vergissdeinnicht
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Book Information
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Hab das Buch quasi verschlungen 🙈 hatte so eine Vorahnung, was es mit dem weißen Raum auf sich hat. Ich hab total mitgefiebert und jede meiner Vorahnungen haben sich irgendwo bewahrheitet. Trotzdem ich mir vieles Denken konnte, hat mich das Buch gepackt und ich wollte so schnell wie möglich wissen, wie es weitergeht. Vielleicht ist das Ende nicht so wie man es sich wünscht, aber das ist für mich völlig in Ordnung. Mir wird Grace, Sal und Co auf jeden Fall fehlen 🙈.
Inhalt: Grace ist kurz davor, sich umzubringen, als ihr jemand dazwischen funkt. An den Rest des Abends erinnert sie sich anschließend nicht mehr und sie wacht in einem weißen Raum auf, ohne zu wissen, wie sie dort gelandet ist und warum sie dort festgehalten wird. Das einzige, was sie dort tun kann, ist schreiben. Und so erzählt sie ihre Geschichte und Stück für Stück erfährt man, wie es zu ihrem Selbstmordversuch kam. Meinung: Seit dem Tod ihres Vaters ist Grace nicht mehr das unschuldige Mädchen, das sie war. Sie trinkt schon seit Jahren oft und viel und sucht anschließend Trost, indem sie sich auf die falschen Jungs einlässt. Ihre Mutter interessiert sich dafür kaum, denn sie ist praktisch nie zu Hause. Die Einzige, die Grace hat, ist ihre beste Freundin Sal. Eines Tages kommt es jedoch zu einem Zwischenfall, durch den sich die beiden verkrachen und Grace lernt jemanden kennen, der für sie einiges verändert. Durch Ereignisse, die man zu Beginn noch nicht kennt, kommt es schließlich zu Graces Selbstmordversuch, nach dem sie in einem fremden Raum aufwacht. Weil sie nichts anderes tun kann, erzählt sie, was überhaupt zu dieser Situation geführt hat, angefangen mit dem Streit mit ihrer besten Freundin, bis hin zum versuchten Suizid. Über die Gegenwart erfährt man dabei nicht viel. Zwar erzählt sie immer wieder, wie sie ihre Zeit dort verbringt oder von kurzen Gesprächen mit ihrem Entführer, allerdings erhält man dabei praktisch keine Informationen und alles bleibt sehr mysteriös. Das Buch beginnt an Tag 3 von Graces Gefangenschaft. Sofort wird man neugierig gemacht, wo wie ist, wie sie dort gelandet ist und schließlich wieso sie entführt wurde und was der Entführer möchte. Als Grace dann beginnt, die vorherigen Ereignisse zu erzählen, fing ich auch an, mich für sie und ihr Leben zu interessieren. Man lernt sie immer mehr kennen und dadurch, dass sie alles tagebuchartig aufschreibt, werden auch ihre Gefühle vermittelt. Obwohl ich mich mit Grace nicht wirklich identifizieren konnte und es mir oft schwerfiel, mich in ihre Lage und ihren Kopf hineinzuversetzen, fühlte ich mit jeder Seite etwas mehr mit ihr mit, wenn etwas gutes oder schlechtes geschah. Leider wurde die Erzählung zwischenzeitlich etwas langweilig, weil nicht viel relevantes passierte. Fazit: Die Hauptfigur erzählt selbst, wieso sie versucht hat, sich umzubringen, wodurch ihre Gefühle im Mittelpunkt stehen und man selbst dann mit ihr mitfühlen muss, wenn man ihr überhaupt nicht ähnlich ist. Mit jeder Seite wurde ich mehr von ihrer Geschichte gefangen genommen, allerdings gibt es auch eher langwierige Passagen.
Ethan drehte sich zu mir um. "Ich bin nicht sauer auf dich, Grace. Ich wünschte nur, du wärst ehrlich - wenn nicht zu mir, dann doch wenigstens zu dir selbst. Was glaubst du, zu was du an der Grenze bist?" Und bevor ich auch nur darüber nachdenken konnte, schoss die Antwort aus meinem Mund: "Zur Wahrheit." Inhalt: Als Grace erwacht, findet sie sich in endloser, erdrückender Weiße wieder. Ein Raum mit weißen Wänden, einem weißen Tisch, einem weißen Stuhl, einem weißen Bett, einem weißen Badezimmer und vor ihr: weißes Papier und ein Stift. Benommen, erinnert sie sich nicht daran, wie sie hierher gekommen ist, noch was sie hier soll. Drei Mal täglich kommt ein Junge in den trostlosen, weißen Raum. Sein Name ist Ethan. Er bringt ihr Essen, Kleidung und kümmert sich um sie. Grace weiß nicht, was sie von ihm denken soll. Warum hält er sie fest? Wurde sie entführt? Warum sagt er so rätselhafte Sachen zu ihr? Langsam aber sicher beginnt das junge Mädchen, ihre Zeit zu nutzen und ihre Geschichte nieder zu schreiben. Sie erzählt aus ihrem Leben und langsam, ganz heimlich, schleicht sich die Erinnerung zurück und das Rätsel um ihren Aufenthalt bekommt immer mehr Kontur. Sie erinnert sich daran, dass sie Ethan kennenlernte, an dem Tag, an dem sie sterben wollte... Aber dies ist nicht der Anfang einer gewöhnlichen Geschichte, es ist viel mehr als das. Es ist der Anfang eines außergewöhnlichen Werkes, das tief unter die Haut geht, berührt, ergreift und einen schmerzhaft wachrütteln will. Idee / Umsetzung: Manchmal beginnt man ein Buch zu lesen, ohne wirklich zu wissen oder eine Ahnung davon zu haben, was einen hinter den Seiten erwartet. Es liegt nicht daran, dass man sich nicht mit dem Buch auseinander gesetzt, nicht den Klappentext oder das Cover, voller Eindringlichkeit, betrachtet hätte. Es liegt viel mehr daran, dass weder der Klappentext, noch das Cover eine Aussage von Bedeutung treffen. So war es für mich auch bei "Vergissdeinnicht". Sehr unscheinbar, sehr geheimnisvoll zeigte sich mir diese Geschichte. Trotzdem fühlte ich mich angesprochen. Vielleicht eben deshalb, weil ich wissen wollte, was sich hinter alldem versteckt. Also fing ich an zu lesen. Ich wusste weder welche Art von Geschichte mich erwarten würde, noch welche Wirkung jene auf mich haben könnte. Ich muss wohl gestehen, dass ich mir nicht viel erhofft hatte. Ich dachte mir, dass sich eine leichte Handlung, begleitet von einer netten Liebesgeschichte vor meinen Augen aufbauen würde. Aber wie falsch ich damit liegen würde, wusste ich am Anfang noch nicht. "Vergissdeinnicht" ist weder eine leichte Lektüre, noch ein Buch, welches man jemals wieder vergessen könnte. Es erzählt nämlich eine ganz besondere Geschichte, die sich nach und nach, ganz heimlich aufbaut und auf das große Ende zusteuert - Der Showdown: der nicht nur seine Leser, noch Tage danach, fesseln wird. Es fällt mir schwer etwas von der Idee zu erzählen, denn bei diesem Werk, kann man nicht viel sagen. Ich würde euch die Reise nehmen, auf die ihr euch an dieser Stelle selbst begeben müsst. Denn wenn ihr nicht selbst, Seite für Seite, durch die Erinnerungen von Grace wandert, werdet ihr nicht dieses ergriffene Gefühl teilen können, von welchem ich am Ende ganz gefesselt war. Ich kann nur sagen, dass die Idee, die sich hinter jedem Buchstaben, lauernd verstreckt, einfach grandios ist. Niemals hätte ich damit gerechnet, auch wenn die Befürchtung mich das ganze Buch lang begleitet hat. Tief in mir wusste ich ganz genau was sich am Ende verbirgt und was ich zu erwarten hatte, aber genau wie die Protagonistin, wollte ich es nicht wahrhaben, wollte ich es nicht in mein Bewusstsein dringen lassen. Ich kann nur sagen, dass Idee und Umsetzung nicht gleich das sind, was sie zu sein scheinen, sondern bei weitem besser als alles, was man überhaupt erwarten kann. Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist zunächst sehr gewöhnungsbedürftig und manchmal war ich an einem Punkt angelangt, an welchem ich einfach nicht mehr, begleitet von diesen Wörtern, lesen wollte. Grace schildert ihre Sicht und erzählt uns ihre Geschichte aus der Ich-Form. In Tagebuch ähnlichen Einträgen, berichtet sie ganz unreflektiert, ganz ungeschönt aus ihrer Erinnerung. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund. Sie berichet ganz offenen über ihre Krankheit, über ihre Einsamkeit, über ihre Macke, immer wieder Jungs abschleppen und mit ihnen schlafen zu müssen. Dabei bedient sie sich fortwährend einer, nicht gerade schönen, Umgangssprache. Da ich nicht gerade ein großer Anhänger, eben dieser Umgangssprache bin, ist es nicht verwunderlich, dass ich meine Probleme damit hatte. Aber rückblickend muss ich einfach gestehen, dass gerade dieser, unreflektierte, ehrliche Schreibstil zu der Geschichte, zu der Handlung und zum Charakter von Grace gepasst haben. Es wird gegen Ende mehr als klar, dass es weniger die normale Art der Autorin ist, ihre Idee zu erzählen, als viel mehr ein passendes Mittel, die Atmosphäre und Authenzität der Geschichte zu unterlegen. Charaktere: "Entangled" von Cat Clarke bei Amazon.deAlle Charakter, uneingeschränkt, sind ähnlich wie der Schreistil, sehr gewöhnungsbedürftig. Keine der Figuren ist besonders liebenswert oder sympathisiert mit dem Leser. Stattdessen sind alle Buchfiguren sehr hart und kantig ummalt und haben ihre ganz eigenen, irgendwie komischen Macken. Besonders Grace ist ein sehr eigener Charakter, den man zu beginn so gar nicht verstehen kann. Doch je weiter die Geschichte fortschreitet, je mehr man aus ihrem Leben erfährt, desto mehr lernt man sie zu verstehen und ihre Handlungen zu akzeptieren. Sie hat kein einfaches Leben, denn seit dem Tod ihres Vaters, hat sich ihr ganzes Leben, ihre ganze Einstellung verändert. Ich würde gerne mehr erzählen, doch auch an dieser Stelle finde ich, wenn ich zu viel verrate, könnte ich euch das wichtigste hier nehmen: Die eigene Reise, auf der Suche nach antworten. Diese Geschichte lebt nämlich vorallem dadurch, dass man nach und nach, immer mehr erfährt und sich die einzelnen Punkte verknüpfen. Ich kann nur soviel sagen, dass die Figuren, genau wie der Schreibstil, zunächst sehr unschön erscheinen. Es gibt keinen Charakter bei dem man sich ganz sicher ist. Aber am Ende hat man dann doch Verständnis. Nicht für alle, aber einiges wird klarer und eröffnet dem Leser eine Akzeptanz, vorallem gegenüber Grace, die zunächst sehr verzogen und unaufrichtig scheint. Am Ende ist alles Lug und Trug. Am Ende ist alles Anders. Denn jeder hat seine eigene Geschichte und Geschichten formen schließlich ein Leben. Sie kratzen an der Oberfläche und geben unserer Fassade Risse. Risse die ein Fremder nicht direkt erkennen kann. Als Leser, sind wir zu beginn, eben dieser Fremder. Doch am Ende liegen alle Karten auf dem Tisch und man beginnt zu verstehen. Cover / Innengestaltung: Es kommt selten vor, dass mir die deutsche Ausgabe besser gefällt als die Englische. Aber in diesem Fall ist es so. Die schlichte Version, mit dem weißen Eindband, der gefüllt ist, von hauchdünnen, geschriebenen Wörtern, die man zunächst gar nicht erkennt, passt viel besser zur Geschichte, als das englische Cover, mit diesem Mädchen, das in meinen Augen, so gar nichts mit Grace gemeinsam hat. Zwar gefällt mir das Model, vorallem weil es so eine tolle Haarfarbe hat und auch sonst finde ich das Cover generell nicht schlecht, aber es passt einfach nicht zur Handlung hinter den Seiten und deshalb muss ich sagen, ist das deutsche Titelbild, auch wenn es sehr unscheinbar ist, viel schöner und demnach die bessere Umsetzung. Die Innengestaltung weißt keine besonderen Elemente auf. Statt Kapiteln, werden die einzelnen Abschnitte mit den Tageszahlen ausgezeichnet, die Grace im weißen Raum verbringt: "Tag 26", zum Beispiel. Die Abschnitte, in denen Grace vom weißen Raum erzählt und jene, die ihre Erinnerungen darlegen, sind durch deutliche Absätze voneinander getrennt. Demnach habe ich auch hier nichts zu bemängeln. Fazit: Manchmal erwartet man etwas ganz anderes, als man am Ende bekommt. Aber nicht in jedem Fall ist das etwas Schlechtes. Bei "Vergissdeinnicht" von Cat Clarke, ist es sogar etwas sehr Überzeugendes. Man wird regelrecht mit Haut und Haaren, in eine spannende, bewegende und ganz erfrischende, einzigartige Geschichte gezogen. Eine Geschichte, die wie ein Sog, von allen Gedanken besitz ergreift und sie in einer tiefen Nachdenklichkeit zurücklassen. Dieser Roman ist in keiner Hinsicht gewöhnlich. Ausgezeichnet durch einen sehr eigenen, unreflektierten und ehrlichen Schreibstil, außergewöhnlichen, ungeschönten Charakteren und einem, bis zum Ende fortwährenden Rätsel, überzeugt dieser Debütroman, von Cat Clarke, auf voller Linie. Auch wenn ich an einigen Stellen das Gefühl hatte, dass sich die Handlung etwas gezogen hat, so finde ich doch, dass am Ende alle Komponenten, das perfekte Zusammenspiel geliefert haben. Ich lege diesen Roman jedem wärmstens ans Herz. Denn nichts ist, wie es scheint. Auch "Vergissdeinnicht" eröffnet viele Facetten, Ansichten und Gedanken, die man zunächst nicht erwartet hätte und kann somit das Leserherz für sich gewinnen. Wenn eine Geschichte, dich selbst nach der letzten Seite, noch fest mit ihren Worten gefangen hält, wenn dich das Schicksal einer Figur, die du am Anfang weder richtig verstehen, noch wirklich leiden konntest, so sehr berührt, dass es dir die Tränen in die Augen treibt und du diesen tiefen Schmerz in deiner Brust hast, dieses Mitleid, dann hast du wahrlich ein Buch in der Hand, welches es sich zu lesen gelohnt hat. Denn genau das macht eine wirkliche, echte und gute Geschichte aus: Das sie die Macht hat, dein Leben zu beeinflussen, dein Herz zu berühren.
Erst war ich überrascht, dass es sich um ein Jugendbuch handelte. Hatte ich eigentlich keine Lust drauf, aber dann hat es mich ziemlich gefesselt und fand es richtig toll. Doch dann wurde es zu durchschaubar und der Schluss ist einfach nur enttäuschend. Ich weiß noch nicht, ob ich bei der 3 Sterne "like" Bewertung bleiben kann, obwohl ich es ein paar Kapitel lang richtg gut fand...
Ich habe mich ehrlich gesagt schwer getan diesem Buch die vollen fünf Sternen zu geben. Ich habe vielen guten Büchern nur 4 gegeben weil mir irgendwas gefehlt hat. Und sich jetzt nun ich mir nicht sicher ob dieses hier wirklich die 5 verdient. Ich habe es vor Jahren schon einmal angefangen und kürzlich in meinem Regal wiedergefunden . Das war kein schönes Buch, ich mochte die Hauptfigur nicht und je weiter ich gelesen habe desto mehr Figuren wurden unsympathisch. Aber dabei waren sie, mit allem ihren Fehlern, echt und menschlich, ich kenne Leute wie Grace. Ich kann das Verhalten vom Sal nachvollziehen. Um ehrlich zu sein hätte ich vom Klapptext her einen Thriller erwartet. Das ist es nicht, es ist die Lebensgeschichte eines ziemlich kaputten Teenagers. Und so ist sie auch geschrieben. Mann muss ich auf Grace und ihre Situation einlassen sonst wird man mit diesem Buch nicht sonderlich viel anfangen können. Und trotz nicht erfüllter Erwartungen und einer Haubtfiegur mit der ich ganz sicher nicht befreundet sein möchte, ist mir diese Geschichte unter die Haut gegangen. Nicht Schön aber echt.
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Hab das Buch quasi verschlungen 🙈 hatte so eine Vorahnung, was es mit dem weißen Raum auf sich hat. Ich hab total mitgefiebert und jede meiner Vorahnungen haben sich irgendwo bewahrheitet. Trotzdem ich mir vieles Denken konnte, hat mich das Buch gepackt und ich wollte so schnell wie möglich wissen, wie es weitergeht. Vielleicht ist das Ende nicht so wie man es sich wünscht, aber das ist für mich völlig in Ordnung. Mir wird Grace, Sal und Co auf jeden Fall fehlen 🙈.
Inhalt: Grace ist kurz davor, sich umzubringen, als ihr jemand dazwischen funkt. An den Rest des Abends erinnert sie sich anschließend nicht mehr und sie wacht in einem weißen Raum auf, ohne zu wissen, wie sie dort gelandet ist und warum sie dort festgehalten wird. Das einzige, was sie dort tun kann, ist schreiben. Und so erzählt sie ihre Geschichte und Stück für Stück erfährt man, wie es zu ihrem Selbstmordversuch kam. Meinung: Seit dem Tod ihres Vaters ist Grace nicht mehr das unschuldige Mädchen, das sie war. Sie trinkt schon seit Jahren oft und viel und sucht anschließend Trost, indem sie sich auf die falschen Jungs einlässt. Ihre Mutter interessiert sich dafür kaum, denn sie ist praktisch nie zu Hause. Die Einzige, die Grace hat, ist ihre beste Freundin Sal. Eines Tages kommt es jedoch zu einem Zwischenfall, durch den sich die beiden verkrachen und Grace lernt jemanden kennen, der für sie einiges verändert. Durch Ereignisse, die man zu Beginn noch nicht kennt, kommt es schließlich zu Graces Selbstmordversuch, nach dem sie in einem fremden Raum aufwacht. Weil sie nichts anderes tun kann, erzählt sie, was überhaupt zu dieser Situation geführt hat, angefangen mit dem Streit mit ihrer besten Freundin, bis hin zum versuchten Suizid. Über die Gegenwart erfährt man dabei nicht viel. Zwar erzählt sie immer wieder, wie sie ihre Zeit dort verbringt oder von kurzen Gesprächen mit ihrem Entführer, allerdings erhält man dabei praktisch keine Informationen und alles bleibt sehr mysteriös. Das Buch beginnt an Tag 3 von Graces Gefangenschaft. Sofort wird man neugierig gemacht, wo wie ist, wie sie dort gelandet ist und schließlich wieso sie entführt wurde und was der Entführer möchte. Als Grace dann beginnt, die vorherigen Ereignisse zu erzählen, fing ich auch an, mich für sie und ihr Leben zu interessieren. Man lernt sie immer mehr kennen und dadurch, dass sie alles tagebuchartig aufschreibt, werden auch ihre Gefühle vermittelt. Obwohl ich mich mit Grace nicht wirklich identifizieren konnte und es mir oft schwerfiel, mich in ihre Lage und ihren Kopf hineinzuversetzen, fühlte ich mit jeder Seite etwas mehr mit ihr mit, wenn etwas gutes oder schlechtes geschah. Leider wurde die Erzählung zwischenzeitlich etwas langweilig, weil nicht viel relevantes passierte. Fazit: Die Hauptfigur erzählt selbst, wieso sie versucht hat, sich umzubringen, wodurch ihre Gefühle im Mittelpunkt stehen und man selbst dann mit ihr mitfühlen muss, wenn man ihr überhaupt nicht ähnlich ist. Mit jeder Seite wurde ich mehr von ihrer Geschichte gefangen genommen, allerdings gibt es auch eher langwierige Passagen.
Ethan drehte sich zu mir um. "Ich bin nicht sauer auf dich, Grace. Ich wünschte nur, du wärst ehrlich - wenn nicht zu mir, dann doch wenigstens zu dir selbst. Was glaubst du, zu was du an der Grenze bist?" Und bevor ich auch nur darüber nachdenken konnte, schoss die Antwort aus meinem Mund: "Zur Wahrheit." Inhalt: Als Grace erwacht, findet sie sich in endloser, erdrückender Weiße wieder. Ein Raum mit weißen Wänden, einem weißen Tisch, einem weißen Stuhl, einem weißen Bett, einem weißen Badezimmer und vor ihr: weißes Papier und ein Stift. Benommen, erinnert sie sich nicht daran, wie sie hierher gekommen ist, noch was sie hier soll. Drei Mal täglich kommt ein Junge in den trostlosen, weißen Raum. Sein Name ist Ethan. Er bringt ihr Essen, Kleidung und kümmert sich um sie. Grace weiß nicht, was sie von ihm denken soll. Warum hält er sie fest? Wurde sie entführt? Warum sagt er so rätselhafte Sachen zu ihr? Langsam aber sicher beginnt das junge Mädchen, ihre Zeit zu nutzen und ihre Geschichte nieder zu schreiben. Sie erzählt aus ihrem Leben und langsam, ganz heimlich, schleicht sich die Erinnerung zurück und das Rätsel um ihren Aufenthalt bekommt immer mehr Kontur. Sie erinnert sich daran, dass sie Ethan kennenlernte, an dem Tag, an dem sie sterben wollte... Aber dies ist nicht der Anfang einer gewöhnlichen Geschichte, es ist viel mehr als das. Es ist der Anfang eines außergewöhnlichen Werkes, das tief unter die Haut geht, berührt, ergreift und einen schmerzhaft wachrütteln will. Idee / Umsetzung: Manchmal beginnt man ein Buch zu lesen, ohne wirklich zu wissen oder eine Ahnung davon zu haben, was einen hinter den Seiten erwartet. Es liegt nicht daran, dass man sich nicht mit dem Buch auseinander gesetzt, nicht den Klappentext oder das Cover, voller Eindringlichkeit, betrachtet hätte. Es liegt viel mehr daran, dass weder der Klappentext, noch das Cover eine Aussage von Bedeutung treffen. So war es für mich auch bei "Vergissdeinnicht". Sehr unscheinbar, sehr geheimnisvoll zeigte sich mir diese Geschichte. Trotzdem fühlte ich mich angesprochen. Vielleicht eben deshalb, weil ich wissen wollte, was sich hinter alldem versteckt. Also fing ich an zu lesen. Ich wusste weder welche Art von Geschichte mich erwarten würde, noch welche Wirkung jene auf mich haben könnte. Ich muss wohl gestehen, dass ich mir nicht viel erhofft hatte. Ich dachte mir, dass sich eine leichte Handlung, begleitet von einer netten Liebesgeschichte vor meinen Augen aufbauen würde. Aber wie falsch ich damit liegen würde, wusste ich am Anfang noch nicht. "Vergissdeinnicht" ist weder eine leichte Lektüre, noch ein Buch, welches man jemals wieder vergessen könnte. Es erzählt nämlich eine ganz besondere Geschichte, die sich nach und nach, ganz heimlich aufbaut und auf das große Ende zusteuert - Der Showdown: der nicht nur seine Leser, noch Tage danach, fesseln wird. Es fällt mir schwer etwas von der Idee zu erzählen, denn bei diesem Werk, kann man nicht viel sagen. Ich würde euch die Reise nehmen, auf die ihr euch an dieser Stelle selbst begeben müsst. Denn wenn ihr nicht selbst, Seite für Seite, durch die Erinnerungen von Grace wandert, werdet ihr nicht dieses ergriffene Gefühl teilen können, von welchem ich am Ende ganz gefesselt war. Ich kann nur sagen, dass die Idee, die sich hinter jedem Buchstaben, lauernd verstreckt, einfach grandios ist. Niemals hätte ich damit gerechnet, auch wenn die Befürchtung mich das ganze Buch lang begleitet hat. Tief in mir wusste ich ganz genau was sich am Ende verbirgt und was ich zu erwarten hatte, aber genau wie die Protagonistin, wollte ich es nicht wahrhaben, wollte ich es nicht in mein Bewusstsein dringen lassen. Ich kann nur sagen, dass Idee und Umsetzung nicht gleich das sind, was sie zu sein scheinen, sondern bei weitem besser als alles, was man überhaupt erwarten kann. Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist zunächst sehr gewöhnungsbedürftig und manchmal war ich an einem Punkt angelangt, an welchem ich einfach nicht mehr, begleitet von diesen Wörtern, lesen wollte. Grace schildert ihre Sicht und erzählt uns ihre Geschichte aus der Ich-Form. In Tagebuch ähnlichen Einträgen, berichtet sie ganz unreflektiert, ganz ungeschönt aus ihrer Erinnerung. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund. Sie berichet ganz offenen über ihre Krankheit, über ihre Einsamkeit, über ihre Macke, immer wieder Jungs abschleppen und mit ihnen schlafen zu müssen. Dabei bedient sie sich fortwährend einer, nicht gerade schönen, Umgangssprache. Da ich nicht gerade ein großer Anhänger, eben dieser Umgangssprache bin, ist es nicht verwunderlich, dass ich meine Probleme damit hatte. Aber rückblickend muss ich einfach gestehen, dass gerade dieser, unreflektierte, ehrliche Schreibstil zu der Geschichte, zu der Handlung und zum Charakter von Grace gepasst haben. Es wird gegen Ende mehr als klar, dass es weniger die normale Art der Autorin ist, ihre Idee zu erzählen, als viel mehr ein passendes Mittel, die Atmosphäre und Authenzität der Geschichte zu unterlegen. Charaktere: "Entangled" von Cat Clarke bei Amazon.deAlle Charakter, uneingeschränkt, sind ähnlich wie der Schreistil, sehr gewöhnungsbedürftig. Keine der Figuren ist besonders liebenswert oder sympathisiert mit dem Leser. Stattdessen sind alle Buchfiguren sehr hart und kantig ummalt und haben ihre ganz eigenen, irgendwie komischen Macken. Besonders Grace ist ein sehr eigener Charakter, den man zu beginn so gar nicht verstehen kann. Doch je weiter die Geschichte fortschreitet, je mehr man aus ihrem Leben erfährt, desto mehr lernt man sie zu verstehen und ihre Handlungen zu akzeptieren. Sie hat kein einfaches Leben, denn seit dem Tod ihres Vaters, hat sich ihr ganzes Leben, ihre ganze Einstellung verändert. Ich würde gerne mehr erzählen, doch auch an dieser Stelle finde ich, wenn ich zu viel verrate, könnte ich euch das wichtigste hier nehmen: Die eigene Reise, auf der Suche nach antworten. Diese Geschichte lebt nämlich vorallem dadurch, dass man nach und nach, immer mehr erfährt und sich die einzelnen Punkte verknüpfen. Ich kann nur soviel sagen, dass die Figuren, genau wie der Schreibstil, zunächst sehr unschön erscheinen. Es gibt keinen Charakter bei dem man sich ganz sicher ist. Aber am Ende hat man dann doch Verständnis. Nicht für alle, aber einiges wird klarer und eröffnet dem Leser eine Akzeptanz, vorallem gegenüber Grace, die zunächst sehr verzogen und unaufrichtig scheint. Am Ende ist alles Lug und Trug. Am Ende ist alles Anders. Denn jeder hat seine eigene Geschichte und Geschichten formen schließlich ein Leben. Sie kratzen an der Oberfläche und geben unserer Fassade Risse. Risse die ein Fremder nicht direkt erkennen kann. Als Leser, sind wir zu beginn, eben dieser Fremder. Doch am Ende liegen alle Karten auf dem Tisch und man beginnt zu verstehen. Cover / Innengestaltung: Es kommt selten vor, dass mir die deutsche Ausgabe besser gefällt als die Englische. Aber in diesem Fall ist es so. Die schlichte Version, mit dem weißen Eindband, der gefüllt ist, von hauchdünnen, geschriebenen Wörtern, die man zunächst gar nicht erkennt, passt viel besser zur Geschichte, als das englische Cover, mit diesem Mädchen, das in meinen Augen, so gar nichts mit Grace gemeinsam hat. Zwar gefällt mir das Model, vorallem weil es so eine tolle Haarfarbe hat und auch sonst finde ich das Cover generell nicht schlecht, aber es passt einfach nicht zur Handlung hinter den Seiten und deshalb muss ich sagen, ist das deutsche Titelbild, auch wenn es sehr unscheinbar ist, viel schöner und demnach die bessere Umsetzung. Die Innengestaltung weißt keine besonderen Elemente auf. Statt Kapiteln, werden die einzelnen Abschnitte mit den Tageszahlen ausgezeichnet, die Grace im weißen Raum verbringt: "Tag 26", zum Beispiel. Die Abschnitte, in denen Grace vom weißen Raum erzählt und jene, die ihre Erinnerungen darlegen, sind durch deutliche Absätze voneinander getrennt. Demnach habe ich auch hier nichts zu bemängeln. Fazit: Manchmal erwartet man etwas ganz anderes, als man am Ende bekommt. Aber nicht in jedem Fall ist das etwas Schlechtes. Bei "Vergissdeinnicht" von Cat Clarke, ist es sogar etwas sehr Überzeugendes. Man wird regelrecht mit Haut und Haaren, in eine spannende, bewegende und ganz erfrischende, einzigartige Geschichte gezogen. Eine Geschichte, die wie ein Sog, von allen Gedanken besitz ergreift und sie in einer tiefen Nachdenklichkeit zurücklassen. Dieser Roman ist in keiner Hinsicht gewöhnlich. Ausgezeichnet durch einen sehr eigenen, unreflektierten und ehrlichen Schreibstil, außergewöhnlichen, ungeschönten Charakteren und einem, bis zum Ende fortwährenden Rätsel, überzeugt dieser Debütroman, von Cat Clarke, auf voller Linie. Auch wenn ich an einigen Stellen das Gefühl hatte, dass sich die Handlung etwas gezogen hat, so finde ich doch, dass am Ende alle Komponenten, das perfekte Zusammenspiel geliefert haben. Ich lege diesen Roman jedem wärmstens ans Herz. Denn nichts ist, wie es scheint. Auch "Vergissdeinnicht" eröffnet viele Facetten, Ansichten und Gedanken, die man zunächst nicht erwartet hätte und kann somit das Leserherz für sich gewinnen. Wenn eine Geschichte, dich selbst nach der letzten Seite, noch fest mit ihren Worten gefangen hält, wenn dich das Schicksal einer Figur, die du am Anfang weder richtig verstehen, noch wirklich leiden konntest, so sehr berührt, dass es dir die Tränen in die Augen treibt und du diesen tiefen Schmerz in deiner Brust hast, dieses Mitleid, dann hast du wahrlich ein Buch in der Hand, welches es sich zu lesen gelohnt hat. Denn genau das macht eine wirkliche, echte und gute Geschichte aus: Das sie die Macht hat, dein Leben zu beeinflussen, dein Herz zu berühren.
Erst war ich überrascht, dass es sich um ein Jugendbuch handelte. Hatte ich eigentlich keine Lust drauf, aber dann hat es mich ziemlich gefesselt und fand es richtig toll. Doch dann wurde es zu durchschaubar und der Schluss ist einfach nur enttäuschend. Ich weiß noch nicht, ob ich bei der 3 Sterne "like" Bewertung bleiben kann, obwohl ich es ein paar Kapitel lang richtg gut fand...
Ich habe mich ehrlich gesagt schwer getan diesem Buch die vollen fünf Sternen zu geben. Ich habe vielen guten Büchern nur 4 gegeben weil mir irgendwas gefehlt hat. Und sich jetzt nun ich mir nicht sicher ob dieses hier wirklich die 5 verdient. Ich habe es vor Jahren schon einmal angefangen und kürzlich in meinem Regal wiedergefunden . Das war kein schönes Buch, ich mochte die Hauptfigur nicht und je weiter ich gelesen habe desto mehr Figuren wurden unsympathisch. Aber dabei waren sie, mit allem ihren Fehlern, echt und menschlich, ich kenne Leute wie Grace. Ich kann das Verhalten vom Sal nachvollziehen. Um ehrlich zu sein hätte ich vom Klapptext her einen Thriller erwartet. Das ist es nicht, es ist die Lebensgeschichte eines ziemlich kaputten Teenagers. Und so ist sie auch geschrieben. Mann muss ich auf Grace und ihre Situation einlassen sonst wird man mit diesem Buch nicht sonderlich viel anfangen können. Und trotz nicht erfüllter Erwartungen und einer Haubtfiegur mit der ich ganz sicher nicht befreundet sein möchte, ist mir diese Geschichte unter die Haut gegangen. Nicht Schön aber echt.










