Vier Minuten Stille - Und dann kam der Sturm

Vier Minuten Stille - Und dann kam der Sturm

Softcover
4.015

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Description

Ein Festival an einem glutheißen Sommertag. Eine Leiche unter einer zarten Schneedecke. Und eine beklemmende Frage, die für immer bleibt.

Ein heißer Sommertag, wummernde Bässe, schweißnasse Körper. Und eine Frau, die sich gerade verliebt. Doch dann sieht sie ihn. Er bahnt sich einen Weg durch die Menschenmenge, bedrohlich wie die Gewitterfront, die am Horizont aufzieht.

An einem anderen Ort wird eine Tote gefunden, unbekleidet, nur eine dünne Schneeschicht bedeckt ihren Körper. Wie ein Leichentuch hat sie sich auf ihre Haut gelegt – und auf ein Geheimnis, das für immer im Dunkeln bleiben soll.

Zwei Momente, die nicht weiter voneinander entfernt sein könnten und doch auf tragische Weise miteinander verbunden sind …

Dunkel, packend und voller unvorhersehbarer Wendungen – Sogwirkung garantiert.

Als Nachrichtenredakteurin und zuletzt auch Gerichtsreporterin kennt Autorin Chris Warnat die Abgründe der menschlichen Seele und lässt uns in ihren Thrillern »Fünfzehn Sekunden« und »Vier Minuten Stille« tief in ebenjene blicken. In dem zweiten Teil der Wase-Rahimi-Reihe, »Vier Minuten Stille«, lüftet sie das traumatische Geheimnis von einem ihrer Ermittler.

»Dieser Thriller bringt alles mit, was es braucht, um seine Leser*innen bis zur letzten Seite zu fesseln.« WDR2 über Fünfzehn Sekunden

Book Information

Main Genre
Thriller
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
416
Price
16.50 €

Author Description

Chris Warnat, 1986 in Oldenburg geboren, studierte BWL mit juristischem Schwerpunkt und absolvierte ein Volontariat in Köln, wo sie anschließend als Redakteurin und zuletzt auch Gerichtsreporterin im Newsressort arbeitete – eine Inspirationsquelle für ihr Schreiben. Inzwischen lebt sie mit ihrem Mann und zwei Töchtern zwischen Köln und Bonn. In ihrem Podcast Kreativdate spricht sie seit 2021 mit Büchermenschen über ihre Projekte, die Branche und den Schreibprozess. Nach ihrem gefeierten Thrillerdebut »Fünfzehn Sekunden« erscheint nun ihr zweiter Thriller »Vier Minuten Stille«.

Posts

10
All
4

Anspruchsvolle Thriller/ Krimimischung!

Memento mori- Bedenke, dass du sterben wirst Der Start in das Buch ist sehr unvermittelt, denn schon mit dem Prolog und den ersten Kapiteln befindet man sich mitten um die Geschehnisse eines merkwürdigen Todesfall und den ersten Ermittlungen. Der Polizist Wase und sein Team versuchen die Umstände zu dem Auffinden der toten Ex- Schauspielerin Rahel und einem alarmierenden Verschwinden einer weiteren Person zu klären. Die Sätze sind recht kurz und können beim ersten Lesen abgehackt klingen, aber bringen gleichzeitig eine sehr angespannte Atmosphäre mit sich, das Rätseln ist vorprogrammiert und man flitzt schnell durch die Zeilen! Man kann nicht sofort eine Bindung zu einem Charakter aufbauen, trotzdem ist die detaillierte Art der beschriebenen Ermittlungen und des Teams durchaus sympathisch. Die Menge an Personen, das dabei hohe Erzähltempo mit Zeitsprüngen und vereinzelte Kapitel, die scheinbar ein Vorwissen aus dem 1. Teil voraussetzen, haben mich zeitweise leicht verwirrt. Trotz alledem waren es authentische Gedankengänge, schlüssige Handlungsstänge und im richtigen Maß bedrohliche Situationen, die den Roman lesenswert machen. Das Ende war außerordentlich emotional und in den plötzlichen Entwicklungen unerwartet, wenn auch in Kleinigkeiten unbefriedigend, dadurch jedoch lebensnahe. Besonders ein Kapitel hat mich stark getroffen und richtig traurig gemacht, wie hässlich Menschen tatsächlich zueinander sein können! Fazit: Eine gelungene Mischung aus Thriller & Kriminalroman mit Sogwirkung und emotionalem Tiefgang!

Anspruchsvolle Thriller/ Krimimischung!
2.5

Eher Krimi als Thriller

Eher Krimi als Thriller. Dies war mein erstes Buch von Chris Warnat und ich hatte leider auch nicht auf dem Schirm, dass es der zweite Teil einer Reihe ist. Mein Fehler. Es wäre besser für mich gewesen, erst den Vorgänger Band gelesen zu haben. Der Schreibstil war aber auch nicht unbedingt mein Fall. Die Sätze kamen bei mir zu abgehakt an. Die Charaktere sind alle sehr gut beschrieben. Die Story fing für mich super spannend an, hat mich aber leider zwischendrin verloren. Für mich war alles zu detailreich beschrieben und hat mich auch nicht gefesselt. Dieses Buch war für mich auch ein Krimi und kein Thriller. Das Ende hat mich überrascht und auch emotional sehr ergriffen. Leider war es für mich nicht das richtige Buch. Von mir gibt es 2,5 Sterne.

4

FACETTENREICH Es ist ein eisig kalter Wintertag, Neuschnee ist gefallen und eine tote Frau liegt in ihrem Garten. Fast unbekleidet wurde sie auf einem Liegestuhl abgelegt. Das LKA nimmt die Ermittlungen auf, denn Rahel Keller wurde ermordet. 16 Jahre zuvor lernt Rahel an einem Sommerfestival einen jungen Mann kennen und ist bezaubert von ihm. Doch das Festival verwandelt sich für sie in einen Albtraum, denn sie wird von ihm getrennt und von einem anderen Festivalbesucher bedroht. Nach "Fünfzehn Sekunden" ist dieses Buch der zweite Band der Wase Rahini Reihe. Rahini ist der zuständige Ermittler des LKA Hamburg in diesem neuen Fall und hat auch schon im ersten Band sein Können gezeigt. Vorwissen ist meiner Meinung nach unbedingt nötig. Erstens, da ab und zu Vergangenes erwähnt wird und zweitens die Beziehung zwischen Wase und Bär, einer Figur aus dem vorderen Band, wichtig wird. So kann man vor allem die Sicht von Lennart Bär besser verstehen. Ich fand dieses zweite Buch zuerst weniger in die Tiefe gehend als sein Vorgänger. Es kommen viele Informationen zu den einzelnen Figuren, dabei gehen die Ermittlungen zeitweise etwas vergessen. Immer wieder tritt die Handlung auf der Stelle. Passagen, wie zum Beispiel die Untersuchung des Tatorts oder die Autopsie der Toten, bremsen diese für etliche Seiten komplett aus. Dadurch musste ich mich zu Beginn schon sehr durchkämpfen. Mit der Figur Louca, der sechzehnjährigen Tochter der Toten, nimmt die Geschichte jedoch bald an Fahrt auf und wird facettenreicher. Plötzlich geht es nämlich nicht mehr nur um den Mord, dort im Garten des Opfers, sondern wird mit einem zweiten Mord und einem Cold Case ergänzt. Die Autorin schreibt in einem eher unruhigen Schreibstil, der mir jedoch grundsätzlich gefallen hat. Unruhig, da der Stil eine Mischung von stakkatoartig und detailreich ist. Manchmal kommen verspielt ausgeschmückte Sätze dazu.

5

Vier Minuten Stille - und dann kam der Sturm von Chris Warnat Mein zweites Buch das ich von der lieben Chris Warnat gelesen habe; einfach unglaublich, was für ein tolles Werk. Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen begeistert. Die Geschichte ist unglaublich fesselnd geschrieben und schafft es, einen sofort in den Bann zu ziehen. Der Schreibstil ist flüssig, elegant und gleichzeitig sehr bildhaft, sodass man sich jede Szene lebhaft vorstellen kann. Ein heißer Sommertag, flirrende Hitze – mitten in der Menge erlebt eine Frau den Beginn einer großen Liebe. Doch die unbeschwerte Stimmung kippt, als plötzlich ein Mann auftaucht, bedrohlich wie die dunklen Gewitterwolken am Horizont. Zur gleichen Zeit wird an einem eisigen Wintertag die Leiche einer jungen Frau entdeckt, nur notdürftig von Schnee bedeckt. Die Ermittler erkennen schnell: Es war Mord. Und der Täter hat sein grausames Werk noch lange nicht beendet. Die Geschichte bleibt durchgehend interessant und überrascht mich immer wieder mit unerwarteten Wendungen. Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. Die Kapitel sind sehr schön übersichtlich gestaltet mit dem Wald; das gefällt mir sehr gut. Das Ende war unglaublich gut und doch auch an einem Punkt traurig; ich konnte mit Bär so richtig mitfühlen. Das Buch ist für mich ein richtiges Highlight und ich hoffe , dass es zukünftig noch weitere so tolle Bücher von Chris Warnat zu lesen geben wird. Eine klare Leseempfehlung für (Vier Minuten Stille) und für das vorherige Buch (Fünfzehn Sekunden); beides richtig spannende Bücher.

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5

Für alle Karin Slaughter- Fans! Mitreißend, spannend und emotional!

. Wenn du einen Thriller suchst, der dir dunkle menschlichen Abgründe vor Augen führt und dich zugleich auf eine emotionale Reise mitnimmt… solltest du „Vier Minuten Stille“ unbedingt lesen. Von der ersten Seite an entfaltet die Geschichte einen unwiderstehlichen Sog, der dich nicht mehr loslässt, bis sie schließlich in einem überraschenden wie erschütternden Finale gipfelt! 5/5 ⭐️ . Aber worum geht es genau… Eine Frau, ein Festival und eine neue Liebe… doch jemand anderes will diese Idylle zerstören… Eine Frau, tot in ihrem Garten… Zwei unterschiedliche Fälle… die jedoch auf tragische Weise miteinander verbunden sind! . In „Vier Minuten Stille“ begleiten wir den Ermittler „Wase Rahimi“ als Erzähler durch die Gegenwart der Handlung. Immer wieder öffnen sich dabei Fenster in die Perspektiven anderer Figuren… mal in der Gegenwart, mal in der Vergangenheit. Gerade dieses raffinierte Wechselspiel verleiht dem Thriller eine beeindruckende erzählerische Tiefe, der ich mich kaum entziehen konnte. . Die Geschichte beginnt mit atemloser Intensität und verliert zu keinem Zeitpunkt an Tempo. Stück für Stück treten neue Details des Mordfalls ans Licht, sorgsam verborgene Geheimnisse werden enthüllt und Zusammenhänge offenbaren sich auf ebenso schmerzhafte wie packende Weise. Dabei beantwortet der Roman sogar Fragen, die nach „Fünfzehn Minuten“ offen geblieben sind. Deshalb kann ich nur empfehlen, auch den ersten Band der Rahimi-Reihe zu lesen. Zwar funktioniert „Vier Minuten Stille“ problemlos eigenständig und bietet ein fesselndes Leseerlebnis, doch wenn man die Figuren bereits ins Herz geschlossen hat, treffen einen manche Enthüllungen umso tiefer… Tränen nicht ausgeschlossen. . Dieser Thriller ist durch und durch gelungen. Warnat versteht es meisterhaft, die Spannung Kapitel für Kapitel weiter anzuziehen, sodass Langeweile keine Chance hat. Besonders beeindruckend fand ich erneut die realistische Darstellung der polizeilichen Ermittlungsarbeit, die schon in „Fünfzehn Sekunden“ überzeugt hat. Als Leser oder Leserin fühlt man sich beinahe selbst als Teil des Ermittlerteams. . Und als wäre all das noch nicht genug, hat mich die Auflösung unerwartet getroffen. Zwar hatte ich eine Ahnung, doch mit dieser Wendung hätte ich dann doch nicht gerechnet. Warnats Schreibstil ist flüssig, atmosphärisch und unglaublich mitreißen! Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen. . Eindrucksvolle Charaktere, ein packendes Setting und eine grandios erzählte Geschichte machen diesen Thriller für mich zu einer absoluten Leseempfehlung! Und ehrlich gesagt bleibt am Ende vor allem ein Wunsch zurück… Ich brauche unbedingt mehr davon! . In diesem Sinne… Memento mori!

Für alle Karin Slaughter- Fans! Mitreißend, spannend und emotional!
4

Spannende, bedrückende Story. Gute Mischung aus Krimi und Thriller

Die Story um Rahel und die Suche nach ihrem Mörder fand ich spannend. Man ist ab dem Prolog bzw Kapitel 1 direkt im Geschehen drin, das mag ich. Es gab einige Wiederholungen und in der Mitte wird ein alter Fall angesprochen, der mit dem Fall nichts zu tun hat. Meiner Meinung nach ist das fehl am Platz. Besonders gefallen hat mir, das wir Bär nach und nach besser kennengelernt haben. Ich habe mit ihm gelitten, was er alles durchmachen musste. Generell finde ich die Charakter Beschreibungen und Entwicklungen sehr gut gelungen. Leider haben mir die vielen Ausschmückungen das Lesen etwas erschwert. Ich habe dadurch einiges bloß überflogen. Dementsprechend konnte ich nicht komplett eintauchen. Nichts desto trotz hat das Lesen mir großen Spaß bereitet, da man bis zum Ende nicht wusste, was wirklich geschah. Danke an Lovelybook und Pinguinverlag für das Rezensionsexemplar.

4

Eine Leiche in einem Garten. Fast komplett Entkleidet. Eine Mütze auf ihrem Kopf. Schnell wird klar, dies war kein Selbstmord oder Unfall. Hier hat jemand nach geholfen. Ein Teenager der nicht vor Ort ist und eine Psychiaterin, die offenbar das Opfer zu kennen scheint. „Vier Minuten Stille“ ist ein packender Thriller, der von der ersten Seite an Spannung aufbaut. Im Mittelpunkt steht ein rätselhafter Fall, bei dem nach und nach dunkle Geheimnisse ans Licht kommen. Durch den flüssigen Schreibstil entwickelt sich das Buch schnell zu einem echten Pageturner – man möchte unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt und wie es weitergeht. Was steckt hinter dem Tod der Frau. Und warum rutscht Wases bester Freund und Kollege unter Verdacht? Auch wenn ich dachte, dass ich genau weiß, was hinter all dem stecken könnte, war ich am Ende doch überrascht, dass es doch anders gekommen ist, als erst gedacht. Interessante Wendung, die mich nur noch schneller hat lesen lassen, damit ich erfahre, was nun genau hinter dem Ganzen steckt. Ein wirklich sehr gelungener Thriller, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Von mir gibt es verdiente 4 Schmetterlinge.

Chris Warnat legt mit „Vier Minuten Stille – Und dann kam der Sturm“ einen packenden zweiten Band der Wase-Rahimi-Reihe vor, der vor allem durch seine dichte Atmosphäre und die emotionale Tiefe überzeugt. Schon der Einstieg erzeugt einen starken Kontrast: ein flirrend heißer Sommertag auf einem Festival voller Energie, Musik und Leben – und dem gegenüber der verstörende Fund einer unbekleideten Leiche, bedeckt von einer feinen Schneeschicht. Diese gegensätzlichen Bilder ziehen sich wie ein roter Faden durch die Handlung und sorgen für eine unterschwellige Unruhe, die den gesamten Thriller trägt. Ab der ersten Seite findet man sich in einen Strudel aus Geheimnissen, Schuld und menschlichen Abgründen wieder. Warnat versteht es hervorragend, Spannung aufzubauen, ohne sich allein auf klassische Thriller-Elemente zu verlassen. Vielmehr lebt die Geschichte von ihren Figuren. Hervorzuheben ist die Entwicklung innerhalb des Ermittlerteams um Wase Rahimi und seinen innerlich zerrissenen Kollegen Bär: Das Aufdecken eines lange verborgenen, traumatischen Geheimnisses verleiht der Handlung zusätzliche emotionale Wucht und macht die Charaktere greifbarer und menschlicher. Gerade die unperfekten, teilweise rauen, aber dennoch sympathischen Figuren geben dem Roman seine besondere Stärke. Der Schreibstil ist direkt, schnörkellos und intensiv. Kurze Kapitel, wechselnde Perspektiven und geschickt platzierte Rückblenden sorgen für ein hohes Tempo und eine permanente unterschwellige Anspannung. Immer wieder gelingt es der Autorin, neue Puzzleteile einzustreuen, die in die Irre führen und gleichzeitig die Neugier weiter anfachen. Besonders stark ist dabei die düstere Grundstimmung, die sich wie ein Schatten über die gesamte Handlung legt. Neben der kriminalistischen Spannung überzeugt der Thriller vor allem durch seine emotionale Wucht. Themen wie Verlust, Trauer, Schuld und zerstörerische Beziehungen werden eindringlich verarbeitet, ohne jemals konstruiert zu wirken. Das Finale trifft mit voller Härte und bleibt noch lange nach dem Lesen im Kopf. Wer atmosphärische Thriller mit komplexen Figuren, psychologischer Tiefe und unvorhersehbaren Wendungen liebt, wird dieses Buch kaum aus der Hand legen können. Auch wenn der erste Band der Reihe für manche Leser*innen kaum zu toppen sein mag, beweist Chris Warnat mit „Vier Minuten Stille“, dass die Wase-Rahimi-Reihe weiterhin zu den spannendsten deutschsprachigen Thriller-Reihen gehört. Ein intensiver, düsterer und packender Thriller mit enormer Sogwirkung. Ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon wieder auf die Fortsetzung!

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3

Gute 3 Sterne. Figuren wieder super, Handlung ohne Band 1 vermutlich eher unklar.

2

Momento Mori! Rahel Winter wird halbnackt im Schnee gefunden, doch leider kommt für sie jede Hilfe zu spät. Für Wase Rahimi stellt sich die Frage, ob die ehemalige Theaterschauspielerin Suizid beging oder kaltblütig ermordet wurde. Noch weiß Wase jedoch nicht, dass Rahels Schicksal weit zurückreicht und mit dem Leben eines guten Freundes verbunden ist. Vier Minuten Stille von Chris Warnat klang nach einem packenden Thriller und wurde für mich leider ein langweiliger Krimi. Ich bin kein besonders großer Fan von Krimis, die extrem viel persönliche Probleme der Ermittler beinhalten, weswegen ich aktuell auch einen großen Bogen um Krimis mache. Auf diesem Buch steht allerdings Thriller drauf und der Klappentext klang unheimlich vielversprechend, daher musste ich zum Buch greifen und wurde dementsprechend enttäuscht. Während der Prolog noch Interesse wecken kann, verflacht dieses mit den ersten Kapiteln, die wir vor allem aus der Sicht des Ermittlers Wase Rahimi erleben. Perspektiven des Ermittlerteams können grundsätzlich spannend sein, in diesem Fall drifteten mir Wases Gedanken viel zu häufig zu unwichtigen Aspekten ab und generell wurde extrem viel Wert auf irrelevante Details gelegt, was dem Lesegefühl nicht zu Gute kam und die Geschichte langwierig und zäh wirken ließ. Der Fall selbst wurde nur peripher behandelt und entscheidende Entwicklungen gab es vor allem dann, wenn man nicht in Wases Perspektive unterwegs war. Zum Ende hin wechselt die Perspektive durchgehend, sodass wir 1/5 des Buches gar nicht mehr aus Wases Perspektive erleben. An der Stelle nahm das Tempo für mich deutlich zu und das erste Mal kam ein Gefühl von ‚Thriller‘ auf, sodass für mich am Ende die Frage bleibt, welchem Zweck Wases Perspektive diente, wenn sich der Fall nicht aus seiner Sicht löst und wir seine Perspektive gar nicht mehr einnehmen. Unausgewogen empfand ich auch den Aspekt der Detailverliebtheit, wo zu Beginn vorbeifliegende Reiher genauer erläutert werden, werden entscheidende Szenen am Ende nicht auserzählt und nur in der Retroperspektive im Schnelldurchlauf erlebt. Während des Lesens fällt auch auf, dass Vier Minuten Stille an Fünfzehn Sekunden anknüpft und man Beziehungen zwischen den einzelne Ermittlern wohl mit dem nötigen Vorwissen besser verstehen kann, da ich den ersten Band jedoch nicht gelesen habe, empfand ich das Geflecht an manchen Stellen eher verwirrend und würde empfehlen, den ersten Band vorab zu lesen. Vier Minuten Stille konnte mich leider gar nicht überzeugen, der Klappentext verspricht unheimlich viel Spannung, dem das Buch nicht gerecht werden konnte. Möglicherweise geht es jenen, die besonders gerne Krimis lesen anders, aber ein Thriller war das für mich überhaupt nicht.

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