Utopia

Utopia

Hardback
3.153
PolitischRobinsonadeReligionGespräch

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
192
Price
10.30 €

Posts

10
All
4

Ein interessantes Werk der politischen Philosophie, das trotz seines Alters (1516!) erstaunlich aktuell bleibt. In einem fiktiven Reisebericht beschreibt Morus eine idealisierte Inselgesellschaft, die mit Gleichheit, Gemeineigentum, religiöser Toleranz und einem minimalistischen Lebensstil radikal anders funktioniert als das Europa seiner Zeit. Das Buch regt zum Nachdenken an: über unsere Gesellschaft, über Gerechtigkeit, Eigentum und darüber, was ein gutes Leben eigentlich ausmacht. Die Sprache ist anspruchsvoll, doch gerade das verleiht dem Text Tiefe und Format. Besonders spannend ist, wie Morus mit Ironie und Widersprüchen spielt – ist Utopia wirklich eine ideale Gesellschaft oder eher eine subtile Kritik an realen Machtverhältnissen? Ein Klassiker, der nicht nur intellektuell bereichert, sondern auch ein eindrucksvoller Spiegel für unsere heutige Welt ist.

3

Das Buch besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil sprechen Morus, Peter Giles und der Reisende Raphael Hythlodaeus über die Probleme ihrer Zeit: harte Strafen, Armut, Ungleichheit, Krieg und die Rolle der Höfe. Im zweiten Teil schildert Hythlodaeus die Insel Utopia als Gegenentwurf: gemeinsames Eigentum, geregelte Arbeit, wenige Gesetze, religiöse Toleranz, alles streng organisiert und nüchtern beschrieben. Der erste Teil hat mir gut gefallen: klar, lebendig und bis heute relevant in seiner Kritik am bestehenden System. Der zweite Teil konnte mich jedoch nicht fesseln. Die Beschreibung der Utopie wirkt oft wie ein langer Katalog von Regeln. Das ist als Denkansatz interessant, aber für mich zu theoretisch und distanziert und nur zur Hälfte wirklich packend.

Post image
2

Die Ur-Utopie

Thomas Morus und Petrus Ägidius hören zusammen den Bericht des Entdeckungsreisenden Raphael Hythlodäus über Utopia. Raphael ist mit Americo Vespucci die Küste Brasiliens entlanggereist. Als sich ihre Wege trennten, reiste Raphael allein weiter und entdeckte Völker, die man zum Vorbild nehmen könnte, um die Lage in den europäischen Städten und Staaten zu verbessern. Morus und Ägidius wollen mehr erfahren. Im ersten Buch Utopias geht’s aber erstmal um allgemeine Fragen: Wie streng soll Diebststahl bestraft werden und ist dabei die Todesstrafe ein sinnvolles Strafmaß ? Was sind die Folgen von Inflation? Trägt die Abschaffung des Privateigentums zu einer besseren Gemeinschaft bei? Im zweiten Buch Utopias wird die Insel und das Leben dort beschrieben. Unter anderem erklärt Raphael, dass dort jeder arbeitet und das Privateigentum abgeschafft ist, weshalb niemand für seine Güter Geld zahlen muss. Das Leben dort klingt wie ein Traum… eben eine Utopie. Ich muss sagen, dass ich mir nach dem Lesen des Klappentexts viel mehr vom Buch erhofft habe. Ehrlicherweise habe ich nicht sofort bemerkt, dass die Erstfassung des Buches aus dem Jahr 1516 ist. Sprachlich ist der Inhalt sehr anspruchsvoll; definitiv kein Buch für Nebenbei. Inhaltlich wiederholt sich vieles und das hat mir oft das Gefühl gegeben, dass es nicht vorangeht. Dabei sind die einzelnen Aspekte wie die angesprochene Abschaffung des Privateigentums sehr interessant und lassen sich gut noch weiter ausdiskutieren oder gedanklich weiterverfolgen. Die Erwartungen waren definitiv hoch - in der Realität ein Buch, das nicht meinem Geschmack entspricht.

3.5

Ein langatmiger, wenn auch sehr interessanter und detaillierter Literaturklassiker über die "ultimative" Utopie.

Utopia ist ein lesenswerter Literaturklassiker von Thomas Morus über die ultimative Utopie, genauer die Welt Utopia, bei der niemand weiß, wo diese sich befindet. Sie beschreibt ein total faires, durchklügeltes System von Inselmenschen, die alle das selbe Gut teilen, ohne jegliche Arm-Reich-Schiene und mit perfekt ausgearbeitetem Rechtssystem. Der fiktive Raphael Hytholodaeus trifft hierin auf Morus und auf Petrus Aegidius und erzählt von seiner Zeit in eben jenem erwähnten Utopia. Raphael erklärt das Bestrafungssystem, erzählt von Lust in Utopia und von der Wissenschaft, welche dort noch nicht genutzt wird, aber gleichzeitig, wie die Utopier diesen fehlenden Wissensstand ausgleichen. Den Kindern wird früh bereits beigebracht, dass bloßer Reichtum nicht viel wert ist und geistige und körperliche Arbeit sich immer auszahlt. Jeder in Utopia hat eine klare Rolle und Bestimmung und jeder hilft jedem. Hierbei wirkt alles leider sehr trocken in Hytholodaeus Erzählungen und gelegentlich kann es vorkommen, dass Seiten leider schnell unbewusst eher überflogen als gelesen werden. Die wenigen Rollen in der Utopie sind leider sehr platt und wenig charakterstark darrgelegt. Eine Empfehlung für Geschichts- und Literaturliebhaber, da diese die viele Detailarbeit und den Schreibstil sehr schätzen werden. Aber auch der "neutrale" Leser kann Gefallen daran finden, wenn auch nur zum entspannten Lesen.

3

Hier versucht Morus seinem Mitmenschen einen Spiegel vorzuhalten wie es um den Staat steht und was sich verbessern ließe. Einiges ist seiner Zeit geschuldet das z.b auch Frauen in Utopia nicht den Männern gleich gestellt sind bei anderen ist er seiner Zeit voraus. Wenn man es lesen will sollte man viel Ruhe und Zeit haben es nicht gelesen zu haben wäre aber auch nicht schlimm.

4

Das Buch, das der Utopie ihren Namen gegeben hat. Ich war sehr gespannt auf die Lektüre und wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist aufschlussreich, angenehm zu lesen und in meiner Ausgabe (Manesse) halfen die Fussnoten beim Verständnis des Textes. Ansonsten hätte ich wohl viele Feinheiten verpasst. Morus nimmt es sich nämlich immer wieder heraus, zu einem Rundumschlag vor allem gegen die Kirchenoberen auszuholen. Auch an vielen anderen Stellen übt er versteckte Kritik an der Politik seiner Zeit. Dies aber stets mit einem zwinkernden Auge. Überraschend ist, dass vieles auch heute noch als Bild einer Utopie gelten kann. Wobei ich gestehen muss, dass ich nicht unbedingt selbst in Utopia leben möchte. Aber vielleicht bin ich schon zu sehr in unserem Indiviual-Kapitalismus gefangen. Aber der Gedanke, dass sich jeder gleich anzuziehen hat oder man regelmässig aufs Land ziehen muss, behagt mir nicht. Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass dieses Buch bereits ein paar Jahrhunderte gesehen hat. Das Leben war ein ganz anderes, die Ansichten über die Welt ebenfalls. Vielleicht mag unsere Vorstellung von Utopia unterdessen anders aussehen, aber man kann Morus nicht absprechen, ein wegweisendes Werk mit grossem Einfluss geschrieben zu haben.

3

Ein interessantes Buch, allerdings sehr schwer zu lesen. Es ist ja auch schon von vor über 500 Jahren geschrieben worden. Ich will nicht weiter viel über den Inhalt verraten. Wer es lesen möchte, sollte es tun. Ich hab mich damit etwas schwer getan, aber nicht weil ich es langweilig oder nicht gut fand, sondern wegen der „alten“ Sprache. Man muss bei dem Buch sehr konzentriert lesen, um alles zu verstehen.

2

I actually wanted to claim it as a book I read in its original language before I realised that it was written in latin :D unfortunately my latin is not that good... I like More nevertheless, maybe just because he was so appealing at the tudors ;)

3

Read this for my British Reading List class

5

"“Consider any year, that has been so unfruitful that many thousands have died of hunger; and yet if, at the end of that year, a survey was made of the granaries of all the rich men that have hoarded up the corn, it would be found that there was enough among them to have prevented all that consumption of men that perished in misery; and that, if it had been distributed among them, none would have felt the terrible effects of that scarcity: so easy a thing would it be to supply all the necessities of life, if that blessed thing called money, which is pretended to be invented for procuring them was not really the only thing that obstructed their being procured!“ Yeah, was soll man denn noch dazu sagen?

Create Post