Unstillbar

Unstillbar

Hardback
4.33

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Description

The Boobie Trap Über die vielen Dimensionen des Stillens Das Thema Stillen begegnet spätestens in der Schwangerschaft allen Frauen und Personen, die ein Kind gebären können. Sie spüren den Druck, stillen zu müssen, noch bevor das Baby das erste Mal an den Brustwarzen saugen soll. Sie sind nach der Geburt allein mit dem Schmerz, wenn die Nippel wund oder die Milchproduktion zu niedrig sind, werden beschimpft, wenn sie „zu lange" stillen oder dem Baby das Fläschchen geben, werden sexualisiert, weil sie in der Öffentlichkeit stillen. Dabei führt diese gesellschaftliche Erwartungshaltung dazu, dass gebärende Personen häufig nicht einmal bewusst entscheiden, ob sie überhaupt stillen wollen – geschweige denn wie. Und überhaupt stellt sich die Frage: Ist Stillen wirklich immer intuitiv? Und gibt es sogar gute Gründe, nicht zu stillen? Emotional aufgeladen, kontrovers diskutiert Ein individueller Stillweg, der gesellschaftspolitische Ebenen wie gleichberechtigte Elternschaft und körperliche Selbstbestimmung einschließt, muss möglich sein. Dafür braucht es Wissen, Sichtbarkeit und das Erkennen, dass Stillen nicht nur Gebärende etwas angeht. Das erste feministische Sachbuch rund ums Stillen – über Tabus, Dauerbewertung und den Weg zur Individualität Britta Fuchs setzt sich kritisch mit dem Thema Stillen auseinander, bringt dabei neben eigenen Erfahrungen auch wissenschaftliche Daten und historische Entwicklungen und Erkenntnisse ein, beleuchtet die vielen Dimensionen, die darauf einwirken. Dieses Sachbuch ist ein Gegenentwurf zu Brust vs. Flasche: Es soll informieren, Veränderungen anstoßen, enttabuisieren.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Hardback
Pages
280
Price
22.90 €

Posts

3
All
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Mich hat das Buch schon alleine wegen des Klappentexts neugierig gemacht, da ich als stillende Zweifach-Mama selbst mit dem ein oder anderen bezüglich der Thematik zu tun hatte/habe, wie z. B. dem ständigen Dilemma "soll ich jetzt hier in der Öffentlichkeit stillen oder nicht?". Denn das ist ja gesellschaftlich nach wie vor verpönt und noch ein Thema mehr, mit welchem sich Frau im Patriarchat herumschlagen darf (als "gute Mutter" hast du gefälligst zu stillen, weil das nur natürlich ist, aber sprich nicht darüber und um Himmels Willen mach das bloß nicht in der Öffentlichkeit - pfui!). Nicht nur Stillen alleine spielt im Buch eine Rolle. Auch andere Probleme, mit denen die Frau bzw. Gebärende zu kämpfen hat, werden besprochen, sei es die vielen gesellschaftlichen Ansprüche, der Druck eine "gute Mutter" zu sein, über berufliche Aspekte und finanzielle Einbußen, bis hin zu Ängsten während und nach der Schwangerschaft. Breit gefächerter Einblick, aber dennoch jedes Mal on point. Viele im Buch erläuterte Fakten rund um das Stillen wusste ich selbst tatsächlich noch nicht, obwohl ich bereits Kind Nr 2 stille. Und wie krass ist bitte die Tatsache, dass Stillen einem (unbezahlten!) Vollzeitjob entspricht? Den Irrglauben, Stillen sei kostenlos, hab ich übrigens leider selbst geglaubt, dabei steckt so viel mehr dahinter, als "nur" stillen. Bereits beim Lesen des ersten Kapitels hab ich mich direkt verstanden gefühlt. Ich weiß auch nicht, wie oft ich beim Lesen mit dem Kopf genickt, zu mir selbst "ja ist echt so" gesagt oder den Vogel gezeigt hab. Ich hab das Buch also nicht nur inhaltlich verstanden, ich hab es regelrecht gefühlt. Und wenn ich ein Buch fühlen kann, dann ist das mehr als eine klare Leseempfehlung meinerseits! ----- Werbung, Rezensionsexemplar.

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Ein wichtiges Buch in der Diskussion zur gleichberechtigte Elternschaft zum Thema Stillen.

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Dieses Buch habe ich gelesen, weil mir in Dikussionen um gleichberechtigte Elternschaft beim Thema Stillen oft die Argumente ausgehen. Denn Stillen kann ja nur die Mutter und Stillen muss doch sein, es ist doch halt das Beste für das Kind, oder etwa nicht? Britta Fuchs hat mich genau an dieser Stelle abgeholt. Sie beschäftigt sich im Buch zunächst mit der Tatsache, dass sich werdende Eltern beim ersten Kind über das Stillen häufig nicht viele Gedanken machen. Allgemein ist zu Stillen eine Erwartungshaltung, die wenig hinterfragt wird. Sie gehört zu den vielen Dingen, die eine "gute Mutter" eben tut. Und genau mit diesen Ansprüchen an die "gute Mutter" setzt sich auch Fuchs in Ihrem Buch auseinander. Den Druck, die viele Mütter dadurch ausgesetzt sind, stellt sie sehr empatisch dar. Außerdem räumt sie mit ein paar Mythen rund um das Stillen auf. Auf der anderen Seite thematisiert sie, dass Stillen trotz seiner vermeintlichen Unumgänglichkeit etwas ist, was in der Öffentlichkeit nicht gerne gesehen wird und bei vielen Nicht-Stillenden immer noch Unwohlsein auslöst. Sie verdeutlich im Buch einen darauf folgenden Teufelskreis der entsteht, weil Stillende sich häufig in der Öffentlichkeit unwohl fühlen, dort weniger präsent sind und damit auch weniger gesehen werden. Fuchs Buch ist extrem gut recherchiert, die Literatur, auf die sie sich bezieht, ist wirklich ausführlich (13 Seiten Literturverzeichnis!). Trotzdem können manche Fragen, die sie aufwirft, nicht beantwortet werden. Die Forschung fehlt an vielen Stellen, was wiederum mit den oben genannten Punkten zusammen hängt. Ich bin daher extrem dankbar für dieses Buch, das verdeutlicht, dass wir mehr über Stillen sprechen müssen. Stillenden brauchen mehr Raum im gesellschaftlichen und auch beruflichen Leben. Stillen braucht mehr Aufmerksamkeit, weniger Erwatungen und mehr Entscheidungsfreiheit. Und genau deshalb braucht es solche Bücher und Menschen, die es lesen. Dieses Buch kann noch nicht alle Fragen zum Stillen in gleichberechtigter Elternschaft beantworten. Aber es ist ein wichtiger Denkanstoß um in der Zukunft die Fragen beantworten zu können und für wirkliche Gleichstellung zu sorgen

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