Taupunkt

Taupunkt

Paperback
3.33

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Description

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat Wissenschaftler Tom Bayer das auch im Weltklimarat umstrittene Phoenix-Programm entwickelt. Es fordert die Aufhebung von Welthandel und Globalisierung, dazu Climate-Engineering, komplette Umstellung der Landwirtschaft, rigorose Geburtenkontrolle, künstliche Sicherung der Polarkappen, gigantische Aufforstungen – allesamt schwerste Eingriffe in das gewohnte Leben der Menschen. Kein Wunder, dass die Regierungen der Welt nichts davon wissen wollen. Nach einer weiteren gescheiterten Klimakonferenz zieht sich Tom aus dem Weltklimarat zurück. Toms Bruder Robert ist Großlandwirt in Norddeutschland. Sein Land leidet unter der Dürre und er selbst an Alkoholsucht. Die ungleichen Brüder trennt ein alter familiärer Konflikt, während sich ihre ebenso ungleichen Töchter anfreunden. In Deutschland entschließt sich Tom, mit seinem Forderungskatalog an die Öffentlichkeit zu treten, und löst damit eine mediale Hetzjagd aus. Die Auseinandersetzungen zwischen Klimaleugnern und Klimaaktivisten werden immer gewalttätiger. Nicht nur Bruder Robert sieht seine wirtschaftliche Existenz bedroht und verliert sich in Verschwörungstheorien. Während das Thema Klimawandel die Brüder entzweit, stellen sich die Töchter zwischen die unversöhnlichen Geschwister und fordern ihre Zukunft ein. Plötzlich ist die lange vorhergesagte Klimakatastrophe Realität. Eine ungeheure Hitzewelle wälzt sich über Europa; Stromausfälle und Brände bringen das öffentliche Leben zum Erliegen, Zehntausende Menschen sind vom Hitzetod bedroht. Der Katastrophenschutz versagt. Alleingelassen auf Roberts Hof in Ostdeutschland kämpft Familie Beyer ums physische Überleben und muss sich ihren Dämonen stellen. Die Trümmer vor Augen wissen alle, dass etwas geschehen muss. Werden die Töchter Aktivisten einer epochalen Veränderung, setzt sich das Phoenix-Programm durch?

Book Information

Main Genre
Thriller
Sub Genre
N/A
Format
Paperback
Pages
272
Price
20.60 €

Author Description

Thore D. Hansen, Politikwissenschaftler und Soziologe, arbeitete erfolgreich als Journalist und ist Experte für internationale Politik sowie Autor futuristischer Politthriller wie Quantum Dawn und China Dawn. 2017 wurde seine kommentierte Biografie der Sekretärin von Joseph Goebbels, Ein Deutsches Leben, als Warnung vor dem neuen Rechtspopulismus weltweit in 20 Sprachen übersetzt. Seine Bücher extrapolieren die Folgen gegenwärtiger Trends für die nächste Zukunft.

Posts

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All
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Wie man ein wichtiges Thema verhunzt

Die Temperaturen steigen unaufhörlich, Waldbrände bedrohen die Städte und Dörfer in Europa, Wasser wird rationiert. Zwischendrin zwei Brüder, die, jeder auf seine Weise, mit den Folgen der Klimakrise umgehen müssen … Vorweg: Das Thema dieses Buches ist so ungemein wichtig und die Grundidee klang einfach nur großartig. Erwartet hatte ich, auch durch den journalistischen Background des Autors, fundiertes wissenschaftliches Wissen, ein dystopisches Endzeitfeeling, Nachdenkenswertes über ethisch-moralische Grundsätze der Maßnahmen, die ergriffen werden müssen … … bekommen habe ich aber nur einen furchtbar schlechten Roman. Dem Buch fehlt es leider handwerklich an jeder Ecke und jedem Ende und es darf sich rühmen, mit die schlechtesten Dialoge zu haben, die ich je in einem ‚ernsthaften‘ Roman gelesen habe. Die sind teilweise so cringe, mir hat sich alles zusammengezogen. Dazu diese furchtbaren beiden Männer Robert und Tom, der eine ein verschwurbelter Aluhutträger, der andere ein selbstverliebter Wissenschaftler-Rockstar oder was auch immer, der zwar keine fünf Minuten Zeit für seine Tochter hat (er muss nämlich erst mal noch die Welt retten), aber dafür sehr viel Zeit, sich neben der Ehefrau (die eigentlich nur nervt) eine Geliebte zu halten (natürlich die Seelenverwandte!). Überhaupt die Frauen in diesem Buch: Gesichtlos (ich glaube, es wird nicht mal die Haarfarbe von einer erwähnt), in der Krise zicken sie sich an, weil die eine einen Freund hat, die andere nicht (ja klar, wir sind halt schlichte Gemüter) und eigentlich sind sie im Großen und Ganzen nur Stichwortgeberinnen für die Männer. Dann wieder gibt es Stränge, die völlig ins Leere laufen (was soll das Kapitel mit den Investoren?), es wird ständig von hier nach da und wieder zurück gefahren, überhaupt stimmt die Zeitlinie überhaupt nicht - Menschen und Autos materialisieren sich innerhalb von wenigen Minuten an einem Ort - und Szenen sind innerhalb von fünf Sätzen begonnen und abgeschlossen. Das ist alles handwerklich richtig, richtig schlecht und nur ein kleiner Abriss, es gäbe noch jede Menge mehr zu bemängeln. Das ständig erwähnte Phönix-Projekt bleibt dann auch sehr vage (es wird ein bisschen wie Klima-Kommunismus beschrieben) und es beruht darauf, dass alle Staaten nach Toms Pressekonferenz einsehen, dass man handeln muss und wird und die Menschen alle solidarisch werden und ihren Wohlstand aufgeben. Süß, echt süß. Das dämliche Ende allein hätte direkt noch mal verdient gehabt, dass ein Stern abgezogen wird (die Zukunft wird dann doch ganz toll, weil Tom Janne einen super Job zuschanzt und die wird das dann schon richten, zumindest träumt sie sich das am Strand so vor, wo es auf einmal nur noch milde 28° hat), aber den habe ich dem Autor gelassen, als Verdienst, jemand gefunden zu haben, der ihm das verlegt. Ist ja auch eine Leistung.

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Informativ! Mich hat dieser Roman wirklich erschreckt. Er ist so dicht an der Wahrheit, dass es einem ganz unheimlich wird

Es ist heiß in Deutschland, dabei ist es gerade mal Frühling. Robert bestellt seine viel zu trockenen Felder in Norddeutschland an der Nordseeküste. Geregnet hat es schon länger nicht mehr. Aber von irgendwas muss man ja schließlich leben. Roberts Tochter Janne studiert derweil in Berlin. So alleine auf dem großen Hof ergibt sich der Bauer in seine Trunksucht und statt Wasser trinkt er lieber sein Bier oder Wein. Obendrein hat er sich den Klimagegnern angeschlossen. Er kann einfach nicht akzeptieren, dass die Welt gerade dabei ist zu verbrennen. Täglich steigt das Thermometer weiter an. Über 37° C ist keine Seltenheit mehr. Wenn ihn doch damals nicht sein Bruder einfach mit dem Hof alleine gelassen hätte, dann wäre es vielleicht ganz anders gekommen, wüten die Gedanken durch Roberts Kopf. Der Bruder, das ist der bekannte Klimawissenschaftler Tom Beyer. Tom weiß, was passieren wird und kann es nicht ertragen, dass es immer noch so viele Menschen gibt, die es nicht verstehen oder gar leugnen, dass die Erde am Ende ist und der Homo sapiens ausgedient haben wird, wie die Dinosaurier. Er tritt bei Veranstaltungen auf und sagt geradeheraus, was passieren wird. Aber erst als es schon zu spät ist, fängt man an ihm zu glauben. Tom kennt einige Lösungen, die aber nur die Hitze mildern könnte. Das Übel ist damit aber noch nicht aus der Welt geschafft. Man beschimpft Tom öffentlich, sogar in den Boulevardblättern und zieht auch noch sein Liebesleben mit hinein. Tom hat sich einen Namen gemacht unter den Wissenschaftlern. Doch seine Familie hat nichts von ihm. Selbst in Berlin steigen die Temperaturen inzwischen auf über 40° C. Tom macht öffentlich, wie man das Klima retten könnte. Doch damit macht er sich keine Freunde unter den Wirtschaftlern. So dicke ist das Band nicht zwischen den Brüdern. Tom legt sich ins Zeug, um seinen Bruder von der Notwendigkeit zu überzeugen, dass man den Nutzungsplan seiner Landwirtschaft grundlegend überdenken sollte. Aber Robert ist nur sauer auf seinen Bruder, der ihn alleine gelassen hat und weil Tom nicht mal zur Beerdigung ihrer Mutter kam. Janne, die Tochter Roberts ist eine Klimaaktivistin. Sie verehrt ihren Onkel Tom und vertritt seine Meinung. Doch auch sie hat keinen Einfluss auf den sturen Vater. So dicht an der Wahrheit Mich hat dieser Roman wirklich erschreckt. Er ist so dicht an der Wahrheit, dass es einem ganz unheimlich wird. Wenn wir nicht alle endlich etwas unternehmen, dann enden wir in wie die Personen in dem Roman. Auf der Flucht vor der Hitze und Dürre. Ich fand die wissenschaftlichen Darstellungen echt interessant. Doch hat mir die Grundgeschichte nicht gefallen. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte der Brüder und deren Familien einfach nur um die Katastrophe herumgeschrieben wurden. Mir gefiel keine der Personen. Mich hat der Roman trotzdem in seiner Gesamtheit erschreckt. Ich musste meine Nase aus meine Wohlfühlbubble strecken und das hat mir nicht behagt. Taupunkt, Ist ein Klimaroman von Thore D.Hansen. Er ist eigentlich Politikwissenschaftler, Soziologe und Journalist. Taupunkt ist nicht sein erster Roman. Er hat schon andere futuristische Politthriller geschrieben. Unterhaltung war mäßig, dafür war der Roman unheimlich informativ 🐭🐭🐭🐭 von Rubi und mir, mit der Bitte, das man auch schon im Kleinen damit anfangen kann, etwas für unser Klima zu unternehmen.

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