... trotzdem Ja zum Leben sagen
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Ein Psychiater (üb)erlebt das KZ
… trotzdem Ja zum Leben sagen ist kein Buch, das man „einfach so nebenbei“ liest/hört. Sprachlich ist es anspruchsvoll und setzt sowohl geschichtliches Grundwissen als auch ein gewisses Verständnis psychologischer Begriffe voraus. Gerade für mich als geschichtsinteressierte Psychologiestudentin war es deshalb jedoch unglaublich faszinierend. Viktor Frankl schildert seine Erfahrungen in den Konzentrationslagern nicht dramatisierend oder emotional ausschlachtend, sondern bemerkenswert sachlich und nüchtern - was das Erzählte umso eindringlicher macht. Die schlimmsten Zustände und grausamsten Erlebnisse werden teilweise fast beiläufig erwähnt – was gut zu der beschriebenen Apathie und dem psychischen Überlebensmodus passt. Spannend fand ich den Fokus auf das seelische Überleben. Das Buch ist nicht nur ein Zeugnis körperlicher Grausamkeit, sondern vor allem eine präzise Analyse dessen, was Menschen unter extremsten Bedingungen innerlich trägt oder zerbrechen lässt. Immer wieder geht es um Sinnfindung im Leiden, um Hoffnung, um psychologische Mechanismen und um die Frage, was den Menschen selbst unter unmenschlichsten Bedingungen noch ausmacht. Dabei vermeidet Frankl pauschale moralische Urteile. Vielmehr beobachtet und analysiert er – stellenweise fast medizinisch oder psychologisch distanziert –, was das Buch gleichzeitig sehr besonders macht. Man merkt dem Werk allerdings auch deutlich sein Alter an. Der Sprachstil (seit 1946 wohl unverändert) wirkt heute teilweise sperrig und ungewohnt, was das Buch nicht immer leicht zugänglich macht. Trotzdem hat mich das Hörbuch nachhaltig beschäftigt und ich habe bis zu dieser Bewertung einige Tage darüber nachgedacht. Obwohl ich bereits viel über die NS-Zeit gelesen und gesehen habe, konnte mir Frankls Perspektive noch einmal etwas völlig Neues vermitteln: nicht nur historisch, sondern auch psychologisch und philosophisch. Insgesamt ein wichtiges, kluges und eindringliches Werk, das weniger emotional überwältigt als vielmehr zum Nachdenken zwingt.
Hoffnung zwischen den Trümmern der Menschlichkeit
Dieses Buch ist kein gewöhnliches Werk der Psychologie. Es ist ein Zeugnis des Überlebens – nicht nur des Körpers, sondern vor allem der Seele. Viktor E. Frankl schreibt in „…trotzdem Ja zum Leben sagen“ nicht mit Pathos, sondern mit einer stillen, beinahe nüchternen Klarheit über das Unvorstellbare: seine Zeit in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten. Und gerade diese Klarheit trifft mitten ins Herz. Was mich tief bewegt hat, ist das radikale Menschsein, das Frankl selbst im Angesicht des Entsetzlichsten nicht aufgibt. Inmitten von Hunger, Gewalt, Entmenschlichung, wo alles Sinnlose überhandnimmt, stellt er die vielleicht größte Frage: Wofür lebe ich? Seine Antwort ist keine billige Hoffnung, sondern eine philosophische Überzeugung, geboren aus dem Leiden selbst: Der Mensch ist frei, sogar im Leiden, eine Haltung einzunehmen. Diese Erkenntnis ist nicht abstrakt, sondern wurde in Baracken, bei Zwangsarbeit, im Angesicht des Todes geboren. Frankls Logotherapie, seine psychologische Antwort auf existenziellen Schmerz, ist mehr als Theorie. Sie ist gelebte Philosophie. Das Zusammenspiel von Psychologie und Philosophie in diesem Buch fühlt sich nicht konstruiert an, sondern wie eine einzige, dringliche Suche nach Sinn. Nicht trotz, sondern wegen des Grauens, das er erlebt hat. Dabei vermeidet Frankl jegliches moralische Urteil oder emotionale Überhöhung. Er beschreibt beobachtend, mitfühlend, fast medizinisch, was es heißt, Mensch zu bleiben in einer Welt, die alles Menschliche vernichten will. Das macht dieses Buch so kraftvoll: Es schreit nicht, es flüstert. Und doch hallt es lange nach. „…trotzdem Ja zum Leben sagen“ ist ein zutiefst menschliches Buch über Unmenschlichkeit. Es verbindet die dunkle Realität der NS-Konzentrationslager mit einer psychologischen und philosophischen Tiefe, die tröstet, ohne zu beschönigen. Wer begreifen will, wie der Mensch selbst im Abgrund noch Sinn finden kann, wird hier nicht nur Antworten finden – sondern auch Demut. „Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie.“ ~ Nietzsche
Erwartungsgemäß erschreckend und berührend, jedoch sehr anspruchsvoll.
Der österreichische Psychologe Viktor E. Frankl musste mehrere Jahre in unterschiedlichen deutschen Konzentrationslagern verbringen. In seinem Buch „…Trotzdem Ja zum Leben sagen“ beschreibt Frankl die unterschiedlichen Phasen der Gefangenschaft und beschreibt diese aus psychologischer Sicht. Neben dem notwendigen „Mindset“, welches nötig war, um die unfassbar grausame Zeit überleben zu können, geht Frankl auch auf Themen wie Sexualität, Religion oder Kunst im KZ ein. Ich muss hier in meiner Bewertung differenzieren. Inhaltlich ist dieses Buch wichtig und lehrreich. Es berührt und erschreckt immer wieder aufs Neue, auch wenn vieles bekannt ist. Wäre dies mein erstes Buch zu dieser schrecklichen Thematik, hätte ich ggf. zusätzlich anders bewertet, für mich persönlich gab es wenig Neues. Etwas unfair vielleicht, denn ich habe deutlich spätere Werke eben früher gelesen. Neu war für mich die psychologische Kurzbetrachtung nach der Befreiung und die Beschreibung der Depersonalisation und deren Folgen. Dies wiederspricht mM hingegen dem Klappentext, in dem es heißt „Die Erinnerungen sollen Kraft zum Leben geben“. Was ich ebenfalls schwer bewerten kann, ist der Schreibstil. Dieser hat sich seit Ersterscheinung 1946 scheinbar nicht anpassen lassen und ist entsprechend anspruchsvoll. Selbst bei Verzicht oder Abänderung einiger sehr alter -und mir teilweise nicht bekannter Wörter, würde dies am Stil nur bedingt etwas ändern. Flüssiges Lesen war mir nicht möglich, mehrfach musste ich Seiten mehrmals lesen und war danach trotzdem nicht schlauer. Zugegeben, wird auch an mir liegen😅 Als „neutraler“ Leser ohne engere Verbindung zur Psychologie, würde ich zur Aufarbeitung und zum Lehren andere Bücher empfehlen. Ob es sich um ein Werk handelt, welches bei der Selbstfindung hilft oder zum Mut machen anregt, möchte ich nicht beurteilen.

Ein etwas anderer Bericht über das „Leben“ im KZ. Wie macht ein Mensch anderen Menschen Hoffnung in einer Zeit und an einem Ort an dem kaum Hoffnung besteht den nächsten Tag zu überleben. Frankl ist Psychologe und genau so betrachtet er die Zeit. Mit viel Überlebenskampf macht er anderen Mut, um vielleicht nicht selbst die Hoffnung und den Verstand zu verlieren, mit dem täglichem Gewalt, Terror und Tod umzugehen.
KZ von innen Der 35-Jährige Wiener Neurologe und Psychiater Viktor Frankl wird von den Nazis gefangen genommen und nacheinander in vier KZs verschleppt und muss dort unter entsetzlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Er hat überlebt und schreibt 1946 dieses kleine Buch, eine nüchterne Analyse der psychischen und physischen Auswirkungen auf sich und die Mithäftlinge während und nach der Lagerhaft. Er beleuchtet die Facetten der Menschlichkeit und der Unmenschlichkeit und erwähnt Überlebensstrategien im Konzentrationslager. Sehr bewegend
Das Vorwort von Ariadne von Schirach, Enkelin des Wiener Gauleiters ist analytisch brillant, auf unsere aktuelle Zeit bezogen und sehr treffend. (Abgedruckt in der Ausgabe vom Kösel Verlag)
Viktor E. Frankls "…trotzdem Ja zum Leben sagen" ist weit mehr als ein autobiografischer Bericht über das Überleben in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Es ist ein zutiefst menschliches, philosophisches und psychologisches Werk, das sich mit der zentralen Frage beschäftigt: Was gibt dem Leben Sinn; selbst unter den grausamsten Bedingungen? Frankl beeindruckt nicht nur durch seine geistige Klarheit, sondern vor allem durch seine innere Haltung. Inmitten von Hunger, Gewalt, Entmenschlichung und ständigem Tod verliert er nie den Blick für das Wesentliche: die innere Freiheit des Menschen. Besonders eindrucksvoll ist seine Erkenntnis, dass dem Menschen zwar alles genommen werden kann: Besitz, Würde, Sicherheit, sogar das Leben selbst, aber nicht die Freiheit, seine Haltung zu wählen. Dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch und verleiht ihm seine enorme emotionale und philosophische Tiefe. Frankl zeigt, dass Sinn nicht in äußeren Umständen entsteht, sondern in der inneren Entscheidung, wie man ihnen begegnet. Seine Beobachtungen im Lager sind nüchtern, präzise und frei von Pathos. Gerade diese Sachlichkeit macht das Erzählte so erschütternd. Frankl verzichtet auf dramatische Überhöhung und erreicht dadurch eine umso stärkere Wirkung. Er analysiert menschliches Verhalten unter extremem Druck, sowohl das Zerbrechen als auch die unglaubliche Fähigkeit zur inneren Stärke, Solidarität und Hoffnung. Was mich an Frankl besonders beeindruckt, ist seine konsequente Weigerung, sich dem Hass hinzugeben. Stattdessen entwickelt er aus seinen Erfahrungen eine zutiefst humanistische Lebensphilosophie: Sinn kann selbst im Leiden gefunden werden, wenn der Mensch ihm eine Bedeutung gibt. Diese Haltung ist weder naiv noch beschönigend, sondern radikal ehrlich. Frankl erkennt das Leid an, aber er lässt sich nicht von ihm definieren. Seine Logotherapie, die im Hintergrund des Buches immer präsent ist, wirkt nicht konstruiert, sondern organisch aus der Erfahrung heraus entstanden. Sie verleiht dem Text eine zusätzliche Tiefe: Das Buch wird nicht nur zur Zeugenschaft, sondern zu einem stillen Aufruf zur Verantwortung für das eigene Leben. Für mich ist Viktor E. Frankl eine zutiefst beeindruckende Persönlichkeit. Seine Klarheit, seine innere Stärke und sein unerschütterlicher Glaube an die Würde des Menschen machen ihn zu einer außergewöhnlichen Figur der Geistesgeschichte. " …trotzdem Ja zum Leben sagen" ist dabei vielleicht sein eindringlichstes Werk. Eines, das nicht nur gelesen, sondern innerlich verarbeitet werden will. Fazit: Dieses Buch verändert den Blick auf Leid, Sinn und menschliche Freiheit. Es ist erschütternd, klug, tief bewegend und letztlich hoffnungsvoll. Ein Werk, das lange nachhallt und dessen Gedanken sich leise, aber nachhaltig im eigenen Denken festsetzen. Ich habe sehr viel geweint.
Faszinierend!
Ich bin absolut fasziniert über die sachliche Erzählweise des Autors. Für mich war es sehr emotional und schwer zu hören, durch welche Grausamkeiten er und die anderen Opfer gezwungen wurden. Eine spannende neue Analyse und Perspektive über die Psychologie in den KZs, vor allem für mich als Traumapädagogin wahnsinnig faszinierend. Große Empfehlung!
Anspruchsvolle Einordnung eines Überlebenden
Sei darauf gefasst, dass das Buch im Jahr 1977 geschrieben wurde - der Schreibstil ist anspruchsvoll. (Der Autor wurde im Jahr 1905 geboren.) Ehrlicherweise habe ich mir die metaphysische Conference* im hinteren Teil gespart. Ansonsten ist das Buch herausragend und gibt tiefe Einblicke in die Seele der Traumatisierten. Trotzdem werden nicht alle in eine Schublade gesteckt, sondern differenziert betrachtet. Der Autor beschreibt den Versuch Hoffnung zu entwickeln in den wahrhaftig dunkelsten Stunden und gibt auch einen Ausblick auf die Posttraumazeit.

4 ⭐️⭐️⭐️⭐️
Mehrere Jahre mußte der österreichische Psychologe 👨⚕️ Victor E. Frankl in deutschen Konzentrationslagern verbringen. Doch trotz all des Leids, das er dort sah und erlebte, kam er zu dem Schluss, dass es selbst an Orten der größten Unmenschlichkeit möglich ist, einen Sinn im Leben zu sehen.
Ein Bericht der anderen Art
"Was den Menschen zum Menschen macht, ist nicht das Streben nach Glück, sondern vielmehr die Fähigkeit, dem Leiden einen Sinn zu geben." Das war mal ein ganz anderes NS/Holocaust Buch! Ich würde dieses Werk als psychologischen Bericht klassifizieren. Viktor Frankl gibt uns in dieser Analyse einen tiefen Einblick in seine Erfahrungen als KZ-Häftling und in die psychologischen und philosophischen Prozesse, die während dieser Zeit in ihm und seinen Mithäftlingen vorgingen. Während es zahlreiche Bücher über die Gräueltaten der NS-Zeit gibt, hebt sich dieses Werk ab, indem es die Psyche der Insassen in den Fokus rückt –während der Haftzeit und in den Jahren danach. Frankl schildert, wie die extreme Entmenschlichung und das unerträgliche Leid die Gefangenen auf eine existentielle Reise schickten, bei der sie trotz allem Sinn und Hoffnung finden mussten. Dabei zeigt er, dass es nicht allein um das Überleben ging, sondern darum, das Leben selbst unter den widrigsten Umständen als bedeutungsvoll zu erfahren. Wie kann man in so einer Situation jahrelang Hoffnung schöpfen und sich nicht für den Freitod entscheiden? Seine Analysen, die aus seinem Hintergrund als Psychiater und Philosoph entspringen, machen das Buch aus meiner Sicht einzigartig. 💡 Besonders beeindruckend finde ich, wie Frankl nicht nur über den Alltag im Lager spricht, sondern auch über die psychischen Nachwirkungen. Die Herausforderung, nach der Befreiung ein neues Leben zu beginnen und den Erlebnissen eine Bedeutung zu geben. Es ist ein Werk, das den Leser über die Kraft der Resilienz, die Suche nach Sinn und die ungebrochene Stärke des menschlichen Geistes lehrt. 🌟🌟🌟🌟🌟 5 Sterne für diesen Bericht ganz anderer Art. Diese Lektüre ist kein gewöhnlicher Bericht über die NS-Zeit. Es ist eine Einladung, das eigene Leben und die eigene Haltung zum Leid zu reflektieren. Eine unbedingte Empfehlung für alle, die verstehen möchten, wie der Mensch unter den schlimmsten Umständen dennoch Hoffnung finden kann. #TrotzdemJaZumLebenSagen #ViktorFrankl #Lesetipp #Philosophie #Psychologie #Buchrezension #Inspiration #SinnDesLebens #Buchliebe #Bookstagram #Bookrecs #Booktok #NSZeit #Holocaust #Auschwitz #Dachau #Birkenau #Konzentrationslager #KZ
Für mich war dieses Buch eine ungewöhnliche und sehr besondere Lektüre. Es schildert den Holocaust nicht nur aus der Sicht eines Überlebenden, sondern verbindet diese Erfahrung mit der wissenschaftlichen Perspektive eines Psychologen. Genau das hat es für mich so eindringlich gemacht: Das Grauen im Konzentrationslager wird nicht nur erzählt, sondern auch in seinen seelischen und menschlichen Dimensionen verständlicher gemacht. Besonders bewegt hat mich, wie Viktor Frankl immer wieder zeigt, dass selbst im tiefsten Leid noch ein Rest an Freiheit bleibt – die Freiheit, eine innere Haltung zu wählen und dem Leben Sinn zu geben. Das hat mich zum Nachdenken gebracht, weit über die Geschichte hinaus. Trotz dieser Hoffnung bleibt der Schrecken immer spürbar. Die Grausamkeiten verlieren nichts an ihrer Wucht, und gerade die Nüchternheit, mit der Frankl sie beschreibt, macht sie umso eindrücklicher. Für mich ist das Buch ein sehr wichtiges Zeugnis. Es hat mir eine ganz neue Sichtweise eröffnet – auf den Holocaust, auf menschliches Leid und auf die Frage, wie man selbst mit schwierigen Situationen im Leben umgehen kann.
Packend bis zum Schluss
Mich hat das Buch von Anfang an gepackt und ich würde es jedem einmal empfehlen. Bemerkenswert finde ich es, die klare Sicht eines Menschen zu entdecken, die hautnah das KZ überlebt hat. Viktor E. Frankl ist klar in seiner Schreibweise , wobei ich hier und da bisschen Schwierigkeiten hatte. Er lässt einen, seine Erlebnisse hautnah miterleben und man hat das Gefühl die Erinnerungen selbst wie in einem Film vor seinem inneren Auge wahrnehmen zu können. Tolles Buch.

KZ Psychologie aus einer ganz anderen Sicht
Auf Empfehlung zum Thema „Sinn des Lebens“ bin ich auf dieses Werk gestoßen und da mich das Buch auch als Historikerin angesprochen hat, dachte ich mir ich gebe diesem schweren Thema eine Chance. Die Sichtweise eines Überlebenden mit dem Psychologischen Hintergrund eröffnet mir eine grundlegend neue Ansicht auf dieses Thema und auch wenn man es auf eigene Lebensfragen übertragt: welche Rolle spielen die Liebsten für einen? Welchen Sinn hat das Leben? Leben um des Lebenswillen und wie Menschen auf ihr absolutes Nichts reduziert werden und dennoch weiter- und überleben. Die Beschreibungen und Wiedergaben sind nichts für schwache Nerven, aber der Inhalt sehr lohnend.

Ein weiteres Buch, dem ich keine Sterne gebe, da die geschilderten Erlebnisse und Ereignisse einfach nicht mit simplen Sternchen bewertet werden können oder sollen. Frankl schreibt zwar von seinen Erfahrungen in den Konzentrationslagern der Nazis, nimmt dabei aber eine andere Perspektive ein, als von üblichen Brerichten gewohnt. Der Psychologe übernimmt die Führung, nicht die Person. So führt uns Frankl die einzelnen Überlebensstrategien vor Augen und wie Menschen auf die schrecklichen Gegegebnheiten in den Lagern reagieren. Er analysiert, auch sich selbst. Daraus zieht er Schlüsse, die auch wir vom 21. Jahrhundert verwöhnten Leser im Alltag verwenden können. Doch das wissen, dass durch diese inneren Bilder und Gedanken Menschen durch den Zweiten Weltkrieg gekommen sind, lassen unsere First World Problems nichtig werden. Mir war die Verbindung von psychologischen Ansichten und Erlebnisbericht völlig neu, was nicht heisst, dass mich die geschilderten Tatsachen unberührt liessen. Gerade die eher nüchterne Betrachtungsweise lässt die Schrecken klar hervortreten und lassen uns nicht mehr los. Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, dieses Buch zu lesen. Jedem, der das Thema des Zweiten Weltkrieges irgendwie verleidet ist, empfehle ich, es mal mit Viktor Frankl zu versuchen. Aber grundsätzlich finde ich sowieso, dass Titel wie dieser hier, von möglichst vielen Menschen gelesen werden sollten.
Absolut bemerkenswerter Mensch und Schriftsteller. Ich bin der Meinung diese Lektüre sollte jeder gelesen haben.
Viktor beschreibt seine Erlebnisse im Konzentrationslager aus psychologischer Sicht. Welche Überzeugungen die Menschen am Leben gehalten haben und welche Phasen sie durchlaufen haben. Absolut sachlich und wichtig! Mehr denn je in der heutigen Zeit. Bewegend und bemerkenswert
Starker mann mit bleibenden Erlebnissen
Aus diesem Buch nehme ich vor allem mit, dass auch in der unmenschlichsten und unwürdigsten Umgebung ein Funke Hoffnung besteht. Der Abschnitt als erzählt wird wie die gschwächten Häftlinge aus der Erdbaracke krochen um den Sonnenuntergang zu geniessen uns sich daran zu freuen, blieb mir besonders.
Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager Auf jeden Fall eine spannende Biografie, jedoch zeitweise schwer zu lesen. Etwas ganz anderes, als Biografien über Konzentrationslager die ich bisher schon gelesen habe. Am Ende kann man noch die Synchronisation in Birkenwald "dem Toten Vater" lesen📚. Das Theaterstück war jetzt nicht mein Fall, aber die Biografie war schon sehr aufwühlend und man hat viel dazu gelernt. Vor allem das es wichtig ist, trotzdem Licht im Dunkeln zu sehen ❤️

Eines der wichtigsten Bücher für mich - ich habe viel über mich selbst, Leid und den Sinn im Leben gelernt.
Eine echte und teilweise sehr grafische Darstellung aus dem Leben im KZ und dem, was das psychisch macht. Es enthält viele praktische Hinweise, die sich leicht auf das eigene Leben und den Umgang mit Leid und Herausforderungen anwenden lassen. Ich bin begeistert und ein großer Fan.
22. Buch im Jahr 2024 Ich bin gerade dabei eine Hausarbeit über den Autor und ganz speziell auch dieses Buch zu schreiben. Deswegen bin ich sehr dankbar, dass es mir sogar als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde. Als wir im dazugehörigen Seminar mit dem Thema beschäftigt haben war ich so beeindruckt von Victor E. Frankl, dass ich mich unbedingt mehr mit dem Thema beschäftigen wollte. Es geht hier um seine Zeit im KZ und darum, dass er trotzdem versucht einen Sinn dahinter zu finden. Ich finde so etwas immer so bewundernswert. Trotzdem war dieses Buch keine leichte Kost, denn das Leben im KZ kann man nunmal nicht beschönigen und zu der Lektüre gehört eben auch dazu wie das Leben dort aussah und was er und seine Mitinsassen erleben mussten. Trotzdem - und das impliziert der Titel ja auch schon irgendwie - geht es in dem Buch auch ganz viel um Hoffnung und Sinnfindung. Ich habe das Buch gelesen und war wirklich so gerührt von seiner Geschichte und seinem absolut starken Charakter. Die Lektüre hat mir wirklich gut gefallen und ich werde mich wahrscheinlich noch eine ganze Weile damit beschäftigen. Ich kann das Buch auch auf jeden Fall empfehlen wenn man sich mal mit der NS-Zeit beschäftigen möchte, aber eben nicht nur mit den düsteren Aspekten. Von mir gibt es 4,5⭐ für dieses bewundernswerte Buch.
Ein Psychologe erlebt das Konzentrationlager
Viktor E. Frankl, geboren 1905 und verstorben 1997, war ein österreichischer Neurologe und Psychiater. Als Begründer der Logotherapie – einer Therapie durch Sinnfindung – hat er zahlreiche Werke verfasst, wobei eines seiner bekanntesten Bücher das hier rezensierte „... trotzdem Ja zum Leben sagen“ aus dem Jahr 1946 ist. Dieses Buch schildert seine Erlebnisse als Gefangener in den Konzentrationslagern Theresienstadt, Auschwitz und Türkheim. Der Bericht teilt sich in zwei Hauptteile. Der erste beschäftigt sich intensiv mit Frankls Erfahrungen in den Konzentrationslagern, indem er die drei zentralen Phasen, die ein Häftling durchläuft, herausarbeitet: die Ankunft im Lager, das alltägliche Lagerleben und schließlich die Phase nach der Befreiung. Frankls akribische Beobachtungen seiner eigenen und der Emotionen seiner Mitgefangenen sind hierbei ebenso aufschlussreich wie herzzerreißend. Das Drama „Synchronisation in Birkenwald“, welches seine Erlebnisse verarbeitet, bildet den zweiten Teil des Buches. Frankl gelingt es auf eindrückliche Weise, eine Brücke zwischen seiner persönlichen Betroffenheit und seiner beruflichen "Distanz" zu schlagen. Obwohl er von den schlimmsten Gräueltaten und sadistischen Verhaltensweisen der Aufseher berichtet, schafft er es, dem Leser auch die Nuancen des menschlichen Verhaltens unter solch extremen Bedingungen näherzubringen. Die Transformation von Emotionen, die Abstumpfung gegenüber dem Tod und die Fähigkeit des Menschen, sich in seine eigene innere Welt zurückzuziehen, sind nur einige der eindrucksvollen Themen dieses Werkes. Sein Ansatz, das Leiden als einen integralen Bestandteil des menschlichen Daseins zu betrachten und somit sinnstiftend zu interpretieren, bietet nicht nur einen tiefen Einblick in seine professionelle Perspektive, sondern dient auch als Quelle der Inspiration. Seine Worte vermitteln die Botschaft, dass trotz der dunkelsten Momente und schlimmsten Umstände, der menschliche Geist immer noch eine erstaunliche Kraft und Anpassungsfähigkeit besitzt. „... trotzdem Ja zum Leben sagen“ ist nicht nur ein Zeugnis der unfassbaren Grausamkeiten, denen Menschen ausgesetzt waren, sondern auch ein ermutigendes Werk über die unzerbrechliche Stärke des menschlichen Geistes. Es ist ein Buch, das die Abgründe der menschlichen Natur ebenso wie die beeindruckende Resilienz der Psyche beleuchtet. Das Buch lässt mich absolut verstört, sprachlos, wütend, verzweifelt und erschüttert zurück. Ich will weinen, schreien und weiß nicht, wie ich den Kloß in der Magengrube wieder loswerde. Beim Lesen musste ich wirklich oft unterbrechen, um das Gelesene zu verarbeiten. Während Thriller mir meist nicht verstörend genug sein können, war es hier anders. Das hier ist echt und keine Fiktion. Frankls Erzählweise und seine Fähigkeit, solch schwere Themen mit so viel Einsicht und Mitgefühl zu behandeln, haben mich zutiefst berührt. Dieses Buch hat nicht nur meine Sichtweise auf die psychologischen Aspekte von Konzentrationslagern erweitert, sondern mich auch dazu gebracht, tief über die menschliche Natur und ihre Fähigkeit zur Anpassung und zum Überleben nachzudenken. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Natürlich ist das Buch keine leichte Kost, auch wenn es relativ dünn ist. Viktor Frankl brauchte gar keine 500 Seiten voll schreiben, auch wenn er sicherlich noch mehr hätte beschreiben können, aber in den knapp 200 Seiten wurde sehr prägnant auf den Punkt gebracht, was uns Menschen am Leben hält und uns ausmacht. Das wir Menschen immer menschlich sein können, egal auf welcher Seite wir stehen, oder wir die Abgründe zulassen. Das wir Sinn und Hoffnung suchen können, selbst unter den schlimmsten Umständen. Besonders interessant fand ich auch die Unterteilung in Ankunft, während der Zeit im KZ und die Zeit nach der Befreiung. Das Buch regt sehr zum Nachdenken an und sollte eigentlich jeder mal gelesen haben. Ich werde es sicher nochmal lesen.
Ein Erlebnisbericht aus dem Konzentrationslager. Der Autor betont das es ein Erlebnis und kein Ereignisbericht ist. Für ihn gibt es ausreichend Schilderungen über das Leid und die Greueltaten und so versucht Viktor E. Frankl etwas neues. Er versucht den Menschen die es nicht erlebt haben, begreiflich zu machen was die Insassen des KZs in ihrer Zeit dort gefühlt und gedacht haben und warum. Wie ihnen der Gedanke an ihre Liebsten manchmal das Leben gerettet hat und warum man sich seelisch nicht aufgeben darf wenn man ein Mensch bleiben will. Auch unter den widrigsten Umständen. Das Buch ist in drei Akte aufgeteilt, beginnend bei der Ankunft im Lager, dann das Lagerleben und Schlussendlich die Befreiung und Zeit danach. Auf plastische Schilderungen wird hier bewusst verzichtet, was es besonders für Leute ansprechend macht die erst Anfangen sich mit dem Thema zu beschäftigen. Es haut einen nicht ganz so um. Ein wirklich empfehlenswertes Buch.
Was bleibt übrig, wenn man nichts mehr hat? Ja das Buch ist wichtig und richtig. Es erinnert an jene Zeit die Ich gar nicht erlebt habe, geschweige denn mir die Situation und Umstände darin vorstellen kann. Es erinnerte mich an die unzähligen gelesenen historischen Romane, mit dem Unterschied das dieses Buch von einer wahren Begebenheit zeugt. Trotz allem, gefiel mir der Schreibstil (?) oder die Geschichte (?) nicht so sehr. Es war teilweise sehr psycholgisch, was ja der Clue sein soll. Doch ja, irgendwie nicht so meins. Da gefiel mir das Buch "der Junge im gestreiften Pyjama" als Beispiel besser.
Sollte jeder gelesen haben!
Meiner Meinung nach, sollte die Erfahrungs-Geschichte von Viktor Frankl viel bekannter und wertgeschätzter werden. Er war ein Neurologe und Psychologe, der ins KZ als Häftling gekommen ist. Er schreibt seine Eindrücke und Erlebnisse. Klar, er war ein Professor und so ist auch der Schreibstil. Er hat manchmal sehr weit ausgeholt, groß rundherum geschrieben und sehr lange Sätze verwendet. Mit dem letzten Absatz kann ich leider garnicht zurecht. Da es wie ein Drehbuch geschrieben wurde. Ansonsten wirklich ein Must-Read!
Trotzdem ja zum Leben sagen!
Dieses Buch kam aus einer anderen B9chersammlung zu mir. Die Worte waren; interessant, hart, aber ich lese es kein zweites Mal. Das Cover ist in einem verwaschenem Grau-Beige Ton gehalten und im Hintergrund sind die Samen von Pusteblumen zu sehen. Das Cover besteht aus dem Titel. Viktor E. Frankl muss als Psychologe ins Konzentrationslager. Er berichtet aus der Sicht eines Psychologen über die Umstände und Schäden die, die menschliche Seele dort erliten hat. Was ein Mensch aushalten und ertragen können musste und dann nicht mal Ruhe zu haben, nach absoluter Ausbeutung. Diese Ausbeutung fand sowohl seelisch als auch körperlich statt. Er berichtet über die Ausmaße und Auswirkungen der Folter und "Arbeitseinsätze" auf die einzelnen Häftlinge. Zuletzt auch über die Psychologie der Befreiten, der Überlebenden eines unmenschlichen Verbrechens. Eine wirkliche Sternebewertung kann man eigentlich nicht geben, denn grundlegend finde ich wichtig, dass die heutige Gesellschaft und vor allem die politische Entwicklung, die Augen vor diesen Verbrechen, Massenmorden nicht verschließt. Jedoch kann ich jeden verstehen, der das Buch weglegt. Ich habe selbst über 1 Jahr gebraucht um es zu beenden, weil es mir einfach zu anstrengend war, es war einfach zu viel, es lag mir schwer auf der Brust und im Magen. Lest es, wenn ihr wirklich was erfahren wollt, aber legt es auch zur Seite, wenn es euch belastet.
Lehrreich und nahbar!
Dieses Buch (zumindest der erste Teil) sollte mMn. Pflichtlektüre in jeder Schule sein. Es geht eben nicht nur um die grausamen Erlebnisse in Konzentrationslagern, sondern auch um Zukunft, Perspektive und Hoffnung. Ein Buch was zum Nachdenken über die eigene Lebenseinstellung anregt.
Trotzdem ja zum Leben sagen erzählt die Geschichte von Viktor E. Frankl während und nach seiner Inhaftierung im Konzentrationslager. Dabei unterteilt er das Buch in 3 grobe Teile. Er beschreibt die Zeit während der Aufnahme, das Lagerleben und die Befreiung und stellt hierbei kleine Qualen dar, die die meisten aufgrund der großen Geschehnisse nicht im Blick haben. Zudem gibt er auch einen Einblick in die Menschen des KZ’s, sowohl auf Täterseite als auch auf Opferseite und stellt gleichzeitig dar, dass nicht unbedingt die „Netten“ überlebt haben. Diese Form der Selbsteinschätzung ist echt, authentisch und gleichzeitig auch verstörend, regt aber zum Nachdenken und Verstehen an. Der positive und auch poetische Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es gab ebenfalls ein paar Anekdoten die mich eingehend zum Nachdenken angeregt haben wie es zuvor kein Buch und keine Erzählung geschafft hat. Gerade in schweren Zeiten vermittelt der Autor das Gefühl der Hoffnung, dass es wichtig ist, ja zum Leben zu sagen, egal was einem widerfahren ist. Für mich ist dieses Buch ein Buch der Kategorie Must Read, denn die Darstellung des Leidensweg ist unheimlich realistisch, entmutigend und gleichzeitig zeigt sie auch dass es immer einen besseren Weg gibt.

Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich so sprachlos gemacht hat. Viktor Frankl schildert sein Leben und den harten Alltag im KZ mit allen Grausamkeiten und dem ständigen Kampf ums Überleben. Gleichzeitig schafft er es selbst in dieser schweren Zeit den Mut nicht zu verlieren und auf eine fast schon humorvolle Art über die kleinen mutmachenden Momente und Erkenntnisse zu berichten. Ein wahnsinnig inspirierendes und gleichzeitig beim Lesen schwer zu ertragendes Buch.
Ein etwas anderer Erfahrungsbericht. Voktor Frankl ist Psychologe und als solcher betrachtet er rückwirkend seine Erlebnisse während des Holcausts. Er erinnert an seine Zeit im Konzentrationslager und dies nicht nur als Erfahrungsbericht, sondern auch als Analyse, warum hat er und auch seine Mithäftlinge sich so verhalten, was sie tun mussten, um diese Hölle zu überleben und was das mit ihnen gemacht hat. Ein wichtiges Buch gegen das Vergessen.
Es gibt zwei ausführliche Vorwörter und im Anschluss ein Theaterstück, das im KZ spielt. Mich haben vor allem Frankls Ausarbeitung zu den psychologischen Auswirkungen des KZs auf die dort unter unmenschlichen Bedingungen lebenden Menschen interessiert. Frankl schreibt über den ersten Schock der Ankunft, dann aus dem Alltag des Lagerlebens und schließlich über die Befreiung. Es ist beeindruckend, wie er es schafft, sein eigenes Erleben zu reflektieren und mit wissenschaftlicher Neugier zu betrachten. Ein schöner Moment im Buch war für mich beispielsweise als er schreibt, dass er sich im Lager ausgemalt habe, wie er nach der Zeit im Lager Vorlesungen über deren psychische Folgen halten werde. Der Sinn des Lebens war ein Thema, dass ihn zeitlebens nicht mehr losgelassen hat.
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Ein Psychiater (üb)erlebt das KZ
… trotzdem Ja zum Leben sagen ist kein Buch, das man „einfach so nebenbei“ liest/hört. Sprachlich ist es anspruchsvoll und setzt sowohl geschichtliches Grundwissen als auch ein gewisses Verständnis psychologischer Begriffe voraus. Gerade für mich als geschichtsinteressierte Psychologiestudentin war es deshalb jedoch unglaublich faszinierend. Viktor Frankl schildert seine Erfahrungen in den Konzentrationslagern nicht dramatisierend oder emotional ausschlachtend, sondern bemerkenswert sachlich und nüchtern - was das Erzählte umso eindringlicher macht. Die schlimmsten Zustände und grausamsten Erlebnisse werden teilweise fast beiläufig erwähnt – was gut zu der beschriebenen Apathie und dem psychischen Überlebensmodus passt. Spannend fand ich den Fokus auf das seelische Überleben. Das Buch ist nicht nur ein Zeugnis körperlicher Grausamkeit, sondern vor allem eine präzise Analyse dessen, was Menschen unter extremsten Bedingungen innerlich trägt oder zerbrechen lässt. Immer wieder geht es um Sinnfindung im Leiden, um Hoffnung, um psychologische Mechanismen und um die Frage, was den Menschen selbst unter unmenschlichsten Bedingungen noch ausmacht. Dabei vermeidet Frankl pauschale moralische Urteile. Vielmehr beobachtet und analysiert er – stellenweise fast medizinisch oder psychologisch distanziert –, was das Buch gleichzeitig sehr besonders macht. Man merkt dem Werk allerdings auch deutlich sein Alter an. Der Sprachstil (seit 1946 wohl unverändert) wirkt heute teilweise sperrig und ungewohnt, was das Buch nicht immer leicht zugänglich macht. Trotzdem hat mich das Hörbuch nachhaltig beschäftigt und ich habe bis zu dieser Bewertung einige Tage darüber nachgedacht. Obwohl ich bereits viel über die NS-Zeit gelesen und gesehen habe, konnte mir Frankls Perspektive noch einmal etwas völlig Neues vermitteln: nicht nur historisch, sondern auch psychologisch und philosophisch. Insgesamt ein wichtiges, kluges und eindringliches Werk, das weniger emotional überwältigt als vielmehr zum Nachdenken zwingt.
Hoffnung zwischen den Trümmern der Menschlichkeit
Dieses Buch ist kein gewöhnliches Werk der Psychologie. Es ist ein Zeugnis des Überlebens – nicht nur des Körpers, sondern vor allem der Seele. Viktor E. Frankl schreibt in „…trotzdem Ja zum Leben sagen“ nicht mit Pathos, sondern mit einer stillen, beinahe nüchternen Klarheit über das Unvorstellbare: seine Zeit in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten. Und gerade diese Klarheit trifft mitten ins Herz. Was mich tief bewegt hat, ist das radikale Menschsein, das Frankl selbst im Angesicht des Entsetzlichsten nicht aufgibt. Inmitten von Hunger, Gewalt, Entmenschlichung, wo alles Sinnlose überhandnimmt, stellt er die vielleicht größte Frage: Wofür lebe ich? Seine Antwort ist keine billige Hoffnung, sondern eine philosophische Überzeugung, geboren aus dem Leiden selbst: Der Mensch ist frei, sogar im Leiden, eine Haltung einzunehmen. Diese Erkenntnis ist nicht abstrakt, sondern wurde in Baracken, bei Zwangsarbeit, im Angesicht des Todes geboren. Frankls Logotherapie, seine psychologische Antwort auf existenziellen Schmerz, ist mehr als Theorie. Sie ist gelebte Philosophie. Das Zusammenspiel von Psychologie und Philosophie in diesem Buch fühlt sich nicht konstruiert an, sondern wie eine einzige, dringliche Suche nach Sinn. Nicht trotz, sondern wegen des Grauens, das er erlebt hat. Dabei vermeidet Frankl jegliches moralische Urteil oder emotionale Überhöhung. Er beschreibt beobachtend, mitfühlend, fast medizinisch, was es heißt, Mensch zu bleiben in einer Welt, die alles Menschliche vernichten will. Das macht dieses Buch so kraftvoll: Es schreit nicht, es flüstert. Und doch hallt es lange nach. „…trotzdem Ja zum Leben sagen“ ist ein zutiefst menschliches Buch über Unmenschlichkeit. Es verbindet die dunkle Realität der NS-Konzentrationslager mit einer psychologischen und philosophischen Tiefe, die tröstet, ohne zu beschönigen. Wer begreifen will, wie der Mensch selbst im Abgrund noch Sinn finden kann, wird hier nicht nur Antworten finden – sondern auch Demut. „Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie.“ ~ Nietzsche
Erwartungsgemäß erschreckend und berührend, jedoch sehr anspruchsvoll.
Der österreichische Psychologe Viktor E. Frankl musste mehrere Jahre in unterschiedlichen deutschen Konzentrationslagern verbringen. In seinem Buch „…Trotzdem Ja zum Leben sagen“ beschreibt Frankl die unterschiedlichen Phasen der Gefangenschaft und beschreibt diese aus psychologischer Sicht. Neben dem notwendigen „Mindset“, welches nötig war, um die unfassbar grausame Zeit überleben zu können, geht Frankl auch auf Themen wie Sexualität, Religion oder Kunst im KZ ein. Ich muss hier in meiner Bewertung differenzieren. Inhaltlich ist dieses Buch wichtig und lehrreich. Es berührt und erschreckt immer wieder aufs Neue, auch wenn vieles bekannt ist. Wäre dies mein erstes Buch zu dieser schrecklichen Thematik, hätte ich ggf. zusätzlich anders bewertet, für mich persönlich gab es wenig Neues. Etwas unfair vielleicht, denn ich habe deutlich spätere Werke eben früher gelesen. Neu war für mich die psychologische Kurzbetrachtung nach der Befreiung und die Beschreibung der Depersonalisation und deren Folgen. Dies wiederspricht mM hingegen dem Klappentext, in dem es heißt „Die Erinnerungen sollen Kraft zum Leben geben“. Was ich ebenfalls schwer bewerten kann, ist der Schreibstil. Dieser hat sich seit Ersterscheinung 1946 scheinbar nicht anpassen lassen und ist entsprechend anspruchsvoll. Selbst bei Verzicht oder Abänderung einiger sehr alter -und mir teilweise nicht bekannter Wörter, würde dies am Stil nur bedingt etwas ändern. Flüssiges Lesen war mir nicht möglich, mehrfach musste ich Seiten mehrmals lesen und war danach trotzdem nicht schlauer. Zugegeben, wird auch an mir liegen😅 Als „neutraler“ Leser ohne engere Verbindung zur Psychologie, würde ich zur Aufarbeitung und zum Lehren andere Bücher empfehlen. Ob es sich um ein Werk handelt, welches bei der Selbstfindung hilft oder zum Mut machen anregt, möchte ich nicht beurteilen.

Ein etwas anderer Bericht über das „Leben“ im KZ. Wie macht ein Mensch anderen Menschen Hoffnung in einer Zeit und an einem Ort an dem kaum Hoffnung besteht den nächsten Tag zu überleben. Frankl ist Psychologe und genau so betrachtet er die Zeit. Mit viel Überlebenskampf macht er anderen Mut, um vielleicht nicht selbst die Hoffnung und den Verstand zu verlieren, mit dem täglichem Gewalt, Terror und Tod umzugehen.
KZ von innen Der 35-Jährige Wiener Neurologe und Psychiater Viktor Frankl wird von den Nazis gefangen genommen und nacheinander in vier KZs verschleppt und muss dort unter entsetzlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Er hat überlebt und schreibt 1946 dieses kleine Buch, eine nüchterne Analyse der psychischen und physischen Auswirkungen auf sich und die Mithäftlinge während und nach der Lagerhaft. Er beleuchtet die Facetten der Menschlichkeit und der Unmenschlichkeit und erwähnt Überlebensstrategien im Konzentrationslager. Sehr bewegend
Das Vorwort von Ariadne von Schirach, Enkelin des Wiener Gauleiters ist analytisch brillant, auf unsere aktuelle Zeit bezogen und sehr treffend. (Abgedruckt in der Ausgabe vom Kösel Verlag)
Viktor E. Frankls "…trotzdem Ja zum Leben sagen" ist weit mehr als ein autobiografischer Bericht über das Überleben in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Es ist ein zutiefst menschliches, philosophisches und psychologisches Werk, das sich mit der zentralen Frage beschäftigt: Was gibt dem Leben Sinn; selbst unter den grausamsten Bedingungen? Frankl beeindruckt nicht nur durch seine geistige Klarheit, sondern vor allem durch seine innere Haltung. Inmitten von Hunger, Gewalt, Entmenschlichung und ständigem Tod verliert er nie den Blick für das Wesentliche: die innere Freiheit des Menschen. Besonders eindrucksvoll ist seine Erkenntnis, dass dem Menschen zwar alles genommen werden kann: Besitz, Würde, Sicherheit, sogar das Leben selbst, aber nicht die Freiheit, seine Haltung zu wählen. Dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch und verleiht ihm seine enorme emotionale und philosophische Tiefe. Frankl zeigt, dass Sinn nicht in äußeren Umständen entsteht, sondern in der inneren Entscheidung, wie man ihnen begegnet. Seine Beobachtungen im Lager sind nüchtern, präzise und frei von Pathos. Gerade diese Sachlichkeit macht das Erzählte so erschütternd. Frankl verzichtet auf dramatische Überhöhung und erreicht dadurch eine umso stärkere Wirkung. Er analysiert menschliches Verhalten unter extremem Druck, sowohl das Zerbrechen als auch die unglaubliche Fähigkeit zur inneren Stärke, Solidarität und Hoffnung. Was mich an Frankl besonders beeindruckt, ist seine konsequente Weigerung, sich dem Hass hinzugeben. Stattdessen entwickelt er aus seinen Erfahrungen eine zutiefst humanistische Lebensphilosophie: Sinn kann selbst im Leiden gefunden werden, wenn der Mensch ihm eine Bedeutung gibt. Diese Haltung ist weder naiv noch beschönigend, sondern radikal ehrlich. Frankl erkennt das Leid an, aber er lässt sich nicht von ihm definieren. Seine Logotherapie, die im Hintergrund des Buches immer präsent ist, wirkt nicht konstruiert, sondern organisch aus der Erfahrung heraus entstanden. Sie verleiht dem Text eine zusätzliche Tiefe: Das Buch wird nicht nur zur Zeugenschaft, sondern zu einem stillen Aufruf zur Verantwortung für das eigene Leben. Für mich ist Viktor E. Frankl eine zutiefst beeindruckende Persönlichkeit. Seine Klarheit, seine innere Stärke und sein unerschütterlicher Glaube an die Würde des Menschen machen ihn zu einer außergewöhnlichen Figur der Geistesgeschichte. " …trotzdem Ja zum Leben sagen" ist dabei vielleicht sein eindringlichstes Werk. Eines, das nicht nur gelesen, sondern innerlich verarbeitet werden will. Fazit: Dieses Buch verändert den Blick auf Leid, Sinn und menschliche Freiheit. Es ist erschütternd, klug, tief bewegend und letztlich hoffnungsvoll. Ein Werk, das lange nachhallt und dessen Gedanken sich leise, aber nachhaltig im eigenen Denken festsetzen. Ich habe sehr viel geweint.
Faszinierend!
Ich bin absolut fasziniert über die sachliche Erzählweise des Autors. Für mich war es sehr emotional und schwer zu hören, durch welche Grausamkeiten er und die anderen Opfer gezwungen wurden. Eine spannende neue Analyse und Perspektive über die Psychologie in den KZs, vor allem für mich als Traumapädagogin wahnsinnig faszinierend. Große Empfehlung!
Anspruchsvolle Einordnung eines Überlebenden
Sei darauf gefasst, dass das Buch im Jahr 1977 geschrieben wurde - der Schreibstil ist anspruchsvoll. (Der Autor wurde im Jahr 1905 geboren.) Ehrlicherweise habe ich mir die metaphysische Conference* im hinteren Teil gespart. Ansonsten ist das Buch herausragend und gibt tiefe Einblicke in die Seele der Traumatisierten. Trotzdem werden nicht alle in eine Schublade gesteckt, sondern differenziert betrachtet. Der Autor beschreibt den Versuch Hoffnung zu entwickeln in den wahrhaftig dunkelsten Stunden und gibt auch einen Ausblick auf die Posttraumazeit.

4 ⭐️⭐️⭐️⭐️
Mehrere Jahre mußte der österreichische Psychologe 👨⚕️ Victor E. Frankl in deutschen Konzentrationslagern verbringen. Doch trotz all des Leids, das er dort sah und erlebte, kam er zu dem Schluss, dass es selbst an Orten der größten Unmenschlichkeit möglich ist, einen Sinn im Leben zu sehen.
Ein Bericht der anderen Art
"Was den Menschen zum Menschen macht, ist nicht das Streben nach Glück, sondern vielmehr die Fähigkeit, dem Leiden einen Sinn zu geben." Das war mal ein ganz anderes NS/Holocaust Buch! Ich würde dieses Werk als psychologischen Bericht klassifizieren. Viktor Frankl gibt uns in dieser Analyse einen tiefen Einblick in seine Erfahrungen als KZ-Häftling und in die psychologischen und philosophischen Prozesse, die während dieser Zeit in ihm und seinen Mithäftlingen vorgingen. Während es zahlreiche Bücher über die Gräueltaten der NS-Zeit gibt, hebt sich dieses Werk ab, indem es die Psyche der Insassen in den Fokus rückt –während der Haftzeit und in den Jahren danach. Frankl schildert, wie die extreme Entmenschlichung und das unerträgliche Leid die Gefangenen auf eine existentielle Reise schickten, bei der sie trotz allem Sinn und Hoffnung finden mussten. Dabei zeigt er, dass es nicht allein um das Überleben ging, sondern darum, das Leben selbst unter den widrigsten Umständen als bedeutungsvoll zu erfahren. Wie kann man in so einer Situation jahrelang Hoffnung schöpfen und sich nicht für den Freitod entscheiden? Seine Analysen, die aus seinem Hintergrund als Psychiater und Philosoph entspringen, machen das Buch aus meiner Sicht einzigartig. 💡 Besonders beeindruckend finde ich, wie Frankl nicht nur über den Alltag im Lager spricht, sondern auch über die psychischen Nachwirkungen. Die Herausforderung, nach der Befreiung ein neues Leben zu beginnen und den Erlebnissen eine Bedeutung zu geben. Es ist ein Werk, das den Leser über die Kraft der Resilienz, die Suche nach Sinn und die ungebrochene Stärke des menschlichen Geistes lehrt. 🌟🌟🌟🌟🌟 5 Sterne für diesen Bericht ganz anderer Art. Diese Lektüre ist kein gewöhnlicher Bericht über die NS-Zeit. Es ist eine Einladung, das eigene Leben und die eigene Haltung zum Leid zu reflektieren. Eine unbedingte Empfehlung für alle, die verstehen möchten, wie der Mensch unter den schlimmsten Umständen dennoch Hoffnung finden kann. #TrotzdemJaZumLebenSagen #ViktorFrankl #Lesetipp #Philosophie #Psychologie #Buchrezension #Inspiration #SinnDesLebens #Buchliebe #Bookstagram #Bookrecs #Booktok #NSZeit #Holocaust #Auschwitz #Dachau #Birkenau #Konzentrationslager #KZ
Für mich war dieses Buch eine ungewöhnliche und sehr besondere Lektüre. Es schildert den Holocaust nicht nur aus der Sicht eines Überlebenden, sondern verbindet diese Erfahrung mit der wissenschaftlichen Perspektive eines Psychologen. Genau das hat es für mich so eindringlich gemacht: Das Grauen im Konzentrationslager wird nicht nur erzählt, sondern auch in seinen seelischen und menschlichen Dimensionen verständlicher gemacht. Besonders bewegt hat mich, wie Viktor Frankl immer wieder zeigt, dass selbst im tiefsten Leid noch ein Rest an Freiheit bleibt – die Freiheit, eine innere Haltung zu wählen und dem Leben Sinn zu geben. Das hat mich zum Nachdenken gebracht, weit über die Geschichte hinaus. Trotz dieser Hoffnung bleibt der Schrecken immer spürbar. Die Grausamkeiten verlieren nichts an ihrer Wucht, und gerade die Nüchternheit, mit der Frankl sie beschreibt, macht sie umso eindrücklicher. Für mich ist das Buch ein sehr wichtiges Zeugnis. Es hat mir eine ganz neue Sichtweise eröffnet – auf den Holocaust, auf menschliches Leid und auf die Frage, wie man selbst mit schwierigen Situationen im Leben umgehen kann.
Packend bis zum Schluss
Mich hat das Buch von Anfang an gepackt und ich würde es jedem einmal empfehlen. Bemerkenswert finde ich es, die klare Sicht eines Menschen zu entdecken, die hautnah das KZ überlebt hat. Viktor E. Frankl ist klar in seiner Schreibweise , wobei ich hier und da bisschen Schwierigkeiten hatte. Er lässt einen, seine Erlebnisse hautnah miterleben und man hat das Gefühl die Erinnerungen selbst wie in einem Film vor seinem inneren Auge wahrnehmen zu können. Tolles Buch.

KZ Psychologie aus einer ganz anderen Sicht
Auf Empfehlung zum Thema „Sinn des Lebens“ bin ich auf dieses Werk gestoßen und da mich das Buch auch als Historikerin angesprochen hat, dachte ich mir ich gebe diesem schweren Thema eine Chance. Die Sichtweise eines Überlebenden mit dem Psychologischen Hintergrund eröffnet mir eine grundlegend neue Ansicht auf dieses Thema und auch wenn man es auf eigene Lebensfragen übertragt: welche Rolle spielen die Liebsten für einen? Welchen Sinn hat das Leben? Leben um des Lebenswillen und wie Menschen auf ihr absolutes Nichts reduziert werden und dennoch weiter- und überleben. Die Beschreibungen und Wiedergaben sind nichts für schwache Nerven, aber der Inhalt sehr lohnend.

Ein weiteres Buch, dem ich keine Sterne gebe, da die geschilderten Erlebnisse und Ereignisse einfach nicht mit simplen Sternchen bewertet werden können oder sollen. Frankl schreibt zwar von seinen Erfahrungen in den Konzentrationslagern der Nazis, nimmt dabei aber eine andere Perspektive ein, als von üblichen Brerichten gewohnt. Der Psychologe übernimmt die Führung, nicht die Person. So führt uns Frankl die einzelnen Überlebensstrategien vor Augen und wie Menschen auf die schrecklichen Gegegebnheiten in den Lagern reagieren. Er analysiert, auch sich selbst. Daraus zieht er Schlüsse, die auch wir vom 21. Jahrhundert verwöhnten Leser im Alltag verwenden können. Doch das wissen, dass durch diese inneren Bilder und Gedanken Menschen durch den Zweiten Weltkrieg gekommen sind, lassen unsere First World Problems nichtig werden. Mir war die Verbindung von psychologischen Ansichten und Erlebnisbericht völlig neu, was nicht heisst, dass mich die geschilderten Tatsachen unberührt liessen. Gerade die eher nüchterne Betrachtungsweise lässt die Schrecken klar hervortreten und lassen uns nicht mehr los. Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, dieses Buch zu lesen. Jedem, der das Thema des Zweiten Weltkrieges irgendwie verleidet ist, empfehle ich, es mal mit Viktor Frankl zu versuchen. Aber grundsätzlich finde ich sowieso, dass Titel wie dieser hier, von möglichst vielen Menschen gelesen werden sollten.
Absolut bemerkenswerter Mensch und Schriftsteller. Ich bin der Meinung diese Lektüre sollte jeder gelesen haben.
Viktor beschreibt seine Erlebnisse im Konzentrationslager aus psychologischer Sicht. Welche Überzeugungen die Menschen am Leben gehalten haben und welche Phasen sie durchlaufen haben. Absolut sachlich und wichtig! Mehr denn je in der heutigen Zeit. Bewegend und bemerkenswert
Starker mann mit bleibenden Erlebnissen
Aus diesem Buch nehme ich vor allem mit, dass auch in der unmenschlichsten und unwürdigsten Umgebung ein Funke Hoffnung besteht. Der Abschnitt als erzählt wird wie die gschwächten Häftlinge aus der Erdbaracke krochen um den Sonnenuntergang zu geniessen uns sich daran zu freuen, blieb mir besonders.
Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager Auf jeden Fall eine spannende Biografie, jedoch zeitweise schwer zu lesen. Etwas ganz anderes, als Biografien über Konzentrationslager die ich bisher schon gelesen habe. Am Ende kann man noch die Synchronisation in Birkenwald "dem Toten Vater" lesen📚. Das Theaterstück war jetzt nicht mein Fall, aber die Biografie war schon sehr aufwühlend und man hat viel dazu gelernt. Vor allem das es wichtig ist, trotzdem Licht im Dunkeln zu sehen ❤️

Eines der wichtigsten Bücher für mich - ich habe viel über mich selbst, Leid und den Sinn im Leben gelernt.
Eine echte und teilweise sehr grafische Darstellung aus dem Leben im KZ und dem, was das psychisch macht. Es enthält viele praktische Hinweise, die sich leicht auf das eigene Leben und den Umgang mit Leid und Herausforderungen anwenden lassen. Ich bin begeistert und ein großer Fan.
22. Buch im Jahr 2024 Ich bin gerade dabei eine Hausarbeit über den Autor und ganz speziell auch dieses Buch zu schreiben. Deswegen bin ich sehr dankbar, dass es mir sogar als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde. Als wir im dazugehörigen Seminar mit dem Thema beschäftigt haben war ich so beeindruckt von Victor E. Frankl, dass ich mich unbedingt mehr mit dem Thema beschäftigen wollte. Es geht hier um seine Zeit im KZ und darum, dass er trotzdem versucht einen Sinn dahinter zu finden. Ich finde so etwas immer so bewundernswert. Trotzdem war dieses Buch keine leichte Kost, denn das Leben im KZ kann man nunmal nicht beschönigen und zu der Lektüre gehört eben auch dazu wie das Leben dort aussah und was er und seine Mitinsassen erleben mussten. Trotzdem - und das impliziert der Titel ja auch schon irgendwie - geht es in dem Buch auch ganz viel um Hoffnung und Sinnfindung. Ich habe das Buch gelesen und war wirklich so gerührt von seiner Geschichte und seinem absolut starken Charakter. Die Lektüre hat mir wirklich gut gefallen und ich werde mich wahrscheinlich noch eine ganze Weile damit beschäftigen. Ich kann das Buch auch auf jeden Fall empfehlen wenn man sich mal mit der NS-Zeit beschäftigen möchte, aber eben nicht nur mit den düsteren Aspekten. Von mir gibt es 4,5⭐ für dieses bewundernswerte Buch.
Ein Psychologe erlebt das Konzentrationlager
Viktor E. Frankl, geboren 1905 und verstorben 1997, war ein österreichischer Neurologe und Psychiater. Als Begründer der Logotherapie – einer Therapie durch Sinnfindung – hat er zahlreiche Werke verfasst, wobei eines seiner bekanntesten Bücher das hier rezensierte „... trotzdem Ja zum Leben sagen“ aus dem Jahr 1946 ist. Dieses Buch schildert seine Erlebnisse als Gefangener in den Konzentrationslagern Theresienstadt, Auschwitz und Türkheim. Der Bericht teilt sich in zwei Hauptteile. Der erste beschäftigt sich intensiv mit Frankls Erfahrungen in den Konzentrationslagern, indem er die drei zentralen Phasen, die ein Häftling durchläuft, herausarbeitet: die Ankunft im Lager, das alltägliche Lagerleben und schließlich die Phase nach der Befreiung. Frankls akribische Beobachtungen seiner eigenen und der Emotionen seiner Mitgefangenen sind hierbei ebenso aufschlussreich wie herzzerreißend. Das Drama „Synchronisation in Birkenwald“, welches seine Erlebnisse verarbeitet, bildet den zweiten Teil des Buches. Frankl gelingt es auf eindrückliche Weise, eine Brücke zwischen seiner persönlichen Betroffenheit und seiner beruflichen "Distanz" zu schlagen. Obwohl er von den schlimmsten Gräueltaten und sadistischen Verhaltensweisen der Aufseher berichtet, schafft er es, dem Leser auch die Nuancen des menschlichen Verhaltens unter solch extremen Bedingungen näherzubringen. Die Transformation von Emotionen, die Abstumpfung gegenüber dem Tod und die Fähigkeit des Menschen, sich in seine eigene innere Welt zurückzuziehen, sind nur einige der eindrucksvollen Themen dieses Werkes. Sein Ansatz, das Leiden als einen integralen Bestandteil des menschlichen Daseins zu betrachten und somit sinnstiftend zu interpretieren, bietet nicht nur einen tiefen Einblick in seine professionelle Perspektive, sondern dient auch als Quelle der Inspiration. Seine Worte vermitteln die Botschaft, dass trotz der dunkelsten Momente und schlimmsten Umstände, der menschliche Geist immer noch eine erstaunliche Kraft und Anpassungsfähigkeit besitzt. „... trotzdem Ja zum Leben sagen“ ist nicht nur ein Zeugnis der unfassbaren Grausamkeiten, denen Menschen ausgesetzt waren, sondern auch ein ermutigendes Werk über die unzerbrechliche Stärke des menschlichen Geistes. Es ist ein Buch, das die Abgründe der menschlichen Natur ebenso wie die beeindruckende Resilienz der Psyche beleuchtet. Das Buch lässt mich absolut verstört, sprachlos, wütend, verzweifelt und erschüttert zurück. Ich will weinen, schreien und weiß nicht, wie ich den Kloß in der Magengrube wieder loswerde. Beim Lesen musste ich wirklich oft unterbrechen, um das Gelesene zu verarbeiten. Während Thriller mir meist nicht verstörend genug sein können, war es hier anders. Das hier ist echt und keine Fiktion. Frankls Erzählweise und seine Fähigkeit, solch schwere Themen mit so viel Einsicht und Mitgefühl zu behandeln, haben mich zutiefst berührt. Dieses Buch hat nicht nur meine Sichtweise auf die psychologischen Aspekte von Konzentrationslagern erweitert, sondern mich auch dazu gebracht, tief über die menschliche Natur und ihre Fähigkeit zur Anpassung und zum Überleben nachzudenken. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Natürlich ist das Buch keine leichte Kost, auch wenn es relativ dünn ist. Viktor Frankl brauchte gar keine 500 Seiten voll schreiben, auch wenn er sicherlich noch mehr hätte beschreiben können, aber in den knapp 200 Seiten wurde sehr prägnant auf den Punkt gebracht, was uns Menschen am Leben hält und uns ausmacht. Das wir Menschen immer menschlich sein können, egal auf welcher Seite wir stehen, oder wir die Abgründe zulassen. Das wir Sinn und Hoffnung suchen können, selbst unter den schlimmsten Umständen. Besonders interessant fand ich auch die Unterteilung in Ankunft, während der Zeit im KZ und die Zeit nach der Befreiung. Das Buch regt sehr zum Nachdenken an und sollte eigentlich jeder mal gelesen haben. Ich werde es sicher nochmal lesen.
Ein Erlebnisbericht aus dem Konzentrationslager. Der Autor betont das es ein Erlebnis und kein Ereignisbericht ist. Für ihn gibt es ausreichend Schilderungen über das Leid und die Greueltaten und so versucht Viktor E. Frankl etwas neues. Er versucht den Menschen die es nicht erlebt haben, begreiflich zu machen was die Insassen des KZs in ihrer Zeit dort gefühlt und gedacht haben und warum. Wie ihnen der Gedanke an ihre Liebsten manchmal das Leben gerettet hat und warum man sich seelisch nicht aufgeben darf wenn man ein Mensch bleiben will. Auch unter den widrigsten Umständen. Das Buch ist in drei Akte aufgeteilt, beginnend bei der Ankunft im Lager, dann das Lagerleben und Schlussendlich die Befreiung und Zeit danach. Auf plastische Schilderungen wird hier bewusst verzichtet, was es besonders für Leute ansprechend macht die erst Anfangen sich mit dem Thema zu beschäftigen. Es haut einen nicht ganz so um. Ein wirklich empfehlenswertes Buch.
Was bleibt übrig, wenn man nichts mehr hat? Ja das Buch ist wichtig und richtig. Es erinnert an jene Zeit die Ich gar nicht erlebt habe, geschweige denn mir die Situation und Umstände darin vorstellen kann. Es erinnerte mich an die unzähligen gelesenen historischen Romane, mit dem Unterschied das dieses Buch von einer wahren Begebenheit zeugt. Trotz allem, gefiel mir der Schreibstil (?) oder die Geschichte (?) nicht so sehr. Es war teilweise sehr psycholgisch, was ja der Clue sein soll. Doch ja, irgendwie nicht so meins. Da gefiel mir das Buch "der Junge im gestreiften Pyjama" als Beispiel besser.
Sollte jeder gelesen haben!
Meiner Meinung nach, sollte die Erfahrungs-Geschichte von Viktor Frankl viel bekannter und wertgeschätzter werden. Er war ein Neurologe und Psychologe, der ins KZ als Häftling gekommen ist. Er schreibt seine Eindrücke und Erlebnisse. Klar, er war ein Professor und so ist auch der Schreibstil. Er hat manchmal sehr weit ausgeholt, groß rundherum geschrieben und sehr lange Sätze verwendet. Mit dem letzten Absatz kann ich leider garnicht zurecht. Da es wie ein Drehbuch geschrieben wurde. Ansonsten wirklich ein Must-Read!
Trotzdem ja zum Leben sagen!
Dieses Buch kam aus einer anderen B9chersammlung zu mir. Die Worte waren; interessant, hart, aber ich lese es kein zweites Mal. Das Cover ist in einem verwaschenem Grau-Beige Ton gehalten und im Hintergrund sind die Samen von Pusteblumen zu sehen. Das Cover besteht aus dem Titel. Viktor E. Frankl muss als Psychologe ins Konzentrationslager. Er berichtet aus der Sicht eines Psychologen über die Umstände und Schäden die, die menschliche Seele dort erliten hat. Was ein Mensch aushalten und ertragen können musste und dann nicht mal Ruhe zu haben, nach absoluter Ausbeutung. Diese Ausbeutung fand sowohl seelisch als auch körperlich statt. Er berichtet über die Ausmaße und Auswirkungen der Folter und "Arbeitseinsätze" auf die einzelnen Häftlinge. Zuletzt auch über die Psychologie der Befreiten, der Überlebenden eines unmenschlichen Verbrechens. Eine wirkliche Sternebewertung kann man eigentlich nicht geben, denn grundlegend finde ich wichtig, dass die heutige Gesellschaft und vor allem die politische Entwicklung, die Augen vor diesen Verbrechen, Massenmorden nicht verschließt. Jedoch kann ich jeden verstehen, der das Buch weglegt. Ich habe selbst über 1 Jahr gebraucht um es zu beenden, weil es mir einfach zu anstrengend war, es war einfach zu viel, es lag mir schwer auf der Brust und im Magen. Lest es, wenn ihr wirklich was erfahren wollt, aber legt es auch zur Seite, wenn es euch belastet.
Lehrreich und nahbar!
Dieses Buch (zumindest der erste Teil) sollte mMn. Pflichtlektüre in jeder Schule sein. Es geht eben nicht nur um die grausamen Erlebnisse in Konzentrationslagern, sondern auch um Zukunft, Perspektive und Hoffnung. Ein Buch was zum Nachdenken über die eigene Lebenseinstellung anregt.
Trotzdem ja zum Leben sagen erzählt die Geschichte von Viktor E. Frankl während und nach seiner Inhaftierung im Konzentrationslager. Dabei unterteilt er das Buch in 3 grobe Teile. Er beschreibt die Zeit während der Aufnahme, das Lagerleben und die Befreiung und stellt hierbei kleine Qualen dar, die die meisten aufgrund der großen Geschehnisse nicht im Blick haben. Zudem gibt er auch einen Einblick in die Menschen des KZ’s, sowohl auf Täterseite als auch auf Opferseite und stellt gleichzeitig dar, dass nicht unbedingt die „Netten“ überlebt haben. Diese Form der Selbsteinschätzung ist echt, authentisch und gleichzeitig auch verstörend, regt aber zum Nachdenken und Verstehen an. Der positive und auch poetische Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es gab ebenfalls ein paar Anekdoten die mich eingehend zum Nachdenken angeregt haben wie es zuvor kein Buch und keine Erzählung geschafft hat. Gerade in schweren Zeiten vermittelt der Autor das Gefühl der Hoffnung, dass es wichtig ist, ja zum Leben zu sagen, egal was einem widerfahren ist. Für mich ist dieses Buch ein Buch der Kategorie Must Read, denn die Darstellung des Leidensweg ist unheimlich realistisch, entmutigend und gleichzeitig zeigt sie auch dass es immer einen besseren Weg gibt.

Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich so sprachlos gemacht hat. Viktor Frankl schildert sein Leben und den harten Alltag im KZ mit allen Grausamkeiten und dem ständigen Kampf ums Überleben. Gleichzeitig schafft er es selbst in dieser schweren Zeit den Mut nicht zu verlieren und auf eine fast schon humorvolle Art über die kleinen mutmachenden Momente und Erkenntnisse zu berichten. Ein wahnsinnig inspirierendes und gleichzeitig beim Lesen schwer zu ertragendes Buch.
Ein etwas anderer Erfahrungsbericht. Voktor Frankl ist Psychologe und als solcher betrachtet er rückwirkend seine Erlebnisse während des Holcausts. Er erinnert an seine Zeit im Konzentrationslager und dies nicht nur als Erfahrungsbericht, sondern auch als Analyse, warum hat er und auch seine Mithäftlinge sich so verhalten, was sie tun mussten, um diese Hölle zu überleben und was das mit ihnen gemacht hat. Ein wichtiges Buch gegen das Vergessen.
Es gibt zwei ausführliche Vorwörter und im Anschluss ein Theaterstück, das im KZ spielt. Mich haben vor allem Frankls Ausarbeitung zu den psychologischen Auswirkungen des KZs auf die dort unter unmenschlichen Bedingungen lebenden Menschen interessiert. Frankl schreibt über den ersten Schock der Ankunft, dann aus dem Alltag des Lagerlebens und schließlich über die Befreiung. Es ist beeindruckend, wie er es schafft, sein eigenes Erleben zu reflektieren und mit wissenschaftlicher Neugier zu betrachten. Ein schöner Moment im Buch war für mich beispielsweise als er schreibt, dass er sich im Lager ausgemalt habe, wie er nach der Zeit im Lager Vorlesungen über deren psychische Folgen halten werde. Der Sinn des Lebens war ein Thema, dass ihn zeitlebens nicht mehr losgelassen hat.











































