Dort dort

Dort dort

Hardback
3.887
Native AmericansTraditionThanksgivingArapaho

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Description

Tommy Orange gibt mit seinem vielbesprochenen Bestseller "Dort dort" Native Americans eine Stimme. "Eine neue Art amerikanisches Epos." (New York Times) Jacquie ist endlich nüchtern und will zu der Familie zurückkehren, die sie vor vielen Jahren verlassen hat. Dene sammelt mit einer alten Kamera Geschichten indianischen Lebens. Und Orvil will zum ersten Mal den Tanz der Vorfahren tanzen. Ihre Leben sind miteinander verwoben, und sie sind zum großen Powwow in Oakland gekommen, um ihre Traditionen zu feiern. Doch auch Tony ist dort, und Tony ist mit dunklen Absichten gekommen. "Dort dort" ist ein bahnbrechender Roman, der die Geschichte der Native Americans neu erzählt und ein Netz aufwühlend realer Figuren aufspannt, die alle an einem schicksalhaften Tag aufeinandertreffen. Man liest ihn gebannt von seiner Wucht und seiner Schönheit, bis hin zum unerbittlichen Finale.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
288
Price
22.70 €

Author Description

Tommy Orange, geboren 1982 in Oakland, ist Mitglied der Cheyenne und Arapaho Tribes. Sein erstes Buch, Dort, dort, war für den Pulitzerpreis 2019 nominiert und erhielt den American Book Award 2019. Er lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Angels Camp, Kalifornien.

Posts

14
All
3.5

Ein bewegendes Buch über Herkunft, Schmerz und Zusammenhalt.

Dort dort erzählt die Geschichten mehrerer Native Americans in Oakland, die alle aus unterschiedlichen Gründen zu einem Powwow kommen – manche wegen Geld, andere wegen Zugehörigkeit oder persönlicher Geschichte. Jeder kämpft mit seiner eigenen Identität, Traumata und der Frage, was es heißt, heute indigen zu sein. Am Anfang war ich etwas verloren bei den vielen Perspektiven, aber genau das hat das Buch so besonders gemacht. Der Schreibstil ist intensiv, teilweise fast poetisch. Die letzten 60 Seiten waren unglaublich spannend – ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Das Ende ist offen und schockierend.

5

Was für ein großartiges, tiefgründiges, spannendes Buch.

4.5

Gut geschriebener Einblick in die heutige Lebensrealität vieler aus der indigenen Bevölkerung in den USA.

4

Indianer oder Native? Eine Spurensuche in blutiger Geschichte

Dieses Buch wirft einen Blick in das Leben und Denken der Native Community in Nordamerika. Anhand fiktiver Lebensgeschichten wird man als Leser in die Jahre des Kampfes um Identität und Anerkennung gezogen. Familie, Wünsche, Sehnsüchte, kulturelles Vermächtnis und geschichtliche Ignoranz treffen auf die Spirale aus Kriminalität, Hoffnungslosigkeit, Drogen und den Wunsch, sich selbst oder seiner Familie doch noch zu helfen - egal um welchen Preis und auf wessen Kosten. Inhaltlich harter Tobak, aber ein fein gezeichnetes Bild mit unterschiedlichen Blickwinkeln und viel stillem Schmerz zwischen den Zeilen. Absolute Leseempfehlung!

3

Ich konnte es einfach nicht beenden

Ich wünschte, ich hätte mir Notizen beim Lesen gemacht. Das Buch hat so viele Hauptpersonen, die Geschichten sind dabei noch miteinander verwoben und doch individuell. Dazu gibt es noch verschiedene Zeitpunkte in Gegenwart und Vergangenheit, allerdings nie konkret erwähnt. Ich habe leider einfach keinen richtigen Lesefluss entwickelt. Wesentlicher Grund ist die unglaubliche Vielfalt an Personen, die alle im gesamten Verlauf der Buchs immer wieder wichtig werden. Ich hätte das Buch gerne gemocht, aber so war es einfach zu verwirrend für mich.

2

Schlimme Schicksale in der Native American Indian Society Kann man lesen, muss man aber nicht

4

Ich bin froh, dieses Buch endlich gelesen zu haben. Mir haben die unterschiedlichen Sichtweisen - jedes Kapitel ist aus einer anderen Perspektive geschrieben - sehr gefallen, wobei ich einige mehr (Opal, Edwin, Jacquie), einige weniger (Thomas) interessant fand. Bei Thomas habe ich mich auch gefragt, welchen Zweck er in der Geschichte hatte. Alle Charaktere vereint, dass sie zum Powwow in Oakland, CA wollen, ansonsten scheint sie erstmal nichts weiter zu verbinden. Bis auf, dass alle Figuren gebrochen / beschädigt wirken, was aufgrund ihrer Entwurzelung zu erklären ist. Aus diesem Grund fand ich das Zitat eine gute Erklärung, warum der Powwow so zentral ist im Buch: „Wir haben die Powwows geschaffen, weil wir einen Ort zum Zusammensein brauchen. Etwas Stammesübergreifendes, etwas Altes, etwas zum Geldverdienen, etwas, worauf wir hinarbeiten können, für unseren Schmuck, unsere Lieder, unsere Tänze, unsere Trommel. Wir führen die Powwows fort, weil es nicht viele Orte gibt, an denen wir uns alle versammeln können, an denen wir einander sehen und hören.“ (S.137) Ich habe in dem Buch sehr viel über amerikanisch-indigene Geschichte gelernt und fand die Zwischenkapitel mit den historischen Einordnungen sehr gelungen. Ich denke nach Beendigung des Buches allerdings noch über den „Zweck“ des Endes nach. Wurde dieser gewählt, weil es trotz Orten der Zusammenkunft (Powwow) immernoch keine Sicherheit für Natives gibt? So zumindest habe ich das Buch verstanden.

3

Tommy Orange, der selbst als Native American in Oakland aufgewachsen ist, erzählt gänzlich unbeschönigt die Geschichte von strukturellem Rassismus, Identitätssuche und Gewalt bezogen auf Native Americans in den USA. "Dort dort" bzw. "There there" bezieht sich auf folgendes Zitat von von Gertrude Stein über Oakland: “There is no there there.” Dabei bezieht sie sich auf ihre gänzlich veränderte, nicht wieder zu erkennende Heimat. Der Ort ihrer Vorfahren existiert nicht mehr, ihre Kultur wurde entwurzelt. Da die einzelnen Handlungsstränge von zwölf(!) Personen fast alle aus der Ich-Perspektive erzählt werden, kam ich ehrlich gesagt etwas durcheinander, sodass ich die Geschichte als Hörbuch nicht empfehlen kann. Erst eine anschließende Recherche ließ mich die Ereignisse und Handlungsstränge wieder für mich ordnen. Der Roman verfolgt viele gute Ansätze und trifft einen Nerv, wenn die Geschichte der Natives in der Gegenwart erzählt wird. Neben der Verwirrung ist die Geschichte aber einfach sehr trist. Auch wenn sicherlich negative Lebenserfahrungen des Autors in die Story miteinflossen, bedient es nun viele Stereotype von Armut und Gewalt. Mir hätte es gefallen, wenn zumindest eine der Personen positiv dargestellt worden wäre. "Man muss die Geschichte seines Volkes kennen! Dass du hier gelandet bist, hat damit zu tun, was Menschen getan haben, damit du jetzt hier bist." "Du musst wissen, dass wir niemals aufhören dürfen, unsere Geschichten zu erzählen." "Wir sind alle wegen einer Lüge hier. Sie belügen uns, seit sie gekommen sind. Sie belügen uns auch jetzt." "Auf dem Klo ist gerade eine heftige Scheiße abgegangen." "Ist doch der Sinn von Klos, oder?" "Wenn du das Glück hattest, in eine Familie hineingeboren zu werden, die direkt an Völkermord und/oder Sklaverei verdient hat, glaubst du vielleicht, je weniger du darüber weißt, desto mehr von deiner Unschuld kannst du dir bewahren. Was ein guter Grund ist, sich nicht zu informieren, nicht zu tief zu bohren, auf leisen Sohlen um den schlafenden Tiger zu schleichen. Nimm nur deinen Nachnamen. Verfolge ihn zurück. Und vielleicht findest du heraus, dass euer Weg mit Gold gepflastert war oder mit Fallen." "Das ist ihre Kultur?" [...] "Was?" "Alles an sich reißen." "Keine Ahnung, meine Mutter ist weiß." "Du musst nicht gleich alle Weißen verteidigen, die deiner Meinung nach nicht Teil des Problem sind, bloß, weil ich etwas Negatives über weiße Kultur gesagt habe." [...] "Tut mir leid!" [...] "Du musst nicht gleich tun!" [...] "Tut mir leid."

5

Es geht um verschiedene native American die alle mehr oder weniger in Verbindung stehen die Leben ähneln sich es geht einen sehr nahe

4

Wie bereits erwähnt, habe ich mit der Literatur der amerikanischen Ureinwohner noch nicht viel Erfahrung. Deshalb war wohl auch die Lektüre von "Dort, Dort" sehr intensiv für mich. Zwar verlor ich regelmässig die Übersicht über die Personen, aber schlussendlich fügt sich alles gut zusammen, wer nun wie mit wem verbandelt ist. Die Erfahrungen, die die Charaktere machen, sind mir ziemlich eingefahren und bieten einen Einblick in die aktuellen Zustände Amerikas. Somit war dieses Buch eine weitere literarische Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte.

while i did enjoy it, this was a difficult book. it's a novel told from a number of different perspectives: there are many characters that provide their points of view, sometimes in first-person, sometimes in third-person, while also shifting from past to present. all those people's lives are connected, their stories interwoven, until, in the end, they all (kind of!) collide. due to the many characters and perspectives, i found this book hard to get into. at some point i'd get interested in a specific character but by then, their chapter would be almost over, and i'd have to get to know another new person. lots of subjects were introduced and keeping track wasn't easy. not everyone was likeable and not every voice was compelling, although some definitely were. it didn't necessarily confuse me, though - it was just hard to connect to. however, i learned so much about urban native american communities and because of that, i'm glad i read it. it's a book that we need to learn about people who are being ignored by media a lot of the time. there there offers the chance to get to know lots of different characters that show just how diverse this group of people is and which struggles they go through! the ending though. i don't know. it left a lot of problems unsolved and i honestly found it pretty unsatisfying. in general, i liked reading this book though! it's been compared to homegoing and i totally get why, but comparing the two, homegoing just did more for me from an emotional point of view.

3

>> We stood under both flags as they came at us. They did more than kill us. They tore us up. Mutilated us.<<

Tommy Orange hat mit There There ein Werk geschaffen, das sich tief in die kollektive und individuelle Identität indigener Menschen einfühlt und gleichzeitig eine innovative Erzählstruktur nutzt. There There erzählt die Geschichten von zwölf Figuren, deren Leben sich beim großen Powwow in Oakland kreuzen. Die wechselnden Perspektiven und die Vielzahl an Handlungssträngen haben es mir schwer gemacht, den Überblick zu behalten – aber jede Geschichte hat mich berührt. zuu Die Schicksale der Figuren sind intensiv und schmerzhaft, gleichzeitig voller Hoffnung und Kampfgeist. Besonders beeindruckt hat mich die kreisförmige, von indigenem Denken geprägte Erzählweise, bei der jede Figur wichtig is

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