben. Doch besonders das Warum musste mir selbst erst mal deutlich werden, bevor ich es hier mit euch teile. Es lag nämlich vor allem daran, dass es mir einfach nicht zeigen konnte, was ich denn nun wirklich tun kann. Es wird einem eher deutlich gemacht, dass man es nur falsch machen kann. Natürlich wird viel auch eindeutig falsch gemacht, doch ich würde auch gern mal etwas richtig machen im Umgang mit BIPOC. Alice Hasters meint es ja gut, und es ist ihr gutes Recht auch aufzuzeigen, was ihr wiederfahren ist, aber es wird mir nun auch nicht klar, was ich besser machen könnte. Doch es schwingt unter anderem auch etwas passive Aggressivität mit, die sie an die Leute richtet, die sich freiwillig mit dem Thema befassen wollen. Ach, keine Ahnung. 🤷♂️ Viel wurde in dem Buch bzw. Hörbuch ja auch gut gemacht. Der Schreibstil war flüssig und es wurde sehr gut von der Autorin selbst eingesprochen. Auch der Part in dem die Geschichte von BIPOC beleuchtet wurde, hat mir gut gefallen. Man hat Neues gelernt, was einem sonst keiner sagt. Schlussendlich muss ich wohl weiter suchen, wenn ich ein Buch suche, das mir auch wirklich weiterhilft um mich dahingehend auch zu verbessern. Das mir etwa auch mehr Erfahrungen aufzeigen kann, die geteilt werden.

ein buch das regelmäßig sprachlos macht
die autorin alice hasters schreibt eine unglaublich wichtige erzählung über ihre persönlichen erfahrungen mit alltagsrassismus als Schwarze frau in deutschland und zeigt dabei richtigerweise auf, dass rassismus kein randphänomen eingeschweisster neo-nazi-gruppen ist, sondern innerhalb der gesellschaft in allen möglichen begebenheiten des alltags auftritt, die kolonialzeit, und europäische und deutsche kolonialverbrechen und völkermorde über die der deutsche geschichtsunterricht in der regel wenig worte verliert, sowie die folgen von verschiedenen rassistischen strukturen. das buch unterstreicht glasklar wie viel rassistische denkmuster weiterhin vorherrschen und wie gefährlich dies noch immer ist. der text regt extrem zum nachdenken an und beabsichtigt, die leserschaft ihre eigenen denkmuster und zu reflektieren, da rassismus ein akt der gewalt ist der von weissen etabliert wurde, um eine machtordnung zu festigen. persönlich habe ich das buch als hörbuch gehört und finde dabei grundsätzlich immer super, wenn die autor:innen von büchern auch selbst den text einlesen, wie in diesem fall!
Sollte man wirklich gelesen haben. Super interessante und erschreckende Einblicke. Oft einfach nur zum Kopf schütteln.
„Ich setzte mich auf meinen Platz, ein Stuhl mit eingebautem Tisch. »Hey Germany«, sagte der Junge neben mir. Das sollte mein neuer Spitzname werden: Germany. Da musste ich erst einmal über den Atlantik fliegen, um als deutsch angesehen zu werden.“ „Rassismus hingegen ist immer eine auferlegte Fremdzuschreibung. Fremdenfeindlichkeit existiert, wenn Menschen nur eine bestimmte Norm kennen, Rassismus existiert, wenn Menschen nur eine bestimmte Norm akzeptieren.“ „Ich traute mich nicht, mich zu den anderen Schwarzen zu setzen. Denn wenn ich das tat, musste ich mich mit der Realität konfrontieren, dass ich nicht so war wie sie. In Deutschland, vor dem Fernseher, war es ein Leichtes, sich mit Afroamerikaner*innen zu identifizieren. Doch hier merkte ich, wie deutsch ich war. Ich redete anders als sie, ich kannte die Spiele nicht, die sie spielten, ich trug andere Klamotten und glättete meine Haare nicht wie die anderen Mädchen. Das war mir unangenehm. Es bedeutete, dass es kein Land gab, in dem ich nicht »anders« war. Der Wunsch, hier die Zugehörigkeit zu erleben, die ich in Deutschland nicht fand, würde unerfüllt bleiben. Nicht Schwarz genug in den USA, nicht deutsch genug zu Hause. Nie, nie genug.“ „Weiße Menschen, die auf »exotische Typen« stehen, beschreiben sich meist als neugierig, abenteuerlustig und unkonventionell. Als seien sie Indiana Jones und wir BIPoC ein Tempel, den es zu entdecken gelte. Ich fühle mich auch wie Indiana Jones - allerdings eher in meinen Versuchen, diesen Menschen auszuweichen. Solche Leute glauben zum Beispiel, dass »nubische Prinzessin« ein guter Kosename für eine Schwarze Frau wäre. Vokabeln wie »feurig«, »temperamentvoll« und - ganz schlimm - »wild« halten sie ebenfalls für angebracht, wenn sie Schwarze Frauen beschreiben. Es ist vielleicht nicht so schwer nachzuvollziehen, dass ich weder ein Tempel sein, noch entdeckt werden möchte und dass ich das Wort »exotisch« zum Kotzen finde.“
Sollte man gelesen haben. Durch den flüssigen Schreibstil, der einem manchmal wie eine Erzählung aus Alice Hasters Leben vorkommt, ist dieses schwierige Thema leicht verständlich und wirkt an teilweise autobiografisch. Welches einen frischen Wind in das Fachbuch bringt und somit leicht zu lesen ist.
Ein wichtiges Buch, wie ich finde. Ich konnte sehr viel lernen und habe gemerkt, dass ich in meiner Vergangenheit hier und da Verhaltensweisen gezeigt habe, von denen ich nicht wusste, dass sie kritisch sind. Ich bin sehr froh, das Hörbuch gehört zu haben und bin jetzt auf jeden Fall aufmerksamer! Die Autorin liest sehr gut 😊
Große Empfehlung! Dieses Buch sollte schulische Pflichtlektüre sein!
Ich bin schockiert ... Aber vor allem darüber, wie oft mich der Inhalt schockiert hat! Ob ich mir jetzt die Frage Stelle, was man hier in Deutschland nun überhaupt noch sagen darf? Klares Nein! War das Buch unbequem zu lesen? Ja, und das ist auch gut so! Ich selbst, als deutsche, weiße Frau, habe das Privileg mit Rassismus bisher relativ wenig Berührungspunkte zu haben. Gerade deshalb finde ich es extrem wichtig, sich mit dem Thema ernsthaft und selbstkritisch auseinander zu setzen. Unwissenheit ist keine Entschuldigung und Ignoranz nur weil man sich damit "unwohl" fühlt nicht weniger Rassistisch! Am Ende muss jeder selbst entscheiden, was genau man aus dem Buch für sich selbst mitnimmt. Für mich jedenfalls steht fest, dass "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten" nicht meine letzte Lektüre zu diesem Thema war.
Die großen Missionare, Dichter, Philosophen Politiker, Mediziner, Forscher, Historiker. Alle haben bekanntlich zwei Sachen gemeinsam: sie sind männlich und weiß. Alice zeigt ihn ihrem Buch noch eine Gemeinsamkeit: Ihre Erkenntnisse und Errungenschaften beruhen auf das Leid und die Ausbeutung von BIPoCs (Black, Indigenous People of Color). Mir war vorher schon bewusst gewesen, dass hinter all dem mehr steckt, aber Alice macht deutlich auf WIE VIELEN Ebenen wirklich Rassismus verankert ist. Dabei werden Geschichten aus ihrem Leben zerpflückt und weitergedacht. Neu gedacht. Ein richtig tolles Buch, was nicht so verkrampft und unnötig kompliziert geschrieben wurde.
Muss man in 2025 gelesen haben!
Die Autorin schildert auf sympathische und nachvollziehbare Weise ihre Erfahrungen und Gedankengänge. Es ist nicht immer leicht und stellenweise durchaus emotional. Umso wichtiger ist ihr Buch! Die Texte sind authentisch, ehrlich und mit der richtigen Menge kritischem Denken versehen. Wichtige Begriffe zum Thema Diskriminierung werden zugänglich und verständlich Erklärt. Lösungen zu Problemen werden ebenfalls benannt. In den ersten Seiten etabliert sie die Rahmenbedingungen des Buches. Sie erkennt ihre spezifische Sichtweise an und stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Teilweise wollte ich ganze Kapitel markieren. Auch wenn das Buch aus dem Jahre 2020 stammt ist es aktueller denn je. Daher mein Fazit: Egal ob man viel ohne wenig zu den Themen Rassismus und Feminismus weiß, man muss es gelesen haben !
Tolles und persönliches Buch zu Alltagsrassismus
Alice Hasters schreibt in ihrem Buch sehr persönlich über ihre Kindheit und Jugend. Dabei zählt sie etliche Situationen auf, in denen ihr gespiegelt wird, dass sie anders ist. Dabei sind viele Situationen dabei, die vielleicht nicht sonderlich schlimm wirken, aber doch verletzend sind, gerade wenn sie sich häufen. Das Buch sorgt für Empathie, mir war es jedoch ein bisschen zu persönlich.
Must Read
Bewertung: Must Read Wie der Titel schon sagt: ein Buch, das weiße Menschen gelesen haben sollten um sich mit ihrem internalisierten Rassismus auseinander zu setzen und diesem zu begegnen. Historischen Kontext und allgemeine Informationen ergänzt Alice Hasters mit ihren persönlichen Rassismuserfahrungen. Oft unangenehm und schwer ertragbar, zu lesen, was schwarzen angetan wurde und wird, aber so soll es ja auch sein, wenn ich mich als weiße Person mit Rassismus, dem ich selber nicht ausgesetzt bin, auseinandersetzen muss. Und noch immer Kein Vergleich zu dem, was schwarze Personen tagtäglich erleiden müssen und nicht sollten. Hat mich wie schon Exit Rassism (große Empfehlung) berührt und zum reflektieren gebracht.
Man erfährt viel darüber, wie Rassismus entstand und wieso er sich hartnäckig hält. Man erfährt einiges über Alltagsrassismus. Im Vordergrund steht allerdings die Biographie der Autorin. Alice Hasters neigt zu Spekulationen und Verallgemeinerungen und ihr Ton ist leider oft unangemessen aggressiv. Wen will sie damit erreichen? Ihre Leser*innen sind doch Menschen, die sich bewusst und freiwillig mit diesem Thema auseinandersetzen. Schwierig.
Wichtiges Buch!
Guter Einstieg für Personen, die zwar gegen Rassismus sind, aber bisher nur wenig darüber gelesen haben. Ein Abriss über Grundstruktur und Wirkweise von Rassismus, dem die eigenen Erfahrungen der Autorin gegenübergestellt werden, was sie sehr eindrücklich erfahrbar machen. Danach aber bitte weiterlesen und tiefer in die Thematik eintauchen.
Dieses Buch öffnet Augen, schockiert, macht traurig, wütend - und das nicht nur auf die Welt, nicht auf die anderen, sondern auch auf sich selbst, weil man selbst endlich begreift, wie viel man in all der Zeit nicht gesehen hat, wie viel man lernen muss. Und es ist wirklich Zeit, mit dem Lernen zu beginnen.
Es ist schon nicht ganz einfach eine Meinung über ein Buch zu diesem Thema zu verfassen. Die Wiedergabe von erlebten Situationen hat es für Jemanden wie mich sehr anschaulich gemacht. Viele dieser Situationen haben mich sehr überrascht, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass das aus den Mündern mancher Menschen kommt. Ekelhaft. Ansonsten hat man stellenweise auf jeden Fall allein durch den Schreibstil sehr viel Wut verspürt. Dazu muss ich sagen, dass das zwar ganz natürlich und verständlich ist, aber trotzdem beim Lesen manchmal genervt hat. Natürlich ist das ganze keine Geschichte, sondern eine Ansammlung persönlicher Erfahrungen und dadurch sprunghaft, trotzdem hätte ich es mir irgendwie dynamischer erwünscht. Leider nur 3 Sterne für mich.
"Rassismus zu bekämpfen ist keine Sache der Höflichkeit. Menschen müssen verstehen, was hinter ihren rassistischen Handeln steckt."
Wie kann man rassistisch sein, wenn man doch eigentlich gar nicht rassistisch sein will? Dieses (Hör-)Buch gibt quasi Hilfestellung, wie Rassismus aussehen kann und welche Wirkung und Folgen er haben kann. Rassismus versteckt sich hinter Dingen wie eine Person einfach auf Englisch anzusprechen, weil sie "nicht deutsch" aussieht. Alice Hasters beschreibt, wie im Hörbuch im Vorwort angesprochen, wie der Rassismus im Kleinen sich auf das Große auswirkt - an einem bestimmten Beispiel: sie selbst. Also ja, es hat demzufolge natürlich autobiografische Züge, wie viele Vorkommentator*innen bemängeln. Und ich finde das gut, so wird der "Alltagsrassismus" greifbarer und realer. Bei ausgedachten, aber realitätsnahen Ereignissen neigen Menschen ja doch dazu zu sagen "Ja, aber das ist ja ausgedacht." Zudem geht Alice auf viele historische Ereignisse ein, die so in meinem Geschichtsunterricht behandelt werden und ich persönlich bin dafür sehr dankbar!
Wie Rassismus unseren Alltag beherrscht… Und wir merken es noch nicht einmal. Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet, mir die Geschichte noch einmal nähergebracht und ich habe eine Menge gelernt! JA, dieses Buch polarisiert! Und das ist genau DAS, was unsere verkorkste Gesellschaft braucht. Macht endlich die Augen auf und seht, wie viel hier eigentlich falsch läuft. Ich könnte jetzt eine Grundsatzdiskussion beginnen und sagen, wie gut es uns allen geht und doch würden wieder irgendwelche Neider um die Ecke springen, und mich vom Gegenteil überzeugen wollen. Hier haben wir endlich mal eine Autorin, die den Mund aufmacht, weil sie die Schnauze voll hat. Völlig verständlich, wenn man bedenkt, dass sie ihr Leben lang mit ihrer Hautfarbe, ihren Haaren und ihrem Hintern konfrontiert wird. Weil sie eben anders aussieht als der „typische“ Deutsche. Als ob es das überhaupt noch gäbe. Ich glaube ja, dass wir alle wenigstens eine andere Nationalität in unseren Genen tragen. Wenn ich mir die ganzen schlechten Rezensionen so ansehe, glaube ich, die haben das Buch gar nicht gelesen oder sind so verblendet und ignorant, dass sie einfach nicht sehen, wie Recht die Autorin mit ihren Worten hat. Eben so RICHTIGE Deutsche. Da kann jetzt einer interpretieren, was er will… Wir sind alles Menschen! Und es ist verdammt egal, wo wir herkommen, welche Hautfarbe wir haben oder wie unsere Haare aussehen. Unser Blut ist ROT! Unser aller Blut. Wir kochen alle mit Wasser und jede/r hat seine ganz individuelle Persönlichkeit, Intelligenz, Körperbau, ich könnte ewig so weiter machen. Am Ende sind wir doch alle irgendwie und durch eine Trilliarde Ecken verwandt. Wir waren schließlich alles mal Affen und die Evolution hat uns zu Homo Sapiens gemacht. Wir sind alle gleich! Und genauso gehört auch jede/r gleich behandelt und akzeptiert. Ein fantastisches Werk von einer beeindruckenden Frau, die hoffentlich noch viel mehr Bücher über dieses Thema schreibt, denn es ist zu wichtig, um es still zu schweigen. Bitte sehr viel mehr davon und genauso ehrlich und auf den Punkt gebracht! Vielen Dank, Frau Hasters!
Ganz klare Empfehlung für alle, die sich mit dem Thema Rassismus (auch dem eigenen internalisiertem, oft unbewusstem) auseinandersetzen möchten. Es war nicht immer leicht zu hören, aber wichtig und hat mir enorm geholfen mich in die Lage von BIPOC hineinzuversetzen. Wir als Gesellschaft haben noch viel zu lernen.
Als Tochter eines weißen und eines schwarzen Elternteils kann ich viele der in diesem Buch beschriebenen Situationen nachvollziehen. Vieles habe ich selbst schon erlebt, z.B. dass mir einfach jemand fremdes an die Haare fasst oder die Frage Wo kommst du her mit der Unterstellung, dass ich ja nicht deutsch sein kann. Oder dass ich schon im Vorhinein auf Englisch angesprochen werde von offensichtlich weißen Deutschen. Das Buch tut weh und das soll es auch.
Offen, ehrlich, unangenehm - der Titel ist selbsterklärend
Ein Buch das zum Nachdenken anregt und absichtlich unangenehm ist. Die Autorin liest das Buch selbst - verständlich, eindringlich, offen. "Selten fühlen sich weiße Menschen so angegriffen, allein und missverstanden wie dann wenn man sie oder ihre Handlungen rassistisch nennt." Es werden von der Autorin persönliche Erlebnisse mit Fakten untermauert. Alltagsrassismus und offene Anfeindungen werden genauso angesprochen wie Empfindungen. Auch wenn etwas nicht böse gemeint ist kann manches Verhalten doch verletzend sein. Die Autorin beschreibt das "wie kleine Mückenstiche" die in Summe auch weh tun. Wie privilegiert wir weiße Menschen eigentlich sind, wie sehr wir davon ausgehen dass wir die Norm sind beschäftigt mich. Für mich ein Buch das gelesen oder gehört werden sollte.
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Alice Hasters wurde 1989 in Köln geboren. Sie lebt und arbeitet als Autorin und Publizistin in Berlin. Sie war unter anderem für das Jugendprogramm Funk tätig, entwickelte Social Media Formate für die Tagesschau und den RBB und moderierte bei Deutschlandfunk Nova. Mit Maxi Häcke spricht sie im Podcast Feuer & Brot über Feminismus und Popkultur. Ihr erstes Buch Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten belegte Platz 5 der Jahresbestsellerliste Sachbuch im Paperback 2020. Für ihre Bildungsarbeit zum Thema Rassismus wurde sie 2020 zur Kulturjournalistin des Jahres gewählt.
Posts
beendet am: 20.04.26 Sprache: Deutsch < „Darf ich mal deine Haare anfassen?", "Kannst du Sonnenbrand bekommen?", "Wo kommst du her?" Wer solche Fragen stellt, meint es meist nicht böse. Aber dennoch: Sie sind rassistisch. Warum, das wollen weiße Menschen oft nicht hören. Alice Hasters erklärt es trotzdem. Eindringlich und geduldig beschreibt sie, wie Rassismus ihren Alltag als Schwarze Frau in Deutschland prägt. Dabei wird klar: Rassismus ist nicht nur ein Problem am rechten Rand der Gesellschaft. Und sich mit dem eigenen Rassismus zu konfrontieren, ist im ersten Moment schmerzhaft, aber der einzige Weg, ihn zu überwinden. > Ein sehr wichtiges Buch, da Rassismus leider immer noch Teil unserer Gesellschaft ist. Auch wenn man sich intensiv mit dem Thema befasst hat, gibt es trotzdem einige Sachen, die man nicht weiß oder über die man sich einfach keine Gedanken machen musste. Alice Hasters erzählt hier aus ihrem eigenen Alltag und lässt mich als Leser bedrückt und wütend, aber auch hoffnungsvoll zurück. Denn, die Situation ist nicht unlösbar und es ist möglich Rassismus zu minimieren oder hoffentlich ganz zu beenden. Das wichtigste, was ich aus diesem Buch mitgenommen habe, steht auch schon im Klappentext, nämlich: Aussagen und Handlungen müssen nicht mit böser Absicht oder Wertung erfolgen, um trotzdem rassistisch zu sein. Und, auch sogenannter „positiver Rassismus“, bei welchem rassistische Komplimente gemacht werden, ist problematisch, da er den Menschen ihre Individualität abspricht und ihre Leistungen untergräbt. Ignoranz ist eine Form der Mikroaggression, da sie bewusst das Thema und die Probleme, die bestehen, verdrängt und sie dadurch nicht besser werden können. Daher sollte man auf den Vorwurf, etwas rassistisches gesagt oder getan zu haben nicht direkt abwehrend reagieren, sondern mit Offenheit und dem Willen zu lernen und das eigene Verhalten zu überdenken. Rassismus ist leider noch so tief in der Gesellschaft verankert, dass einem manchmal gar nicht bewusst ist, dass eine Sache eben rassistisch ist. Zum Thema kulturelle Aneignung sagt die Autorin, dass Kultur lebendig und organisch sei. Aber diejenigen, die uns mit Kultur bereichern sollen auch diejenigen sein, die davon profitieren, oder zumindest nicht aufgrund ihrer Kultur diskriminiert werden. Die Differenz zwischen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus fand ich auch interessant: “Fremdenfeindlichkeit existiert, wenn Menschen nur eine bestimmte Norm kennen, Rassismus existiert, wenn Menschen nur eine bestimmte Norm akzeptieren. Rassismus folgt außerdem den systemischen Machtstrukturen, Fremdenfeindlichkeit nicht.” Das Buch hat mich viel aufmerksamer auf den Sprachgebrauch in allgemeinen Medien und Umfeldern achten lassen. Ich fand es sehr informativ und empfehle das Buch auf jeden Fall!
Es ist immer schmerzhaft und bereichernd wenn man mit sich selbst konfrontiert wird.
Ich bin mit dem überheblichen Gefühl in das Buch gestartet doch ziemlich gebildet und reflektiert zu sein. So sehr dies hoffentlich immer noch stimmt, was die bloßen Fakten angeht, mochte ich die Art wie diese zur Introspektion und der kritischen Perspektive auf sich selbst eingeladen hat. Ich hab einiges neues gelernt und vor allem bin ich mit Nachdruck an meine Privilegien erinnert und um einen kritischen Umgang mit ihnen gebeten worden. Wie der Titel schon sagt, sollten weisse Menschen dieses Buch lesen!
Leider nur 4 Sterne ⭐️
Okay, ich glaub ich beginne so: Hätte ich die Rezi direkt nach Beenden des Hörbuches geschrieben, wären es fünf Sterne. Vielleicht auch einfach nur aus Prinzip. Doch nun, zwei ( oder sogar drei 😅) Wochen später, kann ich die nicht mehr hergeben. Doch besonders das Warum musste mir selbst erst mal deutlich werden, bevor ich es hier mit euch teile. Es lag nämlich vor allem daran, dass es mir einfach nicht zeigen konnte, was ich denn nun wirklich tun kann. Es wird einem eher deutlich gemacht, dass man es nur falsch machen kann. Natürlich wird viel auch eindeutig falsch gemacht, doch ich würde auch gern mal etwas richtig machen im Umgang mit BIPOC. Alice Hasters meint es ja gut, und es ist ihr gutes Recht auch aufzuzeigen, was ihr wiederfahren ist, aber es wird mir nun auch nicht klar, was ich besser machen könnte. Doch es schwingt unter anderem auch etwas passive Aggressivität mit, die sie an die Leute richtet, die sich freiwillig mit dem Thema befassen wollen. Ach, keine Ahnung. 🤷♂️ Viel wurde in dem Buch bzw. Hörbuch ja auch gut gemacht. Der Schreibstil war flüssig und es wurde sehr gut von der Autorin selbst eingesprochen. Auch der Part in dem die Geschichte von BIPOC beleuchtet wurde, hat mir gut gefallen. Man hat Neues gelernt, was einem sonst keiner sagt. Schlussendlich muss ich wohl weiter suchen, wenn ich ein Buch suche, das mir auch wirklich weiterhilft um mich dahingehend auch zu verbessern. Das mir etwa auch mehr Erfahrungen aufzeigen kann, die geteilt werden.

ein buch das regelmäßig sprachlos macht
die autorin alice hasters schreibt eine unglaublich wichtige erzählung über ihre persönlichen erfahrungen mit alltagsrassismus als Schwarze frau in deutschland und zeigt dabei richtigerweise auf, dass rassismus kein randphänomen eingeschweisster neo-nazi-gruppen ist, sondern innerhalb der gesellschaft in allen möglichen begebenheiten des alltags auftritt, die kolonialzeit, und europäische und deutsche kolonialverbrechen und völkermorde über die der deutsche geschichtsunterricht in der regel wenig worte verliert, sowie die folgen von verschiedenen rassistischen strukturen. das buch unterstreicht glasklar wie viel rassistische denkmuster weiterhin vorherrschen und wie gefährlich dies noch immer ist. der text regt extrem zum nachdenken an und beabsichtigt, die leserschaft ihre eigenen denkmuster und zu reflektieren, da rassismus ein akt der gewalt ist der von weissen etabliert wurde, um eine machtordnung zu festigen. persönlich habe ich das buch als hörbuch gehört und finde dabei grundsätzlich immer super, wenn die autor:innen von büchern auch selbst den text einlesen, wie in diesem fall!
Sollte man wirklich gelesen haben. Super interessante und erschreckende Einblicke. Oft einfach nur zum Kopf schütteln.
„Ich setzte mich auf meinen Platz, ein Stuhl mit eingebautem Tisch. »Hey Germany«, sagte der Junge neben mir. Das sollte mein neuer Spitzname werden: Germany. Da musste ich erst einmal über den Atlantik fliegen, um als deutsch angesehen zu werden.“ „Rassismus hingegen ist immer eine auferlegte Fremdzuschreibung. Fremdenfeindlichkeit existiert, wenn Menschen nur eine bestimmte Norm kennen, Rassismus existiert, wenn Menschen nur eine bestimmte Norm akzeptieren.“ „Ich traute mich nicht, mich zu den anderen Schwarzen zu setzen. Denn wenn ich das tat, musste ich mich mit der Realität konfrontieren, dass ich nicht so war wie sie. In Deutschland, vor dem Fernseher, war es ein Leichtes, sich mit Afroamerikaner*innen zu identifizieren. Doch hier merkte ich, wie deutsch ich war. Ich redete anders als sie, ich kannte die Spiele nicht, die sie spielten, ich trug andere Klamotten und glättete meine Haare nicht wie die anderen Mädchen. Das war mir unangenehm. Es bedeutete, dass es kein Land gab, in dem ich nicht »anders« war. Der Wunsch, hier die Zugehörigkeit zu erleben, die ich in Deutschland nicht fand, würde unerfüllt bleiben. Nicht Schwarz genug in den USA, nicht deutsch genug zu Hause. Nie, nie genug.“ „Weiße Menschen, die auf »exotische Typen« stehen, beschreiben sich meist als neugierig, abenteuerlustig und unkonventionell. Als seien sie Indiana Jones und wir BIPoC ein Tempel, den es zu entdecken gelte. Ich fühle mich auch wie Indiana Jones - allerdings eher in meinen Versuchen, diesen Menschen auszuweichen. Solche Leute glauben zum Beispiel, dass »nubische Prinzessin« ein guter Kosename für eine Schwarze Frau wäre. Vokabeln wie »feurig«, »temperamentvoll« und - ganz schlimm - »wild« halten sie ebenfalls für angebracht, wenn sie Schwarze Frauen beschreiben. Es ist vielleicht nicht so schwer nachzuvollziehen, dass ich weder ein Tempel sein, noch entdeckt werden möchte und dass ich das Wort »exotisch« zum Kotzen finde.“
Sollte man gelesen haben. Durch den flüssigen Schreibstil, der einem manchmal wie eine Erzählung aus Alice Hasters Leben vorkommt, ist dieses schwierige Thema leicht verständlich und wirkt an teilweise autobiografisch. Welches einen frischen Wind in das Fachbuch bringt und somit leicht zu lesen ist.
Ein wichtiges Buch, wie ich finde. Ich konnte sehr viel lernen und habe gemerkt, dass ich in meiner Vergangenheit hier und da Verhaltensweisen gezeigt habe, von denen ich nicht wusste, dass sie kritisch sind. Ich bin sehr froh, das Hörbuch gehört zu haben und bin jetzt auf jeden Fall aufmerksamer! Die Autorin liest sehr gut 😊
Große Empfehlung! Dieses Buch sollte schulische Pflichtlektüre sein!
Ich bin schockiert ... Aber vor allem darüber, wie oft mich der Inhalt schockiert hat! Ob ich mir jetzt die Frage Stelle, was man hier in Deutschland nun überhaupt noch sagen darf? Klares Nein! War das Buch unbequem zu lesen? Ja, und das ist auch gut so! Ich selbst, als deutsche, weiße Frau, habe das Privileg mit Rassismus bisher relativ wenig Berührungspunkte zu haben. Gerade deshalb finde ich es extrem wichtig, sich mit dem Thema ernsthaft und selbstkritisch auseinander zu setzen. Unwissenheit ist keine Entschuldigung und Ignoranz nur weil man sich damit "unwohl" fühlt nicht weniger Rassistisch! Am Ende muss jeder selbst entscheiden, was genau man aus dem Buch für sich selbst mitnimmt. Für mich jedenfalls steht fest, dass "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten" nicht meine letzte Lektüre zu diesem Thema war.
Die großen Missionare, Dichter, Philosophen Politiker, Mediziner, Forscher, Historiker. Alle haben bekanntlich zwei Sachen gemeinsam: sie sind männlich und weiß. Alice zeigt ihn ihrem Buch noch eine Gemeinsamkeit: Ihre Erkenntnisse und Errungenschaften beruhen auf das Leid und die Ausbeutung von BIPoCs (Black, Indigenous People of Color). Mir war vorher schon bewusst gewesen, dass hinter all dem mehr steckt, aber Alice macht deutlich auf WIE VIELEN Ebenen wirklich Rassismus verankert ist. Dabei werden Geschichten aus ihrem Leben zerpflückt und weitergedacht. Neu gedacht. Ein richtig tolles Buch, was nicht so verkrampft und unnötig kompliziert geschrieben wurde.
Muss man in 2025 gelesen haben!
Die Autorin schildert auf sympathische und nachvollziehbare Weise ihre Erfahrungen und Gedankengänge. Es ist nicht immer leicht und stellenweise durchaus emotional. Umso wichtiger ist ihr Buch! Die Texte sind authentisch, ehrlich und mit der richtigen Menge kritischem Denken versehen. Wichtige Begriffe zum Thema Diskriminierung werden zugänglich und verständlich Erklärt. Lösungen zu Problemen werden ebenfalls benannt. In den ersten Seiten etabliert sie die Rahmenbedingungen des Buches. Sie erkennt ihre spezifische Sichtweise an und stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Teilweise wollte ich ganze Kapitel markieren. Auch wenn das Buch aus dem Jahre 2020 stammt ist es aktueller denn je. Daher mein Fazit: Egal ob man viel ohne wenig zu den Themen Rassismus und Feminismus weiß, man muss es gelesen haben !
Tolles und persönliches Buch zu Alltagsrassismus
Alice Hasters schreibt in ihrem Buch sehr persönlich über ihre Kindheit und Jugend. Dabei zählt sie etliche Situationen auf, in denen ihr gespiegelt wird, dass sie anders ist. Dabei sind viele Situationen dabei, die vielleicht nicht sonderlich schlimm wirken, aber doch verletzend sind, gerade wenn sie sich häufen. Das Buch sorgt für Empathie, mir war es jedoch ein bisschen zu persönlich.
Must Read
Bewertung: Must Read Wie der Titel schon sagt: ein Buch, das weiße Menschen gelesen haben sollten um sich mit ihrem internalisierten Rassismus auseinander zu setzen und diesem zu begegnen. Historischen Kontext und allgemeine Informationen ergänzt Alice Hasters mit ihren persönlichen Rassismuserfahrungen. Oft unangenehm und schwer ertragbar, zu lesen, was schwarzen angetan wurde und wird, aber so soll es ja auch sein, wenn ich mich als weiße Person mit Rassismus, dem ich selber nicht ausgesetzt bin, auseinandersetzen muss. Und noch immer Kein Vergleich zu dem, was schwarze Personen tagtäglich erleiden müssen und nicht sollten. Hat mich wie schon Exit Rassism (große Empfehlung) berührt und zum reflektieren gebracht.
Man erfährt viel darüber, wie Rassismus entstand und wieso er sich hartnäckig hält. Man erfährt einiges über Alltagsrassismus. Im Vordergrund steht allerdings die Biographie der Autorin. Alice Hasters neigt zu Spekulationen und Verallgemeinerungen und ihr Ton ist leider oft unangemessen aggressiv. Wen will sie damit erreichen? Ihre Leser*innen sind doch Menschen, die sich bewusst und freiwillig mit diesem Thema auseinandersetzen. Schwierig.
Wichtiges Buch!
Guter Einstieg für Personen, die zwar gegen Rassismus sind, aber bisher nur wenig darüber gelesen haben. Ein Abriss über Grundstruktur und Wirkweise von Rassismus, dem die eigenen Erfahrungen der Autorin gegenübergestellt werden, was sie sehr eindrücklich erfahrbar machen. Danach aber bitte weiterlesen und tiefer in die Thematik eintauchen.
Dieses Buch öffnet Augen, schockiert, macht traurig, wütend - und das nicht nur auf die Welt, nicht auf die anderen, sondern auch auf sich selbst, weil man selbst endlich begreift, wie viel man in all der Zeit nicht gesehen hat, wie viel man lernen muss. Und es ist wirklich Zeit, mit dem Lernen zu beginnen.
Es ist schon nicht ganz einfach eine Meinung über ein Buch zu diesem Thema zu verfassen. Die Wiedergabe von erlebten Situationen hat es für Jemanden wie mich sehr anschaulich gemacht. Viele dieser Situationen haben mich sehr überrascht, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass das aus den Mündern mancher Menschen kommt. Ekelhaft. Ansonsten hat man stellenweise auf jeden Fall allein durch den Schreibstil sehr viel Wut verspürt. Dazu muss ich sagen, dass das zwar ganz natürlich und verständlich ist, aber trotzdem beim Lesen manchmal genervt hat. Natürlich ist das ganze keine Geschichte, sondern eine Ansammlung persönlicher Erfahrungen und dadurch sprunghaft, trotzdem hätte ich es mir irgendwie dynamischer erwünscht. Leider nur 3 Sterne für mich.
"Rassismus zu bekämpfen ist keine Sache der Höflichkeit. Menschen müssen verstehen, was hinter ihren rassistischen Handeln steckt."
Wie kann man rassistisch sein, wenn man doch eigentlich gar nicht rassistisch sein will? Dieses (Hör-)Buch gibt quasi Hilfestellung, wie Rassismus aussehen kann und welche Wirkung und Folgen er haben kann. Rassismus versteckt sich hinter Dingen wie eine Person einfach auf Englisch anzusprechen, weil sie "nicht deutsch" aussieht. Alice Hasters beschreibt, wie im Hörbuch im Vorwort angesprochen, wie der Rassismus im Kleinen sich auf das Große auswirkt - an einem bestimmten Beispiel: sie selbst. Also ja, es hat demzufolge natürlich autobiografische Züge, wie viele Vorkommentator*innen bemängeln. Und ich finde das gut, so wird der "Alltagsrassismus" greifbarer und realer. Bei ausgedachten, aber realitätsnahen Ereignissen neigen Menschen ja doch dazu zu sagen "Ja, aber das ist ja ausgedacht." Zudem geht Alice auf viele historische Ereignisse ein, die so in meinem Geschichtsunterricht behandelt werden und ich persönlich bin dafür sehr dankbar!
Wie Rassismus unseren Alltag beherrscht… Und wir merken es noch nicht einmal. Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet, mir die Geschichte noch einmal nähergebracht und ich habe eine Menge gelernt! JA, dieses Buch polarisiert! Und das ist genau DAS, was unsere verkorkste Gesellschaft braucht. Macht endlich die Augen auf und seht, wie viel hier eigentlich falsch läuft. Ich könnte jetzt eine Grundsatzdiskussion beginnen und sagen, wie gut es uns allen geht und doch würden wieder irgendwelche Neider um die Ecke springen, und mich vom Gegenteil überzeugen wollen. Hier haben wir endlich mal eine Autorin, die den Mund aufmacht, weil sie die Schnauze voll hat. Völlig verständlich, wenn man bedenkt, dass sie ihr Leben lang mit ihrer Hautfarbe, ihren Haaren und ihrem Hintern konfrontiert wird. Weil sie eben anders aussieht als der „typische“ Deutsche. Als ob es das überhaupt noch gäbe. Ich glaube ja, dass wir alle wenigstens eine andere Nationalität in unseren Genen tragen. Wenn ich mir die ganzen schlechten Rezensionen so ansehe, glaube ich, die haben das Buch gar nicht gelesen oder sind so verblendet und ignorant, dass sie einfach nicht sehen, wie Recht die Autorin mit ihren Worten hat. Eben so RICHTIGE Deutsche. Da kann jetzt einer interpretieren, was er will… Wir sind alles Menschen! Und es ist verdammt egal, wo wir herkommen, welche Hautfarbe wir haben oder wie unsere Haare aussehen. Unser Blut ist ROT! Unser aller Blut. Wir kochen alle mit Wasser und jede/r hat seine ganz individuelle Persönlichkeit, Intelligenz, Körperbau, ich könnte ewig so weiter machen. Am Ende sind wir doch alle irgendwie und durch eine Trilliarde Ecken verwandt. Wir waren schließlich alles mal Affen und die Evolution hat uns zu Homo Sapiens gemacht. Wir sind alle gleich! Und genauso gehört auch jede/r gleich behandelt und akzeptiert. Ein fantastisches Werk von einer beeindruckenden Frau, die hoffentlich noch viel mehr Bücher über dieses Thema schreibt, denn es ist zu wichtig, um es still zu schweigen. Bitte sehr viel mehr davon und genauso ehrlich und auf den Punkt gebracht! Vielen Dank, Frau Hasters!
Ganz klare Empfehlung für alle, die sich mit dem Thema Rassismus (auch dem eigenen internalisiertem, oft unbewusstem) auseinandersetzen möchten. Es war nicht immer leicht zu hören, aber wichtig und hat mir enorm geholfen mich in die Lage von BIPOC hineinzuversetzen. Wir als Gesellschaft haben noch viel zu lernen.
Als Tochter eines weißen und eines schwarzen Elternteils kann ich viele der in diesem Buch beschriebenen Situationen nachvollziehen. Vieles habe ich selbst schon erlebt, z.B. dass mir einfach jemand fremdes an die Haare fasst oder die Frage Wo kommst du her mit der Unterstellung, dass ich ja nicht deutsch sein kann. Oder dass ich schon im Vorhinein auf Englisch angesprochen werde von offensichtlich weißen Deutschen. Das Buch tut weh und das soll es auch.
Offen, ehrlich, unangenehm - der Titel ist selbsterklärend
Ein Buch das zum Nachdenken anregt und absichtlich unangenehm ist. Die Autorin liest das Buch selbst - verständlich, eindringlich, offen. "Selten fühlen sich weiße Menschen so angegriffen, allein und missverstanden wie dann wenn man sie oder ihre Handlungen rassistisch nennt." Es werden von der Autorin persönliche Erlebnisse mit Fakten untermauert. Alltagsrassismus und offene Anfeindungen werden genauso angesprochen wie Empfindungen. Auch wenn etwas nicht böse gemeint ist kann manches Verhalten doch verletzend sein. Die Autorin beschreibt das "wie kleine Mückenstiche" die in Summe auch weh tun. Wie privilegiert wir weiße Menschen eigentlich sind, wie sehr wir davon ausgehen dass wir die Norm sind beschäftigt mich. Für mich ein Buch das gelesen oder gehört werden sollte.




















































