The Marriage Plot
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Gut - und auch wieder nicht
Der Roman von Jeffrey Eugenides spielt Anfang der 80er im Milieu der amerikanischen Ostküsten-Colleges. Die Hauptfiguren sind die Literaturstudentin Madeleine, der Biologiestudent Lennart und Mitchell, der sich vor allem für Religionswissenschaften interessiert. Madeleine kommt aus sehr gutem Haus und verliebt sich in den bipolaren Lennart, macht mit ihm unterschiedliche Phasen der Krankheit durchb und heiratet ihn schließlich. Mitchell ist hoffnungslos in Madeleine verliebt und sucht sein Glück nach dem Collage in Europa und Indien. Alle drei suchen sich und ihren Weg durchs Leben. So weit, so gut. Es ist auch durchaus spannend, zu erfahren, wie die drei Schicksale zusammenkommen, wieder auseinandergehen, miteinander kämpfen und auch mit sich selbst. Interessant ist auch zu erfahren, wie das Leben an der Ostküste in den USA der Achtzigerjahre gewesen ist, man bekommt einen sehr guten Einblick in diese Zeit. Die Figuren selbst sind differenziert gezeichnet, trotzdem kommen sie mir manchmal sehr klischeehaft vor. Dass man als Leserin für die Hauptfiguren nicht nur Sympathie empfindet, ist ja durchaus erwünscht, aber die Darstellung von Beziehungen zwischen Männern und Frauen zu jener Zeit wirken aus heutiger Perspektive sehr unfeministisch, obwohl Madeleine so sehr an Frauenthemen interessiert ist; ich bin mir nicht sicher, ob der Autor sich dessen auch bewusst ist. In vielen Bereichen wirkt die Geschichte stark männlicher Perspektive erzählt , was mMn anders intendiert worden ist. Außerdem wird meine Irritation in Bezug auf US-AmerikanerInnen durch den Roman noch verstärkt. Aber das ist vermutlich meine eigene Projektion. Sprachlich ist das Buch auch gut, schöne Sätze, wirklich angemessene Wortwahl, viele Verweise auf die Größen der Literatur, Philosophie, Sprachwissenschaft und Religionswissenschaft. Für mich war es auch ein bisschen ein Eintauchen in die Geisteswissenschaften der Achtzigerjahre. Dieser Roman ist ein unterhaltsames Buch, gut zu lesen, leicht zu verstehen, aber wenig tiefgründig , stellenweise banal, eine gute Ferienlektüre. Bei mir wird dieser Roman keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.
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Gut - und auch wieder nicht
Der Roman von Jeffrey Eugenides spielt Anfang der 80er im Milieu der amerikanischen Ostküsten-Colleges. Die Hauptfiguren sind die Literaturstudentin Madeleine, der Biologiestudent Lennart und Mitchell, der sich vor allem für Religionswissenschaften interessiert. Madeleine kommt aus sehr gutem Haus und verliebt sich in den bipolaren Lennart, macht mit ihm unterschiedliche Phasen der Krankheit durchb und heiratet ihn schließlich. Mitchell ist hoffnungslos in Madeleine verliebt und sucht sein Glück nach dem Collage in Europa und Indien. Alle drei suchen sich und ihren Weg durchs Leben. So weit, so gut. Es ist auch durchaus spannend, zu erfahren, wie die drei Schicksale zusammenkommen, wieder auseinandergehen, miteinander kämpfen und auch mit sich selbst. Interessant ist auch zu erfahren, wie das Leben an der Ostküste in den USA der Achtzigerjahre gewesen ist, man bekommt einen sehr guten Einblick in diese Zeit. Die Figuren selbst sind differenziert gezeichnet, trotzdem kommen sie mir manchmal sehr klischeehaft vor. Dass man als Leserin für die Hauptfiguren nicht nur Sympathie empfindet, ist ja durchaus erwünscht, aber die Darstellung von Beziehungen zwischen Männern und Frauen zu jener Zeit wirken aus heutiger Perspektive sehr unfeministisch, obwohl Madeleine so sehr an Frauenthemen interessiert ist; ich bin mir nicht sicher, ob der Autor sich dessen auch bewusst ist. In vielen Bereichen wirkt die Geschichte stark männlicher Perspektive erzählt , was mMn anders intendiert worden ist. Außerdem wird meine Irritation in Bezug auf US-AmerikanerInnen durch den Roman noch verstärkt. Aber das ist vermutlich meine eigene Projektion. Sprachlich ist das Buch auch gut, schöne Sätze, wirklich angemessene Wortwahl, viele Verweise auf die Größen der Literatur, Philosophie, Sprachwissenschaft und Religionswissenschaft. Für mich war es auch ein bisschen ein Eintauchen in die Geisteswissenschaften der Achtzigerjahre. Dieser Roman ist ein unterhaltsames Buch, gut zu lesen, leicht zu verstehen, aber wenig tiefgründig , stellenweise banal, eine gute Ferienlektüre. Bei mir wird dieser Roman keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.




