Under Water
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Description
“In equal measure compelling and heart wrenching. ” —Claire Messud
“Overwhelming and exquisite–in a word, sublime.” —Namwali Serpell
“A novel of remarkable delicacy and power.”—Katie Kitamura
An intense, atmospheric novel about the devastating power of friendship, set against the backdrop of two cataclysmic events
After Marissa loses her mother at six, the most intimate relationship of her life begins. Her marine biologist father, determined to channel his grief into completing his wife’s research, whisks her across the globe to Thailand. There she meets Arielle, and a fairytale friendship takes hold. During the week, the girls live at the resort owned by Arielle’s parents; on the weekends they join the tight-knit community of researchers on a nearby island. Together the girls discover the fragile wonders of its reefs, forests, and beaches. Together they learn to dive into the deep, holding their breath for minutes at a time, as effortlessly synchronized as the manta rays they come to know by name. Together they learn to swim their way out of danger. But then comes a wave Arielle can’t outpace, leaving Marissa gutted with loss.
Years later, Marissa is back in New York, adrift and haunted by the memory of her friend. Over the course of two fateful days, as another cataclysm approaches the city and the past comes flooding back, she discovers how to sustain herself in a precarious world.
Book Information
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Man weiß was passieren wird und ist doch unendlich traurig. Eine melancholische Geschichte über die Macht der Natur.
„Unter Wasser“ von Tara Menon ist einer dieser Roman, der mich voll erwischt. Tara Menon erzählt die Geschichte von Marissa und Arielle die gemeinsam in Thailand auf einer Insel im indischen Ozean aufwachsen, die dort die Korallen, die Fische und insbesondere die Mantas erforschen und lieben und dort die große Katastrophe am 26.12.2004 erleben. „Unter Wasser“ ist ein Roman über tiefgreifende Freundschaft, über die Schönheit der Natur, über Verlust und Trauer, über eine die Macht der Natur und die Zerstörungskraft von Wasser und das Trauma, dass die große Katastrophe in den Überlebenden hinterlassen hat. Mich hat der Roman sehr ergriffen. Die Melancholie der Überlebenden, die Traurigkeit, das nicht vergessen können, haben mich mitgenommen und berührt. Tara Menon trifft im ihren Beschreibungen der Emotionen, der Natur, des Verlust den richtigen Ton und die richtigen Worte. Die 208 Seiten haben mich begeistert, daher eine dicke Empfehlung meinerseits. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ „Unter Wasser“ beschreibt bekannte Ereignisse auf sehr eindrückliche Weise, drückt dabei nicht auf die Tränendrüse, obwohl diese schon eins zwei mal geflossen sind. „Ich bleib bei ihnen, bis mir die Luft ausgeht.“ #UnterWasser #TaraMenon #Thailand #NewYork #Tsunami #Melancholie #Mantarochen

Ein stiller, zutiefst bewegender Roman über Freundschaft, Verlust und die Narben, die Katastrophen hinterlassen
„Unter Wasser“ von Tara Menon ist kein lauter Roman. Er ist leise, sanft und beinahe schwebend, zumindest am Anfang. Und vielleicht ist genau das der Grund, weshalb manche ihn als langweilig empfinden. Ich selbst habe das vollkommen anders erlebt. Für mich fühlte sich dieses Buch an wie ein langsames Abtauchen: erst voller Licht, Farben und Wärme, bevor einen die Dunkelheit der Tiefe plötzlich einholt. Die Geschichte beginnt fast zärtlich. Zwei Mädchen finden sich durch Zufall und werden füreinander weit mehr als nur Freundinnen oder Schwestern. Sie wachsen gemeinsam auf, teilen ihr Leben, ihre Gedanken, ihre Ängste und vor allem ihre Liebe zum Meer, den Mantras und das Tauchen. Tara Menon erschafft dabei ein Thailand, das auf den ersten Seiten fast magisch wirkt: das schimmernde Blau des Wassers, Korallen in unzähligen Farben, die faszinierende Unterwasserwelt und dieses Gefühl grenzenloser Freiheit. Man spürt beim Lesen förmlich die Wärme der Sonne auf der Haut und das Salz des Meeres. Doch gleichzeitig blendet der Roman die Schattenseiten dieses Paradieses nie aus. Zwischen all der Schönheit schwingen auch Themen wie Armut, Sexualität, Tourismus und Tierquälerei mit. Dinge, die unter der glänzenden Oberfläche verborgen liegen. Und genau wie das Meer selbst verändert auch dieses Buch irgendwann seine Strömung. Etwa ab der Mitte wird der Ton merklich düsterer, ruhiger und eindringlicher. Die Geschichte bewegt sich unausweichlich auf den 26. Dezember 2004 zu! Auf den Tsunami, der unzählige Leben zerstörte. Die Zeitsprünge zwischen damals in Thailand und knapp zehn Jahre später während Hurricane Sandy in den USA machen deutlich, dass manche Katastrophen nie wirklich enden. Sie leben weiter in Erinnerungen, in Schuldgefühlen, in Narben und in einer Trauer, die einen ein Leben lang unter Wasser hält. Gerade diese Darstellung hat mich tief berührt. Dieses Gefühl, dass ein Leben plötzlich in ein „davor“ und „danach“ zerfällt. Dass Menschen äußerlich weiterleben, innerlich aber irgendwo in jenem Moment zurückbleiben. Der Schmerz wird nicht überdramatisch, sondern still beschrieben und trifft deshalb genau ins Herz. Ich selbst kenne die Bilder der Tsunami-Katastrophe damals nur aus dem Fernsehen. Ich erinnere mich daran, wie man sprachlos vor den Nachrichten saß und währenddessen unbewusst den Atem anhielt. Doch dieses Buch schafft es, zumindest einen winzigen Eindruck davon zu vermitteln, welches unvorstellbare Leid damals geherrscht haben muss. Nicht sensationsgierig, sondern voller Menschlichkeit und Mitgefühl. „Unter Wasser“ ist kein actionreicher Roman und kein Buch, das einen mit Tempo mitreißt. Es ist vielmehr ein stilles, emotionales und atmosphärisches Werk über Verlust, Erinnerung, Schuld und Liebe. Kurz, aber unglaublich eindrucksvoll. Und besonders das Ende erweckt in einem das Bedürfnis, für einen Moment innezuhalten, mit einem Kloß im Hals und einem schweren Herzen ❤️

"Seit Arielle mich verlassen hat, habe ich das Gefühl unter Wasser gefangen zu sein" 💔🖤
Marissa ist gerade einmal sechs Jahre alt, als ihre Mutter bei einem Unfall stirbt. Ihr Vater zieht daraufhin mit ihr nach Thailand 🇹🇭, um die Arbeit seiner verstorbenen Frau als Meeresbiologin fortzuführen. Dort begegnet Marissa Arielle, zwischen den beiden entsteht augenblicklich eine Freundschaft und mehr - eine Seelenverwandtschaft 🤍 Zwei Kinder, die sich finden und die scheinbar nichts voneinander trennen kann. Bis der 26. Dezember 2004 kommt. Was die Autorin danach erschafft, hat mich sprachlos gemacht. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen: Zum einen begleiten wir Marissa 2012 in New York 🗽, kurz bevor ein verheerender Hurricane auf die Stadt trifft. Zum anderen erleben wir die letzten Stunden vor dem Tsunami 2004 in Thailand und schließlich die Katastrophe selbst 🌊 Die Autorin beschreibt Marissas Trauma, ihre Trauer und diese lähmende Form von Verlust so eindringlich, dass ich beim Lesen mehr als einmal innehalten musste 😭 Es sind Sätze voller Schmerz, aber auch voller Wahrheit. Man spürt in jeder Zeile, wie sehr Marissa innerlich noch immer unter Wasser ist. Gefangen zwischen Erinnerungen, Schuldgefühlen und einer Sehnsucht nach einem Leben, das ihr genommen wurde. Gleichzeitig zeigt das Buch etwas sehr Erschreckendes, den Unterschied zwischen Vorbereitung und völliger Ahnungslosigkeit. In New York wird der Hurricane angekündigt, die Menschen werden gewarnt, Vorräte gekauft, Einsatzkräfte mobilisiert 🚨🕯️🥫 Die Katastrophe ist sichtbar, greifbar, berechenbar. Und dann Thailand. Diese Kapitel haben mir das Herz gebrochen 💔 Die Autorin beschreibt einen strahlend schönen Morgen ☀️ Keine dunklen Wolken. Keine Sirenen. Keine Warnungen. Nur diese unheilvolle Stille. Keine Vögel in den Bäumen. Keine Hunde auf den Straßen. Keine Affen. Keine Fische im Wasser. Die Natur wusste längst, dass etwas kommen würde — nur die Menschen wussten es nicht. Über 230.000 Menschen verloren durch den Tsunami im Dezember 2004 ihr Leben. Viele von ihnen wurden niemals gefunden. Und genau dieses Wissen liegt wie ein Schatten über jeder einzelnen Seite dieser Kapitel. Eine Textstelle aus dem Buch hat sich dabei tief in mein Gedächtnis eingebrannt: „Nicht ein einziges Tier, was sich frei bewegen konnte, verlor an diesem Tag sein Leben.“ Dieser Satz ist erschütternd. Weil er so still daherkommt und gleichzeitig alles sagt. Die Tiere spürten die Gefahr 🐘🐒🦜 Sie zogen sich zurück. Doch die Menschen hatten keine Warnsysteme, keine Informationen, keine Chance zu begreifen, was auf sie zukam. Besonders getroffen hat mich auch dieses Zitat: „Am Tag der Welle hörte ich eine Frau sagen: Es ist immer noch so wunderschön. Sie klang perplex, ich verstand ihre Verwirrung. Der Himmel war blau, die Sonne schien hell.“ Genau das macht diese Katastrophe so unfassbar beklemmend. Es gab kein typisches Bild einer drohenden Naturkatastrophe. Kein Unwetter. Keine dunklen Wolken. Kein dramatischer Himmel. Stattdessen Schönheit. Wärme. Ruhe. Und genau darin lag der Horror. Man liest diese Kapitel weiter, obwohl man genau weiß, was passieren wird. Und vielleicht ist genau das das Schlimmste daran. Dieses Wissen. Diese Ohnmacht. Dieses verzweifelte Hoffen, dass doch noch irgendjemand erkennt, was hier passiert. Was mich zusätzlich beeindruckt hat, ist, wie subtil und gleichzeitig eindringlich die Autorin gesellschaftliche und ökologische Themen einwebt: Plastikverschmutzung ♻️, Korallensterben 🪸, die Jagd auf Mantas, Sextourismus. Thailand wird hier nicht romantisiert, sondern als wunderschönes, verletzliches Paradies gezeigt, das von vielen Seiten bedroht wird. Vielleicht hat mich dieses Buch auch deshalb so tief getroffen, weil ich selbst schon durch Thailand gereist bin 🎒🇹🇭 Weil ich die Menschen, ihre Herzlichkeit, ihre Kultur und dieses besondere Lebensgefühl kennenlernen durfte. „Unter Wasser“ zieht einen mit sich 🌊 und er erinnert daran, wie zerbrechlich Menschen, Erinnerungen und ganze Leben sein können.

„Versuche immer mit dem Strom des Meeres zu schwimmen“
Dieses Buch hat mir Thailand näher gebracht. Man hat sich teilweise sehr nahe gefühlt. Ich fand die Beschreibung der Tiere und Pflanzen auch sehr interessant. Ein weiteres Thema, das ich auch richtig toll fand, war die Freundschaft zwischen Arielle und Marissa. Sie stehen füreinander ein komme was wolle. Die Schilderung des Tsunami in Thailand war für mich einfach nur schrecklich. Ich fand die Charaktere wahnsinnig gut dargestellt. Das Lesen war so angenehm und flüssig wie ich es selten habe. Von mir eine klare Leseempfehlung 🌊🩵

Tiefe Freundschaft – tiefes Meer 
Marissa wächst seit ihrem 6sten Lebensjahr in Thailand auf, wo ihr Vater als Meeresbiologe die Forschungsarbeit ihrer verstorbenen Mutter weiterführt. Von klein auf ist die gleichaltrige Arielle Marissas allerbeste Freundin, die beiden sind wie Seelenverwandte, die gemeinsam die Schule besuchen, stundenlang die Natur erkunden, beim Tauchen Riffe erforschen, die faszinierenden Mantarochen mit Namen kennen. Sie können minutenlang tauchen ohne Luft zu holen und kennen alle Strömungen – bis am 26.12.2012 ein gewaltiges Seebeben verheerende Tsunamis an den Küsten des Indischen Ozeans auslöst…  Jahre später lebt Marissa in New York und noch immer begleitet Arielle sie wie ein Schatten überall hin, kommuniziert stumm mit ihr, der Verlust ihrer Freundin ist für sie kaum zu überwinden. Der Roman erzählt aus Marissas Sicht in zwei Zeitebenen 2004 und 2012 über traumhafte Naturschönheit, Freundinnenschaft, über Verlust und Trauer (es gibt keine Begrifflichkeit für den Verlust der besten Freundin/des besten Freundes) und zerstörerische Naturelemente.  Eine fesselnde, einfühlsame Geschichte über eine unvergleichliche Freundschaft und den Umgang mit einer PTB. Lesenswert!
Für mich hätte es etwas mehr Seiten gebraucht, um mich noch mehr mitzunehmen. Dennoch eine sehr gefühlvolle Geschichte ✨
Vielen Dank an @NetGalleyDE und @DuMontAudio für dieses Rezensionsexemplar! Als Hörbuch gehört ☺️ Das Hörbuch ließ sich super hören, die Sprecherin war sehr angenehm 👏 Ich fand den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sehr gut gelungen, man erfährt und versteht immer mehr die Verbindung zwischen Marissa und Arielle ❤️ Auch, wie Marissa Jahre später immer noch leidet und wie ihr Leben sich entwickelt hat weit entfernt von dem Ort, an dem sie aufgewachsen ist. Je weiter wir auf die Katastrophe zusteuern, desto schneller wird auch der Wechsel immer und der Spannungsbogen baut sich auf. Bis die Tragödie passiert.. 🌊💔 Ich bin ja eigentlich eine Fantasy-Leserin, aber dieser Roman konnte mich trotzdem überzeugen ☺️
Weiterleben nach einer verheerenden Naturkatastrophe
Es war das erste Buch, welches ich über die fürchterliche Naturkatastrophe im Adamanenmeer gelesen habe. Tara Menon beschreibt sehr pointiert Melissa's Gefühle zu den Geschehnissen um den 26.12.2004 in Thailand und den Verlust ihrer Freundin Arielle. Melissa durchlebt während ihres Aufenthaltes in New York mit Hurrikan Sandy im Jahr 2012 erneut eine traumatische Zeit. In Gedanken begleitet Arielle sie durch den Alltag und die hysterischen Prophezeihungen der Medien. Ein entscheidender Unterschied zwischen den beiden Unglücken wird von Frau Menon so gut herausgearbeitet. In Thailand und den anderen betroffenen Ländern kam der Tsunami damals absolut überraschend. Es gab sicher Anzeichen, aber nichts wurde eindeutig benannt, gewarnt und gedeutet. Als Sandy sich auf das Festland zubewegt, berichten die Medien minütlich und apokalyptisch. Menschen tätigen spontane Hamsterkäufe, aber Melissa sieht sich im wortwörtlichen 'Auge des Sturms' so ruhig, still und gefasst. Auch beobachtet sie genauestens ihr Umfeld, ihre Mitmenschen. Sie sieht und fühlt, wer schon einmal ein Unglück solchen Ausmaßes erlebt hat und wer nicht, wie Tiere, so viel klüger, rechtzeitig reagieren und flüchten. Es verdeutlicht die Ausnahmesituation und den Schrecken noch. Melissa muss sich durch diesen Hurrikan quälen, standhaft bleiben, um ihre Freundin in Frieden gehen lassen, und wieder heim zu ihrem Vater zu können. Ich hoffe dass ich in Zukunft noch viel von Tara Menon lesen werde.

Zwischen den Wellen der Erinnerung
„Unter Wasser“ ist ein sehr feinfühliges Buch, das mich vor allem durch seine atmosphärischen Natur- und Meeresbeschreibungen überzeugt hat. Tara K. Menon schafft es, das Meer und die Landschaft so lebendig zu beschreiben, dass die Passagen nie langweilig oder unnötig lang wirken. Besonders spannend fand ich den Hintergrund rund um den Thailand-Tsunami 2004. Da man als Leser bereits weiß, worauf die Geschichte hinausläuft, entsteht von Anfang an eine unterschwellige Anspannung, die sich bis zum Schluss durchzieht. Auch der Wechsel zwischen Weihnachten 2004 in Thailand und New York 2012 hat mir grundsätzlich gut gefallen, weil dadurch unterschiedliche Perspektiven und Zeitebenen entstehen. Allerdings waren mir die Rückblicke in der Gegenwartsebene teilweise etwas zu häufig. Viele davon drehen sich erneut stark um 2004, statt mehr über das eigentliche Hier und Jetzt in 2012 zu erzählen.

Thailand, 26.12.2004 – der Tag, an dem über 220.000 Menschen ihr Leben durch einen Tsunami verloren. Zu ihnen gehört auch Arielle, Marissas beste Freundin und Seelenverwandte. „Sie wünschte sich, die Sonne und der Himmel würden Bedauern über das zeigen, was der Ozean getan hatte. Aber die Natur weigerte sich mit gefühlloser Gleichgültigkeit, mit uns zu trauern.“ S. 159 Beide Mädchen wuchsen gemeinsam auf, nachdem Marissa und ihr Vater von New York auf eine kleine Insel nahe Phuket zogen, damit der Vater die Forschungen der verstorbenen Mutter über Mantarochen fortsetzen konnte. Die Wochen verbrachten die Mädchen im Resort von Arielles Familie, aber an den Wochenenden entdeckten sie die Forschungsinsel – schwammen mit Rochen, beobachteten verschiedene Vogelarten, wanderten durch den dichten Wald, fuhren mit dem Kanu zu versteckten Stränden. Solange bis die große Welle kommt. „Das Wasser hat alles bloßgelegt, hat das Land kahl zurückgelassen, die Erde demaskiert.“ S. 138 Nach dem schrecklichen Verlust kehrt Marissa zurück nach New York und versucht einen Umgang mit ihrer Trauer zu finden. Steile These: Das ist das beste Buch des Jahres. Autorin und Professorin Tara Menon schreibt auf eine Weise, die mich nicht nur tief berührt hat, sondern es auch schaffte, dass ich total ins Setting eintauchen konnte. Besonders geliebt habe ich die Fakten und Beschreibungen der Meereslebewesen und der Natur. Ich fand den Kontrast zwischen den Kapiteln sehr gut – die Rückblenden, die über die tiefe Freundschaft und die Abenteuer der Mädchen erzählen, im krassen Kontrast zu den Kapiteln, in denen Marissa zurück in New York versucht die Vergangenheit zu bewältigen.

ein einblick in marissas leben – in den jahren 2004 und 2012: nach dem tod ihrer mutter zieht sie mit sechs jahren mit ihrem vater, einem meeresbiologen, nach thailand. dort wächst sie zwischen forschungsstationen und dem hotel der eltern ihrer besten freundin arielle auf und verbringt mehr zeit unter wasser als an land. doch schnell wird klar: weder 2004 noch 2012 ist alles gut. wer die eckdaten kennt, kann bereits erahnen, dass ein tsunami und ein hurrikan teil dieser geschichte sind – und insbesondere ersterer ein tragischer einschnitt in marissas leben ist, der alles verändert. dieses buch vereint vieles: wunderschöne naturbeschreibungen, eine ganz besondere freundschaft und zugleich dieses einschneidende erlebnis, trauer und eine belastungsstörung, die bis in die gegenwart nachwirkt. mich hat der roman von der ersten seite an gepackt. ich greife gern zu schweren geschichten – und auch hier hat es mich nicht losgelassen. für mich ist das buch ein absolutes highlight, auch wenn die geschilderten ereignisse alles andere als leicht sind. eine große empfehlung – aber nur, wenn ihr euch bewusst auf diese schwere einlassen möchtet. 🌊✨
Sehr bewegend
Anfangs hatte ich etwas Probleme in das Buch reinzukommen, aber die Autorin hat es geschafft, mich nach und nach mehr zu faszinieren. Es geht um viele Themen: innige Freundschaft, Verlust, Trauer, Tourismus, Natur(katastrophen) … Teilweise ist eine Leichtigkeit voller Lebensfreude zu spüren, dann wieder tiefe Verzweiflung. Wunderschöne Naturbeschreibungen und dann Beschreibung der Unerbittlichkeit einer Naturkatastrophe. Nie wird es reißerisch. Der Schreibstil ist eher still, hat für mich aber dennoch eine Sogwirkung entfaltet. Mich wird das Buch sicher noch einige Zeit beschäftigen.
Hatte Tränen in den Augen 🥺
„Unter Wasser“ ist der Debütroman von Tara Menon und hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das Buch hat mich wirklich zu Tränen gerührt und mein Herz schwer werden lassen. Es erzählt von der Liebe zum Meer und zu seinen Bewohnern, von Liebe zwischen Menschen und von echter Freundschaft. Ein Roman, den man so schnell nicht vergisst – besonders wegen der Menschen, die das Schicksal aus diesem Buch tatsächlich erleben mussten.
Wenn Überleben nicht bedeutet, gerettet zu sein 🌊
„Unter Wasser” erzählt nicht einfach von einer Naturkatastrophe. Es erzählt davon, was passiert, wenn ein Mensch überlebt, aber ein Teil von ihm für immer in diesem einen Moment zurückbleibt. Marissa ist sechs Jahre alt, als ihre Mutter stirbt. Ihr Vater, ein Meeresbiologe, zieht daraufhin mit ihr nach Thailand, um dort die Arbeit ihrer Mutter fortzuführen. Dort begegnet Marissa Arielle, und zwischen den beiden entsteht eine Freundschaft, die sich fast schicksalhaft anfühlt. Zwei Mädchen, die gemeinsam aufwachsen, tauchen lernen, die Riffe entdecken, Mantas beobachten und sich in einer Welt bewegen, die genauso magisch wie zerbrechlich ist. 🪸🐚🐠 Dann kommt der 26. Dezember 2004. Der Tsunami. Die Welle, der Arielle nicht entkommen kann. 🌊 Jahre später lebt Marissa in New York, aber innerlich ist sie nie ganz aus Thailand zurückgekehrt. Während 2012 ein Hurricane auf die Stadt zusteuert, wird Marissa erneut mit der Angst vor einer Naturkatastrophe konfrontiert – und mit einer Vergangenheit, die sie nie wirklich losgelassen hat. 🗽🌀 Der Roman erzählt auf zwei Zeitebenen: Marissa in New York, kurz vor dem Hurricane, und Marissa in Thailand, in den Stunden vor dem Tsunami. Gerade dieser Wechsel hat mich so gepackt. In New York gibt es Warnungen, Vorbereitung, Vorräte, Sirenen, Einsatzkräfte. In Thailand dagegen gibt es diesen strahlend schönen Morgen. Blauer Himmel. Sonne. Ruhe. Und genau das macht es so unfassbar beklemmend. ☀️🌴 Man hört weiter, obwohl man weiß, was passieren wird. Vielleicht ist genau das das Schlimmste daran: dieses Wissen. Diese Ohnmacht. Dieses Hoffen, dass doch noch jemand versteht, was da gerade kommt. Tara Menon beschreibt Marissas Trauma so eindringlich, dass ich beim Hören mehr als einmal kurz pausieren musste. Marissa wirkt wie jemand, die äußerlich weiterlebt, aber innerlich noch immer unter Wasser ist. Gefangen zwischen Erinnerung, Schuld, Verlust und der Sehnsucht nach einem Leben, das in einem einzigen Moment zerbrochen ist. 💔 Was ich außerdem stark fand: Das Buch macht Thailand nicht einfach nur zur schönen Kulisse. Es zeigt diesen Ort als wunderschön, aber auch verletzlich. Themen wie Plastikverschmutzung, Korallensterben, die Jagd auf Mantas und Sextourismus werden nicht plakativ erzählt, sondern liegen wie feine Risse unter der Oberfläche der Geschichte. 🪸🌏 Auch als Hörbuch hat mich „Unter Wasser” sehr überzeugt. Merle Wasmuth liest Marissa mit einer Verletzlichkeit, die nie übertrieben wirkt. Ihre Stimme bleibt oft ruhig, fast zurückgenommen – und genau dadurch treffen die emotionalen Szenen noch härter. Sie bringt dieses Gefühl von innerer Erstarrung, Erinnerung und unausgesprochener Trauer sehr fein rüber. Für mich hat ihre Interpretation die Geschichte noch intensiver gemacht. 🎧✨ „Unter Wasser” ist kein leichtes Buch, aber ein wichtiges. Es ist für alle, die Geschichten mögen, die nicht nur schön geschrieben sind, sondern wirklich nachhallen. Für alle, die Bücher über tiefe Freundschaften, Trauma, Verlust, Naturgewalt und langsames Wiederauftauchen lieben. Und für alle, die sich von einer Geschichte gern komplett mitnehmen lassen – auch wenn es weh tut. 📖🖤 Für mich war dieses Hörbuch anders als vieles, was ich sonst höre. Leise, schmerzhaft, atmosphärisch und unglaublich eindringlich. Danke an NetGalley und den Dumont-Verlag für das Rezensionsexemplar. 🤍✨

Aus dem Schmerz aufzutauchen ist so kraftvoll ✨
Als Kind geht Marissa nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Vater nach Thailand. Er ist Meeresbiologe und sie bleiben dort. Es entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen ihr und Arielle, einem Mädchen im Resort. Sie erleben eine gemeinsame Kindheit und die unfassbare Schönheit des Meeres und deren Bewohner. Mit einem schlimmen Tsunami ändert sich das Leben vollständig. „Aber meist ist Zerstörung etwas Stilles, Subtiles, Eintöniges.“ Eine sehr sehr innige Freundschaft. Die Geschichte wird von Marissa erzählt und man erfährt, dass sie sich von dem Verlust von Arielle nie erholt hat. Leider verliert sie sie auch noch in den Tiefen ihres geliebten Meeres. Die Mädels waren gegenseitig Halt, Zuhörer, Seelenpartner und haben gemeinsam die Tiefe des Meeres geliebt. Freundschaft gibt einem im Leben sehr viel Halt. Ich konnte mich da so gut reinfühlen. Des Weiteren fand ich die genauen Beschreibungen von der Natur wunderschön. Ich habe viel über Meerestiere und Thailand kennengelernt. Ein schmerzhafter Verlust, der Marissa lange verfolgt. Ich denke Arielle ist auf eine gewisse Art der Ersatz für Marissa‘s Mutter gewesen. Zum zweiten Mal verliert Marissa eine enge, weibliche Bezugsperson. Sie schwimmt und schafft es nicht mehr richtig aus ihrem Schmerz aufzutauchen. Traurig, aber sehr schön geschrieben.
60/2026 Under Water/Unter Wasser
Vom Thema hätte ich so viel erwartet. Freundschaft, coming of age, tragisches Schicksal, Infos über den Tsunami von 2004. Da hat soviel drin gesteckt und doch hat es mich nicht erreicht. Auf halben Weg (nach 41%) habe ich die Sprache gewechselt, weil ich dachte, dass es mich dann mehr mitreißt. Dass war leider trotzdem nicht der Fall. Ich schätze die vielen zeitlichen Wechsel und dann noch zusätzlich immer wieder diverse unterschiedliche Rückblicke innerhalb der verschiedenen Zeitebenen waren einfach too much. Schade eigentlich! Audiobook (Bookbeat)

UNTER WASSER Tara Menon ET: 14.04.26 Ich sitze jetzt schon seit über einer Stunde vor dem PC und versuche, diese Rezension zu schreiben. Doch die Worte kommen nicht. Sie bleiben irgendwo stecken, zwischen Kopf und Herz. Immer wieder schweifen meine Gedanken ab, treiben davon – genau wie beim Lesen dieses Buches. Ja, dieses Buch hat mich tief bewegt. Mit einer vorher gelesenen Inhaltsangabe hätte ich gewusst, worauf ich mich einlasse. Doch so habe ich einfach unbedarft die erste Seite aufgeschlagen und die Überschrift „Thailand, 25. Dezember 2004“ gelesen. Und in genau diesem Moment war alles da. Die Erinnerung. Das Gefühl. Dieses Ziehen in der Brust. Für einen kurzen Augenblick wollte ich das Buch wieder schließen. Einige von euch wissen, dass ich seit 26 Jahren in Thailand lebe. Ich hatte damals das unbeschreibliche Glück, über Weihnachten in Deutschland zu sein. Andere hatten dieses Glück nicht. :( Meine Nachbarin hat an diesem Tag in Khao Lak vielen Menschen an einem ganzen Strandabschnitt das Leben gerettet. Diese Geschichte hat mich erschüttert. So viele schlimme Schicksale – und auch wenn die Protagonistin hier fiktiv ist, könnte genau so ein Schicksal ausgesehen haben: Marissa und Arielle lernen sich als Kinder kennen. Arielles Eltern besitzen ein Hotel auf Phuket. Da die beiden unzertrennlich sind, leben sie unter der Woche dort und gehen zur Schule, während sie die Wochenenden bei Marissas verwitwetem Vater verbringen, einem Meeresbiologen, auf einer vorgelagerten Insel vor Phuket. Dort tauchen sie mit Mantas, schwimmen durch Mangroven und lernen alles über den Schutz der Meere. Doch während sie erwachsen werden, ahnen sie nicht, dass eine gewaltige Welle ihre Freundschaft für immer beenden wird. In diesem Erzählstrang gelingt es der Autorin auf eindrucksvolle Weise, Thailand in all seinen Facetten zu zeigen – mit seiner Schönheit, aber auch mit unbequemen Wahrheiten. Ein zweiter Handlungsstrang führt uns in das Jahr 2012 nach New York, in die Geburtsstadt von Marissas Eltern, wo sie seit dem Tsunami lebt. Gerade steuert ein Hurrikan auf die Stadt zu. Doch Marissa scheint die Bedrohung gar nicht wahrzunehmen. Seit Arielles Tod ist sie innerlich verloren, kämpft mit Schuldgefühlen und einer tiefen Depression. „Seit Arielle mich verlassen hat, habe ich das Gefühl, unter Wasser gefangen zu sein. Ich finde den Weg an die Oberfläche nicht mehr.“ (S. 68) Was für ein unglaublich intensives, schmerzhaft schönes Buch. Tara Menon verwebt große Themen wie Umweltzerstörung, Gewalt gegen Frauen – und macht daraus keine Anklage, sondern eine Geschichte, die unter die Haut geht. Leise, aber unaufhaltsam. Fazit: Ein zutiefst berührendes, atmosphärisches Buch, das lange nachhallt. Für mich schmerzhaft, traurig und gleichzeitig wunderschön. Ein Buch, das man nicht nur liest, sondern fühlt. 5/5

Atmosphärisch, emotional und voller wunderschöner Unterwasserbilder. 🌊
Manche Bücher fühlen sich an wie ein Ort, an den man nach dem Lesen zurückkehren möchte. Unter Wasser von Unter Wasser war für mich genau so ein Buch. Auf zwei Zeitebenen erzählt Tara Menon die Geschichte von Marissa, die als Kind mit ihrem Vater nach Thailand zieht und dort Arielle kennenlernt. Zwischen Korallenriffen, Mantarochen und der kleinen Insel mit Forschungsstation entsteht eine Freundschaft, die beinahe magisch wirkt — bis der Tsunami 2004 alles zerstört. Jahre später verfolgt Marissa die Erinnerung an Arielle noch immer, während Hurrikan Sandy New York trifft und alte Traumata wieder aufbrechen. Was mich an diesem Roman besonders begeistert hat, war die Atmosphäre. Die Beschreibungen der Unterwasserwelt sind so bildhaft und intensiv, dass man beim Lesen selbst das Gefühl hat, durch warmes, tropisches Wasser zu tauchen. Gleichzeitig zeigt der Roman aber auch die zerstörerische Kraft der Natur und wie eng Orte mit Erinnerungen und Verlust verbunden sein können. Vor allem das Kapitel, in dem sich der Tsunami langsam ankündigt und die Tiere längst reagieren, während die Menschen noch nichts ahnen, hat mich unglaublich beeindruckt. Diese unterschwellige Bedrohung war so eindringlich beschrieben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Und trotzdem: Als ich das Buch beendet hatte, wollte ich noch längst nicht gehen. Für mich hätte dieser Roman problemlos 200 Seiten mehr haben können, einfach weil ich noch viel länger in dieser Welt und mit diesen Figuren bleiben wollte.

Unter der Oberfläche der Erinnerung
Unter Wasser erzählt von großen, schweren Themen: Umweltzerstörung, Naturkatastrophen, Gewalt an Frauen, Verlust und Trauer. Und doch ist es kein lautes Buch. Es kommt ohne dramatische Zuspitzungen aus, stattdessen entfaltet es seine Wirkung leise, eindringlich und mit einer Intensität, die sich nach und nach unter die Haut schiebt. Im Mittelpunkt steht Marissa, deren Geschichte sich auf zwei Zeitebenen entfaltet. Zum einen begleiten wir sie im Jahr 2012 in New York, zum anderen führt uns der Roman zurück ins Jahr 2004 nach Thailand. Dort erleben wir gemeinsam mit ihr und ihrer besten Freundin Arielle eine unbeschwerte Kindheit voller Nähe zur Natur: Die beiden tauchen, erkunden ihre Umgebung und teilen eine tiefe, fast selbstverständliche Freundschaft. Doch gleichzeitig ist Unter Wasser auch die Geschichte eines Verlustes, denn Marissa hat Arielle verloren. Gerade diese Verbindung aus Vergangenheit und Gegenwart macht den Roman so eindringlich. Als Leser*innen tauchen wir tief in Marissas Gedanken- und Gefühlswelt ein und erleben, wie Erinnerungen, Trauer und Schuld miteinander verwoben sind. Besonders gelungen ist der Autorin die Darstellung der Natur. Sie zeigt nicht nur ihre Schönheit, sei es in den lebendigen Bildern Thailands oder in stillen Momenten im Central Park , sondern auch ihre Verletzlichkeit. Die Bedrohung und Zerstörung der Umwelt schwingt immer mit und verleiht der Geschichte eine zusätzliche Tiefe. Was dieses Buch so besonders macht, ist seine ruhige Erzählweise. Es baut keine großen dramatischen Höhepunkte auf, sondern zieht einen langsam hinein. Die Geschichte entfaltet sich behutsam, beinahe unmerklich, und bleibt gerade deshalb lange im Gedächtnis. Leseempfehlung. 4,5/5 Sterne
Wow - genau deshalb liebe ich das Lesen. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und es hat mich völlig mitgerissen und erst wieder losgelassen, als ich die letzte Seite beendet hatte. Wir befinden uns im Jahr 2012: Marissa streift durch ein New York, das sich auf einen drohenden Hurrikan vorbereitet. Überall Warnungen - doch sie ist wie so oft in Gedanken versunken. Gedanken, die sie zurückführen zu ihrer Freundschaft mit Arielle, die am 26. Dezember 2004 in Phuket ihr tragisches Ende findet. Die meisten wissen, welches verheerende Ereignis sich hinter diesem Datum verbirgt. Der fürchterliche Tsunami, der so vielen Menschen das Leben nahm. So schwer dieses Thema auch ist - es dominiert den Roman nicht. Im Gegenteil: Ein Großteil der Geschichte ist von einer beinahe greifbaren Leichtigkeit getragen. Man spürt die Sonne Thailands auf der Haut, taucht mit Arielle und Marissa ins Meer ein und erlebt ihre Freundschaft in all ihren Facetten - intensiv, lebendig und zutiefst berührend. Mit 'Unter Wasser' ist Tara Menon ein vielschichtiiger Roman gelungen, der große Emotionen einfängt, ohne je überladen zu wirken. Die Balance zwischen Schönheit und Schmerz ist fein abgestimmt und wirkt lange nach. Wer Geschichte über Freundschaft, das Meer und die Tiefe menschlicher Verbindungen liebt - und auch vor melancholischen Momenten nicht zurückschreckt - sollte dieses Buch unbedingt lesen. Absolute Empfehlung.

Welche Farbe hat eigentlich das Meer?
Ein Buch zwischen Freundschaft, Veränderungen und das gleichzeitige beschrieben der Schönheit und Zerbrechlichkeit der gewohnten Welt. Ich mochte es sehr, dass neben der zwischenmenschlichen Geschichte, es immer wieder interessante Gedanken und Missstände gab, welche mit Fakten rund ums Meer sich zu einer interessant Geschichte zusammen gewebt wurden. Super aktuelle und voller Themen, welche uns alle als Menschen betreffen! ✨
Ein Buch, das unter die Haut geht
Als Marissa sechs Jahre alt ist, verliert sie ihre Mutter bei einem Autounfall. Ihr Vater führt daraufhin die Forschungsarbeiten seiner Frau weiter und zieht mit Marissa nach Thailand, wo sie Arielle kennenlernt. Die beiden Mädchen verbindet bereits nach kurzer Zeit eine innige Freundschaft - bis an einem Tag im Dezember 2004 Thailand von einem Tsunami erfasst wird und Arielle dabei ums Leben kommt. Malerisch und voller Details schildert Tara Menon den Alltag der Mädchen. Wie sie eins mit dem Wasser werden, mit den Mantarochen schwimmen und unzählige andere Meereslebewesen beobachten. Auf einer zweiten Zeitachse, 8 Jahre später, begleiten wir Marissa an einem Tag, der sie die damaligen Geschehnisse erneut durchleben lässt. Marissa lebt in New York und der Hurrikan Sandy ist kurz davor auf die Küste zu treffen. Sie läuft den Tag über durch die Stadt, hat noch Erledigungen zu machen. Und die bildhaften, wenn auch emotionslosen Erzählungen aller Details, die sie sieht, lassen den Leser nach und nach spüren, wie sie sich fühlt: stumpf, vom Leben zurückgelassen, wie in Watte gepackt, wie... unter Wasser. Schleichend wird dem Leser bewusst, dass hier unterschwellig die Form einer PTBS beschrieben wird. Nach und nach wird greifbar, was der Verlust ihrer besten Freundin mit Marissa gemacht hat. Ihr Leben wirkt farblos, ohne intrinsische Motivation etwas daraus zu machen. Sie hat einen eintönigen Job, kein Sozialleben, schläft einmal die Woche mit einem fremden Mann, den sie danach nie wiedersieht. Marissa will in Gesellschaft alleine sein und damit kapselt sie sich von sich selbst und ihrer Vergangenheit ab. Die Art und Weise, wie dem Leser das Gefühl des Verlusts beigebracht wird, ist einzigartig. Eine bedrückende Schwere schwebt zwischen den Zeilen und erweckt nach und nach tiefes Mitgefühl für Marissa. An einigen Stellen habe ich wirklich Tränen in den Augen gehabt und eine Gänsehaut bekommen und ich weiß, ich werde dieses Buch irgendwann noch einmal lesen um mich dann jedem Detail zu widmen.
Eine Geschichte die mich leider nicht Überzeugen konnte
Ich war so gespannt auf dieses Buch. Die Geschichte klang unglaublich intensiv, voller Emotionen, Natur und einer besonderen Freundschaft. Und ja… genau deshalb habe ich mich auch für das Rezensionsexemplar gemeldet. Der Einstieg hat mich auch direkt abgeholt. Diese Verbindung zwischen Marissa und Arielle, das Meer, diese besondere Atmosphäre das hatte wirklich etwas. Aber im Laufe der Geschichte hat es mich leider verloren. Für mich war es stellenweise sehr langatmig. Die vielen Beschreibungen rund um Flora und Fauna waren zwar sicher gut recherchiert, haben mich aber oft aus der Geschichte rausgezogen. Dazu kamen Begriffe und Details, bei denen ich ehrlich sagen muss: Ich habe nur noch Bahnhof verstanden. Und genau da ist für mich die emotionale Verbindung ein Stück weit verloren gegangen. Ich wollte fühlen. Ich wollte mitgehen. Aber stattdessen habe ich mich immer wieder dabei ertappt, dass ich gedanklich abschweife. Das heißt nicht, dass das Buch schlecht ist. Ich glaube einfach, dass es Leserinnen und Leser gibt, die genau diese Tiefe und diese Art zu erzählen lieben werden. Für mich persönlich hat es leider nicht zu 100% funktioniert.
Eine Freundschaft so tief wie das Meer
„Unter Wasser“ hat mich von der ersten Seite an vollkommen in seinen Bann gezogen. Im Mittelpunkt stehen zwei Freundinnen, die gemeinsam in einem thailändischen Paradies aufwachsen – umgeben von einer Natur, die sie prägt, überwältigt und sie tief mit dem Meer verbindet. Dieses Meer gibt ihnen alles, bis eine Naturkatastrophe ihr Leben von einem Moment auf den anderen zerreißt und ihnen genau dieses Paradies alles nimmt. Im Zentrum der Geschichte steht ihre außergewöhnlich tiefe Freundschaft. Die Verbindung zwischen den beiden ist intensiv, fast selbstverständlich und geprägt von einer Nähe, die weit über das Gewöhnliche hinausgeht. Sie berührt, öffnet das Herz und lässt einen spüren, was wahre Freundschaft bedeutet. Besonders eindrucksvoll an dem Roman ist für mich aber auch, wie stark diese Naturverbundenheit eingefangen wird. Das Meer ist nicht nur Kulisse, sondern ein eigener, lebendiger Raum – geheimnisvoll, schützend und gleichzeitig voller Tiefe. Die Liebe zum Wasser und zu dieser verborgenen, eigenen Welt im Blau des Ozeans zieht sich durch jede Seite und verleiht der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre. Aber Tara Menon zeigt nicht nur die Schönheit der Natur, sondern auf ergreifende Weise, was Naturkatastrophen mit Menschen machen können – wie sie sich ins Gedächtnis einbrennen, wie sie Leben nachhaltig prägen und wie lange ihr Schatten bestehen bleibt. Diese Nachwirkungen sind leise, aber allgegenwärtig und machen die Geschichte so authentisch. Und das führt auch zum vielleicht stärksten Aspekt des Buches: der Kontrast zwischen der atemberaubenden Schönheit der Natur und ihrer unbändigen Kraft, alles zu zerstören. Genau dieses Spannungsfeld macht „Unter Wasser“ so intensiv: Es ist eine Liebeserklärung an das Meer – und gleichzeitig eine Erinnerung daran, dass es sich niemals vollständig zähmen lässt.

Geschichte einer Mädchenfreundschaft und den Folgen des Tsunamis
"Selbst Wochen danach hatte ich immer, wenn ich schluckte, den Geschmack des Meeres im Mund". Es ist 2012, und ein Hurrikan zieht auf. Marissa lebt in New York, und während sich andere Menschen auf den Sturm vorbereiten, sucht Marissa die Konfrontation mit den Elementen. Acht Jahre zuvor lebt sie als Jugendliche in Thailand, wo ihr Vater als Meeresbiologe arbeitet. Zusammen mit ihrer Freundin Arielle badet sie im Meer und beobachtet die Mantas, liest Romane im Baumhaus und lernt in der Schule. Doch der 26.12.2004 zerstört alles. Als Überlebende des Tsunamis leidet Marissa an den traumatischen Nachfolgen. Arielle ist tot - und doch ist sie immer bei ihr. Trauer, Freundschaft und Schuldgefühle wechseln sich ab mit wunderschönen Beschreibungen über das Meer und dessen Bewohner. Marissa in ihrer Trauer hat mir unendlich Leid getan und ich fand es schön, wie diese Mädchenfreundschaft im Fokus des Romans stand. Am Ende wurden die Folgen des Tsunamis beschrieben. Auch zwischendurch finden sich immer wieder Hinweise auf die Vergänglichkeit des Lebens und dem Überlebenswillen der Natur. Ich fand die Geschichte stark und die Sprünge zwischen der hellen, atmosphärischen, blumigen und aquamarinen Welt Thailands und dem grauen, windigen New York haben mich ziemlich erschüttert. Das Buch wird definitiv ein Herzensbuch für mich bleiben.

Starke Kontraste
Ich liebe die Unterwasserwelt! Würde ich mich in ein Tier verwandeln dürfen, so würde es so etwas anmutiges wie den Mantarochen wählen. Wie oft ich schon bereut habe, dass ich nicht vor zehn Jahren eine Gelegenheit beim Schopf gepackt habe und mit ihnen geschwommen bin. Die Gelegenheit, dieses Buch zu verpassen, wollte ich gar nicht erst aufkommen lassen. Marissa lebt nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Vater auf einer kleinen Insel vor Phuket in Thailand. Er ist Meeresbiologe und sein Wissen überträgt sich auf seine Tochter. Sie freundet sich mit Arielle an, und die beiden verbringen viel Zeit im und unter Wasser. Doch wenn wir auf das Datum schauen, so wissen wir, dass sich ein großes Drama ankündigt. Es ist Weihnachten 2004 und die meisten von uns werden in Erinnerung haben, was am 26. Dezember passierte. Auf einer zweiten Zeitebene 8 Jahre später erfahren wir, dass Arielle nicht mehr lebt. Marissa trägt die Freundin wie einen, für andere, unsichtbaren Geist mit sich herum und kann den wiederkehrenden Albträumen nichts entgegensetzen. Anstatt das Trauma zu verarbeiten, verliert sie sich in Erinnerungen und sieht Arielle an jeder Straßenecke stehen. Aber auch New York droht eine Naturgewalt, denn der riesige Hurricane Sandy steuert auf die Metropole zu. Wie in Trance bewegt sich Marissa durch die Stadt, erinnert sich an ihre Freundin und nimmt wahr, wie sich das Leben vor ihren Augen verändert. Sie selber scheint keinen Schutz zu wollen. Es ist ein bisschen, als wenn sie ihrer Freundin nacheifert Die PTBS steht auf dieser Ebene für uns Leser*innen im Mittelpunkt. Mir kam das Setting in New York ebenfalls wie ein Unterwasserbild vor. Marissa scheint verzweifelt Luft zu brauchen und kommt nicht an die Oberfläche, sondern versinkt in einer Depression. Das war bedrückend zu lesen. Die Erinnerungen an eine unbeschwerte Zeit in Thailand ist ein starker Kontrast. Alles wirkt hell, türkis, voller Lebensfreude und unbeschwerter Jugend. Die sich anbahnende Katastrophe ist schon beim Erkunden der Lektüre in meinem Kopf präsent, trotzdem wollte ich mich gerne dem schwerelose Gefühl hingeben. Umso krasser ist dann das Bild der Zerstörung. Menon hält auch hier mit deutlichen Bildern nicht hinterm Berg. So schön sinnlich die Zeit vor der großen Welle ist so entsetzlich und herzzerreißend ist sie danach Diese Kontraste erhöhten bei mir die Herzfrequenz ziemlich. Der Sog, den dieses Buch dabei entwickelte, war nicht zu ignorieren – ich hab den Text an einem Tag gelesen. Dabei ist es sprachlich unglaublich gut komponiert. Die Ansprache an die verstorbene Freundin war sehr berührend und zeigt deutlich, wie sich Marissa entwickelt. Bereichernd empfand ich auch die eingestreuten Fakten über meeresbiologische Zusammenhänge. Insbesondere hat mir der Input über Mantarochen sehr gefallen. Ich hab unglaublich viel über diese Tiere gelernt. Und sowas liebe ich in Büchern ganz besonders! Ein Roman für Meeresliebhaber*innen, die sich im Blau verlieren können und sich dennoch der archaischen Kraft bewusst sind. Aber auch Menschen, die einen gut geschriebenen Roman über eine zerbrochene Freundschaft und die Auswirkungen von Trauer lesen möchten, sind mit diesem Buch gut beraten. Ich empfehle es sehr.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
„Unter Wasser" von Tara Menon hat mich auf eine sehr besondere Weise berührt. Vor allem die unaufgeregte, wunderschöne Sprache habe ich sehr genossen - der Schreibstil ist ruhig, feinfühlig und gleichzeitig atmosphärisch. Besonders begeistert haben mich die Beschreibungen der Tiere und der Unterwasserwelt. Man merkt beim Lesen, wie viel Liebe und Recherche in diesen Details steckt. Die Natur wirkt dadurch lebendig und beinahe greifbar. Auch die Freundschaft zu Arielle hat mich sehr bewegt. Trotz der geringen Seitenzahl konnte ich eine Verbindung zu den Figuren aufbauen und habe mich ihnen von Anfang an nahe gefühlt. Scheinbar beiläufig setzt sich die Autorin auch noch mit globalen Problemen wie Armut, Umweltverschmutzung, Wilderei und (Sex)Tourismus auseinander. Gerade diese eher "stumme" Kritik hat den Roman für mich noch lesenswerter gemacht. Ein stilles, warmes und wunderschön geschriebenes Buch, das ich sehr gern gelesen habe.
Zwischen Meer und Melancholie
Unter Wasser von Tara Menon ist ein Roman mit einer sehr schönen, teilweise poetischen Sprache, auch wenn einige Stellen etwas holprig sind. Die Geschichte ist insgesamt deutlich düsterer, als das Cover vermuten lässt, und zwischen den Zeilen liegt immer wieder eine leise Traurigkeit. Im Mittelpunkt steht Marissa und der Verlust ihrer besten Freundin Arielle. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen: einerseits ihre gemeinsame Vergangenheit in Thailand, andererseits Marissas Leben in New York Jahre später. Am Anfang sind die beiden Ebenen noch klar getrennt, aber mit der Zeit verschwimmen sie immer mehr. Ich fand, dass das gut zu Marissas innerem Zustand passt. Man merkt, dass sie den Verlust nie richtig verarbeitet hat und oft noch in der Vergangenheit lebt. Besonders gefallen haben mir die Beschreibungen von Thailand. Ich konnte mir gut vorstellen, wie das Leben dort aussieht, die Natur, das Tauchen und die Meeresforschung. Gleichzeitig zeigt das Buch nicht nur die schönen Seiten Thailands, sondern auch die Schattenseiten des Tourismus und wie junge Frauen dort teilweise wenig respektvoll behandelt werden. Diese Mischung hat mir gut gefallen. Trotzdem hatte ich beim Lesen oft das Gefühl, dass noch mehr in der Geschichte steckt, als letztlich erzählt wird. Gerade die familiären Beziehungen und auch Arielle selbst hätte ich gern noch etwas besser kennengelernt. Sie wirkt rebellisch und sehr schwermütig, bleibt durch Marissas Perspektive aber immer ein Stück weit auf Distanz. Auch fehlte mir bei der Freundschaft die Tiefe. Ähnlich ging es mir mit der Geschichte insgesamt. Ich konnte zwar mit Marissa mitfühlen, war ihr aber nie wirklich nah. Deshalb hat mich das Buch emotional nicht ganz so erreicht, wie ich es mir erhofft hatte, auch wenn ich viele Aspekte in der Geschichte wirklich mochte. Alles in allem ist es ein gutes Buch mit einer besonderen Atmosphäre und starken Bildern, bei dem ich mir an einigen Stellen noch mehr Tiefe und Nähe zu den Figuren gewünscht hätte. *unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar
Nachdem Marissa mit nur sechs Jahren ihre Mutter verliert, zieht sie mit ihrem Vater, einem Meeresbiologen, nach Thailand. Dort trifft sie auf Arielle, und zwischen den beiden entwickelt sich eine einzigartige Verbindung. Während sie unter der Woche im Resort von Arielles Eltern leben, verbringen sie die Wochenenden in der unberührten Natur der Riffe. Sie werden eins mit dem Meer und kennen jeden Mantarochen beim Namen. Doch diese Idylle wird durch eine riesige Welle jäh zerstört. Jahre später begegnen wir Marissa in New York wieder: orientierungslos und noch immer verfolgt von den Geistern der Vergangenheit. Zunächst mal: Der Titel ist so wunderbar zweideutig, denn natürlich denkt man zuerst an die Tsunami-Welle und deren zerstörerische Auswirkung, erst beim Lesen merkt man, dass die Protagonistin in keinsterweise einen Groll gegen das Meer hegt, sondern es immer noch als ihr Zuhause ansieht. Tara Menon verzichtet während des gesamten Buches bewusst darauf, das Jahrhundertereignis reißerisch auszuschlachten. Stattdessen fokussiert sie sich fast ausschließlich auf das Band zwischen den Freundinnen und darauf, was ein solches Trauma mit dem Innenleben eines Menschen macht. Man bekommt einen beklemmend echten Einblick in die Geschehnisse vor Ort, ohne dass jemals das Gefühl von Sensationsgier aufkommt. Starke Punkte: - Authentizität und intime Einblicke - Fokus auf die Kraft der Freundschaft - Tiefgang ohne Voyeurismus Für Fans von: - leisen, charaktergetriebenen Romanen über lebensverändernde Ereignisse - Geschichten, die den Wert von Freundschaft über alles andere stellen Zitat: "Wenn die Leute erfahren, dass ich an jenem Tag dort war, fragen sie mich, ob ich Familienangehörige verloren habe. [...] Wenn ich Nein sage, sehe ich die Erleichterung in ihrem Blick. Nach ein paar Jahren wurde mir klar, dass man nur um ganz bestimmte Menschen trauern darf. [...] Aber zu lange um jemanden zu trauern, mit dem man nur befreundet war, ist verpönt."
»Seit Arielle mich verlassen hat, habe ich das Gefühl, unter Wasser gefangen zu sein. Ich finde den Weg an die Oberfläche nicht mehr.« (78) 💔 Marissa hat den Tsunami am 26.12.2004 in Thailand überlebt, aber sie hat ihre beste Freundin Arielle dabei verloren. Ihre beste Freundin, die wie eine Schwester für sie war und mit der sie jeden Tag zusammengelebt hat. Sie haben gemeinsam die Schulzeit und den Alltag 🥭🌶️ ; an den Wochenenden ihre Zeit auf der Forschungsinsel, auf der Marissa’s Vater forscht, und im Ozean mit den majestätischen Mantarochen verbracht. Wie lebt man nach dem Verlust der besten Freundin weiter? Wie geht das Leben nach dem Überleben? Auf zwei Zeitebenen erzählt der Roman von dieser innigen Freundinnenschaft 2004 und von Marissa’s Leben in 2012. Obwohl Arielle’s Tod von Beginn an klar ist, hat mich das Buch nicht mehr losgelassen und wurde gerade durch die Sprache, Erzählstil und der feinfühligen und intensiven Auseinandersetzung mit den Themen Trauer, Verlust, Freundschaft & Natur für mich zum Page Turner. »Einige dieser Leute nennen es die Welle, als wäre es nur die eine gewesen.« (86) 🌊 »UNTER WASSER« 🌊 von Autorin & Professorin Tara Menon (übersetzt aus dem Englischen von Simone Jakob) ist ein fiktiver Roman, der sehr gut recherchiert ist. Die Art und Weise wie bspw. Fakten über Meereslebewesen - insbesondere Mantarochen - , Naturereignissen oder auch Passagen zur Trauer und Freundschaft eingeflochten worden sind, machen diesen Roman aus. Einige Themen (zB in Arielle’s Familie) werden nicht auserzählt, was — ich kann hier nur für mich sprechen — meinen Lesefluss und Gedanken nicht gestört hat. Mich hat der Roman und diese wunderschöne Freundinnenschaft vor dem Setting von zwei katastrophalen Naturereignissen sehr berührt. 🩵🩷 Ich freue mich auf alles, was wir hoffentlich noch von dieser tollen Autorin lesen werden.

Wieviele Blaus kennt man?
Unter Wasser - hat bei mir zunächst andere Erwartungen geweckt, überrascht aber mit einer einfühlsamen Geschichte über Freundschaft und Verlust. Die Beziehung der Figuren wirkt authentisch und berührt ohne Kitsch. Besonders stark ist der Umgang mit dem Thema Tod – leise, respektvoll und mit Blick darauf, was über das Leben hinaus bleibt. Ein ruhiges, nachdenkliches Buch, das lange nachhallt.
Ein Buch, das bereits dich sein Äußeres besticht. Ein richtiger Blick ins Meer. Cover und Titel passen außerdem auch sehr gut zum Inhalt. Der Schreibstil ist an sich sehr gut zu lesen. Auch die Kapitel sind von angenehmer Länge. Ab und an wird in den Gegenwart-Kapiteln allerdings doch sehr spontan in die Vergangenheit gesprungen, woran ich mich erst gewöhnen musste und weshalb man auch konzentriert bleiben sollte, da es sonst etwas verwirrend sein kann. Marissa als Protagonistin zu begleiten ist wie sie selbst. Ein bisschen verwirrend, emotional und mit einem tiefen Blick in menschliche Abgründe. Was ein großer Verlust mit einem machen kann und wie tief Erlebtes in einem verankert bleibt und den Alltag und vor allem die Gedanken beatimmt. Ich habe das Buch als sehr mitreißend empfunden. Zum einen sehr informativ und richtig schön beschreibend über die Flora und Fauna in Thailand, sowie der Wert richtig guter Freundschaft. Aber eben auch, wie man daran zerbrechen kann derartiges zu erleben und damit weiter zu leben. Am Ende aber auch, wie man es schaffen kann, zumindest langsam und etwas zu heilen. Ein tolles Buch!
Thailand, 2004: Marissa ist 6 Jahre alt, als sie ihre Mutter bei einem Unfall verliert. Ihr Vater beschließt, die Forschungsarbeit seiner Frau fortzusetzen und zieht mit Marissa nach Thailand. Dort lernt Marissa Arielle kennen, die beiden werden beste Freundinnen. Unter der Woche leben sie auf dem Festland im Urlaubsressort von Arielles Eltern, ihre Wochenenden verbringen sie auf der Insel bei Marissas Vater und seiner Crew. Sie gehen tauchen, lernen, sich im Wasser zu bewegen und schwimmen mit den Mantarochen. An Weihnachten 2004 reißt eine Katastrophe Arielle aus Marissas Leben. New York, 2012: Marissa ist nach dem Tsunami zurück nach New York gezogen, doch Arielle begleitet sie noch immer auf Schritt und Tritt in ihren Gedanken. Sie leidet unter einer PTSD. Im Oktober 2012 bedroht ein Hurricane die Stadt, doch Marissa scheint die Gefahr nicht wirklich sehen zu können. Tara Menon verwebt in ihrem Roman "Unter Wasser" die Themen Naturkatastrophen und Freundschaft auf unvergleichliche Weise miteinander. Marissa und Arielle verbindet so viel, ich bin sehr, sehr gerne in ihre Freundschaft eingetaucht und war zugleich bestürzt, da das tragische Ende ihrer Verbindung bereits mit der ersten Seite feststeht. Erzählt wird der Roman abwechselnd 2004 in Thailand und 2012 in New York, wobei ich den Thailand-Erzählstrang als stärker empfunden habe als Marissas Spaziergang durch New York. Ich habe zuvor noch kein Buch gelesen, das sich mit dem Tsunami 2004 in Thailand beschäftigt, umso interessanter, aber auch krasser fand ich diesen Text. Hinzu kommt, dass die Autorin auch auf den Übertourismus in Thailand, Wilderei und sexuelle Belästigung aufmerksam macht. Tara Menons Roman schwankt zwischen der Schönheit der Naturbeschreibungen und ihrer Brutalität - für mich ausgesprochen gut gelungen! Übersetzt von Simone Jakob.

eindrucksvoll & aufwühlend schmerzhaft & grausam
ein traurig schönes Buch! eine traurig schöne Freundschaft! Schon der Epilog hat mir Gänsehaut beschert, die Länge der wechselnden Kapitel der Jahre 2004 und 2012 war genau richtig. Die Beschreibung der Tierarten und der Mythologie waren großartig und nie 'zu viel' oder nervig! Ich bleibe zurück mit einem dicken Kloß im Hals! "Ich bleibe bei ihnen, bis mir die Luft ausgeht."
🌊Inhalt Die Gesellschaft redet ihr ein, dass Verlust nur dann wirklich schmerzt, wenn man mit dem Opfer verwandt oder verliebt war. Doch Marissa ist auch Jahre später noch von dem Trauma gezeichnet, ihre beste Freundin durch eine Naturkatastrophe verloren zu haben … 🌊 Rezension Ein Buch über Verlust, Trauma und Katastrophen klingt schwer – und ist es auch. Doch der leichte Schreibstil sorgt dafür, dass man trotzdem tief eintaucht, ohne erdrückt zu werden. Durch Rückblicke in Marissas Vergangenheit wird die enge Freundschaft zu Arielle greifbar und lebendig. Genau das macht es so herzzerreißend zu lesen, wie sehr Marissa noch immer mit dem Verlust kämpft, denn man versteht, was sie verloren hat. Dabei ist das Wasser das zentrale Motiv des Buches: Es steht für Marissas größte Liebe und zugleich für ihren tiefsten Schmerz. diese Ambivalenz zieht sich bittersüß durch jede Seite. Wer ein Buch mit viel Plot und einem klassischen Happy End sucht, wird hier nicht fündig. Aber wer sich auf ein stilles, gefühlvolles Leseerlebnis einlassen will, das von der Schönheit der Natur und der Bedeutung von Freundschaft erzählt, der wird von diesem Buch noch lange nachdenken. 🌊 Bewertung & Empfehlung Eine Sommerlektüre der besonderen Art: kein Urlaubsroman im klassischen Sinne, aber genau das richtige Buch für ruhige Stunden am Wasser mit Tiefgang. ⭐️⭐️⭐️⭐️/ 4 Sterne
Dieses Buch hat mich tief berührt und ich habe die 200 Seiten an einem Stück gelesen, weil ich das Buch nicht mehr beiseite legen wollte. Eine ausführliche Beschreibung über die Schönheit der Natur, super atmosphärisch und schön gestaltet und zeitgleich wird einem die Naturgewalt durch Tsunami und Hurrikan aufgezeigt. Eine Geschichte über tiefe Freundschaft, Trauer und Schuldgefühle. Ganz intensiv und ehrlich. Und keine Sorge... nur die ersten drei Seiten sind komisch... der Leser wird später verstehen, worum es geht!
Hat meine Erwartungen leider nicht erfüllen können
Hatte mir mehr erhofft… der schreibstil ist nett aber nichts besonderes finde ich. Die Beschreibungen der Unterwasser Welt und der Natur waren schon schön aber jetzt auch keine 10/10. gegen Ende war es dann schon spannend und mitreisend, aber ganz abgeholt hat es mich leider nicht.
Zwei Katastrophen in einem Roman...
"Unter Wasser" von Tara Menon ist das Debüt der Autorin. Ich habe den Roman als Hörbuch gehört eingelesen von Merle Wasmuth. Das Debüt ist der Autorin wirklich gut gelungen! Marissa lebt nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Vater in Thailand. Er ist Meeresbiologe und möchte dort die Arbeit seiner Ehefrau fortsetzen. Marissa lernt dort Arielle kennen, die schnell zu ihrer besten Freundin wird. Gemeinsam tauchen sie und lernen, sich mühelos im und unter Wasser zu bewegen. Doch dann kommt 2004 der Tsunami und Arielle kann sich nicht retten. Marissa geht nach New York und wird 2012 erneut mit einer Naturkatastrophe konfrontiert. Bei hr kommen alte Erinnerungen an Arielle wieder hoch, deren Tod sie nie verarbeitet hat. Die Autorin beschreibt in diesem Roman sehr berührend die Gefühle von Marissa und ihre Auseinandersetzung mit der furchtbaren Katastrophe. Es gelingt ihr dabei, auf Effekthascherei zu verzichten, was für mich den Roman sehr bereichert hat. Die beiden Protagonistinnen Marissa und Arielle waren mir sehr sympathisch, ihre Freundschaft absolut nachvollziehbar. Besonders die Gefühle von Marissa, die sich seit dem Tod von Arielle unvollständig fühlt, wurden sehr gut herausgearbeitet. Ihre Schuldgefühle, Arielle nicht gerettet zu haben, konnte ich gut mitfühlen. In wunderbarer Sprache wird auch die Wasserwelt mit ihren Riffen und Meeresbewohnern beschrieben. Ein wenig zu viel war mir allerdings, dass Marissa zum zweiten Mal in die Gefahr einer Naturkatastrophe gerät. Vom Aufbau des Romans durchaus nachvollziehbar, mir war es aber zu viel. Das mag aber auch daran liegen, dass ich als Hörende immer von einer Zeit in die andere springen musste, hier war viel Aufmerksamkeit erforderlich. Merle Wasmuth hat mir als Sprecherin sehr gut gefallen, ihre Stimme passt zum Inhalt des Romans und transportiert Marissas Gefühle gut. Das Cover ist wunderschön und selbst für mich als Covermuffel ein Highlight! Ich empfehle das Hörbuch gerne weiter und gebe ihm verdiente 4 Sterne.!
Ein sehr sehr beruhigend Geschichte Über Freundschaft, Schicksal und Verlust🥹
Melissa und Arielle sind beste Freunde. Seit seid Melissa nach dem Tod ihrer Mutter mit ihr Vater zusammen nach Thailand ausgewandert ist verbindet sich mit Arielle eine tiefe Freundschaft. Sie teilen alles miteinander. Bis zu diesem Tag.

Die Natur wie sie tickt
Ich habe mich auf ein Buch eingelasen, dass nicht zu meinen Alltäglichen Bücher gehört, die ich lese. Doch ich wurde Positiv überrascht. Marisa beschreibt wie es ihr geht ohne ihre Freundin Arielle, die sie beim Tsunami 2004 verloren hat. Sie stellt sich die Frage wie darf man trauen, wie lange soll die Trauerphase sein. Sie wird täglich von Arielle begleitet und sie schafte es auch nicht sie los zu lassen. Was mich auch fasziniert wie beschrieben wierd, wie Tiere eine Naturkatastrophe schon vorher merken und vorher die Flucht ergreiffen und sich zu schützen, wir Menschen leben da leider von "Sensationsgeilheit", was sich ja auch im Buch einwenig wiederspiegelt.
Description
“In equal measure compelling and heart wrenching. ” —Claire Messud
“Overwhelming and exquisite–in a word, sublime.” —Namwali Serpell
“A novel of remarkable delicacy and power.”—Katie Kitamura
An intense, atmospheric novel about the devastating power of friendship, set against the backdrop of two cataclysmic events
After Marissa loses her mother at six, the most intimate relationship of her life begins. Her marine biologist father, determined to channel his grief into completing his wife’s research, whisks her across the globe to Thailand. There she meets Arielle, and a fairytale friendship takes hold. During the week, the girls live at the resort owned by Arielle’s parents; on the weekends they join the tight-knit community of researchers on a nearby island. Together the girls discover the fragile wonders of its reefs, forests, and beaches. Together they learn to dive into the deep, holding their breath for minutes at a time, as effortlessly synchronized as the manta rays they come to know by name. Together they learn to swim their way out of danger. But then comes a wave Arielle can’t outpace, leaving Marissa gutted with loss.
Years later, Marissa is back in New York, adrift and haunted by the memory of her friend. Over the course of two fateful days, as another cataclysm approaches the city and the past comes flooding back, she discovers how to sustain herself in a precarious world.
Book Information
Posts
Man weiß was passieren wird und ist doch unendlich traurig. Eine melancholische Geschichte über die Macht der Natur.
„Unter Wasser“ von Tara Menon ist einer dieser Roman, der mich voll erwischt. Tara Menon erzählt die Geschichte von Marissa und Arielle die gemeinsam in Thailand auf einer Insel im indischen Ozean aufwachsen, die dort die Korallen, die Fische und insbesondere die Mantas erforschen und lieben und dort die große Katastrophe am 26.12.2004 erleben. „Unter Wasser“ ist ein Roman über tiefgreifende Freundschaft, über die Schönheit der Natur, über Verlust und Trauer, über eine die Macht der Natur und die Zerstörungskraft von Wasser und das Trauma, dass die große Katastrophe in den Überlebenden hinterlassen hat. Mich hat der Roman sehr ergriffen. Die Melancholie der Überlebenden, die Traurigkeit, das nicht vergessen können, haben mich mitgenommen und berührt. Tara Menon trifft im ihren Beschreibungen der Emotionen, der Natur, des Verlust den richtigen Ton und die richtigen Worte. Die 208 Seiten haben mich begeistert, daher eine dicke Empfehlung meinerseits. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ „Unter Wasser“ beschreibt bekannte Ereignisse auf sehr eindrückliche Weise, drückt dabei nicht auf die Tränendrüse, obwohl diese schon eins zwei mal geflossen sind. „Ich bleib bei ihnen, bis mir die Luft ausgeht.“ #UnterWasser #TaraMenon #Thailand #NewYork #Tsunami #Melancholie #Mantarochen

Ein stiller, zutiefst bewegender Roman über Freundschaft, Verlust und die Narben, die Katastrophen hinterlassen
„Unter Wasser“ von Tara Menon ist kein lauter Roman. Er ist leise, sanft und beinahe schwebend, zumindest am Anfang. Und vielleicht ist genau das der Grund, weshalb manche ihn als langweilig empfinden. Ich selbst habe das vollkommen anders erlebt. Für mich fühlte sich dieses Buch an wie ein langsames Abtauchen: erst voller Licht, Farben und Wärme, bevor einen die Dunkelheit der Tiefe plötzlich einholt. Die Geschichte beginnt fast zärtlich. Zwei Mädchen finden sich durch Zufall und werden füreinander weit mehr als nur Freundinnen oder Schwestern. Sie wachsen gemeinsam auf, teilen ihr Leben, ihre Gedanken, ihre Ängste und vor allem ihre Liebe zum Meer, den Mantras und das Tauchen. Tara Menon erschafft dabei ein Thailand, das auf den ersten Seiten fast magisch wirkt: das schimmernde Blau des Wassers, Korallen in unzähligen Farben, die faszinierende Unterwasserwelt und dieses Gefühl grenzenloser Freiheit. Man spürt beim Lesen förmlich die Wärme der Sonne auf der Haut und das Salz des Meeres. Doch gleichzeitig blendet der Roman die Schattenseiten dieses Paradieses nie aus. Zwischen all der Schönheit schwingen auch Themen wie Armut, Sexualität, Tourismus und Tierquälerei mit. Dinge, die unter der glänzenden Oberfläche verborgen liegen. Und genau wie das Meer selbst verändert auch dieses Buch irgendwann seine Strömung. Etwa ab der Mitte wird der Ton merklich düsterer, ruhiger und eindringlicher. Die Geschichte bewegt sich unausweichlich auf den 26. Dezember 2004 zu! Auf den Tsunami, der unzählige Leben zerstörte. Die Zeitsprünge zwischen damals in Thailand und knapp zehn Jahre später während Hurricane Sandy in den USA machen deutlich, dass manche Katastrophen nie wirklich enden. Sie leben weiter in Erinnerungen, in Schuldgefühlen, in Narben und in einer Trauer, die einen ein Leben lang unter Wasser hält. Gerade diese Darstellung hat mich tief berührt. Dieses Gefühl, dass ein Leben plötzlich in ein „davor“ und „danach“ zerfällt. Dass Menschen äußerlich weiterleben, innerlich aber irgendwo in jenem Moment zurückbleiben. Der Schmerz wird nicht überdramatisch, sondern still beschrieben und trifft deshalb genau ins Herz. Ich selbst kenne die Bilder der Tsunami-Katastrophe damals nur aus dem Fernsehen. Ich erinnere mich daran, wie man sprachlos vor den Nachrichten saß und währenddessen unbewusst den Atem anhielt. Doch dieses Buch schafft es, zumindest einen winzigen Eindruck davon zu vermitteln, welches unvorstellbare Leid damals geherrscht haben muss. Nicht sensationsgierig, sondern voller Menschlichkeit und Mitgefühl. „Unter Wasser“ ist kein actionreicher Roman und kein Buch, das einen mit Tempo mitreißt. Es ist vielmehr ein stilles, emotionales und atmosphärisches Werk über Verlust, Erinnerung, Schuld und Liebe. Kurz, aber unglaublich eindrucksvoll. Und besonders das Ende erweckt in einem das Bedürfnis, für einen Moment innezuhalten, mit einem Kloß im Hals und einem schweren Herzen ❤️

"Seit Arielle mich verlassen hat, habe ich das Gefühl unter Wasser gefangen zu sein" 💔🖤
Marissa ist gerade einmal sechs Jahre alt, als ihre Mutter bei einem Unfall stirbt. Ihr Vater zieht daraufhin mit ihr nach Thailand 🇹🇭, um die Arbeit seiner verstorbenen Frau als Meeresbiologin fortzuführen. Dort begegnet Marissa Arielle, zwischen den beiden entsteht augenblicklich eine Freundschaft und mehr - eine Seelenverwandtschaft 🤍 Zwei Kinder, die sich finden und die scheinbar nichts voneinander trennen kann. Bis der 26. Dezember 2004 kommt. Was die Autorin danach erschafft, hat mich sprachlos gemacht. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen: Zum einen begleiten wir Marissa 2012 in New York 🗽, kurz bevor ein verheerender Hurricane auf die Stadt trifft. Zum anderen erleben wir die letzten Stunden vor dem Tsunami 2004 in Thailand und schließlich die Katastrophe selbst 🌊 Die Autorin beschreibt Marissas Trauma, ihre Trauer und diese lähmende Form von Verlust so eindringlich, dass ich beim Lesen mehr als einmal innehalten musste 😭 Es sind Sätze voller Schmerz, aber auch voller Wahrheit. Man spürt in jeder Zeile, wie sehr Marissa innerlich noch immer unter Wasser ist. Gefangen zwischen Erinnerungen, Schuldgefühlen und einer Sehnsucht nach einem Leben, das ihr genommen wurde. Gleichzeitig zeigt das Buch etwas sehr Erschreckendes, den Unterschied zwischen Vorbereitung und völliger Ahnungslosigkeit. In New York wird der Hurricane angekündigt, die Menschen werden gewarnt, Vorräte gekauft, Einsatzkräfte mobilisiert 🚨🕯️🥫 Die Katastrophe ist sichtbar, greifbar, berechenbar. Und dann Thailand. Diese Kapitel haben mir das Herz gebrochen 💔 Die Autorin beschreibt einen strahlend schönen Morgen ☀️ Keine dunklen Wolken. Keine Sirenen. Keine Warnungen. Nur diese unheilvolle Stille. Keine Vögel in den Bäumen. Keine Hunde auf den Straßen. Keine Affen. Keine Fische im Wasser. Die Natur wusste längst, dass etwas kommen würde — nur die Menschen wussten es nicht. Über 230.000 Menschen verloren durch den Tsunami im Dezember 2004 ihr Leben. Viele von ihnen wurden niemals gefunden. Und genau dieses Wissen liegt wie ein Schatten über jeder einzelnen Seite dieser Kapitel. Eine Textstelle aus dem Buch hat sich dabei tief in mein Gedächtnis eingebrannt: „Nicht ein einziges Tier, was sich frei bewegen konnte, verlor an diesem Tag sein Leben.“ Dieser Satz ist erschütternd. Weil er so still daherkommt und gleichzeitig alles sagt. Die Tiere spürten die Gefahr 🐘🐒🦜 Sie zogen sich zurück. Doch die Menschen hatten keine Warnsysteme, keine Informationen, keine Chance zu begreifen, was auf sie zukam. Besonders getroffen hat mich auch dieses Zitat: „Am Tag der Welle hörte ich eine Frau sagen: Es ist immer noch so wunderschön. Sie klang perplex, ich verstand ihre Verwirrung. Der Himmel war blau, die Sonne schien hell.“ Genau das macht diese Katastrophe so unfassbar beklemmend. Es gab kein typisches Bild einer drohenden Naturkatastrophe. Kein Unwetter. Keine dunklen Wolken. Kein dramatischer Himmel. Stattdessen Schönheit. Wärme. Ruhe. Und genau darin lag der Horror. Man liest diese Kapitel weiter, obwohl man genau weiß, was passieren wird. Und vielleicht ist genau das das Schlimmste daran. Dieses Wissen. Diese Ohnmacht. Dieses verzweifelte Hoffen, dass doch noch irgendjemand erkennt, was hier passiert. Was mich zusätzlich beeindruckt hat, ist, wie subtil und gleichzeitig eindringlich die Autorin gesellschaftliche und ökologische Themen einwebt: Plastikverschmutzung ♻️, Korallensterben 🪸, die Jagd auf Mantas, Sextourismus. Thailand wird hier nicht romantisiert, sondern als wunderschönes, verletzliches Paradies gezeigt, das von vielen Seiten bedroht wird. Vielleicht hat mich dieses Buch auch deshalb so tief getroffen, weil ich selbst schon durch Thailand gereist bin 🎒🇹🇭 Weil ich die Menschen, ihre Herzlichkeit, ihre Kultur und dieses besondere Lebensgefühl kennenlernen durfte. „Unter Wasser“ zieht einen mit sich 🌊 und er erinnert daran, wie zerbrechlich Menschen, Erinnerungen und ganze Leben sein können.

„Versuche immer mit dem Strom des Meeres zu schwimmen“
Dieses Buch hat mir Thailand näher gebracht. Man hat sich teilweise sehr nahe gefühlt. Ich fand die Beschreibung der Tiere und Pflanzen auch sehr interessant. Ein weiteres Thema, das ich auch richtig toll fand, war die Freundschaft zwischen Arielle und Marissa. Sie stehen füreinander ein komme was wolle. Die Schilderung des Tsunami in Thailand war für mich einfach nur schrecklich. Ich fand die Charaktere wahnsinnig gut dargestellt. Das Lesen war so angenehm und flüssig wie ich es selten habe. Von mir eine klare Leseempfehlung 🌊🩵

Tiefe Freundschaft – tiefes Meer 
Marissa wächst seit ihrem 6sten Lebensjahr in Thailand auf, wo ihr Vater als Meeresbiologe die Forschungsarbeit ihrer verstorbenen Mutter weiterführt. Von klein auf ist die gleichaltrige Arielle Marissas allerbeste Freundin, die beiden sind wie Seelenverwandte, die gemeinsam die Schule besuchen, stundenlang die Natur erkunden, beim Tauchen Riffe erforschen, die faszinierenden Mantarochen mit Namen kennen. Sie können minutenlang tauchen ohne Luft zu holen und kennen alle Strömungen – bis am 26.12.2012 ein gewaltiges Seebeben verheerende Tsunamis an den Küsten des Indischen Ozeans auslöst…  Jahre später lebt Marissa in New York und noch immer begleitet Arielle sie wie ein Schatten überall hin, kommuniziert stumm mit ihr, der Verlust ihrer Freundin ist für sie kaum zu überwinden. Der Roman erzählt aus Marissas Sicht in zwei Zeitebenen 2004 und 2012 über traumhafte Naturschönheit, Freundinnenschaft, über Verlust und Trauer (es gibt keine Begrifflichkeit für den Verlust der besten Freundin/des besten Freundes) und zerstörerische Naturelemente.  Eine fesselnde, einfühlsame Geschichte über eine unvergleichliche Freundschaft und den Umgang mit einer PTB. Lesenswert!
Für mich hätte es etwas mehr Seiten gebraucht, um mich noch mehr mitzunehmen. Dennoch eine sehr gefühlvolle Geschichte ✨
Vielen Dank an @NetGalleyDE und @DuMontAudio für dieses Rezensionsexemplar! Als Hörbuch gehört ☺️ Das Hörbuch ließ sich super hören, die Sprecherin war sehr angenehm 👏 Ich fand den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sehr gut gelungen, man erfährt und versteht immer mehr die Verbindung zwischen Marissa und Arielle ❤️ Auch, wie Marissa Jahre später immer noch leidet und wie ihr Leben sich entwickelt hat weit entfernt von dem Ort, an dem sie aufgewachsen ist. Je weiter wir auf die Katastrophe zusteuern, desto schneller wird auch der Wechsel immer und der Spannungsbogen baut sich auf. Bis die Tragödie passiert.. 🌊💔 Ich bin ja eigentlich eine Fantasy-Leserin, aber dieser Roman konnte mich trotzdem überzeugen ☺️
Weiterleben nach einer verheerenden Naturkatastrophe
Es war das erste Buch, welches ich über die fürchterliche Naturkatastrophe im Adamanenmeer gelesen habe. Tara Menon beschreibt sehr pointiert Melissa's Gefühle zu den Geschehnissen um den 26.12.2004 in Thailand und den Verlust ihrer Freundin Arielle. Melissa durchlebt während ihres Aufenthaltes in New York mit Hurrikan Sandy im Jahr 2012 erneut eine traumatische Zeit. In Gedanken begleitet Arielle sie durch den Alltag und die hysterischen Prophezeihungen der Medien. Ein entscheidender Unterschied zwischen den beiden Unglücken wird von Frau Menon so gut herausgearbeitet. In Thailand und den anderen betroffenen Ländern kam der Tsunami damals absolut überraschend. Es gab sicher Anzeichen, aber nichts wurde eindeutig benannt, gewarnt und gedeutet. Als Sandy sich auf das Festland zubewegt, berichten die Medien minütlich und apokalyptisch. Menschen tätigen spontane Hamsterkäufe, aber Melissa sieht sich im wortwörtlichen 'Auge des Sturms' so ruhig, still und gefasst. Auch beobachtet sie genauestens ihr Umfeld, ihre Mitmenschen. Sie sieht und fühlt, wer schon einmal ein Unglück solchen Ausmaßes erlebt hat und wer nicht, wie Tiere, so viel klüger, rechtzeitig reagieren und flüchten. Es verdeutlicht die Ausnahmesituation und den Schrecken noch. Melissa muss sich durch diesen Hurrikan quälen, standhaft bleiben, um ihre Freundin in Frieden gehen lassen, und wieder heim zu ihrem Vater zu können. Ich hoffe dass ich in Zukunft noch viel von Tara Menon lesen werde.

Zwischen den Wellen der Erinnerung
„Unter Wasser“ ist ein sehr feinfühliges Buch, das mich vor allem durch seine atmosphärischen Natur- und Meeresbeschreibungen überzeugt hat. Tara K. Menon schafft es, das Meer und die Landschaft so lebendig zu beschreiben, dass die Passagen nie langweilig oder unnötig lang wirken. Besonders spannend fand ich den Hintergrund rund um den Thailand-Tsunami 2004. Da man als Leser bereits weiß, worauf die Geschichte hinausläuft, entsteht von Anfang an eine unterschwellige Anspannung, die sich bis zum Schluss durchzieht. Auch der Wechsel zwischen Weihnachten 2004 in Thailand und New York 2012 hat mir grundsätzlich gut gefallen, weil dadurch unterschiedliche Perspektiven und Zeitebenen entstehen. Allerdings waren mir die Rückblicke in der Gegenwartsebene teilweise etwas zu häufig. Viele davon drehen sich erneut stark um 2004, statt mehr über das eigentliche Hier und Jetzt in 2012 zu erzählen.

Thailand, 26.12.2004 – der Tag, an dem über 220.000 Menschen ihr Leben durch einen Tsunami verloren. Zu ihnen gehört auch Arielle, Marissas beste Freundin und Seelenverwandte. „Sie wünschte sich, die Sonne und der Himmel würden Bedauern über das zeigen, was der Ozean getan hatte. Aber die Natur weigerte sich mit gefühlloser Gleichgültigkeit, mit uns zu trauern.“ S. 159 Beide Mädchen wuchsen gemeinsam auf, nachdem Marissa und ihr Vater von New York auf eine kleine Insel nahe Phuket zogen, damit der Vater die Forschungen der verstorbenen Mutter über Mantarochen fortsetzen konnte. Die Wochen verbrachten die Mädchen im Resort von Arielles Familie, aber an den Wochenenden entdeckten sie die Forschungsinsel – schwammen mit Rochen, beobachteten verschiedene Vogelarten, wanderten durch den dichten Wald, fuhren mit dem Kanu zu versteckten Stränden. Solange bis die große Welle kommt. „Das Wasser hat alles bloßgelegt, hat das Land kahl zurückgelassen, die Erde demaskiert.“ S. 138 Nach dem schrecklichen Verlust kehrt Marissa zurück nach New York und versucht einen Umgang mit ihrer Trauer zu finden. Steile These: Das ist das beste Buch des Jahres. Autorin und Professorin Tara Menon schreibt auf eine Weise, die mich nicht nur tief berührt hat, sondern es auch schaffte, dass ich total ins Setting eintauchen konnte. Besonders geliebt habe ich die Fakten und Beschreibungen der Meereslebewesen und der Natur. Ich fand den Kontrast zwischen den Kapiteln sehr gut – die Rückblenden, die über die tiefe Freundschaft und die Abenteuer der Mädchen erzählen, im krassen Kontrast zu den Kapiteln, in denen Marissa zurück in New York versucht die Vergangenheit zu bewältigen.

ein einblick in marissas leben – in den jahren 2004 und 2012: nach dem tod ihrer mutter zieht sie mit sechs jahren mit ihrem vater, einem meeresbiologen, nach thailand. dort wächst sie zwischen forschungsstationen und dem hotel der eltern ihrer besten freundin arielle auf und verbringt mehr zeit unter wasser als an land. doch schnell wird klar: weder 2004 noch 2012 ist alles gut. wer die eckdaten kennt, kann bereits erahnen, dass ein tsunami und ein hurrikan teil dieser geschichte sind – und insbesondere ersterer ein tragischer einschnitt in marissas leben ist, der alles verändert. dieses buch vereint vieles: wunderschöne naturbeschreibungen, eine ganz besondere freundschaft und zugleich dieses einschneidende erlebnis, trauer und eine belastungsstörung, die bis in die gegenwart nachwirkt. mich hat der roman von der ersten seite an gepackt. ich greife gern zu schweren geschichten – und auch hier hat es mich nicht losgelassen. für mich ist das buch ein absolutes highlight, auch wenn die geschilderten ereignisse alles andere als leicht sind. eine große empfehlung – aber nur, wenn ihr euch bewusst auf diese schwere einlassen möchtet. 🌊✨
Sehr bewegend
Anfangs hatte ich etwas Probleme in das Buch reinzukommen, aber die Autorin hat es geschafft, mich nach und nach mehr zu faszinieren. Es geht um viele Themen: innige Freundschaft, Verlust, Trauer, Tourismus, Natur(katastrophen) … Teilweise ist eine Leichtigkeit voller Lebensfreude zu spüren, dann wieder tiefe Verzweiflung. Wunderschöne Naturbeschreibungen und dann Beschreibung der Unerbittlichkeit einer Naturkatastrophe. Nie wird es reißerisch. Der Schreibstil ist eher still, hat für mich aber dennoch eine Sogwirkung entfaltet. Mich wird das Buch sicher noch einige Zeit beschäftigen.
Hatte Tränen in den Augen 🥺
„Unter Wasser“ ist der Debütroman von Tara Menon und hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das Buch hat mich wirklich zu Tränen gerührt und mein Herz schwer werden lassen. Es erzählt von der Liebe zum Meer und zu seinen Bewohnern, von Liebe zwischen Menschen und von echter Freundschaft. Ein Roman, den man so schnell nicht vergisst – besonders wegen der Menschen, die das Schicksal aus diesem Buch tatsächlich erleben mussten.
Wenn Überleben nicht bedeutet, gerettet zu sein 🌊
„Unter Wasser” erzählt nicht einfach von einer Naturkatastrophe. Es erzählt davon, was passiert, wenn ein Mensch überlebt, aber ein Teil von ihm für immer in diesem einen Moment zurückbleibt. Marissa ist sechs Jahre alt, als ihre Mutter stirbt. Ihr Vater, ein Meeresbiologe, zieht daraufhin mit ihr nach Thailand, um dort die Arbeit ihrer Mutter fortzuführen. Dort begegnet Marissa Arielle, und zwischen den beiden entsteht eine Freundschaft, die sich fast schicksalhaft anfühlt. Zwei Mädchen, die gemeinsam aufwachsen, tauchen lernen, die Riffe entdecken, Mantas beobachten und sich in einer Welt bewegen, die genauso magisch wie zerbrechlich ist. 🪸🐚🐠 Dann kommt der 26. Dezember 2004. Der Tsunami. Die Welle, der Arielle nicht entkommen kann. 🌊 Jahre später lebt Marissa in New York, aber innerlich ist sie nie ganz aus Thailand zurückgekehrt. Während 2012 ein Hurricane auf die Stadt zusteuert, wird Marissa erneut mit der Angst vor einer Naturkatastrophe konfrontiert – und mit einer Vergangenheit, die sie nie wirklich losgelassen hat. 🗽🌀 Der Roman erzählt auf zwei Zeitebenen: Marissa in New York, kurz vor dem Hurricane, und Marissa in Thailand, in den Stunden vor dem Tsunami. Gerade dieser Wechsel hat mich so gepackt. In New York gibt es Warnungen, Vorbereitung, Vorräte, Sirenen, Einsatzkräfte. In Thailand dagegen gibt es diesen strahlend schönen Morgen. Blauer Himmel. Sonne. Ruhe. Und genau das macht es so unfassbar beklemmend. ☀️🌴 Man hört weiter, obwohl man weiß, was passieren wird. Vielleicht ist genau das das Schlimmste daran: dieses Wissen. Diese Ohnmacht. Dieses Hoffen, dass doch noch jemand versteht, was da gerade kommt. Tara Menon beschreibt Marissas Trauma so eindringlich, dass ich beim Hören mehr als einmal kurz pausieren musste. Marissa wirkt wie jemand, die äußerlich weiterlebt, aber innerlich noch immer unter Wasser ist. Gefangen zwischen Erinnerung, Schuld, Verlust und der Sehnsucht nach einem Leben, das in einem einzigen Moment zerbrochen ist. 💔 Was ich außerdem stark fand: Das Buch macht Thailand nicht einfach nur zur schönen Kulisse. Es zeigt diesen Ort als wunderschön, aber auch verletzlich. Themen wie Plastikverschmutzung, Korallensterben, die Jagd auf Mantas und Sextourismus werden nicht plakativ erzählt, sondern liegen wie feine Risse unter der Oberfläche der Geschichte. 🪸🌏 Auch als Hörbuch hat mich „Unter Wasser” sehr überzeugt. Merle Wasmuth liest Marissa mit einer Verletzlichkeit, die nie übertrieben wirkt. Ihre Stimme bleibt oft ruhig, fast zurückgenommen – und genau dadurch treffen die emotionalen Szenen noch härter. Sie bringt dieses Gefühl von innerer Erstarrung, Erinnerung und unausgesprochener Trauer sehr fein rüber. Für mich hat ihre Interpretation die Geschichte noch intensiver gemacht. 🎧✨ „Unter Wasser” ist kein leichtes Buch, aber ein wichtiges. Es ist für alle, die Geschichten mögen, die nicht nur schön geschrieben sind, sondern wirklich nachhallen. Für alle, die Bücher über tiefe Freundschaften, Trauma, Verlust, Naturgewalt und langsames Wiederauftauchen lieben. Und für alle, die sich von einer Geschichte gern komplett mitnehmen lassen – auch wenn es weh tut. 📖🖤 Für mich war dieses Hörbuch anders als vieles, was ich sonst höre. Leise, schmerzhaft, atmosphärisch und unglaublich eindringlich. Danke an NetGalley und den Dumont-Verlag für das Rezensionsexemplar. 🤍✨

Aus dem Schmerz aufzutauchen ist so kraftvoll ✨
Als Kind geht Marissa nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Vater nach Thailand. Er ist Meeresbiologe und sie bleiben dort. Es entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen ihr und Arielle, einem Mädchen im Resort. Sie erleben eine gemeinsame Kindheit und die unfassbare Schönheit des Meeres und deren Bewohner. Mit einem schlimmen Tsunami ändert sich das Leben vollständig. „Aber meist ist Zerstörung etwas Stilles, Subtiles, Eintöniges.“ Eine sehr sehr innige Freundschaft. Die Geschichte wird von Marissa erzählt und man erfährt, dass sie sich von dem Verlust von Arielle nie erholt hat. Leider verliert sie sie auch noch in den Tiefen ihres geliebten Meeres. Die Mädels waren gegenseitig Halt, Zuhörer, Seelenpartner und haben gemeinsam die Tiefe des Meeres geliebt. Freundschaft gibt einem im Leben sehr viel Halt. Ich konnte mich da so gut reinfühlen. Des Weiteren fand ich die genauen Beschreibungen von der Natur wunderschön. Ich habe viel über Meerestiere und Thailand kennengelernt. Ein schmerzhafter Verlust, der Marissa lange verfolgt. Ich denke Arielle ist auf eine gewisse Art der Ersatz für Marissa‘s Mutter gewesen. Zum zweiten Mal verliert Marissa eine enge, weibliche Bezugsperson. Sie schwimmt und schafft es nicht mehr richtig aus ihrem Schmerz aufzutauchen. Traurig, aber sehr schön geschrieben.
60/2026 Under Water/Unter Wasser
Vom Thema hätte ich so viel erwartet. Freundschaft, coming of age, tragisches Schicksal, Infos über den Tsunami von 2004. Da hat soviel drin gesteckt und doch hat es mich nicht erreicht. Auf halben Weg (nach 41%) habe ich die Sprache gewechselt, weil ich dachte, dass es mich dann mehr mitreißt. Dass war leider trotzdem nicht der Fall. Ich schätze die vielen zeitlichen Wechsel und dann noch zusätzlich immer wieder diverse unterschiedliche Rückblicke innerhalb der verschiedenen Zeitebenen waren einfach too much. Schade eigentlich! Audiobook (Bookbeat)

UNTER WASSER Tara Menon ET: 14.04.26 Ich sitze jetzt schon seit über einer Stunde vor dem PC und versuche, diese Rezension zu schreiben. Doch die Worte kommen nicht. Sie bleiben irgendwo stecken, zwischen Kopf und Herz. Immer wieder schweifen meine Gedanken ab, treiben davon – genau wie beim Lesen dieses Buches. Ja, dieses Buch hat mich tief bewegt. Mit einer vorher gelesenen Inhaltsangabe hätte ich gewusst, worauf ich mich einlasse. Doch so habe ich einfach unbedarft die erste Seite aufgeschlagen und die Überschrift „Thailand, 25. Dezember 2004“ gelesen. Und in genau diesem Moment war alles da. Die Erinnerung. Das Gefühl. Dieses Ziehen in der Brust. Für einen kurzen Augenblick wollte ich das Buch wieder schließen. Einige von euch wissen, dass ich seit 26 Jahren in Thailand lebe. Ich hatte damals das unbeschreibliche Glück, über Weihnachten in Deutschland zu sein. Andere hatten dieses Glück nicht. :( Meine Nachbarin hat an diesem Tag in Khao Lak vielen Menschen an einem ganzen Strandabschnitt das Leben gerettet. Diese Geschichte hat mich erschüttert. So viele schlimme Schicksale – und auch wenn die Protagonistin hier fiktiv ist, könnte genau so ein Schicksal ausgesehen haben: Marissa und Arielle lernen sich als Kinder kennen. Arielles Eltern besitzen ein Hotel auf Phuket. Da die beiden unzertrennlich sind, leben sie unter der Woche dort und gehen zur Schule, während sie die Wochenenden bei Marissas verwitwetem Vater verbringen, einem Meeresbiologen, auf einer vorgelagerten Insel vor Phuket. Dort tauchen sie mit Mantas, schwimmen durch Mangroven und lernen alles über den Schutz der Meere. Doch während sie erwachsen werden, ahnen sie nicht, dass eine gewaltige Welle ihre Freundschaft für immer beenden wird. In diesem Erzählstrang gelingt es der Autorin auf eindrucksvolle Weise, Thailand in all seinen Facetten zu zeigen – mit seiner Schönheit, aber auch mit unbequemen Wahrheiten. Ein zweiter Handlungsstrang führt uns in das Jahr 2012 nach New York, in die Geburtsstadt von Marissas Eltern, wo sie seit dem Tsunami lebt. Gerade steuert ein Hurrikan auf die Stadt zu. Doch Marissa scheint die Bedrohung gar nicht wahrzunehmen. Seit Arielles Tod ist sie innerlich verloren, kämpft mit Schuldgefühlen und einer tiefen Depression. „Seit Arielle mich verlassen hat, habe ich das Gefühl, unter Wasser gefangen zu sein. Ich finde den Weg an die Oberfläche nicht mehr.“ (S. 68) Was für ein unglaublich intensives, schmerzhaft schönes Buch. Tara Menon verwebt große Themen wie Umweltzerstörung, Gewalt gegen Frauen – und macht daraus keine Anklage, sondern eine Geschichte, die unter die Haut geht. Leise, aber unaufhaltsam. Fazit: Ein zutiefst berührendes, atmosphärisches Buch, das lange nachhallt. Für mich schmerzhaft, traurig und gleichzeitig wunderschön. Ein Buch, das man nicht nur liest, sondern fühlt. 5/5

Atmosphärisch, emotional und voller wunderschöner Unterwasserbilder. 🌊
Manche Bücher fühlen sich an wie ein Ort, an den man nach dem Lesen zurückkehren möchte. Unter Wasser von Unter Wasser war für mich genau so ein Buch. Auf zwei Zeitebenen erzählt Tara Menon die Geschichte von Marissa, die als Kind mit ihrem Vater nach Thailand zieht und dort Arielle kennenlernt. Zwischen Korallenriffen, Mantarochen und der kleinen Insel mit Forschungsstation entsteht eine Freundschaft, die beinahe magisch wirkt — bis der Tsunami 2004 alles zerstört. Jahre später verfolgt Marissa die Erinnerung an Arielle noch immer, während Hurrikan Sandy New York trifft und alte Traumata wieder aufbrechen. Was mich an diesem Roman besonders begeistert hat, war die Atmosphäre. Die Beschreibungen der Unterwasserwelt sind so bildhaft und intensiv, dass man beim Lesen selbst das Gefühl hat, durch warmes, tropisches Wasser zu tauchen. Gleichzeitig zeigt der Roman aber auch die zerstörerische Kraft der Natur und wie eng Orte mit Erinnerungen und Verlust verbunden sein können. Vor allem das Kapitel, in dem sich der Tsunami langsam ankündigt und die Tiere längst reagieren, während die Menschen noch nichts ahnen, hat mich unglaublich beeindruckt. Diese unterschwellige Bedrohung war so eindringlich beschrieben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Und trotzdem: Als ich das Buch beendet hatte, wollte ich noch längst nicht gehen. Für mich hätte dieser Roman problemlos 200 Seiten mehr haben können, einfach weil ich noch viel länger in dieser Welt und mit diesen Figuren bleiben wollte.

Unter der Oberfläche der Erinnerung
Unter Wasser erzählt von großen, schweren Themen: Umweltzerstörung, Naturkatastrophen, Gewalt an Frauen, Verlust und Trauer. Und doch ist es kein lautes Buch. Es kommt ohne dramatische Zuspitzungen aus, stattdessen entfaltet es seine Wirkung leise, eindringlich und mit einer Intensität, die sich nach und nach unter die Haut schiebt. Im Mittelpunkt steht Marissa, deren Geschichte sich auf zwei Zeitebenen entfaltet. Zum einen begleiten wir sie im Jahr 2012 in New York, zum anderen führt uns der Roman zurück ins Jahr 2004 nach Thailand. Dort erleben wir gemeinsam mit ihr und ihrer besten Freundin Arielle eine unbeschwerte Kindheit voller Nähe zur Natur: Die beiden tauchen, erkunden ihre Umgebung und teilen eine tiefe, fast selbstverständliche Freundschaft. Doch gleichzeitig ist Unter Wasser auch die Geschichte eines Verlustes, denn Marissa hat Arielle verloren. Gerade diese Verbindung aus Vergangenheit und Gegenwart macht den Roman so eindringlich. Als Leser*innen tauchen wir tief in Marissas Gedanken- und Gefühlswelt ein und erleben, wie Erinnerungen, Trauer und Schuld miteinander verwoben sind. Besonders gelungen ist der Autorin die Darstellung der Natur. Sie zeigt nicht nur ihre Schönheit, sei es in den lebendigen Bildern Thailands oder in stillen Momenten im Central Park , sondern auch ihre Verletzlichkeit. Die Bedrohung und Zerstörung der Umwelt schwingt immer mit und verleiht der Geschichte eine zusätzliche Tiefe. Was dieses Buch so besonders macht, ist seine ruhige Erzählweise. Es baut keine großen dramatischen Höhepunkte auf, sondern zieht einen langsam hinein. Die Geschichte entfaltet sich behutsam, beinahe unmerklich, und bleibt gerade deshalb lange im Gedächtnis. Leseempfehlung. 4,5/5 Sterne
Wow - genau deshalb liebe ich das Lesen. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und es hat mich völlig mitgerissen und erst wieder losgelassen, als ich die letzte Seite beendet hatte. Wir befinden uns im Jahr 2012: Marissa streift durch ein New York, das sich auf einen drohenden Hurrikan vorbereitet. Überall Warnungen - doch sie ist wie so oft in Gedanken versunken. Gedanken, die sie zurückführen zu ihrer Freundschaft mit Arielle, die am 26. Dezember 2004 in Phuket ihr tragisches Ende findet. Die meisten wissen, welches verheerende Ereignis sich hinter diesem Datum verbirgt. Der fürchterliche Tsunami, der so vielen Menschen das Leben nahm. So schwer dieses Thema auch ist - es dominiert den Roman nicht. Im Gegenteil: Ein Großteil der Geschichte ist von einer beinahe greifbaren Leichtigkeit getragen. Man spürt die Sonne Thailands auf der Haut, taucht mit Arielle und Marissa ins Meer ein und erlebt ihre Freundschaft in all ihren Facetten - intensiv, lebendig und zutiefst berührend. Mit 'Unter Wasser' ist Tara Menon ein vielschichtiiger Roman gelungen, der große Emotionen einfängt, ohne je überladen zu wirken. Die Balance zwischen Schönheit und Schmerz ist fein abgestimmt und wirkt lange nach. Wer Geschichte über Freundschaft, das Meer und die Tiefe menschlicher Verbindungen liebt - und auch vor melancholischen Momenten nicht zurückschreckt - sollte dieses Buch unbedingt lesen. Absolute Empfehlung.

Welche Farbe hat eigentlich das Meer?
Ein Buch zwischen Freundschaft, Veränderungen und das gleichzeitige beschrieben der Schönheit und Zerbrechlichkeit der gewohnten Welt. Ich mochte es sehr, dass neben der zwischenmenschlichen Geschichte, es immer wieder interessante Gedanken und Missstände gab, welche mit Fakten rund ums Meer sich zu einer interessant Geschichte zusammen gewebt wurden. Super aktuelle und voller Themen, welche uns alle als Menschen betreffen! ✨
Ein Buch, das unter die Haut geht
Als Marissa sechs Jahre alt ist, verliert sie ihre Mutter bei einem Autounfall. Ihr Vater führt daraufhin die Forschungsarbeiten seiner Frau weiter und zieht mit Marissa nach Thailand, wo sie Arielle kennenlernt. Die beiden Mädchen verbindet bereits nach kurzer Zeit eine innige Freundschaft - bis an einem Tag im Dezember 2004 Thailand von einem Tsunami erfasst wird und Arielle dabei ums Leben kommt. Malerisch und voller Details schildert Tara Menon den Alltag der Mädchen. Wie sie eins mit dem Wasser werden, mit den Mantarochen schwimmen und unzählige andere Meereslebewesen beobachten. Auf einer zweiten Zeitachse, 8 Jahre später, begleiten wir Marissa an einem Tag, der sie die damaligen Geschehnisse erneut durchleben lässt. Marissa lebt in New York und der Hurrikan Sandy ist kurz davor auf die Küste zu treffen. Sie läuft den Tag über durch die Stadt, hat noch Erledigungen zu machen. Und die bildhaften, wenn auch emotionslosen Erzählungen aller Details, die sie sieht, lassen den Leser nach und nach spüren, wie sie sich fühlt: stumpf, vom Leben zurückgelassen, wie in Watte gepackt, wie... unter Wasser. Schleichend wird dem Leser bewusst, dass hier unterschwellig die Form einer PTBS beschrieben wird. Nach und nach wird greifbar, was der Verlust ihrer besten Freundin mit Marissa gemacht hat. Ihr Leben wirkt farblos, ohne intrinsische Motivation etwas daraus zu machen. Sie hat einen eintönigen Job, kein Sozialleben, schläft einmal die Woche mit einem fremden Mann, den sie danach nie wiedersieht. Marissa will in Gesellschaft alleine sein und damit kapselt sie sich von sich selbst und ihrer Vergangenheit ab. Die Art und Weise, wie dem Leser das Gefühl des Verlusts beigebracht wird, ist einzigartig. Eine bedrückende Schwere schwebt zwischen den Zeilen und erweckt nach und nach tiefes Mitgefühl für Marissa. An einigen Stellen habe ich wirklich Tränen in den Augen gehabt und eine Gänsehaut bekommen und ich weiß, ich werde dieses Buch irgendwann noch einmal lesen um mich dann jedem Detail zu widmen.
Eine Geschichte die mich leider nicht Überzeugen konnte
Ich war so gespannt auf dieses Buch. Die Geschichte klang unglaublich intensiv, voller Emotionen, Natur und einer besonderen Freundschaft. Und ja… genau deshalb habe ich mich auch für das Rezensionsexemplar gemeldet. Der Einstieg hat mich auch direkt abgeholt. Diese Verbindung zwischen Marissa und Arielle, das Meer, diese besondere Atmosphäre das hatte wirklich etwas. Aber im Laufe der Geschichte hat es mich leider verloren. Für mich war es stellenweise sehr langatmig. Die vielen Beschreibungen rund um Flora und Fauna waren zwar sicher gut recherchiert, haben mich aber oft aus der Geschichte rausgezogen. Dazu kamen Begriffe und Details, bei denen ich ehrlich sagen muss: Ich habe nur noch Bahnhof verstanden. Und genau da ist für mich die emotionale Verbindung ein Stück weit verloren gegangen. Ich wollte fühlen. Ich wollte mitgehen. Aber stattdessen habe ich mich immer wieder dabei ertappt, dass ich gedanklich abschweife. Das heißt nicht, dass das Buch schlecht ist. Ich glaube einfach, dass es Leserinnen und Leser gibt, die genau diese Tiefe und diese Art zu erzählen lieben werden. Für mich persönlich hat es leider nicht zu 100% funktioniert.
Eine Freundschaft so tief wie das Meer
„Unter Wasser“ hat mich von der ersten Seite an vollkommen in seinen Bann gezogen. Im Mittelpunkt stehen zwei Freundinnen, die gemeinsam in einem thailändischen Paradies aufwachsen – umgeben von einer Natur, die sie prägt, überwältigt und sie tief mit dem Meer verbindet. Dieses Meer gibt ihnen alles, bis eine Naturkatastrophe ihr Leben von einem Moment auf den anderen zerreißt und ihnen genau dieses Paradies alles nimmt. Im Zentrum der Geschichte steht ihre außergewöhnlich tiefe Freundschaft. Die Verbindung zwischen den beiden ist intensiv, fast selbstverständlich und geprägt von einer Nähe, die weit über das Gewöhnliche hinausgeht. Sie berührt, öffnet das Herz und lässt einen spüren, was wahre Freundschaft bedeutet. Besonders eindrucksvoll an dem Roman ist für mich aber auch, wie stark diese Naturverbundenheit eingefangen wird. Das Meer ist nicht nur Kulisse, sondern ein eigener, lebendiger Raum – geheimnisvoll, schützend und gleichzeitig voller Tiefe. Die Liebe zum Wasser und zu dieser verborgenen, eigenen Welt im Blau des Ozeans zieht sich durch jede Seite und verleiht der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre. Aber Tara Menon zeigt nicht nur die Schönheit der Natur, sondern auf ergreifende Weise, was Naturkatastrophen mit Menschen machen können – wie sie sich ins Gedächtnis einbrennen, wie sie Leben nachhaltig prägen und wie lange ihr Schatten bestehen bleibt. Diese Nachwirkungen sind leise, aber allgegenwärtig und machen die Geschichte so authentisch. Und das führt auch zum vielleicht stärksten Aspekt des Buches: der Kontrast zwischen der atemberaubenden Schönheit der Natur und ihrer unbändigen Kraft, alles zu zerstören. Genau dieses Spannungsfeld macht „Unter Wasser“ so intensiv: Es ist eine Liebeserklärung an das Meer – und gleichzeitig eine Erinnerung daran, dass es sich niemals vollständig zähmen lässt.

Geschichte einer Mädchenfreundschaft und den Folgen des Tsunamis
"Selbst Wochen danach hatte ich immer, wenn ich schluckte, den Geschmack des Meeres im Mund". Es ist 2012, und ein Hurrikan zieht auf. Marissa lebt in New York, und während sich andere Menschen auf den Sturm vorbereiten, sucht Marissa die Konfrontation mit den Elementen. Acht Jahre zuvor lebt sie als Jugendliche in Thailand, wo ihr Vater als Meeresbiologe arbeitet. Zusammen mit ihrer Freundin Arielle badet sie im Meer und beobachtet die Mantas, liest Romane im Baumhaus und lernt in der Schule. Doch der 26.12.2004 zerstört alles. Als Überlebende des Tsunamis leidet Marissa an den traumatischen Nachfolgen. Arielle ist tot - und doch ist sie immer bei ihr. Trauer, Freundschaft und Schuldgefühle wechseln sich ab mit wunderschönen Beschreibungen über das Meer und dessen Bewohner. Marissa in ihrer Trauer hat mir unendlich Leid getan und ich fand es schön, wie diese Mädchenfreundschaft im Fokus des Romans stand. Am Ende wurden die Folgen des Tsunamis beschrieben. Auch zwischendurch finden sich immer wieder Hinweise auf die Vergänglichkeit des Lebens und dem Überlebenswillen der Natur. Ich fand die Geschichte stark und die Sprünge zwischen der hellen, atmosphärischen, blumigen und aquamarinen Welt Thailands und dem grauen, windigen New York haben mich ziemlich erschüttert. Das Buch wird definitiv ein Herzensbuch für mich bleiben.

Starke Kontraste
Ich liebe die Unterwasserwelt! Würde ich mich in ein Tier verwandeln dürfen, so würde es so etwas anmutiges wie den Mantarochen wählen. Wie oft ich schon bereut habe, dass ich nicht vor zehn Jahren eine Gelegenheit beim Schopf gepackt habe und mit ihnen geschwommen bin. Die Gelegenheit, dieses Buch zu verpassen, wollte ich gar nicht erst aufkommen lassen. Marissa lebt nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Vater auf einer kleinen Insel vor Phuket in Thailand. Er ist Meeresbiologe und sein Wissen überträgt sich auf seine Tochter. Sie freundet sich mit Arielle an, und die beiden verbringen viel Zeit im und unter Wasser. Doch wenn wir auf das Datum schauen, so wissen wir, dass sich ein großes Drama ankündigt. Es ist Weihnachten 2004 und die meisten von uns werden in Erinnerung haben, was am 26. Dezember passierte. Auf einer zweiten Zeitebene 8 Jahre später erfahren wir, dass Arielle nicht mehr lebt. Marissa trägt die Freundin wie einen, für andere, unsichtbaren Geist mit sich herum und kann den wiederkehrenden Albträumen nichts entgegensetzen. Anstatt das Trauma zu verarbeiten, verliert sie sich in Erinnerungen und sieht Arielle an jeder Straßenecke stehen. Aber auch New York droht eine Naturgewalt, denn der riesige Hurricane Sandy steuert auf die Metropole zu. Wie in Trance bewegt sich Marissa durch die Stadt, erinnert sich an ihre Freundin und nimmt wahr, wie sich das Leben vor ihren Augen verändert. Sie selber scheint keinen Schutz zu wollen. Es ist ein bisschen, als wenn sie ihrer Freundin nacheifert Die PTBS steht auf dieser Ebene für uns Leser*innen im Mittelpunkt. Mir kam das Setting in New York ebenfalls wie ein Unterwasserbild vor. Marissa scheint verzweifelt Luft zu brauchen und kommt nicht an die Oberfläche, sondern versinkt in einer Depression. Das war bedrückend zu lesen. Die Erinnerungen an eine unbeschwerte Zeit in Thailand ist ein starker Kontrast. Alles wirkt hell, türkis, voller Lebensfreude und unbeschwerter Jugend. Die sich anbahnende Katastrophe ist schon beim Erkunden der Lektüre in meinem Kopf präsent, trotzdem wollte ich mich gerne dem schwerelose Gefühl hingeben. Umso krasser ist dann das Bild der Zerstörung. Menon hält auch hier mit deutlichen Bildern nicht hinterm Berg. So schön sinnlich die Zeit vor der großen Welle ist so entsetzlich und herzzerreißend ist sie danach Diese Kontraste erhöhten bei mir die Herzfrequenz ziemlich. Der Sog, den dieses Buch dabei entwickelte, war nicht zu ignorieren – ich hab den Text an einem Tag gelesen. Dabei ist es sprachlich unglaublich gut komponiert. Die Ansprache an die verstorbene Freundin war sehr berührend und zeigt deutlich, wie sich Marissa entwickelt. Bereichernd empfand ich auch die eingestreuten Fakten über meeresbiologische Zusammenhänge. Insbesondere hat mir der Input über Mantarochen sehr gefallen. Ich hab unglaublich viel über diese Tiere gelernt. Und sowas liebe ich in Büchern ganz besonders! Ein Roman für Meeresliebhaber*innen, die sich im Blau verlieren können und sich dennoch der archaischen Kraft bewusst sind. Aber auch Menschen, die einen gut geschriebenen Roman über eine zerbrochene Freundschaft und die Auswirkungen von Trauer lesen möchten, sind mit diesem Buch gut beraten. Ich empfehle es sehr.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
„Unter Wasser" von Tara Menon hat mich auf eine sehr besondere Weise berührt. Vor allem die unaufgeregte, wunderschöne Sprache habe ich sehr genossen - der Schreibstil ist ruhig, feinfühlig und gleichzeitig atmosphärisch. Besonders begeistert haben mich die Beschreibungen der Tiere und der Unterwasserwelt. Man merkt beim Lesen, wie viel Liebe und Recherche in diesen Details steckt. Die Natur wirkt dadurch lebendig und beinahe greifbar. Auch die Freundschaft zu Arielle hat mich sehr bewegt. Trotz der geringen Seitenzahl konnte ich eine Verbindung zu den Figuren aufbauen und habe mich ihnen von Anfang an nahe gefühlt. Scheinbar beiläufig setzt sich die Autorin auch noch mit globalen Problemen wie Armut, Umweltverschmutzung, Wilderei und (Sex)Tourismus auseinander. Gerade diese eher "stumme" Kritik hat den Roman für mich noch lesenswerter gemacht. Ein stilles, warmes und wunderschön geschriebenes Buch, das ich sehr gern gelesen habe.
Zwischen Meer und Melancholie
Unter Wasser von Tara Menon ist ein Roman mit einer sehr schönen, teilweise poetischen Sprache, auch wenn einige Stellen etwas holprig sind. Die Geschichte ist insgesamt deutlich düsterer, als das Cover vermuten lässt, und zwischen den Zeilen liegt immer wieder eine leise Traurigkeit. Im Mittelpunkt steht Marissa und der Verlust ihrer besten Freundin Arielle. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen: einerseits ihre gemeinsame Vergangenheit in Thailand, andererseits Marissas Leben in New York Jahre später. Am Anfang sind die beiden Ebenen noch klar getrennt, aber mit der Zeit verschwimmen sie immer mehr. Ich fand, dass das gut zu Marissas innerem Zustand passt. Man merkt, dass sie den Verlust nie richtig verarbeitet hat und oft noch in der Vergangenheit lebt. Besonders gefallen haben mir die Beschreibungen von Thailand. Ich konnte mir gut vorstellen, wie das Leben dort aussieht, die Natur, das Tauchen und die Meeresforschung. Gleichzeitig zeigt das Buch nicht nur die schönen Seiten Thailands, sondern auch die Schattenseiten des Tourismus und wie junge Frauen dort teilweise wenig respektvoll behandelt werden. Diese Mischung hat mir gut gefallen. Trotzdem hatte ich beim Lesen oft das Gefühl, dass noch mehr in der Geschichte steckt, als letztlich erzählt wird. Gerade die familiären Beziehungen und auch Arielle selbst hätte ich gern noch etwas besser kennengelernt. Sie wirkt rebellisch und sehr schwermütig, bleibt durch Marissas Perspektive aber immer ein Stück weit auf Distanz. Auch fehlte mir bei der Freundschaft die Tiefe. Ähnlich ging es mir mit der Geschichte insgesamt. Ich konnte zwar mit Marissa mitfühlen, war ihr aber nie wirklich nah. Deshalb hat mich das Buch emotional nicht ganz so erreicht, wie ich es mir erhofft hatte, auch wenn ich viele Aspekte in der Geschichte wirklich mochte. Alles in allem ist es ein gutes Buch mit einer besonderen Atmosphäre und starken Bildern, bei dem ich mir an einigen Stellen noch mehr Tiefe und Nähe zu den Figuren gewünscht hätte. *unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar
Nachdem Marissa mit nur sechs Jahren ihre Mutter verliert, zieht sie mit ihrem Vater, einem Meeresbiologen, nach Thailand. Dort trifft sie auf Arielle, und zwischen den beiden entwickelt sich eine einzigartige Verbindung. Während sie unter der Woche im Resort von Arielles Eltern leben, verbringen sie die Wochenenden in der unberührten Natur der Riffe. Sie werden eins mit dem Meer und kennen jeden Mantarochen beim Namen. Doch diese Idylle wird durch eine riesige Welle jäh zerstört. Jahre später begegnen wir Marissa in New York wieder: orientierungslos und noch immer verfolgt von den Geistern der Vergangenheit. Zunächst mal: Der Titel ist so wunderbar zweideutig, denn natürlich denkt man zuerst an die Tsunami-Welle und deren zerstörerische Auswirkung, erst beim Lesen merkt man, dass die Protagonistin in keinsterweise einen Groll gegen das Meer hegt, sondern es immer noch als ihr Zuhause ansieht. Tara Menon verzichtet während des gesamten Buches bewusst darauf, das Jahrhundertereignis reißerisch auszuschlachten. Stattdessen fokussiert sie sich fast ausschließlich auf das Band zwischen den Freundinnen und darauf, was ein solches Trauma mit dem Innenleben eines Menschen macht. Man bekommt einen beklemmend echten Einblick in die Geschehnisse vor Ort, ohne dass jemals das Gefühl von Sensationsgier aufkommt. Starke Punkte: - Authentizität und intime Einblicke - Fokus auf die Kraft der Freundschaft - Tiefgang ohne Voyeurismus Für Fans von: - leisen, charaktergetriebenen Romanen über lebensverändernde Ereignisse - Geschichten, die den Wert von Freundschaft über alles andere stellen Zitat: "Wenn die Leute erfahren, dass ich an jenem Tag dort war, fragen sie mich, ob ich Familienangehörige verloren habe. [...] Wenn ich Nein sage, sehe ich die Erleichterung in ihrem Blick. Nach ein paar Jahren wurde mir klar, dass man nur um ganz bestimmte Menschen trauern darf. [...] Aber zu lange um jemanden zu trauern, mit dem man nur befreundet war, ist verpönt."
»Seit Arielle mich verlassen hat, habe ich das Gefühl, unter Wasser gefangen zu sein. Ich finde den Weg an die Oberfläche nicht mehr.« (78) 💔 Marissa hat den Tsunami am 26.12.2004 in Thailand überlebt, aber sie hat ihre beste Freundin Arielle dabei verloren. Ihre beste Freundin, die wie eine Schwester für sie war und mit der sie jeden Tag zusammengelebt hat. Sie haben gemeinsam die Schulzeit und den Alltag 🥭🌶️ ; an den Wochenenden ihre Zeit auf der Forschungsinsel, auf der Marissa’s Vater forscht, und im Ozean mit den majestätischen Mantarochen verbracht. Wie lebt man nach dem Verlust der besten Freundin weiter? Wie geht das Leben nach dem Überleben? Auf zwei Zeitebenen erzählt der Roman von dieser innigen Freundinnenschaft 2004 und von Marissa’s Leben in 2012. Obwohl Arielle’s Tod von Beginn an klar ist, hat mich das Buch nicht mehr losgelassen und wurde gerade durch die Sprache, Erzählstil und der feinfühligen und intensiven Auseinandersetzung mit den Themen Trauer, Verlust, Freundschaft & Natur für mich zum Page Turner. »Einige dieser Leute nennen es die Welle, als wäre es nur die eine gewesen.« (86) 🌊 »UNTER WASSER« 🌊 von Autorin & Professorin Tara Menon (übersetzt aus dem Englischen von Simone Jakob) ist ein fiktiver Roman, der sehr gut recherchiert ist. Die Art und Weise wie bspw. Fakten über Meereslebewesen - insbesondere Mantarochen - , Naturereignissen oder auch Passagen zur Trauer und Freundschaft eingeflochten worden sind, machen diesen Roman aus. Einige Themen (zB in Arielle’s Familie) werden nicht auserzählt, was — ich kann hier nur für mich sprechen — meinen Lesefluss und Gedanken nicht gestört hat. Mich hat der Roman und diese wunderschöne Freundinnenschaft vor dem Setting von zwei katastrophalen Naturereignissen sehr berührt. 🩵🩷 Ich freue mich auf alles, was wir hoffentlich noch von dieser tollen Autorin lesen werden.

Wieviele Blaus kennt man?
Unter Wasser - hat bei mir zunächst andere Erwartungen geweckt, überrascht aber mit einer einfühlsamen Geschichte über Freundschaft und Verlust. Die Beziehung der Figuren wirkt authentisch und berührt ohne Kitsch. Besonders stark ist der Umgang mit dem Thema Tod – leise, respektvoll und mit Blick darauf, was über das Leben hinaus bleibt. Ein ruhiges, nachdenkliches Buch, das lange nachhallt.
Ein Buch, das bereits dich sein Äußeres besticht. Ein richtiger Blick ins Meer. Cover und Titel passen außerdem auch sehr gut zum Inhalt. Der Schreibstil ist an sich sehr gut zu lesen. Auch die Kapitel sind von angenehmer Länge. Ab und an wird in den Gegenwart-Kapiteln allerdings doch sehr spontan in die Vergangenheit gesprungen, woran ich mich erst gewöhnen musste und weshalb man auch konzentriert bleiben sollte, da es sonst etwas verwirrend sein kann. Marissa als Protagonistin zu begleiten ist wie sie selbst. Ein bisschen verwirrend, emotional und mit einem tiefen Blick in menschliche Abgründe. Was ein großer Verlust mit einem machen kann und wie tief Erlebtes in einem verankert bleibt und den Alltag und vor allem die Gedanken beatimmt. Ich habe das Buch als sehr mitreißend empfunden. Zum einen sehr informativ und richtig schön beschreibend über die Flora und Fauna in Thailand, sowie der Wert richtig guter Freundschaft. Aber eben auch, wie man daran zerbrechen kann derartiges zu erleben und damit weiter zu leben. Am Ende aber auch, wie man es schaffen kann, zumindest langsam und etwas zu heilen. Ein tolles Buch!
Thailand, 2004: Marissa ist 6 Jahre alt, als sie ihre Mutter bei einem Unfall verliert. Ihr Vater beschließt, die Forschungsarbeit seiner Frau fortzusetzen und zieht mit Marissa nach Thailand. Dort lernt Marissa Arielle kennen, die beiden werden beste Freundinnen. Unter der Woche leben sie auf dem Festland im Urlaubsressort von Arielles Eltern, ihre Wochenenden verbringen sie auf der Insel bei Marissas Vater und seiner Crew. Sie gehen tauchen, lernen, sich im Wasser zu bewegen und schwimmen mit den Mantarochen. An Weihnachten 2004 reißt eine Katastrophe Arielle aus Marissas Leben. New York, 2012: Marissa ist nach dem Tsunami zurück nach New York gezogen, doch Arielle begleitet sie noch immer auf Schritt und Tritt in ihren Gedanken. Sie leidet unter einer PTSD. Im Oktober 2012 bedroht ein Hurricane die Stadt, doch Marissa scheint die Gefahr nicht wirklich sehen zu können. Tara Menon verwebt in ihrem Roman "Unter Wasser" die Themen Naturkatastrophen und Freundschaft auf unvergleichliche Weise miteinander. Marissa und Arielle verbindet so viel, ich bin sehr, sehr gerne in ihre Freundschaft eingetaucht und war zugleich bestürzt, da das tragische Ende ihrer Verbindung bereits mit der ersten Seite feststeht. Erzählt wird der Roman abwechselnd 2004 in Thailand und 2012 in New York, wobei ich den Thailand-Erzählstrang als stärker empfunden habe als Marissas Spaziergang durch New York. Ich habe zuvor noch kein Buch gelesen, das sich mit dem Tsunami 2004 in Thailand beschäftigt, umso interessanter, aber auch krasser fand ich diesen Text. Hinzu kommt, dass die Autorin auch auf den Übertourismus in Thailand, Wilderei und sexuelle Belästigung aufmerksam macht. Tara Menons Roman schwankt zwischen der Schönheit der Naturbeschreibungen und ihrer Brutalität - für mich ausgesprochen gut gelungen! Übersetzt von Simone Jakob.

eindrucksvoll & aufwühlend schmerzhaft & grausam
ein traurig schönes Buch! eine traurig schöne Freundschaft! Schon der Epilog hat mir Gänsehaut beschert, die Länge der wechselnden Kapitel der Jahre 2004 und 2012 war genau richtig. Die Beschreibung der Tierarten und der Mythologie waren großartig und nie 'zu viel' oder nervig! Ich bleibe zurück mit einem dicken Kloß im Hals! "Ich bleibe bei ihnen, bis mir die Luft ausgeht."
🌊Inhalt Die Gesellschaft redet ihr ein, dass Verlust nur dann wirklich schmerzt, wenn man mit dem Opfer verwandt oder verliebt war. Doch Marissa ist auch Jahre später noch von dem Trauma gezeichnet, ihre beste Freundin durch eine Naturkatastrophe verloren zu haben … 🌊 Rezension Ein Buch über Verlust, Trauma und Katastrophen klingt schwer – und ist es auch. Doch der leichte Schreibstil sorgt dafür, dass man trotzdem tief eintaucht, ohne erdrückt zu werden. Durch Rückblicke in Marissas Vergangenheit wird die enge Freundschaft zu Arielle greifbar und lebendig. Genau das macht es so herzzerreißend zu lesen, wie sehr Marissa noch immer mit dem Verlust kämpft, denn man versteht, was sie verloren hat. Dabei ist das Wasser das zentrale Motiv des Buches: Es steht für Marissas größte Liebe und zugleich für ihren tiefsten Schmerz. diese Ambivalenz zieht sich bittersüß durch jede Seite. Wer ein Buch mit viel Plot und einem klassischen Happy End sucht, wird hier nicht fündig. Aber wer sich auf ein stilles, gefühlvolles Leseerlebnis einlassen will, das von der Schönheit der Natur und der Bedeutung von Freundschaft erzählt, der wird von diesem Buch noch lange nachdenken. 🌊 Bewertung & Empfehlung Eine Sommerlektüre der besonderen Art: kein Urlaubsroman im klassischen Sinne, aber genau das richtige Buch für ruhige Stunden am Wasser mit Tiefgang. ⭐️⭐️⭐️⭐️/ 4 Sterne
Dieses Buch hat mich tief berührt und ich habe die 200 Seiten an einem Stück gelesen, weil ich das Buch nicht mehr beiseite legen wollte. Eine ausführliche Beschreibung über die Schönheit der Natur, super atmosphärisch und schön gestaltet und zeitgleich wird einem die Naturgewalt durch Tsunami und Hurrikan aufgezeigt. Eine Geschichte über tiefe Freundschaft, Trauer und Schuldgefühle. Ganz intensiv und ehrlich. Und keine Sorge... nur die ersten drei Seiten sind komisch... der Leser wird später verstehen, worum es geht!
Hat meine Erwartungen leider nicht erfüllen können
Hatte mir mehr erhofft… der schreibstil ist nett aber nichts besonderes finde ich. Die Beschreibungen der Unterwasser Welt und der Natur waren schon schön aber jetzt auch keine 10/10. gegen Ende war es dann schon spannend und mitreisend, aber ganz abgeholt hat es mich leider nicht.
Zwei Katastrophen in einem Roman...
"Unter Wasser" von Tara Menon ist das Debüt der Autorin. Ich habe den Roman als Hörbuch gehört eingelesen von Merle Wasmuth. Das Debüt ist der Autorin wirklich gut gelungen! Marissa lebt nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Vater in Thailand. Er ist Meeresbiologe und möchte dort die Arbeit seiner Ehefrau fortsetzen. Marissa lernt dort Arielle kennen, die schnell zu ihrer besten Freundin wird. Gemeinsam tauchen sie und lernen, sich mühelos im und unter Wasser zu bewegen. Doch dann kommt 2004 der Tsunami und Arielle kann sich nicht retten. Marissa geht nach New York und wird 2012 erneut mit einer Naturkatastrophe konfrontiert. Bei hr kommen alte Erinnerungen an Arielle wieder hoch, deren Tod sie nie verarbeitet hat. Die Autorin beschreibt in diesem Roman sehr berührend die Gefühle von Marissa und ihre Auseinandersetzung mit der furchtbaren Katastrophe. Es gelingt ihr dabei, auf Effekthascherei zu verzichten, was für mich den Roman sehr bereichert hat. Die beiden Protagonistinnen Marissa und Arielle waren mir sehr sympathisch, ihre Freundschaft absolut nachvollziehbar. Besonders die Gefühle von Marissa, die sich seit dem Tod von Arielle unvollständig fühlt, wurden sehr gut herausgearbeitet. Ihre Schuldgefühle, Arielle nicht gerettet zu haben, konnte ich gut mitfühlen. In wunderbarer Sprache wird auch die Wasserwelt mit ihren Riffen und Meeresbewohnern beschrieben. Ein wenig zu viel war mir allerdings, dass Marissa zum zweiten Mal in die Gefahr einer Naturkatastrophe gerät. Vom Aufbau des Romans durchaus nachvollziehbar, mir war es aber zu viel. Das mag aber auch daran liegen, dass ich als Hörende immer von einer Zeit in die andere springen musste, hier war viel Aufmerksamkeit erforderlich. Merle Wasmuth hat mir als Sprecherin sehr gut gefallen, ihre Stimme passt zum Inhalt des Romans und transportiert Marissas Gefühle gut. Das Cover ist wunderschön und selbst für mich als Covermuffel ein Highlight! Ich empfehle das Hörbuch gerne weiter und gebe ihm verdiente 4 Sterne.!
Ein sehr sehr beruhigend Geschichte Über Freundschaft, Schicksal und Verlust🥹
Melissa und Arielle sind beste Freunde. Seit seid Melissa nach dem Tod ihrer Mutter mit ihr Vater zusammen nach Thailand ausgewandert ist verbindet sich mit Arielle eine tiefe Freundschaft. Sie teilen alles miteinander. Bis zu diesem Tag.

Die Natur wie sie tickt
Ich habe mich auf ein Buch eingelasen, dass nicht zu meinen Alltäglichen Bücher gehört, die ich lese. Doch ich wurde Positiv überrascht. Marisa beschreibt wie es ihr geht ohne ihre Freundin Arielle, die sie beim Tsunami 2004 verloren hat. Sie stellt sich die Frage wie darf man trauen, wie lange soll die Trauerphase sein. Sie wird täglich von Arielle begleitet und sie schafte es auch nicht sie los zu lassen. Was mich auch fasziniert wie beschrieben wierd, wie Tiere eine Naturkatastrophe schon vorher merken und vorher die Flucht ergreiffen und sich zu schützen, wir Menschen leben da leider von "Sensationsgeilheit", was sich ja auch im Buch einwenig wiederspiegelt.






















































