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Kann man machen
Habe dieses Jahr doch noch Buch No. 51 drangehängt und über Lucinda gelesen. Lucinda ist magersüchtig und ihre Geschichte wird erzählt aus der Sicht ihrer Schwester. Diese ist ganz und gar eingenommen von ihr, durchlebt den Wahnsinn mit der ganzen restlichen Familie und wird doch irgendwie völlig allein gelassen mit ihrer Gefühlswelt. Malina tut mir während des ganzen Buches so unendlich leid, genau wie die Katze, die kann am wenigsten für ihre Lage. Eine ungesunde Dynamik haben auch Lucindas und Malinas Eltern, die ganze Familie wirkt im Buch einfach nur kalt, unreflektiert und seltsam. Isa, die Mutter, regt mich sogar richtig auf. Lucinda macht mich auch irgendwie sauer - ich will sie das ganze Buch über verstehen, nachvollziehen, wie alles so weit kam… stattdessen kommt nur Frust auf und ich finde sie zum Ende hin nur noch bescheuert. Das Gleiche gilt für Robert beziehungsweise Jarvis. Der Schreibstil ist subtil und poetisch, manches wird auf ganz merkwürdige Art vermittelt und wirklich alle wirken auf mich maximal verkorkst. Insgesamt kommt mir die Handlung ein wenig zu konstruiert, zu melodramatisch vor - trotzdem wird wenig in die Tiefe gegangen, mehr Fragen bleiben offen als beantwortet werden. Und was ist „der Keller“ mit der Matratze bitte für ein merkwürdiges Zimmer? Alles in allem ganz interessant gemacht, aber auch nicht mehr…
Dec 30, 2024
Kann man machen
Habe dieses Jahr doch noch Buch No. 51 drangehängt und über Lucinda gelesen. Lucinda ist magersüchtig und ihre Geschichte wird erzählt aus der Sicht ihrer Schwester. Diese ist ganz und gar eingenommen von ihr, durchlebt den Wahnsinn mit der ganzen restlichen Familie und wird doch irgendwie völlig allein gelassen mit ihrer Gefühlswelt. Malina tut mir während des ganzen Buches so unendlich leid, genau wie die Katze, die kann am wenigsten für ihre Lage. Eine ungesunde Dynamik haben auch Lucindas und Malinas Eltern, die ganze Familie wirkt im Buch einfach nur kalt, unreflektiert und seltsam. Isa, die Mutter, regt mich sogar richtig auf. Lucinda macht mich auch irgendwie sauer - ich will sie das ganze Buch über verstehen, nachvollziehen, wie alles so weit kam… stattdessen kommt nur Frust auf und ich finde sie zum Ende hin nur noch bescheuert. Das Gleiche gilt für Robert beziehungsweise Jarvis. Der Schreibstil ist subtil und poetisch, manches wird auf ganz merkwürdige Art vermittelt und wirklich alle wirken auf mich maximal verkorkst. Insgesamt kommt mir die Handlung ein wenig zu konstruiert, zu melodramatisch vor - trotzdem wird wenig in die Tiefe gegangen, mehr Fragen bleiben offen als beantwortet werden. Und was ist „der Keller“ mit der Matratze bitte für ein merkwürdiges Zimmer? Alles in allem ganz interessant gemacht, aber auch nicht mehr…
Dec 30, 2024





