Underground Railroad

Underground Railroad

Softcover
4.0367
ObamaGreat American NovelFluchtBarry Jenkins

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Description

Ausgezeichnet mit dem National Book Award und Pulitzer Prize, stand »Underground Railroad« ein Jahr ununterbrochen auf der New York Times-Bestsellerliste - ab 14. Mai bei Amazon Prime unter der Regie von Academy-Award-Gewinner Barry Jenkins

Cora ist nur eine von unzähligen Schwarzen, die auf den Baumwollplantagen Georgias schlimmer als Tiere behandelt werden. Alle träumen von der Flucht – doch wie und wohin? Da hört Cora von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklaven. Über eine Falltür gelangt sie in den Untergrund und es beginnt eine atemberaubende Reise, auf der sie Leichendieben und Kopfgeldjägern, aber auch heldenhaften Bahnhofswärtern begegnet. Jeder Staat, den sie durchquert, hat andere Gesetze, andere Gefahren. Wartet am Ende wirklich die Freiheit?

»Underground Railroad« ist ein Manifest über die Menschlichkeit und zugleich eine virtuose Abrechnung damit, was es bedeutete und immer noch bedeutet, in Amerika schwarz zu sein.


Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
352
Price
15.50 €

Author Description

Colson Whitehead, geboren 1969 in New York, studierte in Harvard und arbeitete als Journalist und Fernsehkritiker. Für seinen Roman »Underground Railroad« wurde er mit dem National Book Award 2016 und dem Pulitzer-Preis 2017 ausgezeichnet. Sein Roman »Die Nickel Boys« (2019) erhielt 2020 ebenfalls den Pulitzer-Preis. Colson Whitehead lebt in Brooklyn.Im Fischer Taschenbuch Verlag liegen außerdem vor: »Apex«, »Der letzte Sommer auf Long Island« und »Zone One«.

Posts

59
All
5

Unglaublich erschreckend

Ich kann manchmal immer noch nicht glauben, dass soviel Grausamkeit in Menschen steckt…. Unfassbar wichtiges Buch und absolute Empfehlung!

3.5

Black History at it finest

Ich fands gut aber nicht die Beste Schwarze Lektüre die ich gelesen habe. Ich musste erstmal mit der Schreibweise warmwerden. Ich fand es ab und an etwas sprunghaft. Da ist man in eine Satz noch dabei das Geschehene zu verarbeiten und im Nächsten ist man dann schon wieder ganz wo anders. Oder oft wusste ich auch nicht von wem jetzt die Rede ist. Ich konnte keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen da so gut wie nichts von Ihnen preisgegeben wurde. Als das Buch endete war verblüfft weil ich dachte dass noch in Kapitel kommt aber dem war nicht so. Im großen und Ganzen zeigt die Geschichte auf mit welchen Hindernissen und Grausamkeiten die Schwarze Bevölkerung Amerikas zu kämpfen hatten, um ihre Freiheit zu erlangen.

4.5

Keine leichte Kost

Der Aufbau gleicht einem Roadtrip, die einzelnen Zwischenstationen sind quer durch Nordamerika. Die Roadtripsongs sind Schmerzensschreie. Denn Gewalt gibt es auf fast jeder Seite. Physisch, seelisch. Man kann das Buch nicht so verschlingen, wie die Sklavensituation (Handel & Besitz...) Menschen verschlungen hat. Die, die wie der letzte Dreck gehalten & behandelt worden. Die, die ihre Seele in all den sadistischen Taten verloren haben. In dem Buch merkt man, dass der Mensch scheinbar zu vielem bereit ist. Wir müssen uns das vor Augen halten, es darf nicht wieder passieren! Black lives matters, genau aus diesem Grund! Mittelpunkt steht Cora, die man an vielen Stellen verloren glaubt. Doch ihr Kampfgeist & extreme Resilienz bringt sie sehr weit. Vielleicht helfen auch ein paar Prisen Glück (wenn es auch oft nicht so scheint). Das letzte Drittel hatte meiner Meinung nach ein bisschen nachgelassen. Vielleicht lag es auch daran, dass ich schon eine gefühlte Ewigkeit (fast eine Woche, die wie ein paar Jahre schmeckt) an dem Buch lese. Trotzdem sollte meiner Meinung nach jeder diese Geschichte lesen....

3.5

Heftig

[𝕦𝕟𝕓𝕖𝕫𝕒𝕙𝕝𝕥𝕖 𝕎𝕖𝕣𝕓𝕦𝕟𝕘] 𝔹𝕦𝕔𝕙𝕔𝕝𝕦𝕓𝕓𝕦𝕔𝕙 im #Buchclub_Buchgefluester 𝕋𝕚𝕥𝕖𝕝: Underground Railroad 𝔸𝕦𝕤 𝕕𝕖𝕣 𝔽𝕖𝕕𝕖𝕣 𝕧𝕠𝕟: Colson Whitehead 𝕍𝕖𝕣𝕝𝕒𝕘: Fischer Taschenbuch // Little, Brown Audio 𝔾𝕖𝕤𝕡𝕣𝕠𝕔𝕙𝕖𝕟 𝕧𝕠𝕟: Bahni Turpin 𝔾𝕖𝕝𝕖𝕤𝕖𝕟/𝔾𝕖𝕙𝕠𝕖𝕣𝕥 𝕒𝕦𝕗: Deutsch / Englisch 𝕌𝕖𝕓𝕖𝕣𝕤𝕖𝕥𝕫𝕥 𝕧𝕠𝕟: Nikolaus Stingl 𝔸𝕧𝕒𝕚𝕝𝕒𝕓𝕝𝕖 𝕚𝕟 𝔼𝕟𝕘𝕝𝕚𝕤𝕙: Yes 𝔽𝕣𝕒𝕘𝕖: Was haltet ihr von gekürzten Hörbüchern? 𝔻𝕣𝕖𝕚 (𝕠𝕕𝕖𝕣 𝕞𝕖𝕙𝕣) 𝕎𝕠𝕖𝕣𝕥𝕖𝕣 𝕫𝕦𝕞 𝔹𝕦𝕔𝕙: Betroffen machend - Emotionslos - Schlimm 𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥: Cora lebt auf einer Baumwollplantage in Georgia und ist nur einer der unzähligen, die dort schlimmer als Tiere behandelt werden. Als sie von der Underground Railroad hört, ist sie fest entschlossen dir Plantage hinter sich zu lassen. Aber findet sie am Ende der Reise wirklich die Freiheit? 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘: Es hat ein wenig gedauert, bis ich wirklich in die Geschichte gefunden habe. Denn trotz allem Elend ist das Buch eher sachlich und emotionslos erzählt. Versteht mich nicht falsch, ich fands von Anfang an schlimm, aber die Protagonistin ist eher sachlich dem ganzen Elend gegenüber. Durch die vielen unbekannten Begriffe habe ich mir beim hören des englischen Hörbuchs auch ein wenig schwer getan. 😅 Da war es ganz gut, dass ich auch noch nebenher gelesen habe. 😊 Irgendwann hat mich die Story dann trotzdem gepackt und ich habe Coras Reise mit Spannung und Mitgefühl verfolgt. Vor allem aufs Ende zu, war ich dann voll dabei. Irgendwie hätte ich mir aber gewünscht, von Anfang an ein wenig mehr mitgenommen zu werden. Aber vielleicht geht es auch genau darum, dass das Grauen und Elend zu alltäglich waren, dass es nichts mehr besonderes war und deshalb wenig emotional beschrieben wird. 𝕃𝕖𝕤𝕖𝕖𝕞𝕡𝕗𝕖𝕙𝕝𝕦𝕟𝕘? Von mir gibt's eine Leseempfehlung für alle, die sich mit der Sklaven-Geschichte der USA auseinandersetzen möchten. 𝔼𝕦𝕣𝕖 𝕃𝕚𝕔𝕖𝕪 ☘️

Heftig
4.5

Ein Buch, das jeder Mensch lesen sollte!

Ein Buch, das jeder Mensch lesen sollte!
4.5

Ein Buch, das jeder lesen sollte!

Roh und schonungslos erzählt das Buch die Geschichte der Sklaverei im früheren Amerika. Die Kapitel sind zwar sehr lang und die Geschichte recht verstrickt, mit vielen Nebenhandlungen und Charakteren. Aufgrund der schweren Thematik und dem anspruchsvollen Schreibstil lässt es sich also nicht so nebenbei lesen, sondern man muss sich konzentrieren und darauf einlassen. Aber das lohnt sich! Es basiert auf einer wahren Begebenheit. Das Buch „Underground Railroad" ist nach dem Netzwerk benannt, das geflüchteten Sklaven half, aus dem Süden in den freien Norden zu gelangen. Die gesamte Geschichte ist sehr erschreckend, aber ebenso lehrreich. Das Ende hat mir gut gefallen! Eine Empfehlung für jedermann!

5

Schonungslos - beklemmend - wichtig!

Colson Whitehead beschreibt schonungslos die Lebensumstände versklavter Menschen au US-Baumwollplantagen. Die bedrückende Atmosphäre jener Orte und die Angst ihrer Bewohnerinnen und Bewohner ist fast greifbar. Die Protagonisten zeichnet Whitehead so realistisch, dass man beinahe den passenden Wikipedia-Artikel suchen möchte. Die Underground Railroad nimmt der Autor wörtlich und schickt seine Protagonistin Cora wortwörtlich unterirdisch mit dem Zug durchs Land. An dieses fantastische Element musste ich mich erst gewöhnen. FAZIT: Whitehead schreibt klar, präzise und anklagend. Herauskommt ein Buch, das viele Anreize zum Nachdenken bietet. Beispiel: Alle Menschen sind gleich, es sei denn, wir entscheiden, dass du kein Mensch bist. S. 295

4.5

Feinfühlige Erzählungen über die Realität der Sklaverei in den USA.

An unsere Protagonistin Cora orientiert, erfahren wir neben ihrer Lebensrealität, auch noch die Geschichten von einigen Nebenprotagonist*innen. Das Buch startet bei einer Baumwoll-Plantage, auf der Cora geboren wurde, überlebt und arbeitet. Schon hier zeichnet Colson Whitehead feinfühlig Bilder zwischenmenschlicher Beziehungen inmitten des Horrors der Sklaverei. Mit ihrer Flucht von der Plantage bekommen wir Einblicke in verschiedene Bundesstaaten und ihreren Umgang mit Slaven bzw. Schwarzen Menschen. Jeder Staat hat seine eigenen Interessen sowie Vorstellungen und so warten auch unterschiedliche Hürden auf Cora während ihrer Flucht. Der Begriff "Underground Railroad" würde von Colson Whitehead wörtlich genommen und bildet den größten fiktiven Teil des Buches. Ein Netz aus unterirdischen Tunneln mit Zügen befördert die Menschen durch die Staaten auf ihrer Flucht in den Norden. Die Erlebnisse unserer Protagonistin*innen entsprechen aber der Realität, wie aus der Danksagung am Ende des Buches herausgeht. Zwischen all der Gewalt, finden wir auch immer wieder taktvoll gewählte Momente, in denen wir Menschlichkeit erblicken können. Meiner Meinung nach einer der Stärken des Autors! Ich mag garnicht mehr von dem Buch spoilern, sonder rate jedem, diesem Buch eine Chance zu geben. Besonders wer sonst non-fiction als dröge empfindet, kann hier lernen und gleichzeitig einen Roman lesen.

5

Die fesselnde, aber sehr traurige Geschichte der Reise eines Sklavenmädchens in Nordamerika in die Freiheit. Ungeschönt und schmerzhaft realistisch erlebt der Leser ihren Weg und leidet auf den Stationen mit ihr. Außerdem lernt er durch den besonderen Schreibstil des Autors die Hintergründe aller Charaktere kennen, auch deren, deren Charakter man während des Lesens hassen lernt. Ein gutes, traurig stimmendes Buch über einen Kampf, der Jahrhunderte dauerte.

4

Der Fluch der Sklaverei Das preisgekrönte Werk „ Underground Railroad“ von Colson Whitehead ist eine schonungslose Abrechnung mit der Sklaverei. Der Roman ist keine genaue historische Abhandlung. Der Autor nimmt sich die Freiheit die Geschichte so abzuändern, dass sie seine Botschaft, nämlich das die Sklaverei ein Fluch ist, der bis heute nachwirkt, noch deutlicher unterstreicht. Protagonistin Cora ist auf der Randall Plantage in Georgia geboren worden. Ihre Großmutter wurde aus Afrika verschleppt und versklavt. Ihre Mutter Mabel war das einzige überlebende Kind ihrer Mutter. Ihre Mutter ist jedoch eines Nachts von der Plantage geflohen, hat ihre kleine Tochter dort zurückgelassen und ist nie wieder zurückgekehrt. Cora hat ihr das nie verzeihen können, denn die Flucht ihrer Mutter hat das Leben für sie noch unerträglicher gemacht. Colson Whitehead schildert sehr genau die barbarischen Methoden, die auf der Plantage herrschten. Dass zu lesen fiel mir wirklich schwer, und ich brauchte immer wieder Pausen. Irgendwann ist für Cora der Punkt erreicht wo sie lieber auf der Flucht sterben möchte, als noch einen weiteren Tag auf der Plantage ihr Dasein zu fristen. Es gab zu dieser Zeit ein Netzwerk von Abolitionisten, die geflüchtete Sklaven versteckt haben und versucht haben sie in die Nordstaaten Amerikas zu schleusen. Dieses Netzwerk nannte sich Underground Railroad. Der Autor greift in seinem Roman diesen Begriff auf. Allerdings gibt es im Roman tatsächlich ein Tunnelsystem mit Schienen im Untergrund z.B unter Scheunen oder Häusern und Lokomotiven mit Wagons , die die Flüchtlinge von einem Staat in den anderen transportieren. Das Ziel ist nie bekannt. Cora muß erfahren, dass ihr erstes Ziel, ein vermeintlich sicherer Staat wie South Carolina, wo man ihr sogar lesen und schreiben beibringt doch nicht das gelobte Land ist. Hier möchte man die schwarze Bevölkerung sterilisieren, um die Anzahl der schwarzen Bewohner unter Kontrolle zu behalten. Außerdem ist Cora‘s Gegenspieler der Sklavenfänger Ridgeway auf ihre Spur gekommen und Cora muß erneut die Underground Railroad in Anspruch nehmen um zu fliehen. Viel mehr möchte ich vom Inhalt der Geschichte gar nicht preisgeben. Jede Station der Underground Railroad enthüllt neue Gefahren und der Weg in die Freiheit ist für Cora ein langer Leidensweg mit vielen Verlusten. Man begreift beim Lesen den Ursprung von Rassismus, und deshalb ist das Buch auch wirklich wichtig und aktuell. Es ist allerdings wirklich harter Tobak. Zwischendurch war die Geschichte etwas langatmig. Nichtsdestotrotz empfehle ich das Buch auf jeden Fall als Lektüre. Auch die Verfilmung soll sehr sehenswert sein.

4.5

Viel Realität, wenig Fiktion

Schon in meinen frühen erwachsenen Lese-Jahren fühlte ich mich magisch angezogen von Geschichten aus dem amerikanischen Süden zur Zeit der Sklaverei. Allerdings waren es meist Geschichten, die das menschenunwürdige Handeln der weißen privilegierten Schicht gegenüber der „Ware“ Mensch romantisierten und die Perspektive der schwarzen Bevölkerung nich realistisch wiedergaben. Colson Whitehead hat Ihnen in unglaublicher Deutlichkeit eine Stimme gegeben und dafür den Pulitzepreis 2017 erhalten. Cora wird zu Beginn des 19. Jahrhunderts in ein Plantagenleben hineingeboren, das brutaler nicht sein könnte. Ihre Mutter ließ sie im Stich, und so ist sie schon als Zehnjährige sich selbst und den brutalen Machenschaften ihres Besitzers ausgeliefert. Ihr gelingt es gemeinsam mit Caesar in Richtung Norden zu flüchten, über die „Underground Railroad“. Dieses Netzwerk wird von den Abolitionisten und ihren Helfern gesponnen, unterhalten und sorgt dafür, dass Entlaufene in den sklavenfreien Norden gelangen. In der Adaption des Autors ist es als unterirdisches Tunnelsystem mit Schienen und entsprechenden Fahrzeugen dargestellt. Das entspricht nicht der realen Vergangenheit dieses Rettungswegs. Es gab ihn aber, und er bestand aus getarnten, Verstecken und hilfsbereiten Menschen, die für die Freiheit anderer ihr Leben riskierten. Auch in diesem Roman begegnen wir immer wieder selbstlosen Mitgliedern der Gesellschaft, die oft teuer genug dafür bezahlen. Cora gelangt in verschiedene Staaten, die unterschiedlich mit Sklaverei und Rassengesetzen umgehen. Ihr Fluchtweg ist nicht gerade, sondern mit vielen Widrigkeiten durchzogen. Ein Kopfgeldjäger sorgt dafür für ausreichende Schreckmomente. Mit Spannung habe ich Coras Geschichte verfolgt und ihr die Daumen gedrückt . Colson Whitehead spart nicht mit drastischer Schilderung. Die sadistischen Fantasien der weißen Plantagenbesitzer sind ekelerregend. Doch ist es wohl genau so passiert! In North Carolina wählt die Bevölkerung eine besonders widerwärtige Methode der Abschreckung. Und Staaten wie South Carolina, die gemäßigter unterwegs waren, vermitteln nur eine Pseudo Humanität, wenn man zum Beispiel die Szenen im Museum betrachtet. Der Plot ist spannend geschrieben, bis zum Ende weiß man nicht, ob Cora ihr Vorhaben gelingt. Die Kapitel sind mit einzelnen Staaten und Figuren betitelt, deren Wege man kreuzt. Dabei springt der Autor auch häufig in den Zeiten, was manchmal etwas verwirrt. Die Vermischung von Fiktion und Realität ist gut gelungen. Ein ums andere Mal wollte ich es jedoch genau wissen. Über das Netzwerk die Underground Railroad, findet man sehr viel mehr im World Wide Web, als über die unterschiedlichen Rassengesetze einzelner Staaten. Dafür muss man englischsprachige Seiten aufsuchen, da selbst auf dem deutschen Wikipedia nur sehr spärliche Informationen zu finden sind. Ein bedrückendes Werk, dass uns einmal mehr zeigt, wozu menschenfähig sind.

5

Eine Geschichte der Flucht von versklavten Menschen. Starke und bildhafte Sprache, fesselnde Geschichte.

4

Platz 13 NYT Bestseller Readers Choice

Underground Railroad von Colson Whitehead behandelt ein zutiefst wichtiges Thema – die Flucht aus der Sklaverei – auf eine nüchterne, fast distanzierte Weise. Die Sprache ist klar, ohne übermäßige Dramatik, was die Grausamkeit der Ereignisse auf eine andere, eindringliche Art spürbar macht. Die Thematik ist spannend und historisch wie gesellschaftlich relevant. Trotz der Härte der geschilderten Erlebnisse habe ich das Buch eher ruhig „vor mich hin“ gelesen. Es hat mich nicht zu Tränen gerührt, was vielleicht an der zurückhaltenden Erzählweise liegt – oder daran, dass ich inzwischen etwas abgestumpft bin, was solche Geschichten betrifft. Gegen Ende hat sich die Handlung für meinen Geschmack etwas gezogen, dennoch ist das Werk insgesamt sehr lesenswert und hinterlässt viel Stoff zum Nachdenken.

Platz 13 NYT Bestseller Readers Choice
5

Aufwühlender und schonungsloser Roman über die Flucht der Sklavin Cora

Aus dem Amerikanischen übersetzt von Nikolaus Stingl Cora wächst als Sklavin auf einer Baumwollplantage in Georgia auf. Wie alle anderen träumt sie von der Freiheit, traut sich aber lange Zeit nicht, wirklich zu fliehen, vor allem aus Angst vor dem, was sie erwartet, wenn ihre Flucht scheitert. Doch irgendwann erfährt sie von der Underground Railroad, einem geheimen Fluchtnetzwerk für Sklav:innen, und beschließt den Schritt zu wagen, in der Hoffnung auf ein freies Leben im Norden. Damit beginnt eine atemberaubende und aufwühlende Reise durch die USA. "Die Sklaverei war eine Sünde, wenn Weiße unters Joch gebeugt wurden, nicht aber, wenn es Afrikaner waren. Alle Menschen sind gleich, es sei denn, wir entscheiden, dass du kein Mensch bist." (S. 211) Colson Whitehead erzählt in seinem Roman ungeschönt und schnörkellos von der Geschichte der Sklaverei aus der Perspektive von Cora, die stellvertretend für so viele steht, die das gleiche Schicksal teilten. Dass der Roman sich nicht zu 100% an die historischen Fakten hält, hat mich persönlich nicht gestört. Ich habe etwas Zeit gebraucht, um in das Buch reinzukommen, weil besonders zu Beginn so viele Namen auftauchen, dass es schwierig ist, den Überblick zu behalten. Im Laufe des Romans wird das aber wesentlich leichter. Der Schreibstil ist sehr nüchtern gehalten, das hat mir aber gut gefallen. Auch den Aufbau des Romans fand ich sehr gut: Es gibt kurze Zwischenkapitel, in denen man mehr über bestimmte Protagonist:innen erfährt, die im Laufe des Buchs auftauchen. Ich merke immer an meinem Lesetempo, wenn mich ein Roman emotional sehr mitnimmt. Das verlangsamt sich dann sehr und ich brauche wesentlich länger für ein Buch, da ich immer mal wieder eine Pause brauche. Das war auch hier der Fall: Ein toller, spannender aber auch sehr aufwühlender Roman über ein sehr finsteres Kapitel in der amerikanischen Geschichte.

1

Das Buch „Underground Railroad“ erzählt die Geschichte von einer jungen Frau namens Cora, die der Sklaverei entkommen und endlich in Freiheit leben möchte. Caesar, der auch auf der Baumwollplantage arbeitet und lebt, berichtet ihr von der Underground Railroad. Ein geheimes Fluchtnetzwerk für Sklaven. Sie sind bereit, das Risiko einer Flucht einzugehen und begeben sich auf eine atemberaubende Reise durch die USA. Die Grundidee der Geschichte und das Setting haben mir sehr gut gefallen. Bei der Umsetzung hapert es jedoch gewaltig. Der Schreibstil ist furchtbar - es passieren erschreckende Dinge in diesem Buch, die einen normalerweise nicht kalt lassen können, jedoch schafft es der Autor, selbst das schrecklichste Erlebnis in eine Banalität zu verwandeln. Ich habe selten so ein emotionsloses Buch gelesen. Die Protagonistin Cora aber auch alle anderen Charaktere sind blass und austauschbar. Keiner hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Mir hat das Buch in keinerlei Hinsicht gefallen.

4

Mitreißende teilweise schreckliche Story, die die Zeit der Sklaverei unglaublich gut und realistisch rüberbringt. Dass es zu der Zeit wirklich einen Railroad gab war mir nicht bewusst. Ein Zeitzeugnis.

4

Das ist kein einfaches Buch. Ganz im Gegenteil. Obwohl Whitehead eine alternative Geschichte der Underground Railroad erzählt, so wissen wir doch alle, dass das Alternative in diesem Buch eher ein Minimum ausmacht und der Rest knallharte, brutale Realität war und leider auch oft immer noch ist. Das ist kein einfaches Buch. Aber wer hat gesagt, dass Romane immer einfach sein müssen? Es tut uns allen gut, ab und zu unsere Konfortzone zu verlassen und über den Tellerrand hinauszublicken. Wir dürfen uns ab und zu der Realität stellen und uns nach unserer eigenen Rolle in dem Ganzen fragen. Eigentlich sollten wir das sogar öfter mal machen...

4

Das Thema ist so wichtig, das sollte jede*r lesen! Ich fand die Perspektive sehr gut, dennoch war es manchmal schwer zu folgen und nicht immer leicht zu lesen. Insgesamt ein Buch, das nachhallt.

4

Die Underground Railroad war ein Netzwerk, dass im 18./19. Jahrhundert in den USA vielen ehemaligen Sklaven das Leben rettete. In diesem Roman wird dieses Netzwerk als unterirdischer Zug dargestellt.

Es war ein bisschen mühselig den Roman zu lesen, weil es manchmal schwierig war der Geschichte zu folgen. Spannende Passagen wechseln sich mit langweiligen Stellen. Zu viele Personen, die detailliert beschrieben werden.... Trotzdem ein wichtiger Roman für die Allgemeinbildung, der die Ausbeutung von Schwarzen und auch indigenen Menschen thematisiert. Brutal, skrupellos, menschenverachtend. Und einmal in Freiheit, trotzdem weiter ausgenutzt und belogen, im Namen der Wissenschaft teilweise.

5

Puh, harte Kost! Ein Buch, das ich so manchen Leuten in die Hände drücken möchte. Einmal mehr zeigt sich hier, dass wir Menschen einfach mit Abstand die brutalsten Lebewesen auf dem Planeten sind.

4

Schockierendes aber wichtiges Buch, welches schonungslos zeigt wie Sklaven behandelt und angesehen wurden und die Augen öffnet dafür dass die Würde eines JEDEN Menschen unantastbar sein sollte!

2.5

Es geht um den Sklavenhandel in den USA und eine bewegenden Reise aus der Perspektive der jungen Cora. Sie flieht von einer Station zur nächsten und wenn man glaubt sie hätte endlich einen sicheren Hafen erreicht, passiert das nächste Unglück. Die Geschichte ist so wichtig aber leider so emotionslos erzählt, dass ich leider selbst bei den schlimmsten Szenen mit niemandem mitfühlen konnte. Es gab unglaublich viele Namen, weil sie so häufig den Ort wechselte, dass ich Mühe hatte hinterher zu kommen. Für mich war es nichts, auf wenn ich das Thema so mal interessant aufgearbeitet fand.

5

USA, Ende des 19. Jahrhunderts. In den Südstaaten blüht der Sklavenhandel. Tausende Schwarze werden versklavt, misshandelt, gefoltert, vergewaltigt und missbraucht. Viele Sklaven versuchen zu fliehen, und werden doch wieder gefangen genommen, zur Strafe werden sie hart bestraft, zum Teil auch aufgeknüpft oder auf andre grausame Weise getötet. Wer den Sklaven bei der Flucht hilft, und erwischt wird, den ereilt selten ein besseres Schicksal. Es wird regelrecht Jagd auf Sklaven und deren Helfer gemacht, und mit aller Gewalt den vermeintlichen Feind an den Pranger gestellt. In dieses grausame Szenario packt Colson Whitehead die Geschichte von Cora, die als Sklavin auf der Randallfarm lebt. Nachdem ihre Mutter Mabel erfolgreich geflohen ist, ist Cora auf sich selbst gestellt. Auch Caesar will fliehen, und überredet Cora schlussendlich doch die Flucht anzutreten. Caesar weiss von der Underground Railroad, einem Schienennetz im Untergrund, welches von Sklaven und Helfern gebaut wurde. Das Schienennetz bleibt versteckt im Untergrund, man weiß nie genau, wann ein Zug fährt, und wohin dieser fährt. Die Einstiege werden von verschiedenen Personen geschickt versteckt, so dass nur die Menschen davon wissen, die davon gebrauch machen. Doch die Sklavenhändler lassen sich irgendwann auch nicht mehr täuschen, und zerstören mutwillig die Einstiege. Während die Flucht noch am Anfang zu glücken scheint und Cora mit Caesar durchatmen kann, trügt das Glück. Cora wird von Caesar getrennt und muss sich von nun an alleine durchschlagen. Verfolgt wird sie von Randall, dem Farmbesitzer, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, die antrünnigen Sklaven wieder zurück auf die Farm zu bringen. Colson Whitehead nimmt hier kein Blatt vor den Mund. Schonungslos lässt Whitehead seine Protagonisten und Leser zittern um jede Minute Freiheit. Das Schicksal Coras hat einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen. Auch wenn sie von verschiedenen Seiten Hilfe erfahren hat, so wurden Cora auch genügend Steine in den Weg gelegt. Und dennoch ging diese starke Frau beharrlich ihren Weg. Die Entbehrungen, die Cora und ihre Mitstreiter durchleben müssen, gehen unter die Haut und hinterlassen ein ungutes Gefühl. Wie kann die Menschheit so brutal und kaltschnäuzig handeln? Für Cora und ihre Mutter mag es ein vermeintliches Happy End geben. Dennoch mussten viele Sklaven und Freiheitsrechtler einen sehr hohen Preis dafür zahlen, dass sich die Situation des Sklavenhandels verbessert hat. Und doch war es ein harter steiniger Weg. Wer dieses Buch in den Händen hält, sollte sich dessen bewusst sein, dass hier eine Geschichte des Sklavenhandels erzählt wird, die sehr direkt von den Missetaten der Menschheit erzählt. Whitehead hat es geschafft, trotz aller beschriebener Grausamkeiten das Buch fesselnd zu gestalten. Man fühlt und fiebert mit den Protagonisten mit, und hofft auf ein besseres Leben für sie. Ein sehr gelungenes Buch, auch wenn das Thema ein sehr schwieriges ist und sicherlich nicht einfach zu Papier zu bringen ist. Wer schwache Nerven hat, sollte diese Buch zur Seite legen.

4

Underground Railroad hat meine Aufmerksamkeit erregt, weil es mit dem diesjhrigen Pulitzer Preis augezeichnet wurde. Das Buch ist ein Roman mit geschichtlichen Bezgen zu dem gleichnamigen Hilfsnetzwerk, welches bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts Sklaven aus der Gefangenschaft half, damit diese in Staaten flchten konnten, in denen sie nicht als Sklaven deklariert waren. Ich lese sehr gerne Romane mit historischen Bezgen und gerade das Thema der Sklaverei empfinde ich als uerst interessant und hat mich schon lngere Zeit gereizt. Natrlich kann man sich auch ber Geschichtsbcher ber das Thema informieren, jedoch stt man hierbei oft an Grenzen. Gerade so ein Thema wie Sklaverei lsst sich besonders gut erfassen, wenn man es aus der Hand einer Betroffenen erfhrt. In unserem Fall ist es die Hauptfigur Cora, die dem Leser von ihrem Leben und der Flucht und den damit einhergegangen Abenteuern erzhlt. Doch das Wort Abenteuer wird der ganzen Geschichte des Buches nicht annhernd gerecht. Der Autor Colson Whitehead hat es mit seinem Roman geschafft, das Geschichtliche mit dem Emotionalen zu verbinden. Wir verfolgen Cora, die in die Sklaverei hineingeboren wurde. In Grundzgen bekommen wir ebenfalls die Geschichte ihrer Mutter und Gromutter erzhlt. Coras Leben in der Sklaverei wird als eine sehr grausame Zeit beschrieben, die mich sehr ergriffen hat. Doch auch nach ihrer Flucht wendet sich ihr Leben nicht zum Positiven, Cora muss viele harte und erbarmungslose Etappen berstehen. Colson Whitehead nutzt fr seine Geschichte eine recht ungewhnliche Sprache. Anfangs hatte ich einige Schwierigkeiten mich mit seinem Sprachstil anzufreunden, da er hierbei seine ganz eigene Sprache verwendet. Die Stze kommen oftmals sehr unrund und abgehackt daher, jedoch konnte ich mich nach einiger Zeit daran gewhnen. Whitehead erzhlt recht unverblmt und direkt von Coras Werdegang, was manchmal etwas abgestumpft wirkt, jedoch sehr gut zur Geschichte selbst passt. Insgesamt war Underground Railroad ein sehr auergewhnliches und einzigartiges Buch, welches ich so noch nie erlebt habe. Es macht betroffen und fassungslos. Wer Interesse an amerikanischer Geschichte hat, dem kann ich den Roman uneingeschrnkt empfehlen. Man braucht leider nicht immer fiktive Umstnde, um Grausamkeit zu zeichnen, manchmal reicht das ganz normale Leben dafr aus. Zwar ist auch 'Underground Railroad' nicht biografisch, jedoch ist es so greifbar geschrieben, dass man beinahe meint ein biografisches Werk zu lesen.

5

Unglaubliches Buch aus der Sicht von Schwarzen Menschen und deshalb so wichtig fürs Verständnis

4

>>Wenn man ein Ding war - ein Karen, ein Pferd oder ein Sklave -, bestimmte der Wert, den man besaß, die Möglichkeiten, die man hatte.<< "Underground Railroad" von Colson Whitehead war für mich ein Buch, das mir wirklich unter die Haut ging. Wie gewohnt vom Autor kühl, schnörkellos und mit einer gewissen Distanziertheit wird hier die Sklaverei im Land der vermeidlichen Freiheit eindringlich und sehr realistisch gezeigt. Ich war viele Male schockiert, tief traurig, über alle Maßen wütend und werde an diese Geschichte sicher noch lange denken und mitunter zu knacken haben. Fazit: Sehr lesenswert, allein thematisch sollte man vielleicht mal einen näheren Blick auf das Buch riskieren.

5

Toller historischer Roman, der die Zustände zur Zeit der Sklaverei in den USA gut schildert. Die Underground Railroad ist eher symbolisch nicht wörtlich zu verstehen

4

Bedrückend, schmerzvoll, traurig, unfassbar, hoffnungsvoll... Was sonst kann man über ein Buch erwarten, welches über Sklaverei handelt?! Cora und Ceaser wollen von der Plantage, mit Hilfe der Underground Railroad, fliehen und endlich frei sein. Bei Büchern, die ernste Themen ansprechen hab ich oft Probleme, die passenden Worte zu finden. Es macht mich immer wieder aufs neue sprachlos, wie unmenschlich manche/viele handeln.. Es ist eine fiktive Geschichte mit historischen Hintergrund. Die beschriebene Gewalt war nicht ohne.. Der Schreibstil war eigen, aber nach einer Weile gewöhnte man sich daran. Auch die verschlossene und "emotionslose" Stimmung war sehr passend. Die Geschichte war nicht vorhersehbar. Es gab immer wieder Momente, mit denen man nicht gerechnet hatte. Einige Kapitel gaben Rückblicke zu einigen Personen; so erfuhr man, z.B. was mit Cora's Mutter passierte oder wer genau Ridgeway war. Cora ist eine sehr starke und mutige Frau!! Im Laufe der Geschichte zerbröselt ihre Verschlossenheit und langsam lässt sie wieder Gefühle zu. Das Ende lässt einen zum nachdenken zurück. Hier kann ich jedoch nicht viel zu sagen, ohne das Ende zu spoilern. Das Buch hat aufjedenfall das getan, was es beabsichtige, es hat definitiv Wirkung auf einem. Ich werde mir die Serie zum Buch bald auf Amazon anschauen.

4

4,5* ein sehr gutes Buch über die Underground Railroad und die Sklaverei in Amerika Schade finde ich, dass es kein geschichtliches Nachwort gibt, dass die tatsächliche Geschichte der Underground Railroad umreißt und auch verdeutlicht, dass der Autor sich die literarische Freiheit nahm, geschichtliche voneinander abgegrenzte Ereignisse vermischte. Beispielsweise existierten die Underground Railroad, der Kukluksclan sowie die Civil Rights Movement um Martin Luther King nicht zur selben Zeit, was der Roman aber suggeriert. Literarisch geschickt, hätte dies aber einer Klarstellung bedurft. Im Sinne von Public History finde ich das schade und problematisch. Ungeachtet dessen ist das Buch aber sehr lohnend und hallt nach, ich habe es sehr gern trotz des schweren Themas gelesen, es ist sehr empfehlenswert und hat den Pulitzer Preis zu Recht erhalten

3

An und sich eine gute Geschichte. Ich bin nur irgendwann ausgestiegen, weil es zu viele Charaktere gab. Das hat mich total verwirrt.

4

Some books live up to the hype and others don't. This one deserves all the buzz and I have to say, the people that pick the books for Oprah's book club do a really good job. While the author certainly took some liberties when it comes to historical accuracy, the horrors of slavery and the impact that is has on the people are very vivid and therefore heartbreaking. The narrative was fluent and the story had a good cadence for me.

3

Was soll ich sagen? Ich hatte hohe Erwartungen und mich interessieren solche Bücher sehr,... Das Buch ist nicht schlecht, aber es hat mich bis auf ein zwei Stellen irgendwie unberührt gelassen.. Außerdem hat sich das Buch überwiegend sehr gezogen und war teilweise echt langweilig.. Mit der Protagonistin wurde ich auch irgendwie nicht warm Unter dem Titel underground railroad hätte ich gedacht, dass der Schwerpunkt auf diesen Aspekt gelegt wird, aber irgendwie kam es mir vor, dass es nur nebensächlich ist... Schade eigentlich

4

Rezension | Underground Railroad von Colson Whitehead Beschreibung &nbsp; Cora ist eine junge Frau, und eine von vielen Farbigen, die auf einer Baumwollplantage in Georgia ihren Dienst verrichten. Die Behandlung der Sklaven auf der Plantage ist grausam und so ist der Wunsch zu fliehen unermesslich gro&szlig;. Schlie&szlig;lich gelingt es Cora und Caesar zu fliehen und mit Hilfe des geheimen Fluchtnetzwerkes der Underground Railroad stehen ihre Chancen auf ein freies Leben gut. &nbsp; Dennoch gestaltet sich die Flucht und das neue Leben schwieriger als gedacht. Kopfgeldj&auml;ger und die verschiedenen Gesetze der einzelnen Staaten erschweren es den Farbigen ungemein, aus der Sklaverei auszubrechen. &nbsp; Meine Meinung &nbsp; Colson Whitehead befasst sich in seinem neuen Roman &bdquo;Underground Railroad&ldquo;, der bereits mit dem Pulitzer Preis 2017 ausgezeichnet wurde, mit einem Thema dass schon seit Jahrhunderten nicht an Aktuallit&auml;t verliert &ndash; Rassismus. &nbsp; &quot;Sie war nicht &uuml;berrascht, als sein Charakter sich zeigte &ndash; wenn man lang genug wartete, tat er das immer.&quot; (Underground Railroad, Seite 21 (epub Version) &nbsp; Schonungslos zeichnet der Autor mit Hilfe der fiktive Lebensgeschichte &uuml;ber die junge farbige Cora das menschenunw&uuml;rdige Leben einer Sklavin auf einer Baumwollplantage. Der Blick wendet sich auf den harten Arbeitsalltag und die damit einhergehenden &Auml;ngste, Sorgen und Probleme. Dabei wird nicht nur durch die schlechte Behandlung durch den Plantagenbetreiber, sondern auch durch die Konflikte zwischen den Sklaven deutlich, welch grauenvolles Leiden, in seelischer wie auch k&ouml;rperlicher Hinsicht, einem jeden Sklaven aufgeb&uuml;rdet wird. Der klare und treffende Schreibstil von Colson Whitehead l&auml;sst eine dazu passende Atmosph&auml;re entstehen, die den Leser fest in den Griff nimmt und geradewegs zu erdr&uuml;cken scheint. Emphatische Menschen und zart besaitete Menschen sollten diesen Lesestoff gut dosieren. &nbsp; &quot;Die Wei&szlig;en fra&szlig;en einen auf, aber manchmal taten das auch die Farbigen.&quot;&nbsp; (Underground Railroad, Seite 60 (epub Version) &nbsp; Durch den geschickten Aufbau der Geschichte erzeugt Colson Whitehead einen unaufdringlichen Spannungssog. Kurze Kapitel aus der Perspektive diverser Akteure wie z. B. der eines Sklavenf&auml;ngers (Kopfgeldj&auml;ger), Arztes oder einer Helferin des Fl&uuml;chtlingsnetzwerkes der Underground Railroad geben ein umfassendes Bild ab. Allerdings fand ich einige Abschnitte etwas zu kurz angerissen, vielleicht hat sich mir gerade deshalb der Sinn dieser &bdquo;kurzen Ausfl&uuml;ge&ldquo; im Kontext zu Coras Geschichte nicht immer ganz erschlossen. &nbsp; Im Gegensatz zu diesen kurzen Kapiteln &uuml;berzeugen die l&auml;ngeren Kapitel aus Coras Perspektive ungemein. Der durch die Kolonisierung Amerikas enstandene Sklavenhandel wird dem Leser durch die mutige und k&auml;mpferische Hauptprotagonistin auf eine sehr emotionale Weise n&auml;her gebracht. Coras Geschichte hat Seite um Seite eine immer gr&ouml;&szlig;er werdende Sogwirkung entwickelt und mich fest an die Seiten gebannt. &nbsp; &quot;Sie waren selbst Geister, gefangen zwischen zwei Welten: der Wirklichkeit ihrer Verbrechen und dem Jenseits, das ihnen wegen dieser Verbrechen verweigert wurde.&quot;&nbsp; (Underground Railroad, Seite 178 (epub Version) &nbsp; Cora glingt die Flucht &uuml;ber die unterirdischen Wege der Underground Railroad. Was in der Realit&auml;t f&uuml;r ein Fl&uuml;chtlingsnetzwerk aus Gegnern der Sklaverei stand, die sich der Metaphern der Eisenbahn bedienten, wird in dem Roman wortw&ouml;rtlich zum Sinnbild. Im Laufe des Plots macht man Bekanntschaft mit Schaffnern, Stations- und Bahnhofsvorstehern die sich mit Herzblut f&uuml;r die Sache einsetzen. Ich h&auml;tte mir gew&uuml;nscht, dass man &uuml;ber dieses Netzwerk noch mehr erf&auml;hrt und vor allem, dass die fiktive Seite der Geschichte und die historischen Hintergr&uuml;nde dazu in einem Nachwort erl&auml;utert werden. &nbsp; Fazit &nbsp; Colson Whiteheads Roman &uuml;ber Rassenwahnsinn und das menschliche Bestreben nach Freiheit geht tief unter die Haut.

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Ich war von dem hoch gelobten und viel gefeierten Buch von Colson Whitehead einerseits fasziniert, andererseits aber auch enttäuscht und zum Teil auch verärgert. Auf jeden Fall hat es mich sehr zum Nachdenken gebracht, gar nicht mal so sehr wegen der Greultaten der Weißen während der Sklaverei in den Südstaaten. Vielmehr habe ich mich gefragt, ob es nach meinem Geschmack gelungen ist, Phantasie und Realität bei einem Buch mit derartig viel Ausdruckswunsch und -kraft zusammenzubringen. Die Geschichte der Sklavin Cora ist nicht datiert, dürfte aber so ungefähr Mitte des 19. Jahrhunderts spielen. Sie beginnt in Georgia, wo alle Sklaven auf der Randell-Farm unter ihrem gewalttätig Herrn leiden. Irgendwann gelingt ihr mit Caesar die Flucht, auf der sie den Jungen einer Sklavenjägertruppe tötet. Die Suche nach der Mörderin Cora wird zur Obsession des Sklavenjägers Ridgeway, die sich bis zum Ende des Buchs zieht. Auf ihrer Flucht bedient sie sich der Underground Railroad. Ihr beginnt für mich das erste Problem mit dem Buch. Ich hatte mich nicht im Vorfeld über das Werk informiert und ging davon aus, dass ich einen historischen Roman lese. In meiner Naivität schenkte ich der Eisenbahn, die den Sklaven zur Flucht halfen, einen realen Glauben. Erst später merkte ich, dass das doch alles zu fantastisch klang, und ich wurde durch die Recherche erst darüber aufgeklärt, was die Underground Railroad wirklich war. Einfach ein Netzwerk an Flüchtlingshelfern, deren Häuser und Scheuen als Stations bezeichnet wurden. Auf diese Weise gelangten tausende Sklaven in den Norden. Das ist eine beeindruckende Geschichte, doch während die Rezensenten die Metaphern Whiteheads loben, konnte ich mich nicht daran erfreuen. Letztlich stellte ich mir die Frage, was an dem Buch wirklich den Tatsachen entsprach. Interessanterweise beantwortete mir der Autor diese Frage in einem Interview, in dem er sagte, dass ihn Tatsachen nicht interessieren, sondern nur Wahrheiten. Moment, was meint er damit? Es kostete mich einige Zeit im Netz bis ich es verstand: viele Punkte im Buch sind tatsächlich so nicht passiert zu dieser Zeit in dieser Gegend, aber es ist wahr, dass sie durch die weiße Rasse schon mal so praktiziert wurden: das Sterilisationsprogramm von Schwarzen in South Carolina geht wohl auf ein Programm aus der Zeit von 1935 bis 1985 zurück. North Carolina überlegte tatsächlich, „weiße Sklaven“ aus Irland ins Land zu holen, um sie danach in die Gesellschaft zu integrieren. In der Form, wie es im Buch erklärt wurde, kam es aber tatsächlich nicht vor. So lassen sich bestimmt noch andere Beispiele finden (Cora wie Anne Franck tagelang auf dem Dachboden, beobachtet ihre Jäger durch das Gucklock). Literarisch ist das alles wertvoll, aber es lässt mich irgendwie unbefriedigt zurück. Außerdem hatte ich die Brillanz von Whiteheads Sprachfähigkeit in Zone One sehr geschätzt. Davon war in diesem Buch nicht viel zu sehen. Dem Thema wahrscheinlich angemessen ist es wesentlich nüchterner geschrieben und zum Teil auch distanzierter, gerade in den brutalen Szenen. Mit seiner Dialoglastigkeit läßt es sich bestimmt prima als Drehbuch für einen Oscar-Anwärter verfilmen. Trotz meiner Kritik halte ich es für ein interessantes und wichtiges Buch und würde es empfehlen. Auch wenn es für mich nur eine mittlere Bewertung gibt.

2

Dieses Buch lag schon seit einer gefühlten Ewigkeit auf meinem SuB und wurde mir im Zuge einer Lese-Challenge ausgesucht. Ehrlich gesagt, weiss ich gar nicht mehr wie es ursprünglich auf meiner Leseliste gelandet ist, denn Historical Fiction ist nicht unbedingt ein Genre, das ich oft lese. Nichtsdestotrotz war ich neugierig auf das Buch, da das Thema Rassismus ja leider immer noch brandaktuell ist und seine Ursprünge in der Sklaverei hat, die bei "Underground Railroad" zum Thema gemacht wird. Hinzu kommt, dass das Buch einen Pulitzerpreis gewonnen hat, was bei mir natürlich im Vorfeld dementsprechend hohe Erwartungen ausgelöst hat. Da mein Lesestapel aktuell sehr gross ist, habe ich mich für die Hörbuchversion entschieden. Sehr bald habe ich aber festgestellt, dass mir der Einstieg ins Buch sehr schwergefallen ist. Der Schreibstil ist sehr nüchtern gehalten und hat dazu geführt, dass ich wirklich Mühe hatte, einen Zugang zu den Charakteren oder der Handlung zu finden. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Cora, wobei die Handlung immer mal wieder Zeitsprünge in die Vergangenheit macht, was es nicht unbedingt leichter gemacht hat, den roten Faden zu finden. Cora durchlebt im Buch verschiedene schwierige Situationen, bei denen man ja eigentlich erwarten könnte, dass sie einen allein schon aufgrund des erschütternden Themas der Sklaverei emotional mitnehmen würde. Doch der Autor hat es doch tatsächlich geschafft, die Geschichte so distanziert und trocken zu schildern, dass ich mich - so leid es mir jetzt auch tut das zu sagen - schlichtweg gelangweilt habe. Meine Erwartung war nicht, dass er unnötig auf die Tränendrüse hätte drücken müssen, aber hier wurden keinerlei Emotionen rübergebracht. Und auch die Wahl der Sprecherin hat leider nicht dazu beigetragen, dass mich die Handlung mehr hätte fesseln können, denn auch sie liest leider eher gefühllos vor und hat auf mich fast schon desinteressiert gewirkt - das kann aber natürlich auch am Schreibstil des Autors liegen. Lange Zeit habe ich mich durchgekämpft und gehofft, dass irgendwann ein Wendepunkt kommt, an dem es Klick macht und ich mit Cora und ihren Erlebnissen mitfühlen kann, aber leider blieb das bis zuletzt aus. Ungefähr ab der Hälfte habe ich dann nur noch mit halbem Ohr zugehört, aber ich wollte nicht einen weiteren Abbruch auf meiner Liste verzeichnen, deshalb habe ich versucht fast bis zum Schluss durchzuhalten. Gelohnt hat sich das am Ende leider nicht, denn die Handlung wurde bis zuletzt so distanziert erzählt, wie es auch zu Beginn der Fall gewesen ist. Und ich wundere mich wirklich darüber, dass dieses Buch einen Pulitzerpreis gewonnen hat, denn mich hat es auf ganzer Linie enttäuscht. Den zweiten Stern gab es von mir nur allein aufgrund des Themas des Buches, ansonsten hätte es bloss einen Stern von mir bekommen. Fazit: "Underground Railroad" erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die mithilfe eines geheimen Netzwerks versucht aus den Fängen der Sklaverei zu entkommen. Dieses interessante und bewegende Thema, sowie der Umstand, dass das Buch einen Pulitzerpreis gewonnen hat, haben bei mir hohe Erwartungen geschürt, die leider in keinster Weise erfüllt werden konnte. Der Schreibstil des Autors war so distanziert und nüchtern, dass er es doch tatsächlich geschafft hat, dass mich die ganze Handlung und die Charaktere absolut kaltgelassen haben. Es ist ihm zu keinem Zeitpunkt gelungen, irgendwelche Emotionen bei mir zu wecken - und das hat mich sehr enttäuscht zurückgelassen. Aufgrund des wichtigen Themas hat das (Hör-)Buch einen zweiten Stern von mir bekommen, aber eine Empfehlung kann ich dieses Mal leider nicht aussprechen. Da gibt es sicher deutlich bessere Bücher, die sich mit dem Thema Sklaverei befassen.

1

Was für ein deprimierendes Buch.. Grundsätzlich hat mich Coras Geschichte schon interessiert, aber die Erzählweise war überhaupt nicht mein Fall. Vielleicht war es auch einfach die falsche Zeit für das Buch....

3

Großartiger und vielversprechender Beginn, hält aber leider nicht das gesamte Buch über an. Die Erzählung verliert sich im Detail und vergisst das so wichtige Hauptthema aufzugreifen und fortzuführen. Hat Potential für weit mehr gehabt.

4

Ein schonungsloser Blick auf die Entmenschlichung von Menschen

The Underground Railroad besticht sicherlich nicht durch einen heiteren Grundton und ist nicht unbedingt etwas für leichte Gemüter. Doch wer Colson Whiteheads Werk einmal in die Hand nimmt, wird es nur schwer wieder weglegen können. Der Leser begleitet die Sklavin Cora auf ihrer Flucht aus den Südstaaten in den vermeintlich sicheren Norden, unterstützt durch die „Underground Railroad“, die Whitehead als reale unterirdische Bahn inszeniert. Auf dieser Reise vermittelt der Roman so vielfältige Eindrücke und Perspektiven, dass sie aus einer liberal-eurozentrischen Sicht oft nur schwer fassbar sind. Das zentrale Thema, die Sklaverei in den USA im 19. Jahrhundert und der damit verbundene systemische Rassismus sowie die Entmenschlichung einer ganzen Bevölkerungsgruppe, ist schnell erkennbar. Doch was mich besonders bewegt hat, waren die Transferleistungen zu anderen historischen Verbrechen mit ähnlichem Wesenskern. Immer wieder fühlte ich mich an Parallelen zum Dritten Reiche erinnert, insbesondere zur systematischen Versklavung und Vernichtung jüdischer Menschen. Eine Szene, in der sich Cora auf einem Dachboden in North Carolina versteckt, um einem Lynchmob zu entgehen, erinnert in erschreckender Weise an das Leben von Anne Frank. Whitehead gelingt es, historischen Kontext mit Fiktion und surrealer Allegorie zu verbinden. Dabei entsteht kein Verlust an Glaubwürdigkeit, im Gegenteil: Es entsteht ein subversives Narrativ, das Menschen eine Stimme verleiht, die bis heute um Anerkennung und Gleichberechtigung kämpfen müssen. Der Roman ist schonungslos ehrlich und macht keinen Halt vor exzessiver Gewalt; seien es Sklavenauktionen, Lynchmorde, Zwangssterilisationen oder Vergewaltigungen. Trotz dieser Härte versteckt sich die Erzählung nicht hinter emotionaler Dramatisierung. Die Perspektive bleibt meist personal und schildert das Erlebte nüchtern, oft mit umso größerer Wirkung. Meine wenigen Kritikpunkte betreffen vor allem die Nebenfiguren, die häufig eher funktional wirken. Sie helfen oder behindern Coras Weg, bleiben dabei aber oft ohne größere Tiefe. Auch einige Nebenstränge hätten für mich nicht sein müssen. Sie verlangsamen die Handlung, ohne entscheidend zur Hauptaussage beizutragen. Trotzdem hat Underground Railroad seine zahlreichen Auszeichnungen mehr als verdient. Es leistet einen wesentlichen Beitrag zur literarischen Aufarbeitung der amerikanischen Geschichte und zum Verständnis für Strukturen, die bis heute fortwirken.

Nach dem 2. Versuch endgültig abgebrochen (ohne Bewertung).

3

Ich war von dem hoch gelobten und viel gefeierten Buch von Colson Whitehead einerseits fasziniert, andererseits aber auch enttäuscht und zum Teil auch verärgert. Auf jeden Fall hat es mich sehr zum Nachdenken gebracht, gar nicht mal so sehr wegen der Greultaten der Weißen während der Sklaverei in den Südstaaten. Vielmehr habe ich mich gefragt, ob es nach meinem Geschmack gelungen ist, Phantasie und Realität bei einem Buch mit derartig viel Ausdruckswunsch und -kraft zusammenzubringen. Die Geschichte der Sklavin Cora ist nicht datiert, dürfte aber so ungefähr Mitte des 19. Jahrhunderts spielen. Sie beginnt in Georgia, wo alle Sklaven auf der Randell-Farm unter ihrem gewalttätig Herrn leiden. Irgendwann gelingt ihr mit Caesar die Flucht, auf der sie den Jungen einer Sklavenjägertruppe tötet. Die Suche nach der Mörderin Cora wird zur Obsession des Sklavenjägers Ridgeway, die sich bis zum Ende des Buchs zieht. Auf ihrer Flucht bedient sie sich der Underground Railroad. Ihr beginnt für mich das erste Problem mit dem Buch. Ich hatte mich nicht im Vorfeld über das Werk informiert und ging davon aus, dass ich einen historischen Roman lese. In meiner Naivität schenkte ich der Eisenbahn, die den Sklaven zur Flucht halfen, einen realen Glauben. Erst später merkte ich, dass das doch alles zu fantastisch klang, und ich wurde durch die Recherche erst darüber aufgeklärt, was die Underground Railroad wirklich war. Einfach ein Netzwerk an Flüchtlingshelfern, deren Häuser und Scheuen als Stations bezeichnet wurden. Auf diese Weise gelangten tausende Sklaven in den Norden. Das ist eine beeindruckende Geschichte, doch während die Rezensenten die Metaphern Whiteheads loben, konnte ich mich nicht daran erfreuen. Letztlich stellte ich mir die Frage, was an dem Buch wirklich den Tatsachen entsprach. Interessanterweise beantwortete mir der Autor diese Frage in einem Interview, in dem er sagte, dass ihn Tatsachen nicht interessieren, sondern nur Wahrheiten. Moment, was meint er damit? Es kostete mich einige Zeit im Netz bis ich es verstand: viele Punkte im Buch sind tatsächlich so nicht passiert zu dieser Zeit in dieser Gegend, aber es ist wahr, dass sie durch die weiße Rasse schon mal so praktiziert wurden: das Sterilisationsprogramm von Schwarzen in South Carolina geht wohl auf ein Programm aus der Zeit von 1935 bis 1985 zurück. North Carolina überlegte tatsächlich, „weiße Sklaven“ aus Irland ins Land zu holen, um sie danach in die Gesellschaft zu integrieren. In der Form, wie es im Buch erklärt wurde, kam es aber tatsächlich nicht vor. So lassen sich bestimmt noch andere Beispiele finden (Cora wie Anne Franck tagelang auf dem Dachboden, beobachtet ihre Jäger durch das Gucklock). Literarisch ist das alles wertvoll, aber es lässt mich irgendwie unbefriedigt zurück. Außerdem hatte ich die Brillanz von Whiteheads Sprachfähigkeit in Zone One sehr geschätzt. Davon war in diesem Buch nicht viel zu sehen. Dem Thema wahrscheinlich angemessen ist es wesentlich nüchterner geschrieben und zum Teil auch distanzierter, gerade in den brutalen Szenen. Mit seiner Dialoglastigkeit läßt es sich bestimmt prima als Drehbuch für einen Oscar-Anwärter verfilmen. Trotz meiner Kritik halte ich es für ein interessantes und wichtiges Buch und würde es empfehlen. Auch wenn es für mich nur eine mittlere Bewertung gibt.

2.5

Coras Weg ist hart und voller Schmerz. Sie zu begleiten, alle Menschen in dieser Geschichte zu begleiten, ist nicht einfach. Leider hat mir aber der Stil so gar nicht gefallen. Es war seltsam emotionslos. Eine bloße Aneinanderreihung von Worten und Ereignissen.

5

This book tells a story about one of the darkest moments in the history with pure honesty and a great telling.

2

I really don't get the hype for this book. Yes, it is easy to read (it has a nice flow) and handles an interesting and important topic but that's all the praise I can give this book. Nothing in it is described in a way that makes the story compelling and and the protagonists are more of examples than actual characters. Seriously, we spend the first two chapters developing Cora's mum and grandmother, who both are gone from her life since forever, but we never in this whole book get to know Cora herself. The author just misses every chance to make us care for her and don't get me started on Ceasar, he is nothing but a plot device and not even that for long. The plot just goes on and somehow didn't even feel athentic for some reason, but I can't really put my finger on it, since I don't know much about how things really were back then. Overal, a very forgettable experience, which at least is over fast.

4

Georgia, Mitte des 19. Jahrhunderts: Cora ist eine Sklavin der dritten Generation und lebt auf einer Plantage mit einem besonders sadistischen Herren. Caesar, ein anderer Sklave, versucht mehrfach, Cora zur Flucht zu überreden, doch Cora musste schon mitansehen, was ihr Master mit geflüchteten und wieder eingefangenen Sklaven macht. Nur ihre eigene Mutter, die vor Jahren geflüchtet ist, konnte nicht wieder eingefangen werden. Als auf der Plantage eine neue Situation eintritt und Caesar von der Underground Railroad hört, einer unterirdischen Eisenbahn, die geflüchtete Sklaven in den Norden bringt, gelingt es ihm, Cora zur Flucht zu bewegen. Colson Whiteheads mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Roman beruht auf der Annahme, dass es sich bei dem tatsächlich historischen Hilfsnetzwerk für geflüchtete Sklaven, der „Underground Railroad“, deren Name natürlich im übertragenen Sinne zu verstehen ist, wortwörtlich um eine unterirdisch fahrende Eisenbahn gehandelt hat. Ich muss gestehen, dass mich dies ein wenig abschreckte – warum ein solches „unmögliches“, magisches Element einbauen? Das Zeitalter der Sklaverei bietet doch auch ohne Verzerrungen der Geschichte genügend Material und Aufarbeitungsbedarf. Andererseits wurden und werden bereits zahlreiche andere Romane über ebendiese Geschichte geschrieben. Mir war vor Beginn der Lektüre nicht klar, was Colson Whitehead mit seiner alternativen Geschichtsfassung bezweckte, hat man das Buch gelesen, wird dies jedoch deutlich. Cora landet bei ihrer langwierigen Flucht in die Freiheit an verschiedenen Stationen, South Carolina, North Carolina, Tennessee, Indiana, stets verfolgt von einem eingefleischten Sklavenjäger, dem sie mehrfach nur knapp entkommt. Auch in den anderen Staaten sieht die Situation etwas anders aus, als wir es aus der Geschichte kennen. In South Carolina etwa werden die Sklaven scheinbar wohlwollend aufgenommen, man gibt ihnen ein Bett (wenn auch in einem Schlafsaal) und eine gering bezahlte Arbeit, versorgt sie medizinisch. Wiegen sich die Geflüchteten dort erst einmal in Sicherheit, stellt sich bald heraus, dass die Weißen dort gar nicht primär am Wohlergehen der ehemaligen Sklaven interessiert sind, sondern diese vielmehr kontrollieren und für medizinische Versuche missbrauchen wollen. Der Gedanke an Zwangssterilisationen, Euthanasieprogramme und grausame Experimente durch Mengele und co. im 2. Weltkrieg liegt nicht fern. Auch in den anderen Staaten findet Cora eine jeweils andere Situation vor – und eine andere Form von Rassismus. Colson Whiteheads Untergrundbahn fährt auf einer Reise durch die verschiedenen Ausprägungen des Rassismus: „If you want to see what this nation is all about, you have to ride the rails. Look outside as you speed through, and you’ll find the true face of America.“ (Seite 262) Deshalb die alternative Geschichte. So gesehen ist das eine ziemlich geniale Idee, die Colson Whitehead auch sprachlich ansprechend umgesetzt hat. Lediglich die letzte Begeisterung ist bei mir beim Lesen nicht aufgekommen. Nichtsdestotrotz ein faszinierendes Buch.

3.5

Sehr Emotional und Erschreckend,.... die Reise eines Sklaven-Mädchen in den Norden

4

Rezension | Underground Railroad von Colson Whitehead Beschreibung &nbsp; Cora ist eine junge Frau, und eine von vielen Farbigen, die auf einer Baumwollplantage in Georgia ihren Dienst verrichten. Die Behandlung der Sklaven auf der Plantage ist grausam und so ist der Wunsch zu fliehen unermesslich gro&szlig;. Schlie&szlig;lich gelingt es Cora und Caesar zu fliehen und mit Hilfe des geheimen Fluchtnetzwerkes der Underground Railroad stehen ihre Chancen auf ein freies Leben gut. &nbsp; Dennoch gestaltet sich die Flucht und das neue Leben schwieriger als gedacht. Kopfgeldj&auml;ger und die verschiedenen Gesetze der einzelnen Staaten erschweren es den Farbigen ungemein, aus der Sklaverei auszubrechen. &nbsp; Meine Meinung &nbsp; Colson Whitehead befasst sich in seinem neuen Roman &bdquo;Underground Railroad&ldquo;, der bereits mit dem Pulitzer Preis 2017 ausgezeichnet wurde, mit einem Thema dass schon seit Jahrhunderten nicht an Aktuallit&auml;t verliert &ndash; Rassismus. &nbsp; &quot;Sie war nicht &uuml;berrascht, als sein Charakter sich zeigte &ndash; wenn man lang genug wartete, tat er das immer.&quot; (Underground Railroad, Seite 21 (epub Version) &nbsp; Schonungslos zeichnet der Autor mit Hilfe der fiktive Lebensgeschichte &uuml;ber die junge farbige Cora das menschenunw&uuml;rdige Leben einer Sklavin auf einer Baumwollplantage. Der Blick wendet sich auf den harten Arbeitsalltag und die damit einhergehenden &Auml;ngste, Sorgen und Probleme. Dabei wird nicht nur durch die schlechte Behandlung durch den Plantagenbetreiber, sondern auch durch die Konflikte zwischen den Sklaven deutlich, welch grauenvolles Leiden, in seelischer wie auch k&ouml;rperlicher Hinsicht, einem jeden Sklaven aufgeb&uuml;rdet wird. Der klare und treffende Schreibstil von Colson Whitehead l&auml;sst eine dazu passende Atmosph&auml;re entstehen, die den Leser fest in den Griff nimmt und geradewegs zu erdr&uuml;cken scheint. Emphatische Menschen und zart besaitete Menschen sollten diesen Lesestoff gut dosieren. &nbsp; &quot;Die Wei&szlig;en fra&szlig;en einen auf, aber manchmal taten das auch die Farbigen.&quot;&nbsp; (Underground Railroad, Seite 60 (epub Version) &nbsp; Durch den geschickten Aufbau der Geschichte erzeugt Colson Whitehead einen unaufdringlichen Spannungssog. Kurze Kapitel aus der Perspektive diverser Akteure wie z. B. der eines Sklavenf&auml;ngers (Kopfgeldj&auml;ger), Arztes oder einer Helferin des Fl&uuml;chtlingsnetzwerkes der Underground Railroad geben ein umfassendes Bild ab. Allerdings fand ich einige Abschnitte etwas zu kurz angerissen, vielleicht hat sich mir gerade deshalb der Sinn dieser &bdquo;kurzen Ausfl&uuml;ge&ldquo; im Kontext zu Coras Geschichte nicht immer ganz erschlossen. &nbsp; Im Gegensatz zu diesen kurzen Kapiteln &uuml;berzeugen die l&auml;ngeren Kapitel aus Coras Perspektive ungemein. Der durch die Kolonisierung Amerikas enstandene Sklavenhandel wird dem Leser durch die mutige und k&auml;mpferische Hauptprotagonistin auf eine sehr emotionale Weise n&auml;her gebracht. Coras Geschichte hat Seite um Seite eine immer gr&ouml;&szlig;er werdende Sogwirkung entwickelt und mich fest an die Seiten gebannt. &nbsp; &quot;Sie waren selbst Geister, gefangen zwischen zwei Welten: der Wirklichkeit ihrer Verbrechen und dem Jenseits, das ihnen wegen dieser Verbrechen verweigert wurde.&quot;&nbsp; (Underground Railroad, Seite 178 (epub Version) &nbsp; Cora glingt die Flucht &uuml;ber die unterirdischen Wege der Underground Railroad. Was in der Realit&auml;t f&uuml;r ein Fl&uuml;chtlingsnetzwerk aus Gegnern der Sklaverei stand, die sich der Metaphern der Eisenbahn bedienten, wird in dem Roman wortw&ouml;rtlich zum Sinnbild. Im Laufe des Plots macht man Bekanntschaft mit Schaffnern, Stations- und Bahnhofsvorstehern die sich mit Herzblut f&uuml;r die Sache einsetzen. Ich h&auml;tte mir gew&uuml;nscht, dass man &uuml;ber dieses Netzwerk noch mehr erf&auml;hrt und vor allem, dass die fiktive Seite der Geschichte und die historischen Hintergr&uuml;nde dazu in einem Nachwort erl&auml;utert werden. &nbsp; Fazit &nbsp; Colson Whiteheads Roman &uuml;ber Rassenwahnsinn und das menschliche Bestreben nach Freiheit geht tief unter die Haut.

5

What an amazing book. This is generally something I wouldn't read for myself but it was the choice for the book club Im in. Im glad it was chosen, what an amazing story. It was like being on a roller-coaster, my emotions were up and down following Coras story. I found it hard to follow how brutal it must have been during those times and what abuse black people endured, and the abuse white people deal with for treating another human being as just that. It must have been horrific. Even if you want something different, I can totally recommend this. Its amazing.

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