The Western Wind

The Western Wind

Softcover
3.812

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Description

FROM THE AUTHOR OF 2024 BOOKER PRIZE WINNING ORBITAL

Oakham, Somerset, 1491; when a man is swept away by the village's river, an explanation has to be found: accident, suicide or murder?

The village priest, John Reve, is privy to many secrets in his role as confessor. But will he be able to unravel what happened to the victim, Thomas Newman, the wealthiest, most capable and industrious man in the village? And what will happen if he can't?

Moving back in time over four tense days[IL1] towards the moment of Thomas Newman's death, the story is related by Reve - an extraordinary creation, a patient shepherd to his wayward flock, and a man with secrets of his own to keep. Through his eyes, and his indelible voice, Harvey creates a medieval world entirely tangible in its immediacy.

'A rich and sumptuous delight' DAILY TELEGRAPH

'Astonishing... A rollicking mystery and a profound meditation on faith and existence' OBSERVER

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
Historical
Format
Softcover
Pages
N/A
Price
13.00 €

Posts

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All
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1491, Oakham, ein kleines britisches unbedeutendes Dorf mit einem intelligenten und einfühlsamen Priester und einer Gemeinde, die insgesamt nicht durch großen Intellekt auffällt. Hier stranden die Menschen, die woanders nicht Fuß fassen konnten. Als eines Tages ausgerechnet das reichste, beliebteste Gemeindemitglied ertrunken aufgefunden wird, findet sich der örtliche Priester plötzlich in einer Position wieder, in der er den Mörder/ die Mörderin ermitteln muss. Der Dekan möchte bis zum Aschermittwoch einen Täter überführt bekommen, der dann auf dem Dorfplatz gehängt werden soll. Er macht der Gemeinde ein besonderes attraktives Ablassangebot (1× beichten = 40 Tage Vergebung) und erwartet vom Priester, dass der ihm die Ergebnisse der Beichten übermittelt. Doch was, wenn mehrere Menschen die Tat beichten und was, wenn der Priester selbst seine eigenen Vorstellungen über Schuld und Sühne hat? Ein sehr kurzweiliger ungewöhnlicher Krimi, der in einer interessanten Zeit spielt und uns durch die diversen Beichten der Dorfbewohner zur Wahrheit führt Hat sehr viel Spaß gemacht!

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>>1491. In dem kleinen Dorf Oakham, ein Ort in dem es Ziegen gibt, die reicher sind als die Bewohner, bereitet man sich gerade auf die bevorstehende Fastenzeit vor, als eines Nachts ein Unglück geschieht: Thomas Newman, der wohlhabendste und einflussreichste Mann im Dorf, wurde von der tödlichen Strömung des Flusses mitgerissen. War es ein Unfall, Selbstmord oder gar Mord? Dies herauszufinden, obliegt dem örtlichen Priester John Reve, einem geduldigen Hirten seiner eigensinnigen Herde...<< „Westwind“ von Samantha Harvey empfand ich thematisch sehr interessant, denn hier begegnet der Leser mal einer ganz anderen Herangehensweise zur Aufklärung eines Todesfalls. Priester John Reve übernimmt hier sozusagen die Ermittlungen und die gestalten sich eben doch anders als wir aus den üblichen Krimis kennen und lässt Religion und was damit einhergeht in den Vordergrund treten. Ich finde, man kann das Buch nicht wirklich einem Genre zuordnen, es hangelt sich für mich persönlich so zwischen Krimi, Roman & Spannungsroman. Die Erzählweise insgesamt ist eher ruhig und teilweise sehr ausschweifend. Insgesamt hat mit das Buch aber gut gefallen, es war einfach mal etwas anderes.

4

Samantha Harveys Roman Westwind ist ein Roman, der nicht ganz einfach zu rezensieren ist, da man mit jedem Satz Gefahr läuft, etwas preis zu geben, was lieber ungesagt bleiben sollte. Hierin ähnelt man als Rezensent auf unheimliche Art der Erzählinstanz des Romans: John Reve, Pater, Beichtvater und geistliches Oberhaupt von Oakham, der sich nach dem Verschwinden des reichen und beliebten, aber auch reformgeistigen, Bürgers Thomas Newman (die Bedeutung des Nachnamens kommt nicht von ungefähr – dies gilt auch für den Namen des Großgrundbesitzers Townshend) der Herausforderung stellen muss, das Verschwinden aufzuklären und seine Schäfchen zu beschützen. Das herausragende und außergewöhnlich gut umgesetzte Merkmal dieses Romans ist seine Erzählstruktur. John Reve, der sich allmählich als unzuverlässiger Erzähler entpuppt, berichtet chronologisch rückwärts von den Umständen um Newmans Verschwinden. Er beginnt also an Tag 4 und endet mit dem Tag, an dem Newman das letzte Mal gesehen wurde . Die Art, wie es Harvey gelingt, den Leser trotz dieser anspruchsvollen Erzähltechnik nicht vollends zu verwirren, graduell immer mehr und vor allem Tag für Tag sich ergänzende Informationen zu enthüllen und im Grunde schon auf Seite 111 von 350 die passende Endnote des Romans zu setzen (keine Sorge, man erfährt hier dennoch nichts, was die Auflösung vorwegnähme) ist bravourös. Ebenso exzellent gelingt es ihr, John Reves Perspektive zu nutzen. Er ist der Dreh- und Angelpunkt unserer eigenen Wahrnehmung – wir erleben und sehen die Geschehnisse und alle weiteren Figuren nur durch ihn, gefärbt durch sein Urteil und seine Absichten, seine eigene Position gegenüber seinem Selbst. Erstklassig eingefangen ist auch die noch mittelalterlich geprägte, düstere und provinzielle Atmosphäre eines Dorfes am Ende des 15. Jahrhunderts mit seiner tiefen Gottesfurcht, Frömmigkeit und dem allgegenwärtigen Aberglauben und alten Bräuchen. Harvey macht mit leichter Hand sehr deutlich, wie beschwerlich, karg und begrenzt das Leben der Menschen war. Es gelingt ihr so ausgezeichnet, einen geeigneten Kontext für die wesentlichen Probleme und Zweifel ihres Romans zu schaffen, der sich mit den Grundfragen von Moral und Religiosität, menschlicher Einmischung und Bedürfnissen befasst und so bei aller zeitlichen Distanz durchaus auch deutliche Bezüge zur heutigen Gesellschaft und Kirche ermöglicht. Trotz all dieser positiven Aspekte hat mich der Roman dennoch nicht vollends begeistert. Er ist zwar ein wunderbares, anspruchsvolles und viele Interpretationsmöglichkeiten anbietendes Schmuckstück von Literatur, aber ich konnte keine Nähe zu John Reve aufbauen und war an der Handlung meist nur mäßig interessiert , was mit den manchmal recht langen und langatmigen Ausführungen zur Religion zusammenhing. Wer darüber hinwegsehen kann, wird mit einem innovativen Erzählaufbau und sehr viel Stoff zum Nachdenken belohnt.

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This will certainly leave an impression. It was a thought-provoking and kind of emotional look at grief, guilt and the religious life at that time. Reve was the perfect character for portraying that and the look I got into his psyche enchanted me. Telling the story backwards was an incredible choice since it made a lot of the important scenes work even better. I got to figure out the bigger picture piece by piece, which made for some really interesting reveals. I was engaged to whole way through which was also helped by Harvey's great writing and her lively descriptions. For me, everything just came together perfectly.

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