Von Tür zu Tür

Von Tür zu Tür

Hardback

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Erstmals komplett in einem Band: die Erzählungen und Gedichte Friedo Lampes sowie bisher nicht veröffentlichte Texte aus dem Nachlaß, in denen sich der Autor ebenso wie in »Septembergewitter« und »Am Rande der Nacht« als Meister des Magischen Realismus erweist. Friedo Lampe war ein Meister avantgardistischer Formexperimente und ein bedeutender Vertreter des Magischen Realismus. Die in diesem Sammelband erstmals komplett vorgelegten Erzählungen und Gedichte einschließlich bisher noch nicht veröffentlichter Texte aus dem Nachlaß sind ein wunderbarer Beleg dafür. Der dritte Band der Werkausgabe Friedo Lampes trägt den Titel eines Sammelbandes, der 1944 erschien, aufgrund der Kriegswirren jedoch keine Beachtung mehr fand. Als das Buch 1946 neu aufgelegt wurde, war Friedo Lampe bereits tot. »Von Tür zu Tür. Zehn Geschichten und eine« lautete damals der Titel. Die im Laufe des Jahres 1943 von Friedo Lampe und seinem Verleger Eugen Claassen vorgenommene Auswahl und Anordnung der zehn Geschichten ist in diesem Band nach dem Erstdruck von 1944 beibehalten worden. Die im Untertitel als »eine« bezeichnete Geschichte war ein Wiederabdruck des Kurzromans »Septembergewitter«. An seine Stelle treten in diesem Band weitere Erzählungen, Märchen und Gedichte, die überwiegend erst nach 1945 publiziert wurden.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Short Stories
Format
Hardback
Pages
240
Price
10.20 €

Author Description

Friedo Lampe (1899-1945) studierte Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie und begann unter der Herrschaft der Nationalsozialisten zu veröffentlichen. Er ist ein wichtiger Repräsentant der damals »Jungen Generation« von Autoren, die nach Möglichkeit alle Beziehungen zum Regime vermieden und doch schreibend in Deutschland blieben. Lebenslauf: 1899 4.12. Geburt von Moritz Christian Friedrich Lampe als zweiter Sohn einer Kaufmannsfamilie in Bremen 1917 Kindheit und frühe Jugend im alten Bremer Hafenviertel, 1914 Umzug an den Osterdeich; Knochentuberkulose (klinische Behandlung auf Norderney) führt zu einer Gehbehinderung 1917-1919 Militärdienst (wg. der Behinderung 1919 in der Küchenverwaltung) und Kriegsreifeprüfung 1920 Studium der Literaturwissenschaft 1928 Studium der Kunstgeschichte und Philosophie in Heidelberg (bei Gundolf, Jaspers und Rickert), München (bei Wölfflin) und Freiburg (bei Husserl, Jantzen und Witkop); Promotion über die »Lieder zweier Liebenden« von Goeckingk 1928 Rückkehr nach Bremen; Volontär 1931 Redakteur und Mitherausgeber von Schünemanns Monatsheften (Freundschaft mit Alma Rogge und Waldemar Augustiny); Kunstkritiken für »Weser-Zeitung« und »Bremer Nachrichten«; Erzählung »Am dunklen Fluß« 1931 Ausbildung zum Volksbibliothekar 1932 bei Erwin Ackerknecht in Stettin 1932-1937 Tätigkeit für die Hamburger Öffentlichen Bücherhallen, ab 1935 als Leiter der Zweigstelle Mönckebergstraße und als Lektor (verantwortlich für sämtliche Buchanschaffungen); Mitgleid eines Hamburger Dichterkreises (Martin Beheim-Schwarzbach, Wilhelm Emanuel Süskind; Joachim, Edgar und Waldemar Maass); Veröffentlichung des ersten Romans »Am Rande der Nacht« (1933), der kurz nach der Publikation beschlagnahmt und eingezogen wird, und der Ballade »Das dunkle Boot« (1936) 1937-1945 Arbeit als Lektor für die Verlage von Ernst Rowohlt, Henri Goverts und Karl Heinz Henssel in Grünheide, Berlin und Kleinmachnow; Veröffentlichung des zweiten Romans »Septembergewitter« (1937) und der Sammlung »Von Tür zu Tür« - Zehn Geschichten und eine« (1944; ausgeliefert 1946); während der letzten Kriegsmonate mußte Lampe in einer Nebenstelle des Auswärtigen Amtes Texte redigieren, die Verlautbarungen von »Feindsendern« wiedergaben; sechs Tage vor der Kapitulation (am 2.5.1945) wurde Friedo Lampe von Soldaten der Roten Armee, die ihn fälschlich für einen SS-Mann hielten, erschossen.